Gerösteter Fenchel mit Apfel, Camembert und Mandeln

Du meine Güte, das geht mir etwas auf die Nerven – das hier ist ganz klar ein Gericht, bei dem mein Foto dem Geschmack nicht so recht gerecht wird. Irgendwann lerne ich bestimmt mal, Aufläufe so zu fotografieren, dass sie genauso gut aussehen, wie sie schmecken. Es kann sich nur noch um Jahre handeln…..

Von Joshua McFadden* habe ich Euch ja schon oft genug vorgeschwärmt. Ich glaube, sein Buch ist das, das ich 2018 am meisten benutzt habe. Immer, wenn hier ein Gemüse rumliegt, das mich leicht ratlos zurücklässt, ziehe ich das Buch aus dem Regal. Diesmal waren es zwei Knollen Fenchel, die mich ins Grübeln brachten – und zack, wurde ich fündig.

Mit Käse wird ja alles besser, und an diesem Auflauf ist Käse. Original Taleggio, bei mir Camembert. Mandeln geben Knusper, und der Fenchel bekommt durch Apfel noch etwas Süße zur Seite gestellt – schlicht genial.

Ach so – das ist kein vegetarisches Gericht, da sind noch Salsicce dran, die zusätzliche Würze und Substanz mitbringen. Wer keine Salsicce hat, kann grobe Bratwurst nehmen und zusätzlich etwas Fenchelsaat.


Für 4 Portionen:

  • Olivenöl
  • 250 g Salsicce (oder grobe Bratwurst mit 1/2 TL Fenchelsaat)
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1/2 TL Chiliflocken
  • 2 Knollen Fenchel (ca. 700 g)
  • 70 g Mandeln, geröstet
  • 1 Apfel (ca. 250 g)
  • 1 TL frische Tymianblättchen
  • 170 g Camembert
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 50 g getrocknete Brotbrösel
  • 1 EL Butter

Wurst aufschneiden und das Brät aus der Pelle lösen.

Eine große Pfanne bei mittlerer Hitze auf den Herd stellen. 1 TL Olivenöl darin erhitzen, dann das Wurstbrät zugeben. Unter Rühren  braten und mit dem Kochlöffel zerdrücken, bis die Wurst nicht mehr rosa ist und sich in etwa popcorngrosse Stücke teilt.  Aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.

Knoblauch schälen und fein hacken. Fenchel putzen, halbieren, den Strunk herausschneiden und die Knollen der Länge nach in Achtel schneiden.

Hitze etwas herunterstellen. Einen weiteren EL Öl und den Knoblauch in die Pfanne geben und alles unter Rühren 5 min rösten. Der Knoblauch soll weich und goldbraun werden, aber nicht verbrennen.

Ofen auf 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Chiliflocken zugeben, kurz umrühren, dann den Fenchel und ca. 5 EL Wasser in die Pfanne geben. Deckel auflegen und den Fenchel ca. 10 min gar dämpfen. Dabei immer wieder mal nachsehen, ob noch genügend Flüssigkeit in der Pfanne ist und, wenn nötig, etwas zugeben.

Apfel schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und das Fruchtfleisch in dünne Scheiben schneiden. Käse fein würfeln. Mandeln grob hacken.

Wurstmasse zusammen mit Apfel, Thymian, Mandeln und der Hälfte des Käses wieder in die Pfanne geben. Alles gründlich vermengen und gut mit Salz und Pfeffer würzen.

Mischung in eine passende Auflaufform geben. Mit restlichem Käse und den Brotkrumen bestreuen und die Butter als Flöckchen darauf setzen. Im heißen Ofen ca. 30 min überbacken, dann 5 min ruhen lassen.

Heiß servieren.


 

Gebackener Camembert mit Nektarinenchutney – plus: eine Verlosung

 

 

gebackener camembert1

Ich bin dann mal ein paar Tage weg. Die Sommerfrische ruft. Nach einer längeren Pause geht es endlich einmal wieder nach Frankreich; ich freue mich riesig. Damit Ihr mir inzwischen nicht vom Fleisch fallt, lasse ich Euch etwas Käse da. Französischen Käse.

Ich habe nämlich netterweise von “Le Rustiqueein Päckchen bekommen – natürlich mit Käse. Als ich mir überlegt habe, was ich damit am besten kochen könnte, schoß mir sofort ein gebackenener Käse durch den Kopf. Und dazu ein Chutney. Käse pur als Hauptmahlzeit, das brauche ich manchmal. Das Ganze hat im Ergebnis was von Käsefondue.

Und Käse mit Obst ist  ja ohnehin klassisch, man denke nur an die omnipräsenten Weintrauben und Feigen auf der Käseplatte. Der Käsegeschmack wird durch das Backen sehr intensiv, da steuert das sauer-süß-salzige Aroma des Chutneys schön dagegen und macht das Essen spannend. Nektarinen gibt es gerade im Überfluß und ich mag sie gern; aber Ihr könnt das Chutney auch mit anderen Früchten zubereiten. Pflaumen oder Brombeeren könnte ich mir gerade gut vorstellen.

Ein Tipp, wenn Ihr auch Käse backen wollt: Le Rustique liegt ja in einer geringen Reifestufe im Kühlregal. Auf jeder Packung findet Ihr den Hinweis, wie gereift der Käse in welchem Zeitraum vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum ist. Ich würde zum Backen immer einen eher jungen Käse oder einen mit mittlerer Reifestufe nehmen, denn wie gesagt, das Aroma intensiviert sich erheblich beim Backen. Und wir wollen auch nicht, dass der Käse schon vor dem Erhitzen davonfließt.

Nicht nur ich habe ein Päckchen bekommen. Le Rustique hat mir zwei Überraschungspäckchen zur Verfügung gestellt, die ich hier verlosen darf. In den Päckchen ist natürlich Käse – aber auch noch anderes. Was verrate ich nicht, denn sonst ist es ja kein Überraschungspäckchen mehr. Wenn Ihr so ein Päckchen gewinnen wollt, dann hinterlasst mir bis zum 24.08.2016  einen Kommentar unter diesem Beitrag und sagt mir: wie esst Ihr Euren Käse am liebsten?

Bevor wir zum Rezept kommen, noch kurz die Regeln zum Gewinnspiel:

  • Berücksichtig wird jeder Kommentar, der die oben gestellte Frage beantwortet. Einsendeschluss ist der 24.08.2016, 23.59 h.
  • Eine Barauszahlung ist ausgeschlossen. Der Rechtsweg auch.
  • Die Gewinner werden von der hausinternen Losfee ermittelt.
  • Die Päckchen werden direkt von Le Rustique an Euch verschickt; ich muss dazu Eure Adressen weitergeben.
  • Ich bin,wie gesagt, mal ein bisschen weg. es dauert also ein wenig mit der Beantwortung der Kommentare 🙂 .

Und jetzt zum Rezept:

gebackener camembert

Für 2 Personen:

  • 250 g Camembert

Für das Chutney:

  • 350 g Nektarinen
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Schalotte
  • 2 cm frischer Ingwer
  • 2 EL Apfelessig
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1/2 TL Zimtpulver
  • 1/4 TL Chiliflocken
  • 60 ml Wasser
  • etwas Zitronenabrieb
  • Salz, Honig

Wir machen zuerst das Chutney, das muss nämlich etwas durchziehen. Dafür Schalotte und Ingwer schälen und fein  würfeln. Das Fruchtfleisch der Nektarinen vom Kern schneiden und ebenfalls fein würfeln.

Olivenöl in einem Topf erhitzen und Schalotte und Ingwer darin ca. 3 min anbraten, bis sie anfangen zu duften. Dann mit dem Essig ablöschen, kurz durchrühren und die Nektarinenwürfel zugeben. Zitronensaft, Zimt, Chiliflocken und Wasser zugeben und das Chutney 10 bis 15 min köcheln lassen, bis die Netarinen weich sind.  Dann von der Hitze nehmen, den Zitronenabrieb einrühren. Das Chutney mit Salz und Honig abschmecken und zum Abkühlen und Durchziehen beiseite stellen.

Zum Backen des Käses den Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen. Den Käse darauf setzen und im heißen Ofen backen, bis er durcherhitzt ist und zu schmelzen beginnt. Das dauert ca. 15 bis 20 min.

Zum Servieren den Käse mit dem Chutney anrichten. Dazu passt ein knackiger Salat – und ganz viel Brot zum Auftunken des Käses.

Disclaimer: Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit “Le Rustique” Er beeinhaltet Werbung.

Ein Nachmittag bei Dorling Kindersley – kleine Stärkung inklusive

DK
Fotos: Dorling Kindersley

Vor einiger Zeit rief Dorling Kindersley zum Pressetag, und so durfte ich einen spannenden Nachmittag im Verlag verbringen.

DK wohnt ganz in der Nähe des Münchener Hauptbahnhofs. Ursprünglich in London gegründet, gibt es den Verlag in Deutschland nun schon seit 15 Jahren. Ich wage einmal die Behauptung, dass die Kochbuchsparte des Verlages hierzulande berühmt wurde, als man begann die Bücher von Jamie Oliver zu veröffentlichen.

Aber um Jamie Oliver ging es nicht an diesem Nachmittag. Nach einer netten Begrüßung durch  Nathalie Knauer von der Presseabteilung durften wir erst etwas über die Geschichte des Verlages erfahren. Und wir bekamen erklärt, wie ein Buch entsteht – von der ersten Idee bis hin zur Auslieferung. Eine spannende Sache, bei der viele Hand in Hand arbeiten müssen. Eine kleine Führung durch den Verlag gab es obendrein.

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Foto: DK

Im Mittelpunkt stand aber das (Koch)Buchprogramm des kommenden Herbstes. Es gab also viele Bücher, in denen man schon vor ihrem Erscheinen schon mal blättern konnte. Eines davon hat mich sehr überrascht – darauf komme ich bestimmt zurück, wenn das Geheimnis gelüftet und das Buch auf dem Markt ist. Und man ist im Verlag zu Recht stolz darauf, dass man neben Lizenztiteln und Übersetzungen aus dem englischen Mutterhaus auch in zunehmenden Maße Eigenproduktionen anbietet.

Da gibt es ein paar spannende Projekte diesen Herbst: das “Oktoberfest Kochbuch” von Julia Skowronek ist schon erschienen – man kann sich also schon kulinarisch auf die Wiesn vorbereiten. Von Katharina Dimitriadis gibt es ein Buch mit schönen Ideen für die Lunchbox. Meine Kinder sind ja langsam aus dem Alter heraus, in dem sie unbedingt fancy gestylte Kuchen zum Geburtstag haben wollen. Ich bin mir aber echt sicher, dass ich so manche Pleite auf diesem Sektor hätte vermeiden können, hätte ich mich von Annik Weckers “Geburtstagkuchen” anleiten lassen können. Ja, und dann gibt es diesen Herbst noch mein perönliches Highlight unter den deutschsprachigen Büchern – die Wiener Küche von Susanne Zimmel, die Ihr bestimmt alle unter “Ziii kocht…was” kennt.

Die Autorinnen dieser Bücher waren da. Sie haben nicht nur Kostproben mitgebracht, damit man sich schon mal einen Eindruck verschaffen kann, was einen so erwartet in ihren Büchern, sondern es gab auch interessante und lustige Gespräche – Speed Dating mal anders 😉

obatzter

In der Tüte, mit der wir schließlich den Verlag verliesen, war nicht nur jede Menge Infomaterial, sondern auch ein Buch – das Oktoberfest Kochbuch. Julia Skowronek hatte als Kostprobe Obatzdn mit gebracht – und genau den bekommt Ihr jetzt als kleine Stärkung. Schließlich geht es ja um Kochbücher, da kann ich Euch nicht hungrig nach Hause gehen lassen:

  • 200 gr. Camembert (reifer)
  • 200 gr. Frischkäse
  • 1 EL Paprika edelsüß
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 rote Zwiebel

zum Servieren: Brezen, Salzstangen, Radieschen

Den Camembert mit einer Gabel zerdrücken. Den Frischkäse ebenfalls mit der Gabel unterrühren und das Paprikapulver einarbeiten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zwiebel in Ringe schneiden und den Obatzdn damit garnieren.

Brezen, Salzstangen und Radieschen sind zum Tunken gedacht 🙂