
Natacha Comar sagt von sich selbst, dass sie verrückt nach Feta ist. Das ist wohl eine Familienangelegenheit, denn schon in ihrer Kindheit gab es zuhause immer Feta – die Eltern kauften Großpackungen in Lake, die nie lange hielten. Dort wurde der Käse aber eher nicht als Zutat verwendet, sondern immer zum Essen dazu gereicht. Selbst verwendet sie Feta aber vielseitiger – was sie mit diesem Buch unter Beweis stellt.
Das Buch beginnt mit einer kleinen Warenkunde: am besten Feta in Lake kaufen – ob mit Ziegenmilchanteil oder reiner Schafsfeta ist Geschmackssache; der Feta mit Ziegenmilchanteil ist fester und schmeckt etwas säuerlicher.
Spannend finde ich die Einteilung der Rezepte – die erfolgt nämlich nach der Zubereitungsdauer: das reicht von 20 Minuten im Kapitel „Express“ bis hin zu mehr als einer Stunde im Kapitel „Mit Muße“. Die Rezepte sind allesamt vegetarisch und sehr vielfältig: das reicht von absoluten Basics wie Rührei mit Feta oder griechischem Salat über Filoteig-Pastetchen mit Feigen und Feta, Blätterteig-Tarte mit Karottengrün-Pistazien-Picada bis zu griechischer Linsensuppe mit Feta-Topping oder Nudel-Saganaki.
Alles was ich ausprobiert habe, war problemlos nachkochbar und hat uns gut geschmeckt. Die Rezepte sind übersichtlich gegliedert und die Zutaten leicht erhältlich. Besonders nützlich sind kleine Piktogramme neben den Rezepten, die Aufschluß darüber geben, wie viele Personen von dem Gericht satt werden, wie lange Zubereitungs- und Garzeit sind und in welche Jahreszeit das Gericht am besten passt. Und dann gibt es noch zwei Register – eines nach Rezepttiteln und eines nach Zutaten.
Schon mal ausprobiert:

Ofengemüse ist hier immer gerne gesehen – und hier geht das sogar als Hauptgericht durch: Karotten und Kidneybohnen werden mit Harissa geröstet, auf einer Joghurtsauce serviert und mit Mandelblättchen und Feta bestreut; eine wirklich feine Sache, die ohne große Umstände auf dem Tisch steht.

Diese Taler basieren auf Brokkoli, Feta und Parmesan. Sie werden im Ofen gegart und sind außen schön knusprig und innen saftig.

Arayes habe ich hier schon mal ausprobiert. Grundsätzlich das dünne, gefüllte Fladenbrote. Klassisch ist es Pita mit Fleischfüllung. Hier wird der Pita-Teig mit einer Mischung aus roten Linsen, Walnuss und Feta gefüllt. Ist nicht so fotogen – aber ein echter Keeper.

Spanakopita ist normalerweise eine eher etwas anspruchsvollere Geschichte – Filoteiglagen mit Spinatfüllung. Hier wird ein einfacher Teig mit Feta-Anteil zusammengerührt und die Füllung punktet mit Spinat und weiterem Feta – eine gute Idee die uns alle erfreut hat.

Das ist eine Blumenkohl-Süßkartoffelsuppe mit Mais. Schön cremig und das Topping aus geröstetem Mais und Feta tut sein Übriges.
Fazit:
Wer Feta mag, kommt hier auf seine Kosten, und zwar mit abwechslungsreichen und kreativen vegetarischen Rezepten für jede Gelegenheit.
- Herausgeber: Landwirtschaftsverlag Münster
- Sprache: Deutsch
- Gebundene Ausgabe, 160 Seiten
- ISBN: 978-3784358215
- € 24,00


Wie wundervoll. Dankeschöööön