Wirsingrouladen mit Basmati und roter Bete

Ich gestehe, Wirsing ist mein Favorit, wenn es um eine Hülle für Krautwickel geht. Ich mag den Geschmack und die Farbe, und es ist relativ einfach, die Blätter vom Kopf zu lösen und als Hülle zu benutzen. Weißkohl ist da schon viel anspruchsvoller; da werde ich manchmal etwas….unentspannt.

Rote Bete war in der Abokiste, und da bin ich immer dankbar für neue Ideen. Erschwerend kam hinzu, dass diese Röllchen in “Kohlrouladen & Krautwickel”* einfach hinreissend aussahen – es ist das Rezept vom Titelbild, und die pinkfarbene Füllung schimmert ganz schick durch die gegarte Hülle.

Gut, ganz so schick sieht meine Variante nicht aus, aber geschmacklich ist das Ganze dennoch ein Traum: rote Bete und Feta, das reicht doch als Hinweis, oder? Ein bisschen Zeit braucht das Ganze, aber die Herstellung geht gut von der Hand.

Wirsingrouladen mit Basmati und roter Bete

Wirsingwickel mit einer reizvollen vegetarischen Füllung

Gericht Hauptgericht
Länder & Regionen Deutschland
Keyword glutenfrei, vegetarisch
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 12 Blätter Wirsing
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 2 mittelgroße rote Bete
  • 150 g Basmati
  • 2 Zwiebeln
  • 3 EL Olivenöl
  • 50 g Feta
  • 1 TL Kümmel
  • 1/2 l Gemüsebrühe

Anleitung

  1. Rote Bete in Salzwasser bissfest garen. Dann abgießen, etwas abkühlen lassen, die Schale abziehen und die Bete klein würfeln. 

  2. Reis ein feinmaschiges Sieb geben, abspülen, in Salzwasser bissfest kochen, dann abgießen und abkühlen lassen. 

  3. Zwiebel schälen und fein würfeln. 1 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin glasig anschwitzen. 

  4. Rote Bete, Reis und Zwiebelwürfel in einer Schüssel vermischen. Feta dazu krümeln. Kümmel mörsern und ebenfalls in die Schüssel geben. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken und gründlich vermischen. 

  5. Blätter vom Wirsing lösen. In kochendem Salzwasser blanchieren - je nachdem, wie zart oder bissfest man die Blätter haben möchte zwischen zwei und vier Minuten. Ich bin eher auf der 2-Minuten-Seite; immerhin werden die Röllchen ja später nochmals gegart.

  6. Wirsingblätter abgießen, kalt abspülen und gründlich trocken tupfen. Flach auf die Arbeitsfläche legen und die dicken mittleren Blattrippen flach schneiden. 

  7. Blättern salzen und pfeffern und auf jedes Blatt ein Zwölftel der Füllung geben. Die Seiten der Blätter über der Füllung einschlagen, dann die Blätter aufrollen und mit einem Zahnstocher verschließen. 

  8. Restliches Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und die Rouladen darin rundherum anbraten. Gemüsebrühe angießen, Deckel auflegen und alles bei milder Hitze 30 min schmoren.

Dillreis mit Augenbohnen

Man kann ja nicht ein persisches Kochbuch rezensieren, ohne zumindest ein Reisgericht auszuprobieren. Und ich liebe persische Reisgerichte, unser Standard hier ist der Reis mit Huhn und Joghurt, unverbloggt, fällt mir gerade auf. Ich sollte das ändern. Aber diesmal sprechen wir von einem vegetarischen Buch* – deshalb Reis mit Dill und Augenbohnen.

Ja gut, ein bisschen auch deswegen weil ich einen guten Vorrat an Augenbohnen hatte, der türkische Laden des Vertrauens führt sie nur im Kilopack, und damit kommt  man schon ganz schön weit.  Augenbohnen finde ich übrigens toll. Sie sind relativ klein und werden rasch gar, und das schwarze Auge auf der hellen Bohne sieht so hübsch aus. Ganz poetisch ist, dass die Augenbohnen im Iran “Nachtigallenaugen” heißen.

Also gut, wir sprechen von einem Reisgericht – Bohnen und Reis werden getrennt voneinander vorgegart, dann zusammen fertig gedämpft. Dazu gesellen sich Dill und Gewürze und eine Deko aus gebratenen Zwiebeln und Datteln. Ich gebe zu, die Datteln haben mich etwas misstrauisch gemacht, ebenso wie der Umstand, dass getrockneter Dill verwendet wird. Aber die Süße der Datteln gibt genau den richtigen Kick und der getrocknete Dill hat etwas ganz Eigenes, das wunderbar passt.

Augenbohnen-Dill-Reis

Aromatischer Reis mit Augenbohnen und Dill

Gericht Hauptgericht, vegan
Länder & Regionen Iran
Keyword Polo
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 150 g Augenbohnen
  • 200 g Basmati
  • 30 g Butter
  • 2 EL getrocknete Dillspitzen
  • 1/4 TL Reisgewürz (Rezept siehe unten)
  • Salz
  • 1 große Zwiebel
  • Rapsöl zum Braten
  • 10 Datteln

Reisgewürz:

  • 2 EL gemahlene getrocknete Rosenblüten
  • 2 EL Zimtpulver
  • 1 EL gemahlener Kardamom
  • 1 EL frisch geriebene Muskatnuss

Anleitung

  1. Für das Reisgewürz alle Zutaten vermischen und in einem gut verschlossenen Glas kühl und dunkel lagern.

  2. Die Bohnen über Nacht oder 8 Stunden in Wasser einweichen. Unbedingt notwendig ist das nicht, die kleinen Augenbohnen garen auch so recht schnell. Wenn man das also vergessen hat, kann man das Gericht trotzdem gut kochen.

  3. Das Einweichwasser abgießen. Die Bohnen in einen Topf geben, mit frischem Wasser knapp bedecken und gar kochen; meine Bohnen waren eingeweicht und haben ca. 20 Minuten gebraucht; nicht eingeweichte Bohnen benötigen ca. 45 min. 

  4. Den Reis sorgfältig waschen. Dann mit 300 ml Wasser, der Butter und etwas Salz bei mittlerer Hitze bissfest kochen. Es soll kein Wasser mehr über dem Reis zu sehen sein. Er muss aber nicht ganz gar sein, denn er wird zusammen mit den Bohnen noch gedämpft. 

  5. Die Bohnen abgießen und mit dem Reis vermischen. Dillspitzen und Reisgewürz ebenfalls zugeben und alles salzen. Den Topfdeckel in ein Tuch wickeln, auf den Topf geben und den Reis 20 min bei geringer Hitze gar dämpfen.

  6. Inzwischen die Zwiebel schälen und in Ringe schneiden. Die Datteln entkernen und in Stücke schneiden.

  7. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin goldgelb anbraten. Die Datteln zugeben und alles noch ca. 2  min weiterbraten. 

  8. Die Reismischung auf Teller verteilen und mit der Zwiebelmischung garniert servieren.

Ousi – Gefüllter Blätterteig aus Palästina

Es gibt ein paar Teigtaschenrezepte in “Jaan“* – klar, dass ich zumindest eines ausprobieren musste.

Ousi sind Blätterteigtaschen aus Palästina; es ist also eines der Schwiegersohnrezepte aus dem Buch. Das Rezept ist ein Klassiker, der in jedem arabischen Land anders zubereitet wird. In Alis Familie besteht die Füllung aus Rinderhack, gegartem Reis, Karotten, Erbsen und Rosinen und gewürzt wird mit Kurkuma, Zimt und Kardamom.

Wir haben die Taschen noch warm gegessen, sie schmecken aber auch kalt sehr gut und sind prima zum Mitnehmen.

Im Original wird auf gekauften Blätterteig zurückgegriffen; ich habe statt dessen den bewährten Topfenblätterteig verwendet.

Für 8 Teigtaschen:

  • Topfenblätterteig aus 200 g Mehl, hergestellt wie hier beschrieben oder 1 Rolle Blätterteig (275 g)
  • 20 g Pinienkerne
  • 20 g Mandelstifte
  • 2 EL Olivenöl
  • 50 g Basmatireis
  • 50 g Butterschmalz
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Karotte
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 150 g Rinderhack
  • 50 g Erbsen (TK)
  • 2 TL Gemüsebrühpulver
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 TL Zimt
  • 1 Msp Kardamompulver, frisch gemörsert
  • 60 g Rosinen
  • 1 Eigelb
  • 1 EL Schwarzkümmel oder Sesamsaat
  • Öl zum Arbeiten

Pinienkerne in der Pfanne ohne Fett anrösten.

Reis mit 20 g Butterschmalz und etwas Salz in einem Topf unter Rühren anrösten, dann 150 ml Wasser angießen und den Reis zudeckt bei schwacher Hitze ausquellen lassen. Vom Herd nehmen.

Karotte schälen und fein würfeln. Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken. Zwiebel im restlichen Butterschmalz glasig anbraten, dann Knoblauch und Karotte zugeben und 5 min mitbraten.

Hackfleisch, Erbsen und Brühpulver zugeben und das Fleisch unter Rühren krümelig braten. Mit Kurkuma, Salz, Pfeffer, Zimt und Kardamom würzen. 100 ml Wasser angießen und alles kochen, bis das Wasser verkocht ist.

Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Reis und Nüsse unter die Hackfleischmasse rühren.

Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem nicht zu dünnen Rechteck ausrollen und dieses dann in 8 gleich große Quadrate schneiden. Ein nicht zu tiefes Dessertschälchen mit Öl auspinseln, ein Teigquadrat hineinlegen, gut 2 EL der Füllung hineingeben, die Ecken des Teiges nach innen klappen und die Ränder gut zusammendrücken.Teigtasche auf das Blech setzen und weitermachen, bis Teig und Füllung aufgebraucht sind.

Eigelb verquirlen, Teig damit bestreichen und mit dem Schwarzkümmel bestreuen. Im heißen Ofen ca. 30 min backen.

Dazu passt Joghurt.

Rezension: Veggie Burger I Clea & Estérelle Payany – und der Burger dazu

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Ich mache mal munter weiter mit meinen Buchvorschlägen für den Gabentisch. An der Reihe ist ein kleines Büchlein mit einem für die Jahreszeit eher ungewöhnlichem Inhalt – es geht um Burger. Die kann man nicht nur im Sommer und vom Grill essen, schaut mal her 🙂

Was gehört auf einen Burger? Alles mögliche, finde ich. Wohl eher Fleisch, findet mein Mann (klassische Rollenverteilung, nicht wahr? 🙂 ). Ich gestehe, ich war dennoch etwas misstrauisch, als mir Veggie-Burger angeboten wurde. Das Buch stammt aus der Feder von Clea, und deren vegetarisch-französisches Kochbuch fand ich ja eher durchwachsen. Nun, letztendlich hat die Neugierde gesiegt.

Dieses Buch hat Clea nicht alleine geschrieben, es entstand in Zusammenarbeit mit Estérelle Payany, einer Kulinarik-Journalistin und Kochbuch-Autorin.

Das Buch ist kleinformatig und hübsch aufgemacht: besonders die Fotos sind witzig – die realen Fotos sind unterlegt mit Zeichnungen. Die Burger sind fotografiert, der Teller, auf dem sie liegen gezeichnet. Das Layout ist frisch und übersichtlich. Es gibt die Angeben für Zutaten und Garnituren am Rand der Seite, die Zubereitung steht daneben. Unter den Rezepten finden wir Tipps und Variationen, die kleine grüne Überschriften haben und durch den Schrifttyp hervorgehoben sind.

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Wie gesagt, das Buch ist kleinformatig. Trotzdem steckt eine ansehnliche Menge an Rezeptideen zwischen seinen Deckeln. Es beginnt mit Rezepten für unterschiedliche Buns: Buns ohne Milch und Butter, Roggenmehl-Buns, Buns mit Körnern und Gewürzen und einige mehr. Danach folgen die Burger-Patties. Es gibt solche auf Gemüse-Basis wie Portobello-Burger oder Auberginen Burger, Patties mit Tofu wie Tofu-Zucchini-Burger, und Burger auf der Basis von Hülsenfrüchten wie zum Beispiel Burger mit weißen Bohnen oder Falafel-Burger. Auch Produkte wie Seitan oder Tempeh haben ihren Platz. Natürlich ist so ein Burger-Essen ohne Beilagen nicht komplett; und so gibt es im dritten Teil des Buches Rezepte für Soßen wie Tomatenketchup oder Kresse-Creme, es gibt Rezepte für Gemüse-Pommes und Zwiebelringe und auch Pickles oder Salate.

De Rezepte sind klar formuliert und funktionieren. Am Anfang des Buches gibt es eine Tabelle mit Kombinationsvorschlägen: so kann man sich zum Beispiel aus Kartoffel-Buns, Räuchertofu-Burger mit Algen, Avocado-Creme mit Algen und Tomaten-oder Gurkenscheiben einen Atlantik-Burger bauen. Aber natürlich ist bei den vorgeschlagenen Kombinationen nicht Schluß. Wenn man berücksichtigt wie viele Kombinationen es zwischen Buns, Patties und Toppings gibt, dann kann man mit diesem kleinen Büchlein eine erkleckliche Zahl an Veggie-Burgern kreieren.

Als ich im Buns-Kapitel “Reiswaffeln” las, musste ich grinsen…..warte…Reiswaffeln, das ist doch dieses furchtbare Zeug, das meine Kinder früher in sich reingestopft haben und das ich allerhöchstens mit ganz spitzen Fingern angefasst habe? Muss ich ausprobieren! Nun, das hat mit den Reiswaffeln aus dem Bioläden nichts zu tun. Basmati, Gewürze, etwas Eiweiß – Klasse, mache ich öfter.

Natürlich habe ich die Waffeln als Burgergrundlage benutzt: der orientalisch gewürzte Tofu-Zucchini-Burger sollte es sein. Und der war sehr fein – gut gewürzte Zucchini und Tofu-Patties, eine Joghurt-Sesam-Soße, etwas Salat und Gewürzgurke. Das hat mir gefallen. Ins Schwitzen kam ich trotzdem – Burger zu fotografieren ist gar nicht so einfach, stellte ich fest.

Als nächstes kamen die Kartoffel-Buns dran. Die mache ich bestimmt öfter, denn sie sind genau so, wie Buns sein sollen: außen knusprig und innen herrlich flauschig. Allerdings werden die Buns nach dem Formen gleich gebacken; ich würde sie beim nächsten Mal nochmal ruhen lassen, denn sie sind im Ofen geradezu explodiert und waren etwas unförmig.

Die Buns habe ich für die Linsen-Burger mit Blumenkohl und Cahews benutzt – Linsen, Haferflocken, Cashews und etwas Gemüse als Grundlage. Wunderbar, die haben Spaß gemacht.

Für einen Buger-Abend braucht es dann auch Beilagen; ich hatte mich für die Potao-Wedges und Esterelles Slaw entschieden. Wedges mache ich öfter und diese hier haben mir gut gefallen: sie bekommen eine würzige Marinade aus Olivenöl, geräuchertem Paprika, Kurkuma  und Knoblauch und werden besonders knusprig durch die Verwendung von Polentagriess. Genial fand ich die Idee, die Wedges zusammen mit der Marinade in einer dichten Dose einfach durchzuschütteln.

Cole-Slaw gehört nicht gerade zu meinen Favoriten; aber Estérelles Slaw hat mich sehr angelacht – und ich mochte ihn.Richtig gern sogar. Sie verwendet Kohlrabi statt Weißkohl und eine Soße auf Joghurtbasis. Das Tüpfelchen auf dem I sind kleine Apfelstückchen, die ein wenig Süße mitbringen. Nachahmenswert.

Ich habe das Ausprobieren der Rezepte nicht bereut. Wer gerne Burger isst und sich vegetarisch ernährt oder auch einfach mal Lust hat, etwas Neues zu probieren, der findet hier schöne Inspirationen.

  • Gebundene Ausgabe: 72 Seiten
  • Verlag: Hädecke Verlag
  • ISBN: 978-3775006712
  • € 12,95

zucchini-tofu-burger

 So, und nun – I proudly present: Orientalischer Zucchini-Tofu-Burger. Das Foto ist verbesserungswürdig, der Burger nicht :-). Das Rezept ist für 6 Burger. (Zwei Buns bleiben übrig)

Für die Buns:

  • 160 gr. Basmati-Reis
  • 1 TL Salz
  • 1 Sternanis
  • 4 Kapseln grüner Kardamom
  • 1  TL Currypulver
  • 1 Eiweiß
  • 1 EL Olivenöl

Den Reis in einer Tasse abmessen. Den Reis waschen, dann mit Salz, Sternanis und Kardamom in einen Topf geben und das doppelte Volumen Wasser zugießen. Alles zum Kochen bringen und den Reis in ca. 10 min garziehen lassen.

Übriges Wasser abgießen. Die Gewürze entfernen und den Reis mit Curry, Öl und Eiweiß verrühren.

Den Backofen auf 200°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen.

Mit Hilfe einer kleinen, runden Form (ich habe einen Servierring genommen) acht flache Waffeln formen.

Die Waffeln im heißen Ofen ca. 10 min backen, dann vorsichtig wenden und nochmals 5 min backen.

Für die Burger:

  • 150 gr. Zucchini
  • 1 Schalotte
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 10 Stängel Koriandergrün
  • 250 gr. Tofu
  • 1 Tomate
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Kapsel grüner Kardamom
  • 60 gr. Bulgur, mittlere bis feine Körnung
  • 1/4 TL Kreuzkümmel
  • etwas Zimt

Zucchini waschen, putzen und grob raffeln. Schalotte und Knoblauch schälen und fein hacken. Korianderblättchen von den Stängeln zupfen und ebenfalls fein hacken. Tofu würfeln, dann mit einer Gabel zerdrücken. Die Tomaten kreuzweise einschneiden, mit kochendem Wasser überbrühen, abgießen, schälen und klein würfeln.

Öl in einer Pfanne erhitzen und Schalotte und Knoblauch darin glasig andünsten. Zucchini und Kardamom zugeben, salzen und alles braten, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Bulgur und Tomatenstücke untermischen, alles nochmals 3 min köcheln lassen.

Alles vom Herd nehmen. Tofu, Gewürze Koriandergrün und Ei untermischen. Kardamom entfernen, die Masse mit Salz abschmecken.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Aus der Masse 6 Gemüseburger formen  und alles im heißen Ofen 15 min backen.

Für die Joghurt-Sesam-Sauce:

  • 1 EL Tahin
  • 125 gr. dickes Joghurt
  • 1 TL Za’atar (oder Kreuzkümmel)
  • 1/2 TL Sojasauce
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Alle Zutaten in einem Schüsselchen verquirlen; mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die Garnitur:

  • Salatblätter
  • Essiggurke in Scheiben

Zum Zusammensetzen des Burgers etwas Sesamsauce auf einer Reiswaffel verstreichen. Ein Salatblatt darauflegen, dann ein Patty. Auf das Patty nochmals Sesamsauce geben und mit Gurkenscheiben belegen.

Dovga – Joghurtsuppe mit Fleischbällchen

joghurt-suppe

Nicht jeder mag Suppe. Ich schon….im Grunde könnte ich immer Suppe essen.

Diese aromenreiche Suppe hier ist besonders  in Asserbaidschan und auch im nördlichen Iran beliebt. Es ist so ziemlich alles drin, was schmeckt, satt und glücklich macht: eine cremige, frische Basis aus Joghurt und Brühe, ordentlich Grünzeug, Reis und Kichererbsen für die Sättigung  – und dann auch noch Fleischbällchen. Schmeckt frisch und leicht und sättigt trotzdem.

Wenn es so heiß ist wie jetzt gerade, kann man die Suppe auch gut gekühlt servieren. Allerdings wirkt die Suppe auch dann erfrischend, wenn sie heiß auf den Tisch kommt: das ist dem Joghurt zu verdanken, die leichte Säure tut einfach gut und weckt die Lebensgeister. Am besten nehmt Ihr ein stichfestes, sahniges, cremiges Joghurt, dann wird die Dovga um so sämiger. Ich habe so ein Joghurt immer im Kühlschrank, wenn die Gefahr besteht, dass der Vorrat zur Neige geht, mache ich ganz schnell neues. Aber natürlich schmeckt die Suppe auch mit gekauftem Joghurt, zum Beispiel dem besonders sahnigen griechischen.

Ihr habt es bemerkt: die Suppe ist mein Beitrag zum Joghurt-Event auf dem Kochtopf, da wandert sie nun hin.

Für 4 Personen:

  • 250 gr. Rinderhack oder Lammhack
  • 1 kleine Zwiebel
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 l stichfestes griechisches Joghurt
  • 1 EL Mehl
  • 1 l Hühnerbrühe
  • 25 gr. Basmati-Reis
  • 100 gr. Spinat
  • 50 gr. gegarte Kichererbsen
  • einige Stängel glatte Petersilie
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • ein paar Zweige Dill

Die Zwiebel schälen und fein hacken. Von den Kräutern die Blätter abzupfen und diese fein hacken. Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden. Reis waschen und in einem Sieb abtropfen lassen. Spinat kurz in kochendem Wasser blanchieren, die Flüssigkeit ausdrücken und dann den Spinat fein hacken.

In einer Schüssel Hackfleisch mit Zwiebeln, Salz und Pfeffer mischen und gut durchkneten, bis man eine homogene Masse erhält. Dann zu walnussgroßen Bällchen drehen.

Das Mehl mit etwas Brühe verrühren. Joghurt in einen großen Topf geben, die Mehlpaste unterrühren. Die restliche Brühe zugeben und rühren, bis alles gut vermengt ist, dann mit Salz und Pfeffer würzen.

Fleischbällchen und Reis zugeben. Alles bei schwacher Hitze ca. 15 min simmern lassen, dabei oft und vorsichtig umrühren. Es ist wichtig, dass die Hitze recht niedrig ist und dass man immer wieder rührt, sonst flockt das Joghurt aus.

Jetzt den Spinat und die Kichererbsen zugeben und alles nochmal 10 min simmern lassen.

Petersilie, Dill und Frühlingszwiebeln zugeben. Alles nochmals kurz erwärmen, dann mit Salz und Pfeffer abschmecken und gleich servieren.

Rezept adaptiert aus: Arto der Haroutunian; the Yoghurt Cookbook*

Biryani mit Gemüse und Linsen

biryani

Die vegetarische Weltreise auf der Tomateninsel macht Station in Indien. Dazu steuere ich gerne etwas bei, denn ich liebe indisches Essen. Und weil vegetarische Ernährung in Indien hoch im Kurs steht, ist es gar nicht schwer, ein passendes Gericht zu finden. Man muss es nur schaffen, sich zu entscheiden 🙂

Biryani ist ein etwas aufwendigeres Reisgericht, das ich viel zu lange nicht mehr gekocht habe. Man braucht ein paar Töpfe und etwas Zeit. Die Zutaten werden seperat vorgekocht, dann übereinandergeschichtet und fertig gegart. Durch diese Zubereitung wird einerseits der Reis wunderbar locker, andererseits hat man ein Gericht mit konstrastierenden Konsistenzen und Aromen. Kurz gesagt: Biryani ist einfach ein Traum!

In dieser Variante hier gibt es zusätzlich noch Linsen. Das Original-Rezept verwendet ganze rote Linsen. Ich hatte nur geschälte rote Linsen, die beim Kochen rasend schnell zerfallen und habe deshalb Puy-Linsen benutzt. Außerdem wird im Original-Rezept das Gemüse frittiert…..das mag ich als Bestandteil eines Gerichtes nicht so gerne, also habe ich es statt dessen einfach gebraten. Geschummelt habe ich bei der Fertigstellung – ich habe alles im Backofen garen lassen statt im Topf.

Für 3-4 Personen:

Linsen:

  • 100 gr. Puy-Linsen
  • 1 TL Sonnenblumenöl

Gemüse:

  • Sonnenblumenöl zum Braten
  • 1 Kartoffel
  • 1 Karotte
  • 1 rote Paprika
  • 1 Aubergine
  • 1 kleine Zucchini
  • 1 Zwiebel

Masala:

  • 2-3 grüne Chilies
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 3 cm Ingwerwurzel
  • 1 Prise Salz

Reis:

  • 150 gr. Basmati-Reis
  • Sonnenblumenöl
  • 1/2 TL Salz

Zum Fertigstellen:

  • 1/2 TL Garam Masala
  • 3/4 TL Salz
  • 3 Lorbeerblätter
  • 30 gr. Butter, plus etwas für die Form

Linsen waschen und dann einen Topf geben, mit reichlich Wasser aufgießen. Alles zum Kochen bringen und die Linsen bissfest kochen. Abgießen und beiseite stellen.

Die Kartoffeln und Karotten schälen und würfeln. Paprika halbieren, die Kerne und das Weiße herausholen, Fruchtfleisch in Würfel schneiden. Aubergine und Zucchini ebenfalls würfeln. Zwiebel schälen, halbieren und in Ringe schneiden.

Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Zunächst die Kartoffelwürfel in die Pfanne geben und einige Minuten braten. Dann Aubergine und Karotte zugeben und weiterbraten. Zuletzt die Paprika und Zucchini zugeben. Braten, bis Kartoffel und Aubergine durchgegart sind. Dann beiseite stellen. Nochmals etwas Öl in die Pfanne geben und nun die Zwiebelringe knusprig braten. Wer Zeit sparen möchte, kann sie auch parallel zum anderen Gemüse in einer weiteren Pfanne braten. Zwiebeln am Ende zum Gemüse geben.

Für das Masala die Chilis klein schneiden (die Kerne bleiben drin), Knoblauch und Ingwer schälen und grob hacken. Alles zusammen mit dem Salz im Mörser zu einer Paste verarbeiten.

Den Reis waschen und abtropfen lassen. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und den Reis zusammen mit Salz und dem Masala anbraten. Dann ca. 325 ml Wasser angießen und den Reis ohne Deckel 10-11 min bei starker Hitze kochen lassen. Den Reis mit Alufolie ganz dicht abdecken, die Hitze auf ganz niedrig reduzieren (ich habe die Platte ausgeschaltet und die Nachwärme genutzt) und 5 min weitergaren.

Backofen auf 180°C vorheizen. Eine Auflaufform ausbuttern.

Linsen in eine große Schüssel geben. Garam masala, Salz und Lorbeerblätter zugeben und alles mischen. Dann Reis und Butter vorsichtig einrühren.

Nun ca. 1/3 der Reismischung in die Auflaufform geben; die Schicht sollte ca. 1 cm dick sein. Die Hälfte der Gemüsemischung darauf verteilen. Darauf wieder eine Schicht Reis geben, dann das restliche Gemüse. Mit einer Schicht Reis abschließen.

Den Reis mit Alufolie abdecken, dabei die Ränder gut verschließen. Es soll kein Dampf entweichen. Im heißen Ofen 20 min backen.  Herausnehmen und noch 10 min ruhen lassen, dann servieren.

Rezept adaptiert aus: Kaushy Patel, Prashad*

Hähnchen-Shawarma mit Aubergine und Basmati-Pilaw

hähnchen-shawarma

Shawarma! Also eigentlich Fleisch vom Drehspieß von der Levante. In diesem Fall dann aber die Zuhause-Variante aus dem Ofen mit Hühnchen.

Das Fleisch wird zunächst einige Stunden in eine Marinade aus Essig und Zitronensaft eingelegt. Dadurch bekommt es nicht nur seinen typischen säuerlichen Geschmack, sonden es gart auch leicht an und wird butterzart.

Ich war etwas mißtrauisch ob der Methode, einfach Fleisch und Gemüse zusammen im Backofen zu garen, aber es hat funktioniert. Das Hühnchen wurde zart und die Auberginen waren gar. Trotzdem würde ich beim nächsten Mal die (Grill)pfanne bevorzugen – einige Röstaromen hätte das Gericht nämlich vertragen können.

Der Basmati-Pilaw ist eine Version meiner (zweit)liebsten Art, Reis zu essen. Normalerweise nehme ich für diese Beilage schnöden Parboiled-Reis – das ist bei mir das einzige Essen, bei dem dieser Reis zum Einsatz kommt. Hier wird Basmati verwendet und mutig mit Kreuzkümmel gewürzt – eine feine, aromatische Variante.

Für das Hühnchen:

  • 400 gr. Hühnchenbrustfilet
  • 3 EL milder heller Essig
  • Saft einer halben Zitrone
  • 3 EL Wasser
  • 1 TL Baharat
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Aubergine
  • Kerne von 1 Granatapfel

Für den Reis:

  • 280 gr. Basmati
  • 2 EL Olivenöl
  • 70 gr. Vermicelli
  • 2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 2 TL Salz
  • 500 ml Wasser, heiß

Zunächst das Hühnchen marinieren: die Hühnchenbrust dafür zunächst in Streifen schneiden, dann in einer Schüssel mit Essig, Zitronensaft und Wasser gründlich vermischen. Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und das Hühnchen über Nacht oder ca. 8 h marinieren lassen.

Den Ofen auf 200°C vorheizen. Die Aubergine in Würfel schneiden. Fleisch und Aubergine in einen Bräter geben, mit Salz, Pfeffer und Baharat würzen und im heißen Ofen 30 min garen.

Den Reis waschen, dann in eine Schüssel geben, mit heißem Wasser bedecken und 10 min quellen lassen. Das Wasser abgießen.

Öl in einem Topf erhitzen und die Vermicelli unter Rühren einige Minuten anbraten, bis sie goldbraun sind. Achtung….sie werden schneller dunkel, als man denkt. Dann Reis, Kreuzkümmel und Salz zugeben alles unter Rühren nochmals kurz braten. 500 ml heißes Wasser angießen und die die Mischung zugedeckt bei niedriger Hitze garen, bis das Wasser absorbiert wurde.

Zum Servieren den Reis auf einen Teller geben, das Shawarma darauf verteilen und alles mit den Granatapfelkernen dekorieren.

Rezept: Salma Hage, Die libanesische Küche*