Kleine Quiches mit Feta, schwarzem Pfeffer und Thymian

Diese niedlichen kleinen Quiches, die in Muffinförmchen gebacken werden, haben mich  beim Blättern durch “Orientalia“* gleich angesprochen. Weil: sie sind mit Blumenkohl und Käse gefüllt, und diese Kombination mag ich einfach sehr.

Im Original wird Anari verwendet; das ist ein milder Käse aus Zypern. Damit konnte ich nicht dienen, man kann aber statt dessen auch Feta verwenden. Die Teighülle besteht aus Filoteig – kauft man diesen, dann ist das hier ein echtes Blitzrezept. Wer mehr Zeit hat, kann den Teig auch gut selbst machen – hier gibt es ein Rezept.

Für 12 Quiches:

  • 1/2 Blumenkohl (Original:  ein ganzer)
  • Olivenöl
  • einige Zweiglein Thymian
  • 400 g Schlagsahne
  • 75 g Feta
  • 3 Blätter Filoteig (oder Strudelteig)
  • 3 Eier, Größe L
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Den Blumenkohl mitsamt dem Strunk in kleine Würfel schneiden.  Eine Pfanne auf den Herd stellen und den Blumenkohl zunächst unter Rühren trocken anbraten, damit er seine überschüssige Flüssigkeit abgibt. Dann mit etwas Olivenöl beträufeln und unter Rühren weiterbraten. Thymian zupfen, zusammen  mit der Sahne zum Blumenkohl geben und sehr großzügig Pfeffer über das Ganze mahlen. Kurz aufkochen, dann von Herd nehmen, den Käse dazubröckeln, alles gut vermengen und mit Salz abschmecken. Abkühlen lassen.

Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Vertiefungen eines 12er-Muffinblechs mit Olivenöl auspinseln. Jedes Filoteigblatt in 8 Quadrate schneiden. Je 2 der Quadrate versetzt übereinanderlegen, so dass eine Sternform entsteht und diese Sterne dann in die Muffinförmchen drücken.

Die Eier unter die abgekühlte Blumenkohlmischung rühren, dann die Mischung gleichmäßig auf die Muffinförmchen verteilen.

Im heißen Ofen ca. 30 min backen und noch warm auf den Tisch bringen.

Herzhafter Cheesecake mit Champignons

Merkwürdig – es gibt kaum Rezepte für Quiches und Pies hier; dabei haben wir die schon gern. Aber bevor ich Tarteform heraushole, drängt sich meist etwas anderes in den Vordergrund.

Bei diesem hier war das anders; der musste recht zügig gemacht werden. Ok, fast zügig. Das rezept habe ich vor längerer Zeit aus der Slowly Veggie herausgerissen, um es in die Datenbank zu tippen. Als ich dann neulich meinen Papierstapel sichtete und Champignons in der Abokiste waren, war klar – das muss jetzt gemacht werden. Gleich. Die Kombination klang zu reizvoll: Pilze, Frischkäse, Blauschimmelkäse. Das Ganze auf einer Basis von knusprigem Filoteig.

Das Herauskramen der Form hat sich gelohnt – der Cheesecake ist klasse. Cremig, würzig…er ist ziemlich üppig; im Rezept  steht etwas von 8 Portionen. Wir haben alles zu zweit weggeputzt – wobei mein Mann den Löwenanteil verdrückt hat.

Für 8 Stücke:

  • 250 g Steinchampignons
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 große Zwiebel
  • etwas Rapsöl zum Braten
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 150 g Frischkäse
  • 200 g Crème fraîche
  • 100 g Blauschimmelkäse – ich hatte Gorgonzola
  • 5 Filoteigblätter
  • 50 g zerlassene Butter
  • 3 Stängel Petersilie
  • 1 EL Zitronensaft

Den Backofen auf 180°C Ober-und Unterhitze vorheizen.

Champignons putzen und in Scheiben schneiden. Eine Handvoll schöner Scheiben für die Dekoration beiseite legen. Zwiebel schälen, halbieren und in Streifen schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken.

Etwas Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Pilze, Zwiebel und Knoblauch darin anbraten, bis alles gegart ist und die Pilze ihre Flüssigkeit abgegeben haben. Mit Salz und Pfeffer würzen, beiseite stellen und abkühlen lassen.

Frischkäse und Crème fraîche in einer großen Schüssel vermischen. Den Blauschimmelkäse zerkrümeln und gut untermischen.

Die Backform mit etwas Butter auspinseln. Die Filoteigblätter halbieren, jeweils überlappend in die Form schichten, dabei jede Schicht mit ein wenig geschmolzener Butter bepinseln.

Die abgekühlten Pilze unter die Frischkäsemasse heben. Alles kräftig pfeffern und, wenn nötig, mit Salz abschmecken.

Tarte in den Ofen schieben und ca. 25 min backen. Der Teig soll bräunen und die Füllung fest werden. Nach dem Backen etwas abkühlen lassen.

Während die Tarte bäckt, die beiseite gelegten Pilze in Zitronensaft marinieren. Die Petersilie zupfen und die Blättchen hacken.

Die Tarte mit Pilzen und Petersilie dekorieren und gleich servieren.

 

Filoteig-Pizza mit Tomaten und Mozzarella

filoteig-pizza

Pizza geht hier ja immer. Ich müßte fast einmal ausprobieren, wie oft ich sie auf den Tisch bringen kann, bevor es zur Meuterei kommt 😉 .

Bei dieser Variante aus “Streetfood – Imbiß für Feinschmecker“* kam jedenfalls kein Protest auf: kleine Pizzas auf Filoteigbasis. die sind nicht nur rasch gemacht und praktisch, wen man mal vergessen hat, Hefeteig anzusetzen, sondern bringen auch noch etwas Besonderes mit. Die Filoteigschichten blättern beim Backen nämlich wunderbar auf; das sorgt für ein schönes Mundgefühl.

Und sonst? Das Rezept ist typisch für Hans Jörg Bachmeier, denn er hat sich auf die Fahnen geschrieben, aus einfachen Zutaten gutes Essen zu zaubern. Voilà – gelungen!

Für 4 Personen:

  • 4 Blätter Filoteig
  • 1 Eigelb
  • 1 EL Sahne
  • 200 g Mozzarella
  • 8 Cocktailtomaten
  • 4 EL Tomatensauce
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

zum Fertigstellen:

  • Parmesanspäne
  • kleine Basilikumblätter
  • Olivenöl

Den Backofen auf 160°C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Die Filoteigblätter jeweils vierteln. Eigelb und Sahne verquirlen und die Teigblätter damit bestreichen. Die Viertel aufeinander legen, dann rund ausstechen. Ich habe  6 Kreise zu je 10 cm ausgestochen. Die Kreise auf das Blech legen und im Ofen 4 min backen.

Mozzarella in dünne Scheiben schneiden. Tomaten waschen und halbieren. Teig aus dem Ofen nehmen, jeden Kreis mit ein wenig Tomatensauce bestreichen, mit  Tomatenhälften und Mozzarella belegen. Mit Salz und Pfeffer würzen und 4 weitere Minuten im Ofen backen.

Herausnehmen, mit Parmesanspänen, Basilikumblättchen und ein paar Tropfen Olivenöl garnieren.

Piperopita Piliou – Paprika-Zwiebel-Pie vom Berg Pilion

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Es gibt etwas zu feiern – Petras schöner Blog “Obers trifft Sahne” feiert den 5. Geburtstag. Geburtstagkinder dürfen sich etwas wünschen – und Petra wünscht sich, dass wir etwas für sie kochen, das einen Bezug zur Zahl fünf hat. Klar, dass ich da etwas beisteuern möchte. Ich mag nämlich nicht nur ihren Blog, sondern auch Petra  selbst. Ob wir uns dieses Jahr wohl auch wieder bei der Buchmesse über den Weg laufen?

Bildschirmfoto 2016-02-27 um 19.23.05Gut, also, Rezepte mit einer Fünf….Och ja, das wird schon. Notfalls mache ich halt was mit 5-Gewürze-Pulver. Gut, ich habe das Pulver in der Schublade gelassen. Meinen Mann freut das, der mag diese Mischung nämlich gar nicht.

Fündig geworden, als ich bei Vefa Alexiadou* blätterte. Ich hatte einen übergroßen Vorrat an Paprika und war auf der Suche nach Inspiration. Das Register spuckte diese Pita aus – und was las ich in der Arbeitsanleitung: den Boden der Form mit 5 (!) Blättern Filoteig auslegen. Ganz klar ein Zeichen, also legen wir los 😉 .

Eigentlich hatte ich vor, den Teig selbst zu machen. Aber dann war ich irgendwie malad und der Kampfgeist hat mich verlassen. Petra, ich hoffe die Pita schmeckt Dir trotzdem. Auf die nächsten fünf Jahre.

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Für 8-10 Stücke:

  • 250 g Filoteig (10 Blätter)
  • Olivenöl zum Bepinseln

Füllung:

  • 1 rote Paprika
  • 2 kleine hellgrüne Paprika (original: je 1 rote, gelbe und grüne)
  • 2 Zwiebeln
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • eininge Stängel glatte Petersilie
  • 2 EL Semmelbrösel
  • 200 g Feta
  • 2 Eier
  • Cayennepfeffer
  • Salz
  • 1 große Tomate

Den Ofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Für die Füllung die Paprikaschoten halbieren, Kerne und weiße Wände entfernen und den rest in Streifen schneiden. Zwiebeln schälen und in dünne Ringe schneiden. Frühlingszwiebeln putzen und in Röllchen schneiden. Petersilie zupfen und die Blättchen hacken.

Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Paprika, Zwiebeln und Frühlingszwiebeln darin bei mittlerer Hitze andünsten, bis sie weich werden. Von der Hitze nehmen und ein wenig abkühlen lassen. Dann Semmelbrösel und Petersilie untermengen. Feta dazukrümeln, Eier aufschlagen ebenfalls zugeben. Alles gründlich vermischen und mit Salz und Cayennepfeffer würzen.

Den Boden einer runden Tarteform mit Filoteig auslegen: dazu ein Blatt Filoteig auf die Arbeitsfläche legen, mit Olivenöl bepinseln, dann ein zweites Blatt darauflegen. So weiter verfahren, bis insgesamt 5 Teigblätter übereinander liegen. Den Stapel nehmen und vorsichtig in die Form legen. Dann mit einer Schere rund zuschneiden, wenn nötig. Die Füllung auf dem Teigboden verteilen. Die Tomate in Scheiben schneiden und auf der Füllung verteilen.

Jetzt, wie oben beschrieben, einen Deckel aus den restlichen 5 Blättern Filoteig zubereiten. Deckel auf die Füllung legen, wenn nötig rund zusschneiden und die Ränder gut andrücken. Nicht vergessen, auch die oberste Teigschicht mit Olivenöl zu bepinseln. Mit einem scharfen Messer die Pita in 8 bis 10 Stücke teilen. Man muss das vor dem Backen machen, weil hinterher der knusprige Teig sonst aufsplittert und sich nicht mehr gut schneiden lässt.

Im heißen Ofen ca. 50 min backen. Die Pita schmeckt, heiß und lauwarm.

 

Knusprige Teigtaschen mit Kartoffel-Olivenfüllung

kartoffeltaschen

Das Leben ist kein Wunschkonzert? Von wegen 🙂 ! Ich habe Leserwünsche zu erfüllen und schreite zur Tat, als nachträgliches Ostergeschenk, sozusagen.

Die Kartoffeltaschen sind der Wunsch von Thomas, der hinter dem schönen Blog Foodzeit steckt. Es ist schon eine Weile her, dass ich ihm das Rezept versprochen habe, also jetzt aber fix.

Das Rezept stammt aus dem Buch “Mediterran“* von Ali Güngörmüs. Im Original werden dazu noch ein paar Tranchen gebratener Lachs serviert. Ich fand das überflüssig, wenn nicht sogar unpassend. Ohne Lachs ist das Gericht eine nette Vorspeise; für den größeren Hunger oder mehr Esser läßt sich die Zutatenmenge leicht vervielfachen. Eine Packung Filoteig gibt ja auch mehr her als 4 Teigdreiecke….

Vorspeise für 4:

  • 2 Kartoffeln
  • 1 Chlischote
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 2 EL schwarze Oliven
  • 2 Schalotten
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 2 EL Olivenöl
  • 8 getrocknete Tomaten
  • 1 EL Thymian
  • 1 Packung Filoteig
  • 4 EL Butter
  • Salz, Pfeffer

Kartoffeln schälen, in grobe Stücke schneiden und in Salzwasser weichkochen. Dann abgießen und noch heiß durch die Kartoffelpresse drücken.

Chilischote und Frühlingszwiebeln in Scheiben schneiden. Oliven ggf. entkernen und fein hacken. Getrocknete Tomaten, wenn nötig,  abtropfen lassen und fein würfeln. Schalotten und Knoblauch schälen, fein würfeln und in 2 EL Olivenöl glasig anschwitzen. Chili, Frühlingszwiebeln, Tomate und Oliven zugeben und alles bei milder Hitze weich dünsten. Dann die Kartoffeln zufügen, alles gut durchmischen und mit Salz, Pfeffer und Thymian abschmecken. Beiseite stellen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Den Filoteig in 4 Quadrate mit ca. 15 cm Kantenlänge schneiden. Die Butter schmelzen und die Teig-Dreiecke damit bepinseln. Die Kartoffelmasse auf den Teig-Dreiecken verteilen. Die Dreiecke so zuklappen, dass dreieckige Taschen entstehen, dabei die Ränder fest zusammendrücken.

Auf das Blech legen und im heißen Ofen in 5-8 min goldbraun backen.

Börek mit Mangold und Feta

mangold-feta-börek

Hier kommt das dritte Rezept aus Silvena Rowes “Orient Express*”.

Dieses Börek ist Fastfoood vom Feinsten. Es ist wirklich schnell gemacht und schmeckt wunderbar. Wenn man es abkühlen lässt und in Stücke schneidet, kann man es auch gut zum Picknick mitnehmen.

Vom Rezept bin ich diesmal allerdings ziemlich abgewichen: Silvena Rowe benutzt als Gemüse wilde Brunnenkresse und wilden Rucola. Ich habe Mangold verwendet; der war gerade da. Sicherlich war mein Börek dadurch etwas milder im Geschmack. Zudem habe ich eine Packung Strudelteig benutzt; das waren 10 Blätter. Im Original werden 20 Blätter gestapelt. Bestreut habe ich das Börek mit der Dukka, die ich aus diesem Rezept noch übrig hatte; ursprünglich wird Schwarzkümmel verwendet.

Hier also ist meine Version:

  • 500 gr. Mangold
  • 2 EL Olivenöl
  • 200 gr. Feta
  • Schwarzer und roter Pfeffer aus der Mühle
  • Salz
  • 2 Eier
  • 250 ml Milch
  • 6 El Butter, geschmolzen
  • 10 Blätter Strudel- oder Filoteig
  • Dukka zum Bestreuen

Den Backofen auf 200°C vorheizen.

Vom Mangold zunächst die Stiele atrennen und hacken, danach die Blätter ebenfalls hacken. Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und zunächst die Mangoldstiele 5 min braten, dann die Blätter zugeben und mitbraten, bis sie zusammengefallen sind. Etwas abkühlen lassen. Wenn noch Flüssigkeit da ist, diese ausdrücken. Dann in eine Schüssel geben, den Feta darüberbröseln, alles mit Hilfe einer Gabel vermischen. Mit den beiden Pfeffersorten abschmecken, nötigenfalls noch nachsalzen.

Die Eier in einem Schüsselchen mit Milch und flüssiger Butter verschlagen.

Ein Backblech mit einem Bogen Backpapier auslegen.

Ein Blatt Strudelteig darauflegen und großzügig mit der Milchmischung bepinseln. Ein weiteres Blatt darauflegen und ebensfalls bepinseln. So weitermachen, bis man 5 Blätter gestapelt hat. Dann die Füllung auf dem Teig verteilen. Weiter mit den restlichen Teigblättern belegen, bis alle aufgebraucht sind. Auch das letzte Teigblatt mit der Milchmischung bepinseln, dann mit der Dukka bestreuen.

Im heißen Ofen in ca. 30 min knusprig backen. Dann etwas abkühlen lassen, in Stücke schneiden (das geht gut mit einem Pizzaschneider) und servieren.

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Das Rezept passt wunderbar zum Veggie-Day und wandert dahin.

Und bevor Mißverständnisse aufkommen: Orient Express ist kein vegetarisches Kochbuch…..aber die Veggie-Rezepte haben mich am meisten angesprochen.