Fricasé de Pollo Cubano |Kubanischer Hühnereintopf mit Pilaw

Die kulinarische Weltreise macht Station in Kuba. Spontan fiel mir dazu gar nicht so viel…Reis und Bohnen? Cuba libre?

Schlecht sortiert ist mein Kochbuchregal ja nicht, aber zum Thema Kuba war die Ausbeute erstaunlich mager. Fündig wurde ich in der Gran Cocina Latina*, ein wirklich dicker Wälzer, der die lateinamerikanische Küche gut abdeckt.

Unter den kubanischen Rezepten, die da vorgeschlagen wurden, hat mich dieses hier am meisten angesprochen. “Fricasé”, das ist auf Kuba die Bezeichnung für Eintopfgerichte mit Fleisch, Gemüse und Kartoffeln, die in einer knoblauchlastigen Tomatensauce gegart werden. Der spanische Einfluß spiegelt sich in den verwendeten Kapern, Oliven und Rosinen wider.

Der dazu servierte Pilaw war mir auch neu – das kenne ich eher aus dem Nahen Osten. Und tatsächlich brachten die muslimischen Eroberer diese Garmethode nach Spanien; und von dort aus ist sie dann weiter gewandert.

Für den Pilaw wird als Bratfett gerne Schmalz verwendet – ich habe das Fett genommen, das sich nach dem Durchkühlen oben auf der Hühnerbrühe absetzt und fest wird.


Für 6 Portionen:

  • 1 Hühnchen, ca. 1,2 kg

Marinade:

  • 6 Zehen Knoblauch
  • 2 EL frisch gepresster Limettensaft
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Pfeffer aus der Mühle

Zum Garen:

  • 3 EL Olivenöl
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 1 Zwiebel
  • 3 grüne Paprikaschoten
  • 1 rote Paprikaschote
  • 125 ml Passata
  • 125 ml helles Bier
  • 20 grüne, mit Paprikapaste gefüllte Oliven
  • 2 EL Kapern
  • 3 EL Rosinen
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 6 mittelgroße Kartoffeln
  • 375 ml Hühnerbrühe
  • einige Zweige glatte Petersilie

Pilaw:

  • 250 ml Langkornreis (ich hatte Parboiled)
  • 1 EL Hühnerfett oder Olivenöl
  • 375 ml Wasser
  • Salz

Das Hühnchen in 8 Teile teilen.

Für die Marinade den Knoblauch schälen und grob hacken. Mit allen anderen Zutaten zu einer Paste mixen und die Hühnchenteile damit einreiben. Fleisch abdecken und mindestens 2 Stunden oder bis zu 12 Stunden marinieren.

Den restlichen Knoblauch schälen und fein hacken, ebenso die Zwiebel. Paprikaschoten putzen und das Fruchtfleisch würfeln. Kartoffeln schälen und in mundgerechte Stücke schneiden.

Olivenöl in einer breiten Pfanne erhitzen. Von den Hühnchenteilen so viel Marinade wie möglich abschaben; die Marinade aber aufbewahren. Hünchenteile im Öl rundherum goldbraun anbraten, dann aus der Pfanne nehmen.

Jetzt den Knoblauch in die Pfanne geben und kurz braten, dann die Zwiebel hinzugeben und braten, bis sie glasig ist. Nun die Paprikaschoten in die Pfanne geben und drei Minuten mitbraten.

Passata, die aufbewahrte Marinade und das Bier angießen. Unter Rühren fünf Minuten köcheln lassen, dann Oliven, Kapern, Lorbeerblätter und Kreuzkümmel zugeben, ebenso die Hühnchenstücke, Kartoffeln und Rosinen. Salzen, alles zum Kochen bringen und bei milder Hitze mit aufgelegtem Deckel köcheln lassen, bis das Hühnchen gar und die Kartoffeln weich sind.

Während das Ragout gart, für den Pilaw die Knoblauchzehe schälen und fein hacken.

Olivenöl oder Hühnerfett in einem Topf erhitzen und die Knoblauchzehe kurz braten, bis sie duftet. Reis zugeben und unter Rühren anrösten, bis jedes Reiskorn vom Fett überzogen ist.

Wasser angießen, salzen, Deckel auflegen und alles zum Kochen bringen. Bei mittlerer Hitze kochen, bis das meiste Wasser absorbiert ist und sich kleine Krater auf der Oberfläche des Reises bilden. Dann bei sehr milder Hitze fertig ausquellen lassen. Vor dem Servieren mit einer Gabel auflockern.

Petersilie zupfen und hacken und die Blättchen gegen Ende der Garzeit zum Fleisch geben.

Lorbeerblätter aus dem Ragout entfernen, das Ragout mit Salz und Pfeffer abschmecken und gleich mit dem Pilaw auf den Tisch bringen.


Ich reise nicht alleine nach Kuba. Die Mitreisenden haben tolle Gerichte im Gepäck; schaut mal:

Küchenlatein: Picadillo a la habanero de Rolando

Küchenmomente: Pastel de tre Leches und Mojito

Chili und Ciabatta: Vaca Frita mit Salat von Moros y Christianos und Mango-Salsa

und Creme Café con Leche

Brittas Kochbuch: Moros y Christianos und  Ropa vieja

Zimtkringel: Tostones

Herbs and Chocolate: Arroz Congris

Auch was: Papas rellenas

Volker mampft: Pan Cubano und Arroz con Pescado al Ron

Savory Lens: Picadillo con arroz amarillo cubano

Mein wunderbares Chaos: Huevos habaneros

 

Toast mit Bier-Rarebit und Blumenkohl

Überbackenes Brot ist eine tolle Sache – das gibt es bei uns viel zu selten. Deswegen bin ich ganz dankbar für das laufende Event im Kochtopf. Ingrid richtet es aus, und sie ist auf der Suche nach neuen Ideen für den klassischen Toast.

So kam bei uns auch mal wieder Toast auf den Tisch. Und ich glaube, ich mache das jetzt öfter….ich bin sicher, es gibt hier Menschen, die sich auch über klassischen Toast Hawaii freuen …. vielleicht sogar mit Cocktailkirsche ;-). Oder über den guten alten “Strammen Max”….

Aber jetzt gibt es erst mal etwas nicht ganz so Klassisches. Dieser Toast hier wird mit geröstetem Blumenkohlröschen belegt und mit einer Käsesauce übergossen. Die Sauce ist speziell, denn statt Milch wird Bier verwendet. Die leichte Bitternote macht den Toast zu etwas Besonderem.

Das Rezept habe ich in einem Buch gefunden, das sich tatsächlich ausschließlich mit Toast* befasst; im Original aber kommt es von der wunderbaren Deb Perelman.

Noch ein Wort zum verwendeten Brot – es ist sowieso klar, so ein Toast schmeckt nur so gut, wie das Brot, das man verwendet. Der Toast aus der Tüte ist also keine so tolle Grundlage. Ihr könnt ein beliebiges, gutes Sauerteigbrot verwenden. Ich hatte tatsächlich Toast, und zwar Roggentoast nach einem Rezept von Dietmar Kappl. Das Brot kann ich Euch wärmstens empfehlen.


Für 4 Portionen:

  • 1 kleiner Kopf Blumenkohl
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz
  • 45 g Butter
  • 45 g Mehl
  • 2 TL Dijon-Senf
  • 1/4 TL Cayennepfeffer
  • 355 ml Bier; ich hatte Giesinger Lemon Drop; original wird Stout verwendet
  • 1 TL Worchestershiresauce
  • 170 g Käse; ich nahm alten Gouda
  • 4 Scheiben Brot
  • frisch gehackte Petersilienblättchen
  • Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Blumenkohl in mundgerechte Röschen teilen, auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben, mit dem Olivenöl vermengen und salzen. Im heißen Ofen in 20 bis 30 min goldbraun rösten, dann herausnehmen und beiseite stellen.

Butter in einem Topf schmelzen. Das Mehl mit einem Schneebesen einrühren und unter Rühren eine Minute anrösten. Senf und Cayennepfeffer einrühren.

Das Bier in dünnem Strahl unter dauerhaftem Rühren angießen. Worchestershiresauce zugeben, salzen und alles unter Rühren köcheln lassen, bis sich der Mehlgeschmack verloren hat.

Käse reiben und portionsweise in die Sauce  rühren. Sauce abschmecken und beiseite stellen.

Das Brot rösten; Ihr könnt das unter dem Backofengrill tun oder schlicht im Toaster.

Zum Servieren auf jede Scheibe Brot einige Blumenkohlröschen geben. Großzügig Sauce darüber schöpfen und mit gehackter Petersilie garnieren.


 

Risotto mit karamellisierten Zwiebeln, Bier und Balsamico

Risotto! Viel zu selten gibt es das hier. Dabei ist es so ein tolles Essen – es ist wandlungsfähig und im Grunde auch rasch gemacht. Dieses Rezept hier aus dem delicious magazine hat mich so angesprochen, dass es unbedingt gleich auf den Tisch musste. Unter dem Link versteckt sich das Original-Rezept; ich habe, wie immer, ein bisschen was verändert.
Es ist ein wenig ungewöhnlich, denn statt Weißwein wird Bier verwendet – und auch nicht wenig. Im Original Pale Ale, ich habe mangels Masse zu einem hellen Lager gegriffen. Ich hatte durchaus Bedenken, dass das Ganze zu bitter schmecken könnte – aber nein. Vor allem in Kombination mit den karamellisierten Zwiebeln ist das einfach toll.
Also: esst mehr Risotto. Und fangt mit diesem hier an.
4 Portionen:
  • Olivenöl
  • 3 rote Zwiebeln
  • 1,5 TL Rohrzucker
  • 1,2 l Gemüsebrühe
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 300 g Risotto-Reis
  • 350 ml Bier Original: Pale Ale, ich: Lager
  • Saft einer Zitrone
  • 2,5 EL Balsamico
  • 2 EL Crème fraîche
  • 200 g Spinat, grob gehackt
  • ein Bund Petersilie
  • 50 g Parmesan oder zerkrümelter Ziegenkäse
Zwiebeln schälen und in feine Scheiben schneiden.  Knoblauch schälen und fein hacken. Mangold hacken; Petersilie zupfen und die Blättchen hacken.
Olivenöl in einem Topf erhitzen. Die Zwiebeln darin bei sanfter Hitze anbraten, bis sie karamellisieren. Das dauert ca. 30 min. Den Zucker darüber streuen und alles weitere 5 min braten.
Gemüsebrühe erhitzen. Knoblauch und Reis zu den Zwiebeln geben und unter Rühren braten, bis der Reis glasig wird. Fast das ganze Bier angießen und alles einkochen  lassen. Dann schöpflöffelweise die Brühe angießen, jeweils umrühren und den nächsten Schöpflöffel Brühe erst angießen, wenn der vorherige aufgesogen wurde. Weitermachen, bis der Reis fast durchgegart ist.
Zitronensaft, Crème fraîche  und Balsamico zugeben. Das restliche Bier zusammen mit Mangold und Petersilie ebenfalls an den Risotto geben. Mit Salz abschmecken und mit Parmesan bestreut sofort servieren.

Belgisches Biergulasch aus dem Slowcooker

biergulasch

Erinnert Ihr Euch noch an das Geburtstags-Blogevent von Gabi? Nun, das hier ist eine Konsequenz daraus. Ich habe nämlich einen schicken neuen Slowcooker* gewonnen – vielen Dank nochmal :-). Und dann sind da ja so viele tolle langsame Rezepte zusammengekommen – schaut mal in die Zusammenfassung.

Mir haben es da so einige Rezepte angetan, was aber ganz oben auf der Liste stand, war das belgische Biergulasch, das Miri vorgestellt hat. In den kalten, dunklen Monaten habe ich einfach eine Vorliebe für geschmortes Rindfleisch, und diese Variante mit Bier, Brot und Senf klang einfach zu verlockend.

Und weil der neue Slowcooker ja auch eingeweiht werden möchte, habe ich das Rezept für den Slowcooker umgemodelt. Und was soll ich Euch sagen? Dieses Gulasch ist klasse! Und mir ging es ähnlich wie Miri: mein Mann macht ja geduldig alle möglichen Experimente mit – wenn es unbedingt sein muss, isst er sogar Kürbis und Auberginen. Aber über das Gulasch hat er sich ausnehmend gefreut. Ich mich übrigens auch. Das Fleisch war butterzart und die Sauce ein Traum. Und: ich habe alles am Morgen vorbereitet und hatte dann kaum noch was tun.

Zum Gulasch gab es Spätzle Knöpfle. (Ich übe das mit dem Schaben ja schon, aber meine schwäbischen Gene sind nicht so ausgeprägt). Und ich habe noch blanchierte grüne Bohnen in der Tiefkühle gefunden, die ich mit etwas Speck gebraten habe. So als fauler Ersatz für Bohnen im Speckmantel…

Jetzt aber zum Rezept. Und wer keinen Slowcooker hat…nun, der beschafft sich einen (es lohnt sich) oder kocht das Originalrezept und schmort im Ofen.

Und eine kleine Anmerkung: man findet oft Rezepte, in denen das Fleisch für Schmorgerichte im Slowcooker nicht angebraten wird. Klar, gar wird es auch ohne Anbraten. Ich finde aber, dass die Röstaromen, die beim Anbraten entstehen so einem Gericht erst richtig Geschmack geben. Das ist eine Viertelstunde Zeit, für die man dann wirklich mit Genuss belohnt wird.

biergulasch1

Für 6 Personen ( oder für 4 und Reste 🙂 ):

  • 1kg Schmorfleisch vom Rind in nicht zu kleinen Würfeln
  • 1 kg Zwiebeln
  • Rapsöl zum Braten
  • 400 ml Bier (ich hatte Altbier…belgisches war nicht verfügbar)
  • 500 ml Rinderbrühe
  • 2 Scheiben Roggenbrot
  • 2 EL Dijonsenf
  • 2-3 EL Balsamico
  • 2-3 EL Zucker
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Das Fleisch trockentupfen. Zwiebeln schälen und in Würfel schneiden.

Öl in einer Pfanne erhitzen und das Fleisch von allen Seiten braun anbraten. Salzen, dann in den Einsatz des Slowcookers geben.

Die Zwiebeln im Bratfett ebenfalls anrösten, bis sie glasig und leicht gebräunt sind. Ebenfalls in den Einsatz des Slowcookers geben.

Das Brot mit dem Senf bestreichen und in den Einsatz geben. Bier und Brühe angießen, einmal kurz durchrühren. Dann den Deckel auflegen und das Gulasch auf “low” 9 bis 10 Stunden garen. Mehr schadet auch nicht. Wer es eilig hat, wählt ca. 4 bis 5 Stunden auf “high”.

Vor dem Servieren das Gulasch mit Salz, Pfeffer, Zucker und Balsamico abschmecken.

Bierbrot mit Hopfenstarter zum World Bread Day 2016

bierbrot-mit-hopfenstarter1

Es ist World Bread Day. Eine Menge Blogger aus der ganzen Welt haben wieder gebacken. Ich bin jetzt schon gespannt, was da wieder Tolles zusammenkommt.

Dass ich mitmache, ist Ehrensache :-). Aber was backen für diesen Feiertag des Brotes? Eigentlich wollte ich Euch ein Brot vorstellen, dass ich seit Jahren immer wieder backe. Aber dann kam es anders.

world-bread-day-october-16-2016Anfang Oktober haben wir eine letzte kleine Wanderung unternommen, ok, im Grunde ist das eher ein Spaziergang. Einmal von Herrsching hinauf zum Kloster Andechs und wieder zurück. Auf dem Klostergelände war an diesem Tag ein Fest, was nicht nur Spaß für Groß und Klein bedeutet, sondern auch ein paar Verkaufsstände mit sich brachte. Und so trat ich den Rückweg mit einem großen Strauß Hopfendolden im Gepäck an.

Was tun damit? Brot backen! In Anlehnung an die Madre mit Rosenblüten habe ich einen Starter mit Hopfendolden angesetzt. Ich mag kräftige, herzhafte Brote, und so habe ich Roggen verwendet. Und wenn wir schon beim Hopfen sind, sollte auch gleich noch Bier mit in den Teig.

Und so ist dieses kräftige Mischbrot entstanden. Wobei….das Aroma von Hopfen und Bier ist dezent. Der Starter hat gut gearbeitet; es ist keine zusätzliche Hefe im Brot. Ich habe noch Hopfen übrig….ich glaube, ich probiere noch etwas aus ;-).

bierbrot-mit-hopfenstarter

Für einen Laib:

Starter:

  • eine Handvoll Hopfendolden
  • 300 g Wasser, lauwarm
  • 1 TL Honig
  • 200 g Vollkornroggenmehl

Brot:

  • 250 g Starter
  • 200 g Vollkornroggenmehl
  • 300 g Dinkel 630
  • 150 g Bier (ich hatte helles Andechser)
  • 200 g Wasser
  • 12 g Salz

Erst zum Starter: Die Dolden nur kurz ausschütteln, um kleine Kriechtierchen zu entfernen. Honig im Wasser auflösen, dann die Dolden hineinlegen. Alles 24 h schön warm (ca. 24 °C) stehen lassen. Dann die Dolden absieben.

Nun 50 g vom Roggenvollkornmehl mit 50 g des Hopfendoldenansatzes verrühren, alles abdecken und schön warm stellen. Der Ansatz kann aufgefrischt werden, wenn viele Bläschen sichtbar werden. Ich habe nach 12 Stunden nachgeschaut, da hat alles fleissig geblubbert.

Zum Auffrischen den gesamten Ansatz mit 150 g Roggenvollkornmehl und 150 g Hopfendoldenwasser gründlich verrühren. Alles nochmals 12 h stehen lassen. Mein Ansatz war dann so weit, dass er sich verdoppelt hatte und zum Backen verwendet werden konnte. Zum Backen habe ich nur 250 g davon verwendet, den Rest kann man  nochmal auffrischen oder anderweitig verbacken.

Jetzt zum Brot: dafür die Mehlsorten mit dem Salz in die Schüssel der Küchenmaschine geben. 250 g Starter, Bier und Wasser zufügen und alles zu einem Teig verkneten (lassen). Der Teig ist relativ klebrig. Schüssel abdecken und den Teig in ca. 60 min zu doppelter Größe aufgehen lassen, dabei nach 30 min einmal falten, damit er an Konsistenz gewinnt.

Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem runden Laib formen und mit dem Schluss nach unten in ein bemehltes Gärkörbchen geben. Nochmals 1 h ruhen lassen.

Rechtzeitig den Ofen auf 250°C Ober- und Unterhitze vorheizen, dabei einen gusseisernen Topf samt Deckel mit einschieben. Wenn der Teigling gegangen ist, den Topf aus dem Ofen holen, den Deckel abnehmen, den Teigling vorsichtig hineingleiten lassen (der Schluß ist jetzt oben), Deckel wieder aufsetzen und alles in den Ofen geben. Insgesamt 50 min backen, dabei nach 15 min die Temperatur auf 220°C reduzieren.

Brot herausholen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

 

Sauerkrautpizza mit Bierteig

pizza mit bierteig und sauerkraut

Liebe auf den ersten Blick…gibt es. Jedenfalls ging es mir so, als ich bei feed me up before you gogo diese Pizza gesehen habe – die musste ich haben.

Was im Grunde ein wenig seltsam ist; denn eigentlich geht es im Beitrag ja um Bier. Ich bin keine besonders begeisterte Biertrinkerin. Das ist auch der Grund dafür, dass der derzeitige Craftbeer-Trend recht spurlos an mir vorübergeht. Hier allerdings  kommt das Bier  in den Pizza-Teig. Und ehrlich gesagt – Backen, das ist meine Hauptanwendung für Bier. Ich gebe gerne Bier an den Brotteig. Warum also nicht an Pizza? Und dann noch der Belag…Sauerkraut und Romadur; da passt das Bier nun wirklich hervorragend. Dachte ich.

Und es stimmt. Die drei Herrschaften sind ein Dreamteam. Und der Teig ist aufgrund  langer Gehzeit und  Bieranteil sehr aromatisch.

Ein paar Änderungen habe ich vorgenommen – an den Teig soll die doppelte Menge Salz, das erschien mir arg viel. Und beim Belag habe ich statt der geforderten roten Zwiebel mehr Frühlingszwiebeln genommen. Und die Pinienkerne unterschlagen…mangels Masse.

Für 4 Pizze:

Für den Teig:

  • 500 g Mehl (ich hatte Dinkel 630)
  • 200 g Wasser, kalt
  • 125 g dunkles Weizenbier
  • 2,5 g frische Hefe (original: 5 g)
  • 1 EL Lievito madre, kühlschrankkalt (original: keiner)
  • 10 g Salz (original 20)

Belag:

  • 300 g Sauerkraut
  • etwas Olivenöl
  • 1/2 TL Zucker
  • 120 g Schmand
  • 100 g Frischkäse
  • 1/2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 200 g Romadur
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Für den Teig die Hefe in kaltem Wasser auflösen. 300 g Mehl in eine große Teigschüssel geben und mit Salz, Bier und der Hefelösung zu einem zähen Teig verrühren. 20 min ruhen lassen, dann den Teig nochmals mit dem Knethaken ca 5 min kneten, dabei nach und nach das restliche Mehl zugeben. Die Schüssel luftdicht abdecken und den Teig ca 20-24 h im Kühlschrank ruhen lassen.

Für den Belag das Sauerkraut ein wenig ausdrücken. Dann in einer Schüssel mit Olivenöl und Zucker vermischen und mit etwas Salz abschmecken. In einer anderen Schüssel den Frischhäse mit dem Schmand verrühren und mit Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel würzen. Den Käse in dünne Scheiben schneiden. Die Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden.

Den Backofen so heiß wie möglich vorheizen. Ich backe normalerweise auf dem Stein. Diesmal habe ich mich erinnert, dass mein Ofen ja eine Pizzastufe hat; die habe ich ausprobiert und daher auf dem Blech gebacken. Das hat gut funktionert.

Den Teig in 4 gleiche Teile teilen, die Teile zu Kugeln formen, zu einigermaßen runden Fladen ausziehen. Die Fladen auf mit Backpapier belegte Bleche geben. Jeden Fladen mit etwas Frischkäsemischung bestreichen, dann mit dem Sauerkraut, der Hälfte der Frühlingszwiebeln und dem Käse belegen. Im heißen Ofen ca. 10 min backen, bis die Ränder gebräunt sind. Zum Servieren mit den restlichen Frühlingszwiebeln bestreuen.

Braumeistergulasch mit Bierspätzle

biergulasch

So, da bin ich wieder, erholt und voller Tatendrang 🙂 .

Wer mir auf Instagram folgt, der weiß ja schon, wo ich war – in der Fränkischen Schweiz nämlich. Wir haben die Tage in der spektakulären Landschaft sehr genossen.

Wie ist das denn, welche Lebensmittel fallen Euch ein, wenn Ihr an Franken denkt? Brodwärschd? Bratwürste? Stimmt. Oder das Gemüse aus dem Knoblauchsland (wo übrigens auch Tabak angebaut wird). Fisch, besonders Karpfen. Und natürlich Meerrettich. Alles schön und gut, aber da gibt es noch etwas: Bier nämlich.

Oberfranken ist weltweit die Region mit der größten Dichte an kleinen, handwerklichen Brauereien. Ich bin eigentlich keine Biertrinkerin, aber in dieser Athmosphäre und bei dieser Vielfalt an guten Bieren, da ist doch das eine oder andere Bier in mich hineingeflossen.

Natürlich wird das Bier nicht nur getrunken, sondern es landet auch im Essen. Da gibt es eine große Vielfalt an Idee. Zum Beispiel dieses Gulasch, das uns so gut gefallen hat. Das restliche Bier landet in den Spätzle – was auch nicht zu deren Schaden ist. Gulasch und Spätzle sind inspiriert von den Gscheitgut-Kochbüchern*.

Für 4 Personen:

Gulasch:

  • 500 gr. Rindgulasch
  • 2 große Karotten
  • 1 Stange Lauch
  • 1 Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 EL neutrales Öl
  • 1/4 l Rinderbrühe
  • 1/4 l dunkles Bier (ich hatte ungefiltertes Kellerbier)
  • 1 TL Essig
  • 1 TL Zucker
  • 1/2 TL Majoran (getrocknet)
  • 2 Kartoffeln
  • 1/2 TL Kümmelsaat
  • Abrieb von 1/4 Zitrone (Bio)
  • Muskatnuss, Salz, Pfeffer

Für die Spätzle:

  • 200 gr. Mehl
  • 50 gr. Hartweizengrieß
  • 3 Eier
  • Salz
  • etwas Bier

Für das Gulasch die Karotten schälen und in Scheiben schneiden. Lauch putzen, in Ringe schneiden, gründlich waschen und abtropfen lassen. Knoblauch und Zwiebel schälen und würfeln.

Etwas Öl in einem Topf erhitzen. Das Fleisch darin, wenn nötig portionsweise, rundherum anbraten. Dann herausnehmen und beiseite stellen.

Wieder etwas Öl im Topf erhitzen, Zwiebel darin glasig andünsten. Brühe nach und nach angießen und dabei den Bratensatz unter Rühren lösen. Karotten, Lauch, Knoblauch und Bier zugeben. Zucker, Essig und Majoran einrühren, alles mit Salz würzen. Deckel auflegen und das Gulasch 1 1/2 h bei schwacher Hitze schmoren lassen.

Inzwischen die Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Ca. 30 min vor Ende zum Fleisch geben und weich köcheln lassen.

Den Kümmel in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze anrösten, bis er duftet. Abkühlen lassen und im Mörser zerstoßen.

Am Ende der Garzeit das Gulasch mit Kümmel, Zitronenschale, Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Für die Spätzle Mehl, Grieß und Salz in eine Schüssel geben. Eier zugeben und alles mit einem Kochlöffel schlagen, bis der Teig Blasen wirft und sich vom Rand der Schüssel löst. Dabei schluckweise etwas Bier zugeben, bis die richtige Konsistenz erreicht ist; vorsichtig sein, mein Teig war etwas zu flüssig.

Den Teig mindestens 30 min ruhen lassen. Dann reichlich Salzwasser in einem großen Topf erhitzen. Mithilfe eines Spätzlehobels oder Spätzlesiebs Spätzle herstellen,  in das Wasser gleiten lassen und garen. Die Spätzle sind gar, wenn sie an der Oberfläche schwimmen. Dann mit einem Schaumlöffel herausnehmen, gut abtropfen lassen und warm stellen.

Zum Servieren das Gulasch mit den Spätzle auf einem Teller anrichten.

Lasst es Euch schmecken!

Petersilienwurzelnocken auf Bierzwiebeln

petersilienwurzelnocken

Im Grund bin ich kein besonders großer Fan davon, große Mengen an Zwiebeln zu verdrücken. Aber diese Nocken aus dem Buch “Seelenfutter vegetarisch“* musste ich trotzdem ausprobieren. Und ein Glück, dass ich das getan habe – es schmeckt nämlich himmlisch.

Die Nocken mit dem zarten Petersilienaroma sind schön flauschig – eine wärmendes Essen für die kühlen, trüben Wintertage. Die lange Schmorzeit kitzelt aus den Zwiebeln ihre Süße heraus, und das Bier sorgt dafür, dass alles schön herzhaft schmeckt. Wer eine größere Bitternote zu schätzen weiß, ersetzt die Gemüsebrühe durch noch mehr Bier.

Bei manchen ist das Verhältnis zu Nockerln oder Knödeln ja eher etwas zwiespältig, weil die sich im Kochwasser gerne mal in Nichts auflösen. Dieses Problem gibt es hier nicht – die Nocken werden nämlich einfach auf den Zwiebeln mitgegart.

Für 2 Personen:

  • Für die Nocken:
  • 500 gr. Petersilienwurzeln
  • 1 Ei
  • 1/2 Bund glatte Petersilie
  • 100 gr. Mehl (Weizen 405)
  • Salz

Für die Bierzwiebeln:

  • 500 gr. Zwiebeln
  • 2 EL neutrales Öl
  • 200 ml dunkles Bier
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 1 EL Kümmelsaat
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle

Zuerst für die Nocken die Petersilienwurzeln waschen, putzen und schälen. Wasser in einem großen Topf mit Dämpfeinsatz erhitzen. Die Petersilienwurzeln in etwa daumendicke Scheiben schneiden und abgedeckt in ca. 10-15 min weich dämpfen. Die Wurzeln sind richtig, wenn man sie mit einem spitzen Messer ganz leicht einstechen kann. Dann alles von Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.

Während die Petersilienwurzel gart, die Zwiebeln schälen, halbieren und in Ringe schneiden. Das Öl in einem weiten Topf erhitzen (er sollte breit sein, weil am Ende noch die Nocken darin Platz haben müssen) und die Zwiebeln in ca. 10 min anschwitzen.

Den Kümmel im Mörser anstoßen, dann zusammen mit Bier und Brühe zu den Zwiebeln geben. Alles mit Salz und Pfeffer würzen und die ca. 10 min weiterschmurgeln lassen.

In der Zwischenzeit die Nocken zubereiten: Die Petersilie waschen und trocknen, Blättchen abzupfen und fein hacken. Petersilienwurzeln durch eine Kartoffelpresse drücken (zur Not kam man sie auch mit dem Stabmixer pürieren). Ei, Petersilienblättchen und Mehl zu den Wurzeln geben, mit Salz würzen und zu einem weichen Teig verkneten.

Zum Garen aus dem Teig mit Hilfe zweier Teelöffel kleine Nocken drehen und diese auf die Bierzwiebeln geben. Zudecken und in ca. 15 min bei schwacher Hitze fertig garen.

Zum Servieren die Nocken auf den Zwiebeln anrichten.

Wolpertinger-Knödel – und die Sauce dazu

wolpertinger-knödel

Es gibt wieder etwas zu retten – diesmal ist der Knödel dran. Seine Rettung ist dringend erforderlich….immerhin sind die Regale voll von Fertigprodukten. Der Knödelteig aus dem Kühlregal ist noch die harmloseste Variante – da gibt es ja noch manches andere. Ich werde nie vergessen, dass ich als Kind unbedingt mal Pfanni-Knödel essen wollte. Ich ging meiner armen Mutter mit diesem Ansinnen so lange auf die Nerven, bis sie endlich welche kaufte. Nun, sie haben nicht geschmeckt. Und schlecht wurde mir hinterher auch noch.

Also gut, Knödel selber machen ist kein Hexenwerk. Es müssen ja nicht immer die tatsächlich recht aufwendigen Reiberknödel sein – auch, wenn die wirklich am besten schmecken.Knödel aus gekochten Kartoffeln sind auch gut und nicht so viel Arbeit. Semmelknödel sind im Hause magentratzerl ein montägliches Standardessen – ich verarbeite so die Semmelreste vom Wochenende.

Heute aber gibt es etwas anderes: Ein Wolpertinger ist ein bayerisches Fabelwesen, eine Mischung aus vielen verschiedenen Tieren. So ist es auch mit diesem Knödel – der ist nämlich eine Mischung aus Kartoffel- und Semmelknödel. Das Rezept übrigens hab ich bei Andreas Geitl gemopst.

Zu Knödeln gehört Sauce, und für mich bitte viel davon. Ich habe meistens Sauce in der Tiefkühle – wenn von einem Braten oder ähnlichem etwas übrig bleibt, friere ich es ein. Wenn der Vorrat trotzdem mal erschöpft ist – nicht schlimm, ich habe eine herzhafte Sauce ohne Fleisch im Repertoire, die rasch hergestellt ist und bei der man nichts vermisst.

Aber halt – ich präsentiere ja heute nicht zum Spaß irgendwelche Knödel. Das ganze ist Teil einer wohlgeplanten, konzertierten Aktion zur Rettung des Knödels an sich. Heute gibt es Knödel – nicht nur hier, sondern auch bei der Giftigen Blonden, bei der Turbohausfrau, bei Lecker macht Laune, im Fliederbaum, in der Widmatt und in der Kleinen Chaosküche. Und natürlich knödeln auch Zorra, die Kärtnerin, Barbara von der Spielwiese, Ninive und Sugarprincess Yushka. Bei so viel Auswahl, gibt es keine Ausreden mehr, oder?

Für ca. 8 Knödel:

  • 1 kleine Zwiebel
  • 60 gr. Räucherspeck
  • etwas Butter zum Braten
  • 350 gr. altbackene Semmeln (oder Knödelbrot)
  • 200 ml heiße Milch
  • 150 gr. Kartoffeln, gekocht und abgekühlt, am besten vom Vortag
  • 1 kleine Karotte
  • einige Stängel glatte Petersilie
  • 3 Eier
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • etwas Kartoffelstärke

Für die Knödel Zwiebel schälen und fein würfeln, Speck ebenfalls fein würfeln. Zwiebel und Speck in der Butter anbraten.

Knödelbrot in eine Schüssel geben leicht salzen. Milch erhitzen und darüber gießen. Zugedeckt 3 min ziehen lassen.

Karotte schälen und reiben, Petersilienblättchen abzupfen und hacken. Kartoffeln schälen und zerdrücken.

Zwiebeln, Speck, Karotte, Petersilie, Kartoffeln und Eier zur Semmelmasse geben. Alles mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und mit den Händen zu einem lockeren Teig vermengen. 30 min durchziehen lassen.

Nun ca. 8 Knödel formen. Zum Garen gibt es 2 Möglichkeiten: man kann sie in Salzwasser garziehen lassen. Dann ist es eine gute Idee, etwas mit Wasser angerührte Stärke dazugeben, damit die Knödel nicht so leicht zerfallen. Knödel mit hohem Semmel-Anteil kann man aber auch gut dämpfen – dann haben sie keine Chance, sich aufzulösen. In jedem Fall brauchen die Knödel ca. 20-25 min, bis sie gar sind. Ich habe, wo er schon mal dasteht, diesmal den Varoma-Aufsatz des Thermomix dafür benutzt. Normalerweise tut es aber auch ein Topf mit einem entsprechenden Dämpfeinsatz.

Für die Sauce:

Ergibt ca. 500 ml

  • 1 großes Bund Suppengrün
  • ½ Bund Petersilie
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz Pfeffer
  • 300 ml dunkles Bier
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 100 ml passierte Tomaten

Suppengrün, Petersilie und Zwiebel putzen waschen und in grobe Stücke teilen.

In einen Bräter geben, der später auch auf den Herd kann.

Salzen, Öl darüber geben, Ofen auf 200°C heizen und das Gemüse in ca. 45 min schmoren, bis es gebräunt und weich ist.

Dann den Bräter auf den Herd stellen. Das Gemüse mit dem Kartoffelstampfer grob zerkleinern, Bier, passierte Tomaten und Gemüsebrühe angießen und alles ca. 15 min köcheln lassen.

Sauce nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken durch ein Sieb (oder einfacher: durch die Flotte Lotte) passieren.

Zum Servieren die Knödel mit der Sauce anrichten.

Bayerische Bierstangerl

bierstangerl

Für den Bread Baking Day ist diesmal Brot in Stangenform gefragt. Ich habe kurz über Laugenstangen nachgedacht – die mache ich oft, wenn ich mal wieder zu faul zum Brezenformen bin. Salzstangen wären auch nicht schlecht. Oder Grissini.

Andererseits – etwas Abwechslung kann auch nicht schaden, und so sind diese Bierstangerl entstanden: sie werden mit Sauerteig gemacht; das Bier sorgt zusätzlich  für ordentlich Würze.

Ich habe etwas Schweineschmalz an den Teig gegeben; das macht die Krume schön flauschig. Wer kein Schweineschmalz mag oder vegetarisch lebt, nimmt statt dessen Butter.

Die Stangerl sind schön zu einer deftigen Brotzeit – oder einfach mit etwas Butter.

Für 8 Stück:

Sauerteig:

  • 100 gr. Roggenvollkornmehl
  • 100 gr. Wasser
  • 1 EL Anstellgut

endgültiger Teig:

  • Sauerteig
  • 100 gr. Roggenvollkornmehl
  • 300 gr. Weizenmehl 550
  • 250 gr. Bier (bei mir war es diesmal ein Andechser Hell)
  • 25 gr. Schweineschmalz
  • 10 gr. Salz
  • Kümmel und grobes Salz zum Bestreuen

Für den Sauerteig alle Zutaten verrühren und bedeckt an einem warmen Ort 12-16 h ruhen lassen.

Für den Hauptteig alle Zutaten mit Ausnahme des groben Salzes und des Kümmels zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig bedeckt in ca. 1 1/2 h zu doppelter Größe aufgehen lassen.

Den gegangenen Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem ca. 1 cm dicken Kreis ausrollen. Den Teigkreis wie eine Torte in 8 Stücke schneiden. Die Stücke von der Breitseite zur Spitze aufrollen, dann noch etwas in die Länge ziehen und mit der Nahtseite nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben.

Nochmals ca. 1 h ruhen lassen.

Inzwischen den Ofen auf 220°C vorheizen. Die Stangen vor dem Backen mit Salz und Kümmel bestreuen und dann im heißem Ofen mit Dampf in ca. 20 min knusprig backen.