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Kochbuch: Natürliche Booster Drinks | Tanita de Ruijt

Tanita de Ruijt ist Niederländerin. Ihre Kindheit verbrachte sie in Spanien, studiert hat sie in Schottland und lebt heute in London. Sie ist sehr neugierig in Bezug auf alles, was mit Lebensmitteln und Essen zu tun hat. Auf einer Reise durch Indonesien lernte sie die dortige traditionelle Jamu-Heikunde kennen. Diese verwendet traditionelle heimische Zutaten, mit denen Gesundheit und Wohlbefinden gestärkt werden sollen. Das Ganze hat sie derartig fasziniert, dass sie sich nach ihrer Heimkehr näher mit Jamu befasst hat. Angefangen hat alles mit dem klassischen Kurkuma-Tamarinden-Tonic, aber schon bald begann sie, ihre Produkte auf dem Markt zu verkaufen. Und heute entwickelt und vertreibt sie ihre Elexire in einem eigenen Laden  – dem Jamu Kitchen.

Wenn man nicht unbedingt nach London fahren will, um Tanita de Ruijts Drinks auszuprobieren, dann kann man nun die Rezepte auch in ihrem Buch finden. Tonic, so heißt das Buch im englischen Original.

Das ist ein relativ kleines, handliches Buch, das fröhlich und ansprechend aufgemacht ist. Das Papier ist matt und leicht grau abgetönt, da springen die farbenfrohen Fotos um so mehr ins Auge. Das Layout mit seinen verschiedenen Schrifttypen und kleinen Grafiken ist abwechslungsreich und trotzdem sehr übersichtlich. So sind zum Beispiel Erklärungen in einem anderen Schrifttyp gedruckt als Rezepte.

Das Buch beginnt mit einem sehr ausführlichem theoretischem Teil. Es geht um Geschmacksnoten, um benötigte Hilfsmittel, und es gibt eine sehr gründliche Warenkunde der verwendeten Zutaten.

Der Rezeptteil startet mit dem klassischen Kurkuma-Tamarinden-Tonic, der Klassiker der Jamu-Heilkunde, mit dem alles begann. Die restlichen Rezepte sind nach Zipperlein geordnet. Da gibt es Drinks, die bei Stress entspannen, solche, die bei Müdigkeit wieder auf die Beine helfen, Rezepte, die den Kater vertreiben, bei Verdauungsstörungen helfen und solche, die Erkältungen in die Flucht schlagen.

Die Rezepte sind ganz unterschiedlich. Manches, wie ein Kurkuma-Starter oder selbst angesetzter Kombucha muss eine Weile fermentieren und braucht etwas mehr Zuwendung und Manches ist rasch zusammengerührt wie das Leber-Tonic. Manches ergibt einen guten Vorrat, wie der Arroz con leche, anderes nur ein bis zwei Portionen für den sofortigen Verzehr wie der Wintertee. Es gibt Drinks, die kalt genossen werden, aber auch sehr viele Teerezepte.

Die Rezepte sind gut umsetzbar. Man braucht keine besonderen Gerätschaften und auch die meisten Zutaten sind gut erhältlich. Für einige Dinge  lohnt der Gang in den Bioladen oder Asia-Shop, aber ein Großteil der Rezepte verwendet Zutaten, die es in jedem gut sortierten Supermarkt gibt. Abgerundet wird der Rezeptteil durch zwei Register: eines nach Beschwerden und eines nach Zutaten.

Ich hab da mal was ausprobiert:

Was hier ein wenig aussieht wie Milchkaffee ist eine pflanzliche Milch aus gerösteten Erdnüssen. Tanita de Ruijt nennt das Getränk “Chill out Tonic”; denn Erdnüsse enthalten Stoffe, die Neurotransmitter im Gehirn aktivieren und beim Abschalten helfen. Also ein gutes Getränk vor dem Schlafengehen. Was aber fast wichtiger ist: ich bin keine Freundin von Pflanzenmilch, aber dieser Drink hat mir richtig gut geschmeckt.

Das hier, das ist sozusagen die Mutter aller Tonics, das bekannteste Getränk aus dem indonesischen Jamu: Kurkuma-Tamarinden-Tonic. Kurkuma wirkt entgiftend und entzündungshemmend, Tamarinde regt den Stoffwechsel an und senkt den Blutzuckerspiegel. Ein Gläschen davon am Morgen ist Teil der indonesischen Volksmedizin.

Über die Stränge geschlagen? DIY Selzer hilft. Die Mischung aus Wasser, Ingwer, Salz, Zitronensaft und Ahornsirup ist rasch gemacht und füllt Flüssigkeits- und Mineralienvorräte wieder auf. Ach, es schmeckt auch und läuft fix die Kehle runter.

Tepache gehört zu den Drinks, die etwas länger dauern in der Herstellung. Es ist ein fermentiertes Getränk aus Mexiko, das aus Ananas hergestellt wird. Und zwar aus Strunk, Schale und Grün. Eine ideale Verwertung für Ananas, noch dazu richtig erfrischend und so wohltuend, dass Tanita de Ruijt es “Mexiko-Medizin” nennt. (Und ja, ich decke meine Gläser mit Feinstrumpf-Söckchen ab. Das lässt Luft rein und hält Tierchen draußen.)

Das Hydro Tonic ist fix hergestellt und bringt den Elekrolyt-Haushalt wieder ins Lot. Drin sind: Kokoswasser, eine Paste aus Ingwer und Kardamom und etwas Limette.

Das Buch wohnte hier auch schon im englischen Original; daraus vorgestellt habe ich bereits das Rezept für den Verdauungsbitter.

Fazit:

Ich hatte großen Spaß mit diesem Buch und werde es weiterhin gerne nutzen. Es ist entspannend, in der Küche zu stehen und sich etwas zusammenzubrauen ;-). Es gibt aufmunternde Drinks für jede Gelegenheit und jeden Geschmack. Alles schmeckt wunderbar und man hat gleichzeitig das schöne Gefühl sich etwas Gutes zu tun.

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: ZS Verlag GmbH
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3898838153
  • ISBN-13: 978-3898838153

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