Grünes Spargelcurry mit Kardamom und Kokosmilch

Oh Hilfe, wo bleibt nur die Zeit? Noch stecken wir in der Spargelsaison, also, eigentlich geht es auf das Ende zu. Und irgendwie bin ich noch nicht zu so viel Spargel gekommen, wie ich gerne hätte. Ich habe Nachholbedarf.

Wo ich dieses Curry genau gefunden habe, weiß ich nicht mehr – im Zweifel war es ein britisches Food-Magazin. Es stand seit dem Frühjahr auf meiner geistigen Nachkochliste, und hui, jetzt war ich ja doch schnell. Ich will ja nicht warten bis nächstes Jahr…

Das ist ein einfaches Gericht – wenn die Currypaste mal gemixt ist, steht es fix auf dem Tisch. Und grüner Spargel mit seinem kräftigen Aroma und die Chilipaste, die sind ein wirklich gutes Team. Fix noch machmachen, ehe wieder keinen Spargel mehr gibt….

Grünes Spargelcurry mit Kokos und Kardamom

Grüner Spargel in einer Sauce aus selbst gemachter Currypaste und Koksmilch

Gericht Hauptgericht, vegan
Keyword Spargel, Curry
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • 3 Stängel Zitronengras
  • 1 grüne Chili
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 25 g Koriandergrün plus einige Blättchen zum Anrichten
  • 6 Kapseln grüner Kardamom
  • 3 EL Erdnussöl
  • 1 Dose Kokosmilch (400 ml)
  • Salz
  • 1 Bund grüner Spargel ca. 500 g
  • etwas Limettensaft

Anleitung

  1. Für die Currypaste den Ingwer schälen und grob hacken. Die äußeren harten Blätter des Zitronengrases ablösen, den Rest grob hacken. Chili in Ringe schneiden. Frühlingszwiebeln putzen und hacken; Knoblauch schälen und hacken. Koriandergrün mit den zarten Stängeln grob hacken. Kardamom im Mörser anstoßen und die Samen aus den Kapseln holen.

  2. Ingwer, Zitronengras, Chili, Frühlingszwiebeln, Koriandergrün, Knoblauch und Kardamom in einen Blitzhacker oder Mixer geben und mit dem Öl zu einer Paste pürieren.

  3. Spargel putzen und in ca. 3 cm lange Stücke schneiden.

  4. Wok auf dem Herd erhitzen. Die Paste erhitzen und unter Rühren zwei Minuten anrösten, bis sie duftet. Kokosmilch angießen, salzen, alles zum Kochen bringen und die Spargelstücke zugeben.

  5. Alles ca. 5 min offen köcheln lassen, dann mit Salz und Limettensaft abschmecken.

  6. Mit Koriandergrün bestreut servieren. Dazu passt Reis.

Norwegische Hühnersuppe mit Mehlklößchen

Hühnersuppe ist so klassisch, dafür braucht man doch nun wirklich kein Rezept? Stimmt nicht ganz. Diese Suppe, die uns Nevada Berg* als typisch norwegisch vorstellt, hat ein paar Komponenten, die sie zu etwas Besonderem machen. Uns hat die Suppe begeistert, und das nicht nur, weil wir an diesem Tag eine Hühnersuppe dringend nötig hatten.

Gekocht wird zunächst eine ganz normale Hühnersuppe, wie man das eben so macht. Zum Servieren wird die Suppe dann noch mit etwas Sahne verfeinert, das macht sie schön mild und cremig. Was uns aber besonders gut gefallen hat, das waren die Klößchen; davon hätte ich ruhig noch einige mehr machen können. Mehlklösschen, das mag erst mal nicht so berauschend klingen, aber die Klösschen haben eine schöne Konsistenz. Und sie sind  gewürzt mit einer ordentlichen Dosis Kardamom, das ist toll.

Die Klößchen gehören wohl schon lange zur norwegischen Küche, sind aber ursprünglich aus Dänemark eingewandert. Hühner hielt man früher nur für Eierproduktion; es hat etwas gedauert, bis man auch das Fleisch nutzte.

Norwegische Hühnersuppe mit Mehlklößchen

Milde Hühnersuppe mit weichen Klößchen

Portionen 4 Portionen

Zutaten

Suppe:

  • 1 Suppenhuhn
  • 1 Bund Suppengrün
  • 2 Zwiebeln
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 2 Lorbeerblätter
  • etwas Thymian
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 60 ml Sahne

Klößchen:

  • 150 g Weizenmehl 550
  • 1/2 TL gemahlener Kardamom
  • 1/2 TL Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 1 Ei, Größe L zimmerwarm
  • 120 ml Milch
  • 60 g Butter

Anleitung

  1. Zwiebeln schälen und vierteln. Suppengrün waschen, putzen und grob würfeln. Knoblauch schälen. 

  2. Huhn, Gemüse, Zwiebeln, Knoblauch, Lorbeer und Thymian in einen ausreichend großen Topf geben, mit kaltem Wasser bedecken und großzügig salzen. Deckel auflegen, alles zum Kochen bringen und dann bei milder Hitze mindestens 3 Stunden simmern lassen. 

  3. Das Huhn herausholen und etwas abkühlen lassen. Suppe durch ein feinmaschiges Sieb abgießen. Das Gemüse entsorgen, die Suppe in einen passenden Topf geben. 

  4. Das Hühnchenfleisch von den Knochen zupfen und in die Suppe geben. Die Knochen könnt Ihr aufheben, um ein zweites Mal Brühe daraus zu kochen. Sahne in die Brühe geben und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

  5. Für die Klößchen die Butter schmelzen. 

  6. Mehl, Zucker, Salz und Kardamom in einer Schüssel mischen. In einer weiteren Schüssel Ei und Milch verquirlen und zusammen mit der Butter zur Mehlmischung geben. Alles gut verrühren und anschließend 10 Minuten ruhen lassen.

  7. Die Suppe wieder erhitzen  und leicht am simmern halten. Eine kleine Schüssel mit heißem Wasser bereit stellen. Mit einem kleinen Löffel Klößchen von der Teigmasse abstechen und in die Suppe gleiten lassen, dabei den Löffel immer wieder ins heiße Wasser tauchen. 

  8. Klößchen 10 min simmern lassen; sie sind gar, wenn sie an die Oberfläche steigen.

  9. Suppe mit Klößchen auf Teller oder Schüsseln verteilen und servieren. 

Kaffee-Kardamom-Shrub

“Shrub”, das klingt ganz witzig, oder? Das Wort hat seinen Ursprung im arabischen “sharab”, was schlicht “trinken” bedeutet. Shrubs sind Sirupe auf Essigbasis, die mit etwas Mineralwasser aufgespritzt ein erfrischendes Getränk ergeben. Man kann sie auch zum Mixen von Cocktails verwenden. und sie machen sich gut zum Aromatisieren von Marmeladen, zum Abrunden von Saucen oder als kleiner Kick auf Eiscreme.

Der größte Teil der Shrubs, die in “Essig und Shrubs selbstgemacht“* vorgestellt werden, verwenden neben Essig und Zucker Früchte und Kräuter als Basis. Ich wollte etwas anderes probieren  – in diesem Shrub geben Kaffee, Kardamom und Vanille das Aroma.

Klingt gewöhnungsbedürftig? Schmeckt sehr gut, ich gieße gerne etwas davon Mittags mit Mineralwasser auf; das erfrischt und holt einen aus dem Mittagstief. Der Shrub passt auch zu Nachtisch – sofern dieser keine Milch enthält – oder zum Mixen von Cocktails.

3.5 von 2 Bewertungen
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Kaffee-Kardamom-Shrub

Erfrischender Sirup mit Kaffee-Note

Gericht Drinks
Portionen 200 ml
Autor magentratzerl

Zutaten

  • 15 g Kaffeebohnen ganz
  • 3 Kapseln Kardamom
  • 1/2 Vanilleschote
  • 150 ml Weißweinessig
  • 200 g Rohrohrzucker

Anleitung

  1. Kaffeebohnen und Kardamom im Mörser zerkleinern. 

    Vanilleschote der Länge nach aufschneiden, das Mark herauskratzen, die Schote klein schneiden. 

  2. Gesamte Vanille mit der Kaffee-Kardamom-Mischung und dem Essig in einem Topf erhitzen, aber nicht kochen lassen. Den Topf von der Hitze nehmen, Deckel auflegen und alles eine Stunde durchziehen lassen.

  3. Den Zucker zugeben, alles unter Rühren sanft erhitzen, bis der Zucker sich aufgelöst hat. 

  4. Grobe Bestandteile durch ein Sieb abfiltern und Sirup in Flaschen füllen.

Verdauungsbitter – selbst angesetzt und ohne Alkohol

Mein Vater hat diese Vorliebe für Fernet Branca. Ich teile sie nicht, muss aber zugeben, dass der Likör tatsächlich hilft, wenn man sich mal den Magen verrenkt hat. Ich sehe das Getränk also eher als Medizin. Im Haus habe ich aber keinen. Und das, obwohl ich bitteren Geschmack sehr zu schätzen weiß.

Die Idee einen Verdauungsbitter selbst anzusetzen, kommt aus diesem Buch* und hat mich gleich angesprochen; denn, wie gesagt, “bitter” mag ich ja. Außerdem hat mich die Rezeptur interessiert; denn sie basiert auf Apfelessig.

In den Apfelessig wandern verschiedene Kräuter und Gewürze. Man kann sich da kreativ austoben und einmal durch Gewürzschublade und Vorratskammer gehen. Das Elixier kann man außerdem in beliebiger Menge herstellen; ich habe probehalber erst mal weniger gemacht, aber ich werde bestimmt nachproduzieren.

So ein Schluck Bitter nach dem Essen hilft bei der Verdauung, reduziert Blähungen und Aufstoßen. Na, werdet Ihr sagen, aber mit so viel Apfelessig? Ich sage mal so, es ist wie bei Fernet – der Geschmack ist Teil der Therapie ;-). Nein, im Ernst, ein Schlückchen davon reicht ja und das ist dann auch geschmacklich genau richtig. Außerdem macht sich der Bitter auch gut in Cocktails oder zur Abrundung von Speisen, die von einer bitteren Note profitieren.

Ein Wort noch zum Apfelessig: Ihr nehmt natürlich den naturbelassenen, nicht pasteurisierten. Der hat noch die gute Essigsäure sowie eine Menge Enzyme und wirkt probiotisch. Und: wusstet Ihr übrigens, dass (Apfel)essig basisch wirkt? Wenn die Portion Säure im Magen landet, reagiert der darauf nämlich ausgleichend und die Säureproktion wird zurückgefahren. Eine clevere Sache, oder?

Für eine beliebige Menge:

  • Apfelessig
  • 50 % Bestandteile mit bitterem Geschmack wie zum Beispiel Schalen von Zitrusfrüchten, Gänseblümchenwurzel, Süßholz, Kurkumawurzel oder Ingwer
  • 50% Bestandteile, die Aroma geben, also Gewürze wie Nelken, Fenchel, Zimt, Vanille, Kräuter und Blüten wie Kamille, Hibiskus, Minze, Rosmarin oder Zitronengras, verschiedene Nüsse, aber auch Kaffeebohnen oder Kakaonibs

Die Herstellung ist denkbar einfach. Die bitteren und geschmacksgebenden Bestandteile wiegt ihr ab und gebt sie zu gleichen Teilen in ein großes Einmachglas. Dann gießt Ihr mit Apfelessig auf, schüttelt alles einmal, schraubt einen Deckel auf und lasst die Mischung 3 Wochen bei Zimmertemperatur durchziehen.

Danach alles durch ein Mousselinetuch abseihen und in sterilisierte Flaschen füllen.

Ein Weihnachtsmenü für den kulinarischen Adventskalender

Hurra, ich bin ein Türchen! Ihr wisst doch bestimmt alle schon, dass es auch dieses Jahr wieder den kulinarischen Adventskalender gibt? Zorra veranstaltet ihn nun schon zum 12. Mal. Ich ziehe meinen Hut vor so viel Engagement. Und Ihr, Ihr solltet ganz schnell rüberklicken. Denn es gibt nicht nur jeden schöne Geschichten und tolle Rezepte, sondern auch sensationelle Gewinne. Ich freue mich, dass ich den Kalender dieses Jahr eröffnen darf.

Aber bevor Ihr rüberschaut, eine Frage: was esst Ihr denn zu Weihnachten? Irgendwie ist das bei uns merkwürdig… das ganze Jahr wird munter herumprobiert und es steht selten etwas zweimal auf dem Tisch. Aber Weihnachten – nun, da gibt es am Heiligen Abend Bratwurst, Sauerkraut und Kartoffelstampf. Und am ersten Feiertag einen Entenbraten. Für den zweiten Feiertag hoffen wir auf Reste, von denen gibt es Shepherd’s Pie.

kulinarischer-adventskalender-tuerchen-1Das mit der Ente ist einfach erklärt: wir essen gerne Ente, und Weihnachten ist ein willkommener Anlass. Aber die Bratwurst hat sentimentale Gründe. Die gab es schon, als ich ein Kind war. Aber nicht irgendeine Bratwurst. Mein Onkel hat sie selbst gemacht. Und sie war mit Paprika und Knoblauch gewürzt, ganz anders als alles, was damals so kaufen konnte. Die Wurst war legendär in unserem kleinen Ort. Eines Tages wurde ein Nachbar erwischt, wie er bäuchlings (und sehnsüchtig seufzend) vor dem Kellerfenster des Onkels lag und die Wurst anschmachtete. Natürlich wurde er in die Lieferkette übernommen. Ach so…und das Sauerkraut, das bekamen wir auch geliefert. Das hatte meine Tante vorher angesetzt.

Gut, aber ich wollte Euch jetzt nicht Sauerkraut und Bratwurst präsentieren und auch keinen Entenbraten. Ich hab mir gedacht, ich nehme Würschtel und Ente und packe sie in ein kleines Menü. Nicht ganz so rustikal wie unser Standard, aber ein sehr entspanntes Menü: es gibt eine Erbsensuppe mit Nürnberger Rostbratwurst (die vom Onkel kriegt ohnehin sonst keiner hin), eine Entenbrust mit Pistazienkartoffeln und Granatapfelsauce und zum Anschluss, da gibt es meinen Lieblingsnachtisch: Geeistes vom Kaffee. Inspiration habe ich mir dafür bei Herrn Schuhbeck* geholt. Suppe und Nachtisch lassen sich gut vorbereiten, und die Entenbrust gart ganz easy-peasy  im Backofen. Entspannte und glückliche Weihnachten Euch allen!

erbsensuppe

Für die Suppe:

  • 800 ml Gemüsebrühe
  • 300 g Erbsen (TK-Ware)
  • 200 g Sahne
  • Salz
  • Zucker
  • Mukatnuss
  • Piment d’Espelette
  • 2 Blätter Romanasalat
  • 8 Blätter Minze
  • 1 EL Rapsöl
  • 8 Nürnberger Rostbratwürste

Die Brühe in einem Topf zum Kochen bringen. Die Erbsen hinzugeben und bei milder Hitze kochen, bis sie gar sind. Das dauert ca. 5 Minuten. Sahne zugeben und alles mit dem Stabmixer pürieren.

Suppe mit Salz, etwas Zucker, frisch geriebener Muskatnuss und Piment d’Espelette abschmecken.

Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Bratwürste auf beiden Seiten hell anbraten. Herausnehmen und schräg in dicke Scheiben schneiden.

Minze und Salatblätter in feine Streifen schneiden.

Bis hierhin kann man alles vorbereiten.

Die Suppe nochmals aufmixen. Minze und Salatblätter auf Teller oder Schalen verteilen. Die Suppe darüber geben, die Bratwürste hineingeben und alles gleich servieren.

ente

Für die Entenbrust:

  • 2 Barbarie-Entenbrustfilets (je ca. 350 bis 400 g)
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 500 g Kartoffeln (ich hatte vorwiegend festkochende)
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 TL Harissa
  • 2 EL Pistazien, nicht gesalzen, gehackt
  • 1 TL Puderzucker
  • 200 ml Rotwein
  • 1 EL süßer Granatapfelsirup (aus dem türkischen Laden)
  • 1/2 TL Speisestärke
  • 60 g Butter, sehr kalt (meine war kurz in der Tiefkühle)
  • Zucker nach Bedarf
  • Granatapfelkerne zum Dekorieren

Den Backofen auf 100°C Ober-und Unterhitze vorheizen. Ein Ofengitter auf die mittlere Schiene geben, darunter ein Abtropfblech schieben; bei mir ist das einfach ein mit Backpapier belegtes Blech. Das Fett abgießen aber aufheben; wir brauchen es noch.

Die Entenbrustfilets trocken tupfen und mit Salz würzen. Die Haut rautenförmig einritzen. Eine Pfanne auf den Herd stellen und erhitzen. Die Entenbrustfilets darin bei mittlerer Hitze ca. 6-8 min anbraten. Dann umdrehen und auch die Fleischseite kurz anbraten. Die Filets auf das Ofengitter legen und in ca. 50 bis 60 min rosa braten.

Das funktioniert wirklich super – die Ente wird auf den Punkt, und inzwischen ist genügend Zeit für Kartoffeln und Sauce.

Die Kartoffeln schälen und in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Einen Topf mit Salzwasser und dem Lorbeerblatt zum Kochen bringen, die Kartoffelwürfel hineingeben und bissfest garen. In ein Sieb abgießen, ausdampfen lassen und das Lorbeerblatt entfernen. In einer Pfanne 2 EL vom Entenfett erhitzen, die Harissa darin auflösen. Die Kartoffeln darin wenden, dann mit den Pistazien bestreuen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die Sauce den Puderzucker in einen kleinen Topf sieben und bei mäßiger Hitze karamellisieren lassen. Den Wein angießen, das Karamell unter Rühren loskochen, dann alles um ein Drittel einkochen lassen. Den Granatapfelsirup zugeben. Die Stärke mit ein wenig Wasser anrühren, dann in die köchelnde Flüssigkeit rühren und alles köcheln lassen, bis alles leicht andickt. Die kalte Butter in kleine Würfel schneiden und nach und nach bei mäßiger Hitze in die Sauce rühren. Die Sauce sollte nicht mehr köcheln. Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wenn sie zu säuerlich ist, etwas Zucker zugeben. Aber Vorsicht: die Sauce ist recht intensiv, aber in Kombination mit der Entenbrust passt das dann wieder.

Jetzt die Entenbrustfilets aus dem Ofen nehmen, schräg aufschneiden und pfeffern. Die Kartoffeln auf vorgewärmten Tellern anrichten. Das Fleisch darauf verteilen, Sauce um den Rand gießen und alles mit Granatapfelkernen dekorieren.

geeistes-vom-kaffee

Für das Geeiste vom Kaffee:

Sahne-Haube:

  • 70 g Sahne
  • 1 EL ganze Kaffeebohnen
  • 1 TL Zucker
  • Zimtpulver zum Anrichten

Für das Eis:

  • 50 ml Espresso
  • 1 TL Instant-Kaffeepulver
  • 50 g Zucker
  • 2 Eigelb
  • 2 Kapseln Kardamom
  • 1 Prise Zimt
  • 100g Sahne

Für das Sahnehäubchen die Sahne mit Zucker und Kaffebohnen verrühren und über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen. Länger schadet auch nicht.

Jetzt zum Eis: Espresso, Instant-Kaffee und Zucker in einen kleine Topf geben und unter Rühren kurz aufkochen lassen; der Zucker soll sich auflösen.

Kardamomkapseln aufbrechen und die Samen fein mörsern.

Die Eigelbe mit den fein gemörserten Kardamomsamen und dem Zimt in eine hitzebeständige Schüssel geben und schaumig schlagen. Den heißen Kaffee unter Rühren zugeben. Alles auf ein heißes Wasserbad geben und weiterschlagen, bis die Masse 80°C erreicht hat und andickt. Von der Hitze nehmen. Nun kann man die Masse entweder abkühlen lassen, wobei man hin und wieder umrührt, oder man setzt die Schüssel auf Eiswürfel und kühlt alles unter Rühren schnell ab.

Die Sahne steif schlagen und unter die abgekühlte Eismasse ziehen. Die Masse in gefrierfeste Förmchen geben und in die Tiefkühle stellen. Merkt Ihr was? Super zum Vorbereiten.

Wenn es ans Servieren geht, die Sahne durch ein Sieb gießen, um die Kaffeebohnen zu entfernen. Sahne schaumig schlagen, auf die Eismasse geben und mit ein wenig Zimt überpudern.

Habt einen entspannten Advent und glückliche Weihnachten!

 

Malai Murgh – Huhn in Kokosnuss-Sauce

malai murgh

Ziemlich lange ist das her, dass ich mit einer taiwanesischen Freundin im kleinen indischen Lieblingsrestaurant saß. Wir saßen hinter der Speisekarte und diskutierten die Verwendung von Zimt. Ich fand das merkwürdig, dass der Zimt für pikante Gerichte verwendet wurde und erzählte, dass das Gewürz bei uns für Süßspeisen verwendet wird. Meine Freundin war ganz außerordentlich entgeistert – Zimt an Süßkram, wie exotisch. Der gehört doch ans Fleisch.

 – wie gesagt, lange ist das her. Inzwischen verwende ich nicht nur Zimt, sondern auch andere Gewürze wie Nelken oder Kardamom, die man mit Süßkram und auch mit Weihnachten in Verbindung bringt, mehr an herzhaften Gerichten. Allenfalls am Chai landen die drei noch häufiger. Da kommt es mir recht, dass Tina für das aktuelle Blogevent im Kochtopf auf der Suche nach Rezepten mit Zimt, Nelke und Kardamom ist.

Tatsächlich stehen diese drei Gewürze für mich weniger für weihnachtliches Gebäck als eher für die indische Küche. Und für Tina habe ich ein Hühnchengericht aus dem indischen Lieblingskochbuch* herausgesucht: das Hühnchen wird kurz angebraten und dann in einer Sauce aus Kokosmilch, Zimt, Kardamom und Nelke fertig gegart. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer dürfen auch noch mitspielen. Das Ergebnis: zartes Fleisch in einer cremigen, aromtischen, mild-scharfen Sauce. Prädikat: zum drin Baden.

Ich habe in Kurkuma gebratene Kartoffeln mit Paprikaschoten dazu gereicht. Dazu werden Kartoffeln vorgegart, dann geschält und in Stücke geschnitten. Anschließend erhitzt Ihr etwas Öl in einer Pfanne, röstet ein wenig Kurkuma an, gebt die Kartoffeln und die in Stücke geschnittenenen Paprikaschoten dazu und bratet alles, bis die Paprika weich ist. Reis passt auch gut, oder Chapatis.

Das Gericht braucht ein wenig Zeit: es muss nach dem Garen unbedingt einige Zeit durchziehen. Es schadet ganz und gar nicht, das Essen schon am Vortag zu kochen und am nächsten Tag nochmals warmzumachen.

Für 4 bis 6 Personen:

  • 1 kg Hühnchenbrust
  • etwas neutrales Pflanzenöl
  • 1 Zwiebel
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 1 dicke Scheibe frischer Ingwer
  • 8 Kapseln grüner Kardamom
  • 12 Gewürznelken
  • 1 Stange Zimt
  • 2 EL blanchierte, gemahlene Mandeln
  • 375 ml Kokosmilch
  • 1/4 TL Kurkuma
  • 1/2 TL Cayennepfeffer
  • Salz
  • 60 ml Sahne
  • gehackte Korianderblättchen zum Servieren

Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. Die Hühnchenbrüste in grobe Stücke schneiden.

Das Öl in einer Pfanne (ich nehme den Wok) erhitzen. Ingwer, Zwiebeln und Knoblauch darin anbraten, bis die Zwiebeln glasig sind. Dann Kardamom, Zimt und Nelken zugeben, weiterbraten, bis die Gewürze etwas geröstet sind und anfangen zu durften. Mandeln einrühren und kurz mitbraten. Die Hühnerteile einlegen. 1 Min schmoren lassen, dann umdrehen und nochmals 2 min garen. Das Fleisch soll keine Farbe annehmen.

Jetzt die Kokosmilch angießen, mit Kurkuma, Salz und Cayennepfeffer würzen und alles aufkochen lassen. Hitze drosseln und alles sanft köcheln lassen, bis das Fleisch gar ist. Sahne einrühren und Hitze abstellen.

Das Gericht muss jetzt mindestens eine Stunde durchziehen, länger schadet nicht.

Zum Servieren alles nochmals erhitzen, mit Salz abschmecken und mit Koriandergrün bestreut anrichten.

Besan laddu – Konfekt aus geröstetem Kichererbsenmehl

laddu

Anna Purna vom Blog Himmlische Süßigkeiten feiert Bloggeburtstag. Was wünscht sie sich? Süßigkeiten!

Obwohl ich gar nicht so sehr auf der süßen Seite stehe, fiel mir sofort ein, was es am Geburtstag zu naschen geben soll. Etwas Indisches. Ich liebe indische Süßigkeiten – allein die Namen lösen schon wohlige Gefühle aus: Burfi, Ras Malai, Jalebi, Kulfi….herrlich!

Auf der Party gibt es Laddu. Das ist ein Konfekt aus geröstetem Kichererbsenmehl, wahlweise aromatisiert mit Zimt oder Kardamom, ein wenig Kokos und Nüssen. Die Laddu schmecken nussig und schmelzen auf der Zunge. Sie sind außerdem das Attribut der Hindu-Gottheit Ganesha, einer naschhaften, schelmischen Gottheit. Sofern man Kichererbsenmehl im Hause hat, sind Laddu schnell und einfach hergestellt. Nur einen winzigen Nachteil haben sie….es besteht eine gewisse Suchtgefahr.

In einer dicht schließenden Dose verpackt, halten sich die Laddu theoretisch ein paar Tage.

  • 350 gr. Butter
  • 400 gr. Kichererbsenmehl
  • 2 EL Kokosraspeln, plus etwas zum Bestreuen
  • 2 EL geschälte Mandeln
  • 1/2 TL Kardamomsamen, frisch gemörsert
  • 275 gr. Puderzucker
  • Öl für die Form

Mandeln hacken.

Die Butter in einer großen Pfanne bei schwacher Hitze schmelzen. Das Kichererbsenmehl zugeben und mit einem Kochlöffel gründlich einrühren. Es muss nun ca. 15 min bei schwacher Hitze gerührt werden. In dieser Zeit wird das Kichererbsenmehl angeröstet und sein nussiger Geschmack wird intensiviert. Wenn es richtig schön nussig riecht, Koksraspeln, gehackte Mandeln und Kardamom zugeben und alles noch kurz unter Rühren anrösten. Dann die Pfanne vom Herd nehmen, den Puderzucker auf die Masse sieben und alles mit einer Gabel gründlich verrühren. Eventuelle Klümpchen dabei mit der Gabel zerdrücken.

Eine Auflaufform mit ein bisschen neutralem Öl auspinseln, die Kicherbsenmasse hineingeben und mit einem Spatel glatt streichen. Mit etwas Kokosraspeln bestreuen und auskühlen lassen. Dann die Masse in Quadrate oder Rauten schneiden und wegnaschen. Alternativ kann man auch mit den Händen kleine Kugeln aus der Masse formen.

Zum festlichen Anlass würde es bestimmt gut passen, die Laddu mit etwas essbarer Silberfolie zu verzieren, aber wie das so ist…..ich hatte leider keine da.

Happy Blog-Birthday!

Karamellschnecken

karamellschnecken

Kennt Ihr das? Lang sind die Nachkochlisten. Ständig sieht man irgendwas, was auf jeden Fall nachgekocht werden muss. Manches bleibt im Hinterkopf hängen, manches landet in Archiven und Listen, und weil man immer wieder etwas Neues entdeckt, das auch dringend nachgekocht werden muss, wird die Warteliste immer länger.

Und machmal gibt es Dinge, die einen auf der Stelle in die Küche ziehen. So ist es mir mit diesen Karamellschnecken aus der Essen & Trinken ergangen. Mit Kardamom, Karamell und einer leichten Salznote kriegt man mich immer. Gestern gelesen,  heute gebacken. Und aufgegessen waren sie fast so schnell, wie sie gebacken waren, so fluffig, weich und karamellig wie sie sind. Eine schöne Alternative zu Zimtschecken, besonders wenn man Familienmitglieder hat, die keinen Zimt mögen.

Teig:

  • 500 gr. Mehl
  • 320 ml Milch
  • 10 gr. frische Hefe
  • 1 Prise Safran
  • 1/2 TL Kardamomsamen, gemörsert
  • 80 gr. Zucker
  • 75 gr. weiche Butter
  • 1 Prise Salz

Füllung:

  • 150 gr. Butter, Zimmertemperatur
  • 50 gr. Zucker, plus etwas zum Bestreuen
  • 2 TL Vanillezucker
  • 175 gr. weiche Karamellbonbons
  • 1 TL Fleur de Sel
  • Für den Teig
  • 75 gr. Butter, Zimmertemperatur

Für den Teig die Milch erwärmen und  mit Safran, Kardamom und der Hefe einige Zeit stehen lassen, bis sich die Hefe aufgelöst, dann kurz durchrühren.

Das Ei verquirlen, 2 EL davon mit etwas Milch verrühren und beiseite stellen.

Aus Mehl, Ei, Zucker und der Hefe-Lösung einen geschmeidigen Teig kneten, dann Butter und Ei einarbeiten und kneten, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Zugedeckt ca 1,5 h stehen lassen, bis der Teig zu doppelter Größe aufgegangen ist.

Für die Füllung die Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig rühren. Die Karamellbonbons fein hacken und unter die Buttermasse rühren.

Nun den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck (ca. 20×40 cm) ausrollen. Den Teig mit der Karamellmasse bestreichen, dann mit Fleur de Sel bestreuen. Das Rechteck von einer Längsseite her aufrollen und, am besten mit einem Sägemesser, in 2 cm dicke Scheiben schneiden. Auf einem mit Backpapier belegten Backblech nochmal 1 h gehen lassen.

Backofen auf 220°C vorheizen. Die Schnecken mit dem übrigen Ei bepinseln und mit etwas Zucker bestreuen. Im heißen Ofen ca. 12 min backen.

Rezeptidee: E&T 2/2013