Tomatensuppen-Würfel

Wäre ich eine US-amerikanische Lifestylebloggerin würde ich schreiben – lebensverändernde Suppenwürfel ;-).

Es ist nämlich so … gerade in der kühlen Jahreszeit steht mir hin und wieder der Sinn nach einem Schluck warmer Suppe oder Brühe. Es muss nicht viel sein, nur eine kleine Tasse, um die Lebensgeister zu wecken das kleine Hungerloch bis zur nächsten Mahlzeit zu überbrücken. Klar kann man einen großen Vorrat an Brühe kochen, aber selbst wenn ich das dann portionsweise einfriere dauert es ganz schön, bis alles aufgetaut ist und ich hinter meiner ersehnten Tasse Suppe sitze.

Und genau deshalb hat mich dieses Rezept von Makiko Itoh* richtig schnell in die Küche gebracht – das ist sozusagen selbstgemachte Instantsuppe. Die Basis ist Tomatenmark, Karotte und Paprika sind auch dabei. Die Basis wird portionsweise eingefroren und ergibt, mit heißem Wasser aufgegossen ganz fix eine Suppe. Also fix ohne Fixprodukte.

Schmeckt nicht nur und tut gut, sondern ist übrigens auch richtig gesund – Tomatenmark enthält viel Lycopin, ein Carotinoid, das freie Radikale im Körper unschädlich macht und vorbeugend bei Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wirkt.

Tomatensuppen-Würfel

Instant-Suppe selbstgemacht

Gericht Suppe
Portionen 20 Portionen

Zutaten

  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 rote Paprika
  • 1 Karotte
  • 225 g Tomatenmark
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 1 EL Gemüsebrühpulver
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Anleitung

  1. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Paprika putzen und in kleine Stücke schneiden. Karotte schälen und fein würfeln. 

  2. Olivenöl in einem Topf erhitzen. Zwiebel darin glasig anbraten, dann Knoblauch, Paprika und Karotte zugeben und alles braten, bis es weich ist. Aus der Pfanne nehmen, in einen Messbecher füllen und abkühlen lassen.

  3. Alle anderen Zutaten ebenfalls in den Messbecher geben und alles mit dem Pürierstab fein mixen. Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. Das Ganze darf ruhig etwas überwürzt schmecken; es kommt ja später Wasser dazu.

  4. Makiko Itoh rollt die Masse zu Bällchen und friert sie dann ein; ich finde, das ist eine Herausforderung - die Masse ist sehr weich. Ich habe alles in die Mulden einer Silikon-Financièreform* gefüllt und so eingefroren. Wenn alles durchgefroren ist, kann man die Würfel in einen Gefrierbeutel geben und portionsweise entnehmen.

  5. Zum Servieren einen Würfel mit 180 ml kochendem Wasser aufgießen und umrühren. 

Reis-Fleischbällchen in Tomatensauce

“Tomato pork bombs”, so heißt dieses Gericht im Original. Nisha Katona, von der das Rezept stammt, erzählt, dass ihr das Gericht besonders wichtig ist: es ist das Gericht, für das ihre Schwiegermutter berühmt ist. Die Fleischbällchen kommen – wie die Schwiegermutter – ursprünglich aus Ungarn. Die Bällchen werden mit gekochtem Reis angereichtert, das macht sie etwas leichter und schön mild; und die Sauce, die beruht auf einer Mehlschwitze und Tomatenmark.

Das kam mir beim Lesen sehr bekannt vor – es ist das, was in meiner Kindheit unter Tomatensauce verstanden wurde: da gab es immer Schinkennudeln, und dazu eine derartige Sauce. Allerdings war das eine richtig dicke Béchamel, in die das Tomatenmark kam. Hier wird die Kochflüssigkeit der Fleischbällchen für die Sauce verwendet, und sie wird auch nur leicht mit Mehl gebunden. Das schmeckt mir besser als die Sauce meiner Kindheit – auch wenn ich diese damals geliebt habe.

Reis-Fleischbällchen in Tomatensauce

Milde Fleischbällchen in seidiger Tomatensauce

Gericht Hauptgericht
Länder & Regionen Ungarn
Portionen 4

Zutaten

Fleischbällchen:

  • 50 g Basmatireis
  • 2 EL Rapsöl, plus etwas zum Arbeiten
  • 2 kleine Zwiebeln
  • 450 g Schweinehack
  • 1 Ei
  • 1/2 TL getrockneter Majoran
  • 1 TL Paprika edelsüß
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Sauce:

  • 20 g Butter
  • 25 g Mehl
  • 6 EL Tomatenmark
  • 1 TL Zucker
  • 2 EL Rotweinessig
  • Salz
  • 1 EL Maisstärke (optional)

Anleitung

  1. Für die Bällchen den Reis in ein feinmaschiges Sieb geben und gründlich abbrausen. Dann mit 120 ml Wasser in einen Topf geben, alles zum Kochen bringen und 5 min bei niedriger Hitze köcheln lassen. Abgießen und kalt abspülen, um den Kochprozess zu stoppen. 

  2. Zwiebeln schälen und fein hacken. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin glasig braten. Beiseite stellen.

  3. Hackfleisch, Reis, Zwiebeln, das Ei, Majoran und Paprika in einer Schüssel vermengen und die Mischung mit Salz und Pfeffer würzen. 

  4. Wasser in einem weiten Topf erhitzen, salzen. Mit geölten Händen Fleischbällchen von ca. 4 cm Durchmesser rollen und die Bällchen in das kochende Wasser geben. 8 bis 10 min köcheln lassen, bis die Bällchen fest werden. Mit einem Schaumlöffel herausholen und auf einen Teller legen. Die Kochflüssigkeit aufbewahren.  

  5. Für die Sauce die Butter in einem Topf schmelzen. Das Mehl darüber streuen und unter Rühren anschwitzen; es soll nicht bräunen. 

  6. Tomatenmark einrühren, dann nach und nach 750 ml des Kochwassers der Fleischbällchen zugeben, dabei beständig rühren. Wenn die Sauce köchelt, mit Salz, Pfeffer, Zucker und Rotweinessig abschmecken. 

  7. Wer die Sauce etwas sämiger mag, der rührt die Speisestärke mit etwas Wasser an, gibt alles in die Sauce und läßt sie nochmals kurz köcheln. 

  8. Fleischbällchen in die Sauce geben und 15 min köcheln lassen. Sauce nochmals abschmecken und Fleischbällchen gleich mit der Sauce servieren.

  9. Dazu passen Salzkartoffeln oder Nudeln.

Hafer-Pilz-Suppe

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Ich komme gleich noch einmal mit einer Suppe um die Ecke – denn es ist Suppenwetter, ganz eindeutig. Ganz abgesehen davon, dass ich ohnehin gerne Suppe esse.

Diese Suppe hier koche ich nicht zum ersten Mal.. Zum ersten Mal gekocht habe ich sie für diese Rezension hier, und seitdem steht sie immer wieder mal auf dem Tisch. Ich mag überhaupt dieses Buch von Lousia Shafia* sehr gern und hole es regelmäßig aus dem Regal. Es gibt einige Gerichte daraus, die immer wieder mal den Weg auf unseren Esstisch finden. Ein echtes Qualitätsmerkmal für ein Kochbuch.

Jetzt aber zur Suppe: ich habe sie, wie gesagt, schon öfter gekocht. Und jedes Mal denke ich erst: “Was für eine merkwürdige Kombination”. Da wäre zunächst Hafer, der wird geröstet. Pilze kommen in die Suppe und Karotten – und eine besorgniserregende Menge Tomatenmark. Und jedes Mal schmeckt die Suppe wieder.

Das Ganze ist eine Abwandlung einer klassischen persischen Suppe. Die Soup-e jo wird eigentlich mit Gerste zubereitet. Aber das nussige Aroma des Hafers macht sich auch sehr gut darin.

Zum Rezept: da wird geschroteter Hafer verwendet. Er wird geröstet, dann in der Küchenmaschine (Blitzhacker) nochmals gemahlen. Ich habe ganzen Hafer verwendet und ihn nach dem Rösten in der Getreidemühle mittelfein geschrotet. Wer keine Möglichkeit hat, den Hafer zu mahlen, kann sicherlich auch Haferflocken verwenden; Röst- und Garzeit muss man dann etwas anpassen.

hafer-pilz-suppe

Für 4 Portionen:

  • 100 g Hafer
  • 3 EL Traubenkernöl
  • 1 Zwiebel
  • 250 g Champignons
  • 1 große Karotte
  • 1/2 TL gemahlene Kurkuma
  • 75 g Tomatenmark
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • 125 ml Milch
  • 30 ml Limettensaft,frisch gepresst
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • einige Stängel glatte Petersilie

Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen und den Hafer darauf verteilen. Hafer unter gelegentlichem Wenden im Rohr goldbraun rösten, dann herausnehmen, abkühlen lassen und mittelfein schroten.

Die Zwiebel schälen und fein hacken. Champignons putzen und blättrig schneiden. Karotte schälen und fein raffeln. Petersilie zupfen und die Blättchen fein hacken.

Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin bei mittlerer Hitze in ca. 15 min glasig dünsten. Pilze dazugeben und alles weitergaren, bis die Pilze ihre Flüssigkeit abgeben haben.

Jetzt Hafer, Karotten; Kurkuma, Tomatenmark und 1/2 TL Salz in den Topf geben. Die Brühe unter Rühren angießen und alles zum Kochen bringen. Deckel auflegen und die Suppe bei niedriger Temperatur ca. 30 min köcheln lassen, bis der Hafer weich ist und eine breiige Konsistenz hat.

Hitze abschalten. Die Milch in die Suppe rühren. Suppe mit Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Servieren in Schalen schöpfen und mit gehackten Petersilienblättchen bestreuen.