
Das ist ein echter Keeper aus Türkei vegetarisch* – so ein Gericht, das auch nach einem stressigen Tag mit Bordmitteln fix auf dem Tisch steht und dabei noch richtig Freude macht: Es wird ein einfacher Teig gerührt, im dem als Einlage TK-Erbsen, Frühlingszwiebeln und geriebener Käse landen. Dazu gibt es einen Dipp auf Joghurt-Basis mit Zitronenabrieb und Knoblauch.
Die Puffer sind schön knusprig dank Speisestärke im Teig. Die Erbsen kann man einfach unaufgetaut aus der Tiefkühle verwenden; ich würde sogar sagen, dass das besser ist, weil sie dann ganz bleiben, wenn man sie in den Teig rührt. Original wird als Käse der milde türkische Kaʂar verwendet – wenn Ihr den nicht auftreiben könnt, könnt Ihr statt dessen auf jungen Gouda zurück greifen.
Was ich aber nicht verhandelbar finde, ist das Joghurt, das für den Dipp verwendet wird: das ist süzme yoğhurt – ein wirlich sehr stichfestes türkisches Sahnejoghurt; das ist eine ganz eigene Joghurt-Liga – im alleräußersten Notfall dafür dicken griechischen Joghurt noch einige Stunden abtropfen lassen.
Wer möchte, kann auch Vollkornmehl für den Teig verwenden. Und als Einlage geht auch anderes TK-Gemüse wie Karotten oder Bohnen.

Für 4 Personen:
Zutaten:
Joghurt:
- 1 Zehe Knoblauch
- 250 g süzme yoğhurt
- Schalenabrieb von 1 Bio-Zitrone
- 2 TL Olivenöl
- Salz, Pfeffer aus der Mühle
- etwas Schnittlauch
Puffer:
- 70 g Mehl (ich hatte Dinkel 630)
- 60 g Maisstärke
- 1 TL Backpulver
- 1 TL granulierter Knoblauch
- 2 Eier (Größe L)
- 4 EL Milch
- Salz, Pfeffer aus der Mühle
- 500 g TK-Erbsen
- 200 g kaʂar-Käse
- 3-4 Frühlingszwiebeln
Zum Braten und Servieren:
- ca. 100 ml Sonnenblumen- oder Olivenöl
- etwas Dill
Arbeitsschritte:
Zunächst für den Joghurt den Knoblauch schälen, mit einer Prise Salz im Mörser zerstoßen und mit Joghurt, Zitronenabrieb und Olivenöl verrühren. Den Dip mit Salz und Pfeffer würzen und bis zur Verwendung kühl stellen.
Mehl, Stärke, Backpulver, Knoblauchgranulat, Eier und Milch zu einem Teig verrühren und diesen mit Salz und Pfeffer würzen. Den Käse grob reiben. Die Frühlingszwiebeln putzen und in feine Röllchen schneiden. Beides zusammen mit den Erbsen unter den Teig rühren, bis die Einlage gut vom Teig umhüllt ist – der Erbsenanteil ist hoch, aber das funktioniert alles sehr gut.
Nicht zu wenig Öl in einer Pfanne erhitzen. Je 2 EL der Puffermasse hineingeben und mit einem Pfannenwender auf ca. 1.5 bis 2 cm flach drücken. Von beiden Seiten goldbraun und knuprig braten, dann auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Zum Servieren nach Wunsch mit Kräutern bestreuen und das Joghurt dazu reichen.

Boah, wie toll. Und so einfach.
Das klingt super, und einfach noch dazu. Süzme muss man hier leider suchen… da heißt es dann abtropfen und es gibt Molke zum Brotbacken 😉
super! Auf dieses Rezept habe ich gehofft, dass du es vorstellst!
Dieses JOghurt muss ich nächstes Mal im türkishcen Laden suchen!