
Wie haltet Ihr es mit dem Frühstück? Hier gibt es meist das klassische Brot mit Marmelade oder Käse, Porridge oder Overnight Oats. Am Wochenende darf es dann auch mal etwas üppiger sein, aber eines mag ich morgens meist nicht so gerne: richtig lange in der Küche stehen; dafür bin ich erst später am Tag bereit. Da ist es keine schlechte Idee, etwas vorzubereiten, wenn man gerade Kapazität hat – und genau damit befasst sich das kleine Buch, das Shermin Arif zum Thema „Frühstück“geschrieben hat.
Shermin hat ihre Rezepte nach süß und salzig unterteilt – von jeder Sorte gibt es sieben. Es warten unter anderem Pancakes aus dem Ofen, Porridge auf Vorrat, Rührreimuffins mit Reis und Gemüse oder Frühstückspizza darauf, ausprobiert zu werden. Vieles ist auch gut zum Mitnehmen geeignet; es gibt also auch Anregungen für mehr Vielfalt in den Brotdosen.
Ausprobiert habe ich den Himbeer-Käsekuchen aus dem Glas und die Frühstücks-Burritos, beides wurde hier gerne gegessen.


Die Rezepte sind mit gut erhältlichen Zutaten einfach umzusetzen – teilweise werden auch Halbfertigprodukte wie Pizzateig aus dem Kühlregal oder vorgekochter Reis verwendet; das ist praktisch, aber natürlich kann man es auch anders machen. Für kulinarische Bandbreite sorgen nicht nur die großzügig verwendeten Gewürze, sondern auch die Verwendung von Zutaten wie Hafer- oder Buchweizenmehl und auch Veggie-Produkete wie Sojahack oder Räuchertofu haben ihren Platz; das sorgt natürlich auch gleichzeitig dafür, dass auch vegetarisch und / oder vegan essende Menschen gut fündig werden.
Das Buch bekommt Ihr direkt über Shermin oder auch bei Amazon*.

Jetzt aber zu den Burritos – das Rezept ergibt 8 Stück davon und ist dank der verwendeten Sojaschnetzel vegetarisch:
Zutaten:
- 75 g Sojagranulat
- heiße Gemüsebrühe zum Einweichen
- Öl zum Braten
- 1 große Zwiebel
- 1 Zehe Knoblauch (oder 1/8 TL Knoblauchgranulat)
- 1 Paprikaschote
- 1 Dose schwarze Bohnen (240 g Abtropfgewicht)
- 1 Dose gehackte Tomaten (400g)
- Salz, Pfeffer aus der Mühle
- 1/2 TL Paprika edelsüß
- 1/4 TL gemahlener Kreuzkümmel
- 1/4 TL getrockneter Oregano
- 1/8 TL Chilipulver
- 220 g gegarter Reis (ich hatte Vollkorn-Basmati)
- 250 g Cheddar
- 8 Weizentortillas (ca. 25 cm Durchmesser; meine waren Vollkorn)
Arbeitsschritte:
Das Sojagranulat mit der heißen Gemüsebrühe übergießen und nach Packungsanleitung einweichen lassen.
Inzwischen Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Paprika putzen und ebenfalls fein würfeln. Bohnen abgießen.
Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin goldbraun braten. Wenn frischer Knoblauch verwendet wird, diesen gegen Ende zugeben und kurz mitbraten. Das Sojagranulat abgießen, zur Zwiebel geben und kurz mitbraten, dann Paprika, Bohnen und Tomaten unterrühren. Die Gewürze untermengen (dann jetzt auch das Knoblauchgranulat), salzen und alles bei mäßiger Hitze 10 bis 15 min köcheln lassen. Den Reis untermengen und die Füllung mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Käse reiben.
Auf die Tortillas kommt die Füllung noch leicht warm, so lassen sie sich besser rollen. Man kann sie aber auch vor dem Rollen kurz in der Mikrowelle erwärmen. Jedenfalls: auf jede Tortilla etwas unterhalb der Mitte einen Streifen von ca. 2,5 EL der Füllung geben, dabei rechts, links und unten ca. 3 cm Rand lassen. Am oberen Rand der Füllung einen Streifen von ca. 30 g Cheddar streuen, dann die Seiten über die Füllung klappen, das untere Ende ebenfalls über die Füllung falten und die Tortilla fest aufrollen. Mit der Nahtseite nach unten legen, damit alles schön zu bleibt.
Ich habe die Tortillas gleich in der Pfanne in etwas Öl gebraten, bis sie knusprig waren, die Füllung warm und der Käse geschmolzen. So kann man sie gleich essen, aber auch aufbewahren und im Ernstfall in der Mikrowelle (oder im Airfryer) wieder erwärmen. Alternativ können sie auch in den Airfryer oder den Backofen wandern; da dauert aber deutlich länger als in der Pfanne; Shermin gibt 35 min bie 180°C an.
Man kann die Burritos auch einzeln in Backpapier wickeln und in einer Dose verpackt bis zu 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren und dann bei Bedarf wie oben garen.
