Kaffee-Kardamom-Shrub

“Shrub”, das klingt ganz witzig, oder? Das Wort hat seinen Ursprung im arabischen “sharab”, was schlicht “trinken” bedeutet. Shrubs sind Sirupe auf Essigbasis, die mit etwas Mineralwasser aufgespritzt ein erfrischendes Getränk ergeben. Man kann sie auch zum Mixen von Cocktails verwenden. und sie machen sich gut zum Aromatisieren von Marmeladen, zum Abrunden von Saucen oder als kleiner Kick auf Eiscreme.

Der größte Teil der Shrubs, die in “Essig und Shrubs selbstgemacht“* vorgestellt werden, verwenden neben Essig und Zucker Früchte und Kräuter als Basis. Ich wollte etwas anderes probieren  – in diesem Shrub geben Kaffee, Kardamom und Vanille das Aroma.

Klingt gewöhnungsbedürftig? Schmeckt sehr gut, ich gieße gerne etwas davon Mittags mit Mineralwasser auf; das erfrischt und holt einen aus dem Mittagstief. Der Shrub passt auch zu Nachtisch – sofern dieser keine Milch enthält – oder zum Mixen von Cocktails.


Für 200 ml:

  • 15 g Kaffeebohnen, ganz
  • 3 Kapseln Kardamom
  • 1/2 Vanilleschote
  • 150 ml Weißweinessig
  • 200 g Rohrzucker

Kaffeebohnen und Kardamom im Mörser zerkleinern.

Vanilleschote der Länge nach aufschneiden, das Mark herauskratzen, die Schote klein schneiden.

Gesamte Vanille mit der Kaffee-Kardamom-Mischung und dem Essig in einem Topf erhitzen, aber nicht kochen lassen. Den Topf von der Hitze nehmen, Deckel auflegen und alles eine Stunde durchziehen lassen.

Den Zucker zugeben, alles unter Rühren sanft erhitzen, bis der Zucker sich aufgelöst hat.

Grobe Bestandteile durch ein Sieb abfiltern und Sirup in Flaschen füllen.


Mokka-Marshmallows

Marshmallows standen schon recht lang auf meiner geistig geführten To-Do-Liste. Das Rezept in Pacific Food* war der Anlaß, sie endlich mal selbst zu machen.

Das Rezept kommt aus Los Angeles. Dort gibt es inzwischen Gourmetshops, in denen handgefertigte Marshmallows in verschiedenen Geschmacksrichtung angeboten werden. Wir brauchen keinen Shop, wir machen die selbst, es ist nicht schwer.

Das Rezept könnt Ihr auch als Grundrezept nehmen – den Kaffee könnt Ihr durch Wasser ersetzen und ein Aroma nach Eurem Wunsch zugeben. Was Ihr aber unbedingt braucht ist ein Thermometer, denn der Zucker muss 125°C erreichen, damit er seine Struktur verändert.

  • 50 g Puderzucker
  • 50 g Maisstärke
  • 25 g Gelatine in Pulverform (kalt löslich)
  • 150 ml Kaffee, kalt
  • 1 Eiweiß
  • 1 Prise Salz
  • Öl für das Backpapier, Thermometer

Stärke und Puderzucker mischen.

Die Gelatine in 65 ml Kaffee quellen lassen. Das Eiweiß mit Salz sehr steif schlagen; eine große Schüssel nehmen oder die Schüssel der Küchenmaschine, denn in das Eiweiß kommt nachher auch die restliche Masse.  Zucker und den restlichen Kaffee auf 125°C erhitzen; das dauert seine Zeit. Von der Hitze nehmen, dann die Gelatinemischung einrühren, bis sie sich aufgelöst hat.

Das Folgende wird im Rezept mit dem Handrührer gemacht – ich empfehle aber, lieber die Küchenmaschine zu nehmen, denn man ist ganz schön lange am Rühren. Die Quirle des Handrührers oder den Schneebesen der Küchenmaschine auf mittlerer Geschwindigkeit laufen lassen und die heiße Zuckerlösung nach und nach in den Eischnee rühren. Dann bei hoher Geschwindigkeit weiterschlagen, bis die Masse kalt ist, dick wird und deutlich an Volumen gewonnen hat. Geschwindigkeit dann langsam reduzieren.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit Öl bepinseln. Etwas von der Puderzuckermischung darauf streuen. Die Marshmallow-Masse ca. 2 cm hoch auf das Backpapier streichen. Bei Zimmertemperatur ca. 24 h fest werden lassen.

Marshmallows in Würfel schneiden – am besten mit einem leicht  geölten Messer – und in der Puderzuckermischung wälzen.

Topinambursuppe mit Kaffee


Ich finde ja, dass Topinambur zu Unrecht ein Schattendasein führt. Das Gemüse heißt nicht umsonst Jerusalem-Artischocke, ich finde sein nussiges Aroma, das tatsächlich an Artischocken erinnert, toll. Topinambur ist übrigens auch erschreckend gesund – er enthält neben reichlich Mineralstoffen auch den Ballaststoff Inulin, der stark aufquillt. Topinambur macht also richtig gut satt bei geringem Energiegehalt. Gute Gründe, die nett anzusehenden (aber schwierig zu schälenden) Knollen öfter mal auf den Tisch zu bringen.
Umso erfreulicher, dass es bei Ducasse* gleich mehrere Rezepte mit Topinambur gibt. Unter anderem diese Suppe, die mir richtig gut gefallen hat. Sie ist im Grunde sehr einfach: der Topinambur wird in Milch gegart und der besondere Kick kommt von etwas frisch gemahlenem Kaffee. Ein schönes leichtes Essen, dass den Espresso danach gleich dabei hat ;-).
Das einzige, was ich nicht verstanden habe ist, wie es sein kann, dass auf dem Foto im Buch die Suppe blütenweiß ist – immerhin wird ja Kaffee mitgemixt. Aber nun, sie schmeckt auch in cremefarben….

Für 4 Portionen:

  • 500 g Topinambur
  • Saft einer Zitrone
  • 1 Zwiebel
  • Olivenöl
  • Milch – 500 bis 750 ml
  • 4 TL frisch gemahlener Kaffee
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 4 Halme Schnittlauch, fein geschnitten (ich hatte das Grün einer Frühlingszwiebel)

Zitronensaft in einer Schüssel mit Wasser vermischen. Die Topinamburknollen schälen; das geht am besten mit einem kleinen Gemüse- oder Schälmesser. Knollen in Scheiben schneiden und gleich in Zitronenwasser legen, damit sie hell bleiben.
Zwiebel schälen und fein hacken. Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin farblos anbraten. Die Topinamburscheiben abtropfen lassen, in den Topf geben und 5 min mitbraten. 500 Milch und 2 TL des Kaffees zugeben, salzen und die Suppe bei mäßiger Hitze 20 min köcheln lassen. Der Topinambur soll sehr weich sein. Im Rezept wird die Suppe dann mit einen Stabmixer püriert und anschließend durch ein Sieb gestrichen. Ich habe sie statt dessen im Mixer schaumig gemixt und mit weiterer Milch auf die gewünschte Konsistenz gebracht.
Zum Servieren die Suppe vorsichtig erwärmen, in Schalen schöpfen und mit restlichem Kaffeepulver und Schnittlauchhalmen bestreuen.

Ein Weihnachtsmenü für den kulinarischen Adventskalender

Hurra, ich bin ein Türchen! Ihr wisst doch bestimmt alle schon, dass es auch dieses Jahr wieder den kulinarischen Adventskalender gibt? Zorra veranstaltet ihn nun schon zum 12. Mal. Ich ziehe meinen Hut vor so viel Engagement. Und Ihr, Ihr solltet ganz schnell rüberklicken. Denn es gibt nicht nur jeden schöne Geschichten und tolle Rezepte, sondern auch sensationelle Gewinne. Ich freue mich, dass ich den Kalender dieses Jahr eröffnen darf.

Aber bevor Ihr rüberschaut, eine Frage: was esst Ihr denn zu Weihnachten? Irgendwie ist das bei uns merkwürdig… das ganze Jahr wird munter herumprobiert und es steht selten etwas zweimal auf dem Tisch. Aber Weihnachten – nun, da gibt es am Heiligen Abend Bratwurst, Sauerkraut und Kartoffelstampf. Und am ersten Feiertag einen Entenbraten. Für den zweiten Feiertag hoffen wir auf Reste, von denen gibt es Shepherd’s Pie.

kulinarischer-adventskalender-tuerchen-1Das mit der Ente ist einfach erklärt: wir essen gerne Ente, und Weihnachten ist ein willkommener Anlass. Aber die Bratwurst hat sentimentale Gründe. Die gab es schon, als ich ein Kind war. Aber nicht irgendeine Bratwurst. Mein Onkel hat sie selbst gemacht. Und sie war mit Paprika und Knoblauch gewürzt, ganz anders als alles, was damals so kaufen konnte. Die Wurst war legendär in unserem kleinen Ort. Eines Tages wurde ein Nachbar erwischt, wie er bäuchlings (und sehnsüchtig seufzend) vor dem Kellerfenster des Onkels lag und die Wurst anschmachtete. Natürlich wurde er in die Lieferkette übernommen. Ach so…und das Sauerkraut, das bekamen wir auch geliefert. Das hatte meine Tante vorher angesetzt.

Gut, aber ich wollte Euch jetzt nicht Sauerkraut und Bratwurst präsentieren und auch keinen Entenbraten. Ich hab mir gedacht, ich nehme Würschtel und Ente und packe sie in ein kleines Menü. Nicht ganz so rustikal wie unser Standard, aber ein sehr entspanntes Menü: es gibt eine Erbsensuppe mit Nürnberger Rostbratwurst (die vom Onkel kriegt ohnehin sonst keiner hin), eine Entenbrust mit Pistazienkartoffeln und Granatapfelsauce und zum Anschluss, da gibt es meinen Lieblingsnachtisch: Geeistes vom Kaffee. Inspiration habe ich mir dafür bei Herrn Schuhbeck* geholt. Suppe und Nachtisch lassen sich gut vorbereiten, und die Entenbrust gart ganz easy-peasy  im Backofen. Entspannte und glückliche Weihnachten Euch allen!

erbsensuppe

Für die Suppe:

  • 800 ml Gemüsebrühe
  • 300 g Erbsen (TK-Ware)
  • 200 g Sahne
  • Salz
  • Zucker
  • Mukatnuss
  • Piment d’Espelette
  • 2 Blätter Romanasalat
  • 8 Blätter Minze
  • 1 EL Rapsöl
  • 8 Nürnberger Rostbratwürste

Die Brühe in einem Topf zum Kochen bringen. Die Erbsen hinzugeben und bei milder Hitze kochen, bis sie gar sind. Das dauert ca. 5 Minuten. Sahne zugeben und alles mit dem Stabmixer pürieren.

Suppe mit Salz, etwas Zucker, frisch geriebener Muskatnuss und Piment d’Espelette abschmecken.

Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Bratwürste auf beiden Seiten hell anbraten. Herausnehmen und schräg in dicke Scheiben schneiden.

Minze und Salatblätter in feine Streifen schneiden.

Bis hierhin kann man alles vorbereiten.

Die Suppe nochmals aufmixen. Minze und Salatblätter auf Teller oder Schalen verteilen. Die Suppe darüber geben, die Bratwürste hineingeben und alles gleich servieren.

ente

Für die Entenbrust:

  • 2 Barbarie-Entenbrustfilets (je ca. 350 bis 400 g)
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 500 g Kartoffeln (ich hatte vorwiegend festkochende)
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 TL Harissa
  • 2 EL Pistazien, nicht gesalzen, gehackt
  • 1 TL Puderzucker
  • 200 ml Rotwein
  • 1 EL süßer Granatapfelsirup (aus dem türkischen Laden)
  • 1/2 TL Speisestärke
  • 60 g Butter, sehr kalt (meine war kurz in der Tiefkühle)
  • Zucker nach Bedarf
  • Granatapfelkerne zum Dekorieren

Den Backofen auf 100°C Ober-und Unterhitze vorheizen. Ein Ofengitter auf die mittlere Schiene geben, darunter ein Abtropfblech schieben; bei mir ist das einfach ein mit Backpapier belegtes Blech. Das Fett abgießen aber aufheben; wir brauchen es noch.

Die Entenbrustfilets trocken tupfen und mit Salz würzen. Die Haut rautenförmig einritzen. Eine Pfanne auf den Herd stellen und erhitzen. Die Entenbrustfilets darin bei mittlerer Hitze ca. 6-8 min anbraten. Dann umdrehen und auch die Fleischseite kurz anbraten. Die Filets auf das Ofengitter legen und in ca. 50 bis 60 min rosa braten.

Das funktioniert wirklich super – die Ente wird auf den Punkt, und inzwischen ist genügend Zeit für Kartoffeln und Sauce.

Die Kartoffeln schälen und in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Einen Topf mit Salzwasser und dem Lorbeerblatt zum Kochen bringen, die Kartoffelwürfel hineingeben und bissfest garen. In ein Sieb abgießen, ausdampfen lassen und das Lorbeerblatt entfernen. In einer Pfanne 2 EL vom Entenfett erhitzen, die Harissa darin auflösen. Die Kartoffeln darin wenden, dann mit den Pistazien bestreuen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die Sauce den Puderzucker in einen kleinen Topf sieben und bei mäßiger Hitze karamellisieren lassen. Den Wein angießen, das Karamell unter Rühren loskochen, dann alles um ein Drittel einkochen lassen. Den Granatapfelsirup zugeben. Die Stärke mit ein wenig Wasser anrühren, dann in die köchelnde Flüssigkeit rühren und alles köcheln lassen, bis alles leicht andickt. Die kalte Butter in kleine Würfel schneiden und nach und nach bei mäßiger Hitze in die Sauce rühren. Die Sauce sollte nicht mehr köcheln. Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wenn sie zu säuerlich ist, etwas Zucker zugeben. Aber Vorsicht: die Sauce ist recht intensiv, aber in Kombination mit der Entenbrust passt das dann wieder.

Jetzt die Entenbrustfilets aus dem Ofen nehmen, schräg aufschneiden und pfeffern. Die Kartoffeln auf vorgewärmten Tellern anrichten. Das Fleisch darauf verteilen, Sauce um den Rand gießen und alles mit Granatapfelkernen dekorieren.

geeistes-vom-kaffee

Für das Geeiste vom Kaffee:

Sahne-Haube:

  • 70 g Sahne
  • 1 EL ganze Kaffeebohnen
  • 1 TL Zucker
  • Zimtpulver zum Anrichten

Für das Eis:

  • 50 ml Espresso
  • 1 TL Instant-Kaffeepulver
  • 50 g Zucker
  • 2 Eigelb
  • 2 Kapseln Kardamom
  • 1 Prise Zimt
  • 100g Sahne

Für das Sahnehäubchen die Sahne mit Zucker und Kaffebohnen verrühren und über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen. Länger schadet auch nicht.

Jetzt zum Eis: Espresso, Instant-Kaffee und Zucker in einen kleine Topf geben und unter Rühren kurz aufkochen lassen; der Zucker soll sich auflösen.

Kardamomkapseln aufbrechen und die Samen fein mörsern.

Die Eigelbe mit den fein gemörserten Kardamomsamen und dem Zimt in eine hitzebeständige Schüssel geben und schaumig schlagen. Den heißen Kaffee unter Rühren zugeben. Alles auf ein heißes Wasserbad geben und weiterschlagen, bis die Masse 80°C erreicht hat und andickt. Von der Hitze nehmen. Nun kann man die Masse entweder abkühlen lassen, wobei man hin und wieder umrührt, oder man setzt die Schüssel auf Eiswürfel und kühlt alles unter Rühren schnell ab.

Die Sahne steif schlagen und unter die abgekühlte Eismasse ziehen. Die Masse in gefrierfeste Förmchen geben und in die Tiefkühle stellen. Merkt Ihr was? Super zum Vorbereiten.

Wenn es ans Servieren geht, die Sahne durch ein Sieb gießen, um die Kaffeebohnen zu entfernen. Sahne schaumig schlagen, auf die Eismasse geben und mit ein wenig Zimt überpudern.

Habt einen entspannten Advent und glückliche Weihnachten!

 

Geeister Espresso mit Milchschaum

kaffeeis mit milchschaum

Einer meiner liebsten Nachtische ist das “Geeiste vom Kaffee” eines gewissen bayerischen Fernsehkochs. Nein, verbloggt habe ich das Rezept noch nicht, aber das Eis steht bei uns hier regelmäßig auf dem Tisch.

In “A Tavola!” gibt es ein ähnliches Rezept, das ich natürlich auch ausprobieren musste. Das Rezept ist recht unaufwändig: es wird eine mit Kaffee aromatisierte Eismasse hergestellt, die gleich portionsweise in Tassen eingefroren wird – Ihr braucht also keine Eismaschine. Wenn es ans Servieren geht, kommt noch ein leicht gesüßtes Milchschaumhäubchen darauf – ein schönes Dessert das sich wunderbar vorbereiten lässt.

Ach so….das Ganze hat uns gut gefallen. Sonst würde ich das Ganze ja nicht mit Euch teilen. Und das Konkurrenzrezept, das verrate ich Euch eines Tages auch noch 😉

Das Rezept ergibt angeblich 10 kleine Espresso-Tassen …. ich hab da meine Zweifel…das wird mehr. Die Portionsgrößen sind aber variabel….ich habe das Ganze in normale Kaffeetassen gefüllt.

Für den geeisten Espresso:

  • 2 Tassen doppelter Espresso, stark (also 4 Espresso-Tassen voll)
  • 250 ml Schlagsahne
  • 2 EL geschrotete Kaffeebohnen
  • 2 Eiweiß
  • 100 g Zucker
  • 1 EL Vanillezucker
  • 3 Eigelb

Für den Milchschaum:

  • 200 ml Vollmilch
  • 1 TL Puderzucker

Zum Anrichten:

  • 1 TL Kakaopulver

Für die Eismasse den Espresso zusammen mit 150 ml Sahne und den Kaffeebohnen in einen Topf geben und aufkochen. Den Topf vom Herd ziehen und die Masse 10 min durchziehen lassen (länger schadet auf gar keinen Fall…). Dann die Kaffeesahne durch ein feines Sieb in eine hitzefeste Schüssel abgießen.

Während die Sahne durchzieht das Eiweiß steif schlagen, dann die restliche Sahne steif schlagen.

Zucker, Vanillezucker und Eigelbe in die Kaffeesahne rühren. Anschließend die Masse auf ein heißes Wasserbad geben und unter Rühren erhitzen, bis das Eigelb bindet und die Masse dickflüssig wird. Im Rezept steht das nicht, aber ich habe die Masse dann noch kalt gerührt: dazu die Schüssel in das mit kaltem Wasser gefüllte Spülbecken stellen und rühren, bis alles abgekühlt ist. Dann die steifgeschlagene Sahne und den Eischnee unterheben.

Die Masse auf Tassen verteilen und diese für mindestens 2 h in die Tiefkühle stellen.

Wenn es ans Servieren geht, für den Milchschaum Milch und Puderzucker in einen hohen Mixbecher geben und aufschäumen. Das geht gut mit dem Stabmixer.

Zum Anrichten auf jede Tasse ein wenig Milchschaum geben und das Ganze mit dem Kakaopulver bestreuen.

Rucola-Mokka-Risotto mit Bergkäse-Crunch

rucola-mokka-risotto mit bergkäse-crunch

Zu Frau Grandits* habe ich ziemliches Zutrauen. Wenn die sagt, dass Rucola, Kaffee und Bergkäse zusammenpassen, dann glaube ich das einfach mal und begebe mich in die Küche.

Wobei ich festgestellt habe, dass “zusammenpassen” nicht ganz der richtige Ausdruck ist – das Ganze schmeckt nämlich einfach genial. Dieses Gericht hat einen Ritterschlag bekommen. Der Ritterschlag, das ist, wenn mein Mann sagt: “Das musst Du unbedingt mal wieder machen.”  Ich muss vielleicht dazu sagen, dass man Mann duldsam fast alles isst, was hier so auf den Tisch kommt. Wenn ihn aber was besonders freut, dann sagt er das – und ganz ehrlich, so oft kommt das nicht vor. Aber hier schon 🙂 .

Im Grunde reden wir von einem einfachen Risotto. Der bekommt gegen Ende der Garzeit einen schönen Schluck Espresso ab. Genau wie der Bergkäse-Crunch – an dem ist etwas Kaffeepulver. Der Rucola kommt auf zweierlei Art ins Spiel: zum einen kommt an den Risotto ein Rucola-Pistazien-Pesto. Das Pesto allein ist schon himmlisch. Und dann wird noch mit frittiertem Rucola ausgarniert.

Ihr merkt, das Gericht hat ein paar Komponenten. Pesto und Bergkäse-Chips kann man aber gut vorbereiten. Einzig der frittierte Rucola hat es ein wenig in sich…..weil das ja eine größere Menge ist, habe ich den in der Fritteuse gemacht.  So ganz ungefährlich ist das nicht – in der Fritteuse entstand eine Menge Wasserdampf, der mir beim Öffenen des Deckels entgegengeschossen kam. Ich könnte mir also vorstellen, dass es heftig spritzt, wenn man den Rucola im Topf frittiert – Vorsicht also!

Jetzt zum Rezept. Das reicht für 4 Personen. Vom Pesto  wird etwas übrig bleiben – aber man kann es gut anderweitig verwenden.

Für das Pesto:

  • 300 gr. Rucola
  • 50 gr. Pistazien
  • 200 ml Rapsöl
  • 1/2 TL salz
  • 1 Prise Zucker
  • etwas frisch geriebene Muskatnuss

Den Rucola in kochendem Salzwasser kurz blanchieren, dann gleich mit kaltem Wasser abschrecken und alle Flüssigkeit in einem Küchenhandtuch gründlich ausdrücken.

Pistazien in einer Pfanne bei mittlerer Temperatur rösten, dann grob hacken.

Alle Zutaten zu einer feinen Paste mixen.

Für das Risotto:

  • 2 EL Olivenöl
  • 2 Schalotten
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 200 gr. Risottoreis (ich hatte Arborio)
  • 100 ml Weisswein
  • 450 ml Gemüsefond, heiß
  • 4 EL reifer Bergkäse, frisch gerieben
  • 1 Tasse Espresso
  • 6 EL Rucola-Pistazien-Pesto
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle

Für den Käsecrunch:

  • 80 gr. reifer Bergkäse
  • 2 Messerspitzen Kaffeepulver

Rucolatopping:

  • 1 Bund Rucola
  • Öl zum Frittieren
  • Salz

Für den Bergkäse-Crunch den Backofen auf 180°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Den Käse fein reiben und in einer Schüssel mit dem Kaffee vermengen.  Die Mischung dünn auf das Blech streuen udn in ca. 8 min goldbraun backen. Auf einem Gitter auskühlen lassen und in Stücke brechen.

Die Schalotten schälen und fein würfeln. Knoblauch ebenfalls schälen und würfeln.

Das Olivenöl in einem Topf erhitzen. Schalotten, Knoblauch und Reis darin glasig anschwitzen. Mit dem Weisswein ablöschen und diesem einkochen lassen. Dann unter Rühren immer wieder schöpflöffelweise Gemüsebrühe angießen. Neue Brühe immer erst zugeben, wenn die vorhergehende aufgesogen wurde. Am Ende Käse, Espresso und das Pesto einrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Eigentlich kommt an dieser Stelle noch Butter an das Risotto –  aber im Pesto ist schon so viel Öl, da habe ich auf die Butter verzichtet.

Während der Reis gart, den Rucola portionsweise in heißem Öl knusprig frittieren. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und salzen.

Zum Anrichten den Risotto in Schalen geben. Käse-Crunch und frittiertern Rucola darauf verteilen.

Dolce di Marie

dolce di marie

Kaffee und Kuchen gefällig? Dann habe ich gute Nachrichten, denn in diesem Kuchen ist der Kaffee schon enthalten. Eine weitere gute Nachricht für den Fall, dass es doch noch einmal heiß werden sollte: Ihr braucht keinen Backofen für diesen Kuchen, er muss nur zusammengebaut werden und im Kühlschrank durchziehen.

Der Name “Dolce di Marie” kommt von der in Italien verwendeten Keks-Sorte: Marie-Kekse eben. Es scheint sich um eine beliebte Sorte italienischer Butterkekse zu handeln. Mit diesen konnte ich nicht aufwarten, bei mir mußten es andere Butterkekse tun. Dem Ergebnis tut das keinen Abbruch: eine stärkende Leckerei mit Buttercreme und Kaffee.

Den fertigen Kuchen könnt Ihr ruhig in recht kleine Stücke schneiden, denn er ist ziemlich mächtig. Womit wir bei der nächsten guten Nachricht wären: dieser kleine Kuchen reicht für viele.

  • 160 gr. Zucker
  • 120 ml starker Espresso
  • 200 gr. weiche Butter
  • 300 gr. einfache Butterkekse
  • 30 gr. Bitterschokolade, gerieben
  • 1 TL gemahlene Espressobohnen

Im heißen Espresso 1 EL Zucker auflösen und dann alles abkühlen lassen.

Butter zusammen mit dem restlichen Zucker mit dem Handmixer aufschlagen, bis alles glatt und cremig ist.

Dann eine rechteckige Auflaufform bereitstellen (ca. 25×18 cm). Die Kekse in den Kaffee tunken. Sie sollen von allen Seiten eingetaucht werden, aber nicht durchgeweicht sein. Den Boden der Form mit den getränkten Keksen auslegen. Dann einen Teil der Buttercreme darauf verstreichen, die Creme mit einer Prise Espressopulver bestreuen und dann einen Teil der geriebenen Schokolade darüber streuen. So verfahren, bis alle Zutaten aufgebraucht sind; wobei mit einer Schicht Creme, Espresso und Schokolade abgeschlossen werden soll. Je nach Größe der Form reichen die Zutaten für 3-4 Schichten. Bei mir waren es drei.

Vor dem Anschneiden 1-2 h im Kühlschrank durchziehen lassen.

Rezept adaptiert aus: Tessa Kiros, Limoncello and Linen Water

kuchen mit walnuss und kaffee

Walnuss-Kaffee-Kuchen

Dieser Kuchen  hat das Zeug zum Lieblingskuchen. Süß und nussig, aber dank der leicht bitteren Kaffeenote auch nicht zu süß. Das Originalrezept verwendet Kaffee-Extrakt. Der ist mir hierzulande noch nie untergekommen, aber ich brauche ihn auch nicht. Das Rezept hat gut funktioniert mit sehr starkem Espresso. Wer darauf nicht zurückgreifen kann, kann sich zur Not auch mit Instant-Kaffee etwas zusammenrühren.

Dank der Buttercremefüllung handelt es sich ja auch eher um eine kleine Torte. Und das hat einen Sinn: es handelt sich um meinen Beitrag zu Zorras Geburtstagsevent Knacken und Backen – immerhin 8 Jahre wird ihr Blog alt, und das ist es mit einem Kuchen nicht getan, da muss Torte her.

Und so geht sie, die Walnuss-Geburtstagstorte:

Für ca. 10 Portionen:

Für den Kuchen:

  • 200 gr. Mehl
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 200 gr. weiche Butter, in kleine Stückchen geschnitten
  • 100 gr. heller Rohrohrzucker
  • 100 gr. weißer Zucker
  • 3 Eier
  • 50 ml starker Espresso
  • 100 gr. Walnüsse, gehackt
  • 25-50 ml Milch

Für die Buttercrème:

  • 60 gr. weiche Butter, in Stückchen geschnitten
  • 125 Puderzucker, gesiebt
  • 10 ml starker Espresso

Für den Belag:

  • 200 gr. Puderzucker
  • 2 TL starker Espresso
  • 50 gr. Walnüsse, gehackt

Ofen auf 180°C vorheizen.

Eine Springform fetten und bemehlen.

Mehl und Backpulver zusammen in eine Schüssel sieben und beiseite stellen.

In einer großen Rührschüssel die Butter mit dem Handmixer aufschalgen, bis sie cremig ist. Die beiden Zuckersorten zugeben und weiterschlagen, bis die Masse weißschaumig ist. Die Eier einarbeiten, dabei das nächste Ei immer erst dann zugeben, wenn das vorherige komplett eingearbeitet ist. Mit jedem Ei auch einen EL Mehl zugeben. Espresso einrühren. Jetzt das restliche Mehl portionsweise unterheben, dann die Walnüsse und genug Milch, um den Teig eine weiche Konsistenz zu geben.

Zum Backen den Teig in der Springform verteilen und glatt streichen. Ca. 25 -30 min backen, bis ein Zahnstocher beim Testen sauber wieder herauskommt. In der Form 10 min auskühlen lassen, dann aus der Form lösen und ganz auskühlen lassen.

Inzwischen die Buttercreme vorbereiten:

Die Butter cremig rühren, Puderzucker und Espresso zugeben und alles cremig schlagen. Den Kuchen einmal waagrecht durchschneiden. Eine der Kuchenhälften mit der Buttercreme bestreichen, die zweite Kuchenhälfte darauf setzen.

Für das Topping den Puderzucker in eine Schüssel sieben, Espresso und 1-2 El kochendes Wasser zugeben und alles rühren, bis alles andickt.
Glasur auf den Kuchen streichen und mit den gehackten Walnüssen bestreuen.

Quelle: The River Cottage Handbook No. 8 – Cakes