Frikeh-Suppe mit Fleischklösschen

Ich weiß nicht, wie das bei Euch ist, aber für mich ist eine dicke Suppe der Inbegriff von Comfort Food. Wenn dann noch die Worte “Hühnersuppe” und “Fleischklösschen” fallen, dann ist mein Glück perfekt. Klar, dass sich dieses Suppenrezept aus Sami Tamimis Palästina-Kochbuch sehr erfreulich für mich las.

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Buttermilchbrot mit Freekeh

brot mit freekeh und buttermilchIhr erinnert Euch an den Freekeh? Nun, er war immer noch da. Weg muss er irgendwann, also habe ich beschlossen, einen Teil davon in ein Brot zu packen.

Das war das erste Mal seit ganz langer Zeit, dass ich erst mal ein Brot gebacken habe, dass ich als komplett ungenießbar eingestuft und entsorgt habe. Nach dem ersten Fehlversuch habe ich verstanden: Freekeh braucht Wasser. Nicht nur ein bißchen, auch keine Badewanne voll, sondern eher einen Swimmingpool.

Mit der Einstellung hat es dann geklappt. Das Brot ist schön locker, schmeckt leicht nussig und hat dank der Buttermilch eine weiche, flauschige Krume.

Ich habe etwas “alten Teig” verwendet, damit das Brot aromatischer wird. Davon habe ich immer etwas im Kühlschrank. Wie man an den alten Teig kommt, steht hier.

Unschwer zu erkennen….wenn ich schon bei Zorra ein Event veranstalten darf, dann mache ich auch mit. Der, die oder das Freekeh ist ja schließlich ein Schätzchen aus dem Vorratsschrank…

Statt Freekeh kann man auch Grünkern für das Brot verwenden.

Vorteig:

  • 100 gr. Freekeh
  • 5 gr. frische Hefe
  • 150 gr. Wasser

Brühstück:

  • 50 gr. Freekeh
  • 150 gr. Wasser

endgültiger Teig:

  • Vorteig
  • Brühstück
  • 5 gr. frische Hefe
  • 100 gr. “alter Teig” (optional)
  • 400 gr. Weizenmehl 812 (oder je 200 gr. 550 und 1080)
  • 250 gr. Buttermilch
  • 12 gr. Salz

Für den Vorteig den Freekeh mehlfein mahlen und mit den anderen Zutaten zu einem weichen Teig verarbeiten. Ca. 8 h stehen lassen.

Für das Brühstück den Freekeh ebenfalls fein mahlen. Das Wasser zum Kochen bringen, den Freekeh damit übergießen, alles abdecken und mindestens 2 h quellen lassen.

Wenn es ans Backen geht, alle Zutaten in der Küchenmaschine zu einem elastischen Teig verkneten. Der Teig wird relativ weich sein und einen leichten Grünstich haben. Ca. 1 h zu doppelter Größe aufgehen lassen. Dann vom Teig 100 gr. abnehmen, falls man alten Teig verwendet hat. Den restlichen Teig zu einem runden Laib formen und mit Schluß nach unten in ein bemehltes Gärkörbchen geben. Nochmals ca. 60 min ruhen lassen.

Inzwischen den Backofen auf 250°C vorheizen und, wenn vorhanden, einen Backstein einschieben. Den backfertigen Teigling mit Schluß nach oben auf den Backstein oder ein mit Backpapier belegtes Blech kippen und zunächst mit Schwaden 10 min anbacken, dann den Dampf ablassen, die Hitze auf 220°C reduzieren und das Brot in 40 min fertig backen.

Herzhafte Suppe mit Freekeh und Fleischbällchen

suppe mit freeky und fleischbällchen

Wie ist es um Eure Vorratsschänke bestellt? Ich habe viele, und sie sind hoch – und das, obwohl ich wirklich klein bin. Meine Küche ist absolut nichts besonders; ich koche auf einem Ceranfeld und mein Backofen kann heizen, sonst nichts. Aber auf zwei Dinge habe ich geachtet: Schränke! Und Steckdosen! Die Steckdosen stellen kein Problem dar. Die Schränke im Grunde auch nicht. Aber manchmal, da wandern Dinge klammheimlich immer weiter nach hinten im Schrank….und irgendwann, da staunt man, was man so alles bevorratet hat. Wenn die Läden jetzt mal eine Zeitlang schließen würden…wir würden über die Runden kommen. Zumindest was die Trockenvorräte angeht.

Aber ich schweife ab. Ich habe also Freekeh in meinem Küchenschrank gefunden. Für irgendeinen hehren Anlass gekauft….und nicht wirklich viel davon gebraucht.

Freekeh ist unreif geernteter, gerösteter Weizen, also im Grunde das Pendant zu unserem Grünkern. Sein rauchiges Aroma passt gut zu Suppen und Eintöpfen, er kann aber auch in Pilafs und Salaten verwendet werden. Kaufen kann man ihm beim türkischen Lebensmittelhändler.

Wir kochen Suppe – ich finde, das passt immer noch gut zur Großwetterlage. Die Suppe ist herzhaft und wärmend, und ist, wie Yotam Ottolenghi, von dem das Rezept stammt, anmerkt, die palästinensische Interpretation der Fastensuppe Harira.

Für 6 Personen:

Fleischbällchen:

  • 400 gr. Hackfleisch (Lamm oder Rind)
  • 1 Schalotte
  • 3 Stängel glatte Petersilie
  • 1/2 TL Piment
  • 1/4 TL Zimt
  • 3 EL Mehl
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Für die Suppe:

  • 2 EL Olivenöl
  • 1 große Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 Karotten
  • 2 Stangen Sellerie
  • 3 große Tomaten
  • 40 gr. Tomatenmark
  • 1 EL Baharat
  • 1 EL gemahlener Koriander
  • 1 Stange Zimt
  • 1 EL Zucker
  • 150 gr. geschroteter Freekeh
  • 1 l Brühe, vorzugsweise Rind/Huhn halb und halb
  • gehackte Petersilie und Zitronenspalten zum Anrichten

Zuerst die Fleischbällchen vorbereiten: Schalotte schälen und fein hacken. Petersilienblättchen abzupfen und ebenfalls fein hacken. In einer großen Schüssel Hackfleisch, Zwiebel, Petersilie und die Gewürze vermischen und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Masse verkneten und dann  mit den Händen zu kleinen Bällchen rollen. Es sollten etwa 20 Stück werden. Die Bällchen in Mehl wenden. Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und die Bällchen auf mittlerer Hitze rundherum anbraten, bis sie schön gebräunt sind, dann beiseite stellen. Die Bällchen müssen nicht durchgegart werden, sie sollen nur Farbe annehmen.

Für die Suppe Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Karotten und Sellerie putzen und in feine Würfel schneiden. Tomaten hacken.

Olivenöl in einem großen Topf erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin glasig dünsten. Karotten und Sellerie zugeben und ein paar Minuten mitdünsten. Anschließend Tomaten, Tomatenmark, Gewürze, 2 TL Salz und etwas frisch gemahlenen Pfeffer zugeben und 1 weitere Minute mitdünsten. Freekeh zugeben und kurz mit anrösten. Dann die Brühe, 800 ml heißes Wasser und die Fleischbällchen ebenfalls in den Topf geben. Zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und die Suppe auf schwacher Hitze ca. 40 min köcheln lassen, bis der Freekeh ausgequollen ist. Die Suppe sollte recht dick werden.  Am Ende der Kochzeit alles nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Anrichten die Suppe in Schüsseln geben, mit Petersilie bestreuen und mit Zitronenspalten servieren.

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