Pasta mit Hackfleischsauce Hong-Kong-Style aus dem Instant Pot/Schnellkochtopf

Pasta mögen wir hier. Wenn mehr Zeit ist, gerne selbst gemacht, oder noch besser, gefüllt. Oft genug aber auch als schnelles Essen nach einem langen Tag.

Das hier ist eine eher schnelle Variante – richtig schnell sogar, denn sie wird im Instant Pot bzw. Schnellkochtopf gekocht. Im Original heißt das Rezept Instant Pot Bolognese Hong Kong Style, aber das habe ich mich nicht getraut – da gibt es ja strenge Auffassungen und Vorstellungen 😉. Nennen wir das Ganze also Hackfleischsauce….

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Pfannengerührter Gai Lan

Die kulinarische Weltreise macht diesen Monat Halt in China. Mein Plan war, Euch dazu einen echten Knaller vorzustellen, aber das Leben 1.0 fordert gerade seinen Tribut und ich schaue mal, ob ich etwas Aufwändiges hinbekomme. Bis dahin gibt es ein einfaches Alltagsgericht aus der kantonesischen Küche – pfannengerührtes Grünzeug.

Als wir in Guangzhou waren, kam dieses Gericht bei unseren Gastgebern fast täglich auf den Tisch. Und es war nicht so, dass wir danach genug davon hatten – im Gegenteil. Ich habe herausgefunden, was es ist und serviere es regelmäßig, es ist ein echtes Lieblingsessen.

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Glasierte Drumsticks aus der Pfanne

Was meinen Sohn angeht, war es Liebe auf den ersten Blick zu diesem Rezept aus “Munchies”*. Er wollte das unbedingt essen, und ich war so nett ;-).

Es ist aber auch eine tolle Sache – das Fleisch wird zuerst angebraten, dann in einer (zutatenreichen) Sauce zu einer saftigen, klebrigen Köstlichkeit fertig gegart. Das Originalrezept sieht Hühnchenflügel vor; die waren gerade nicht zu bekommen, also bin ich auf Drumsticks ausgewichen.

Das Rezept übrigens, das ist von Andrew Zimmern. Er hat früher als Koch in einigen sehr guten Restaurants geerbeitet, heute ist er als Journalist tätig. Fernsehsendungen wie “Der Alles-Esser” haben ihn auch hier bekannt gemacht.

Für 6 Personen:

  • 1,2 kg Drumsticks (oder, wie im Original, Hähnchenflügel)
  • 2 EL frischer Ingwer, geschält und gehackt
  • 2 getrocknete Chilis (original: 4 Chilis de Arbol, die sind milder als das, was ich hatte)
  • 2 Sternanis
  • 1 Stange Zimt
  • 80 ml Sake
  • 80 ml Sojasauce
  • 3 EL Austernsauce
  • 3 EL Mirin
  • 3 EL Zucker
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 2 Limetten

Die Drumsticks in einer großen Pfanne von beiden Seiten in ca. 8 min goldbraun anbraten, dabei, wenn nötig, portionsweise vorgehen.

Dann den Herd auf mittlere Hitze stellen. Ingwer, Chilis, Sternanis und Zimtstange zufügen und unter Rühren weiterbraten, bis die Gewürzen anfangen zu duften. Sake, Sojasauce, Austernsauce, Mirin, Zucker und ca. 80 ml Wasser angießen. Alles zum Kochen bringen, dann einen Deckel auflegen und ca. 10 min köcheln lassen.

Deckel abnehmen, Hitze hochstellen und die Drumsticks weitere 8 min kochen lassen. Dabei immer wieder mal umrühren, damit das Fleisch von allen Seiten mit der Sauce überzogen wird.

Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Das Fleisch auf eine Servierplatte geben und mit den Frühlingszwiebelringen bestreut servieren. Limettenspalten dazu servieren. Wir haben Kartoffelweges aus dem Ofen dazu gegessen.

Asiatisch inspiriertes Rinderragout aus dem Slowcooker

crockpot asian beef stew

Ich weiß, wir haben erst Ende Januar. Aber aus irgendwelchen Gründen war ich geistig schon in den Frühling abgedampft. Die Realität hat mich jetzt eingeholt – und zwar mit beachtlichen Massen an Schnee.

Winterzeit ist Schmorgerichtezeit, oder? Kein Wunder, dass mich der Rezeptitel “Crockpot Asian Beef Stew” gleich ansprungen hat. Ein Schmorgericht – ja, bitte! Und dann verspricht das Rezept noch, dass das Gericht für ein Gefühl. sorgt, als ob man durch die Straßen von Hongkong laufen würde. Mit solchen Versprechungen hat man mich gleich am Haken.

Zubereitet wird das ganze im Slowcooker, was nicht nur den Vorteil mit sich bringt, dass das Fleisch ohne Aufwand butterzart wird. Nein, man auch immer wieder Schnee schippen, während das Essen vor sich hingart.

Ich hab das Rezept etwas verändert – die Fleischmenge verdoppelt und den Gemüseanteil stark erhöht; die Würzung habe ich entsprechend angepasst. Außerdem habe ich die Zwiebel und das Fleisch angebraten, statt sie einfach so in den Topf zu werfen; das schmeckt besser, finde ich. Ich habe an Gemüse genommen, was der Kühlschrank hergab – bei den Sorten seid Ihr also flexibel.

Voilà – einmal Kurzurlaub für 4:

  • 1 große Zwiebel
  • 2 dicke Zehen Knoblauch (wenn sie klein sind, eine mehr nehmen)
  • 20 gr. Ingwer
  • 500 gr. Schmorfleisch vom Rind
  • etwas neutrales Öl zum Braten
  • 3 Karotten (ich hatte 2 gelbe und eine weiße)
  • 1 große rote Paprika
  • 1 Stange Sellerie
  • 4 EL Sojasauce (mit Tamari ist das Essen glutenfrei)
  • 4 EL Austernsauce
  • 1 EL geröstetes Sesamöl
  • 2 EL Chin. Reiswein
  • knapp 350 ml Wasser
  • Salz, Pfeffer
  • Frühlingszwiebelröllchen zum Anrichten

Zwiebel schälen und fein würfeln, ebenso Ingwer und Knoblauch. Fleisch trockentupfen und in nicht zu große Würfel schneiden.

Karotten schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Paprika halbieren, das Innere entfernen und das Fruchtfleisch würfeln. Sellerie putzen und in Ringe schneiden.

Die Zwiebel in wenig Pflanzenöl glasig düsten, dann in den Keramikeinsatz des Slowcookers geben.

Das Fleisch, wenn nötig, portionsweise, ebenfalls mit wenig Öl rundherum braun anbraten, dann zur Zwiebel geben.

Knoblauch, Ingwer, die Gemüse, Sojasauce, Reiswein, Austernsauce und Sesamöl zugeben, alles einmal durchrühren und das Wasser angießen. Den Deckel aufsetzen und das Gericht in ca. 8 h auf “low” oder, wenn man es eilig hat, in 5 h auf “high” garen.

Vor dem Servieren mit Salz und Pfeffer abschmecken und zum Anrichten mit Frühlingszwiebelröllchen bestreuen. Dazu passt einfacher gekochter Reis.