Rote-Bete-Carpaccio mit Ziegenkäse und pochiertem Wachtelei nach Klaus Erfort

Bei meiner Rezeptauswahl für den Homecooking-Teil von Klaus Erforts Buch habe ich mir Rezepte herausgesucht, die für mich aufgrund der Zutaten und des Equipments gut umsetzbar waren – da fiel die Auswahl relativ leicht.

Diese schöne Vorspeise ist dem Umstand geschuldet, dass Rote Bete in der Abo-Kiste waren. Ausserdem hatte ich tatsächlich noch nie Carpaccio von der Roten Bete gemacht und ich liebe Ziegenkäse und Wachteleier.

Das Ergebnis hat mir gut gefallen: die roten Bete werden im Garfond mariniert und sind wunderbar aromatisch. Sie werden mit Schale mariniert und erst vor dem Anrichten geschält, das würde ich beim nächsten Mal anders machen; nach dem Marinieren ist das Schälen kein Spaß und ich glaube auch nicht, dass es geschmackliche Vorteile hat, die Schale dran zu lassen. Ich mag ja Wachteleier, und pochiert sind sie richtige Leckerbissen. Das Pochieren ist nicht schwieriger als bei Hühnereiern, man muss es nur schaffen, die Wachteleier unbeschadet aus der Schale zu bekommen; das ist die Herausforderung.

Im Übrigen ist das Gericht gästetauglich und dann auch gut vorzubereiten – die marinierte Bete wartet im Kühlschrank und die restlichen Arbeitsschritte sind gut à la minute zu erledigen. Klaus Erfort verwendet beim Anrichten zusätzlich noch Tahoon-Kresse, die habe ich mangels Masse weggelassen.


Für 4 Personen als Vorspeise:

Rote Bete:

  • 200 ml Weißweinessig
  • 200 ml Wasser
  • 100 g Zucker
  • 1 Sternanis
  • 5 Körner schwarzer Pfeffer
  • 2 Lorbeerblätter
  • 3 Wacholderbeeren
  • 1 TL Senfsaat
  • 4 rote Beten
  • Salz

Wachteleier:

  • 8 Wachteleier
  • Weißweinessig
  • Salz

Ziegenkäse:

  • 150 g halbfester Ziegenfrischkäse

Zum Anrichten:

  • 1 Bund Schnittlauch
  • geröstete Mandelblättchen
  • 1 EL Olivenöl mit Zitrone
  • Salz

Rote Bete gründlich waschen.

Alle Zutaten für den Sud zusammen mit einem halben TL Salz aufkochen, die Bete hineingeben und ca. 45 min garen. Dann die Bete in ein passendes Einmachglas geben, mit dem Fond übergießen, das Gefäß verschließen und alles mindestens 2 Tage durchziehen lassen. So steht es im Rezept, heute würde ich die Bete noch warm schälen und dann im Garfond durchziehen lassen.

Wenn es ans Servieren geht, die Bete schälen, in dünne Scheiben schneiden, auf 4 Tellern auslegen und jeweils mit etwas von dem Öl beträufeln und, wenn nötig, leicht salzen.

Für die Wachteleier in einem Topf Wasser mit etwas Essig und Salz zum Kochen bringen. Jeweils ein Wachtelei mit einem scharfen Messer vorsichtig anritzen, so dass auch die dicke Eihaut durchtrennt wird. Ei in eine Espressotasse oder ähnliches geben. Im Kochwasser mit einem Schneebesen einen Strudel bilden, das Ei aus der Tasse hineingleiten lassen, 30 sek. pochieren, dann mit einem Schaumlöffel herausnehmen. Mit den restlichen Eiern ebenso verfahren.

Je 2 Wachteleier auf die Rote Bete setzen. Etwas Ziegenkäse darauf zupfen. Schnittlauch in Röllchen schneiden und darüber streuen und schließlich einige Mandelblättchen darüber geben.

 

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