
Heute gibt es Hausmannskost aus Luxemburg. Mein Mann hat vor einer ordentlichen Anzahl an Jahren eine Zeitlang in Trier gearbeitet, und wenn ich ihn dort besucht habe, sind wir gerne mal nach Luxemburg-Stadt gefahren. Nein, nicht (nur) wegen des Tankens, wir fanden die Stadt einfach hübsch und haben es genossen, da durch zu bummeln. Das hat mich aber nicht motiviert, mich mit der dortigen Küche zu befassen. Das war schon eher Tom Hillenbrand mit seinen kulinarischen Luxemburg-Krimis, in denen der Koch Xavier Kieffer nicht nur den einen oder anderen Mord aufklärt, sondern es gibt auch immer spannende, gut verpackte Hintrgrundinformationen zu bestimmten Lebensmitteln. Im neusten Band geht es um Champagner*. Das ganze liest sich leicht weg, die Lebensmittel-Informationen sind aber eher schwer verdaulich. Wie auch immer, der ermittelnde Koch kocht in seinem Restaurant luxemburgische Hausmannskost, und irgendwann wollte ich dann doch wissen, wie das alles schmeckt.
Mein erster Eindruck ist: deftige Hausmannskost mit französischem Akzent. Ich hab mir fürs Erste einen echten Klassiker herausgesucht – die Kniddelen auf der Basis von Mehl, Quark und Eiern sind ein echtes Wohlfühlessen – auch für uns.
Die Kniddelen nach dem Rezept von Carlo Sauber* gelingen ganz problemlos und stehen fix auf dem Tisch; also keine Angst vor den Knödeln. Ein Diät-Rezept ist das bestimmt nicht, aber der verwendete Quark bringt eine schöne Frische an den Teig.

Für 4 Personen:
Zutaten:
- 500 g Weizenmehl Type 550
- 3-4 Eier
- 300 g Magerquark
- 100 ml Sahne
- 150 ml Milch
- Salz
- 200 g Räucherspeck
Arbeitsschritte:
Das Mehl mit etwas Salz in einer Schüssel vermengen. In einer zweiten Schüssel 3 Eier, Quark, Sahne und Milch verrühren. Die Mischung zum Mehl geben und alles zu einem Teig verarbeiten, ich habe dafür so einen dänischen Teigrührer benutzt. Wenn der Teig zu fest ist, auch noch das vierte Ei einarbeiten.
Reichlich Salzwasser in einem Topf zum Kochen bringen, dann die Hitze auf ein Simmern reduzieren. Aus der Teigmasse mit zwei Esslöffeln große Knödel formen, in das simmernde Wasser geben und garziehen lassen; sie sind fertig, wenn sie an der Oberfläche schwimmen.
Inzwischen den Speck würfeln und in einer großen Pfanne knusprig braten.
Die Knödel mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser holen, auf Teller verteilen, den Speck darüber verteilen und alles noch mit etwas von dem Bratfett beträufeln.
Ein grüner Salat dazu schadet auf gar keinen Fall.


*Grins* Es hat mich noch jeder kulinarische Krimi von Hillenbrand in die Küche getrieben. Ich backte Madeleines 😊
Beim mir blieb es bisher immer beim „man könnte mal….“ – aber jetzt 😉.
Ich muss das Rezept mal ausprobieren. Es klingt ganz so, als ob es uns schmecken könnte. Danke für die Veröffentlichung.
Herzlichen Gruß
Sabine
Sehr gerne und ich hoffe, Ihr habt Spaß daran.
Erinnert mich ein wenig an die „Mählknepp“, die meine Mutter früher gemacht hat. Aber Luxemburg ist ja auch nicht weit weg von uns 😉 Dazu gab es bei uns Kartoffeln (aus irgendwelchen Gründen) und „Krachelcher“ (kleine gebratene Brotstücke).
Oh, das klingt aber sehr ausprobierenswert, das merke ich mir mal.
Ach toll, ich habe vor vielen Jahren mal Wochenendseminare in Saarbrücken gehalten und von da hab ich auch schon mal einen Abstecher nach Luxemburg Stadt gemacht. Ich mag die Küche dort auch. Wir werden es mal mit veggie Speck probieren. Klingt lecker.
Liebe Susanne, Tom Hillenbrand war mir bislang überhaupt kein Begriff. Da unsere Stadtbücherei gut sortiert ist, habe ich mir gleich mal vier Bände ausgeliehen. Jetzt habe ich den ersten Band „Teufelsfrucht“ in zwei Tagen durchgelesen. Sehr spannend :-). Danke für den Tipp. Bei „Koch mein Rezept“ habe ich von Zorra das Rezept Pizokel (https://bistroglobal.de/pizokel-koch-mein-rezept/) gekocht. Das ist ganz ähnlich. Sehr leckere Alltagsküche :-)! Lieben Gruß aus Tübingen, Regina
Oh, freut mich, dass ich dich damit anstecken konnte, ich finde seine Bücher richtig gut.