Rezeptsammlung: #trostkochen China

 

Mehr als 70 deutschsprachige Foodblogger haben sich zusammen getan und eine solidarische Rezeptsammlung auf die Beine gestellt. Wir haben Rezepte aus jenen Ländern zusammen getragen, die besonders hart vom Virus getroffen wurden. Unser Mitgefühl gilt Allen, die durch den Corona-Virus Angehörige und Freunde verloren haben. Denen, die in Not geraten sind, wünschen wir Kraft und helfende Hände und den Einsamen und Ängstlichen möchten wir zeigen, dass sie nicht alleine sind. Die Rezepte sind teils authentisch, teils adaptiert. Aber unsere Anteilnahme ist echt und kommt von Herzen. Kummer und Not kann diese Rezept-Sammlung zwar nicht lindern, aber sie kann Mut machen. Und Appetit – Peggy Schatz (Initiatorin)

#trostkochen china

Vor einigen Monaten hatte Peggy die Idee, Rezepte aus Ländern zu sammeln, die von Corona-Virus besonders betroffen sind. Die Idee ist gewachsen und es haben sich richtig viele Menschen beteiligt – vielen Dank, Ihr seid toll. Für einen alleine ist das aber ein ziemlich großes Projekt geworden, und so hat Peggy den Staffelstab weitergegeben und einige Bloggerkollegen stellen sich als Host für verschiedene Länder zur Verfügung. Letzte Woche hat uns Gabi englische Rezepte vorgestellt. Und heute geht es mit mir nach China.

China war ja das Ausgangsland für Covid-19. Und ich weiß nicht, wie es Euch ging, aber für mich war das alles erst mal ganz weit weg – und das obwohl ich Freunde habe, die in diesem Land leben. Ich weiß auch, wie sehr die Menschen sich dort eingeschränkt haben – und sie haben es sehr bereitwillig getan.

Dass ich einen Hang zu chinesischem Essen habe, ist ja bekannt. Im Land war ich bislang leider nur einmal, ich hoffe, ich kann da noch etwas nachholen. Und ich habe zwar ein paar Semester Sinologie studiert, bin aber sprachlich etwas eingerostet 😜; auf eine Übersetzung des Eingangstextes müsst Ihr diesmal verzichten.

Aber was macht denn nun die chinesische Küche aus? Chinesisches Essen an sich gibt es eigentlich gar nicht – es ist ein riesiges Land mit verschiedenen Ethnien und Esskulturen. Was hier in den klassischen Restaurants serviert wird, kommt aus dem südchinesischen Guangzhou – kantonesische Küche; die hat übrigens Hongkong und Taiwan geprägt. Insgesamt gibt es aber grob eingeteilt vier Regional-Küchen, eingeteilt nach Himmelsrichtungen: im Norden die Peking-Küche, die von einer gewissen Kargheit geprägt ist. Man isst mehr Weizen als Reis, auch Mais und Hirse sind präsent – typisch sind Nudeln und gefüllte Teigklösse, die Baozi. In der südlichen Kanton-Küche ist das Angebot an Nahrungsmitteln größer, man isst viel Reis, die Würzung ist recht gefällig auch für mitteleuropäische Zungen. Nicht ganz so gefällig ist, dass man auch gerne exotischere Nahrungsmittel und Tierarten verspeist. Im Westen liebt man Chili und Sichuan-Pfeffer; man verwendet gerne getrocknete Mandarinenschalen als Gewürz und es gibt hervorragenden Schinken. Die berühmteste Küche des Ostens ist bestimmt die aus Shanghai – es wird recht schwer und süß gekocht, am bekanntesten sind rotgeschmorte Gerichte.

Gemeinsamkeiten gibt es auch: man braucht nicht viele Gerätschaften. Der durchschnittliche Haushalt kommt mit ein bis zwei Gasflammen, einem Wok, einem ordentlichen Küchenbeil und gerne auch einem Reiskocher aus. Milchprodukte sind ungefähr so exotisch wie für uns Abalone; der Großteil der Bevölkerung ist laktoseintolerant. Und: Essen dient nicht nur der Sättigung. Es ist ein gesellschaftliches Ereignis und spielt auch eine immense Rolle für innere Balance und körperliche Gesundheit. Man kann kaum mit Chinesen an einem Tisch sitzen, ohne dass einem erklärt wird, wofür das eine oder andere Nahrungsmittel gut ist.

Seid Ihr alle noch da? Dann geht es jetzt an die tolle Rezeptsammlung – herzlichen Dank an alle, die etwas beigetragen haben. Bevor ich Euch zu den Rezepten entlasse, geht noch ein großes Dankeschön an Volker – ohne seine technische Unterstützung wäre dieser Beitrag nicht online gegangen – Danke!

11 Kommentare

  1. Liebe Susanne,
    Hut ab, dass du nach der hakeligen versuchten Staffelstabübergabe am Ball geblieben bist. Danke Volker für dein Engagement und dass du uns in dieser schweirigen Phase nicht nur technisch, sondern auch emotional bestens versorgt hast. 🙂
    Da ist ja wieder eine super Sammlung zusammen gekommen. danke auch für die Erklärung zur chinesischen Küche, soweit das mit wenigen Sätzen überhaupt möglich ist! Das meiste davon hatte ich nicht auf dem Schirm. Ich freu mich schon aufs Stöbern und Nachkochen.
    LG Peggy

    • Es hat ja nach Startschwierigkeiten dann doch gut funktioniert – Volker war eine große Hilfe. Und was die chinesische Küche angeht, hätte ich ausufernd werden können… na, vielleicht ein anderes Mal… ;-).

  2. Liebe Susanne,
    danke, dass du den Staffelstab übernommen hast und die tolle Aktion weiterleben kann. Da sind wieder ganz großartige Rezepte zusammen gekommen. Dank für deine Mühe!
    Liebe Grüße
    Christian

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.