Teigtaschen mit Huhn-Erdnuss-Füllung

Teigtaschenrezepte muss ich ja fast schon zwanghaft ausprobieren, so auch dieses hier aus Leela Punyaratabandhus schönem Bangkok-Kochbuch*. Ich muss aber gestehen, dass die Taschen mir etwas Respekt abnötigten: der Teig besteht aus Tapiokamehl, Reismehl und Klebreismehl, ist also glutenfrei. Vor meinem inneren Auge sah ich ihn schon krümeln und bröseln, aber diese Befürchtung war unbegründet. Der Teig fühlt sich ein wenig an wie Knetmasse und lässt sich sehr gut bearbeiten; zum Formen der Teighüllen braucht man nicht einmal ein Nudelholz.

Gefüllt werden die Teigtaschen mit Fleisch vom Hähnchenschenkel, Erdnüssen, etwas Knoblauch, Korianderwurzeln und Zucker. Die salzig-süße Füllung kontrastiert schön mit den Chilischoten, die dazu serviert werden.

Ich habe vom Teig etwas übrig behalten; die Füllung hat nicht für den gesamten Teig gereicht. Ich gebe Euch trotzdem das Rezept für die gesamte Teigmenge, denn eine geringere Menge ist schwierig herzustellen. Korianderwurzeln bekommt man in Asia-Shop; dort wird das Koriandergrün gleich mitsamt der Wurzel verkauft.


Für ca. 36 Teigtaschen:

Füllung:

  • 3 Zehen Knoblauch
  • 3 EL Korianderwurzeln, fein gehackt
  • 1/2 TL Pfefferkörner
  • 1 EL neutrales Öl
  • 1 Schalotte
  • 340 g Hähnchenfleisch aus der Keule (ohne Haut)
  • 1,5 TL Salz
  • 2 EL heller brauner Zucker
  • 3 EL ungesalzene, geröstete Erdnüsse, fein gehackt

Teig:

  • 155 g Tapiokamehl
  • 115 g Reismehl, plus etwas zum Arbeiten
  • 75 g Klebreismehl
  • 1/2 TL Salz
  • 2 EL neutrales Öl
  • bis zu 350 ml Wasser

Beilagen:

  • 60 ml Knoblauchöl (siehe unten)
  • 35 g gebratener Knoblauch (siehe unten)
  • Bird’s Eye Chilis
  • ein kleiner Bund Koriandergrün

Gebratener Knoblauch und Knoblauchöl:

  • 2 Knollen Knoblauch
  • 180 ml neutrales Öl

Zunächst zum Knoblauch, Öl und gebratener Knoblauch können auf Vorrat hergestellt werden. Knoblauch in Zehen teilen, schälen und fein würfeln.

Öl und Knoblauch in einer kleinen Pfanne bei mittlerer Hitze ca. 5 min braten, dabei hin und wieder umrühren. Hitze etwas reduzieren und weiterbraten, bis der Knoblauch hellbraun ist. Öl durch ein Sieb in eine Flasche gießen. Knoblauch auf Küchenpapier abtropfen lassen, dann einen luftdichten Behälter füllen.

Für die Füllung den Knoblauch schälen und grob hacken. Zusammen mit Korianderwurzeln und Pfefferkörnern zu einer Paste mörsern.

Schalotten schälen und fein würfeln. Hähnchenfleisch grob hacken.

Öl in einer Pfanne erhitzen, die Gewürzpaste zusammen mit den Schalotten anbraten, dann Hähnchenfleisch, Salz und Zucker zugeben und alles unter Rühren 5 min braten, dabei das Fleisch mit einem Kochlöffel etwas zerdrücken. Erdnüsse unterrühren, dann die Mischung zum Auskühlen auf einen Teller geben.

Für den Teig 350 ml Wasser zum Kochen bringen. Alle Mehlsorten mit dem Salz in einer Schüssel mischen. Das Öl zugeben und mit einem Löffel vollständig in das Mehl einarbeiten. Nun das kochende Wasser in einem dünnen Strahl nach und nach in die Mehlmitte gießen; Ihr braucht vermutlich nicht alles. Alles mit einem Kochlöffel zu einem Teig verrühren. Sobald sich eine Teigkugel bildet, die sich vom Boden und Rand der Schüssel löst, kein Wasser mehr zugeben. Teig in der Schüssel ca 2 min kneten (er ist heiß, da muss man durch), dann in Frischhaltefolie packen und 30 min ruhen lassen.

Zum Füllen den Teig in 4 Portionen teilen; mir ist eine der Portionen übrig geblieben. Daraus kann man später noch Nudeln rollen. Je mit einer Portion arbeiten, den Rest in Folie gewickelt lassen, damit nichts austrocknet. Die Arbeitsfläche leicht mit Reismehl bestäuben und auch die Hände etwas bemehlen. Jedes Teigviertel in 12 gleich große Teile teilen und diese zu Kugeln rollen.

Die Teigkugeln zwischen den Handflächen flach drücken und mit den Fingern zu Kreisen von ca. 7 cm Durchmesser formen. In die Mitte jedes Kreises einen guten Teelöffel Füllung geben. Den Teig über der Füllung zu einem Halbmond zusammenklappen und die Ränder gut festdrücken. Fertige Teigtaschen auf der leicht mit Reismehl bestäubten Arbeitsfläche lagern.

Zum Dämpfen einen Bambuskorb mit Backpapier auslegen. Wasser in einem Wok zum Kochen bringen. Teigtaschen mit einem Abstand von ca. 1 cm in den Korb geben und portionsweise ca. 5 bis 7 min dämpfen, bis der Teig glänzend und durchsichtig wird.

Inzwischen eine Servierplatte mit Knoblauchöl auspinseln. Die gegarten Teigtaschen mit einem Löffel vorsichtig auf die Platte geben und mit Knoblauchöl bepinseln, damit sie nicht aneinander kleben.

So weiter verfahren, bis alles Teigtaschen fertig gegart sind. Zum Servieren die Teigtaschen mit gebratenem Koblauch, Chilischoten und Koriandergrün anrichten.


Pikante Erdnusskekse

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An salzigem Knabbergebäck komme ich nur ganz schwer vorbei. Und so war klar, dass ich dieses Rezept aus “Indonesisch vegetarisch“* ausprobieren musste.

Wobei Kekse den Kern der Sache nicht ganz trifft – die Snacks werden nicht im Ofen gebacken, sondern frittiert. Nun, das erhöht den Suchtfaktor. Aber sonst sind sie total trendy  – nämlich vegan und  glutenfrei 😉

Gut, Spaß beiseite. Die Kekse basieren auf Erdnüssen, Reismehl und Kemiri-Nüssen, gewürzt mit Knoblauch, Koriander, Kreuzkümmel und Kaffirlimettenblättern. Alles vermischt und frittiert – ein schöner Snack. Sicher kann man die Kekse auch zum Apérif servieren.

Und ich habe mal wieder gemerkt, was ich so alles im Küchenschrank habe. Irgendwann hatte ich im Rahmen einer Teigtaschen-Orgie viele kleine Tütchen mit Mehlsorten aus dem Asia-Shop nach Hause getragen. Ich war sicher, Reismehl war auch dabei. Naja, gefunden habe ich Klebreismehl und Maniokmehl. Sind ja auch weiße Pülverchen. Ich habe mir beholfen….ein Glück, die Getreidemühle mahlt natürlich auch Reis zu Reismehl.

Für 24 Kekse:

  • 2 Zehen Knoblauch
  • 5 Lichtnüsse
  • 5 Kaffirlimettenblätter
  • 200 g feines Reismehl
  • 225 ml Wasser
  • 1 TL Koriander, gemahlen
  • 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 200 g Erdnusskerne, natur
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • zum Frittieren: Kokos- oder Erdnussöl

Knoblauch schälen und fein hacken. Kemirinüsse mörsern. Kaffirlimettenblätter waschen, die dicke Mittelrippe herausschneiden und die restlichen Blätter in feine Streifen schneiden. Die Erdnüsse grob hacken.

Das Reismehl mit Wasser, Knoblauch, Kemirinüssen, Koriander, Kreuzkümmel, Limettenblättern und Erdnüssen gut vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Öl erhitzen. Ich nehme zum Frittieren gerne den Wok, da brauche ich aufgrund der Form weniger Öl. Je ca. 1/2 EL Teig in die Pfanne gleiten lassen und immer ca. 3-4 Kekse von beiden Seiten gloldbraun frittieren. Kekse auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Wir retten, was zu retten ist: Halwa-Eiscreme

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Seid Ihr bereit für Nachtisch? Wie wäre es mal wieder mit Eis?

Ich bin immer noch glücklich über meine Eismaschine. Besonders gut gefällt mir, dass ich Eissorten herstellen kann, die man nirgendwo zu kaufen bekommt. Meist stelle ich kleinere Mengen her und genieße es, mehrere Sorten Eis vorrätig zu haben.

Klar, dass ich auf Ottolenghis* Halva-Eiscreme gleich angesprungen bin….und das war bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich Halwa in ein Eis gegeben habe, der Geschmack und die Konsistenz sind einfach schön. Außer Halwa ist noch etwas Tahin im Eis – und auch das ist toll, es sorgt für eine angenehm nussige Note.

Im Original kommt das Eis mit einem Topping aus Schokoladensauce und gerösteten, gesalzenen Erdnüssen daher. Die Sauce habe ich mir geschenkt….ich esse Eis tatsächlich am liebsten pur. Die Erdnüsse habe ich gleich mit in die Eismasse gegeben….süß-salzig mag ich nämlich sehr gerne.

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Das Rezept ist Teil einer Rettungsaktion – auch bei Eiscreme muss man nämlich nicht nehmen, was die Industrie einem auftischt; man kann sie gut selbst machen. Hier könnt Ihr sehen, welche Eissorten der Rest der Truppe sich ausgedacht hat.  Da sind übrigens auch ganz viele Rezepte dabei, für die man keine Eismaschine braucht. Wenn ich mir die Vielfalt so anschaue, dann werde ich in nächster Zeit bestimmt sehr viel Eis machen, schaut mal:

lieberleckerBananeneis
from-snuggs-kitchenButtermilch-Zitronen-Eis
SweetPie – Gin Tonic Popsicle
katha-kocht! – Raffaello Eis
Cuisine Violette – Mango-Kokoseis
Kochen mit HerzchenPistazieneis
Kebo HomingSchokoladeneis mit Salzkaramell
Bonjour AlsaceSchokoladeneis
Mädel vom LandBirnen-Joghurt-Steckerleis mit Waldmeister
Greenway 36 Schokoladen-Karamell-Eis ohne Eismaschine
1x umrühren bitte aka kochtopfSchnellstes und softigstes Himbeer-Softeis
Obers trifft Sahne Kürbis Eis mit Zimt Pflaumen ( mit und ohne Eismaschine
lecker macht launeZwetschgen-Eis ohne Ei
widmatt- aus meiner Schweizer Küche: Pfirsich Glacé
Feinschmeckerle | Schwaben – Kochen – Reisen –  Blitzeis mit Brombeeren und Buttermilch
Genial lecker – Express-Vanilleeis

Jetzt zum Rezept – das ist wirklich nicht schwierig:

  • 250 gr. Sahne
  • 350 ml Vollmilch
  • 1 Vanilleschote
  • 2 Eigelb
  • 40 gr. Zucker
  • 30 gr. Tahin
  • 100 gr. Pistazien-Halwa (Ottolenghi: Sesam-Halwa)
  • 60 gr. geröstete, gesalzene Erdnüsse
  • optional: gehackte Pistazien zum Anrichten

Die Vanilleschote aufschlitzen und das Mark herauskratzen. Halwa und Erdnüsse im Cutter grob zerkleinern.

Milch und Sahne in einem Topf mit Vanilleschote- und Mark einmal kurz aufkochen, dann von der Hitze nehmen.

In einer hitzefesten Schüsseln die Eigelbe mit dem Zucker verquirlen. Mit einer Kelle etwas von der heißen Milchmischung zufügen, weiterrühren. Nach und nach die gesamte Milchmischung zugeben, dabei ständig rühren. Die Masse wieder in den Topf geben und unter dauerhaftem Rühren ca. 10 min lang erhitzen, bis die Masse andickt. Vorsicht mit der Temperatur – die Masse darf nicht kochen, sonst gibt es Rührei. Von der Hitze nehmen und das Tahin einrühren.

Die Masse erst abkühlen, dann im Kühlschrank ganz durchkühlen lassen.

Masse in die Eismaschine geben und in ca. 40 min gefrieren lassen. Nach ca. 30 min die Halwa und die Erdnüsse zugeben.

In der Tiefkühle aufbewahren und zum Servieren mit gehackten Pistazienkernen bestreuen.