Japanischer Kartoffelsalat

Es gibt Gerichte, die stehen hier standardmäßig mehrmals im Jahr auf dem Tisch, echte Leibspeisen, und trotzdem habe ich sie hier noch nicht geteilt.

So wie dieser Kartoffelsalat, den gibt es sehr oft, wenn wir grillen. Der Salat ist schön mild und schmeckt dank der Gurke wunderbar frisch. Und das sage ich, obwohl ich bei Kartoffelsalat eigentlich nicht Team Mayo bin….

Ja, es gibt Kartoffelsalat in Japan; er zählt zu den Gerichten, die man aus dem Westen übernommen und an den eigenen Geschmack angepasst hat; das sind die yoshoku-Gerichte (洋食).  Curry gehört dazu, auch verschiedene Spaghetti-Gerichte oder Tonkatsu. Und eben Kartoffelsalat.

Der Salat lässt sich gut vorbereiten und ist ein beliebter Bestandteil von Bento-Boxen. Es gibt viele unterschiedliche Rezepte – aber immer kommt Mayonnaise an das Dressing, am liebsten natürlich die japanische Mayonnaise, die es hier in den Asia-Shops zu kaufen gibt. Ich habe das Ganze ein wenig leichter gemacht und einen Mischung aus Mayonnaise und Joghurt verwendet.

Ich schicke das Rezept gerade mal rüber zu Julia, die sammelt nämlich im Juli für ihre Entstaubten Klassiker Grill-Rezepte.

Japanischer Kartoffelsalat

Kartoffelsalat mit Karotte, frischer Gurke und Mayonnaise

Gericht Salat, Beilage
Länder & Regionen Japan
Keyword Kartoffelsalat
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 500 g Kartoffeln
  • 250 g Karotten
  • 200 g Gurke
  • 1/2 Zwiebel
  • etwas Reisessig zum Einlegen der Zwiebel
  • 75 g Mayonnaise
  • 75 g Joghurt
  • 1 TL Senf
  • 1 hartgekochtes Ei
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Anleitung

  1. Kartoffeln schälen und in mundgerechte Stücke schneiden, ebenso die Karotten. Die Karotten schneide ich gerne im Rollschnitt, das gibt eine interessante Form: dafür die Karotte auf das Schneidbrett legen und das Messer schräg zur Karotte halten. Das erste schräge Stück abschneiden, dann der Karotte eine Vierteldrehung geben und das nächste Stück abschneiden. So weitermachen, bis die Karotte ganz geschnitten ist. 

  2. Die Kartoffeln und die Karotten mit etwas Salzasser im geschlossenen

    Kochtopf in ca. 10-15 Min. gar kochen. Das Gemüse dann abtropfen

    und abkühlen lassen.

  3. Während die Kartoffeln und Karotten kochen, die Gurke in dünne Scheiben hobeln und mit etwas Salz vermischt in einem Sieb ziehen lassen. 

  4. Zwiebel schälen, in dünne Ringe schneiden und mit dem Reisessig in einer Schüssel vermengen. 

  5. Gurke und Zwiebel gut trocken tupfen. Dann mit den abgekühlten Karotten und Kartoffeln in einer Schüssel vermischen. 

  6. Das Ei schälen und würfeln und zum Gemüse geben. 

  7. Mayonnaise, Joghurt und Senf zum Gemüse geben, alles vorsichtig vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Vor dem Servieren mindestens einen Stunde durchziehen lassen. 

Tofu Hausmacherart und sauer-scharfe Kartoffelstreifen

Ich bin eigentlich gar nicht der Typ für Neujahrsvorsätze. Wenn ich unzufrieden bin und etwas ändern möchte, mache ich das lieber gleich und nicht dann, wenn sich zufällig eine Jahreszahl im Kalender ändert. Aber dieses Jahr habe ich mir tatsächlich etwas vorgenommen: ich esse einfach unglaublich gern chinesisch. Und auch an Inspirationsquellen fehlt es mir nicht….ich habe da das eine oder andere Buch im Regal stehen 😉 . Dennoch steht recht selten chinesisches Essen auf dem Tisch. Zu selten. Und das möchte ich ändern.

Den Anfang machen zwei einfache Gerichte aus der chinesischen Hausmannskost. Es ist durchaus nicht so, dass in einem normalen Haushalt dauernd Fleisch auf dem Tisch steht. Es ist eher das Gemüse, das im Vordergrund steht. Auch Tofu wird gerne gegessen, nicht als Ersatz für Fleisch, sondern als eigenständiges Lebensmittel. Die Zubereitung ist oft einfach und geht rasch, und es kommen mehrere Gerichte auf den Tisch; gerne eines pro Person, die mitisst. Beide Rezepte habe ich in dem schönen Buch “Shanghai Streetfood“* gefunden, das eigentlich jeder im Regal stehen haben sollte, der sich für chinesisches Essen interessiert.

Das Rezept für den Tofu kommt aus Shanghai – und Tofu, richtig zubereitet, schmeckt kein bisschen langweilig. Er ist eine Grundlage, die man abwechslungsreich mit vielen Aromen zubereiten kann. Hier wird er gebraten und mit Sojasauce, Ingwer und Knoblauch aromatisiert. Das Ganze schmeckt aber nur, wenn Ihr guten Tofu nehmt. Bitte kauft den Tofu nicht im Supermarkt; geht in den Asiashop oder nehmt den Tofu von Taifun, den es im Bioladen gibt.

  • 250 g fester Tofu
  • Rapsöl zum Braten
  • 1 rote Paprikaschote
  • 1 große Karotte
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 3 cm Ingwer
  • 1/2 TL geröstetes Sesamöl
  • 1 EL Sambal Oelek
  • ein gehäufter EL Kartoffelstärke
  • 250 ml Gemüsebrühe

Tofu in 5 mm breite Scheiben schneiden und trocken tupfen. Reichlich Öl ein einem Wok auf hoher Stufe erhitzen. Tofu hineingeben und von beiden Seiten goldbraun ausbraten, dann mit Sojasauce ablöschen. Tofu aus dem Wok nehmen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Paprika putzen und in 2 cm große Würfel schneiden. Karotte schälen und in 2 mm dünne Scheiben schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken; Ingwer schälen und in feine Scheiben schneiden.

Den Wok mit dem darin verbliebenen Öl nochmals erhitzen. Paprika, Karotten und Ingwer kurz bei hoher Hitze anbraten. Knoblauch, Sesamöl und Sambal zugeben und kurz durchrühren.

Stärke in der Gemüsebrühe auflösen, alles zum Gemüse geben und köcheln lassen, bis alles andickt. Den Tofu zugeben. Gleich servieren.

Kartoffeln gelten in China nicht als Sättigungsbeilage, sondern als Gemüse. So richtig oft stehen sie nicht auf dem Tisch, aber in der Shanghaier Hausmannskost spielen Sie durchaus eine Rolle. Ich bin kein großer Fan der Geschmacksrichtung süß-sauer (die auch in China nicht soooo oft auf den Tisch kommt), aber sauer-scharf, das mag ich sehr. Wer etwas zarter beseitet ist, nimmt weniger Chili…

  • 250 g Kartoffeln
  • Rapsöl zum Braten
  • 3 getrocknete Chilischoten
  • 3 EL Reisessig
  • 2 EL Sojasauce
  • Salz
  • Sesamöl

Die Kartoffeln schälen und längs in feine Streifen schneiden. Kartoffelstreifen in eine Schüssel mit kaltem Wasser geben und 10 min stehen lassen. Danach in ein Sieb geben, nochmals abbrausen und schließlich abtropfen lassen.

Öl in einem Wok erhitzen. Die Kartoffelstreifen darin 2 min unter Rühren anbraten. Wenn alles Wasser verdampft ist, mit Essig und Sojasauce ablöschen, die Chilis dazu krümeln und alles weitere 2 min braten.

Wenn die Kartoffeln nicht mehr roh, aber noch knackig sind, herausnehmen und mit Salz und Sesamöl abschmecken.

Spaghetti auf persische Art

Dieses Gericht hat mich schon beim ersten Durchblättern von “Jaan“* angesprungen. Ich liebe ja den persischen Reis mit seiner Kruste (Tahdig), und dieses Rezept ist eine Anlehnung an den Klassiker.

Zohre Shahi erzählt, das Spaghetti im Iran nicht als richtiges Essen galten, als sie ein Kind war. Später dann haben die Spaghetti doch Eingang in die persische Alltagsküche gefunden  – aber eben auf ganz eigene Art.

Für das Gericht werden Spaghetti gegart und es wird eine nach persischer Art aromatisierte Hackfleischsoße gekocht. Das Ganze wird dann abwechselnd in einen Topf geschichtet, dessen Boden zuvor mit Kartoffelscheiben ausgelegt wurde. Schließlich gart alles im eigenen Dampf, ganz wie bei dem klassischen Reis. Und das Ergebnis: Spaghettikuchen mit knuspriger Kartoffelkruste.

Für 4 Portionen:

  • 500 g Spaghetti
  • 100 g Karotten
  • 120 g Champignons
  • 120 g Zwiebeln
  • 1 Stück Ingwer, etwa haselnussgroß
  • 5 EL Öl
  • 1 EL Kurkuma
  • 1 TL Currypulver
  • 200 g Rinderhack
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Zimt
  • 3 EL Tomatenmark
  • 300 g Kartoffeln
  • 45 g Butterschmalz

Spaghetti nach Packungsanleitung in Salzwasser bissfest kochen, dann abgießen und in einem Sieb abtropfen lassen.

Für die Sauce die Karotten schälen und sehr klein würfeln. Champignons putzen und blättrig schneiden, Zwiebeln und Ingwer schälen und hacken.

Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebeln und Ingwer darin anbraten, dann Kurkuma und Curry zufügen und kurz mitrösten. Hackfleisch und Karotten zugeben, mitbraten, dann mit Kreuzkümmel, Zimt Salz und Pfeffer würzen. Champignons unterrühren und mitbraten, dann Tomatenmark und 200 ml Wasser einrühren. Die Sauce zugedeckt 5 min bei hoher Hitze garen.

Kartoffeln schälen, in nicht zu dünne Scheiben schneiden und mit Salz und Pfeffer würzen.

In einem beschichteten Topf 25 g Butterschmalz schmelzen und den Topfboden mit 2/3 der Kartoffelscheiben auslegen. Spaghetti und Sauce schichtweise in den Topf geben. Die restlichen Kartoffelscheiben rund um die Nudeln an der Topfinnenwand platzieren.  Den Topfdeckel in ein sauberes Geschirrtuch wickeln und auf den Topf legen. Alles 5 min bei hoher Hitze kochen lassen, dann auf mittlere Hitze stellen. Das restliche Butterschmalz schmelzen, mit 5 EL Wasser mischen und die Mischung über die Spaghetti geben. Alles mit aufgelegtem Deckel weitere 20 min garen. In dieser Zeit entsteht an den Kartoffeln die Kruste.

Zum Servieren den Deckel abnehmen, einen Teller auf den Topf legen (mit der Oberseite Richtung Topfinneres) Topfgriffe und Teller festhalten und den Spaghettikuchen auf den Teller stürzen.

Buchvorstellung: Bayerisch vegetarisch von Birgit Fazis – und: Gemüsepflanzerl

Bayern ist berühmt für Weißwurst und Schweinebraten? Aber doch nicht nur. Dass es auch anders geht, zeigt uns Birgit Fazis mit ihrem Buch über die bayerische vegetarische Küche. Birgit Fazis ist gelernte Pädagogin, lebt am Ammersee und führt  seit 2010 ihren Blog Emma Bee. Vor mir liegt ihr erstes Buch.

Es ist ein hübsch aufgemachtes Taschenbuch geworden mit einem aufgeräumten Layout in hellen, freundlichen Farben. Es gibt viele Fotos, die Birgit Fazis alle selbst gemacht hat. Jedes Gericht hat ein Foto bekommen; in den Klappen gibt es zusätzlich noch Fotos von See und Biergarten. Ein wenig anstrengend ist, dass das Buch aufgrund der Bindung nicht aufgeschlagen liegen bleibt.

Und was ist drin? Die mehr als 50 Rezepte sind geordnet nach Brotzeit und Salate, Suppen und kleine Gerichte, Hauptgerichten und Süßem. Die Rezepte sind vielfältig – das geht von Kartoffelkäs und Brezensalat über warmen Kürbis-Feigen-Salat bis hin zu Sauerkraut-Kartoffelrösti, gebackenem Kohl mit Parmesankruste und Zimtcreme mit Zwetschgenröster.

Die Rezepte sind ohne weiteres nachkochbar: sie sind ordentlich aufgebaut und erfordern keine schwer zu beschaffenden Zutaten. Bei jedem Rezept ist angegeben, wie lange die Zubereitung dauert und wie viele Personen davon satt werden; zusätzliche Küchentipps gibt es außerdem und eine kleine Einführung zu jedem Rezept. Abgerundet wird alles durch ein alphabetisch geordnetes Register. Besonders praktisch sind die nach Jahreszeiten geordneten zusätzlichen Inhaltsverzeichnisse in den Umschlagklappen. Etwas schade finde ich, dass hier und da auf Fertigprodukte wie zum Beispiel Vanillepuding-Pulver oder Röstzwiebeln zurückgegriffen wird.

Fleischpflanzerl – das ist ein bayerischer Klassiker und auch in unserem Haushalt gern gesehen. Was aber gern übersehen wird, ist, dass auch Getreidepflanzerl gerne auf bayrischen Tischen landen; hier habe ich schon einmal ein Rezept vorgestellt.

Birgit Fazis* hat diese Rezeptidee ein wenig ausgebaut – sie nimmt Bulgur als Basis, und praktischerweise kommt auch gleich noch Gemüse mit hinein. Ich musste ein wenig grinsen, als ich die Einführung zum Rezept las, denn da steht, dass die Pflanzerl eine gute Möglichkeit sind, “gemüsescheue Kinder dazu zu bringen, eine kleine Portion Vitamine zu verspeisen”. Denn dieses Bemühen, ich kenne es gut ;-).

Das Rezept ist variabel. Im Original werden als Gemüse Zucchini, Karotte und rote Paprika verwendet; ich hatte nur Zucchini und Karotte, dafür von beidem etwas mehr. Und man kann auch andere Gemüsesorten in den Pflanzerl unterbringen.

Für 4 Personen:

  • 200 g Bulgur (ich hatte feinen)
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 2 mittlere Zucchini
  • 1 große Karotte
  • 1 Zwiebel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 2 Eier
  • 1 TL Senf, mittelscharf
  • 50 g Bergkäse, frisch gerieben
  • 3 EL fein gehackte glatte Petersilienblättchen
  • 3 EL Semmelbrösel
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Öl zum Braten

Den Bulgur in der Gemüsebrühe aufkochen, dann die Hitze abstellen und den Bulgur ausquellen lassen.

Zucchini und Karotte waschen, putzen und fein raffeln. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken.

Den ausgequollenen Bulgur in eine Schüssel füllen, etwas abkühlen lassen und dann mit Zwiebel, Knoblauch, dem geriebenen Gemüse, Senf, Käse, Petersilie und Eiern vermischen. Mit den Semmelbröseln vermengen, so dass eine formbare Masse entsteht und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Aus dem Teig mit leicht angefeuchteten Händen kleine Pflanzerl formen. Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Pflanzerl von beiden Seiten goldbraun ausbraten.

Ich habe dazu einen Joghurtdip mit Kräutern serviert und Kartoffelwegdes aus dem Ofen; das Rezept für die Wedges findet Ihr hier.

Und hier noch die Daten zum Buch:

  • Taschenbuch: 128 Seiten
  • Verlag: Verlag Eugen Ulmer (14. September 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 978-3800102952
  • 17,90

Gersten-Gemüsesuppe mit Topfentirtlan

gemüse-gerstensuppe mit topfen-tirtlan

Ich esse gerne Suppen, vor allem richtig dicke Suppen, die als Hauptgericht durchgehen. Besonders in der kalten, nassen, dunklen Zeit, da ist so ein Teller Suppe einfach etwas Herrliches. Diese Suppe aus “Südtiroler Küche vegetarisch”* erfüllt alle Anforderungen, um einen dunklen, verregneten Abend gemütlicher zu machen – sie ist schön wärmend und sämig und hat einen hohen Gemüseanteil.

Den größten Vorteil der Suppe kann ich aber nicht verschweigen – sie wird nämlich mit Teigtaschen serviert 🙂 Tirtlan sind Teigtaschen auf Roggenmehl-Basis. Es gibt sie mit verschiedenen Füllungen; der Klassiker ist wohl eine Füllung mit Sauerkraut. Zur Suppe würde das ja nun nicht besonders gut passen – und so gibt es dazu Tirtlan mit Topfenfüllung.

Eigentlich werden sie Tirtlan ja frittiert…das mache ich dann beim nächsten Mal. Diesmal habe ich sie in der Pfanne herausgebraten.

Für die Suppe:

  • 1 Zwiebel
  • etwas Olivenöl
  • 100 g Graupen
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1,5 l Wasser
  • ca. 400 g gemischtes Gemüse (ich hatte Karotte und Wirsing)
  • 120 g Kartoffeln, mehlige Sorte
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 3 EL Schnittlauchröllchen

Für die Tirtlan:

  • 150 g Roggenmehl
  • 80 g Weizenmehl 405
  • 30 g Butter, geschmolzen
  • Salz
  • ca. 125 ml Milch-Wasser-Gemisch, lauwarm
  • 1 Schalotte
  • etwas Sonnenblumenöl
  • 250 g Topfen oder gut abgetropfter Quark
  • 1 Kartoffel, gekocht,
  • 2 EL Schnittlauchröllchen
  • Muskatnuss
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 2 EL Milch
  • Sonnenblumenöl zum Braten

Zunächst den Teig für die Tirtlan zubereiten: Dazu beide Mehlsorten mit Butter, etwas Salz und dem Milch-Wasser-Gemisch zu einem glatten Teig kneten. Zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und 30 min bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Für die Füllung die Schalotte schälen und fein hacken. Im Öl glasig dünsten. Die Kartoffel schälen und zerdrücken. Quark mit Kartoffel, Schalotte, Milch und Schnittlauch verrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss herzhaft abschmecken.

Für die Suppe die Zwiebel schälen und fein würfeln. Das Gemüse ggf. schälen und in mundgerechte Stücke schneiden.

Zwiebel in einem großen Topf in Olivenöl andünsten. Die Graupen und das Lorbeerblatt dazugeben, mit Wasser aufgießen. Aufkochen, ca. 20 min bei mäßiger Hitze köcheln lassen. Dann das vorbereitete Gemüse zur Suppe geben, salzen und köcheln lassen, bis das Gemüse bissfest und die Suppe schön cremig ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Während die Suppe kocht, ca. die Tirtlan zubereiten: dafür den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche ca. messerrückendick ausrollen. Mit einem runden Ausstecher Kreise von ca. 5 cm für kleine Tirtlan oder 10 cm für große Tirtlan ausstecken. Auf die Hälfte der Kreise je etwas Füllung geben, einen zweiten Kreis darauf legen und die Ränder gut zusammendrücken.

Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Tirtlan portionsweise von  beiden Seiten braten, bis sie goldbraun sind.

Zum Servieren die Suppe mit den Tirtlan anrichten.

Pastel mit Tomaten-Sambal

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Der Herbst steht vor der Tür. Und Herbst, das ist immer auch Bücherherbst – es gibt viele Neuerscheinungen, und die Frankfurter Buchmesse rückt näher.

Und langsam wird es eine kleine Tradition, dass Claudia zu einem Kochevent zur Messe aufruft. Gekocht werden Gerichtes aus dem Land des Ehrengastes – dieses Jahr ist das Indonesien.

Äh….ja. Ich bin ja ein großer Fan aller möglichen asiatischen Kochrichtungen, aber ich muss gestehen, Indonesien, da war erst mal tabula rasa. Na gut, das legendäre Bami Goreng oder Nasi Goreng, aber nun, das war mir dann doch zu einfach. Und manches, was mir durch den Kopf ging, wie lemper, die mit Klebreis gefüllten Bananenblätter, oder die Frühlingrolle Lumpia, das kommt gar nicht aus Indonesien. Leicht grummelnd stellte ich fest, dass dafür Singapur und Malaysia zuständig sind.

Aber was ich jetzt in einem meiner liebsten Kochbücher* gefunden habe, das passt immerhin voll zum Thema: Pastel sind ein klassisches Streetfood. Und serviert werden sie mit einem sehr würzigen Sambal. Getroffen 🙂

Die Teigtaschen haben mir gut gefallen: der Teig läßt sich gut bearbeiten und wird schön knusprig und die Füllung aus Glasnudeln und Gemüse ist aromatisch – und war bei uns mehrheitsfähig. Der scharfe Dipp ist auch toll – ich muss mich wohl mal näher mit der indonesischen Küche befassen. Danke also für den Anstupser.

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Für 4 Personen:

Für den Teig:

  • 50 gr. Butter
  • 75 gr. Wasser
  • 1/2 TL Salz
  • 250 gr. Mehl
  • 1 Ei

Für die Füllung:

  • 40 gr. Glasnudeln
  • 3 Schalotten
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 kleine Karotte
  • 100 gr. Kartoffeln
  • 200 gr. Zucchini
  • 5 EL Wasser
  • 1 EL Ketjab manis (süße Sojasauce, Asia-Shop)
  • 1 TL Sambal Olek
  • Salz

Für das Sambal:

  • 3 Tomaten
  • 1 Schalotte
  • 3 Blätter Kaffirlimette
  • rote Chilischoten – im Rezept stehen 10, ich habe 2 genommen…
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 2 TL Zucker
  • etwas Salz

Die Butter zusammen mit dem Wasser und dem Salz erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist. Das Mehl in eine Schüssel geben, Ei und Buttermischung zugeben und alles zu einem homogenen Teig verarbeiten. In Frischhaltefolie wickeln und ca. 30 min im Kühlschrank ruhen lassen.

Die Glasnudeln ca. 10 min in lauwarmem Wasser einweichen.

Schalotten und Knoblauch schälen und fein hacken. Kartoffeln und Karotten schälen und ganz fein würfeln, Zucchini ebenfalls in feine Würfel schneiden.

Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen. Schalotten und Knoblauch bei kleiner Hitze glasig anbraten, dann das restliche Gemüse zugeben und kurz durchrühren. Wasser zugeben und alles schmurgeln lassen, bis das Gemüse weich und das Wasser verkocht ist. Mit Salz, Sojasauce und Sambal würzen.

Glasnudeln abtropfen lassen, mit einer Schere in kleine Stücke schneiden und zur Füllung geben. Nochmal probieren und, wenn nötig, nachsalzen.

Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche ca. 2 mm dünn ausrollen und dann ca. 10 cm große Kreise ausstechen. Teigreste erneut ausrollen und ebenso verarbeiten. Auf jeden Kreis einen Klecks Füllung geben, die Kreise zu einem Halbmond zusammendrücken und die Ränder gut verschließen.

Im Original werden die Pastel frittiert; ich habe sie statt dessen in der Pfanne gebraten. Dazu etwas Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Teigtaschen portionsweise von beiden Seiten braten, bis sie goldbraun und knusprig sind.

Für das Sambal die Tomaten kreuzweise einritzen, in eine Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen. Kurz ziehen lassen, dann herausholen und die Haut abziehen. Kleinschneiden und dabei die Strünke entfernen.

Schalotte und Knoblauch schälen und fein hacken, Limettenblätter in ganz feine Streifen schneiden. Chilis grob zerkleinern. Chili und Knoblauch im Mörser zu einer Paste reiben.

Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Paste unter Rühren anbraten, bis sie etwas dickflüssig wird. Restliche Zutaten zugeben und alles bei schwacher Hitze 15 min köcheln lassen.

Pastel mit dem Sambal servieren.

Selamat makan 🙂

Hähnchenrouladen mit Speck und Blauschimmelkäsefüllung auf Wurzelgemüse

hähnchenroulade

Diese Roulade aus “Die neue nordische Küche“*hat uns gut gefallen.

Ich finde dieses Gericht auch recht typisch, denn in Skandinavien isst man recht viel Wurzelgemüse. Wir waren vor Jahren in Norwegen – eines der schönsten Länder, die ich jemals besucht habe. Das einzige, was mir nicht zu recht zusagen wollte, war die Gemüseauswahl in den Läden – Wurzeln, Wurzeln, Wurzeln. Und das im Mai.

Und nun…..es ist wieder Mai….und es ist Wurzelgemüse-Wetter. Da passt das Gericht gut:

Für 4 Personen:

  • 1 kg gemischtes Wurzelgemüse (ich hatte Karotte, Pastinake und Knollensellerie)
  • 1 Zwiebel
  • 3 EL Butter
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • ca. 500 gr. Hähnchenbrustfilet
  • 50 gr. Blauschimmelkäse
  • 20 Blätter glatte Petersilie
  • 140 gr. Bacon in Scheiben

Den Ofen auf 225 °C vorheizen.

Das Wurzelgemüse putzen, schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Zwiebel schälen und in Ringe schneiden.

Eine Auflaufform mit Butter ausstreichen, das Gemüse hineinlegen, mit Salz und Pfeffer würzen. Die restliche Butter in Flöckchen darüber geben und das Gemüse im heißen Ofen 30 min rösten.

Hähnchenbrustfilets längs in dünne Streifen schneiden; ich habe sie zusätzlich noch platiert. Scheiben salzen und pfeffern. Den Käse in Stifte schneiden, Petersilie grob hacken. Beides auf den Fleischscheiben verteilen, dann die Scheiben zu Rouladen aufrollen. Rouladen jeweils mit Speck umwickeln.

Das Gemüse aus dem Ofen holen; die Rouladen darauf verteilen. Alles zurück in den Ofen stellen und nochmals ca. 15 min backen. Die Rouladen sind gar, wenn der beim Einstechen austretenende Fleischsaft klar ist.

Zum Servieren die Rouladen aufschneiden. Das Wurzelgemüse auf Tellern verteilen und die Rouladen-Scheiben darauf verteilen.

Wolpertinger-Knödel – und die Sauce dazu

wolpertinger-knödel

Es gibt wieder etwas zu retten – diesmal ist der Knödel dran. Seine Rettung ist dringend erforderlich….immerhin sind die Regale voll von Fertigprodukten. Der Knödelteig aus dem Kühlregal ist noch die harmloseste Variante – da gibt es ja noch manches andere. Ich werde nie vergessen, dass ich als Kind unbedingt mal Pfanni-Knödel essen wollte. Ich ging meiner armen Mutter mit diesem Ansinnen so lange auf die Nerven, bis sie endlich welche kaufte. Nun, sie haben nicht geschmeckt. Und schlecht wurde mir hinterher auch noch.

Also gut, Knödel selber machen ist kein Hexenwerk. Es müssen ja nicht immer die tatsächlich recht aufwendigen Reiberknödel sein – auch, wenn die wirklich am besten schmecken.Knödel aus gekochten Kartoffeln sind auch gut und nicht so viel Arbeit. Semmelknödel sind im Hause magentratzerl ein montägliches Standardessen – ich verarbeite so die Semmelreste vom Wochenende.

Heute aber gibt es etwas anderes: Ein Wolpertinger ist ein bayerisches Fabelwesen, eine Mischung aus vielen verschiedenen Tieren. So ist es auch mit diesem Knödel – der ist nämlich eine Mischung aus Kartoffel- und Semmelknödel. Das Rezept übrigens hab ich bei Andreas Geitl gemopst.

Zu Knödeln gehört Sauce, und für mich bitte viel davon. Ich habe meistens Sauce in der Tiefkühle – wenn von einem Braten oder ähnlichem etwas übrig bleibt, friere ich es ein. Wenn der Vorrat trotzdem mal erschöpft ist – nicht schlimm, ich habe eine herzhafte Sauce ohne Fleisch im Repertoire, die rasch hergestellt ist und bei der man nichts vermisst.

Aber halt – ich präsentiere ja heute nicht zum Spaß irgendwelche Knödel. Das ganze ist Teil einer wohlgeplanten, konzertierten Aktion zur Rettung des Knödels an sich. Heute gibt es Knödel – nicht nur hier, sondern auch bei der Giftigen Blonden, bei der Turbohausfrau, bei Lecker macht Laune, im Fliederbaum, in der Widmatt und in der Kleinen Chaosküche. Und natürlich knödeln auch Zorra, die Kärtnerin, Barbara von der Spielwiese, Ninive und Sugarprincess Yushka. Bei so viel Auswahl, gibt es keine Ausreden mehr, oder?

Für ca. 8 Knödel:

  • 1 kleine Zwiebel
  • 60 gr. Räucherspeck
  • etwas Butter zum Braten
  • 350 gr. altbackene Semmeln (oder Knödelbrot)
  • 200 ml heiße Milch
  • 150 gr. Kartoffeln, gekocht und abgekühlt, am besten vom Vortag
  • 1 kleine Karotte
  • einige Stängel glatte Petersilie
  • 3 Eier
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • etwas Kartoffelstärke

Für die Knödel Zwiebel schälen und fein würfeln, Speck ebenfalls fein würfeln. Zwiebel und Speck in der Butter anbraten.

Knödelbrot in eine Schüssel geben leicht salzen. Milch erhitzen und darüber gießen. Zugedeckt 3 min ziehen lassen.

Karotte schälen und reiben, Petersilienblättchen abzupfen und hacken. Kartoffeln schälen und zerdrücken.

Zwiebeln, Speck, Karotte, Petersilie, Kartoffeln und Eier zur Semmelmasse geben. Alles mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und mit den Händen zu einem lockeren Teig vermengen. 30 min durchziehen lassen.

Nun ca. 8 Knödel formen. Zum Garen gibt es 2 Möglichkeiten: man kann sie in Salzwasser garziehen lassen. Dann ist es eine gute Idee, etwas mit Wasser angerührte Stärke dazugeben, damit die Knödel nicht so leicht zerfallen. Knödel mit hohem Semmel-Anteil kann man aber auch gut dämpfen – dann haben sie keine Chance, sich aufzulösen. In jedem Fall brauchen die Knödel ca. 20-25 min, bis sie gar sind. Ich habe, wo er schon mal dasteht, diesmal den Varoma-Aufsatz des Thermomix dafür benutzt. Normalerweise tut es aber auch ein Topf mit einem entsprechenden Dämpfeinsatz.

Für die Sauce:

Ergibt ca. 500 ml

  • 1 großes Bund Suppengrün
  • ½ Bund Petersilie
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz Pfeffer
  • 300 ml dunkles Bier
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 100 ml passierte Tomaten

Suppengrün, Petersilie und Zwiebel putzen waschen und in grobe Stücke teilen.

In einen Bräter geben, der später auch auf den Herd kann.

Salzen, Öl darüber geben, Ofen auf 200°C heizen und das Gemüse in ca. 45 min schmoren, bis es gebräunt und weich ist.

Dann den Bräter auf den Herd stellen. Das Gemüse mit dem Kartoffelstampfer grob zerkleinern, Bier, passierte Tomaten und Gemüsebrühe angießen und alles ca. 15 min köcheln lassen.

Sauce nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken durch ein Sieb (oder einfacher: durch die Flotte Lotte) passieren.

Zum Servieren die Knödel mit der Sauce anrichten.

Ein währschafter Eintopf mit zweierlei Käseklösschen

eintopf mit zweierlei käseklösschen

Wir wissen das ja alle – die Schweizerin Zorra lebt im sonnigen Süden Spaniens. Heimweh hat sie eher nicht, aber wohl hin und wieder Käseweh – der Schweizer Käse fehlt halt doch manchmal. Deshalb gibt im Geburtstagsjahr ihres Blogs ein Event, in dem sich alles um den Käse aus der Schweiz dreht.

Ohne Käse geht auch in meiner Küche nichts, also muss ich ja einen Beitrag beisteuern. Und dann hatte ich auch noch Glück und habe ein ordentliches Stück Gruyère zur Verfügung gestellt bekommen – danke dafür an die Menschen vom Schweizer Käse.

Den Käse kennt man ja….aber was stellt man damit an? Fondue und Raclette sind wohl die ersten Dinge, die einem einfallen. Mir außerdem noch Älplermagronen. Aber gesucht war etwas Neues….

Ich mag die handfeste, ehrliche Schweizer Küche recht gerne; und deshalb steht hier auch öfter mal eine Bündner Gerstensuppe auf dem Tisch. Die Idee habe ich mit dem Käse zusammengebracht: ich habe die klassische Gemüsekombination aus Karotte, Lauch und Sellerie genommen. Aber statt Fleisch, Speck und Gerste gibt es Klösschen: einmal mit Hackfleisch und Gruyère, einmal Teigklösschen mit Gruyère. Ich hoffe, das schmeckt dir, Zorra. Ist vielleicht eher was für den spanischen Winter….eben ein grundsolider, deftiger, ehrlicher Eintopf der es mir erlaubt, endlich mal mein schweizerdeutsches Lieblingswort irgendwo unterzubringen 🙂

Für 4 hungrige Esser:

Für die Teigklösschen:

  • 150 gr. Mehl
  • 1 Prise Backpulver
  • Salz
  • 50 gr. kalte Butter
  • geriebene Muskanuss
  • 75 gr. Gruyère, gerieben
  • ca. 50 ml Wasser

Mehl mit Salz und Backpulver in eine Schüssel geben und vermischen. Käse ebenfalls untermischen. Die Butter in die Schüssel reiben. Mit Muskat würzen. Dann alles mit den Händen zu einem homogenen Teig verkneten, der nicht klebt. Dabei schlückchenweise immer wieder Wasser zugeben, bis die Konsistenz passt. Aus der Masse ca. 12 kleine Bällchen rollen; kühl stellen.

Für die Fleischkösschen:

  • 200 gr. gemischtes Hackfleisch
  • 1 Eigelb
  • etwas Salz
  • 75 gr. Gruyère

Alle Zutaten zu einem homogenen Teig verkneten. Aus der Masse ca. 12 Bällchen rollen; kühl stellen.

Für die Suppe:

  • 2 Karotten
  • 2 Stangen Sellerie
  • 1 Stange Lauch
  • Butterschmalz zum Braten
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1,2 l Gemüsebrühe
  • gehackte Petersilie zum Servieren

Karotten waschen, schälen und in Scheiben schneiden. Sellerie waschen, putzen und ebenfalls scheibeln. Lauch der Länge nach aufschneiden, gründlich waschen und in Ringe schneiden.

Etwas Butterschmalz in einem großen Topf erhitzen. Das Gemüse darin glasig andünsten, dann Lorbeerblatt zugeben und Brühe angießen. Alles  zum Kochen bringen und ca. 5 min leise simmern lassen.

Jetzt die Fleischbällchen und die Teigklösschen einlegen. Alles bei milder Hitze weitere 20 min simmern lassen. Dann sollte das Gemüse gar, aber bissfest und die Knödelchen gegart sein.

Zum Servieren in Suppenteller schöpfen und mit Petersilie bestreuen.

Lammcurry


lammcurry

Da ist es also, das Lammcurry aus “Ziege mit Himbeere“*. Es ist eine etwas schräge Kombination mit einem Hang zum Lieblingsgericht: Würfel von der Lammkeule, angebraten und bei niedriger Temperatur im Ofen fertig geschmort. Die Saucenbasis ist eine Reduktion aus Tomaten, Rotwein und Fond, aufgepeppt mit etwas roter Currypaste. Das Gemüse ist auch schon drin, wunderbar für so faule Köchinnen wie mich, die gerne alles in einem Aufwasch erledigen.

Die Gemüsesorten habe ich etwas variiert und das genommen, was in meinem Gemüsefach herumlag. Das Originalrezept ist mit Aubergine, Champignons und Erbsen. Eigentlich soll das Ganze noch mit Granatapfelkernen bestreut werden…..die waren leider grade aus.

Außerdem habe ich mit den Safran gegeizt…1 gr. sollte hineinwandern. Ein Blick auf die Riesendose, die in meiner Küche wohnt, sagte mir, dass sie 3 gr. enthält. Die Standard-Supermarkt-Safandöschen enthalten 0,1 gr. Ich hab ein paar Fäden aus meinem kostbaren Vorrat dazugegeben….aber nicht 1/3 der Dose.

Für 4 Personen:

  • 400 ml Lammfond, ersatzweise Rinderfond
  • 250 ml trockener Rotwein
  • 1 Dose stückige Tomaten
  • 1,2 kg Lammkeule, entbeint und das Fleisch gewürfelt
  • Butterschmalz oder neutrales Öl zum Anbraten
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Aubergine
  • 1 Karotte
  • einige Fäden Safran
  • 2 EL rote Currypaste
  • 300 gr. grüne Bohnen
  • 200 gr. Joghurt
  • 1 Bund Koriandergrün

Fond, Rotwein und Tomaten ein einen Topf geben, aufkochen lassen und bei niedriger Hitze 30 min einreduzieren lassen.

Aubergine würfeln, Karotte schälen und würfeln, von den Bohnen die Enden abschneiden; größere Exemplare halbieren. Safran mörsern und in etwas warmem Wasser auflösen.

Backofen auf 150°C vorheizen.

Butterschmalz oder Öl in einer großen Pfanne erhitzen und das Fleisch darin portionsweise von allen Seiten anbraten, dabei salzen und pfeffern.

Aubergine kurz mit anbraten. Karotten und Safran einrühren.

Fleisch, Aubergine und Karotte zusammen mit der Tomaten-Reduktion in einen Schmortopf geben und die Currypaste einrühren.

Im heißen Ofen ohne Deckel ca. 2 h schmoren lassen. 30 min vor Schluß die Bohnen mit in den Topf geben.

Aus dem Ofen nehmen, Joghurt und Korianderblättchen einrühren, wenn nötig, mit Salz abschmecken.

Heiß mit frisch gekochtem Basmati servieren.