Entenfrikassée mit Klösschen

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Ich bin doch ganz stolz auf mich – die Tiefkühle sieht gut aus – schön übersichtlich. Ich habe mich damit vergnügt, jeden Tag irgendwas hervorzuholen und es auf den Tisch zu bringen. Da waren spaßige Überraschungen dabei 🙂 .

Ich hatte einen beachtlichen Vorrat an gegartem Fleisch und an Soßenresten eingefroren. Soße kann man immer brauchen :-). Aber es war nun wirklich zu viel – das schrie nach Verwertung.

Die Methode erst mal auftauen und dann weitersehen hat gut funktioniert. Inspiration kam  – wie so oft in letzter Zeit – von Hugh Fearnley-Whittingstall*. Ein Buch übrigens, das ich jedem, der Lebensverschwendung vermeiden möchte, ans Herz legen kann: Hugh hat für alles Ideen, auch für Fischgräten und bereits aufgebrühte Teebeutel. Auch sonst strotzt das Buch vor Tipps und Ideen. Die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung ist Hugh ein Herzensthema.

In diesem Fall ist die Idee ein Frikassée mit Resten von gegartem Hühnchen. Ich habe Ente verwendet. Statt mit Brühe aufzugießen, musste ein Container mit Soße daran glauben. Man kann das Frikassée mit Kartoffelpüree servieren oder mit Polenta. Da gibt es aber noch eine Alternative: Nämlich die typisch britischen Klösschen, die gleich im Frikassée mitgegart werden. Ich mag diese weichen, luftigen Dinger sehr gern – die mussten es sein.

Und überhaupt: das war ein tolles Essen. Ich mag es, wenn aus Resten  etwas Neues entsteht. Schon als Kind war mein Highlight nicht der Sonntagsbraten, sondern das, was am Montag aus den Resten gemacht wurde.

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Für 4 Personen:

  • 2 EL Rapsöl
  • 1 Zwiebel
  • 2 Karotten
  • 1 Stange Sellerie
  • 1 Zweig Thymian
  • 1 Lorbeerblatt
  • 250 g braune Champignons
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 EL Mehl
  • 150 ml Weißwein
  • 700 ml Hühnerbrühe oder eine Mischung aus Hühnerbrühe und Bratensoße
  • 400 g gegartes Fleisch (Original: Hühnchen, ich: Ente)
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • etwas gehackte Petersilie zum Servieren

Für die Klösschen:

  • 100 g Mehl
  • 1/4 TL Backpulver
  • 1/2 TL Kräuter der Provence, getrocknet
  • 50 g Schmalz (ich hatte noch Entenfett im Kühlschrank….)
  • Salz, Pfeffer aus Mühle
  • etwas Wasser

Zwiebel schälen und fein hacken. Karotten schälen und würfeln, Sellerie in feine Würfel schneiden. Pilze putzen und blättrig schneiden.

Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel, Karotten, Sellerie, Thymian und Lorbeer zugeben, mit einer Prise Salz würzen und in ca. 10 min weich braten.

Die Hitze etwas höher stellen und die Pilze zugeben. Ca. 5 min braten, bis sie ihre Flüssigkeit abgegeben haben und etwas braun sind.

Inzwischen den Knoblauch schälen und fein hacken. Zum Gemüse in den Topf geben und 1 min mitbraten. Mit Mehl bestäuben, alles unter Rühren anrösten. Dann den Wein zugießen, alles kurz aufkochen und anschließend Brühe und/oder Soße angießen. Gut durchrühren, damit sich alles verbindet. Zum Kochen bringen und abgedeckt ca. 10 min simmern lassen.

Inzwischen für die Klösschen Mehl, Backpulver, Kräuter und Schmalz in einer Schüssel mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen, dann zu einem Teig verkneten. Dabei immer wieder ein wenig Wasser zufügen, es soll ein Teig entstehen, der zusammenhält, aber nicht zu weich ist.

Das Fleisch in den Topf geben, alles kurz aufkochen und durchrühren.

Jetzt aus dem Teig zwischen den Handflächen ca. walnussgroße Bällchen rollen. Die Klösschen mit gutem Abstand zueinander zum Frikassée geben, einen Deckel auflegen und alles zusammen 15 min simmern lassen. Die Klösschen sind wirklich weich und fluffig – also bitte auf gar keinen Fall umrühren!

Zum Servieren Frikassée mit Klösschen auf Teller verteilen und mit gehackter Petersilie bestreuen.

 

Gebratene Ente mit Cranberry-Hoisin-Sauce und Mandarin-Pfannkuchen

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Habt Ihr schon eine Idee, was Ihr an Weihnachten essen werdet? Ich hätte da nämlich einen Vorschlag. Ich hatte ja versprochen, dass ich Euch aus Jamie Olivers Weihnachtskochbuch* noch einen Braten vorstelle – und hier ist er nun.

Ok….nicht ganz klassisch. Es gibt Ente, denn wir essen gerne Ente, aber nicht oft. Weihnachten ist da eine schöne Gelegenheit. Diesmal gibt es eine Idee für das gesellige Essen, bei dem sich jeder seine Portion selbst zusammenbauen kann. Das Ganze erinnert ein wenig an die klassische Peking-Ente, ist aber sehr viel simpler. Es gibt das gebratene, gezupfte Fleisch zusammen mit Gemüsestiften und einer chinesisch gewürzten Cranberry-Sauce. Und die hauchzarten Mandarin-Pfannkuchen, in die jeder sich seine Portion einwickeln kann.

Klingt gut? Ist es auch. Die Ente ist schön gewürzt und kommt mit knuspriger Haut daher, und die Cranberry-Sauce ist klasse, und zwar nicht nur farblich. Und es macht Spaß, sich am Tisch alles selbst zusammenzubauen.

Mandarin-Pfannkuchen sind die hauchzarten Teigfladen, die zur Pekingente serviert werden. Jamie Oliver verwendet gekaufte; ich würde Euch zum Selbermachen raten. Es ist ganz einfach und macht richtig Spaß. Und an den Feiertagen habt Ihr doch ein bisschen Zeit, oder?

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Ich habe es schon erwähnt, Jamie Oliver ist ja Markenbotschafter für Tefal. Ich hatte also nicht nur das Glück, ihn persönlich kennenzulernen, sondern ich durfte mir auch eine Pfanne aus dem Jamie-Oliver-Sortiment aussuchen. Ich habe mich für die große Servierpfanne aus den Professional Series entschieden. Sie ist sehr breit und niedrig und hat einen Deckel aus Edelstahl, der problemlos auch in den Backofen kann. Ich habe Ente und Pfannkuchen damit zubereitet, das hat super funktioniert. Jetzt aber zum Rezept:

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Für 6 Personen:

Für Ente und Garnitur:

  • 1 Ente (ca. 2 kg,mit Innereien)
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL chinesisches Fünfgewürz-Pulver
  • Salz
  • 1 Bio-Clementine
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 4 kleinen Karotten
  • 1/2 Salatgurke
  • 1 rote Chilischote
  • je eine Handvoll Minze und Koriandergrün

Für die Sauce:

  • 2 Zehen Knoblauch
  • 5 cm frischer Ingwer
  • 200 g frische Cranberries (oder TK-Ware)
  • 1 TL chin. Fünfgewürz-Pulver
  • 2 EL Sojasauce
  • 2 EL Reisessig
  • 2 EL flüssiger Honig
  • 2 Clementinen

Für die Pfannkuchen:

  • 240 g Mehl (ich hatte Weizen 405)
  • 180 ml kochend heißes Wasser
  • Sesamöl zum Bepinseln

Zunächst zur Ente: Diese rechtzeitig Zimmertemperatur annehmen lassen. Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Zwiebel schälen, in Spalten schneiden und mit den Innereien und einem Schuss Wasser in den Bräter geben.

Die Ente mit Öl, Fünfgewürz und großzügig Salz einreiben. Clementine waschen, halbieren und in die Bauchhöhle stecken. Ente auf das Backofengitter setzen, den Bräter dann direkt unter die Ente stellen, damit Fett und Bratensaft hineintropfen können. Die Ente 2 h braten, bis sie durchgegart und knusprig ist.

Während die Ente gart, hat man viel Zeit für die Pfannkuchen: dafür das Mehl in eine Schüssel geben. Nach und nach das kochende Wasser angießen und mit einem Löffel einarbeiten. Dann mit den Händen zu glatten Teig verkneten. Schüssel abdecken und den Teig 20 min ruhen lassen.

Jetzt den Teig auf der Arbeitsfläche nochmal durchkneten. Ich habe dafür kein Mehl gebraucht, der Teig war kein bisschen klebrig. Wenn er klebt, die Arbeitsfläche leicht  mit Mehl bestäuben. Den Teig zu einer langen Rolle von ca. 4 cm Durchmesser formen und die Rolle in 12 gleich große Scheiben schneiden. Die Scheiben mit den Händen zu ca. 7 cm großen Kreisen drücken. Jetzt eine Seite jedes Kreises mit Sesamöl bepinseln. Je zwei Scheiben mit der geölten Seite aufeinanderlegen. Ihr bekommt also 6 Paare, bei denen die geölten Seiten zueinander zeigen.

Die Scheiben zu ca. 20 cm großen Kreisen ausrollen. Es ist wichtig, dass sie dünn ausgerollt werden, damit die Pfannkuchen hinterher nicht zäh werden.

Eine Pfanne auf den Herd stellen und erhitzen. Die Pfannkuchen nacheinander von beiden Seiten ausbacken. Sie werden leichte braune Flecken bekommen und sich spektaklär aufblähen. Die fertig gebratenen Pfannkuchen kurz abkühlen lassen, Dann auseinanderziehen. Ihr seht an den fertigen Pfannkuchen rundherum eine kleine Nahtstelle, da könnt Ihr sie auseinanderziehen. Es geht ganz leicht und macht richtig Spaß. Aber Vorsicht, es tritt heißer Dampf aus. Fertige Pfannkuchen auf einem Teller lagern, man kann sie später kurz unter Dampf erwärmen. Ich habe die Pfannkuchen schon früher vorbereitet, sie nehmen das gar nicht übel.

Die Garnitur kann man auch noch machen, während die Ente bruzzelt. Frühlingszwiebeln und Karotten putzen, dann in Stifte schneiden. Gurke schälen und in dünne Scheiben schneiden. Chili in Ringe schneiden, Kräuter zupfen.

Inzwischen ist dann die Ente fertig.  Diese herausnehmen und 30 min ruhen lassen; am besten auf einem Gitter, damit sie von allen Seiten knusprig bleibt.

Das Fett aus dem Bräter abgießen, am besten in ein Einmachglas. Nicht wegwerfen – in Entenfett kann man zum Beispiel super Bratkartoffeln machen.

Die Innereien aus dem Bräter nehmen, die Zwiebeln darin lassen. Bräter bei mittlerer Hitze auf den Herd stellen. Knoblauch und Ingwer schälen und grob hacken, dann in den Bräter geben. 1 TL Five-Spice zugeben, dann die Cranberries einrühren und dabei den Bratensatz losschaben. Alles 2 bis 3 min köcheln lassen, dann Honig, Sojasauce, dem Saft der Clementinen und Essig zugeben. Kurz aufkochen, dann mit Salz abschmecken und im Mixer glatt pürieren.

Das Fleisch der Ente mit 2 Gabeln von den Knochen lösen. Die Pfannkuchen über Dampf kurz erhitzen, damit sie wieder weich werden.

Und jetzt alles auf den Tisch stellen, damit jeder sich seine Pfannkuchen zusammenstellen kann!

Ihr sucht noch nach mehr Inspiration aus dem schönen Weihnachtskochbuch? Dann schaut mal bei Bianca vorbei, sie hat den Carbonara-Kuchen gemacht. Bei Lars gibt es einen tollen Hackbraten. Nicole serviert uns eine Blätterteigpastete. Bei Dorothée gibt es gegrillte Hähnchenspieße mit gelber Paprikasoße und schwarzem Quinoa. Einen tollen gebackenen Sellerie findet Ihr bei Petra und Anna-Kartoffeln bei Madeleine.  Und Tobi sorgt mit Buttertoffees für das süße Finale.

Ein Weihnachtsmenü für den kulinarischen Adventskalender

Hurra, ich bin ein Türchen! Ihr wisst doch bestimmt alle schon, dass es auch dieses Jahr wieder den kulinarischen Adventskalender gibt? Zorra veranstaltet ihn nun schon zum 12. Mal. Ich ziehe meinen Hut vor so viel Engagement. Und Ihr, Ihr solltet ganz schnell rüberklicken. Denn es gibt nicht nur jeden schöne Geschichten und tolle Rezepte, sondern auch sensationelle Gewinne. Ich freue mich, dass ich den Kalender dieses Jahr eröffnen darf.

Aber bevor Ihr rüberschaut, eine Frage: was esst Ihr denn zu Weihnachten? Irgendwie ist das bei uns merkwürdig… das ganze Jahr wird munter herumprobiert und es steht selten etwas zweimal auf dem Tisch. Aber Weihnachten – nun, da gibt es am Heiligen Abend Bratwurst, Sauerkraut und Kartoffelstampf. Und am ersten Feiertag einen Entenbraten. Für den zweiten Feiertag hoffen wir auf Reste, von denen gibt es Shepherd’s Pie.

kulinarischer-adventskalender-tuerchen-1Das mit der Ente ist einfach erklärt: wir essen gerne Ente, und Weihnachten ist ein willkommener Anlass. Aber die Bratwurst hat sentimentale Gründe. Die gab es schon, als ich ein Kind war. Aber nicht irgendeine Bratwurst. Mein Onkel hat sie selbst gemacht. Und sie war mit Paprika und Knoblauch gewürzt, ganz anders als alles, was damals so kaufen konnte. Die Wurst war legendär in unserem kleinen Ort. Eines Tages wurde ein Nachbar erwischt, wie er bäuchlings (und sehnsüchtig seufzend) vor dem Kellerfenster des Onkels lag und die Wurst anschmachtete. Natürlich wurde er in die Lieferkette übernommen. Ach so…und das Sauerkraut, das bekamen wir auch geliefert. Das hatte meine Tante vorher angesetzt.

Gut, aber ich wollte Euch jetzt nicht Sauerkraut und Bratwurst präsentieren und auch keinen Entenbraten. Ich hab mir gedacht, ich nehme Würschtel und Ente und packe sie in ein kleines Menü. Nicht ganz so rustikal wie unser Standard, aber ein sehr entspanntes Menü: es gibt eine Erbsensuppe mit Nürnberger Rostbratwurst (die vom Onkel kriegt ohnehin sonst keiner hin), eine Entenbrust mit Pistazienkartoffeln und Granatapfelsauce und zum Anschluss, da gibt es meinen Lieblingsnachtisch: Geeistes vom Kaffee. Inspiration habe ich mir dafür bei Herrn Schuhbeck* geholt. Suppe und Nachtisch lassen sich gut vorbereiten, und die Entenbrust gart ganz easy-peasy  im Backofen. Entspannte und glückliche Weihnachten Euch allen!

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Für die Suppe:

  • 800 ml Gemüsebrühe
  • 300 g Erbsen (TK-Ware)
  • 200 g Sahne
  • Salz
  • Zucker
  • Mukatnuss
  • Piment d’Espelette
  • 2 Blätter Romanasalat
  • 8 Blätter Minze
  • 1 EL Rapsöl
  • 8 Nürnberger Rostbratwürste

Die Brühe in einem Topf zum Kochen bringen. Die Erbsen hinzugeben und bei milder Hitze kochen, bis sie gar sind. Das dauert ca. 5 Minuten. Sahne zugeben und alles mit dem Stabmixer pürieren.

Suppe mit Salz, etwas Zucker, frisch geriebener Muskatnuss und Piment d’Espelette abschmecken.

Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Bratwürste auf beiden Seiten hell anbraten. Herausnehmen und schräg in dicke Scheiben schneiden.

Minze und Salatblätter in feine Streifen schneiden.

Bis hierhin kann man alles vorbereiten.

Die Suppe nochmals aufmixen. Minze und Salatblätter auf Teller oder Schalen verteilen. Die Suppe darüber geben, die Bratwürste hineingeben und alles gleich servieren.

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Für die Entenbrust:

  • 2 Barbarie-Entenbrustfilets (je ca. 350 bis 400 g)
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 500 g Kartoffeln (ich hatte vorwiegend festkochende)
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 TL Harissa
  • 2 EL Pistazien, nicht gesalzen, gehackt
  • 1 TL Puderzucker
  • 200 ml Rotwein
  • 1 EL süßer Granatapfelsirup (aus dem türkischen Laden)
  • 1/2 TL Speisestärke
  • 60 g Butter, sehr kalt (meine war kurz in der Tiefkühle)
  • Zucker nach Bedarf
  • Granatapfelkerne zum Dekorieren

Den Backofen auf 100°C Ober-und Unterhitze vorheizen. Ein Ofengitter auf die mittlere Schiene geben, darunter ein Abtropfblech schieben; bei mir ist das einfach ein mit Backpapier belegtes Blech. Das Fett abgießen aber aufheben; wir brauchen es noch.

Die Entenbrustfilets trocken tupfen und mit Salz würzen. Die Haut rautenförmig einritzen. Eine Pfanne auf den Herd stellen und erhitzen. Die Entenbrustfilets darin bei mittlerer Hitze ca. 6-8 min anbraten. Dann umdrehen und auch die Fleischseite kurz anbraten. Die Filets auf das Ofengitter legen und in ca. 50 bis 60 min rosa braten.

Das funktioniert wirklich super – die Ente wird auf den Punkt, und inzwischen ist genügend Zeit für Kartoffeln und Sauce.

Die Kartoffeln schälen und in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Einen Topf mit Salzwasser und dem Lorbeerblatt zum Kochen bringen, die Kartoffelwürfel hineingeben und bissfest garen. In ein Sieb abgießen, ausdampfen lassen und das Lorbeerblatt entfernen. In einer Pfanne 2 EL vom Entenfett erhitzen, die Harissa darin auflösen. Die Kartoffeln darin wenden, dann mit den Pistazien bestreuen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die Sauce den Puderzucker in einen kleinen Topf sieben und bei mäßiger Hitze karamellisieren lassen. Den Wein angießen, das Karamell unter Rühren loskochen, dann alles um ein Drittel einkochen lassen. Den Granatapfelsirup zugeben. Die Stärke mit ein wenig Wasser anrühren, dann in die köchelnde Flüssigkeit rühren und alles köcheln lassen, bis alles leicht andickt. Die kalte Butter in kleine Würfel schneiden und nach und nach bei mäßiger Hitze in die Sauce rühren. Die Sauce sollte nicht mehr köcheln. Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wenn sie zu säuerlich ist, etwas Zucker zugeben. Aber Vorsicht: die Sauce ist recht intensiv, aber in Kombination mit der Entenbrust passt das dann wieder.

Jetzt die Entenbrustfilets aus dem Ofen nehmen, schräg aufschneiden und pfeffern. Die Kartoffeln auf vorgewärmten Tellern anrichten. Das Fleisch darauf verteilen, Sauce um den Rand gießen und alles mit Granatapfelkernen dekorieren.

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Für das Geeiste vom Kaffee:

Sahne-Haube:

  • 70 g Sahne
  • 1 EL ganze Kaffeebohnen
  • 1 TL Zucker
  • Zimtpulver zum Anrichten

Für das Eis:

  • 50 ml Espresso
  • 1 TL Instant-Kaffeepulver
  • 50 g Zucker
  • 2 Eigelb
  • 2 Kapseln Kardamom
  • 1 Prise Zimt
  • 100g Sahne

Für das Sahnehäubchen die Sahne mit Zucker und Kaffebohnen verrühren und über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen. Länger schadet auch nicht.

Jetzt zum Eis: Espresso, Instant-Kaffee und Zucker in einen kleine Topf geben und unter Rühren kurz aufkochen lassen; der Zucker soll sich auflösen.

Kardamomkapseln aufbrechen und die Samen fein mörsern.

Die Eigelbe mit den fein gemörserten Kardamomsamen und dem Zimt in eine hitzebeständige Schüssel geben und schaumig schlagen. Den heißen Kaffee unter Rühren zugeben. Alles auf ein heißes Wasserbad geben und weiterschlagen, bis die Masse 80°C erreicht hat und andickt. Von der Hitze nehmen. Nun kann man die Masse entweder abkühlen lassen, wobei man hin und wieder umrührt, oder man setzt die Schüssel auf Eiswürfel und kühlt alles unter Rühren schnell ab.

Die Sahne steif schlagen und unter die abgekühlte Eismasse ziehen. Die Masse in gefrierfeste Förmchen geben und in die Tiefkühle stellen. Merkt Ihr was? Super zum Vorbereiten.

Wenn es ans Servieren geht, die Sahne durch ein Sieb gießen, um die Kaffeebohnen zu entfernen. Sahne schaumig schlagen, auf die Eismasse geben und mit ein wenig Zimt überpudern.

Habt einen entspannten Advent und glückliche Weihnachten!

 

Resteverwertung: Chinesische geröstete Ente mit Reisnudeln

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Langsam wächst in mir die Erkenntnis, dass Weihnachten nicht meine Zeit ist. Ich glaube, nächstes Jahr lassen wir das mal ausfallen und fahren ganz weit weg. Eigentlich wollte ich ruhige Tage mit der Familie verbringen und nach Neujahr die übliche Verwandschafts-Besuchsrundfahrt starten. Blogggen hatte ich nicht so auf dem Plan…und jetzt doch, denn ich kann ein wenig Ablenkung grade gut gebrauchen.

Vor ca. 11 Jahren lag ich gleich am zweiten Feiertag im Krankenhaus, und kurz nach Weihnachten wurde mein Sohn per Notkaiserschnitt auf die Welt geholt. Das war gut so, sonst gäbe es uns beide nicht. Dann war doch recht lange Ruhe, bis letztes Jahr kurz nach Weihnachten ich mit einer fiesen Infektion brach lag. Und dieses Jahr ist mein Mann dran und darf die Zeit zwischen den Jahren im Krankenhaus verbringen. Das wird alles wieder, aber Feiertage, wie man sie sich vorstellt, sind es nicht. Ich sag doch….nächstes Jahr besser ohne uns….

Dabei war ich dieses Jahr so schlau. Letztes Jahr war nämlich die Weihnachtsente etwas zu klein. Satt geworden sind wir schon so einigermaßen, aber die Reste, auf die ich spekuliert hatte, die fielen komplett aus. Deshalb habe ich dieses Mal ein besonders großes Federvieh erstanden. Und ratet mal, was ich jetzt habe – genau, mehr Reste als mir lieb sind.

Das chinesische Gericht ist ein Teil meiner Resteverwertung. Meine Ente war relativ neutral gewürzt, die Reste sind daher recht anpassungsfähig. Das Gericht ist ein Treffer: süß-scharf, mit knackigem Gemüse und gerösteter Ente.

Für 2-3 Personen:

  • ein großzügiger Rest gebratene Ente (ca. 750 gr.)
  • 250 gr. flache, breite Reisnudeln
  • etwas Erdnussöl zum Braten
  • 1 Karotte
  • 150 gr. Edamame (Erbsen gehen auch)
  • 1 dickes Stück Ingwer
  • 1 kleine rote Chili
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 2 EL Koriandergrün, zerrupft
  • 30 ml Hoi-Sin-Sauce

Ente auslösen, dann Haut und Fleisch kleinschneiden und in eine Schüssel geben. 250 gr. sollten dabei schon rauskommen.

Die Nudeln in einer zweiten Schüssel mit Wasser übergießen und nach Packungsanweisung einweichen und bissfest kochen. Dann  abgießen, kalt abspülen damit sie nicht zusammenkleben und in einem Sieb gründlich abtropfen lassen.

Ingwer schälen und in dünne Scheiben schneiden. Karotten schälen und in Stifte schneiden. Chili fein hacken. Frühlingszwiebeln putzen und schräg in feine Ringe schneiden.

Etwas Öl in einem Wok erhitzen. Karotten darin bei starker Hitze kurz anbraten, dann Ingwer, Chili und Frühlingszwiebeln unter ständigem Rühren 30 sek. garen. Edamame, Entenfleisch und Hoi-Sin-Sauce zugeben und unter Rühren braten, bis alles heiß ist. Dann die Nudeln zugeben und 2-3 min unter vorsichtigem Rühren garen, bis sie durcherhitzt sind.

Zum Servieren mit Koriander bestreuen.