Corn-Pasta mit Walnuss-Zucchini-Sugo

Corn-Pasta mit Zucchini-Walnuss-Sugo

Corn-Pasta mit Walnuss-Zucchini-Sugo

Ich war noch nie in Kalifornien. Entsprechend vage ist meine Vorstellung: Sommer, Sonne, Strand an der Küste. Weinberge, natürlich. Multikulti beim Essen und anderswo dank der vielen Einwanderer. Womöglich könnte meine Vorstellung ja bald etwas konkreter werden, denn Zorra veranstaltet zusammen mit den kalifornischen Walnüssen einen Rezeptwettbewerb. Wer gewinnt, darf mit Zorra zur Walnussernte.

Im Rezept sollen  – Überraschung! – Walnüsse verarbeitet werden. Zu Strand und Walnüssen wollte mir nichts rechtes einfallen, und so habe ich mich vom kalifornischen Hinterland inspirieren lassen: so ist zum Bespiel das Napa-Valley schließlich nicht nur Weinland, dort wird auch sonst viel Landwirtschaft betrieben. Es gibt Kleinbauernund viel biologische Landwirtschaft – beste Voraussetzungen für gutes Gemüse. Die Milchwirtschaft sorgt für viele Sorten Käse.

Käse, genau: für mich sind Walnüsse und Käse ein Dreamteam, also habe ich die beiden in einer Pastasauce kombiniert. Zucchini dazu, für die frische Note. Für die Pasta bin ich bei den mexikanischen Einwanderern spionieren gegangen. Die haben den Mais mitgebracht. Und man muss ja nicht zwangsläufig immer Tortillas machen, wenn Maismehl im Küchenschrank wohnt.

Herausgekommen sind sonnengelbe Bandnudeln in einer cremigen Sauce. Blauschimmelkäse und Walnüsse ergänzen sich aufs Beste.

Für 4 Personen:

Pasta:

  • 100 gr. Maismehl
  • 100 gr. Weizenmehl 405
  • 2 Eier
  • 1 TL Walnussöl
  • 1/4 TL Salz

Sugo:

  • 100 gr. Walnüsse
  • 1 Schalotte
  • etwas neutrales Öl zum Braten
  • 200 gr. Zucchini
  • 150 ml Sahne
  • 150 ml Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • etwas Zitronensaft
  • 100 gr. Roquefort oder anderer Blauschimmelkäse

Zuerst den Pastateig zubereiten: dafür beide Mehlsorten und Salz in eine große Schüssel geben. Eier und Öl zugeben und alles mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und 1 h bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Die Walnüsse grob hacken. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und bei 200 °C im Ofen rösten, bis die Nüsse einen schönen Karamell-Ton haben. Am besten dabei bleiben und immer wieder mal wenden, sonst gibt es Nuss-Kohle…..ich weiß, wovon ich spreche….Nüsse aus dem Ofen nehmen und beiseite stellen.

Den Pastateig mit der Nudelmaschine nicht zu dünn ausrollen (beim mir war es Stufe 3 von 7) und in Tagliatelle schneiden. Fertige Pasta auf einem bemehlten Küchentuch ein wenig antrocknen lassen.

Für den Sugo nun die Schalotte schälen und fein hacken. Die Zuchini waschen, putzen und in kleine Würfel schneiden.

Ein wenig Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Schalotte darin glasig braten, dann die Zucchiniwürfel zugeben und kurz mitrösten. Mit Gemüsebrühe und Sahne ablöschen und ein paar Minuten köcheln lassen, bis die Zucchini gegart, aber bissfest sind.

Für die Pasta einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Die Pasta al dente kochen – Achtung, das geht sehr schnell. Bei mir musste die Pasta nur einmal kurz aufkochen. Nicht übergaren, denn die Nudeln kommen nachher noch in die Sauce. Nudeln abgießen und abtropfen lassen.

Wenn die Zucchini gar sind, den Käse zerbröckeln und in die Sauce rühren. Die Walnüsse ebenfalls einrühren. Die Sauce mit etwas Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft abschmecken.

Die Pasta zur Sauce in die Pfanne geben und alles gut vermischen. Dann gleich servieren.

So. Dann drücke ich mal den “publish”-Button. Was meint Ihr, ob ich die strenge Jury, die neben den Kalifornischen Walnüssen und Zorra auch noch aus Sandra “From Snuggs Kitchen” und Simone von der S-Küche besteht, überzeugen kann?

Der Rest vom Fest: Okara-Makronen und Okara Cracker

Vom Tofu-Machen hatte ich jede Menge Okara übrig; das ist das was nach dem Einweichen, Mixen und Auspressen von den Soja-Bohnen übrig bleibt. Bei Miss Boulette habe ich gelesen, dass diese proteinreiche Masse im Grunde zu schade zum Wegwerfen ist, und dass man in Korea gerne Donuts daraus herstellt. Das musste probiert werden. Ein Rezept habe ich auf einer Website gefunden, die sich mit koreanischem Essen befasst.  Das war aber gar nicht praktikabel, weil ein sehr weicher Teig hergestellt wird, der dann in eine Donut-Form gespritzt wird. Ich habe keine Donut-Form…

Verwendungsmöglichkeiten für das Okara habe ich doch noch gefunden, und zwar in Verena Kriegers Buch: Die Tofuküche.*

Ich habe süsse Makrönchen gebacken und deftige Cracker.

Mein Fazit? Die Makronen sind außen knusprig und innen schön weich und schmecken gut; den Kokosanteil merkt man deutlich. Die Cracker sind knusprig und würzig. Schlecht war keines von beiden, allerdings auch nicht so toll, dass ich es nochmal machen würde. Den Okara-Anteil habe ich nicht herausschmecken können. Ich würde also jederzeit wieder Tofu machen, aber das Okara würde ich dann doch nicht nochmal weiterverwerten.

Für die Makronen:

  • 150 gr. Okara
  • 100 gr. Kokosflocken (Orginal: Haselnüsse)
  • 100 gr. Mehl
  • 100gr. Zucker
  • 50 gr. Öl
  • 1 TL Orangenblütenwasser
  • 1 TL Zimt
  • 1 Prise Muskat
  • 1 Prise Salz
  • Puderzucker zum Bestäuben

Ofen auf 180°C vorheizen.

Alle Zutaten mischen und zu einer gleichmässigen Masse kneten. Vom Teig walnussgroße Häufchen abnehmen, zu Kugeln rollen, auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und etwas flach drücken. 20-30 min backen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Zum Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Für die Cracker:

  • 200 gr. Okara
  • 150 gr. Maismehl (ich: eine Mischung aus Maismehl und Polenta)
  • 150 gr. Mehl 550
  • 100 gr. Sesamsaat (ich hatte eine Mischung aus Sesam, Schwarzkümmel und Mohn)
  • 1 1/2 TL Salz
  • 1/2 TL Rosenpaprika
  • 1/2 TL Kreuzkümmel
  • 6 EL Olivenöl

Ofen auf 180°C vorheizen.

Alle Zutaten mit Ausnahme des Öls in einer Schüssel mischen. Öl zugeben und alles zu einem Teig verkneten; wenn er zu trocken sein sollte, ein wenig Wasser einarbeiten.

Ein Blech mit Backpapier auslegen und den Teig darauf so dünn wie möglich ausrollen. Mit dem Teigrädchen in Gitter schneiden und die einzelnen Cracker mit der Gabel einstechen.

Cracker im heißen Ofen ca. 15-20 min backen und dann auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.