Takoyaki-Puffer

Eigentlich sind Takoyaki eine eher komplizierte Sache: wir sprechen von kleinen Teigbällchen, die mit etwas gegartem Oktopus gefüllt werden. Gegart werden sie in speziellen Brateisen mit runden Vertiefungen. Das Wenden muss man gut beherrschen, damit die Bällchen schön rund werden. Ein Haufen Hindernisse auf dem Weg zum Takoyaki.

Da trifft es sich gut, dass Stevan Paul in seinem Japan-Kochbuch* für Abhilfe gesorgt hat – er packt den Oktopus einfach auf den Teig macht dann Puffer statt Bällchen. Das mag nicht ganz der wahre Stoff sein – aber es ist immer noch sehr gut.

Man braucht für die Puffer relativ wenig gegartes Oktopus-Fleisch. Wer dafür nicht einen Oktopus über mehrere Stunden garen möchte, dem rät Stevan, beim Fischhändler nach gegarter Ware zu fragen. Manchmal findet man auch im Asiashop TK-Ware. Oder man verwendet Oktopus-Salat und spült ihn ab. Wer mag, kann auch Garnelen verwenden oder Shrimps.

Für 4 Personen:

  • 250 ml Dashi (wer das nicht kann, Fischfond oder Gemüsebrühe)
  • 3 Eier (Größe M)
  • 300 g Mehl (Type 405)
  • 2 TL Backpulver
  • Salz
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • ca. 200 g gegartes Oktopusfleisch
  • Öl zum Braten
  • 4 EL Ketchup
  • 4 EL Mayonnaise, vorzugsweise japanische
  • optional: Aonori-Seetang und Bonitoflocken zum Bestreuen

Die Eier mit der Dashi verquirlen. Mehl und Backpulver in eine Schüssel sieben, dann unter Rühren die Dashi-Mischung einarbeiten und den Teig salzen. Die Frühlingszwiebeln putzen, in feine Ringe schneiden und in den Teig rühren. Teig 10 min quellen lassen und in der Zwischenzeit das Oktopus-Fleisch klein schneiden. Den Ofen auf 60°C vorheizen und einen Teller hineinstellen.

Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen; der Boden sollte bedeckt sein. Jeweils ca. einen EL Teig in die Pfanne geben, auf jeden Puffer ein wenig Oktopusfleisch geben und die Puffer bei mittlerer Hitze 2 bis drei Minuten braten, dann wenden und weitere 2 bis 3 min braten. Kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen, dann warm stellen. So weiter verfahren, bis aller Teig aufgebraucht ist.

Wenn man es richtig macht, füllt man nun Ketchup und Mayonnaise in getrennte Spritzbeutel mit feiner Tülle und spritzt zum Servieren etwas von beidem dekorativ auf die Puffer. Ich habe statt dessen beides vermischt und die Puffer damit garniert. Wer mag, kann die Puffer zusätzlich noch mit Bonito-Flocken und/oder Seetang bestreuen.

 

Ozôni – Japanische Neujahrssuppe

ozoni

Ein Stilbruch in doppelter Hinsicht: wie der Name schon sagt, wird die Suppe eigentlich an Neujahr gegessen. Und dann wird sie auch mit Mochi, den japanischen Küchlein aus süßem Klebreis gemacht. Ich habe dünne, chinesische Reiskuchenplatten verwendet; die mussten nämlich weg…..

Mochi essen wir gerne; wir mögen diese innen klebrigen Reiskuchen gerne einfach mit etwas Sojasauce. Nun habe ich vor langer Zeit im Asiashop Reiskuchen mitgenommen, aber die chineische Variante – das sind dünne, lange Platten. Was tun damit? Irgendwann müssen sie ja weg….Diese Suppe stand schon lange auf meiner Liste. Ich habe erst mal probiert, ob man die Reiskuchen durch Braten genießbar machen kann. Als das funktioniert hat, habe ich beschlossen, die japanische Suppe mit den chinesischen Reiskuchen zu kochen.

Natürlich könnt Ihr auch die Original-Mochi nehmen. Die legt Ihr dann unter den Backofen-Grill, bis sie sich aufblähen.

Grundlage der Suppe ist Dashi; die japanische Grundbrühe. Man kann sie recht schnell selber machen. Zur Not findet man in Asia-Shops auch Instant-Dashi, wobei sich das lesen der Zutatenliste lohnt. Manche enthalten Glutatamat.

Ihr ahnt es ja…..die Reiskuchen mußten weg. Also ab mit dem Beitrag zu meinem Event im Kochtopf 🙂

Für 4 Personen:

Für die Dashi:

  • 10 gr. Kombu (Zuckerriementang)
  • 1 l Wasser
  • 30 gr. getrocknete Bonitoflocken

Für die Suppe

  • 800 ml Dashi
  • 4 große getrocknete Shiitake
  • 1 Hühnchenkeule
  • 1 Karotte
  • 50 gr. Spinat
  • 2 EL Sake
  • 100 gr. Garnelen
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Sojasauce
  • 1 Platte chinesische Reiskuchen
  • einige Tropfen Öl zum Braten

Zuerst die Dashi vorbereiten: Den Kombu in einen Topf geben und im Wasser 30 min einweichen. Dann die Mischung langsam erhitzen. Ganz kurz, bevor das Wasser zu kochen anfängt, den Kombu herausnehmen. Wenn er zu lange im Wasser bleibt, wird die Dashi bitter. Die Bonitoflocken einrühren und das Ganze stehen lassen, bis sie sich auf dem Boden absetzen. Dann durch ein mit einem Tuch ausgelegtes Sieb abgießen.

Für die Suppe die Shiitake mit kaltem Wasser bedecken und 1 h einweichen. Den Hühnerschenkel häuten, das Fleisch auslösen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Karotte schälen und in Scheiben schneiden. Den Spinat in kochendem Salzwasser kurz blanchieren, die Flüssigkeit ausdrücken und die Blätter in grobe Stücke schneiden.

Die Platte Reiskuchen in Stücke schneiden. Etwas Öl in einer Pfanne (beschichtet ist empfehlenswert) erhitzen. Die Reiskuchenstücke hineinlegen und von beiden Seiten einige Minuten braten. Darauf achten, dass die Stücke sich nicht berühren, sie kleben sonst zusammen. Die Küchlein werfen an der Oberfläche Blasen und blähen sich ein wenig auf. Dann beiseitestellen.

Die Shiitake abgießen; dabei 100 ml Einweichflüssigkeit aufbewahren. Die harten Stiele entfernen, die Köpfe jeweils vierteln.

Dashi und das Einweichwasser der Pilze in einem Topf zum Kochen bringen. Hühnchenfleisch, Pilze und Karotte hineingeben und garkochen. Kurz, bevor alles fertig ist, die Garnelen zugeben. Mit Salz und Sojasauce abschmecken, den Spinat ebenfalls zugeben.

Zum Anrichten Suppe in Schälchen schöpfen; dabei darauf achten, dass die festen Bestandteile gleichmäßig verteilt werden. Jeweils einige Stücke Reiskuchen mit in die Schälchen geben.

Rezept adaptiert aus: Kaori Endo, Echt  japanisch kochen*