
Die Bretagne ist kulinarisch sehr vielseitig aufgestellt: natürlich gibt es Fisch und Meeresfrüchte, auch Algen spielen eine große Rolle. Der Golfstrom sorgt für eine reichhaltige Gemüse-Ernte, auf den Salzwiesen grasen die Schafe – und dann wäre da noch der Buchweizen, aus dem man mehr macht als die bekannten herzhaften Galettes.
Cookies zum Beispiel. Das Rezept dafür kommt aus dem Lokal Hello Rivages in Plouharnel. Die Eigentümerin hat den Wartesaal eines ehemaligen Bahnhofs zu einem Wohfühlort und Treffpunkt umgestaltet, bietet eine wöchentlich wechselnde Karte mit saisonalen Gerichten an – und lebt außerdem ihre Leidenschaft für Kuchen und Kekse aus.
In den Cookies kommt der Buchweizen gleich zweimal vor: einmal in Form von Mehl und dann noch als Kasha, das ist gerösteter Buchweizen. Der ist knusprig und gibt den Keksen einen schönen Biss. Kasha gibt es in osteuropäischen und türkischen Lebensmittelgeschäften. Für die Cookies braucht man aber nur eine kleine Menge; das kann man leicht selbst machen: einfach ganzen Buchweizen in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze rösten, bis er etwas dunkler wird und duftet.
Im Originalrezept aus „Zu Gast in der Bretagne*“ werden aus der Masse 6 Cookies gebacken; so habe ich das auch gemacht. Beim nächsten Mal würde ich sie aber kleiner machen, ich hatte das Gefühl, dass so ein Cookie eine komplett Mahlzeit ist.

Für 6 sehr große Cookies:
Zutaten:
- 100 g Salzbutter, weich, in Stücken
- 80 g Rohrrohrzucker
- 150 g Buchweizenmehl
- 1 Ei
- 1 TL Backpulver
- 80 g Kasha
- 80 g dunkle Schokolade
Arbeitsschritte:
Die Schokolade grob hacken. Alle Zutaten zu einem homogenen, geschmeidigen Teig verkneten.
Aus der Masse 6 Teigkugeln zu je ca. 90 g rollen und diese für 8 h kühl stellen.
Den Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Teigkugeln im heißen Ofen 9 min backen, dann aus dem Ofen nehmen und mit der Rückseite eines Kochlöffels leicht flach drücken.
Die Cookies mindestens eine Stunde ruhen lassen; sie kühlen langsam aus und bekommen eine weiche, karamellige Konsistenz.

Habe beides: Buchweizenmehl und ganze Körner. Letztere verwende ich ab und zu als Topping: einfach kurz in Butter geröstet!
Oh ja, das schmeckt auch sehr gut und gibt schönen Knusper. Ich habe tatsächlich nur Körner; ich habe mir vor vielen Jahren eine Getreidemühle angschafft und freue mich immer, dass ich alles mögliche Getreide zu Mehl mahlen kann.
Hallo Susanne,
das Mehl mahlst Du selber mit der Getreidemühle? Ich hab‘ auch eine rumstehen, das ist eine gute Idee. Kasha kenne ich aus Russland, die sind geröstet. Müsste es im Osteuropa-Supermarkt geben (ich hatte mal welche gekauft, ist aber lange her). Evtl. könnte man die Körner aber auch selber rösten. Liest sich jedenfalls sehr gut, die Cookies!
Liebe Grüße
Barbara
Ja, die Getreidemühle war eine der besseren Anschaffungen, die nutze ich dauernd. Kasha gibt es auch im orientalischen Laden, aber ich hab ja geschrieben, dass das selber rösten gut funktioniert, dann hat man hinterher nicht eine ganze Tüte Kasha rumstehen….
Liebe Grüße zurück!