Zitronengras-Chili-Shrub

Shrubs mag ich ziemlich gerne; sie geben ein schöne Erfrischung ab, muntern auf und sind nicht zu süß. Ein paar Shrubs habe ich Euch schon vorgestellt, zum Beispiel diesen hier mit Ingwer und Minze und diesen hier mit Kaffee. Basis sind immer ein Essig und ein Süßungsmittel und was das Aromatisieren angeht, so hat man freie Hand.

Diesen hier habe ich in einem Buch über alkoholfreie Cocktails* entdeckt. Und die Zutat “Chili” hat gleich meine Aufmerksamkeit geweckt. Ihr müsst aber keine Angst haben – die Chilischote verleiht dem Shrub zwar etwas Biss, aber so richtig scharf ist das Ganze nicht.

Der Shrub schmeckt gut mit Sprudelwasser aufgegossen, gibt aber auch Cocktails und Salatsaucen das gewisse etwas.

Zitronengras-Chili-Shrub

Erfrischender Sirup Pep

Gericht Getränk
Keyword Shrub
Portionen 750 ml

Zutaten

  • 5 bis 6 Stangen Zitronengras
  • 1 Biozitrone
  • 1 frische Chilischote
  • 250 ml Ahornsirup
  • 500 ml Apfelessig

Anleitung

  1. Zitronengras und Chili grob hacken. Zitrone in Spalten schneiden, dann ebenfalls grob hacken.

  2. Alles in ein ausreichend großes Glas geben, den Ahornsirup angießen.

  3. Den Apfelessig auf 45°C erwärmen und ebenfalls auf die Mischung gießen. 

  4. Das Glas verschließen und die Mischung eine Woche ruhen lassen.

  5. Durch ein feines Sieb abseihen und die Flüssigkeit in sterilisierte Flaschen füllen. Der Shrub hält sich im Kühlschrank bis zu einem Jahr. 

Karamellisierter Fenchel auf Kräuterpolenta

karamellisierter fenchel auf kraeuterpolenta

Ach, der Fenchel. Er hat keinen leichten Stand in diesem Haushalt und kommt nicht oft vor. An mir liegt das nicht….bloß bin ich die einzige, die Fenchel zu schätzen weiß. Neulich war mal wieder ein Exemplar in der Abokiste. Ich mache das ja mit Absicht, auch die Dinge drin zu lassen, die hier nicht so beliebt sind. Zum einen mag ich nicht immer das Gleiche essen. Und dann verändert sich der Geschmack auch mit der Zeit. Immer wieder probieren hilft  – manchmal erschließen sich einem so tatsächlich auch mal neue Welten.

Und dann kommt es natürlich auch noch auf’s Rezept an. Bei Sarah Britton* bin ich über die Idee gestolpert, Fenchel mit Ahornsirup zu karamellisieren. Wenn ich karamellisieren lese, bin ich immer gern dabei. Ahornsirup habe ich ewig nicht mehr benutzt – ich nehme eher Honig oder Agavendicksaft. Aber hier ist es wirklich der Ahornsirup, der den Unterschied macht. Süß, aber nicht zu sehr. Laut meinem Mann, der Fenchel nicht mag, die bisher beste Art, Fenchel zu essen.

Der Fenchel ist knackig und süß, dazu gibt es weiche Polenta mit Kräutern. Da könnt Ihr nehmen, wozu Ihr Lust habt und was Saison hat, aber am besten verschiedene Sorten.

Für 2 Portionen:

  • ca. 450 bis 600 ml Gemüsebrühe
  • 85 g Polenta (keine schnellkochende)
  • Salz
  • 1 große Knolle Fenchel (das feine Grün nicht wegwerfen)
  • Kokosöl oder Ghee
  • 2 EL Fenchelsaat
  • 1-2 EL Ahornsirup
  • ca. 5-10 g gemischte Kräuter nach Wahl
  • 30 g Parmesan
  • etwas Olivenöl

450 ml Gemüsebrühe in einem Topf zum Kochen bringen. Die Polenta unter Rühren einrieseln lassen. Einige Minuten weiterrühren, die Temperatur dann stark reduzieren und die Polenta nach Packungsanleitung ca. 30 bis 45 min ausquellen lassen. Dabei immer wieder mal umrühren und bei Bedarf noch etwas Gemüsebrühe einarbeiten.

Inzwischen den Fenchel der Länge nach in feine Scheiben schneiden. Den Strunk dranlassen, damit die Knolle nicht in ihre Einzelteile zerfällt. Das Grün fein hacken und beiseite legen.

Das Fett in einer großen Pfanne erhitzen. Die Fenchelscheiben hineingeben. Sie sollen nicht überlappen, also nötigenfalls portionsweise arbeiten. Salzen und ohne wenden braten, bis die Fenchelscheiben auf der Unterseite schön goldbraun sind, dann wenden. Wenn beide Seiten gebräunt sind, mit den Fenchelsamen bestreuen, mit Ahornsirup beträufeln und etwas ziehen lassen. Dann mit Salz abschmecken.

Kräuter fein hacken, Käse reiben. Beides in die Polenta rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Servieren die Polenta auf Teller verteilen und den Fenchel darauf verteilen. Mit ein wenig Olivenöl beträufeln und mit gehacktem Fenchelgrün bestreuen.