Wir retten, was zu retten ist: Klassischer Baumkuchen

klassischer baumkuchen
Die Zeit vergeht ganz schön schnell. Erinnert Ihr Euch? Vor einem Jahr begann eine kleine Truppe Foodblogger mit ihren Rettungsaktionen. Der Liptauer war das erste, was wir hergestellt haben, damit die Menschen nicht auf Fertigprodukte zurückgreifen müssen. Die Truppe ist mächtig gewachsen und feiert ihren ersten Geburtstag.
Und zum Geburtstag gibt es Kuchen. Geburtstagskuchen ohne Fertigmischung. Das heißt, von mir hätte es beinahe keinen Kuchen gegeben, denn mir wollte nichts einfallen. Etwas Aufwendigeres als ein Marmorkuchen darf es dann ja zum Geburtstag schon sein. Und das rosa Prinzessinnenschloß-Monster, der Tochter m. sich jahrelang zum Geburtstag gewünscht hat….nein….was bin ich froh, dass die Zeiten vorbei sind.
Dann fiel mir der Baumkuchen ein – den habe ich früher regelmäßig gebacken. Nun stand er schon seit bestimmt 20 Jahren nicht mehr auf dem Tisch, da wurde es mal wieder Zeit. Ein Rezept habe ich auf der Seite des berühmten Backmittelherstellers auch gefunden. Also, los.
Ich hoffe, ich habe nicht das Thema verfehlt, denn eine Fertigmischung für Baumkuchen habe ich noch nirgendwo gesehen. Ich rede mich mal darauf raus, dass es ja fertig Baumkuchen zu kaufen gibt. Und das ist wirklich überflüssig – denn schwer herzustellen ist er nicht, der Baumkuchen.
So, hier ist er also, der Klassiker:
Für den Teig:

  • 4 Eiweiß
  • 200 gr. weiche Butter
  • 200 gr. Zucker
  • 1 EL Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 4 Eigelb
  • 50 ml Rum
  • 125 gr. Weizenmehl (405)
  • 75 gr. Speisestärke
  • 2 TL Backpulver

Für den Guss:

  • 150 gr. dunkle Schokolade
  • 3 TL Speiseöl; ich hatte Sonnenblumenöl

Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen; die Ränder fetten. Ich war mir unsicher bezüglich der Größe. Das ganze kam mir nach recht viel Teig vor und ich habe eine normal große Form genommen. Beim nächsten Mal nehme ich die nächst kleinere – dann bekommt der Kuchen mehr Ringe 🙂 .
Den Backofengrill vorheizen. Meiner hat 250°C.

Das Eiweiß sehr steif schlagen. Butter in einer Rührschüssel mit einem mit den Quirlen des Handmixers schaumig rühren. Dabei nach und nach Zucker, Vanille-Zucker und Salz einarbeiten. Dann die Eigelbe und das Ei einrühren, dabei ein frisches Ei immer erst dann zugeben, wenn das vorhergehende komplett eingearbeitet ist. Das Mehl mit Speisestärke  und Backpulver mischen, dann auf zweimal in den Teig rühren. Zuletzt den Eischnee unterheben.
 Zum Backen etwas Teig auf dem Boden der Form verstreichen. Bei meiner Springform waren das 3-4 EL. Die Form in den Ofen schieben und die erste Teigschicht grillen. Dabei bleiben – das ganze geht schnell. Die Schicht ist fertig, wenn die Oberfläche goldbraun ist. Bei der Größe meiner Form dauerte das ca. 2 1/2 Minuten.
Die Form aus dem Ofen nehmen und als zweite Schicht wieder 3-4 EL Teig auf die gebackene Schicht streichen. Die Form wieder unter den Grill schieben und goldbraun backen. So weiter machen, bis der ganze Zeit verarbeitet ist. Es ist eine gute Idee, den Rost eine Stufe weiter nach unten zu stellen, wenn etwa die Hälfte des Teiges verarbeitet ist; der Kuchen wächst ja in der Höhe und kommt näher an die Heizschlange. Ach, und im Eifer des Gefechts niemals die Topflappen vergessen! 😉
Den fertigen Kuchen aus der Form lösen, auf einen Kuchenrost stürzen, das Backpapier abziehen und den Kuchen auskühlen lassen.
Für den Guss die Schokolade grob zerkleinern, mit dem Öl im Wasserbad bei schwacher Hitze schmelzen und den ausgekühlten Kuchen damit überziehen.
Natürlich gibt es noch andere Kuchen-Retter. Ich bin schon neugierig, was für Geburtstagskuchen wir noch kriegen. Schaut mal rein: