kare-raisu (Fleisch-Curry auf japanische Art) und Curry-Pulver-Grundrezept

Ich esse (und koche)  für mein Leben gerne Curry-Gerichte. Normalerweise assoziiert man “Curry” mit Indien, vielleicht noch mit Thailand – aber eigentlich sind mit Curry gewürzte, rustikale Schmorgerichte auch eine Konstante in der klassischen japanischen Hausmannskost. Ich würde es sogar als Nationalgericht bezeichnen. Wer Näheres wissen möchte, wird, wie immer, fündig bei Wikipedia. Gängige Zutaten sind Karotten, Zwiebeln, Kartoffeln und Rindfleisch – und oft auch eine Art “Curry-Fix” – ein Würzmittel, das neben der klassischen Curry-Gewürzmischung auch Bindemittel, Fonds und diverse Fette enthält. Hier könnt Ihr mal schauen, wie so eine Packung aussieht.

Diesmal gibt es aber japanisches Curry ohne Päckchen. Immerhin soll das Rezept ja Foodinas Curry-Event mitmachen. Man  braucht für das Gericht das klassische Currypulver, das in indischen oder Thai-Gerichten* niemals verwendet wird; wohl aber hier. Currypulver kann man, wie Ihr alle wißt, in verschiedenen Qualitätsstufen und Geschmacksrichtungen kaufen. Manches ist ganz ordentlich, manches ist ein Graus.  Mit einem nicht ganz schlecht ausgestatteten Gewürzregal kann man Currypulver aber auch ganz fix selber machen, und das habe ich für dieses Rezept getan. Die Rezept-Grundidee stammt von Madhur Jaffrey *.

*Update: Dorrie, die Thaiküchen-Spezialistin, weiß, dass in der Thai-Küche Currypulver sehr wohl verwendet wird.

Curry-Grundrezept:

  • 2 EL Koriandersamen
  • 1 El Cumin-Samen
  • 2 TL schwarze Pfefferkörner
  • 1 1/2 Tl schwarze Senfsamen
  • 5-6 ganze Gewürznelken
  • 3 getrocknete, scharfe Chilischoten, zerkrümelt
  • 1 TL Bockshornkleesamen
  • 1 TL Kurkumapulver

Eine kleine Bratpfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen. Darin Koriander, Cumin, Pfeffer, Senfsaat, Nelken und Chilis vorsichtig anrösten, bis sie anfangen, zu duften. Die Gewürze dürfen nicht schwarz werden, sonst wird alles bitter. Jetzt Kurkuma und Bockshornklee zufügen und einmal kurz durchrühren, dann alles vom Feuer nehmen und abkühlen lassen.

Wenn alles abgekühlt ist, die Gewürzmischung entweder im Mörser (für Geduldige) oder in einer sauberen Kaffeemühle (für Eilige) fein mahlen. In einem sauberen Behälter kühl und dunkel aufbewahrt, habt Ihr immer Euer eigenes Currypulver parat.

Das Currypulver können wir ja nun für unser Fleischcurry verwenden….wobei ich das Gericht oft und gerne ohne Fleisch zubereite, einfach mit Karotten, Zwiebeln und Kartoffeln.

Für Fleisch und Marinade:

  • 400 gr. Schweinefilet
  • 4 El Sojasauce (japanische…..)
  • 2 Tl Zucker
  • 1 EL Sake
  • 1 El Currypulver
  • 1 TL neutrales Öl
  • 2 Zehen Knoblauch, fein gehackt
  • 1 TL fein geriebener Ingwer

Für die Sauce:

  • 2 TL Speisestärke
  • 175 ml Rinderfond
  • 2 TL Sojasauce (ja…Ihr wißt schon)
  • 1 TL Zucker
  • 4 EL Sahne

Zum Fertigstellen:

  • 3 EL neutrales Pflanzenöl
  • 1 Zwiebel, halbiert und in feine Ringe geschnitten
  • 2 mittlere Karotten, geschält und schräg in feine Scheibchen geschnitten

Das Fleisch wie für Geschnetzeltes fein schneiden, in eine Schüssel geben und alle anderen Zutaten der Marinade untermischen. Abgedeckt in den Kühlschrank stellen, und zwar mindestens eine Viertelstunde, aber länger schadet auf keinen Fall.

Die Zutaten für die Sauce gründlich miteinander verrühren.

Zum Braten Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Fleisch hineingeben, und unter Rühren kurz anbraten, aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen. Jetzt Zwiebeln und Karotten anbraten, bis die Zwiebeln glasig sind.  Nun das Fleisch und die Saucenzutaten zugeben und alles kurz köchlen lassen, bis die Sauce anzieht.

Bananenkuchen

Wir haben ein Bananenproblem in diesem Haushalt. Entweder die Bananen werden weggefuttert, noch bevor sie Obstschale erreicht haben, oder aber sie gammeln in eben dieser  Obstschale vor sich hin, bis sie ein schickes Leopardenmuster auf der Schale haben und sie erst recht keiner mehr essen will. Und genau deswegen habe ich in meinem Repertoire eine schöne Auswahl an Verwertungsmöglichkeiten für überreife Bananen. Dieser Kuchen hier nach einem Rezept von Tessa Kiros* hier ist eine davon.

Der Kuchen schmeckt einfach so zum Kaffee (oder Tee, oder Kakao…). Für die üppigeren Momente kann man ihn aber auch mit Butter und Marmelade genießen. Oder auch getoastet zum Frühstück essen. So gesehen ist es direkt ein Glück, wenn mal wieder Bananen übrig bleiben :-).

Für eine Kastenform:

  • 125 gr. Butter
  • 175 gr. Rohrzucker
  • 350 gr. sehr reife Bananen, zerdrückt
  • 2 Eier
  • Mark von 1 Vanilleschote
  • 1 TL Zimtpulver
  • 250 gr. Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 3/4 TL Natron
  • 3 EL  Milch, bei Bedarf

Eine Kastenform buttern und mehlen.

Backofen auf 180 °C vorheizen.

Butter und Zucker schaumig rühren, dann die Bananen unterrühren.

Eier, Vanille, Zimt und 1 Prise Salz zufügen und gründlich unterschlagen.

Mehl, Backpulver und Natronmischen, in den Teig sieben und einarbeiten. Zuletzt die Milch einrühren, falls der Teig noch etwas zu fest sein sollte.

Den Teig in die vorbereitete Form geben und ca. 50 min backen. Derr Kuchen ist gar, wenn ein Zahnstocher, mit dem man in die Mitte pieckst, sauber wieder herauskommt.

Den Kuchen auskühlen lassen und aus der Form holen. Luftdicht verpackt, bleibt er ein paar Tage frisch.

Rezeptquelle: Tessa Kiros, Familienrezepte

kufteh mit tomaten

Kleine Tomaten-Kufteh

Kufteh, auch Kofta oder Köfte – der Bayer würde “Pflanzerl” sagen. Im Normalfall werden sie gerne aus Hackfleisch gemacht, vielleicht auch aus Linsen oder/und Bulgur, aber heute gibt es kleine Tomatenpflanzerl. Ich habe sie bei der wunderbaren Sally Butcher gefunden – und sie werden wohl jetzt jede Saison auf den Tisch kommen. Man könnte es auch Tomatenorgie nennen: frische Tomaten, getrocknete Tomaten und Tomatensauce mit Passata. Die Saison muss schließlich genutzt werden….

Wir haben die Kufteh mit Pasta und Tomatensauce gegessen, was möglicherweise nach nach einem zuviel an Tomate klingt, aber wirklich wunderbar schmeckt. Man kann die Pflanzerl aber auch solo als Vorspeise servieren oder zu einem Picknick mitnehmen. Ein frischer Joghurtdipp dazu könnte dann möglicherweise nicht schaden.

Geräuchertes Paprikapulver, das der Sauce den Pfiff gibt, bekommt Ihr im spanischen Lebensmittelladen oder in den Feinkostabteilungen großer Kaufhäuser. Wenn das nicht zu beschaffen ist, nehmt Ihr eben “normales” Paparikapulver, die Sauce schmeckt dann immer noch – nur eben nicht so rauchig.

Für die Kufteh:

  • 600 gr. Tomaten
  • 7-8 getrocknete Tomaten (nicht die in Öl eingelegten), fein gehackt
  • 3-4 Zehen Knoblauch, fein gehackt
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln, geputzt und fein gehackt
  • 1 Handvoll Basilikum, fein gehackt
  • 1/2 Bund glatte Petersilie, fein gehackt
  • 150 gr. Mehl
  • 1/2 TL Natron
  • 1 TL Salz und großzügig frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Olivenöl

Für die Sauce:

  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • Olivenöl
  • 1 TL Paprika edelsüß geräuchert (Piementon de la Vera)
  • 1 TL Chiliflocken
  • 1 TL Zucker
  • 400 gr. passierte Tomaten
  • Salz

Zum Anrichten:

  • 300 gr. Pasta nach Wahl

Die Tomaten mit allen anderen Zutaten (außer dem Öl) in den Mixer geben und zu einer dicken Paste verarbeiten. Im Kühlschrank etwas anziehen lassen. Es wirkt anfangs nicht so, aber das ganze wird tatsächlich zu einer formbaren Masse.

Inzwischen für die Sauce Zwiebel und Knoblauch in Olivenöl anbraten. Gewürze und Zucker zugeben, durchrühren, Passata angießen, 10 min einkochen lassen und mit Salz abschmecken.

Für die Kufteh in einer Pfanne Olivenöl erhitzen, mit 2 Teelöffeln Bällchen (gut, bei mir lief dann alles eher zu Flädchen auseinander) formen und diese im heißen Öl ausbraten, bis sie rundum appetitlich braun sind; das sollte 4-5 min dauern.

Pasta nach Packungsanleitung al dente kochen.
Zum Anrichten Pasta auf einen Teller geben, Kufteh darauf verteilen und Sauce angießen. Perfekt mit einem grünen Salat dazu!

kaesecracker mit mohn ottolenghi

Käsecracker mit Mohn

Ich habe eine Schwäche für Käsecracker. Mohn mag ich auch sehr gerne. Als ich folglich beim fabelhaften Ottolenghi* über ein Rezept für Käsecräcker mit Mohn gestolpert bin, gab es kein Halten mehr, es zog mich in die Küche zum Nachbacken.

Diese Cracker sind nicht nur zartschmelzend und schön fluffig, sondern haben dank des schicken Mohn-Mäntelchens eine nussige Note. Darüber hinaus sind sie auch noch kinderleicht herzustellen. Kein Ausrollen und Ausstechen, nein, der Teig wird einfach zu Rollen geformt und in Scheiben geschnitten.

Man muss nicht den gesamten Teig auf einmal backen, sondern kann auch eine Rolle in die Tiefkühle legen und später backen, wenn man Nachschub braucht.

Für ca. 35 Cracker:

  • 210 gr. Mehl, plus etwas mehr zum Arbeiten
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Paprika edelsüß
  • 1 Prise Cayennepfeffer
  • 1 Prise Salz
  • Schwarzer Pfeffer aus der Mühle.
  • 165 gr. Butter, weich
  • 165 gr. würziger Hartkäse (Bergkäse, Gruyère….im Original wird Parmesan verwendet), gerieben
  • 80 gr. Mohnsamen
  • 1 Ei, verschlagen

Mehl, Backpulver, Paprika, Cayennepfeffer, Salz und Pfeffer in einer Schüssel vermischen.

Die Butter mit dem Käse gründlich vermischen; das geht am Besten mit einem Teigschaber oder mit dem Rührer der Küchenmaschine. Dann die Mehlmischung zugeben und weiterrühren, bis sich ein weicher Teig formt.

Den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben, halbieren und jede Hälfte mit den Händen zu einer Rolle mit 3-4 cm Durchmesser formen. Die Rollen in Frischhaltefolie wickeln und ca. 30 min im Kühlschrank ruhen lassen.

Die Mohnsamen auf einem großen, flachen Teller verteilen. Die Teigrollen mit dem verquirlten Ei bestreichen und dann in den Mohnsamen wälzen, bis sie rundum vom Mohn überzogen sind. Nochmal in Frischhaltefolie wickeln den Kühlschrank stellen, diesmal eine Stunde. In diesem Zustand kann man die Rollen zur späteren Verwendung einfrieren.

Den Backofen auf 170°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Teigrollen in ca. 1/2 cm dicke Scheiben schneiden und mit guten Abstand auf das Blech legen. Ca. 12 min backen, bis sie appetitlich gebräunt sind.

kuchen mit walnuss und kaffee

Walnuss-Kaffee-Kuchen

Dieser Kuchen  hat das Zeug zum Lieblingskuchen. Süß und nussig, aber dank der leicht bitteren Kaffeenote auch nicht zu süß. Das Originalrezept verwendet Kaffee-Extrakt. Der ist mir hierzulande noch nie untergekommen, aber ich brauche ihn auch nicht. Das Rezept hat gut funktioniert mit sehr starkem Espresso. Wer darauf nicht zurückgreifen kann, kann sich zur Not auch mit Instant-Kaffee etwas zusammenrühren.

Dank der Buttercremefüllung handelt es sich ja auch eher um eine kleine Torte. Und das hat einen Sinn: es handelt sich um meinen Beitrag zu Zorras Geburtstagsevent Knacken und Backen – immerhin 8 Jahre wird ihr Blog alt, und das ist es mit einem Kuchen nicht getan, da muss Torte her.

Und so geht sie, die Walnuss-Geburtstagstorte:

Für ca. 10 Portionen:

Für den Kuchen:

  • 200 gr. Mehl
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 200 gr. weiche Butter, in kleine Stückchen geschnitten
  • 100 gr. heller Rohrohrzucker
  • 100 gr. weißer Zucker
  • 3 Eier
  • 50 ml starker Espresso
  • 100 gr. Walnüsse, gehackt
  • 25-50 ml Milch

Für die Buttercrème:

  • 60 gr. weiche Butter, in Stückchen geschnitten
  • 125 Puderzucker, gesiebt
  • 10 ml starker Espresso

Für den Belag:

  • 200 gr. Puderzucker
  • 2 TL starker Espresso
  • 50 gr. Walnüsse, gehackt

Ofen auf 180°C vorheizen.

Eine Springform fetten und bemehlen.

Mehl und Backpulver zusammen in eine Schüssel sieben und beiseite stellen.

In einer großen Rührschüssel die Butter mit dem Handmixer aufschalgen, bis sie cremig ist. Die beiden Zuckersorten zugeben und weiterschlagen, bis die Masse weißschaumig ist. Die Eier einarbeiten, dabei das nächste Ei immer erst dann zugeben, wenn das vorherige komplett eingearbeitet ist. Mit jedem Ei auch einen EL Mehl zugeben. Espresso einrühren. Jetzt das restliche Mehl portionsweise unterheben, dann die Walnüsse und genug Milch, um den Teig eine weiche Konsistenz zu geben.

Zum Backen den Teig in der Springform verteilen und glatt streichen. Ca. 25 -30 min backen, bis ein Zahnstocher beim Testen sauber wieder herauskommt. In der Form 10 min auskühlen lassen, dann aus der Form lösen und ganz auskühlen lassen.

Inzwischen die Buttercreme vorbereiten:

Die Butter cremig rühren, Puderzucker und Espresso zugeben und alles cremig schlagen. Den Kuchen einmal waagrecht durchschneiden. Eine der Kuchenhälften mit der Buttercreme bestreichen, die zweite Kuchenhälfte darauf setzen.

Für das Topping den Puderzucker in eine Schüssel sieben, Espresso und 1-2 El kochendes Wasser zugeben und alles rühren, bis alles andickt.
Glasur auf den Kuchen streichen und mit den gehackten Walnüssen bestreuen.

Quelle: The River Cottage Handbook No. 8 – Cakes

souffle mit blumenkohl

Blumenkohlsoufflé mit Roquefort

So, da bin ich wieder.

Der Urlaub war kürzer als gedacht – wir waren mit dem Zelt unterwegs und hatten Wetter. Wetterbedingt sind wir auch nicht in die Bretagne gefahren, wie wir es eigentlich vorhatten, sondern ganz in den Süden Frankreichs. Wären wir in die Bretagne gefahren, hätte ich Euch Blumenkohl mitgebracht, der an  unserem ursprünglichen Reiseziel  (neben Artischocken, Zwiebeln und Knoblauch) sehr erfolgreich angebaut wird. Der Golfstrom sorgt dort für sehr mildes Klima, so dass sehr gutes Gemüse produziert wird, das noch dazu dazu zweimal im Jahr geernet werden kann.

Aus meinem Direktimport ist also nichts geworden. Aber man muss ja Kompromisse schließen können – habe ich den Blumenkohl eben hier gekauft. Importiert habe ich aber zahllose Kochzeitschriften, und dort unter anderem dieses Rezept gefunden. Ein lockeres und doch üppiges Soufflé empfand ich als gute Idee – im Urlaub mußte ich mit unserem einflammigen Gaskocher auskommen, weil Herr Magentratzerl den zweiten Kocher nicht eingepackt hatte (er packt sonst immer alles ein und noch mehr), also mußte jetzt mal etwas Raffinierteres her.

Das Originalrezept verwendet Gorgonzola – für mich mußte es Roquefort sein….

Und weil das Rezept aus Frankreich kommt, darf es beim Blogevent “Französisch kochen” mitspielen.

  • 1 Blumenkohl
  • ein paar Stengel Schnittlauch
  • 30 gr. Butter
  • 6 Eier
  • 100 gr. Crème fraîche
  • 200 gr. Roquefort
  • Salz, Pfeffer

Blumenkohl in Röschen teilen, waschen und anschließend in ca. 20 min weichdämpfen, dann etwas auskühlen lassen.

Ofen auf 210 °C vorheizen. Sechs Souffléförmchen oder andere ofenfeste Schälchen ausbuttern.

Den Roquefort in kleine Stückchen schneiden. Blumenkohl im Mixer oder mit mit dem Pürierstab fein mixen.

Die Eier trennen. Die Eigelbe mithilfe einer Gabel mit dem Käse und dem Blumenkohl vermischen. Crème fraiche unterrühren, pfeffern und mit Salz abschmecken.

Die Eiweiße mit einer Prise Salz zu steifem Schnee schlagen. Mit einem Schneebesen vorsichtig unter die Blumenkohlmasse heben.

In die Förmchen füllen und 20 min backen, bis die Soufflés eine appetitliche goldbraune Farbe haben.

Schnittlauch in Röllchen schneiden und die Soufflés zum Servieren damit bestreuen.

Mit Kartoffeln und einem knackigen grünen Salat eine schöne Mahlzeit.

Rezeptquelle: Vie pratique Gourmand No. 248

flammkuchen mit tomaten

Tomatenflammkuchen

Endlich gibt es sie wieder, die reife Tomate aus der Region!

Das ist die Zeit, in der ich in der Küche und literweise Tomatensauce einkoche – für schlechte Zeiten…..Aber anstatt eine Pizzabasis mit Tomatensauce zu bestreichen, kann man auch Crème fraîche auf dem Teigfladen verteilen, Zwiebeln und Tomaten darauf legen und das ganze dann Flammkuchen statt Pizza nennen:-).

Das Originalrezept sieht ein Rucola-Topping vor – mein Rucola ist noch nicht so weit; ich habe statt dessen eine Mischung frischer Kräuter verwendet, die ich noch vorrätig hatte.

Und seid nicht schüchtern mit der Hitze: es ist ein FLAMMkuchen. Der Ursprung des Flammkuchens liegt im Brotbacken mit dem Holzbackofen. Die Flammkuchen wurden vor dem Brot eingeschoben, um auch die erste, starke Hitze des Ofens ausnutzen zu können, also den Ofen und das Blech ordentlich vorheizen, das gibt den gewünschten knusprigen Boden. Wer hat, kann natürlich auch den Brotbackstein verwenden.

Zwei großzügige Portionen, mit denen notfalls auch drei satt werden:

Für den Teig:

  • 1 Zweig Rosmarin
  • 200 gr. Mehl und etwas Mehl zum Arbeiten
  • 1 TL Trockenhefe
  • 1/2 TL Salz

Für den Belag:

  • 150 gr. Crème fraîche
  • 1 große rote Zwiebel
  • 2 Tomaten
  • 100 gr. scharfe Paprikasalami (Chorizo oder Suçuk, in Scheiben)
  • eine Handvoll schwarze Oliven
  • ein Stückchen Feta
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Handvoll Rucola oder Kräuter nach Belieben

Für den Teig die Nadeln von den Rosmarinzweigen streifen und dann fein hacken. Mehl mit den übrigen Zutaten in eine Schüssel geben und mit ca. 150 ml Wasser zu einem elastischen Teig verkneten. An einem warmen Ort zugedeckt in ca. 60 min zu doppelter Größe aufgehen lassen.

Den Backofen mit einem Blech darin auf 250 °C vorheizen. Teig noch einmal kurz durcharbeiten, dann in 2 Stücke teilen und die Stücke dünn ausrollen. Ich rolle gerne eine etwas längliche Form statt einer runden aus, weil ich so beide Flammkuchen auf einem Blech unterbringen kann. Die Teigstücke auf Backpapier legen und mit der Crème fraîche bestreichen.

Zwiebel schälen, halbieren und in dünne Ringe schneiden. Tomaten waschen und auch in dünne Scheiben schneiden. Salami ebenfalls scheibeln. Die Flammkuchen mit Zwiebeln, Tomaten, Oliven und Salami belegen, Feta darüber bröckeln und alles pfeffern, nötigenfalls auch salzen.

Das heiße Blech aus dem Ofen nehmen, Flammkuchen mittels des Backpapiers darauf ziehen und auf unterster Schiene ca 10-12 min backen. Vor dem Servieren mit Rucola oder frischen Kräutern bestreuen.

Rezept modifiziert aus “Meine Familie und ich 9/12

risotto mit roter bete

Mädchenrisotto: Risotto mit Roter Bete und Gorgonzola

Ich bin ein Kohlehydrate-Junkie. Ein Tag ohne Brot, Kartoffeln, Reis oder Nudeln? Wie soll das gehen? Im Umkehrschluß kann ich jeden Tag Kartoffeln, Nudeln oder Reis essen. Risotto gehört also auch zu meinen Favoriten. Nicht nur, weil ich Kohlehydrate brauche, sondern auch weil der Reis eine neutrale Grundlage bietet und man so bei der Zubereitung seiner Fantasie freien Lauf lassen kann.

Diesmal hatte ich Rote Bete im Haus, und die sollte zur Abwechslung mal  im Risotto landen.  Niki Segnit bescheinigt der knallfarbenen Wurzel ja einen “Hauch von Geräteschuppen”, aber ich muss doch sehr bitten. Rote Bete schmecken erdig, nach dem Garen etwas süß – und die Farbgebung ist ausgeprochen poppig. Gorgonzola als leicht scharfe, salzige Note passt dazu, finde ich.

Für 2 Personen:

  • 300 gr. kleine Rote Bete
  • 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
  • etwas neutrales Pflanzenöl
  • 250 gr. Arborio-Reis
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 l gute Gemüsebrühe
  • 100 gr. Gorgonzola
  • reichlich Pfeffer aus der Mühle

Zuerst garen wir die Rote Bete. Ich bilde mir ein, dass Rote Bete in Alufolie mit Backofen gegart am besten schmeckt, weil sich so die Aromen konzentrieren (Fluchtmöglichkeiten komplett ausgeschlossen:-)). Dazu den Backofen auf 180°C vorheizen. Die Rote Bete unter fließendem Wasser gründlich abbürsten, abtrocknen, einzeln in Alufolie wickeln, auf ein Backblech legen und im heißen Ofen je nach Größe ca. 45-60 min backen, bis sie weich und durchgegart sind. Ihr könnt die Knollen aber auch in den Schnellkochtopf geben (ich bin sicher, dass meine Mutter das so machen würde) oder in einem Topf mit Salzwasser kochen.

Die abgekühlten Rote Bete schälen und in kleine Würfelchen schneiden.

Die Zwiebel schälen und fein hacken.

Die Gemüsebrühe erhitzen und leicht am simmern halten.

Jetzt die Zwiebel in einem Topf mit dem Öl glasig dünsten, dann den Reis zugeben und ebenfalls glasig dünsten.

Mit Zitronensaft ablöschen, kurz durchrühren und dann den ersten Schöpflöffel Brühe zugeben. Unter Rühren die restliche Brühe schöpflöffelweise zugeben, den nächsten Schöpflöffel immer erst, wenn der Reis den vorherigen komplett absorbiert hat. So weiter verfahren, bis der Reis weich ist, aber in der Mitte noch einen bissfesten Kern hat.

Jetzt den Gorgonzola darüberkrümeln und kurz unterrühren. Mit reichlich schwarzem Pfeffer würzen, und sofern das nötig ist, auch mit etwas Salz.

Schon fertig!

Rezeptquelle: eigene Idee

Kohlrabiquiche mit Zwiebeln

kohlrabitarte

Er ist ein unterschätztes Gemüse, dieser Kohlrabi. Er wächst in jedem Gemüsegarten, und in jedem Supermarkt ist er günstig zu haben. Ich mag ihn gerne. Mir gefällt sowohl die knackige Konsistenz und die leichte Pfeffernote des rohen Kohlrabi, freue mich aber auch, wenn er durch den Garprozeß an Süße gewinnt.

Aber obwohl ich eine nicht geringe Anzahl an Kochbüchern besitze, finde ich es schwierig, interessante Zubereitungsarten für Kohlrabi zu finden. In den meisten meiner Bücher taucht der arme Kohlrabi  gar nicht erst auf. Und wenn sich mal ein Autor erbarmt hat, sind die Rezepte meist wenig reizvoll. Nicht schon wieder Kohlrabisuppe, Kohlrabi-Kartoffel-Gratin oder inspirationsloses Kohlrabigemüse!

Finde ich also Kohlrabi in meiner Abokiste, macht sich meist leichte Ratlosigkeit breit.  Daher war ich sehr dankbar, dieses Rezept für eine Quiche zu finden.  Und auch das Ergebnis hat mich begeistert. Der Teig wird schön zart, ist aber auf Grund des Quark-Anteils sehr leicht zu handhaben. Und die Kohlrabi-Ziegenkäse-Kombination ist für weitere Verwendung vorgemerkt. Ich könnte mir aber auch gut vorstellen, die Tarte mit einem anderen Käse zu backen – ein gut ausgereifter Gouda wäre bestimmt schön oder ein Cheddar. Möglicherweise sogar Gorgonzola….

Wenn Ihr tolle Ideen habt, was man mit Kohlrabi noch anstellen kann – ich bin für Anregungen dankbar! Aber jetzt zum Rezept:

Für den Teig:

  • 250 gr. Mehl
  • 120 gr. Quark (ich nehme gerne den 20%igen)
  • 120 gr. Butter, weich
  • 1 Ei
  • Salz
  • Butter und Mehl für die Form

Für den Belag:

  • 300 gr. Kohlrabi
  • 3 Zwiebeln
  • 3 Zweiglein Thymian
  • 250 gr. Ziegenweichkäse
  • 150 gr. Sahne
  • 3 Eier
  • Salz, Pfeffer

Zunächst den Teig zubereiten:

Dafür das Mehl mit Quark, Butter, einem Ei und 1/2 TL Salz zu einem geschmeidigen, glatten Teig verkneten. Den Teig in Frischhaltefolie packen und ca. 1 h im Kühlschrank ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Füllung  vorbereiten: Kohlrabi und Zwiebeln schälen und beides in dünne Scheiben schneiden. Die Blättchen von den Thymianstengeln zupfen.

Den Kohlrabi in kochendem Salzwasser 2 min blanchieren, abgießen und gut trocken tupfen. Die übrigen Eier mit Sahne und etwas Salz verschlagen.

Den Backofen auf 200 °C vorheizen.

Die Form buttern und mehlen. Den Teig etwas größer als die Form ausrollen, in die Form legen und andrücken.

Tarte mit Kohlrabi und Zwiebeln belegen, Thymian-Blättchen darüber streuen, Käse darüber krümeln und mit der Eiersahne begießen.

Im vorgeheizten Ofen 20 min backen, dann die Temperatur auf 150 °C reduzieren und die Tarte in ca. 35 min fertig backen.

Danach noch kurz abkühlen lassen.

Die Tarte schmeckt am besten lauwarm; wir haben aber die Reste kalt zum Picknick gegessen, und auch das war erfreulich.

Rezeptquelle: Lust auf Genuss 8/2012