Crème brûlée catalane | Werbung

– Enthält Werbung für Krups iPrep&Cook Gourmet –

Nachtisch gibt es hier ja selten genug, aber es gibt eine Sorte Dessert, die ich wirklich sehr gern mag (also, außer Eis…) – nämlich Crème Brûlée. Ich sage nur Karamell….

Es gibt da ja recht viele Varianten, ich habe mich für das klassische Rezept aus dem Roussilion, das auch in Katalonien so serviert wird, entschieden.

Dafür wird zunächst Milch mit den Aromaten erhitzt. Anschließend wird eine nicht unbedeutende Menge von Eiern schaumig geschlagen, die Milch kommt wieder dazu und das ganze wird bei mäßiger Temperatur gerührt, bis es zu einer Creme wird. Die Masse darf in kleinen Förmchen abkühlen und richtig fest werden und bekommt vor dem Servieren eine Schicht Karamell. Dieser Nachtisch ist ein Vergnügen – man knackt erst mit dem Löffel die Karamellschicht und isst sie dann zusammen mit der Crème.

Die Crème muss ja unter Temperaturzugabe gerührt werden, da bietet sich die Zubereitung in der iPrep&Cook Gourmet wirklich an – man stellt Rührstufe, Zeit und Temperatur ein und ist auf der sicheren Seite. Es gibt Crème und kein Rührei.

Für 6 Portionen:

  • 1 l Milch
  • 1 Stange Zimt
  • Schalenabrieb von 1 Bio-Zitrone
  • 1 Vanilleschote
  • 2 Eier
  • 5 Eigelb
  • 150 g Zucker
  • 25 g Mehl
  • 25 g Speisestärke

Dem Mischaufsatz in die Arbeitsschüssel geben, Milch,  Zitronenabrieb und Zimt in die Schüssel geben. Vanilleschote auskratzen, das Mark und die Schote ebenfalls in die Milch geben.

Deckel aufsetzen und verschließen und alles 15 min bei 90°C und Geschwindigkeit 3 erhitzen. Dann die Milch abgießen.

Nun die gesamte Menge an Eiern zusammen mit 3 EL Zucker in die Schüssel geben und alles in einer Minute bei Geschwindigkeit 6 cremig rühren. Jetzt die Milch wieder angießen,  wieder 90°C, Geschwindigkeit 5 und 15 min einstellen und die Creme rühren lassen.

Zum Ende  alles ohne Temperatur 45 sek auf Stufe 7 rühren lassen. Dann die Zimtstange herausnehmen, die Crème  in Förmchen gießen, abkühlen lassen und dann im Kühlschrank durchkühlen lassen.

Vor dem Servieren den restlichen Zucker auf den Crèmes verstreuen und mit dem Flambierbrenner karamellisieren. Alternativ kann man alles auch kurz unter den heißen Backofengrill schieben.

Frischkäsegugelhupf

Ich mag es ja oft einfach. So wie bei diesem Kuchen zum Beispiel. Er besteht aus nur wenigen Zutaten und ist nicht schwierig zu backen. Und gerade deswegen ist er etwas Besonderes.

Einfach muss ja nicht heißen, dass das ein leichter Kuchen ist – Ihr müsst die Buttervorräte aufstocken dafür und auch an Eiern wird nicht gegeizt. Zum Ausgleich dürft Ihr dann das Backpulver weglassen. Das Aroma kommt von Vanille und Zitronenabrieb.

Der Kuchen ist saftig und flaumig und aufgrund der Buttermenge auch ganz schön üppig. Ich finde, er geht als Geburtstagskuchen durch. Deshalb schicke ich ihn auch gleich rüber zu Zorra. Die feiert nämlich ihren 13. Blog-Geburtstag und wünscht sich dazu ganz viele Gugelhupfe. Happy Birthday Zorra, und lass es Dir schmecken!

Das Rezept ist von Melissa Forti*. Sie hat es in einer alten Kochzeitschrift gefunden und ist so begeistert, dass es seither zu ihrem Standardrepertoire gehört.

Für 8-10 Stücke:

  • 340 g zimmerwarme Butter, plus etwas für die Form
  • 420 g Mehl (Type 405)
  • 225 g Frischkäse
  • 500 g Zucker
  • Schalenabrieb von 1 Bio-Zitrone
  • Mark einer Vanillestange
  • 6 Eier (ich hatte Größe L)
  • Puderzucker zum Bestäuben

Den Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Gugelhupfform gründlich mit Butter einfetten. Dann mit Mehl bestäuben, dabei drehen und schwenken, bis sie richtig gut ausgestäubt ist. Überschüssiges Mehl abklopfen.

Die Butter zusammen mit dem Frischkäse mit dem Rührgerät cremig schlagen. Den Zucker zugeben und bei hoher Geschwindigkeit unterrühren, dann die Geschwindigkeit herunterstellen und 3 der Eier zusammen mit dem Zitronenabrieb einrühren. Schließlich das Mehl und die Vanille einarbeiten, dann die restlichen 3 Eier unterrühren.

Den Teig in die Form füllen und für 90 min im heißen Ofen backen. Sicherheitshalber aber schon nach einer Stunde immer wieder mal testen, ob der Kuchen schon fertig ist. Dazu mit einem Holzstäbchen in den Teig stechen. Wenn kein Teig mehr am Stäbchen haften bleibt, ist der Kuchen fertig. Meinen konnte ich ca. 10 min früher aus dem Ofen holen.

Kuchen kurz in der Form abkühlen lassen, dann vorsichtig auf ein Kuchengitter kippen, ganz abkühlen lassen und zum Servieren mit Puderzucker bestäuben.

 

Popcorn-Eis mit Karamellpopcorn und schwarzem Pfeffer

popcorn-eis

Ich hab das ja schon oft genug betont, und ich werde einfach nicht müde, es immer wieder zu tun – ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu meiner Eismaschine. Ich mache eigentlich dauernd Eis. Das wirklich Tolle daran ist einerseits, dass man weiß, was drin ist. Und noch viel toller ist, dass man Sorten herstellen kann, die es nicht zu kaufen gibt.

Popcorn-Eis zum Beispiel, wie es in NOPI* vorgestellt wird. Nein, keine Sorge. Da ist kein Popcorn im Eis. Die Eisbasis wird lediglich mit Popcorn aromatisiert: die heiße Milch-Sahne-Mischung wird über das Popcorn gegossen, danach zieht das Ganze im Kühlschrank durch. Und schon schmeckt das Eis dann nach Popcorn.

Zu dem Eis gibt es eine Geschichte, die mich schmunzeln ließ – die kann ich Euch nicht vorenthalten. Ich habe geschmunzelt. Und gleichzeitig hat Ramael Scully mein Mitgefühl: der arme Mann hatte monatelang an seiner Idee gearbeitet, Eiscreme mit Pocorn-Geschmack herzustellen. Kurz bevor er seine Idee zur Perfektion gebracht hatte, tauchte im Kühlregal der britischen Supermarktkette ein Pocorneis mit Salzkaramell auf….entwickelt von niemand geringerem als Heston Blumenthal. Was für eine Gemeinheit!

Also gut, Waitrose ist weit weg. Wir machen unser Popcorn-Eis selbst. Und zwar so:

  • 60 g Butter
  • 150 g Popcornmais, ungegart
  • 500 g Sahne
  • 700 ml Milch
  • 2 Vanilleschoten
  • 4 Eigelb (ganz frisch, bio)
  • 160 g Zucker
  • 1 1/2 EL Honig (original: Glukosesirup)
  • 1/2 TL Pfeffer aus der Mühle
  • Salz

Wir beginnen mit dem Popcorn. Dafür die Butter in einem großen Topf, für den es einen Deckel gibt, bei mäßiger Hitze ca. 4-5 min aufschäumen lassen, bis sie sich leicht braun verfärbt. Den Popcornmais dazuschütten, umrühren, bis alle Körner mit Butter überzogen sind. Deckel auflegen und bei mittlerer Hitze garen, bis alle Körner aufgepoppt sind. Dabei den Topf immer wieder etwas rütteln. Sobald es aufhört, im Topf zu knallen, den Topf von der Hitze nehmen. 140 g Popcorn in eine große Schüssel füllen, den Rest beiseite stellen.

Die Vanilleschoten der Länge nach aufschlitzen und das Mark mit einem Messer herauskratzen. Sahne und Milch in den Topf geben, in dem vorher das Popcorn gegart wurde. Vanilleschoten und -mark zugeben, alles unter Rühren bei niedriger Temperatur ca. 8 min erhitzen, aber nicht kochen. Kurz bevor alles aufkocht, die Milchmischung über das Popcorn gießen. Abkühlen lassen, mit Frischhaltefolie zudecken und über Nacht (oder 8 h) im Kühlschrank durchziehen lassen.

Am nächsten Tag die Mischung aus dem Kühlschrank nehmen und Raumtemperatur annehmen lassen. Alles durch ein Haarsieb in eine andere Schüssel gießen. Das Popcorn im Sieb gründlich auspressen, dann verwerfen. Im Rezept wird die Vanilleschote auch weggeworfen. Ich wasche sie lieber,  lasse sie trocken und stecke sie zusammen mit anderen Kolleginnen in einen Behälter mit Zucker. So habe ich immer Vanillezucker im Haus.

Die Eigelbe in einer ausreichend großen Schüssel mit 100 g Zucker mit dem Handrührer schaumig rühren. Die Popcornsahne nach und nach angießen. Dabei immer weiter rühren, bis die Sahnemischung vollständig eingearbeitet ist.

Die Mischung in einen großen Topf gießen, ca. 1/4 TL Salz zugeben und alles bei mäßiger Hitze unter dauerndem Rühren ca 5-7 min erhitzen, bis alles andickt. Nicht kochen lassen, sonst gerinnt das Ei. Wenn die Masse eingedickt ist, alles vom Herd nehmen, in eine Schüssel geben und abkühlen lassen. Wer es eilig hat, stellt die Schüssel in ein Wasserbad mit Eiswürfeln und rührt die Masse kalt. Die abgekühlte Masse in die Eismaschine füllen und nach Gebrauchsanleitung gefrieren lassen. Dann in eine Gefrierschüssel füllen und in die Tiefkühle stellen.

Für das Karamell-Popcorn 60 g Zucker und den Honig in einem Topf (im Rezept steht “beschichteter Topf) vermischen und dann bei mittlerer Temperatur ca. 6-7 min erhitzen, bis ein goldbrauner Karamell entsteht. Den Topf ab und zu schwenken, aber nicht rühren. Die Temperatur reduzieren, das restliche Popcorn, den frisch gemahlenen Pfeffer und 1/2 TL Salz zugeben. Einmal durchrühren, den Rand des Topfes mit einem feuchten Pinsel säubern, damit nichts kleben bleibt und dann das Popcorn durchrühren, bis alle Körner vom Karamell überzogen sind. Das Popcorn zum Abkühlen auf Backpapier verteilen. Das Ganze klebt ziemlich, wenn es abgekühlt ist, lässt sich aber alles leicht in Stücke brechen.

Zum Servieren das Eis mit dem karamellisierten Popcorn in Schalen anrichten.

Wir retten, was zu retten ist: Halwa-Eiscreme

halwa-eis

Seid Ihr bereit für Nachtisch? Wie wäre es mal wieder mit Eis?

Ich bin immer noch glücklich über meine Eismaschine. Besonders gut gefällt mir, dass ich Eissorten herstellen kann, die man nirgendwo zu kaufen bekommt. Meist stelle ich kleinere Mengen her und genieße es, mehrere Sorten Eis vorrätig zu haben.

Klar, dass ich auf Ottolenghis* Halva-Eiscreme gleich angesprungen bin….und das war bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich Halwa in ein Eis gegeben habe, der Geschmack und die Konsistenz sind einfach schön. Außer Halwa ist noch etwas Tahin im Eis – und auch das ist toll, es sorgt für eine angenehm nussige Note.

Im Original kommt das Eis mit einem Topping aus Schokoladensauce und gerösteten, gesalzenen Erdnüssen daher. Die Sauce habe ich mir geschenkt….ich esse Eis tatsächlich am liebsten pur. Die Erdnüsse habe ich gleich mit in die Eismasse gegeben….süß-salzig mag ich nämlich sehr gerne.

14032_1587554494807988_8376197270099437244_n

Das Rezept ist Teil einer Rettungsaktion – auch bei Eiscreme muss man nämlich nicht nehmen, was die Industrie einem auftischt; man kann sie gut selbst machen. Hier könnt Ihr sehen, welche Eissorten der Rest der Truppe sich ausgedacht hat.  Da sind übrigens auch ganz viele Rezepte dabei, für die man keine Eismaschine braucht. Wenn ich mir die Vielfalt so anschaue, dann werde ich in nächster Zeit bestimmt sehr viel Eis machen, schaut mal:

lieberleckerBananeneis
from-snuggs-kitchenButtermilch-Zitronen-Eis
SweetPie – Gin Tonic Popsicle
katha-kocht! – Raffaello Eis
Cuisine Violette – Mango-Kokoseis
Kochen mit HerzchenPistazieneis
Kebo HomingSchokoladeneis mit Salzkaramell
Bonjour AlsaceSchokoladeneis
Mädel vom LandBirnen-Joghurt-Steckerleis mit Waldmeister
Greenway 36 Schokoladen-Karamell-Eis ohne Eismaschine
1x umrühren bitte aka kochtopfSchnellstes und softigstes Himbeer-Softeis
Obers trifft Sahne Kürbis Eis mit Zimt Pflaumen ( mit und ohne Eismaschine
lecker macht launeZwetschgen-Eis ohne Ei
widmatt- aus meiner Schweizer Küche: Pfirsich Glacé
Feinschmeckerle | Schwaben – Kochen – Reisen –  Blitzeis mit Brombeeren und Buttermilch
Genial lecker – Express-Vanilleeis

Jetzt zum Rezept – das ist wirklich nicht schwierig:

  • 250 gr. Sahne
  • 350 ml Vollmilch
  • 1 Vanilleschote
  • 2 Eigelb
  • 40 gr. Zucker
  • 30 gr. Tahin
  • 100 gr. Pistazien-Halwa (Ottolenghi: Sesam-Halwa)
  • 60 gr. geröstete, gesalzene Erdnüsse
  • optional: gehackte Pistazien zum Anrichten

Die Vanilleschote aufschlitzen und das Mark herauskratzen. Halwa und Erdnüsse im Cutter grob zerkleinern.

Milch und Sahne in einem Topf mit Vanilleschote- und Mark einmal kurz aufkochen, dann von der Hitze nehmen.

In einer hitzefesten Schüsseln die Eigelbe mit dem Zucker verquirlen. Mit einer Kelle etwas von der heißen Milchmischung zufügen, weiterrühren. Nach und nach die gesamte Milchmischung zugeben, dabei ständig rühren. Die Masse wieder in den Topf geben und unter dauerhaftem Rühren ca. 10 min lang erhitzen, bis die Masse andickt. Vorsicht mit der Temperatur – die Masse darf nicht kochen, sonst gibt es Rührei. Von der Hitze nehmen und das Tahin einrühren.

Die Masse erst abkühlen, dann im Kühlschrank ganz durchkühlen lassen.

Masse in die Eismaschine geben und in ca. 40 min gefrieren lassen. Nach ca. 30 min die Halwa und die Erdnüsse zugeben.

In der Tiefkühle aufbewahren und zum Servieren mit gehackten Pistazienkernen bestreuen.

Schokokekse mit einem Stamperl Milch

schokokekse mit milch

Es wird Zeit, die Nachbackliste mal wieder etwas schrumpfen zu lassen. Diese Törtchen vom Lieblingskonditor warten schon recht lange auf den Nachbau. Ich habe mich damals schon beim Lesen seines Artikel königlich amüsiert und die Törtchen gleich auf meine Liste gesetzt. Ja, der Titel ist etwas irreführend….im Grunde sind es keine Kekse sondern Törtchen…

Die Ursprünge für das Gebäck liegen in Amerika. Dort tunkt man ja bekanntlich Schokokekse zum Essen gerne in Milch – übrigens eine Angewohnheit, die ich verstehen kann 🙂 Diese Essgewohnheit hat sich ein findiger amerikanischer Bäcker zunutze gemacht (derselbe Wahnisnnige, der den Cronut erfunden hat) – und Kekse in Form von kleinen Gläsern gebacken. Die Gläschen sind innen mit Schokolade ausgekleidet; dann kann man sich Milch in die Stamperl füllen und Kekse und Milch zusammen verdrücken. Für die Nichtbayern: ein Stamperl ist ein Schnapsglas.

Sagen wir mal so…..das geht besser. Martin füllt die Schokobecherchen nämlich nicht einfach mit Milch, sondern mit Panna Cotta. Das schmeckt nicht nur besser, sondern ist auch viel einfacher zu essen.

Hierlang geht es zum Originalrezept.

Für 12 Stück:

Für den Teig:

  • 100 gr. Zucker
  • 200 gr. Butter
  • Mark einer halben Vanilleschote
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Ei
  • 1 Eigelb
  • 280 gr. Mehl Type 405
  • 20 gr. Kakaopulver
  • 2 gr. Backpulver
  • 75 gr. dunkle Kuvertüre

Für das Stamperl Milch:

  • 190 gr. Sahne
  • 190 gr. Milch
  • 50 gr. Zucker
  • Mark einer halben Vanilleschote
  • 3 Blatt Gelatine

Für den Teig Butter und Zucker miteinander verkneten. Die Gewürze einarbeiten. Nun nach und nach die Eier untermischen.

Das Mehl mit Backpulver und Kakao und Backpulver sieben, dann rasch unter die Buttermasse kneten. Den Teig zu einer Platte formen und für mindestens 3 h in den Kühlschrank geben.

Zum Backen den Ofen auf 180°C vorheizen. Den gut gekühlten Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche ca. 4 mm dünn ausrollen. Mit einem runden Ausstecher 12 Scheiben von ca. 10 cm Durchmesser ausstechen. Die jeweils eine Scheibe in ein Muffinförmchen aus Silikon legen, überstehende Ränder abschneiden und ein zweites Silikonförmchen hineindrücken. Ca. 10-12 min bei 180 °C backen. Um einen schöneren Rand zu bekommen, kann man nach 5 min Backzeit die oberen Förmchen abnehmen und überstehende Ränder abschneiden.

Fertig gebackene Törtchen auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Die Kuvertüre schmelzen und die Törtchen innen damit auspinseln. Abkühlen und festwerden lassen, dann die Törtchen aus den Formen lösen.

Für die Panna Cotta die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Sahne, Milch und Zucker kurz aufkochen, dann das Vanillemark zugeben. Ein wenig abkühlen lassen, dann die ausgedrückte Gelatine in der Masse auflösen.

Panna Cotta auskühlen lassen; sie darf nicht mehr als 25°C haben, damit die Kuvertüre nicht schmilzt, wenn man die Panna Cotta einfüllt.

Zum Fertigstellen die Panna Cotta in die Törtchen füllen und alles 3 h kühl stellen.

Blättrige Kekse

blättrige kekse

Ich bin ja keine besonders begeisterte Bäckerin, aber etwas Süßes muss am Wochenende auf den Tisch – sonst ist es kein richtiges Wochenende ;-).

Neulich stand ich mit gerunzelter Stirn und einfallslos in der Küche. Ratlos, bis mein Blick auf eines meiner liebsten Koch- und Erzählbücher fiel: “Das Lächeln der Radieschen“*. Ed Brown verknüpft darin Kochkunst mit Zen und Lebensweisheit. Waren da nicht auch Keksrezepte?

Ja. Und zwar im Kapitel “Der vollkommene Keks”. Ed Brown erzählt darin, wie er jahrelang fast am Versuch verzweifelt wäre, den perfekten Keks zu backen. Als Kind backte er Kekse aus Backmischungen, und später wollte er jahrelang diesen Geschmack reproduzieren – was ihm nicht gelang. Die Kekse wollten einfach nicht vollkommen schmecken. Bis ihm einfiel, dass er ja das falsche Vergleichsobjekt gewählt hatte; wie man das ja gerne tut; nicht nur in Bezug auf Kekse:

«Es ist wirklich erstaunlich, wie wir uns eine Meinung darüber bilden, wie Kekse schmecken sollen oder wie ein Leben aussehen sollte. Im Vergleich wozu? Keksen aus der Dose? Und oft vergessen wir, wo unsere Vorstellungen herstammen oder dass wir überhaupt solche Vorstellungen haben. Unsere wirklich gelungenen Plätzchen sind einfach nicht “richtig”

Diese Kekse, die sind genau richtig: Buttrig, blättrig, nicht zu süß – und ganz einfach herzustellen:

Für ca. 12 Kekse:

  • 260 gr. Mehl (ich: Weizen 812; Original: 130 Weizenvollkorn, 130 Weissmehl)
  • 1/4 TL Salz
  • 1/2 TL Natron
  • 1/2 TL Backpulver
  • 125 gr. Butter, kalt, in kleinen Stücken
  • Mark einer Vanilleschote
  • 1 Ei
  • 120 gr. Naturjoghurt
  • Zimtzucker zum Bestreuen

Den Backofen auf 250°C vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen.

Mehl mit Salz, Natron und Backpulver in eine Schüssel geben. Die Butter einarbeiten; das geht am Besten, wenn indem man sie mir den Fingerspitzen ins Mehl reibt, wie beim Streusel machen.

In der Mitte eine Kuhle machen, Ei, Joghurt und Vanille hineingeben. Diese Zutaten kurz mit einer Gabel verrühren, dann rasch in den Teig einarbeiten. Nicht zu viel kneten, sonst werden die Kekse hart.

Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche ca. 1 cm dick ausrollen. Dann jeweils ein Drittel zur Mitte falten und alles erneut 1 cm dick ausrollen. Diesen Vorgang zweimal wiederholen. Im Original werden die Kekse dann ausgestochen; ich war ganz faul und habe sie einfach mit einem Teigrad in Stücke geschnitten.

Kekse auf das Blech legen und mit Zimtzucker bestreuen. Im heißen Ofen auf der oberen Schiene 8-10 min backen.

Ile Flottant

ile flottant

Die Feiertage sind ja nun schon wieder vorbeigesaust. Für den nächsten Anlass schiebe ich einen schönen Nachtisch hinterher 🙂 .

Das ist mein Lieblingsdessert. Und zugleich mein Angstgegner. Schneeeier, die wie kleine Inseln auf einer Crème anglaise schwimmen. Ich bin keine große Dessert-Esserin, aber da könnte ich mich reinlegen. Schon oft gegessen. Und unzählige Male daran gescheitert, diese Leckerei selbst herzustellen. Crème anglaise – kein Problem. Aber diese vermaledeiten Schneeeier – nix zu machen. Jedesmal gingen sie beim Garen auf wie Luftballons, und jedes Mal fielen sie zu klitschigen, ungenießbaren Fladen zusammen, wenn ich sie von der Hitze nahm.

Diesmal hat es funktioniert. Ich habe mich mal fast übergenau ans Rezept gehalten…die Eischneemasse ist nicht so hoch aufgeschossen wie sonst, dafür ist sie aber hinterher auch nicht in sich zusammengesackt.  Ile flottant gibt es jetzt öfter….

Die Crème anglaise bezieht hier ihren besonderen Kick durch etwas Langpfeffer. Wer den nicht hat oder mag, kann ihn weglassen oder durch normalen Pfeffer ersetzen.

Der Nachtisch läßt sich gut vorbereiten: Man kann die Komponenten herstellen, gekühlt aufheben und vor dem Servieren alles fix zusammenstellen.

Für die Crème anglaise:

  • 4 Eigelb
  • 80 gr. Zucker
  • 1 Vanilleschote
  • 500 ml Milch
  • 1/2 TL Langpfeffer, im Mörser fein zerstoßen

Für die Schneeeier:

  • 2 Eiweiß
  • 50 gr. gesiebter Puderzucker
  • etwas Zitronensaft
  • 1 Prise Salz

Zunächst die Crème anglaise herstellen: dazu das Mark der Vanilleschote auskratzen. Die Milch, das Mark, die Vanilleschote und den Langpfeffer in einen Topf geben und alles kurz aufkochen lassen. In einer Schüssel Eigelbe und Zucker mit einem Schneebesen verquirlen. Etwas heiße Milch einrühren, dann schöpflöffelweise die restliche Milch in die Eigelbmischung quirlen. Die Masse in einen frischen Topf geben und bei ganz geringer Hitze noch 5 min weiterrühren, bis die Eiermilch etwas dick wird. Nicht kochen lassen, sonst gerinnt das Ei. Dann vom Feuer nehmen, abkühlen lassen und einige Stunden kühl stellen. Die Masse dickt dabei weiter ein.

Für die Schneeeier die Eiweiße mit Puderzucker, Zitrone und Salz steif schlagen bis sich Spitzen bilden.

Dann in einer weiten Pfanne Wasser zum Köcheln bringen. Von der Baisermasse mit einem Esslöffel nacheinander Nocken abstechen und auf das siedende Wasser legen. Die Nocken im Wasser einige Minuten ziehen lassen. Sie sollen aufgegangen sein und gerade eben fest werden. Ich habe es diesmal so gemacht, dass ich die Nocken noch eine Minute habe ziehen lassen, als ich schon das Gefühl hatte, dass sie fertig sind.

Nocken mit einem Schaumlöffel herausnehmen und auf Backpapier abtropfen lassen.

Zum Anrichten jeweils etwas Crème anglaise in ein Glas geben und eine Schaumnocke darauf drapieren. Ich hatte keine Gläser, die oben weit genug waren, um eine ganze Nocke aufzunehmen und habe deshalb kleinere Nocken ausgestochen.

Rezept adaptiert aus: Rachel Khoo, Paris in meiner Küche*