Süßkartoffelwaffeln mit Bacon und Spiegelei

Ich melde mich zwischen den Jahren. Wir lassen es uns hier in aller Geruhsamkeit gut gehen, und ich hoffe, Ihr macht das auch.

Wir sind viel mit Herumlungern beschäftigt – keiner muss irgendwas. Dazu gehört auch, dass wir ausführlich und in aller Ruhe frühstücken und dafür das Mittagessen ausfallen lassen. Da darf das Frühstück dann schon mal üppiger sein. Man muss ja Energie zum Herumlungern aufladen ;-). Diese herzhaften Waffeln, die ich hier gefunden habe,  sind ein guter Kandidat.  Genauso gut kann man sie aber zum Abendessen verzehren. Oder sie einer Horde Gäste vorsetzen. Zum Beispiel zum Neujahrsbrunch.

Zu welcher Gelegenheit auch immer – ich lasse Euch eine Portion Waffeln da. Macht es Euch schön!

Für 4 Personen:

  • 100 g Bacon
  • 140 g Mehl
  • 100 g Maismehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 1/2 TL Salz
  • 3 Eier, Größe L
  • 150 g Süßkartoffelpüree
  • 375 ml Buttermilch
  • 2 EL geschmolzene Butter
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • Öl für das Waffeleisen

Für die Spiegeleier:

  • Butter zum Braten
  • 4 Eier oder mehr; mindestens eines pro Person
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Ein Wort zum Süßkartoffelpüree: Ihr könnt dafür Süßkartoffeln rundherum mit einer Gabel einstechen, bei 200°C im Ofen garen, bis sie weich sind, dann halbieren, das Fruchtfleisch herauskratzen und mit einer Gabel zerdrücken. Ich habe die Süßkartoffeln im Schnellkochtopf gedämpft. Wie auch immer, das Püree kann  man gut auf Vorrat herstellen.
Als erstes den  Bacon braten: dafür eine große Pfanne erhitzen und die Baconscheiben, wenn nötig portionsweise, braten, bis sie gebräunt und knusprig sind. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und in Stücke brechen.
Das Waffeleisen vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen. Den Ofen auf 50°C Ober- und Unterhitze vorheizen und das Blech hineinstellen. 

Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe schneiden.
Die trockenen Zutaten in einer großen Schüssel vermischen.
Die Eier trennen: Eiweiß mit einer großzügigen Prise Salz zu Eischnee schlagen. Die Eigelbe  mit Buttermilch, Süßkartoffelpüree und geschmolzener Butter verrühren. Die flüssige Masse zur Mehlmischung geben und alles gründlich vermengen. Die Frühlingszwiebeln einarbeiten – ein paar zum Anrichten aufheben -,  dann den Eischnee vorsichtig unterheben.
Je eine Portion Teig in das heiße, gefettete Waffeleisen geben und mit etwas zerkrümeltem Baon belegen. Waffeln braun und knusprig ausbacken, dann zum Warmhalten in den Ofen geben.
Für die Spiegeleier Butter in einer Pfanne erhitzen, die Eier vorsichtig am Rand der Pfanne aufschlagen, hineingleiten lassen und bei mittlerer Hitze braten. Immer wieder etwas Butter über den Rand schöpfen und braten, bis die gewünschte Konstenz erreicht ist. Übrigens ein Streitpunkt bei uns – Sohn und ich mögen den Dotter flüssig, für Mann und Tochter sollte es eher double burnt sein.
Zum Servieren die Waffeln mit je einem Ei belegen und mit dem restlichen Bacon und den restlichen Frühlingszwiebeln bestreuen.

Halloumi im Speckmantel auf Erbsensalat


Halloumi! Wir nennen ihn auch gerne Quietschekäse. Und wir mögen Geschmack und Konsistenz einfach zu gerne. Insofern  ist dieses Rezept aus dem Olive-Magazine stante pede auf meiner imaginären Nachkochliste gelandet.
Und dann noch Erbsen dazu! Und Erbsensprossen! Erbsensprossen ziehe ich regelmäßig; die haben so ein tolles Aroma und sind wunderbar knackig. Gerade, wenn es saisonbedingt nicht so viel Grünzeug gibt, sind sie ein wunderbares Trostpflaster.
Es ist ziemlich einfach, diese Microgreens zu ziehen: Ihr füllt einen Blumentopf mit Erde, gebt Erbsensamen darauf, deckt diese dünn mit Erde ab. Den Topf mit Frischhaltefolie abdecken, um ein Gewächshaus zu simulieren und die Erde einmal am Tag mit einer Blumenspritze befeuchten. nach einer guten Woche könnt Ihr ernten.
Und natürlich dieses kleine Gericht zubereiten – für ein wenig Sommergefühl an diesen Tagen mit wenig Licht….


Für 2 Personen:

  • 200 g Erbsen, TK-Ware
  • 1/2 TL Senf
  • 1 EL Rotweinessig
  • 1 EL Olivenöl
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 6 Scheiben Bacon
  • 1 Packung Halloumi
  • 50 g Erbsensprossen
Erbsen in ein Sieb geben und zum Auftauen mit kochendem Wasser übergießen. Gut abtropfen lassen.
Senf und Essig in einer kleinen Schüssel verquirlen, Öl einrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Frühlingszwiebeln putzen, in feine Ringe schneiden und zum Dressing geben.
Speckscheiben auf ein Schneidbrett geben. Mit dem Rücken eines Messers leicht an ihnen langfahren, um sie etwas zu strecken. Halloumi in 6 Stücke schneiden und jedes Stück in eine Scheibe Speck wickeln.
Eine beschichtete Pfanne erhitzen. Halloumi von allen Seiten braten, bis der Speck knusprig ist.
Erbsen und Erbsensprossen zum Salat geben. Salat auf 2 Teller verteilen, den Halloumi darauf anrichten und alles gleich servieren.

Linsencremesuppe mit Speckschaum und Bacon-Croutons

Linsen sind eine tolle Zutat – kleine Kraftpakete, mit denen man unheimlich viele verschiedene Gerichte variieren kann. Eine Suppe aus roten Linsen, die ja rasch zerkochen, ist dabei ein Klassiker, ein schönes, aber einfaches Gericht, das noch dazu ganz fix auf dem Tisch steht.

Tobi Stegmann präsentiert in Rock’n’Soul Kitchen* eine spannende Variante der Suppe – zur einfachen Cremesuppe gesellen sich ein Speckschaum sowie knusprig gebratener Bacon und Croutons. Die Konstistenzen und Aromen haben uns großen Spaß gemacht, und genau deshalb bekommt Ihr heute das Rezept. Das ganze ist übrigens einen Variation des Klassikers Linseneintopf.

Mit einer kleinen Abwandlung allerdings – die Menge des Schaums habe ich für Euch halbiert, denn wir hatten wahnsinning viel übrig.

Für 4 Portionen:

Suppe:

  • 2 Schalotten
  • 1 Karotte
  • 2 EL Öl
  • 200 g rote Linsen
  • 100 ml trockener Weißwein
  • 800 ml Gemüsebrühe
  • 100 g Sahne
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Schaum:

  • 100 g Räucherspeck, durchwachsen und am Stück
  • 200 ml Hühnerbrühe
  • 75 g Sahne

Croutons:

  • 2 Scheiben Toastbrot
  • 8 Scheiben Bacon

Für die Suppe die Linsen in ein Sieb geben, abbrausen und abtropfen lassen. Schalotten und Karotte schälen und fein würfeln.

Öl in einem Topf erhitzen, Schalotten und Karotte darin andünsten. Die abgetropften Linsen zufügen, Wein und Brühe angießen und alles köcheln lassen, bis die Linsen gar sind; das dauert etwa 15 Minuten. Dann die Sahne angießen, die Suppe mit dem Stabmixer pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für den Schaum den Speck im Ganzen bei schwacher Hitze 10 min in der Brühe köcheln lassen. Sahne zugeben, alles weitere 10 min ziehen lassen.

Für die Croutons das Toastbrot in kleine Würfel schneiden. Bacon in Streifen schneiden und in einer Pfanne braten, bis er sein Fett abgegeben hat und knusprig ist. Toastbrostwürfel zugeben und knusprig braten.

Speck aus der Brühe nehmen und in kleine Würfel schneiden.

Zum Servieren die Suppe auf tiefe Teller verteilen. Jeden Teller mit einigen Croutons und gegarten Speckwürfeln garnieren. Die Sahnebrühe aufschäumen (ich habe den Milchaufschäumer benutzt, Stabmixer geht auch) und auf jeden Teller etwas von dem Schaum geben. Gleich servieren.