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Kochbuch-Geschenktipps für Weihnachten

*Enthält Werbung für schöne Kochbücher – und Affiliate-Links. Wenn Ihr über einen solchen Link kauft, bezahlt Ihr nicht mehr, aber ich bekomme eine kleine Gewinnbeteiligung. Und Ihr ahnt ja vermutlich, in was ich diese investiere…*

Es dauert ja nun wirklich gar nicht mehr lange bis Weihnachten; ab morgen ist schon Dezember.. Habt Ihr schon Geschenke oder wenigstens Ideen? Ich bin dieses Jahr gut dabei, aber das ist nicht immer so. Manchmal zermartere ich mir auch das Hirn nach Ideen. Ich habe mir gedacht, ich versuche mal, Euch etwas weiterzuhelfen und habe aus der Masse der dieses Jahr neu erschienenen Kochbücher einige herausgepickt, die sich – meiner bescheidenen Meinung nach – aus der unübersehbaren Masse des Kochbuchmarkts herausheben.

Die Bücher wohnen alle in meinem Regal, ich habe mich gründlich mit ihnen befasst. Wo bereits eine Rezension online ist, verlinke ich sie Euch.

Für kulinarische Weltreisende:

Kaukasis* von Olia Hercules ist ein wunderbares Buch für alle, die sich näher mit er Küche des Kaukasus befassen wollen. Die Autorin nimmt uns mit auf eine Reise durch Georgien, Aserbaidschan und Armenien und hat dabei nicht nur spannende Rezepte parat, sondern auch wunderbare Geschichten. Hier geht es zur Rezension.

In eine ganz andere Ecke der Welt führt uns North Wild Kitchen* von Nevada Berg. Norwegen ist ein landschaftlich herrliches Land mit freundlichen, entspannten Menschen. Dass es dort auch eine tolle Küche gibt, macht uns die Autorin klar. Das Buch präsentiert in Kapiteln, die jeweils typisch für die einen Aspekt der norwegischen Esskultur sind, spannende Gerichte, die toll schmecken. Es gibt Klassiker wie Fleischbällchen, aber auch Gerichte, die eine persönliche Note tragen; so kommt an die Zimtschnecken etwas Roggenmehl. Und wunderschön bebildert ist das Buch auch; ich stelle es Euch bald näher vor. Soviel vorweg: was Länderküche angeht, ist das ganz klar mein Highlight des Jahres.

echt elsass

Wer sich für bodenständiges Essen aus Frankreich interessiert, wird an Echt Elsass* seine Freude haben – das Buch präsentiert Hausmannskost aus der Region, die aber oft auch etwas modernisiert und verfeinert wurde. Die atmosphärischen  Bilder von Cettina Vicenzino und schönen Texte sorgen dafür, dass man gerne im Buch blättert, auch wenn man gerade nicht daraus kochen möchte. Hier könnt Ihr meine Buchbesprechung nachlesen.

Die persische Küche steht hier hoch im Kurs. Neu ist ein Buch, das sich mit der persischen vegetarischen Küche* beschäftigt: der schmale Band stellt nicht nur mehr als hundert Gerichte vor, sondern gibt auch einen schönen Überblick über Esskultur und Zutaten. Buchvorstellung folgt :-).

Im Dudu Berlin wird frische Fusionsküche serviert – der Spagat zwischen Vietnam und Lateinamerika ist ebenso spannend wie gelungen. Wer es nicht nach Berlin schafft und die Küche trotzdem probieren möchte, findet eine Vielzahl der Rezepte jetzt in einem Kochbuch*. Der Rahmen hier reicht von Pho und Sushi bis zu Ceviche und Tacos. Die Gerichte sind leicht und aromenstark – und die Aufmachung des Buches ein Fest für die Augen. Die Texte von Stevan Paul befassen sich mit Küche und Familiengeschichte und sind eine ebenso spannende wie anrührende Lektüre. Auch hier gilt: Buchvorstellung folgt noch.

Ich habe noch ein paar Bücher für Euch, mit denen man jeweils eine kleine Weltreise antreten kann.

Stevan Pauls “Blaue Stunde” ist so ein Buch. Wir treten eine Weltreise an, die in Samoa beginnt und in Mexiko endet, essen die allerverschiedensten Kleinigkeiten, bekommen Drinks ins Glas und die passende Musik. Hier geht es zur Buchvorstellung.

Tessa Kiros ist eine meiner liebsten Kochbuch-Autorinnen. Sie versteht es, alltagstaugliche Gerichte mit einem gewissen Twist vorzustellen, erzählt wunderbare Geschichten dazu, die die Bücher aus der Masse hervorheben – und die Bilder von Manos Chazikonstantis tun ihr übriges. Das gilt alles auch für “Von der Provence nach Pondicherry“*. Die Klammer, die alle Rezepte verbindet, ist hier der Einfluss der französischen Kolonialmacht. Hier könnt Ihr meine Buchbesprechung nachlesen.

Mir einer Region der besonderen Art befasst sich “Pacific Food“*. Wir  reisen entlang des pacific rim über vier Kontinente, essen Brathähnchen mit Auberginenfüllung aus Chile, biergeschmortes Rind mit grünem Pfeffer aus Ecuador, kolumbianischen Fischeintopf mit Yuca und Mais, tropischen Auberginensalat nach Tonga-Art oder knuspriges Schweinefleisch mit Pflaumensauce, wie es in Australien serviert wird und erfahren viel über die bereisten Regionen. Hier geht es zur Rezension.

Manchmal muss man ja gar nicht so weit fahren, ein Blick über den Tellerrand zu den Nachbarn reicht schon. Als Bayerin mag ich die österreichische Küche sehr gern und freue mich an den Gemeinsamkeiten ebenso wie an den Unterschieden. Deshalb  habe ich zwei österreichische Kochbücher für Euch, die ich Euch beide noch näher vorstellen werde.

Da gibt es zum einen Lisl Wagner-Bacher. Sie hat lange Jahre das mit vielen Auszeichnungen versehene Landhaus Bacher geführt und nun mit “Meine österreichische Küche“* ein Kochbuch vorgelegt, das einen vielfältigen Überblick über ihre Art zu kochen gibt: man findet  Klassiker aus dem Restaurant, Alltagsküche, wie sie sie für ihre Enkel kocht, Ideen für Anlässe wie Rindfleischessen oder Spargelessen  oder Ideen für die schnelle Küche. Für mich ist das jetzt schon ein österreichischer Klassiker.

Noch etwas Klassisches – das Hotel Sacher kennt man, oder? Es gibt schon einige Bücher, die sich mit der Küche des legendären Hotels befassen. Aber die Zeit bleibt ja nicht stehen, der Küchenchef hat gewechselt und so wurde es Zeit für etwas Neues. Das “Original Sacher Kochbuch” bietet eine tolle Mischung aus Klassikern und spannenden Neuinterpretationen, dazu Reportagen aus dem Hotel und von den Lebensmittel-Lieferanten. Schnelle Küche ist eher nicht dabei, aber eine Menge Inspiration und Küchentipps.

Inspiration für jeden Tag:

Ratlos in der Küche stehen mit der Frage: “Was bringe ich denn bloss auf den Tisch?”, das kennt vermutlich auch jeder. Ich habe ein paar Vorschläge für Bücher mit alltagstauglichen Rezepten, die aber trotzdem einen Twist haben und auf keinen Fall langweilig sind.

Nigella Lawson ist für so etwas ja eine sichere Bank. Auch in ihrem neuen Buch* gibt es gelingsichere Rezepte, die unaufwändig sind und trotzdem aus den verwendeten Zutaten etwas besonderes machen.  Die Rezeptvielfalt ist groß und zu jedem Rezept gibt es eine Geschichte –  eine tolle Zusatzmotivation, sich in die Küche zu stellen. Hier stelle ich das Buch genauer vor.

Eine weitere sichere Bank ist Claudio del Principe. Ich mag es einfach, wie er an das Kochen herangeht und sich auf das Wesentliche konzentriert. Und gerade derzeit lockt ein Buch, das mit “al forno“* den Backofen im Titel trägt, doch ganz besonders, oder? Es lockt nicht nur, es macht auch Spaß. Von Gemüse über Fisch, Fleisch, Pasta, Snacks und Süßem kommt alles aus dem Ofen. Es gibt nicht nur italienische Klassiker, sondern auch Ideen aus aller Welt wie BBQ-Chicken oder Güvec – alles mit Liebe für die Zutaten zubereitet. Buchvorstellung bekommt Ihr, wenn ich fertig gekocht habe :-).

Alfred Biolek muss ich nicht vorstellen, oder? Er hat nun mit “Die Rezepte meines Lebens“* eine Art Best-Of mit seinen liebsten Rezepten vorgelegt. Die legendäre Küchenkladde wurde abgelöst durch ein wuchtiges Buch mit edler Ausstattung – und was man von Biolek und seinen Gästen kennt und liebt, das ist im Buch. Da gibt es von der Vorspeise bis zum  Nachtisch wirklich Ideen für jeden Tag. Näheres könnt Ihr hier lesen.

Manchmal hat man nicht so viel Zeit oder Ideen; gut essen will man aber trotzdem. Auf den ersten Blick ist Yotam Ottolenghi vielleicht nicht der erste Ansprechpartner für einfache Küche. Aber mit “Simple“* hat er den Spagat hinbekommen: er hat entweder ein paar Zutaten weggenommen oder dafür gesorgt, dass man Komponenten vorbereiten kann. Manches geht richtig schnell, anderes läßt sich aus dem Vorrat zubereiten – ungewöhnlich und aromastark sind die Gerichte dennoch. Und natürlich bekommt Ihr auch noch eine genauere Buchvorstellung …

Für Wissbegierige:

Manchmal möchte man auch einfach tiefer in ein bestimmtes Thema einsteigen, und auch da gab es dieses Jahr interessante Bücher.

Zum Beispiel zum Thema Essig und Shrubs. Egal, ob man Essig von der Pieke auf selbst machen möchte, Ansatzessig herstellen  oder sich mit einem Shrub erfrischen will – in diesem Büchlein* findet man alles umfassend erklärt und erstaunlich vielfältig. Hier gibt es die Rezension zum Nachlesen.

Und wie haltet Ihr es mit dem Gemüse? Ich habe eine Abokiste, und manchmal suche ich mit gerunzelter Stirn nach Inspiration. Gut, wenn man dann “6 Jahreszeiten“* im Regal stehen hat. Für mich ist das wirklich das Kochbuch des Jahres – Joshua Mc Fadden hat mehr als nur ein Händchen für’s Gemüse. Es beschäftigt sich so intensiv mit den einzelnen Gemüsesorten, hat tolle Rezepte und Tipps und eine ausführliche Warenkunde im Gepäck  – und das allerschönste P.S. – “Kaufen Sie im Winter keine Tomaten. Alles Gute, Joshua”. Ach, so: hier der Link zur Rezension.

Pizza mag jeder –  und ein besonderes Pizzabuch ist “Pizza de Luxe“*. Da werden Pizzabäcker vorgestellt, die unterschiedlichsten traditionellen Pizzasorten bekommen ein Forum, die Teige glänzen alle mit langer Gare  – es macht einfach Spaß. Hier könnt Ihr genauer nachlesen.

Fleisch jenseits vom Filet, darum geht es im ersten Buch der sehr geschätzten Bloggerkollegin Petra Hammerstein. Zart und saftig* sind nämlich die weniger geschätzten Stücke, die sie zubereitet: von Rinderwade über Schweinebauch, von Kalbsnacken bis Lammhaxe, von Hühnerklein bis Querrippe gibt es tolle Rezepte für die weniger geschätzten Stücke vom Tier mit einer Bandbreite von Bayern bis Asien. Ich koche mich gerade durch und stelle Euch das Buch noch vor.

Chad Robertson und seine Tartine Bakery sind ja eigentlich schon eine Legende. Das zugehörige Buch, in dem er sehr ausführlich seine Art des Backens erklärt, gab es lange Jahre nur im englischen Original. Nun ist “Das Brot“* endlich auch auf Deutsch erschienen. Es ist ein sehr ausführliches Buch, das minutiös Schritt für Schritt erklärt, wie Chad Robertson sein Brot backt. Wer also schon immer französisch geprägtes Sauerteigbrot backen wollte, sich an zusätzlichen Rezepten für Altbrot erfreut und tolle Foodfotos mag, der wird sich über dieses Buch freuen. Und ja, ich stelle das Buch bald näher vor.

So, das war mein persönliches Best-Of für dieses Jahr. Ich hoffe, es ist ein wenig Inspiration für Euch dabei.

3 Kommentare

  1. Liebe Susanne,

    eigentlich könnte ich auf meiner Wunschliste für oder an meinen Mann einfach den Link zu dieser Seite eintragen.

    Ich weiß nur noch nicht, ob er einfach vor Schreck umkippt oder Dich oder mich umbringt. *lach*

    Danke für diese herrliche Auswahl!

    LG Britta

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