Ma’amoul

Wochenende! Zeit für Süßkram! Und Zeit für dieses Rezept, schnell, ehe sich alle sowieso in die Weihnachtsbäckerei stürzen. Obwohl… diese Kekse würden sich auch auf dem Plätzchenteller gut machen.

Der türkische Lebensmittelhändler des Vertrauens hat hinter der Kasse so eine Art Wühlkiste mit Küchenutensilien stehen. Oft genug stehe ich an der Kasse und schaue auf die Kiste; die Ma’amoul-Model lachten mich dabei immer wieder an. Und natürlich kam der Tag, an dem ich so eine Form kaufte.

Es dauerte aber ganz schön lange, bis ich mich dazu entschließen konnte, denn in meiner Vorstellung war die Herstellung von Ma’amoul mordsmäßig kompliziert; und ein Backgenie bin ich ja nicht gerade. Ma’amoul sind gefüllte Plätzchen: ein Teig aus Griess umhüllt eine Fülle aus Datteln, Nüssen, Zimt und Rosenwasser. Ich habe auch eine Variante gesehen, bei der an den Teig zusätzlich Mahlep kommt, das ist ein Gewürz aus gemahlenen Steinweichseln, das nussig und leicht bitter schmeckt. Das probiere ich beim nächsten Mal aus. Also, Griessteig – der wird dann gefüllt und idealerweise drückt man die so entstandene Kugel dann noch für eine hübsche Form in eine spezielle Ma’amoul-Model. Das Ganze ist einfacher als gedacht; es ist nur wichtig, dass der Teig die richtige Konsistenz hat. Mein Rezept ist angelehnt an das von Zohre Shahi*, und das hat super funktioniert.

Ma'amoul

Orientalische Kekse mit Dattelfüllung

Gericht Keks
Länder & Regionen Nahost
Keyword Datteln
Portionen 10 Stück

Zutaten

Teig:

  • 80 g Butterschmalz
  • 200 g Hartweizengrieß
  • 30 g Mehl (Weizen 405)
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Backpulver
  • 1 TL Vanillezucker
  • 50 g Zucker
  • 1 TL Rosenwasser
  • 50 bis 70 ml Wasser

Füllung:

  • 50 g Walnusskerne
  • 20 g Sesam
  • 200 g Datteln
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL gemahlener Zimt
  • Maisstärke zum Arbeiten
  • Puderzucker zum Bestäuben

Anleitung

  1. Zuerst zum Teig: dafür das Butterschmalz schmelzen und etwas abkühlen lassen. In eine Schüssel geben, dann Grieß, Mehl, Backpulver, Salz, Zucker, Vanillezucker und Rosenwasser zugeben. Alles gut vermengen, dann zu einem Teig verkneten und dabei nach und nach das Wasser zugeben. Der Teig soll zusammenhalten, aber nicht kleben. Er muss aber ruhen und wird während der Ruhezeit fester. Ich habe zunächst 30 ml Wasser eingearbeitet und nach einer halben Stunde Ruhezeit weitere 20 ml. 

  2. Den gekneteten Teig in der abdeckten Schüssel 2 Stunden ruhen lassen.

  3. Für die Füllung Walnüsse und Sesam in einer Pfanne ohne Fett anrösten, bis sie duften. Beseite stellen, dann sehr fein hacken. 

  4. Die Datteln entkernen und ebenfalls sehr fein hacken. 

  5. Datteln, Nüsse, Sesam, Olivenöl und Zimt in einer Schüssel gründlich vermengen. 

  6. Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen.

  7. Teig und Füllung jeweils in 10 gleich große Portionen teilen und zu Kugeln rollen. Die Teigkugeln mit den Händen zu einem Fladen flachdrücken und je eine Kugel der Füllung in die Mitte geben. Den Teig gut verschließen und erneut zu einer Kugel rollen. 

  8. Wer keine Ma'moul-Form hat, drückt die Teigkugel einfach mit den Händen etwas flach und legt sie auf das Blech. Ansonsten die Form mit etwas Stärke bestäuben und die Teigkugel hineindrücken. Vorsichtig lösen und mit der gemusterten Seite nach oben auf das Blech legen. 

  9. Blech in den Ofen schieben, die Hitze sofort auf 150°C reduzieren und die Ma'moul in 30 bis 40 min goldbraun backen.

  10. Auf einemKuchengitter abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben. 

Crème brûlée catalane | Werbung

– Enthält Werbung für Krups iPrep&Cook Gourmet –

Nachtisch gibt es hier ja selten genug, aber es gibt eine Sorte Dessert, die ich wirklich sehr gern mag (also, außer Eis…) – nämlich Crème Brûlée. Ich sage nur Karamell….

Es gibt da ja recht viele Varianten, ich habe mich für das klassische Rezept aus dem Roussilion, das auch in Katalonien so serviert wird, entschieden.

Dafür wird zunächst Milch mit den Aromaten erhitzt. Anschließend wird eine nicht unbedeutende Menge von Eiern schaumig geschlagen, die Milch kommt wieder dazu und das ganze wird bei mäßiger Temperatur gerührt, bis es zu einer Creme wird. Die Masse darf in kleinen Förmchen abkühlen und richtig fest werden und bekommt vor dem Servieren eine Schicht Karamell. Dieser Nachtisch ist ein Vergnügen – man knackt erst mit dem Löffel die Karamellschicht und isst sie dann zusammen mit der Crème.

Die Crème muss ja unter Temperaturzugabe gerührt werden, da bietet sich die Zubereitung in der iPrep&Cook Gourmet wirklich an – man stellt Rührstufe, Zeit und Temperatur ein und ist auf der sicheren Seite. Es gibt Crème und kein Rührei.

Für 6 Portionen:

  • 1 l Milch
  • 1 Stange Zimt
  • Schalenabrieb von 1 Bio-Zitrone
  • 1 Vanilleschote
  • 2 Eier
  • 5 Eigelb
  • 150 g Zucker
  • 25 g Mehl
  • 25 g Speisestärke

Dem Mischaufsatz in die Arbeitsschüssel geben, Milch,  Zitronenabrieb und Zimt in die Schüssel geben. Vanilleschote auskratzen, das Mark und die Schote ebenfalls in die Milch geben.

Deckel aufsetzen und verschließen und alles 15 min bei 90°C und Geschwindigkeit 3 erhitzen. Dann die Milch abgießen.

Nun die gesamte Menge an Eiern zusammen mit 3 EL Zucker in die Schüssel geben und alles in einer Minute bei Geschwindigkeit 6 cremig rühren. Jetzt die Milch wieder angießen,  wieder 90°C, Geschwindigkeit 5 und 15 min einstellen und die Creme rühren lassen.

Zum Ende  alles ohne Temperatur 45 sek auf Stufe 7 rühren lassen. Dann die Zimtstange herausnehmen, die Crème  in Förmchen gießen, abkühlen lassen und dann im Kühlschrank durchkühlen lassen.

Vor dem Servieren den restlichen Zucker auf den Crèmes verstreuen und mit dem Flambierbrenner karamellisieren. Alternativ kann man alles auch kurz unter den heißen Backofengrill schieben.

Ein Weihnachtsmenü für den kulinarischen Adventskalender

Hurra, ich bin ein Türchen! Ihr wisst doch bestimmt alle schon, dass es auch dieses Jahr wieder den kulinarischen Adventskalender gibt? Zorra veranstaltet ihn nun schon zum 12. Mal. Ich ziehe meinen Hut vor so viel Engagement. Und Ihr, Ihr solltet ganz schnell rüberklicken. Denn es gibt nicht nur jeden schöne Geschichten und tolle Rezepte, sondern auch sensationelle Gewinne. Ich freue mich, dass ich den Kalender dieses Jahr eröffnen darf.

Aber bevor Ihr rüberschaut, eine Frage: was esst Ihr denn zu Weihnachten? Irgendwie ist das bei uns merkwürdig… das ganze Jahr wird munter herumprobiert und es steht selten etwas zweimal auf dem Tisch. Aber Weihnachten – nun, da gibt es am Heiligen Abend Bratwurst, Sauerkraut und Kartoffelstampf. Und am ersten Feiertag einen Entenbraten. Für den zweiten Feiertag hoffen wir auf Reste, von denen gibt es Shepherd’s Pie.

kulinarischer-adventskalender-tuerchen-1Das mit der Ente ist einfach erklärt: wir essen gerne Ente, und Weihnachten ist ein willkommener Anlass. Aber die Bratwurst hat sentimentale Gründe. Die gab es schon, als ich ein Kind war. Aber nicht irgendeine Bratwurst. Mein Onkel hat sie selbst gemacht. Und sie war mit Paprika und Knoblauch gewürzt, ganz anders als alles, was damals so kaufen konnte. Die Wurst war legendär in unserem kleinen Ort. Eines Tages wurde ein Nachbar erwischt, wie er bäuchlings (und sehnsüchtig seufzend) vor dem Kellerfenster des Onkels lag und die Wurst anschmachtete. Natürlich wurde er in die Lieferkette übernommen. Ach so…und das Sauerkraut, das bekamen wir auch geliefert. Das hatte meine Tante vorher angesetzt.

Gut, aber ich wollte Euch jetzt nicht Sauerkraut und Bratwurst präsentieren und auch keinen Entenbraten. Ich hab mir gedacht, ich nehme Würschtel und Ente und packe sie in ein kleines Menü. Nicht ganz so rustikal wie unser Standard, aber ein sehr entspanntes Menü: es gibt eine Erbsensuppe mit Nürnberger Rostbratwurst (die vom Onkel kriegt ohnehin sonst keiner hin), eine Entenbrust mit Pistazienkartoffeln und Granatapfelsauce und zum Anschluss, da gibt es meinen Lieblingsnachtisch: Geeistes vom Kaffee. Inspiration habe ich mir dafür bei Herrn Schuhbeck* geholt. Suppe und Nachtisch lassen sich gut vorbereiten, und die Entenbrust gart ganz easy-peasy  im Backofen. Entspannte und glückliche Weihnachten Euch allen!

erbsensuppe

Für die Suppe:

  • 800 ml Gemüsebrühe
  • 300 g Erbsen (TK-Ware)
  • 200 g Sahne
  • Salz
  • Zucker
  • Mukatnuss
  • Piment d’Espelette
  • 2 Blätter Romanasalat
  • 8 Blätter Minze
  • 1 EL Rapsöl
  • 8 Nürnberger Rostbratwürste

Die Brühe in einem Topf zum Kochen bringen. Die Erbsen hinzugeben und bei milder Hitze kochen, bis sie gar sind. Das dauert ca. 5 Minuten. Sahne zugeben und alles mit dem Stabmixer pürieren.

Suppe mit Salz, etwas Zucker, frisch geriebener Muskatnuss und Piment d’Espelette abschmecken.

Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Bratwürste auf beiden Seiten hell anbraten. Herausnehmen und schräg in dicke Scheiben schneiden.

Minze und Salatblätter in feine Streifen schneiden.

Bis hierhin kann man alles vorbereiten.

Die Suppe nochmals aufmixen. Minze und Salatblätter auf Teller oder Schalen verteilen. Die Suppe darüber geben, die Bratwürste hineingeben und alles gleich servieren.

ente

Für die Entenbrust:

  • 2 Barbarie-Entenbrustfilets (je ca. 350 bis 400 g)
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 500 g Kartoffeln (ich hatte vorwiegend festkochende)
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 TL Harissa
  • 2 EL Pistazien, nicht gesalzen, gehackt
  • 1 TL Puderzucker
  • 200 ml Rotwein
  • 1 EL süßer Granatapfelsirup (aus dem türkischen Laden)
  • 1/2 TL Speisestärke
  • 60 g Butter, sehr kalt (meine war kurz in der Tiefkühle)
  • Zucker nach Bedarf
  • Granatapfelkerne zum Dekorieren

Den Backofen auf 100°C Ober-und Unterhitze vorheizen. Ein Ofengitter auf die mittlere Schiene geben, darunter ein Abtropfblech schieben; bei mir ist das einfach ein mit Backpapier belegtes Blech. Das Fett abgießen aber aufheben; wir brauchen es noch.

Die Entenbrustfilets trocken tupfen und mit Salz würzen. Die Haut rautenförmig einritzen. Eine Pfanne auf den Herd stellen und erhitzen. Die Entenbrustfilets darin bei mittlerer Hitze ca. 6-8 min anbraten. Dann umdrehen und auch die Fleischseite kurz anbraten. Die Filets auf das Ofengitter legen und in ca. 50 bis 60 min rosa braten.

Das funktioniert wirklich super – die Ente wird auf den Punkt, und inzwischen ist genügend Zeit für Kartoffeln und Sauce.

Die Kartoffeln schälen und in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Einen Topf mit Salzwasser und dem Lorbeerblatt zum Kochen bringen, die Kartoffelwürfel hineingeben und bissfest garen. In ein Sieb abgießen, ausdampfen lassen und das Lorbeerblatt entfernen. In einer Pfanne 2 EL vom Entenfett erhitzen, die Harissa darin auflösen. Die Kartoffeln darin wenden, dann mit den Pistazien bestreuen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die Sauce den Puderzucker in einen kleinen Topf sieben und bei mäßiger Hitze karamellisieren lassen. Den Wein angießen, das Karamell unter Rühren loskochen, dann alles um ein Drittel einkochen lassen. Den Granatapfelsirup zugeben. Die Stärke mit ein wenig Wasser anrühren, dann in die köchelnde Flüssigkeit rühren und alles köcheln lassen, bis alles leicht andickt. Die kalte Butter in kleine Würfel schneiden und nach und nach bei mäßiger Hitze in die Sauce rühren. Die Sauce sollte nicht mehr köcheln. Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wenn sie zu säuerlich ist, etwas Zucker zugeben. Aber Vorsicht: die Sauce ist recht intensiv, aber in Kombination mit der Entenbrust passt das dann wieder.

Jetzt die Entenbrustfilets aus dem Ofen nehmen, schräg aufschneiden und pfeffern. Die Kartoffeln auf vorgewärmten Tellern anrichten. Das Fleisch darauf verteilen, Sauce um den Rand gießen und alles mit Granatapfelkernen dekorieren.

geeistes-vom-kaffee

Für das Geeiste vom Kaffee:

Sahne-Haube:

  • 70 g Sahne
  • 1 EL ganze Kaffeebohnen
  • 1 TL Zucker
  • Zimtpulver zum Anrichten

Für das Eis:

  • 50 ml Espresso
  • 1 TL Instant-Kaffeepulver
  • 50 g Zucker
  • 2 Eigelb
  • 2 Kapseln Kardamom
  • 1 Prise Zimt
  • 100g Sahne

Für das Sahnehäubchen die Sahne mit Zucker und Kaffebohnen verrühren und über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen. Länger schadet auch nicht.

Jetzt zum Eis: Espresso, Instant-Kaffee und Zucker in einen kleine Topf geben und unter Rühren kurz aufkochen lassen; der Zucker soll sich auflösen.

Kardamomkapseln aufbrechen und die Samen fein mörsern.

Die Eigelbe mit den fein gemörserten Kardamomsamen und dem Zimt in eine hitzebeständige Schüssel geben und schaumig schlagen. Den heißen Kaffee unter Rühren zugeben. Alles auf ein heißes Wasserbad geben und weiterschlagen, bis die Masse 80°C erreicht hat und andickt. Von der Hitze nehmen. Nun kann man die Masse entweder abkühlen lassen, wobei man hin und wieder umrührt, oder man setzt die Schüssel auf Eiswürfel und kühlt alles unter Rühren schnell ab.

Die Sahne steif schlagen und unter die abgekühlte Eismasse ziehen. Die Masse in gefrierfeste Förmchen geben und in die Tiefkühle stellen. Merkt Ihr was? Super zum Vorbereiten.

Wenn es ans Servieren geht, die Sahne durch ein Sieb gießen, um die Kaffeebohnen zu entfernen. Sahne schaumig schlagen, auf die Eismasse geben und mit ein wenig Zimt überpudern.

Habt einen entspannten Advent und glückliche Weihnachten!

 

Semmelstrudel

semmelstrudel

Bisher sind übrig gebliebene Semmeln hier meist in Semmelknödeln gelandet, hin und wieder auch in einem Semmelschmarrn. Für die Rezension des Strudelbuches* habe ich einen mit Semmeln gefüllten Strudel ausprobiert und als süßes Hauptgericht serviert. Was soll ich sagen – mein Nachwuchs hat jetzt ein neues Lieblingsgericht.

Die Hülle besteht aus einem gezogenen Strudelteig mit Eigelb-Anteil; die Füllung – na, eben aus Semmeln, Zucker, Zimt, geriebenen Mandeln und im Original auch noch aus Rosinen. Mit Rosinen kann ich hier nicht punkten, ich habe sie weggelassen.

Für 2 Strudel:

Teig:

  • 200 g Mehl (Weizen 405)
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Öl
  • 1 Eigelb
  • ca. 80 ml Wasser, lauwarm
  • 70 g geschmolzene Butter zum Bepinseln

Füllung:

  • 6 Semmeln
  • 50 g Butter
  • ca. 200 ml Milch
  • 100 g Zucker
  • Zimt
  • 50 g geriebene Mandeln
  • 50 g Rosinen (wer mag)

Guss:

  • 250 ml Milch
  • 20 g Zucker

Für den Teig ist es wichtig, dass alle Zutaten Zimmertemperatur haben, also rechtzeitig bereit stellen.

Mehl, Salz, Öl, Eidotter und Wasser mischen. Den Teig mindestens 5 min kräftig kneten, er muss weich und elastisch sein. Dann zu einer Kugel formen, mit ein wenig Öl bestreichen, mit Frischhaltefolie abdecken und mindestens 30 min ruhen lassen.

Inzwischen für die Füllung die Semmeln in Würfel schneiden. Butter in einer Pfanne erhitzen und die Semmeln darin anrösten. Dann mit der Milch übergießen, Zucker, Zimt und Mandeln zugeben und alles gut durchmischen. Zum Abkühlen beiseite stellen.

Ofen auf 160°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Zum Teig Ausziehen ein großes Tuch auf die Arbeitsfläche legen und mit Mehl bestreuen. Den Teig erst ganz dünn ausrollen, dann mit den bemehlten Handrücken unter den Teig greifen und den Teig vorsichtig von innen nach außen in alle Richtungen ganz dünn ausziehen. Hier ist ein kleines Video zur Illustration:

Die dicken Teigränder abschneiden und den Teig halbieren. Den Teig mit der zerlassenen Butter bestreichen. Die Füllung auf den beiden Teighälften jeweils in einem schmalen Streifen verteilen, dabei 3 cm Abstand zum Rand lassen. Die Strudel mit Hilfe des Tuches einrollen und die seitlichen Enden nach unten einschlagen.

Eine passende Auflaufform mit Backpapier auslegen. Die Strudel hineinlegen und im heißen Ofen 20 min überbacken.

Milch und Zucker gut verquirlen, die Mischung über die Strudel gießen und alles in weiteren 25 min fertig backen.

Ich habe Apfelkompott dazu serviert; Vanillesauce würde aber auch gut passen.

 

Malai Murgh – Huhn in Kokosnuss-Sauce

malai murgh

Ziemlich lange ist das her, dass ich mit einer taiwanesischen Freundin im kleinen indischen Lieblingsrestaurant saß. Wir saßen hinter der Speisekarte und diskutierten die Verwendung von Zimt. Ich fand das merkwürdig, dass der Zimt für pikante Gerichte verwendet wurde und erzählte, dass das Gewürz bei uns für Süßspeisen verwendet wird. Meine Freundin war ganz außerordentlich entgeistert – Zimt an Süßkram, wie exotisch. Der gehört doch ans Fleisch.

 – wie gesagt, lange ist das her. Inzwischen verwende ich nicht nur Zimt, sondern auch andere Gewürze wie Nelken oder Kardamom, die man mit Süßkram und auch mit Weihnachten in Verbindung bringt, mehr an herzhaften Gerichten. Allenfalls am Chai landen die drei noch häufiger. Da kommt es mir recht, dass Tina für das aktuelle Blogevent im Kochtopf auf der Suche nach Rezepten mit Zimt, Nelke und Kardamom ist.

Tatsächlich stehen diese drei Gewürze für mich weniger für weihnachtliches Gebäck als eher für die indische Küche. Und für Tina habe ich ein Hühnchengericht aus dem indischen Lieblingskochbuch* herausgesucht: das Hühnchen wird kurz angebraten und dann in einer Sauce aus Kokosmilch, Zimt, Kardamom und Nelke fertig gegart. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer dürfen auch noch mitspielen. Das Ergebnis: zartes Fleisch in einer cremigen, aromtischen, mild-scharfen Sauce. Prädikat: zum drin Baden.

Ich habe in Kurkuma gebratene Kartoffeln mit Paprikaschoten dazu gereicht. Dazu werden Kartoffeln vorgegart, dann geschält und in Stücke geschnitten. Anschließend erhitzt Ihr etwas Öl in einer Pfanne, röstet ein wenig Kurkuma an, gebt die Kartoffeln und die in Stücke geschnittenenen Paprikaschoten dazu und bratet alles, bis die Paprika weich ist. Reis passt auch gut, oder Chapatis.

Das Gericht braucht ein wenig Zeit: es muss nach dem Garen unbedingt einige Zeit durchziehen. Es schadet ganz und gar nicht, das Essen schon am Vortag zu kochen und am nächsten Tag nochmals warmzumachen.

Für 4 bis 6 Personen:

  • 1 kg Hühnchenbrust
  • etwas neutrales Pflanzenöl
  • 1 Zwiebel
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 1 dicke Scheibe frischer Ingwer
  • 8 Kapseln grüner Kardamom
  • 12 Gewürznelken
  • 1 Stange Zimt
  • 2 EL blanchierte, gemahlene Mandeln
  • 375 ml Kokosmilch
  • 1/4 TL Kurkuma
  • 1/2 TL Cayennepfeffer
  • Salz
  • 60 ml Sahne
  • gehackte Korianderblättchen zum Servieren

Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. Die Hühnchenbrüste in grobe Stücke schneiden.

Das Öl in einer Pfanne (ich nehme den Wok) erhitzen. Ingwer, Zwiebeln und Knoblauch darin anbraten, bis die Zwiebeln glasig sind. Dann Kardamom, Zimt und Nelken zugeben, weiterbraten, bis die Gewürze etwas geröstet sind und anfangen zu durften. Mandeln einrühren und kurz mitbraten. Die Hühnerteile einlegen. 1 Min schmoren lassen, dann umdrehen und nochmals 2 min garen. Das Fleisch soll keine Farbe annehmen.

Jetzt die Kokosmilch angießen, mit Kurkuma, Salz und Cayennepfeffer würzen und alles aufkochen lassen. Hitze drosseln und alles sanft köcheln lassen, bis das Fleisch gar ist. Sahne einrühren und Hitze abstellen.

Das Gericht muss jetzt mindestens eine Stunde durchziehen, länger schadet nicht.

Zum Servieren alles nochmals erhitzen, mit Salz abschmecken und mit Koriandergrün bestreut anrichten.

Gewürz-Beignets

gewürz-beignets

Es gibt einen Haufen an Süßkram und Gebäck in “Amerika – Das Kochbuch“*. Die meisten davon recht üppig. Diese Krapfen hier zählen dazu. Das Rezept kommt aus New Orleans. Französische Siedler sollen es im 18. Jahrhundert nach Louisiana gebracht haben.

Im Prinzip sind das ja auch “nur” ganz normale Krapfen – fritiertes Hefegebäck halt. Aber zwei Besonderheiten gibt es, die dafür gesorgt haben, dass die Beignets bei uns ganz schnell verschwunden sind: da ist zum einen der Teig. Der darf lange ruhen, was ihn samtig und aromatisch macht. Dann gibt es da noch den Gewürzzucker, mit dem die Krapfen nach dem Ausbacken bestreut werden – Nelken, Muskat und Ingwer sorgen hier für den besonderen Kick.

  • 750 gr. Mehl
  • 100 g Zucker
  • 1 TL Trockenhefe (oder 10 gr. frische Hefe)
  • 250 gr. Sahne
  • 60 gr. Butter
  • 2 Eier
  • Erdnussöl zum Fritieren

Für den Pumpkin Spice Mix:

  • 1 EL Zimt
  • 1/2 EL gemahlener Ingwer
  • 1/2 EL Muskat, frisch gerieben
  • 1/2 EL Nelkenpulver
  • 75 gr Puderzucker

Für den Teig alle trockenen Zutaten in einer großen Rührschüssel mischen.

In einem kleinen Topf Sahne und Butter auf niedriger Stufe erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist. Die handwarme Mischung zusammen mit den Eiern und 125 ml Wasser zum Mehl geben und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst. Die Schüssel luftdicht abdecken und den Teig 4-6 h im Kühlschrank ruhen lassen.

Inzwischen für das Gewürz alle Zutaten in einer kleinen Schüssel vermischen.

Den gegangen Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche ca. 1 cm dick ausrollen und dann im ca. 4 cm große Quadarate schneiden.

Das Öl in einem großen Topf oder in der Fritteuse auf 190°C erhitzen. Die Teigstücke portionsweise von jeder Seite jeweils 1-2 min frittieren, bis sie goldbraun sind sich aufplustern. Mit einem Schaumlöffel herausniehmen, auf Küchenpapier abtropfen lassen und zum vollständigen Abkühlen auf ein Kuchengitter legen.

Vor dem Servieren die Gewürzmischung durch ein feines Sieb über die Beignets geben. Dazu passen Milchkaffee oder Chai 🙂

Lasst es Euch schmecken!

Butterkuchen

Butterkuchen

Bei Butterkuchen bekomme ich nostalgische Anwandlungen. Nicht etwa, weil es den zuhause bei Mama öfter gegeben hätte – der stand da nie auf dem Plan. Entdeckt habe ich den Kuchen vor vielen Jahren im  Tassajara Bread Book*. Das ist ein weiteres Werk aus der Feder von Edward E. Brown. Dass ich Mr. Brown schätze, wisst Ihr ja – spätestens seit hier. Und das Tassajara Bread Book war eines der ersten, mit dem ich angefangen habe, selbst Brot zu backen.

Äh, ja, der Kuchen. Der ist nicht nur außerdordentlich lecker, sondern auch sehr leicht zu machen. Der Teig ist relativ feucht und muss noch nicht einmal geknetet werden. Als kleines Extra habe ich den Streuseln ein wenig Tonkabohne spendiert. Der Kuchen war übrigens ebenso schnell weggefuttert wie er gebacken war…..manchmal ist das einfachste das Beste…..

Es ist ja übrigens nicht so, dass ich den Kuchen zum Spaß gebacken habe 🙂 Nein, es handelt sich um eine hochseriöse Rettungsaktion: weg mit der abgepackten Supermarkt-Ware, wir backen unseren Butterkuchen selbst. Das war der Anlaß für mich, das Rezept mal wieder hervorzukramen. Weitere Rezepte und Inspirationen für den Butterkuchen findet Ihr hier bei der Giftigen Blonden, bei Sandra, in der Widmatt und bei Pimpimella. Bei Barbara auf der Spielwiese gibt es eine Variante mit Johannisbeeren und im Laufe des Tages findet Ihr auch im Kochtopf einen Butterkuchen.

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Für den Kuchen:

  • 400 gr. Mehl
  • 1 TL Trockenhefe
  • 60 gr. brauner Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 250 ml Milch
  • 60 ml Wasser
  • 50 gr. Butter, zimmerwarm
  • 2 Eier

Für die Streusel:

  • 100 gr. Butter, kalt
  • 90 gr. brauner Zucker
  • 120 gr. Mehl
  • 1 TL Zimt
  • etwas geriebene Tonka-Bohne

Zunächst für die Streusel die trockenen Zutaten in eine Schüssel geben. Die Butter in kleine Stückchen schneiden und auch in die Schüssel geben. Die Fingerspitzen benutzen, um alle Zutaten zu Streuseln zu reiben. Abdecken und bis zur weiteren Verwendung in den Kühlschrank stellen.

Für den Kuchen den Boden einer großen Springform mit Backpapier auslegen; die Ränder buttern.

Mehl, Salz, Zucker und Hefe in eine große Schüssel geben.

Die Milch leicht erwärmen und mit Wasser und Eiern verquirlen. Zusammen mit der Butter in die Schüssel mit der Mehlmischung geben und alles zu einem homogenen Teig verarbeiten. Dazu reichen ein Kochlöffel oder der Knethaken des Handrührgerätes. Den Teig in die Springform geben und gleichmäßig verteilen. Abdecken und in ca. 60 min zu doppelter Größe aufgehen lassen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen.

Die Streusel auf den Teig bröseln, den Kuchen in den Ofen schieben und ca. 30 min backen. Der Kuchen ist fertig, wenn ein Zahstocher, mit dem man in die Mitte sticht, sauber wieder herauskommt.

Martins bayerische Biersahne-Törtchen

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Im Grunde habe ich es ja gewußt…..dass die Biersahne-Törtchen auf Interesse stoßen würden 🙂

Ich habe auch kurz gestutzt, als ich Martins Buch* in den Händen hielt – Bier in süßem Gebäck? Das musste ich dann wohl probieren. Besonders, weil im Keller noch Bier nutzlos herumstand…

Bitteschön, hier ist das Ergebnis. Wie alle Törtchen, die sich Martin ausgedacht hat, schmecken auch diese hier nicht nur fein, sondern sie sind auch einfach gemacht und gut vorzubereiten. Ich war rundum zufrieden mit den Törtchen. Das Bier gibt eine leicht bittere, aparte Note – nicht mehr und nicht weniger. Nur süß ist ja nicht so interessant, da kommt Abwechslung gerade recht. Zusammen mit Schoko und Zimt einfach herrlich. Mein Damenkränzchen, das erst mißtrauisch die Stirn runzelte, hat die Törtchen anstandlos verputzt.

Für 12 Törtchen:

Für den Schokospiegel:

  • 2 Blatt weiße Gelatine
  • 60 gr. Sahne
  • 85 gr. Zucker
  • 35 gr. Kakaopulver

Für den Schokobisquit:

  • 2 Eier
  • 60 gr. Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise gemahlene Vanille
  • 34 gr. Mehl
  • 20 gr. Speisestärke
  • 6 gr. Kakaopulver

Für die Biersahne:

  • 3 1/2 Blatt weiße Gelatine
  • 60 gr. Vollmilchkuvertüre
  • 230 gr. dunkles Bier
  • 30 gr. Zucker
  • 2 Eigelb
  • 1/4 Vanilleschote
  • 1 Prise Zimt
  • 190 gr. Sahne

Zuerst für den Schokospiegel die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Die Sahne zusammen mit 70 ml Wasser und dem Zucker kurz aufkochen, dann das Kakaopulver einrühren. Die Mischung etwas abkühlen lassen, dann die Gelatine einrühren. Die Masse gleichmäßig auf 12 Silikon-Muffinförmchen verteilen; die Förmchen in die Tiefkühle stellen, bis der Spiegel fest ist, also mindestens eine Stunde.

Inzwischen die Böden vorbereiten. Dafür den Ofen auf 200°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier belegen. Eier mit Zucker über einem Wasserbad mit dem Handrührer schaumig schlagen, bis alles andickt, dann Salz und gemahlene Vanille einrühren. Mehl, Stärke und Kakaopulver über die Eiermasse sieben und vorsichtig unterheben. Dann den Teig in einem ca. 33×25 cm großen Rechteck auf das Blech streichen und im heißen Ofen ca. 6-8 min backen. Aus dem Ofen holen, auskühlen lassen und dann mit einem runden Ausstecher 12 kleine Kreise ausstechen. Ideal ist natürlich, wen die Kreise den gleichen Durchmesser haben wie die Muffinförmchen oben 🙂

Zum Fertigstellen brauchen wir jetzt noch die Biersahne. Dafür die 3 1/2 Blatt Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Die Kuvertüre fein hacken. Das Bier zusammen mit dem Zucker in einem kleinen Topf aufkochen; den Topf vom Herd ziehen und die Eigelbe mit dem Schneebesen einrühren. Dann die gehackte Kuvertüre einarbeiten. Die Gelatine gründlich ausdrücken und unter Rühren in der Biermischung auflösen. Die Vanilleschote der Länge nach halbieren, das Mark herauskratzen und zusammen mit dem Zimt in die Biermischung rühren. Beiseitestellen und aukühlen lassen.  Dann die Sahne steif schlagen und unter die Biermischung heben.

Jetzt die Förmchen aus der Tiefkühle holen. Die Biersahne gleichmäßig auf die Förmchen verteilen, dann jeweils einen Schokoboden auflegen und leicht andrücken. Die Förmchen nochmals 3 h in die Tiefkühle stellen, bis alles fest ist. Dann zum Auftauen 3 h in den Kühlschrank stellen.

Zimtspiralen

Zimtspiralen

Zimt gehört zu meinen Favoriten bei den Gewürzen. Nicht für süße Sachen, sondern auch für Herzhaftes. Er wirkt heimelig und weckt Kindheitserinnerungen an Milchreis oder Pfannkuchen mit Zimtzucker, aber wenn man ihn entsprechend einsetzt wie zum Beispiel in Tajines oder Dhals, bringt er einen auch gerne  kulinarisch in ferne Länder.

Mein Mann mag dummerweise gar keinen Zimt. Wenn es Zimtschnecken gibt (was gar nicht mal so selten ist), meckert er folglich. Über dieses Gebäck hier hat er sich trotz der beachtlichen Menge an Zimt sofort hergemacht – und nicht viel übrig gelassen. Wenn das mal kein Ritterschlag ist….

Die Stangen leben vor allem auch von Butter. Nicht nur im Teig, sondern besonders auf dem Teig. Immer wieder werden sie mit flüssiger Butter bestrichen, das macht sie blättrig und saftig. Da fällt der viele Zimt gar nicht weiter auf 🙂

Ein kleines Update, Ninive zu verdanken….da die Spiralen so eifrig bestrichen werden, kommen sie grade recht zum BBD #60: Brot mit Streiche.

Für den Teig:

  • 4 EL Kondensmilch
  • 50 gr. Butter
  • 4 EL Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 10 gr. Frischhefe oder 1 TL Trockenhefe
  • 5 EL lauwarmes Wasser
  • 2 Eier
  • 500 gr. Weizenmehl 550
  • reichlich geschmolzene Butter zum Bepinseln

Für die Füllung:

  • 2 EL Zimtpulver
  • 4 EL Zucker
  • 50 gr. weiche Butter

Zunächst für den Teig Kondensmilch, Butter, Zucker und Salz in einem kleinen Topf zum Kochen bringen. Unter Rühren köcheln lassen, bis die Butter geschmolzen ist und der Zucker sich aufgelöst hat.

Die Hefe im warmen Wasser auflösen.

Eier verschlagen und in die warme Butter-Mischung rühren.

Das Mehl in eine große Schüssel geben, die restlichen Zutaten zugeben und alles zu einem elastischen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst. Die Schüssel bedecken und den Teig in ca. 2 h zu doppelter Größe aufgehen lassen.

Für die Füllung Zucker und Zimt in einem Schüsselchen mischen.

Den gegangenen Teig in drei Teile teilen. Jedes Teil zu einer rechteckigen Platte von ca. 20 x 30 cm ausrollen.

Die Hälfte der weichen Butter auf der ersten Platte verteilen, die Hälfte des Zimt-Zuckers darauf streuen. Die zweite Platte Teig darauf legen, mit der restlichen weichen Butter bestreichen und dem restlichen Zimt-Zucker bestreuen. Die dritte Platte Teig daüber legen und mit der geschmolzenen Butter bepinseln.

Mit einem sauberen Geschirrtuch bedecken und 10 min ruhen lassen.

Den Backofen auf 200°C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Den Teig, am besten mit einem Pizzaschneider, der Länge nach in 2 cm breite Streifen schneiden. Jeden Streifen einige Male in sich verdrehen und dann auf das Backblech legen. Nochmal mit geschmolzener Butter bestreichen und ca. 1 h ruhen lassen, bis die Spiralen ihr Volumen verdoppelt haben.

Vor dem Backen erneut mit geschmolzener Butter bestreichen und dann im heißen Ofen in ca. 15 min goldbraun backen.

Rezept adaptiert aus: Vefa Alexiadou, Vefa’s Kitchen

Hot Cross Buns

hot cross buns

Karfreitag! Zeit, sich Hot Cross Buns zum Frühstück zu gönnen. Auch wenn ich keine Britin bin, diese Sitte übernehme ich gerne. Tatsächlich sind die weichen, leicht süßen Brötchen mit den Rosinen und der feinen Gewürznote ein typisches Karfreitagsgebäck. Allerdings finde ich, man könnte sie durchaus öfter essen als nur einmal im Jahr. Für mich haben sie schon etwas von Kuchen; so dass ich sie auch ohne Belag gerne esse. Die Brötchen schmecken frisch am besten, aber getoastet sind sie am nächsten Tag auch noch fein.

Ich lasse den Teig gerne über Nacht kühl gehen. Zum einen sorgt das für einen tieferen Geschmack, und zum anderen muss ich nicht mitten in der Nacht aufstehen, um morgens frische Buns zum Frühstück genießen zu können. Mit der doppelten Menge an Hefe könnt Ihr die Gehzeit  aber auf eine Stunde verkürzen.

Ich wünsche Euch schöne Osterfeiertage im Kreise Eurer Lieben!

Für 8 Brötchen:

  • 200 gr. Weizenvollkornmehl
  • 300 gr. Weizenmehl 550
  • 125 ml lauwarmes Wasser
  • 125 ml lauwarme Milch
  • 5 gr. frische Hefe oder 1/2 TL Trockenhefe
  • 50 gr. Zucker
  • 1 Ei
  • 50 gr. Butter
  • 100 gr. Rosinen
  • fein abgeriebene Schale einer Orange
  • je 1/4 TL gemahlener Zimt, Muskatnuss und Piment

Für das Kreuz:

  • 50 gr. Mehl 550
  • 7 EL Wasser

Zum Fertigstellen:

  • 1 EL helle Marmelade ohne Stückchen (ich habe Rosengelee genommen)
  • 1 El Wasser

Mehlsorten, Zucker und Salz in eine Schüssel geben. Wasser und Milch in einen Messbecher geben und die Hefe darin auflösen. Die Hefelösung zusammen mit Butter und Ei zum Mehl geben und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Zuletzt die Rosinen und die Gewürze einarbeiten. Der Teig wird relativ klebrig sein. Die Schüssel bedecken (am besten eignet sich eine Teigschüssel mit passendem Deckel), kühl stellen und über Nacht ruhen lassen.

Am Morgen den gegangenen Teig zusammendrücken und in 8 gleich große Teile teilen. Jedes Teil rundschleifen und leicht mit Mehl bestäuben. Auf mit Backpapier belegtes Blech legen, mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und nochmals 1h ruhen lassen.

Den Backofen auf 200°C vorheizen.

Für die Kreuze Mehl und Wasser mit dem Schneebesen zu einer glatten Masse verrühren und dann in einen kleinen Gefrierbeutel oder in einen Spritzbeutel geben. Vom Gefrierbeutel eine kleine Ecke abschneiden. Auf jedes Brötchen ein Kreuz spritzen und die Hot Cross Buns dann im heißen Ofen in ca. 15-20 min backen.

Zum Fertigstellen die Marmelade mit dem Wasser in einem kleinen Topf erwärmen und die heißen Brötchen damit glasieren. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Rezept adaptiert aus: The River Cottage Bread Handbook*