Wir retten, was zu retten ist: Halwa-Eiscreme

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Seid Ihr bereit für Nachtisch? Wie wäre es mal wieder mit Eis?

Ich bin immer noch glücklich über meine Eismaschine. Besonders gut gefällt mir, dass ich Eissorten herstellen kann, die man nirgendwo zu kaufen bekommt. Meist stelle ich kleinere Mengen her und genieße es, mehrere Sorten Eis vorrätig zu haben.

Klar, dass ich auf Ottolenghis* Halva-Eiscreme gleich angesprungen bin….und das war bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich Halwa in ein Eis gegeben habe, der Geschmack und die Konsistenz sind einfach schön. Außer Halwa ist noch etwas Tahin im Eis – und auch das ist toll, es sorgt für eine angenehm nussige Note.

Im Original kommt das Eis mit einem Topping aus Schokoladensauce und gerösteten, gesalzenen Erdnüssen daher. Die Sauce habe ich mir geschenkt….ich esse Eis tatsächlich am liebsten pur. Die Erdnüsse habe ich gleich mit in die Eismasse gegeben….süß-salzig mag ich nämlich sehr gerne.

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Das Rezept ist Teil einer Rettungsaktion – auch bei Eiscreme muss man nämlich nicht nehmen, was die Industrie einem auftischt; man kann sie gut selbst machen. Hier könnt Ihr sehen, welche Eissorten der Rest der Truppe sich ausgedacht hat.  Da sind übrigens auch ganz viele Rezepte dabei, für die man keine Eismaschine braucht. Wenn ich mir die Vielfalt so anschaue, dann werde ich in nächster Zeit bestimmt sehr viel Eis machen, schaut mal:

lieberleckerBananeneis
from-snuggs-kitchenButtermilch-Zitronen-Eis
SweetPie – Gin Tonic Popsicle
katha-kocht! – Raffaello Eis
Cuisine Violette – Mango-Kokoseis
Kochen mit HerzchenPistazieneis
Kebo HomingSchokoladeneis mit Salzkaramell
Bonjour AlsaceSchokoladeneis
Mädel vom LandBirnen-Joghurt-Steckerleis mit Waldmeister
Greenway 36 Schokoladen-Karamell-Eis ohne Eismaschine
1x umrühren bitte aka kochtopfSchnellstes und softigstes Himbeer-Softeis
Obers trifft Sahne Kürbis Eis mit Zimt Pflaumen ( mit und ohne Eismaschine
lecker macht launeZwetschgen-Eis ohne Ei
widmatt- aus meiner Schweizer Küche: Pfirsich Glacé
Feinschmeckerle | Schwaben – Kochen – Reisen –  Blitzeis mit Brombeeren und Buttermilch
Genial lecker – Express-Vanilleeis

Jetzt zum Rezept – das ist wirklich nicht schwierig:

  • 250 gr. Sahne
  • 350 ml Vollmilch
  • 1 Vanilleschote
  • 2 Eigelb
  • 40 gr. Zucker
  • 30 gr. Tahin
  • 100 gr. Pistazien-Halwa (Ottolenghi: Sesam-Halwa)
  • 60 gr. geröstete, gesalzene Erdnüsse
  • optional: gehackte Pistazien zum Anrichten

Die Vanilleschote aufschlitzen und das Mark herauskratzen. Halwa und Erdnüsse im Cutter grob zerkleinern.

Milch und Sahne in einem Topf mit Vanilleschote- und Mark einmal kurz aufkochen, dann von der Hitze nehmen.

In einer hitzefesten Schüsseln die Eigelbe mit dem Zucker verquirlen. Mit einer Kelle etwas von der heißen Milchmischung zufügen, weiterrühren. Nach und nach die gesamte Milchmischung zugeben, dabei ständig rühren. Die Masse wieder in den Topf geben und unter dauerhaftem Rühren ca. 10 min lang erhitzen, bis die Masse andickt. Vorsicht mit der Temperatur – die Masse darf nicht kochen, sonst gibt es Rührei. Von der Hitze nehmen und das Tahin einrühren.

Die Masse erst abkühlen, dann im Kühlschrank ganz durchkühlen lassen.

Masse in die Eismaschine geben und in ca. 40 min gefrieren lassen. Nach ca. 30 min die Halwa und die Erdnüsse zugeben.

In der Tiefkühle aufbewahren und zum Servieren mit gehackten Pistazienkernen bestreuen.

Halwa-Trüffel

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Nun ist ja bald so weit…..fast ist schon Weihnachten. Habt Ihr alles, was Ihr braucht? Ich hätte noch rasch einen kleinen Vorschlag, sollte es Euch noch an Geschenken fehlen. Diese Trüffel hier eignen sich nämlich wunderbar als kleine Aufmerksamkeit oder als Mitbringsel zum Weihnachtskaffee. Aber natürlich kann an sie auch selbst essen…..immerhin sind die kleinen Kugeln allerbeste Nervennahrung.

Hauptbestandteil der Trüffel ist Halwa. Halwa bekommt Ihr problemlos beim türkischen Lebensmittelhändler und in gut sortierten Supermärkten. Halwa ist verbreitet im gesamten Orient, aber auch in Osteuropa. Basis ist ein Püree von Ölsamen, meist Sesam,  und Zucker oder Honig. Verfeinert wird die Nascherei mit Vanille, Nüssen oder auch Kakao.

Halva allein ist schon eine Leckerei – und diese Trüffel setzen noch eins drauf. Sie sind rasch hergestellt; die Halva wird mit Sesammus (Tahin) zu einer homogenen Masse verarbeitet, zu Kugeln gerollt und dann in verschiedenen Aromazutaten gewälzt. Das schafft man selbst dann noch, wenn man schon im Weihnachtsstress ist 🙂

Mit diesem Rezept verabschiede ich mich in die Weihnachtsferien. Hier wird es zwischen den Jahren ein wenig ruhiger. Ich wünsche Euch allen ein schönes, geruhsames Weihnachtsfest. Möge es so werden, wie Ihr es Euch wünscht.

Und nun zu den Trüffeln. Das Rezept ergibt ungefähr 25 Stück. Das Rezept ist aus dem Buch “Rosenwasser & Granatapfelkerne“*. Eine Rezension werdet Ihr nächstes Jahr bei mir finden 🙂

  • 200 gr. Halwa
  • 40 gr. Tahin (Sesammus)
  • 50 gr. Sesamsamen
  • 50 gr. Kakaopulver
  • 50 gr. Pistazienkerne

Halwa in eine Schüssel bröckeln. Das Tahin dazu geben und alles mit einer Gabel zu einer homogenen Masse verarbeiten. Aus der Masse mit den Händen etwa haselnussgroße Kugeln formen. Das geht am besten, wenn man etwas Masse erst zusammendrückt und dann zwischen den Handflächen vorsichtig zu einer Kugel rollt.

Die Kugeln auf einen Teller legen und für 30 min zum Festwerden in den Kühlschrank stellen.

Inzwischen die Pistazienkerne fein hacken. Sie müssen wirklich ganz fein gehackt sein, sonst bleiben sie nachher nicht an den Kügelchen haften.

Fein gehackte Pistazie, Sesamsamen und Kakao jeweils in kleine separate Schälchen geben. Ein Drittel der Trüffel in den gehackten Pistaziensamen wälzen, das nächste Drittel in den Sesamsamen und den Rest im Kakao. Gründlich arbeiten, die Trüffel sollen rundherum bedeckt sein.

Die fertigen Trüffel im Kühlschrank aufbewahren.

Rezension: Veggie Burger I Clea & Estérelle Payany – und der Burger dazu

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Ich mache mal munter weiter mit meinen Buchvorschlägen für den Gabentisch. An der Reihe ist ein kleines Büchlein mit einem für die Jahreszeit eher ungewöhnlichem Inhalt – es geht um Burger. Die kann man nicht nur im Sommer und vom Grill essen, schaut mal her 🙂

Was gehört auf einen Burger? Alles mögliche, finde ich. Wohl eher Fleisch, findet mein Mann (klassische Rollenverteilung, nicht wahr? 🙂 ). Ich gestehe, ich war dennoch etwas misstrauisch, als mir Veggie-Burger angeboten wurde. Das Buch stammt aus der Feder von Clea, und deren vegetarisch-französisches Kochbuch fand ich ja eher durchwachsen. Nun, letztendlich hat die Neugierde gesiegt.

Dieses Buch hat Clea nicht alleine geschrieben, es entstand in Zusammenarbeit mit Estérelle Payany, einer Kulinarik-Journalistin und Kochbuch-Autorin.

Das Buch ist kleinformatig und hübsch aufgemacht: besonders die Fotos sind witzig – die realen Fotos sind unterlegt mit Zeichnungen. Die Burger sind fotografiert, der Teller, auf dem sie liegen gezeichnet. Das Layout ist frisch und übersichtlich. Es gibt die Angeben für Zutaten und Garnituren am Rand der Seite, die Zubereitung steht daneben. Unter den Rezepten finden wir Tipps und Variationen, die kleine grüne Überschriften haben und durch den Schrifttyp hervorgehoben sind.

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Wie gesagt, das Buch ist kleinformatig. Trotzdem steckt eine ansehnliche Menge an Rezeptideen zwischen seinen Deckeln. Es beginnt mit Rezepten für unterschiedliche Buns: Buns ohne Milch und Butter, Roggenmehl-Buns, Buns mit Körnern und Gewürzen und einige mehr. Danach folgen die Burger-Patties. Es gibt solche auf Gemüse-Basis wie Portobello-Burger oder Auberginen Burger, Patties mit Tofu wie Tofu-Zucchini-Burger, und Burger auf der Basis von Hülsenfrüchten wie zum Beispiel Burger mit weißen Bohnen oder Falafel-Burger. Auch Produkte wie Seitan oder Tempeh haben ihren Platz. Natürlich ist so ein Burger-Essen ohne Beilagen nicht komplett; und so gibt es im dritten Teil des Buches Rezepte für Soßen wie Tomatenketchup oder Kresse-Creme, es gibt Rezepte für Gemüse-Pommes und Zwiebelringe und auch Pickles oder Salate.

De Rezepte sind klar formuliert und funktionieren. Am Anfang des Buches gibt es eine Tabelle mit Kombinationsvorschlägen: so kann man sich zum Beispiel aus Kartoffel-Buns, Räuchertofu-Burger mit Algen, Avocado-Creme mit Algen und Tomaten-oder Gurkenscheiben einen Atlantik-Burger bauen. Aber natürlich ist bei den vorgeschlagenen Kombinationen nicht Schluß. Wenn man berücksichtigt wie viele Kombinationen es zwischen Buns, Patties und Toppings gibt, dann kann man mit diesem kleinen Büchlein eine erkleckliche Zahl an Veggie-Burgern kreieren.

Als ich im Buns-Kapitel “Reiswaffeln” las, musste ich grinsen…..warte…Reiswaffeln, das ist doch dieses furchtbare Zeug, das meine Kinder früher in sich reingestopft haben und das ich allerhöchstens mit ganz spitzen Fingern angefasst habe? Muss ich ausprobieren! Nun, das hat mit den Reiswaffeln aus dem Bioläden nichts zu tun. Basmati, Gewürze, etwas Eiweiß – Klasse, mache ich öfter.

Natürlich habe ich die Waffeln als Burgergrundlage benutzt: der orientalisch gewürzte Tofu-Zucchini-Burger sollte es sein. Und der war sehr fein – gut gewürzte Zucchini und Tofu-Patties, eine Joghurt-Sesam-Soße, etwas Salat und Gewürzgurke. Das hat mir gefallen. Ins Schwitzen kam ich trotzdem – Burger zu fotografieren ist gar nicht so einfach, stellte ich fest.

Als nächstes kamen die Kartoffel-Buns dran. Die mache ich bestimmt öfter, denn sie sind genau so, wie Buns sein sollen: außen knusprig und innen herrlich flauschig. Allerdings werden die Buns nach dem Formen gleich gebacken; ich würde sie beim nächsten Mal nochmal ruhen lassen, denn sie sind im Ofen geradezu explodiert und waren etwas unförmig.

Die Buns habe ich für die Linsen-Burger mit Blumenkohl und Cahews benutzt – Linsen, Haferflocken, Cashews und etwas Gemüse als Grundlage. Wunderbar, die haben Spaß gemacht.

Für einen Buger-Abend braucht es dann auch Beilagen; ich hatte mich für die Potao-Wedges und Esterelles Slaw entschieden. Wedges mache ich öfter und diese hier haben mir gut gefallen: sie bekommen eine würzige Marinade aus Olivenöl, geräuchertem Paprika, Kurkuma  und Knoblauch und werden besonders knusprig durch die Verwendung von Polentagriess. Genial fand ich die Idee, die Wedges zusammen mit der Marinade in einer dichten Dose einfach durchzuschütteln.

Cole-Slaw gehört nicht gerade zu meinen Favoriten; aber Estérelles Slaw hat mich sehr angelacht – und ich mochte ihn.Richtig gern sogar. Sie verwendet Kohlrabi statt Weißkohl und eine Soße auf Joghurtbasis. Das Tüpfelchen auf dem I sind kleine Apfelstückchen, die ein wenig Süße mitbringen. Nachahmenswert.

Ich habe das Ausprobieren der Rezepte nicht bereut. Wer gerne Burger isst und sich vegetarisch ernährt oder auch einfach mal Lust hat, etwas Neues zu probieren, der findet hier schöne Inspirationen.

  • Gebundene Ausgabe: 72 Seiten
  • Verlag: Hädecke Verlag
  • ISBN: 978-3775006712
  • € 12,95

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 So, und nun – I proudly present: Orientalischer Zucchini-Tofu-Burger. Das Foto ist verbesserungswürdig, der Burger nicht :-). Das Rezept ist für 6 Burger. (Zwei Buns bleiben übrig)

Für die Buns:

  • 160 gr. Basmati-Reis
  • 1 TL Salz
  • 1 Sternanis
  • 4 Kapseln grüner Kardamom
  • 1  TL Currypulver
  • 1 Eiweiß
  • 1 EL Olivenöl

Den Reis in einer Tasse abmessen. Den Reis waschen, dann mit Salz, Sternanis und Kardamom in einen Topf geben und das doppelte Volumen Wasser zugießen. Alles zum Kochen bringen und den Reis in ca. 10 min garziehen lassen.

Übriges Wasser abgießen. Die Gewürze entfernen und den Reis mit Curry, Öl und Eiweiß verrühren.

Den Backofen auf 200°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen.

Mit Hilfe einer kleinen, runden Form (ich habe einen Servierring genommen) acht flache Waffeln formen.

Die Waffeln im heißen Ofen ca. 10 min backen, dann vorsichtig wenden und nochmals 5 min backen.

Für die Burger:

  • 150 gr. Zucchini
  • 1 Schalotte
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 10 Stängel Koriandergrün
  • 250 gr. Tofu
  • 1 Tomate
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Kapsel grüner Kardamom
  • 60 gr. Bulgur, mittlere bis feine Körnung
  • 1/4 TL Kreuzkümmel
  • etwas Zimt

Zucchini waschen, putzen und grob raffeln. Schalotte und Knoblauch schälen und fein hacken. Korianderblättchen von den Stängeln zupfen und ebenfalls fein hacken. Tofu würfeln, dann mit einer Gabel zerdrücken. Die Tomaten kreuzweise einschneiden, mit kochendem Wasser überbrühen, abgießen, schälen und klein würfeln.

Öl in einer Pfanne erhitzen und Schalotte und Knoblauch darin glasig andünsten. Zucchini und Kardamom zugeben, salzen und alles braten, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Bulgur und Tomatenstücke untermischen, alles nochmals 3 min köcheln lassen.

Alles vom Herd nehmen. Tofu, Gewürze Koriandergrün und Ei untermischen. Kardamom entfernen, die Masse mit Salz abschmecken.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Aus der Masse 6 Gemüseburger formen  und alles im heißen Ofen 15 min backen.

Für die Joghurt-Sesam-Sauce:

  • 1 EL Tahin
  • 125 gr. dickes Joghurt
  • 1 TL Za’atar (oder Kreuzkümmel)
  • 1/2 TL Sojasauce
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Alle Zutaten in einem Schüsselchen verquirlen; mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die Garnitur:

  • Salatblätter
  • Essiggurke in Scheiben

Zum Zusammensetzen des Burgers etwas Sesamsauce auf einer Reiswaffel verstreichen. Ein Salatblatt darauflegen, dann ein Patty. Auf das Patty nochmals Sesamsauce geben und mit Gurkenscheiben belegen.

Dan-Dan Nudeln

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Wollen wir mal wieder chinesisch essen? Gut, dann gibt es diesmal Nudeln. Dan-Dan-Nudeln, das ist Streetfood aus Sichuan. Die Bezeichung Dan-Dan-Nudeln kommt daher, dass das Gericht ursprünglich von Straßenverkäufern angeboten wurde. Diese trugen die Zutaten in Bambuskörben durch die Gegend, die an einer Stange festgemacht waren, die sich die Verkäufer über die Schulter hängten. “Dan” heisst diese Konstruktion im Chinesischen.

Was das Rezept angeht, so bin ich relativ fantasielos. Chinesische Alltagsküche, das heißt für mich Fuchsia Dunlop. In diesem Fall ist es Sichuan-Küche, das kommt es aus ihrem Sichuan-Kochbuch.

Das Rezept stammt aus der Zeit, als Fuchsia Dunlop in Chengdu lebte. Sie kaufte die Nudeln immer an ihrem bevorzugten Imbissstand – und wollte unbedingt das Rezept dazu haben. Der Verkäufer wollte es nicht herausrücken, aber sie hat nicht nachgelassen und es irgendwie herausgefunden: mal hat er die Zutaten verraten, mal hat sie ihm über die Schulter geschaut….

Ach so, die Nudeln sind nicht unbedingt was für zarte Gemüter – sie sind schon recht würzig mit ihrem Anteil an Sichuan-Pfeffer und Chili.

Für 2 hungrige Esser:

  • 260 gr. chinesische Nudeln

Für das Hackfleisch-Topping:

  • 1 EL Erdnussöl
  • 3 getrocknete Chilis, am besten Sichuan-Chilis. Die schmecken schön rauchig; es gibt sie in gut sortierten Asia-Shops
  • 2 EL ya cai (eingelegtes Senfgrün aus Sichuan, auch aus dem Asia-Shop)
  • 1/2 TL Sichuan Pfeffer
  • 120 gr. Rinderhack
  • 2 EL helle Sojasauce
  • nötigenfalls etwas Salz

Für die Sauce:

  • 1/2-1 TL Sichuan-Pfeffer, in der Pfanne geröstet und dann gemörsert
  • 1/4 TL Salz
  • 4 EL Sesampaste (Tahin)
  • 1 EL helle Sojasauce
  • 1 EL dunkle Sojasauce
  • 2 EL Chiliöl

Für die Sauce alle Zutaten gut verrühren und auf 2 Servierschüsselchen verteilen.

Für das Fleisch die Chilis zerkrümeln und die Kerne entfernen. Ya cai hacken. Das Erdnussöl in einem Wok erhitzen. Wenn es heiß ist, Chilis und Sichuan-Pfeffer kurz anrösten. Wenn alles zu duften anfängt, den ya cai unterrühren. Das Fleisch und die Sojasauce zugeben und alles unter Wenden krümelig braten. Es sollte knusprig, aber nicht zu trocken sein.

Die Nudeln nach Packungsanleitung garkochen.

Zum Servieren die Sauce in zwei Essschalen verteilen. Jeweils die Hälfte der Nudeln daraufgeben und alles durchrühren. Das gebratene Fleisch darauf verteilen. Vor dem Essen ordentlich durchrühren, damit sich alles vermischt.

Sesam-Walnuss-Kuchen aus Griechenland

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Nüsse und Ölsaaten mag ich generell gerne – aber eine besondere Schwäche habe ich für Walnüsse und Tahin. In diesem Rezept treten meine beiden Lieblinge zusammen auf, und das ist keinesfalls ihr Schaden.

Der Kuchen ist recht schnell gemacht. Er ist flaumig und saftig; er hält sich gut und schmeckt nach ein paar Tagen sogar noch besser. Das Tahin sorgt für ein herrliches nussiges Aroma und wird in diesem Fall statt der Butter benutzt. Milch wird auch nicht benutzt, statt dessen Orangensaft, so dass der Kuchen sogar laktosefrei ist. Und dass ich Gewürze wie Zimt und Muskat zu schätzen weiß, das wißt Ihr ja ohnehin 😉

  • 220 gr. Tahin
  • 50 gr. brauner Zucker
  • 250 gr. weißer Zucker
  • Abgeriebene Schale einer Bio-Orange
  • 3 große Eier
  • 240 ml Orangensaft, frisch gepresst
  • 300 gr. Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1/2 TL gemahlener Zimt
  • etwas frisch geriebene Muskatnuss
  • 1 Prise Salz
  • 50 gr. Walnüsse, gehackt
  • 60 gr. Rosinen
  • Sesamsaat zum Bestreuen

Den Boden einer Springform mit Bachpapier auslegen, anschließend die Form gründlich fetten. Backofen auf 180°C vorheizen.

Tahin, beide Sorten Zucker und Orangenschale in eine Rührschüssel geben. Mit dem Handmixer schaumig rühren, dann die Eier eines nach dem anderen einarbeiten. Weiterschlagen, bis alles eine cremige Textur hat, dann den Orangensaft zugeben und noch 1 min weiterrühren.

Nun Mehl und Backpulver über die Schaummasse sieben, Muskat, Zimt, Nelken und Salz zugeben und alles einarbeiten. Zuletzt Rosinen und Nüsse unterheben. Den Teig in die Form füllen und mit Sesam bestreuen.

Im heißen Ofen ca. 45 min backen. Eine halbe Stunde auskühlen lassen, dann aus der Form nehmen und auf einem Kuchengitter ganz auskühlen lassen.

Rezept adaptiert aus: Najmieh Batmanglij, Silk Road Cooking*

Vorschlag für’s Silvesterbuffett: Falafel

falafelFritieren gehört nicht gerade zu meine Lieblingsbeschäftigungen. Da ich aber eine Schwäche für Falafel habe, mußte ich wohl mal wieder ran an einen Topf mit heißem Öl. Diesmal wollte ich die Falafel nach Ottolenghis Rezept aus “Jerusalem”* zubereiten. Ehrlich gesagt, waren meine Erwartungen nicht all zu hoch. Ich meine, ich kenne Falafel. Ich habe sie schon oft gemacht, und schlecht waren sie niemals nicht 🙂 . Diesmal wurden meine Erwartungen allerdings übertroffen. Diese Falafel waren gedacht für ein Fest mit unseren Nachbarn, aber beinahe wären sie bis dahin nicht gekommen, so sehr war ich am Probieren. Ein Knüller! Was ich nicht verputzt habe, mußte ich vor meinem Sohn retten. Und die Erfolgsgeschichte ging weiter – meine Nachbarn haben, wie geplant 😉 , alles andere links liegen lassen und drängelten sich um die Kichererbsenbällchen. Wenn Ihr also noch ein Mitbringsel für ein Sylvesterbuffet braucht – hier ist es. Aber macht besser die doppelte Menge. Das nämlich werde ich morgen tun.

Als Fingerfood schmecken die Falafel mit einem einfachen Tahini-Dip. Ich könnte mir aber  gut vorstellen, das Ganze mit etwas Salat und Sauce in ein Fladenbrot zu stopfen und sonst überhaupt nix anderes mehr zu essen.

Ich wünsche Euch einen fröhlichen Sylvesterabend und ein wunderschönes, glückliches und gesundes 2013!

  • 250 gr. getrocknete Kichererbsen
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 kleine Zwiebel
  • einige Blättchen Petersilie und Koriander
  • 1/4 TL Cayennepfeffer
  • 1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1/2 TL gemahlener Koriander
  • 1/4 TL gemahlener Kardamom
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 1/2 EL Mehl
  • Salz
  • Sesamsaat zum Wälzen
  • ca. 750 ml Sonnenblumenöl zum Fritieren

Für den Dip:

  • 150 gr. Tahin
  • 120 ml Wasser
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 Zehe Knoblauch, gerieben oder zerdrückt
  • Salz nach Geschmack

Zunächst die Kichererbsen über Nacht in reichlich Wasser einweichen.

Am nächsten Tag die Kicherebsenn abgießen. Zwiebel, Knoblauch und Kräuter grob hacken und alles zusammen mit den Kichererbsen in einen Mixer geben. Mixen, bis alles fein gehackt ist. Je nach Kapazität des Mixers ist es eine gute Idee, portionsweise vorzugehen.

Wenn die Masse zusammenhält, Gewürze, 3/4 TL Salz, Mehl, Backpulver und  3 EL Wasser zugeben und alles nochmal kurz durchmixen.

Die Masse mindestens 1 h kühl stellen, damit sie durchzieht und etwas fester wird.

Inzwischen für den Dip zunächst das Tahin im Glas gründlich durchrühren. Dann die Paste in eine Schüssel geben,  mit den restlichen Zutaten gründlich vermischenund mit Salz abschmecken. Die Sauce hat die Tendenz, einzudicken, also nötigenfalls noch etwas zusätzliches Wasser einrühren.

Wenn die Falafel fritiert werden sollen, mit nassen Händen je ca. 1 El der Masse zu einem Bällchen formen. Dabei ruhig etwas zusammendrücken, damit alles zusammenhält.

In einem großen Topf reichlich Öl zum Fritieren erhitzen. Die Bällchen mit etwas Sesam bestreuen und portionsweise im heißen Öl je ca. 4 min knusprig fritieren. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit dem Dip servieren.