Kochbuch: Nudeln, Nudeln, Nudeln | Mike & Stephanie Le

Stephanie und Mike Le betreiben zusammen den Foodblog „i m a foodblog„. Den Blog lese ich sehr gerne, alleine schon wegen seiner Vielseitigkeit. Asiatisch inspirierte Rezepte spielen eine große Rolle – und Nudeln; die beiden lieben Nudeln. Genau wie ich, und deswegen schauen wir jetzt mal etwas genauer hin.

Nudeln sind extrem vielseitig und jede Esskultur hat ihre typischen Rezepte. Stephanie und Mike Le haben sich auf der ganzen Welt umgesehen, sich durchgefuttert und zuhause die Rezepte nachempfunden, sie sind also sehr vielseitig – asiatische Nudelgerichte sind genauso vertreten wie italienische Pasta und amerikanische Rezepte, die die verschiedenenen Kochkulturen zu etwas Neuem verschmolzen haben.

Geordnet sind die Rezepte nach Anlässen – es gibt Wohlfühlessen, schnelle Feierabendgerichte, Beeindruckendes für besondere Anläße, Ideen für spontane Nudelparties, wohltuende Nudelsuppe und natürlich Lasagne. Die Rezepte sind wirklich abwechslungsreich: klassischer Sugo mit Tagliatelle, Udon mit Schweinefleisch aus dem Ofen, die an Tacos erinnern, Moules frites mit Nudeln statt Pommes, klassische Pho, koreanisches Armee-Fondue, selbstgemachte Chitarra – man findet etwas für jeden Anlaß und für jedes Zeitfenster.

Und bestimmten Kategorien von Nudelgerichten haben die beiden jeweils eigene kleine Kapitel gewidmet: da gibt es zum Beispiel einen Baukasten für Nudel-Bowls, eine Sauce für Wok-Nudeln mit Ideen für Nudeln und Extras, es wird aufgedröselt, was eine Laksa ausmacht und auch Ideen zum Aufmotzen von Instantnudeln fehlen nicht. Und auch verschiedene Grundrezepte wie für selbstgemachten Nudelteig, verschiedene Toppings oder Chili Crisp sind im Buch zu finden.

Die Rezepte sind nicht nur vielseitig, was ihre Herkunft angeht, auch der Aufwand ist unterschiedlich – es gibt Rezpte mit einfachen Zutaten, die in der Kochzeit der Nudeln auf dem Tisch stehen genauso wie Gerichte, für die man mehr investieren muss. Den Rezepten gemeinsam ist, dass sie gut strukturiert sind, das Nachkochen ist kein Problem.

Zu jedem Gericht gibt es ein paar einführende Worte; es wird angegeben wie viele Personen davon satt werden (meist sind es zwei oder vier) und es werden Toppings vorgeschlagen, um das Gericht noch etwas aufzupeppen. Auch der eine oder andere Küchentipp fehlt nicht, ebenso wenig ein Register, in dem man findet, was man sucht.

Kurz ein paar Worte zu den äußeren Werten: das Layout ist schön hell und übersichtlich. Die Rezepte sind in praktischen Spalten gehalten und jedes Gericht hat ein ganzseitiges Foto spendiert bekommen. Die Kapitel, in denen einzelne Nudelgerichte vorgestellt werden, sind farblich abgesetzt – insgesamt ist das alles ebenso hübsch wie praktisch.

Neulich landete eine riesige Packung Shanghai-Nudeln in meinem Einkaufskorb (der Asiashop hatte nur 2-kg-Packungen). Ein Teil davon landete in diesen Shanghai-Bratnudeln mit Schweinebauch und Grünkohl. Das Fleisch war zart, das Gericht sehr aromatisch und schnell auf dem Tisch stand es auch. Nur würde ich beim nächsten Mal das Fleisch portionsweise anbraten; mir fehlten etwas die Röstaromen.

Das sind Franco-Macs: also Mac and Cheese in einer reichhaltigen Käsesauce, aufgepeppt mit einer schönen Portion karamellisierten Zwiebeln, eine Anlehnung an französische Zwiebelsuppe – üppig und gut.

Es gibt nicht nur Ramen und Pho – sondern auch taiwanesische Rindfleisch-Nudelsuppe, und die verdient wirklich Beachtung. Die Brühe ist leicht scharf dank Doubanjiang und wunderbar aromatisch dank einer speziellen Gewürzmischung – das wird ein Dauerbrenner im Hause magentratzerl.

Das sind Nudeln in Knoblauchbutter mit Geheimzutat. Steht in der Kochzeit der Nudeln auf dem Tisch und ist super aromatisch dank – Austernsauce, die leichte Süße und das Umami sorgen dafür, dass die Pasta nach mehr schmeckt. Nur Angst vor Knoblauch sollte man nicht haben – es sind zwei Knollen für 4 Personen.

Die Taco-Lasagne kommt ohne Bechamel aus; sie ist gefüllt mit einem Rindsragout mit Taco-Aromen und einer großzügigen Menge Käse. Das hat uns gut gefallen; auch wenn ich einen Fehler gemacht habe – ich habe das Rezept halbiert und hätte auch die Teigplatten kleiner machen sollen, so hatte ich zu wenig Sauce. Beim nächsten Mal dann…

Fazit:

Im Original heißt das Buch „That Noodle Life“ – und man merkt dem Buch auch an, welch große Rolle Nudeln im Leben von Steph und Mike Le spielen. Der Tonfall ist enthusiastisch, die Rezepte sind abwechslungsreich und bedienen sich bei (fast) allen Nudeltraditionen dieser Welt. Die US-amerikanische Herkunft scheint ebenso durch die asiatischen Wurzeln des Autorenpaares – für mich eine erfrischende Perspektive.

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