Kulinarischer Adventskalender 2015 – Christmas Rocky Road

christmas rocky road

Hurra, ich bin ein Türchen!

Nun ist es schon das elfte Mal, dass im Kochtopf der Kulinarische Adventskalender stattfindet. Das ist etwas, worauf ich mich jedes Jahr freue. Türchen öffnen macht Spaß 🙂 ! Jeden Tag gibt es nicht nur schöne Geschichten und Rezepte von Foodbloggern – nein, es locken auch immer wieder tolle Gewinne.

Um so mehr freue ich mich, dass ich dieses Mal auch ein Türchen befüllen darf. Wobei ich gestehen muss….ich habe mich planlos beworben. Also, ohne Plan, was ich Euch erzählen und zu essen servieren möchte. Ich bin auch relativ lange planlos geblieben – und dann fiel mir plötzlich der “Onkel” aus Amerika ein.

Kulinarischer Adventskalender 2015 - Tuerchen 8Es ist nämlich so: neben den üblichen Weihnachts-Highlights gab es für mich als als Kind immer noch ein zusätzliches – das war in der Post. Auf der Anrichte im Esszimmer stand immer diese Schale, in der die Weihnachtskarten gesammelt wurden. Die meisten waren eher unspannend – bis auf die eine, auf die ich jedes Jahr voller Vorfreude wartete. Die war nämlich von der Verwandtschaft aus den USA. Und hat mich fasziniert. Das fing schon beim Motiv der Karte an – meist war darauf einer von diesem überdekorierten Weihnachtsbäumen abgebildet. Klar, dass ich jedes Jahr meine Eltern angebettelt habe, damit wir auch so einen Baum dekorieren. Erfolglos, versteht sich.

Im Umschlag war neben der üblichen Klappkarte auch immer ein Familienfoto von der jährlich wachsenden Großfamilie: Kinder, Enkel, jedes Jahr ein paar mehr. Begeistert lass ich jede Weihnachten aufs Neue, was die Nachkommen so machen und wie prächtig sie sich entwickeln. Und dann gab es noch die Berichte, was Onkel und Tante auf den Reisen erlebt hatten, die sie jedes Jahr mit ihrem Wohnmobil unternahmen. Alles war so groß, so weit weg, so faszinierend.

Zu tun hatte ich an den Feiertagen auch dank der Post…ich musste nämlich alles für meine Eltern übesetzen. Das nahm damals einige Zeit für mich in Anspruch. Die Briefe waren nämlich zweigeteilt – da gab es einen allgemeinen Abschnitt. Der war für den ganzen Verwandschaftsverteiler gleich und immer mit der Maschine, später mit dem Computer geschrieben. Kniffliger zu entziffern war der persönliche Teil – den schrieb die Tante jedes Jahr von Hand darunter. Das Entziffern der verschnörkelten amerikanischen Handschrift kostete mich jedes Mal einen Nachmittag – und ich habe es geliebt.

Ah – ein kulinarisches Highlight gab es auch immer, jedenfalls theoretisch. Der Onkel war nämlich Direktor einer Chips-Fabrik. Wirklich zu schade, dass ich ihn nie besuchen konnte 😉 . Aber Chips setze ich Euch heute nicht vor. Ich habe mich für eine amerikanische Süßigkeit entschieden – Rocky Road. Das ist eine sehr süße Süßigkeit, die in der Basisversion aus Schokolade, Nüssen und Marshmallows besteht. Die weihnachtliche Version wartet zusätzlich mit getrockneten Kirschen und Cranberries auf und mit Amarettini. Nüsse und Trockenobst – das gehört für mich in die Adventszeit.. Ein bisschen Puderzucker für die weiße Weihnacht darf auch nicht fehlen.

Für 24 große Stücke – oder mehr kleine:

  • 250 g dunkle Schokolade
  • 150 g Milchschokolade
  • 175 g Butter
  • 60 ml Honig
  • 200 g Amarettini
  • 100 g Walnusskerne
  • 50 g Pistazien
  • 1oo g getrocknete Kirschen
  • 50 g getrocknete Cranberries
  • 125 g weiße Marshmallows, Mini-Marshmallows wären praktisch
  • Puderzucker zum Bestäuben

Beide Schokoladensorten grob hacken. Dann in einem Topf zusammen mit Butter und Honig bei ganz niedriger Temperatur schmelzen.

Die Kekse in einen Gefrierbeutel geben. Mit einem Nudelholz darauf klopfen, bis Stücke unregelmäßiger Größe entstehen – manche wie feiner Sand, manche noch als grobe Stücke. Mit den Walnüssen genauso verfahren.

Die Pistzien grob hacken.

Mini-Marshmallows kann man so lassen, wie sie sind. Große Marshmallows schneidet man in Stücke, ich habe jeden Marshmallow in drei Scheiben geschnitten.

Die geschmolzene Schokolade von der Hitze nehmen. Alle anderen Zutaten zur Schokolade geben und mit einem Kochlöffel alles gründlich durchrühren. Alle Zutaten müssen von der Schokoladenmasse überzogen sein.

Nun muss das Ganze fest werden. Nigella Lawson*, von der die Inspiration zu diesem Rezept stammt, gibt dazu alles in eine Einwegbackform aus Aluminium. Ich habe eine Gefrierdose genommen, die ich mit Frischhaltefolie ausgelegt habe. Wie auch immer, das Gefäß sollte ungefähr 23 x 30 cm messen. Die  Masse in das Gefäß geben und die Oberfläche so gut wie möglich glätten. Alles kühl stellen, und zwar mindestens 2 h.

Dann den Block herausnehmen, ggf. die Frishhaltefolie abziehen. Die unregelmäßig geformte Seite nach oben drehen und mit Puderzucker bestäuben. Dann alles in Stücke schneiden: 4 Scheiben der Länge nach, diese dann in jeweils 6 Stücke. Wer möchte, kann auch mehrer kleinere Stücke schneiden.

Ich hoffe, die Süßigkeit überbrückt Euch ein wenig die Zeit bis Weihnachten. Ich wünsche Euch eine schöne, gemütliche Adventszeit und wunderbare Weihnachtstage mit Euren Lieben!