Mac & Cheese auf griechische Art

Also, wenn ich schon ein Blogevent im Kochtopf organisieren darf (danke 🙂 ), dann mache ich natürlich auf selbst mit: Mac & Cheese gehen hier immer. Die klassische Version kommt gerne mal auf den Tisch, aber es gibt ja auch genug Möglichkeiten, das Gericht abzuwandeln. Für dieses Mal habe ich mir eine griechisch inspirierte Version herausgesucht:

Die Pasta landet in einer Bechamelsauce, die mit  Feta und Mozzarella angereichert wurde, außerdem mit Spinat. Kirschtomaten und Oliven sind auch mit von der Partie. Uns hat das gut gefallen – es ist käselastiges Comfort Food, aber durch den Gemüseanteil trotzdem etwas leichter und schön frisch.

À propos leichter – im Original stammt das Rezept von hier; und weil die Autorin sich der schlanken Küche verschrieben hat, werden fettarme Milch und fettarmer Mozzarella verwendet; ich habe hier jeweils auf die Normalversion zurückgegriffen.

Mac & Cheese griechische Art

Pasta und Käsesauce mit griechischer Note

Gericht Hauptgericht, vegetarisch
Keyword Pasta
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 250 g Nudeln eine kurze, geringelte Sorte
  • 30 g Butter plus etwas für die Form
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 30 g Mehl
  • 500 ml Milch
  • 1 Kugel Mozzarella
  • 150 g Feta
  • Oregano
  • Majoran
  • 250 g Kirschtomaten
  • 10 Kalamata-Oliven
  • 200 g Spinat
  • gehackter Dill zum Bestreuen
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Anleitung

  1. Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine große oder 4 kleine Auflaufformen mit Butter ausstreichen. 

  2. Pasta in reichlich Salzwasser al dente kochen, dann abgießen und beseite stellen. 

  3. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. 

  4. Butter in einem Topf schmelzen. Zwiebel und Knoblauch darin glasig andünsten, dann das Mehl darüber streuen und unter Rühren weiterbraten. Die Milch unter Rühren nach und nach angießen, alles zum Kochen bringen und bei milder Hitze köcheln lassen, bis sich der Mehlgeschmack verliert. 

  5. Tomaten halbieren. Oliven ebenfalls halbieren. Feta und Mozzarella zerkleinern. Die  Sauce von der Hitze nehmen, Spinat, Tomaten und Kräuter zugeben. Den gesamten Mozzarella und die Hälfte des Feta in die Sauce geben, rühren bis alles geschmolzen ist und mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

  6. Pasta und Sauce in die vorbereitete Form geben und mit dem restlichen Feta bestreuen. 

  7. Im heißen Ofen ca. 20 min backen, bis die Sauce blubbert und die Oberfläche knusprig ist.

  8. Zum Servieren mit gehacktem Dill bestreuen. 

Pizza Bianca mit Garnelen, Zucchini und Minze

Eigentlich seltsam, irgendwie kommt hier Pizza meist mit Tomatensauce auf den Tisch; das ist einfach eine Gewohnheit. “Pizza de Luxe“* hat mich da etwas aufgerüttelt; es locken da einfach viele Pizzarezepte ohne Tomatensauce.

Diese hier hat mich besonders angelacht, und das nicht nur, weil noch Garnelen da waren und die Abokiste mir Zucchini spendierte. Mich hat besonders die Kombination mit der Minze gereizt – und die ist wirklich toll, probiert das aus, unbedingt.

Für den Teig habe ich wieder auf eine Mischung von selbstgemahlenem Vollkornmehl und Weizen 550 zurückgegriffen; wer sein Vollkornmehl kauft, kann auch nur Vollkorn nehmen; das selbst gemahlene Mehl ist da wesentlich gröber.

Für eine Pizza von 30 cm Durchmesser:

Boden:

  • 180 g Weizenvollkornmehl
  • 150 g Weizenmehl 550
  • 180 Wasser
  • 1 g Trockenhefe
  • 7 g Salz
  • 10 ml Olivenöl

Belag:

  • 2 EL frische Minze, gehackt
  • 3 EL Olivenöl, plus etwas zum Beträufeln
  • 1 kleiner Zucchino
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 150 g Mozzarella
  • 4 bis 5 Riesengarnelen

Für den Teig die Mehlsorten mit dem Wasser in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Alles grob vermengen und 20 min ruhen lassen. Dann die restlichen Zutaten zugeben und alles zu einem elastischen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst. Den Teig 30 min bei Zimmertemperatur ruhen lassen, dann die Schüssel gut abdecken und den Teig mindestens 8 h im Kühlschrank ruhen lassen.

Für den Belag die Minze eine Stunde im Olivenöl ziehen lassen.

Wenn es ans Backen geht, den Ofen mitsamt Pizzastein auf 250°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Arbeitsfläche leicht bemehlen und den Teig darauf zu einer Kugel formen. Die Kugel zu einem Kreis flachdrücken, dann mit den Fingern einen Rand formen und den Teig nach außen ziehen, damit sich der Durchmesser vergrößert. Wenn der Durchmesser sich verdoppelt hat, eine Hand seitlich auf dem Teig platzieren  und mit der anderen Hand gegenüber den Teig vorsichtig dehnen und ziehen. Dann auf den leicht bemehlten Pizzaschieber geben.

Nun den Zucchino putzen und der Länge nach in ca. 3 mm dünne Scheiben schneiden; das geht am besten mit einer Mandoline. Die Scheiben salzen, mit etwas Olivenöl bestreichen und in einer heißen Pfanne auf jeder Seite kurz grillen, bis sie gar und appetitlich gebräunt sind.

Garnelen putzen und längs halbieren.

Mozzarella in dünne Scheiben schneiden und gleichmäßig auf dem Pizzaboden verteilen, dabei einen Rand von 3 bis 4 cm lassen. Mit Zucchinischeiben und Garnelen belegen, dann die Pizza vorsichtig vom Schieber auf den Pizzastein gleiten lassen. Backen, bis der Rand schön braun ist und der Käse blubbert. Herausnehmen, mit Minzöl beträufeln und mit Minzeblättern garnieren.

Buchweizen-Clafoutis mit Lauch, Schinken und Mozzarella


Klassischerweise ist ein Clafoutis eine traditionelle Süßspeise – Kirschen werden dafür mit einem dicken Pfannkuchenteig bedeckt und im Ofen gebacken. Im Ergebnis ist das Ganze ein Mittelding zwischen Auflauf und Kuchen.
Die moderne französische Küche beschränkt dieses Prinzip aber nicht auf Süßspeisen – man kennt herzhafte Clafoutis, genau, wie man herzhafte Crumbles und herzhafte Rührkuchen kennt. Die Variante mit Lauch aus dem Ducasse* hat mich gleich angesprochen, und ich kann sie Euch wärmstens empfehlen: es ist ein einfach gemachtes Gericht, das nicht nur schmeckt, sondern es ist auch gleich alles drin, was man braucht: Gemüse, Käse, Schinken und Kohlehydrate. Vielleicht noch ein Salat dazu, und alles ist gut.
Ach so – ich habe es in der Rezension schon erwähnt, Ducasse verwendet sehr oft Buttermilch in seinen Gerichten. Das hier ist ein Beispiel. Die feine Säure passt sehr gut.
Es wird hier eine Mischung aus Weizenmehl und Buchweizenmehl verwendet. Wer den Auflauf glutenfrei haben möchte, kann auch nur Buchweizenmehl verwenden.

Für 4 bis 6 Personen:

  • 4 mittelgroße Stangen Lauch
  • 1 Kugel Büffelmozzarella
  • 200 g Kochschinken
  • 3 Eier (Größe L)
  • 20 g Weizenmehl
  • 25 g Buchweizenmehl
  • 150 g gemahlene Mandeln
  • 250 ml Buttermilch (original: 200 ml)
  • 250 g Crème fraîche
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Den Lauch putzen und in ca. 0,5 cm breite Ringe schneiden. In einen Durchschlag geben, unter fließendem Wasser gründlich waschen, dann abtropfen lassen.
Den Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Mozzarella abtropfen lassen und in ca. 1 cm große Würfel schneiden, Schinken ebenfalls würfeln.
Die Eier in einer großen Schüssel zuerst mit den beiden Mehlsorten verquirlen, dann die gemahlenen Mandeln, Buttermilch und Crème fraîche unterrühren. Salzen, dann Lauch und Schinken unterheben.
Eine Auflaufform mit Butter ausstreichen. Die Eiermischung hineingeben und alles mit dem Mozzarella bestreuen.
Im Ofen ca. 30 min backen, bis die Ränder gebräunt sind und der Käse blubbert.

Kichererbsen-Gnocchetti mit Auberginen-Tomaten-Sauce

Ich liebe ja handgemachte Pasta; und ich meine damit die Sorten, die wirklich nur von Hand gemacht werden können. Also, so etwas wie diese Malloreddus hier, oder die Orecchiette. Oder Pici.  Die Liste muss noch fortgesetzt werden. Ich muss in der richtigen Stimmung sein, dann finde ich nichts entspannender, als jede einzelne Nudel von Hand zu rollen. Pasta-Zen.

Ich ging also innerlich auf der Stelle in Habacht-Stellung, als ich hier* von den Kichererbsen-Gnocchetti las. Das musste ich sofort probieren.

Das ganze ist ein klassisches Rezept aus Ligurien. Im Teig ist kein Kichererbsenmehl, sondern gegarte Kichererbsen. Die Pasta ist ein wenig … hmpf….chewy (irgendjemand eine Idee für eine deutsche Entsprechung?) und verträgt sich gut mit rustikalen Saucen. Die Gnocchetti werden genauso geformt wie Malloreddus. Man braucht ein Gnocchi-Brett* dafür. Aber ganz ehrlich….das ist ein wirklich nützliches Hilfsmittel, das es für ganz kleines Geld gibt. Und ich habe es wirklich oft in Gebrauch. Nehmt aber eines mit einem kleinen Rollholz, dann kann man es nämlich auch benutzen, um zum Beispiel Penne zu machen.

Genau, die Sauce. Das ist ein Rezept, das ursprünglich auf Jamie Oliver* zurückgeht. Ich mache diese Sauce oft – genaugenommen immer dann, wenn Auberginen in der Abokiste sind und ich sonst keine Idee habe, was ich damit machen könnte. Ein Familienklassiker, sozusagen :-).

Also los – das Rezept reicht für 4 Personen:

Gnocchetti:

  • 140 g gegarte Kichererbsen
  • 2 Eier (meine hatten Größe L, M geht auch noch)
  • 2 EL warmes Wasser
  • 200 g Mehl 405
  • etwas Salz

Sauce:

  • 1 Aubergine
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 etwas Olivenöl zum Braten
  • etwas Rotweinessig
  • 1 Prise Chiliflocken
  • 1 Dose Tomaten (400 g)
  • 50 g Sahne
  • 1 Kugel Kuhmilch-Mozzarella
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Zuerst zu den Gnocchetti:

Dafür die Kichererbsen mit den Eiern und dem Wasser in einen Meßbecher geben und alles glatt pürieren. Dann in eine Schüssel umfüllen, das Mehl zugeben, mit etwas Salz würzen (ich hatte einen halben Teelöffel) und zu einem glatten Teig verkneten. Der Teig muss nicht ruhen, das ist praktisch.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit Mehl bestäuben. Vom Teig ein Stück abnehmen, den Rest in Frischhaltefolie wickeln, damit er nicht austrocknet. Auf der ganz leicht bemehlten Arbeitsfläche eine Wurst von ca. 12 mm Dicke rollen. Diese dann in 12 mm kleine Stückchen schneiden. Jedes Stückchen mit der Innenseite des Daumens über ein Gnocchi-Brett rollen, so entsteht eine kringelige Form mit Rillen auf der einen und einer kleinen Einbuchtung auf der anderen Seite. Fertige Gnocchetti auf das Blech legen und weitermachen, bis der Teig aufgebraucht ist.

Jetzt zur Sauce: Dafür die Aubergine in ca. 0,5 cm große Würfel schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken.

Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Auberginenwürfel darin rundherum goldbraun anbraten. Knoblauch zugeben und kurz mitrösten. Dann die Tomaten angießen, einen Schuss Rotweinessig und die Chiliflocken zugeben und salzen. Mit aufgelegtem Deckel köcheln lassen, bis die Auberginen gar sind sind und die Sauce sämig ist, dann die Sahne angießen.

Für die Pasta einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Gnocchetti zugeben und in ca. 3 min bissfest kochen, dann abgießen.

Den Mozzarella in die Sauce zupfen und unter Rühren schmelzen lassen.

Wenn man es richtig macht, vermischt man jetzt die Gnocchetti mit der Sauce und bringt dann alles gleich zu Tisch. Es gibt hier aber Personen, die das nicht mögen, also serviere ich getrennt.

 

Pasta mit Mozzarella in Sojasauce

Ich bin ein Sojasaucen-Junkie. Ich mag den Geschmack, und ich mag den Extra-Wumms, den ein paar Tröpfchen Sojasauce so manchem Gericht geben. Eine Literflasche Kikkoman habe ich immer da, und sie wird in absehbarer Zeit verbraucht.

Klar, dass ich das Rezept für in Sojasauce eingelegten Mozzarella aus “Fermentieren leicht gemacht“* auf der Stelle testen musste. Und ich finde, das solltet Ihr auch. Der im Grunde etwas langweilige Kuhmilch-Mozzarella bekommt durch die Sojasaucen-Lake, einen runden, leicht erdigen Geschmack. Das ist toll.

mozzarella-in-sojasauce

Für den Mozzarella nehmt Ihr bitte Mozzarella aus Kuhmilch, der aus Büffelmilch ist zu weich und zerfällt.

Für den Mozzarella:

  • 4 Kugeln Mozzarella
  • 8 g feines Meersalz
  • Pfeffer
  • 50 ml Sojasauce pro 100 ml Wasser

Den Mozzarella abtropfen lassen, dann die Kugeln mit 2/3 des Salzes einreiben. Den Käse dann auf einen mit einem sauberen Tuch bedeckten Teller legen. Den Käse pfeffern, dann an einem kühlen Ort zugedeckt trocknen lassen. Nach 24 h das Tuch wechseln, Käse erneut salzen und pfeffern und weitere 24 h trocknen lassen.

Den Käse in ein passendes Einmachglas geben. Die Lake auf der Basis von Sojasauce herstellen. Ihr benötigt ca. 300 bis 400 ml Lake. Die Lake so auf den Käse gießen, dass dieser bedeckt ist. Käse mit einem Gewicht bedecken und das Glas verschließen.

Käse in kühlsten Teil des Kühlschranks 1 Monat reifen lassen.

Wenn der Mozzarella fertig ist, dann kann man ihn als Antipasto servieren. Man kann ihn zum Gratinieren verwenden. Die Lake ist ein schönes Würzmittel. Ich habe ein Rezept aus dem Buch aufgegriffen und Mozzarella und Lake für ein Pastagericht verwendet. Das Essen hat Spaß gemacht – aber mit einer Einschränkung: beim nächsten Mal würde ich statt der getrockneten Pilze frische nehmen. Das Aroma des Gerichts war mir dann doch ein wenig zu erdig.

pasta-mit-mozzarella-in-sojasauce1

Für 4 Personen:

  • 60 g gemischte getrocknete Pilze (beim nächsten Mal 400 g frische)
  • 2 Kugeln Mozzarella in Sojasauce
  • 1 Zwiebel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 400 g Pasta – ich hatte bunte Fusilli
  • etwas Olivenöl
  • eine Handvoll gehackte glatte Petersilienblättchen

Die Pilze mit kochendem Wasser übergießen und 1 h einweichen lassen. Oder man nimmt gleich frische Pilze und schneidet sie blättrig.

Eingeweichte Pilze abgießen und in mundgerechte Stücke schneiden.

Von den Mozzarella-Kugeln die äußere Schicht mit einem Löffel abschaben und das Abgeschabte mit 130 ml der Lake verrühren.

Den abgetropften Käse in kleine Stücke schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken.

Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin glasig andünsten. Dann die Pilze (frisch oder getrocknet) zugeben und weiterbraten.

Die Pasta nach Packungsanleitung bissfest garen. Wenn man getrocknete Pilze verwendet, etwas Pasta-Kochwasser zu den Pilzen geben und einkochen lassen, das Ganze wird sonst zu trocken.

Jetzt die Hitze wegnehmen und die Lake zugeben. In der Lake ist Käse – also Vorsicht mit der Hitze und immer wieder mal durchrühren, sonst gerinnt das Ganze.

Pasta abgießen und zu den Pilzen in die Pfanne geben. Die Mozzarella-Stückchen zugeben und alles unter Rühren erwärmen.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zum Servieren mit den Petersilienblättchen garnieren.

 

Filoteig-Pizza mit Tomaten und Mozzarella

filoteig-pizza

Pizza geht hier ja immer. Ich müßte fast einmal ausprobieren, wie oft ich sie auf den Tisch bringen kann, bevor es zur Meuterei kommt 😉 .

Bei dieser Variante aus “Streetfood – Imbiß für Feinschmecker“* kam jedenfalls kein Protest auf: kleine Pizzas auf Filoteigbasis. die sind nicht nur rasch gemacht und praktisch, wen man mal vergessen hat, Hefeteig anzusetzen, sondern bringen auch noch etwas Besonderes mit. Die Filoteigschichten blättern beim Backen nämlich wunderbar auf; das sorgt für ein schönes Mundgefühl.

Und sonst? Das Rezept ist typisch für Hans Jörg Bachmeier, denn er hat sich auf die Fahnen geschrieben, aus einfachen Zutaten gutes Essen zu zaubern. Voilà – gelungen!

Für 4 Personen:

  • 4 Blätter Filoteig
  • 1 Eigelb
  • 1 EL Sahne
  • 200 g Mozzarella
  • 8 Cocktailtomaten
  • 4 EL Tomatensauce
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

zum Fertigstellen:

  • Parmesanspäne
  • kleine Basilikumblätter
  • Olivenöl

Den Backofen auf 160°C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Die Filoteigblätter jeweils vierteln. Eigelb und Sahne verquirlen und die Teigblätter damit bestreichen. Die Viertel aufeinander legen, dann rund ausstechen. Ich habe  6 Kreise zu je 10 cm ausgestochen. Die Kreise auf das Blech legen und im Ofen 4 min backen.

Mozzarella in dünne Scheiben schneiden. Tomaten waschen und halbieren. Teig aus dem Ofen nehmen, jeden Kreis mit ein wenig Tomatensauce bestreichen, mit  Tomatenhälften und Mozzarella belegen. Mit Salz und Pfeffer würzen und 4 weitere Minuten im Ofen backen.

Herausnehmen, mit Parmesanspänen, Basilikumblättchen und ein paar Tropfen Olivenöl garnieren.

Gefüllte Lasagne-Paprika

gefuellte paprika

Ich habe tatsächlich eine Zeitlang überlegt, ob ich das Rezept mit Euch teilen soll. Wegen des Fotos. Ich bin da ja nicht sonderlich empfindlich, aber diese Paprika, die waren schon recht zickig beim Ablichten. Ich habe mich dann aber doch durchgerungen, denn sie schmecken wirklich wunderbar. Ihr müßt mir das jetzt einfach mal glauben, ok?

Das Rezept habe ich bei Erin Alderson* gefunden. Sie macht nicht nur schöne Bücher , sondern bloggt auch regelmäßig schöne Rezeptideen. Das mit der Lasagne kommt daher, dass kleine gegarte Nudeln, Tomatensauce und eine Ricottacreme in den Paprika landen. Mit Käse überbacken wird natürlich auch :-).

Das Ganze ist einfach mal etwas komplett anderes als die gefüllten Paprika, die mir sonst so untergekommen sind (ihr wißt schon….mit Hackfleisch, mit Reis, mit Linsen; nicht schlecht, aber Abwechslung ist noch besser.)

Die Tomatensauce, die verwendet wird, ist auch toll – sie wird aus im Ofen gerösteten Tomaten gemacht. Im Original kommt nur etwas Sauce in die Paprikaschoten; ich habe zusätzlich die restliche Sauce auf dem Boden der Auflaufform verteilt.

Für ca. 4 Portionen:

  • 4 rote Spitzpaprika
  • 60 g Orzo (Reisnudeln, Kritharaki)
  • etwas Olivenöl
  • 120 g Ricotta
  • 1 Ei
  • 1/2 TL gerockneter Oregano
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Kugel Mozzarella

Für die Sauce:

  • 450 g Tomaten
  • 1 Schalotte
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 TL Olivenöl
  • 1 TL Zitronensaft
  • Salz
  • 6 frische Basilikumblättchen

Wir starten mit der Sauce: Den Ofen auf 220° Ober-und Unterhitze vorheizen.  Schalotte und Knoblauchzehen schälen. Tomaten und Schalotte vierteln und in einer Auflaufform mit Knoblauch, Salz und Olivenöl vermischen. Im heißen Ofen ca. 40 min garen, bis die Tomaten weich sind und ihre Haut zu bräunen beginnt. Alles in einen Mixer geben, Basilikum und Zitronensaft zufügen und zu einer dickflüssigen Sauce aufmixen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und beiseite stellen.

Backofengrill auf 250°C stellen. Paprika halbieren, Kerne und die weißen Wände herausholen. Im Ofen ca. 2 min garen; sie werden etwas weich und die Haut reißt ein. Beiseite stellen; Ofenhitze auf 190°C reduzieren.

Den Boden einer Auflaufform mit etwas Tomatensauce bedecken und die Paprikaschoten mit der Öffnung nach oben darauf verteilen.

Die Pasta nach Packungsanweisung garkochen, abgießen, mit etwas Olivenöl vermengen und beiseite stellen. Ricotta mit Ei und Oregano verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Jetzt in jede Paprikaschote zunächst etwas Tomatensauce geben. Darauf jeweils Nudeln verteilen, dann die Ricottamischung. Mozzarella in Scheiben schneiden und ebenfalls auf der Füllung verteilen.

Im heißen Ofen ca. 20 min backen, bis der Käse geschmolzen und die Füllung heiß ist.

 

Balsamico-Linsen mit gebackenem Mozzarella

balsamico-linsen und ciabatta

Linsen gehören ja hier zu unseren Lieblingslebensmitteln. Die kleinen Kraftpakete schmecken nicht nur fein, sie sind auch unglaublich variabel. Für neue Ideen bin ich da immer empfänglich.

So wie diese hier, die Christain Henze in “A tavola!“* präsentiert: vorgegarte Linsen werden mit Balsamico, Chili und Basilikum aromatisiert. Als Dreingabe gibt es Mozzarella, der mit Mandeln paniert und ausgebacken wird.

Das Ganze ist aromatisch stimmig – Linsen und Säure, das passt. Und der Mozarella macht das Ganze zu einer Hauptmahlzeit.

Als Dreingabe gibt es noch ein wenig Tomaten-Pesto. Ich war abgelenkt und hhabe zu spät bemerkt, dass das Schälchen mit dem Pesto es nicht auf’s Foto geschafft hat. Geschmeckt hat es aber trotzdem 🙂 .

Für 4 Personen:

Für das Pesto:

  • ca. 100 g getrocknete Tomaten in Öl
  • 100 g Parmesan (oder Pecorino)
  • 1/2 rote Chilischote
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 3 EL Tomatenmark
  • 2 EL Pinienkerne
  • 2 EL Condimento bianco (ich: Tomatenessig)
  • etwas Zucker
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • ca. 8 EL Olivenöl

Für die Linsen:

  • 150 g Linsen, kleine, dunkle (ich hatte  Puy)
  • 5 EL Aceto Balsamico
  • 2 EL Crema di Balsamico (ich habe Granatapfelbalsam genommen)
  • 1/2 TL Zucker
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 5 EL Olivenöl
  • 2 Stängel Basilikum

Für den Mozzarella:

  • 2 Kugeln Mozzarella (je 125 g)
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 2 EL Mehl (ich: Dinkel 630)
  • 4 EL gemahlene Mandeln

Zuerst das Pesto vorbereiten: dafür die Tomaten abtropfen lassen und in grobe Stücke schneiden. Käse grob raffeln. Chilischote entkernen. Knoblauch schälen und grob hacken. Tomaten, Käse, Chili, Tomatenmark, Pinienkerne, Knoblauch, Essig und 3 EL Wasser in einen Zerkleinerer geben und alles zu einer feinen Paste pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken und das Olivenöl einrühren.

Die Linsen nach Packungsanweisung gar kochen, dann abgießen.

Die Chilischote fein würfeln. Für das Dressing Balsamico, Crema di Balsamico, Zucker, Chiliwürfel, Salz und Pfeffer verrühren. Dann das Olivenöl unter Rühren in einem feinen Strahl einlaufen lassen. Basilikumblättchen zupfen, in feine Streifen schneiden und in das Dressing geben. Dressing über die Linsen geben, vermischen und etwas durchziehen lassen.

Die Mozzarellakugeln gründlich abtropfen lassen. Die Eier verquirlen. Den Käse in Würfel schneiden, die Würfel mit Salz und Pfeffer würzen und im Mehl wenden. Käsewürfel durch die verquirlten Eier ziehen, dann in den Mandeln wälzen.

Frittieröl erhitzen. Das Öl ist heiß genug, wenn an einem (hölzernen) Kochlöffelstiel, den man ins Öl tunkt, Blasen aufsteigen. Die panierten Würfel portionsweise je ca. 1 min ausbacken.

Zum Servieren die Linsen auf Teller verteilen und die Mozarellawürfel darauf legen. Das Pesto dazu reichen.

Suppengrün-Lasagne

suppengrün-lasagne

Diese Lasagne aus “Jetzt! Gemüse“* hat mich überrascht – ein Bund Suppengrün spielt darin die Hauptrolle. Im Grunde ist das Ganze eine Variation der klassischen Bolognese – statt Fleisch kommt eben zerkleinertes Gemüse in die Tomatensauce.

Überrascht war ich, weil ich mir den Geschmack anders vorgestellt habe – eher deftig. Aber das Suppengrün kann offensichtlich auch zarter, die Lasagne kommt recht mediterran daher.

Schneller auf dem Tisch als eine klassische Lasagne steht sie auch, denn sie kommt ohne Bechamelsauce aus. Das bedeutet aber nicht, dass sie leichter ist – es wird ordentlich Mozzarella und Butterkäse eingebaut.

Für 4 hungrige Esser:

  • 1 große Stange Lauch
  • 400 g Karotten
  • 400 g Knollensellerie
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 Dose Tomaten (400 g)
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 EL getrockneter Oregano
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 250 g Mozzarella
  • 350 g Butterkäse
  • etwas Öl für die Form und zum Beträufeln
  • 200 g Lasagneblätter (die getrockneten, vorgegarten)

Den Lauch putzen, dann der Länge nach aufschneiden, unter fließendem Wasser gründlich ausspülen. Dann der Länge nach in Streifen und anschließend quer in Stücke schneiden.

Karotten und Sellerie schälen und in kleine Würfel schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken.

Etwas Öl in einem großen Topf erhitzen. Lauch, Karotten, Sellerie bei mittlerer Hitze zugedeckt ca. 5 min anbraten, dann Knoblauch und Oregano zugeben und kurz mitbraten. Tomaten zugeben, alles mit Salz und Pfeffer würzen und die Sauce ca. 30 bis 40 min köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist. Ich habe den Deckel aufgelegt, damit die Sauce nicht zu sehr eindickt. Die Lasagneplatten brauchen ja Flüssigkeit. Im Rezept wird ohne Deckel gekocht.

Während die Sauce kocht, Mozarella und Butterkäse in feine Streifen schneiden und miteinander vermischen. Eine passende Auflaufform mit Öl einpinseln. Den Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die Auflaufform mit einer dünnen Schicht Käse auslegen, diese mit Lasagneplatten bedecken und schließlich eine Schicht vom Suppengrün-Sugo darauf geben. So weiter verfahren, bis alle Zutaten aufgebraucht sind, dabei mit einer Schicht Käse enden. Etwas Öl auf die Käseschicht träufeln und die Lasagne im heißen Ofen ca. 45 min backen, bis die Nudeln gegart und der Käse leicht gebräunt ist.

Die Lasagne 5 min ruhen lassen (sie lässt sich dann leichter schneiden) und servieren.

Pizza – die Lieblings-Basisversion

pizza

Sandras schöner Blog feiert Geburtstag. Sie ist nicht nur die Königin von Cookie und Topfbrot, sondern organisiert auch viel und hilft gerne aus, wenn es mal klemmt. Klar, dass ich ihr zum Geburtstag eine Pizza vorbeibringe, wenn sie auf der Suche nach Tipps und Tricks für die perfekte Pizza ist.

Wobei ….. gar nicht so einfach. Pizza gibt es oft bei uns. Klassischerweise mittags mit den Kindern, und dann aus Zeitgründen eher eine einfache Variante vom Blech. Perfekt ist das aber bestimmt nicht.

Ein paar Ansprüche habe ich an eine gute Pizza. Da wäre zunächst mal der Boden. Dünn und knusprig soll er sein. Am besten wirft er nach dem Backen noch Blasen – das hat er mir diesmal verweigert. Eigentlich ist mein liebster Pizzateig ja dieser hier – der ist am allerbesten, wenn er ein paar Tage im Kühlschrank auf seinen Einsatz warten durfte. Und genau ist der Haken….der Kühlschrank ist meist voll und das Pizza backen eine eher spontane Aktion. Ich nehme also einen einfachen Hefeteig – und verwende etwas Lievito Madre für das Aroma und einen Anteil Kamut für Biss und Struktur.

Wenn es richtig gut werden soll, dann muss der Pizzastein her. Zwar hat mein Backofen eine Pizzastufe – aber der  Stein ist mir trotzdem lieber. Die Pizza bekommt sofort die volle Hitze ab und der Stein nimmt auch Feuchtigkeit auf – Knusper garantiert.

Die Sauce ist auch wichtig – für mich muss die richtig gut eingekocht sein. Zu flüssige Sauce weicht den Boden durch, womit wir wieder bei Punkt 1 wären 🙂 Ich koche meist relativ viel Sugo und hebe ihn portionsweise in kleinen Gläschen auf – darauf kann ich dann rasch zurückgreifen, wenn der Pizzahunger groß ist.

Der Belag….hm eigentlich bin ich da recht flexibel. Ich mag auch gerne etwas ausgefallene Beläge – der Nachwuchs ist da nicht ganz so flexibel. Tomatensauce und Mozzarella, damit sind aber immer alle zufrieden. Eine Sache gibt es da aber noch….ich mag die Pizza dünn belegt und nicht überladen.

So, jetzt ….. Basic-Pizza. Der Teig reicht für 2 große Pizze, von der Sauce werdet Ihr nicht alles brauchen, jedenfalls wenn Ihr es so macht wie ich….

Für die Sauce:

  • 1 Dose Tomaten (400 g)
  • 1 Schalotte
  • 1 Zehe Knoblauch
  • etwas Olivenöl
  • 1 Lorbeerblatt
  • Piment
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Für den Teig:

  • 200 g Weizenmehl 405
  • 50 g Kamut
  • 1 EL Lievito madre
  • 5 g Salz
  • 5 g frische Hefe
  • 165 g Wasser
  • 10 g Olivenöl

Zum Fertigstellen:

  • 1 Kugel Mozzarella
  • etwas Parmesan
  • Basilikumblättchen

Wir fangen mit der Sauce an, die dauert am längsten. Dafür Schalotte und Knoblauch schälen und fein hacken. Olivenöl in einem Topf erhitzen und Schalotte und Knoblauch darin glasig andünsten. Dann die Tomaten und das dazu geben, alles aufkochen, mit Salz und Piment würzen. Bei halb aufgelegtem Deckel und milder Hitze küöcheln lassen, bis die Sauce eingedickt ist. Das dauert – 45 min bestimmt. Dann den Topf von der Hitze nehmen, das Lorbeerblatt entfernen. Die Sauce mit dem Pürierstab glatt mixen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und abkühlen lassen.

Während die Sauce vor sich hinblubbert, den Teig vorbereiten. Dazu die Mehlsorten mit dem Salz in eine Schüssel geben. Den Lievito dazuzupfen. Die Hefe im Wasser auflösen. Hefelösung zur Mehlmischung geben und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst (ca. 10 min in der Küchenmaschine). Dabei gegen Ende der Knetzeit das Olivenöl zugeben. Die Schüssel abdecken und den Teig in ca. 60 min zu doppelter Größe aufgehen lassen.

Während der Teig geht, den Backofen auf 250°C Ober- und Unterhitze vorheizen und dabei den Pizzastein einschieben.

Den Pizzaschieber leicht bemehlen. Den Teig in 2 gleich große Teile teilen. Eine Hälfte auf den Pizzaschieber geben und so dünn und rund wie möglich ausrollen. Etwas Tomatensauce darauf verteilen (ich brauche vielleicht 100 ml pro Pizza), die Hälfte des Mozzarellas darüber zupfen und schlielich noch ein wenig Parmesan darüber reiben.

Jetzt kommt der spannende Teil: die Pizza muss auf den Stein. Ich mache das so, dass ich den Schieber etwas schräg halte, am hinteren Rand des Pizzasteins ansetze und den Schieber dann mit leichtem Ruckeln zum vorderen Rand (also Richtung Ofentür) unter der Pizza wegziehe. Wenn die Pizza so gut gelandet ist, bleibt sie im Ofen, bis der Käse  gebräunt ist und Blasen wirft und der Teigrand goldbraun und knusprig ist. Wenn der Stein gut vorgeheizt war, dauert das nur ein paar Minuten.

Mit der zweiten Hälfte des Teiges genauso verfahren.