Lebkucheneis-Gugel mit Sauerkirschsauce

Die fabelhafte Rettungstruppe, gegründet von Susi und am Laufen gehalten von Ingrid ist wieder unterwegs – heute gibt es Vorschläge für weihnachtlichen Nachtisch.

Ich habe mich ein wenig schwer getan, denn Nachtisch hat hier keine hohe Priorität – auch an Weihnachten nicht, denn da steht ja schon der gut gefüllte Plätzchenteller ;-).

Aber gut – Eis geht ja immer; und außerdem ist mir eingefallen, dass es ja beim Discounter oft diese “festlichen Eissterne” zu kaufen gibt, die man dann Weihnachten auf den Tisch bringen soll. Nein, die brauchen wir nicht – wir machen unser Lebkucheneis selbst. Das ist nicht schwer, man braucht nicht einmal eine Eismaschine. Damit es hübsch aussieht, habe ich das Eis in kleine Gugelhupfformen* aus Silikon gefüllt. Falls es weihnachtlicher sein soll, kann man auch Sternformen* nehmen.

Das ist übrigens ein Nachtisch, der sich super vorbereiten lässt: Das Eis wartet einfach im Gefrierschrank auf seinen Einsatz, und auch die Sauce kann man gut am Vortag herstellen.


6 Portionen:

Eis:

  • 300 g Lebkuchen mit Schokoladenüberzug
  • 3 EL Orangenlikör
  • 550 g Schlagsahne
  • 50 g Zucker
  • 5 Eigelb

Sauce:

  • 1 Glas Sauerkirschen
  • 50 g Zucker
  • 200 ml Rotwein
  • 15 g Speisestärke
  • 1 Vanilleschote
  • 1/2 TL Zimt

Für das Eis 200 g der Lebkuchen im Mixer fein mahlen. In eine Schüssel geben, mit 100 g Sahne und dem Orangenlikör vermengen und etwas durchziehen lassen.  Die restlichen Lebkuchen in ca. 0,5 cm große Würfel schneiden.

Den Zucker zusammen mit 80 ml Wasser in einem kleinen Topf zu Sirup kochen.

Die restliche Sahne steif schlagen.

Eigelbe in eine hitzefeste Schüssel geben, den Läuterzucker angießen und alles mit den Quirlen des Handrührers schaumig rühren. Dann die Schüssel über ein kochendes Wasserbad stellen und weiterschlagen, bis die Masse andickt. Von der Hitze nehmen.

Lebkuchenpüree unter die Eimasse ziehen, dann die gewürfelten Lebkuchen und schließlich die steif geschlagenen Sahne.

Die Masse in Silikonförmchen füllen und für ca. 8 h in die Tiefkühle stellen.

Für die Sauce die Sauerkirschen abtropfen lassen, den Sud auffangen.

Die Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen.

Zucker in einem Topf hellbraun karamellisieren, dann mit Rotwein und 200 ml des Kirschsuds aufgießen. Vorsicht, das spritzt! Alles aufkochen und den Karamell unter Rühren in der Flüssigkeit auflösen.

Vanillemark und Zimt zugeben.

Die Stärke in etwas Kirschsud auflösen, zur Sauce geben und kurz aufkochen. Dann die Sauerkirschen einrühren. Von der Hitze nehmen und beiseite stellen.

Zum Servieren das Eis aus den Förmchen lösen und mit der Kirschsauce anrichten. Idealerweise nimmt man das Eis ca. 10 min vor dem Servieren aus der Tiefkühle.


Noch viel mehr Weihnachtsnachtisch gibt es bei den KollegInnen:

Anna Antonia – Buttermilch-Pannacotta
auchwas – Schokodessert mit Gewürzmandarinen
Barbaras Spielweise – Weihnachtliches Schichtdessert mit Quitte, Quark und Spekulatius
Brigittas Kulinarium – Glühweinbirnen-Trifle mit Walnusskrokant
Brittas Kochbuch – Vanilleeis mit gebrannten Mandeln
Brotwein – Schokokuchen mit flüssigem Kern – Fondant au chocolat
Cakes Cookies an more – Weihnachts Crème brûlée
CorumBlog 2.0 – Lebkuchen-Cantuccini mit Vin Santo
Fliederbaum – Lebkuchen-Biskuitroulade
genial-lecker – Bratapfel mit schneller Vanillesauce
kebo homing – Bananen-Erdnuss-Eis auf Kastaniencrumble mit Bratapfel
Kleines Kuliversum – Weihnachtliches Apfel Quark Dessert
lieberlecker – Meyer Lemon Baked Alaska
Madam Rote Rübe – Gewürzkuchen-Dessert mit Zimtcreme, Apfelmus und Walnussgeknusper
our food creations – Dänisches Traditionsdessert: Ris à l’amande

Cartellata

cartellata

An Heilig Abend habe ich dann doch noch ein Weihnachtsgebäck für Euch 🙂 . Die Cartellate sind eine tradtionelle Weihnachtsleckerei aus Apulien. Angeblich sollen sie schon in vorchristlicher Zeit den Göttern am Altar als Opfergabe dargebracht worden sein.

Die kleinen Kringel bestehen aus dem Teig, der mit Weisswein und Olivenöl gemacht wird. Sie werden frittiert, nicht gebacken. Der Teig selbst ist nicht süß; die Süße kommt nach dem Garen, da werden die Kringelchen mit Honigwasser nappiert. Das Rezept habe ich in einem wunderschönen Kochbuch gefunden, das sich mit Apulien beschäftigt. Das Buch stelle ich Euch noch näher vor….aber das dauert noch ein wenig.

Mit dieser Leckerei verabschiede ich mich in eine kleine Weihnachtspause. So gegen Silvester wird es noch eine #foodblogbilanz2015 geben, und dann lesen wir uns wieder nächstes Jahr 🙂

Ich wünsche Euch ein entspanntes, friedliches Weihnachtsfest und schöne Tage im Kreis Eurer Lieben. Lasst es Euch gut gehen.

  • 250 g Mehl (ich: Dinkel 630)
  • 100 ml Weisswein
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 Eigelb
  • 1 Prise Salz
  • 4 EL Honig
  • Optional: Nonpareilles zum Bestreuen
  • Olivenöl zum Frittieren

Das Mehl mit dem Salz in eine Schüssel geben. Wein, Olivenöl und Eigelb zugeben und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Teig abgedeckt mindestens 30 min ruhen lassen.

Den Teig (am besten portionsweise) auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche papierdünn ausrollen. Je dünner der Teig ist, desto knuspriger werden die Cartellate.

Nun den Teig mit einem gezackten Teigrad in 2 cm breite und 20 cm lange Streifen schneiden. Ich nehme dafür das Pastabike*, das mit der Nudelmaschine geliefert wurde – eine geniale Erfindung, nicht nur für Pasta.

Die Streifen an der Längsseite alle 2-3 cm zusammendrücken. Die Streifen werden dann spiralförmig aufgerollt, so dass sie eine Rosette bilden.

Jetzt geht es ans Frittieren: dafür das Öl auf maximal 160° C erhitzen. Die Cartellate unter ständigem Wenden strohgelb frittieren, sie sollen hell bleiben.

Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Den Honig mit 2 EL Wasser bei niedriger Hitze auflösen und die die Cartellate damit nappieren. Wer mag, streut noch bunte Zuckerstreusel darauf.

Kulinarischer Adventskalender 2015 – Christmas Rocky Road

christmas rocky road

Hurra, ich bin ein Türchen!

Nun ist es schon das elfte Mal, dass im Kochtopf der Kulinarische Adventskalender stattfindet. Das ist etwas, worauf ich mich jedes Jahr freue. Türchen öffnen macht Spaß 🙂 ! Jeden Tag gibt es nicht nur schöne Geschichten und Rezepte von Foodbloggern – nein, es locken auch immer wieder tolle Gewinne.

Um so mehr freue ich mich, dass ich dieses Mal auch ein Türchen befüllen darf. Wobei ich gestehen muss….ich habe mich planlos beworben. Also, ohne Plan, was ich Euch erzählen und zu essen servieren möchte. Ich bin auch relativ lange planlos geblieben – und dann fiel mir plötzlich der “Onkel” aus Amerika ein.

Kulinarischer Adventskalender 2015 - Tuerchen 8Es ist nämlich so: neben den üblichen Weihnachts-Highlights gab es für mich als als Kind immer noch ein zusätzliches – das war in der Post. Auf der Anrichte im Esszimmer stand immer diese Schale, in der die Weihnachtskarten gesammelt wurden. Die meisten waren eher unspannend – bis auf die eine, auf die ich jedes Jahr voller Vorfreude wartete. Die war nämlich von der Verwandtschaft aus den USA. Und hat mich fasziniert. Das fing schon beim Motiv der Karte an – meist war darauf einer von diesem überdekorierten Weihnachtsbäumen abgebildet. Klar, dass ich jedes Jahr meine Eltern angebettelt habe, damit wir auch so einen Baum dekorieren. Erfolglos, versteht sich.

Im Umschlag war neben der üblichen Klappkarte auch immer ein Familienfoto von der jährlich wachsenden Großfamilie: Kinder, Enkel, jedes Jahr ein paar mehr. Begeistert lass ich jede Weihnachten aufs Neue, was die Nachkommen so machen und wie prächtig sie sich entwickeln. Und dann gab es noch die Berichte, was Onkel und Tante auf den Reisen erlebt hatten, die sie jedes Jahr mit ihrem Wohnmobil unternahmen. Alles war so groß, so weit weg, so faszinierend.

Zu tun hatte ich an den Feiertagen auch dank der Post…ich musste nämlich alles für meine Eltern übesetzen. Das nahm damals einige Zeit für mich in Anspruch. Die Briefe waren nämlich zweigeteilt – da gab es einen allgemeinen Abschnitt. Der war für den ganzen Verwandschaftsverteiler gleich und immer mit der Maschine, später mit dem Computer geschrieben. Kniffliger zu entziffern war der persönliche Teil – den schrieb die Tante jedes Jahr von Hand darunter. Das Entziffern der verschnörkelten amerikanischen Handschrift kostete mich jedes Mal einen Nachmittag – und ich habe es geliebt.

Ah – ein kulinarisches Highlight gab es auch immer, jedenfalls theoretisch. Der Onkel war nämlich Direktor einer Chips-Fabrik. Wirklich zu schade, dass ich ihn nie besuchen konnte 😉 . Aber Chips setze ich Euch heute nicht vor. Ich habe mich für eine amerikanische Süßigkeit entschieden – Rocky Road. Das ist eine sehr süße Süßigkeit, die in der Basisversion aus Schokolade, Nüssen und Marshmallows besteht. Die weihnachtliche Version wartet zusätzlich mit getrockneten Kirschen und Cranberries auf und mit Amarettini. Nüsse und Trockenobst – das gehört für mich in die Adventszeit.. Ein bisschen Puderzucker für die weiße Weihnacht darf auch nicht fehlen.

Für 24 große Stücke – oder mehr kleine:

  • 250 g dunkle Schokolade
  • 150 g Milchschokolade
  • 175 g Butter
  • 60 ml Honig
  • 200 g Amarettini
  • 100 g Walnusskerne
  • 50 g Pistazien
  • 1oo g getrocknete Kirschen
  • 50 g getrocknete Cranberries
  • 125 g weiße Marshmallows, Mini-Marshmallows wären praktisch
  • Puderzucker zum Bestäuben

Beide Schokoladensorten grob hacken. Dann in einem Topf zusammen mit Butter und Honig bei ganz niedriger Temperatur schmelzen.

Die Kekse in einen Gefrierbeutel geben. Mit einem Nudelholz darauf klopfen, bis Stücke unregelmäßiger Größe entstehen – manche wie feiner Sand, manche noch als grobe Stücke. Mit den Walnüssen genauso verfahren.

Die Pistzien grob hacken.

Mini-Marshmallows kann man so lassen, wie sie sind. Große Marshmallows schneidet man in Stücke, ich habe jeden Marshmallow in drei Scheiben geschnitten.

Die geschmolzene Schokolade von der Hitze nehmen. Alle anderen Zutaten zur Schokolade geben und mit einem Kochlöffel alles gründlich durchrühren. Alle Zutaten müssen von der Schokoladenmasse überzogen sein.

Nun muss das Ganze fest werden. Nigella Lawson*, von der die Inspiration zu diesem Rezept stammt, gibt dazu alles in eine Einwegbackform aus Aluminium. Ich habe eine Gefrierdose genommen, die ich mit Frischhaltefolie ausgelegt habe. Wie auch immer, das Gefäß sollte ungefähr 23 x 30 cm messen. Die  Masse in das Gefäß geben und die Oberfläche so gut wie möglich glätten. Alles kühl stellen, und zwar mindestens 2 h.

Dann den Block herausnehmen, ggf. die Frishhaltefolie abziehen. Die unregelmäßig geformte Seite nach oben drehen und mit Puderzucker bestäuben. Dann alles in Stücke schneiden: 4 Scheiben der Länge nach, diese dann in jeweils 6 Stücke. Wer möchte, kann auch mehrer kleinere Stücke schneiden.

Ich hoffe, die Süßigkeit überbrückt Euch ein wenig die Zeit bis Weihnachten. Ich wünsche Euch eine schöne, gemütliche Adventszeit und wunderbare Weihnachtstage mit Euren Lieben!

Ozôni – Japanische Neujahrssuppe

ozoni

Ein Stilbruch in doppelter Hinsicht: wie der Name schon sagt, wird die Suppe eigentlich an Neujahr gegessen. Und dann wird sie auch mit Mochi, den japanischen Küchlein aus süßem Klebreis gemacht. Ich habe dünne, chinesische Reiskuchenplatten verwendet; die mussten nämlich weg…..

Mochi essen wir gerne; wir mögen diese innen klebrigen Reiskuchen gerne einfach mit etwas Sojasauce. Nun habe ich vor langer Zeit im Asiashop Reiskuchen mitgenommen, aber die chineische Variante – das sind dünne, lange Platten. Was tun damit? Irgendwann müssen sie ja weg….Diese Suppe stand schon lange auf meiner Liste. Ich habe erst mal probiert, ob man die Reiskuchen durch Braten genießbar machen kann. Als das funktioniert hat, habe ich beschlossen, die japanische Suppe mit den chinesischen Reiskuchen zu kochen.

Natürlich könnt Ihr auch die Original-Mochi nehmen. Die legt Ihr dann unter den Backofen-Grill, bis sie sich aufblähen.

Grundlage der Suppe ist Dashi; die japanische Grundbrühe. Man kann sie recht schnell selber machen. Zur Not findet man in Asia-Shops auch Instant-Dashi, wobei sich das lesen der Zutatenliste lohnt. Manche enthalten Glutatamat.

Ihr ahnt es ja…..die Reiskuchen mußten weg. Also ab mit dem Beitrag zu meinem Event im Kochtopf 🙂

Für 4 Personen:

Für die Dashi:

  • 10 gr. Kombu (Zuckerriementang)
  • 1 l Wasser
  • 30 gr. getrocknete Bonitoflocken

Für die Suppe

  • 800 ml Dashi
  • 4 große getrocknete Shiitake
  • 1 Hühnchenkeule
  • 1 Karotte
  • 50 gr. Spinat
  • 2 EL Sake
  • 100 gr. Garnelen
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Sojasauce
  • 1 Platte chinesische Reiskuchen
  • einige Tropfen Öl zum Braten

Zuerst die Dashi vorbereiten: Den Kombu in einen Topf geben und im Wasser 30 min einweichen. Dann die Mischung langsam erhitzen. Ganz kurz, bevor das Wasser zu kochen anfängt, den Kombu herausnehmen. Wenn er zu lange im Wasser bleibt, wird die Dashi bitter. Die Bonitoflocken einrühren und das Ganze stehen lassen, bis sie sich auf dem Boden absetzen. Dann durch ein mit einem Tuch ausgelegtes Sieb abgießen.

Für die Suppe die Shiitake mit kaltem Wasser bedecken und 1 h einweichen. Den Hühnerschenkel häuten, das Fleisch auslösen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Karotte schälen und in Scheiben schneiden. Den Spinat in kochendem Salzwasser kurz blanchieren, die Flüssigkeit ausdrücken und die Blätter in grobe Stücke schneiden.

Die Platte Reiskuchen in Stücke schneiden. Etwas Öl in einer Pfanne (beschichtet ist empfehlenswert) erhitzen. Die Reiskuchenstücke hineinlegen und von beiden Seiten einige Minuten braten. Darauf achten, dass die Stücke sich nicht berühren, sie kleben sonst zusammen. Die Küchlein werfen an der Oberfläche Blasen und blähen sich ein wenig auf. Dann beiseitestellen.

Die Shiitake abgießen; dabei 100 ml Einweichflüssigkeit aufbewahren. Die harten Stiele entfernen, die Köpfe jeweils vierteln.

Dashi und das Einweichwasser der Pilze in einem Topf zum Kochen bringen. Hühnchenfleisch, Pilze und Karotte hineingeben und garkochen. Kurz, bevor alles fertig ist, die Garnelen zugeben. Mit Salz und Sojasauce abschmecken, den Spinat ebenfalls zugeben.

Zum Anrichten Suppe in Schälchen schöpfen; dabei darauf achten, dass die festen Bestandteile gleichmäßig verteilt werden. Jeweils einige Stücke Reiskuchen mit in die Schälchen geben.

Rezept adaptiert aus: Kaori Endo, Echt  japanisch kochen*

Dreikönigskuchen

P1050653

So ein Dreikönigskuchen ist ja nicht gerade eine urdeutsche Tradition, sondern wird tradtionell in Frankreich, Spanien in England und der Schweiz gebacken. Dort gibt es regional verschiedene Varianten aus Blätterteig oder Hefeteig.  Die Blätterteig-Variante spukt mir schon länger im Kopf herum. Und das nicht nur wegen des Spaßfaktors  – wer die in der Füllung versteckte Bohne findet, ist König für einen Tag – sondern auch, weil mich die Kombination von blättrigem Teig mit üppiger Mandelcreme schon reizt. Das Rezept gibt es heute, damit Ihr für morgen die Chance zum Nachbacken habt 🙂

Das Originalrezept von Stéphane Reynaud* verwendet fertigen Blätterteig aus der Kühltheke – brauchen wir nicht! Wir nehmen den Topfenblätterteig der Küchenschabe – der ist kinderleicht herzustellen und schmeckt unschlagbar gut.

Die Bohne wurde noch nicht gefunden….wenn Ihr mir bitte die Daumen drücken könntet… 😉

Für den Teig:

  • 250 gr. Magerquark
  • 250 gr. Butter
  • 250 gr. Mehl

Für die Füllung:

  • 100 gr. gemahlene Mandeln
  • 100 gr. Zucker
  • 100 gr. Butter
  • 2 Eier und 1 Eigelb
  • etwas Bittermandelextrakt
  • 1 El Puderzucker
  • 1 getrocknete Bohne

Zunächst für den Blätterteig alles Zutaten zu einem Teig verkneten. Dann ausrollen und zusammenfalten. Diesen Vorgang noch zwei bis dreimal wiederholen, dann den Teig in Frischhaltefolie packen und ca 1 h im Kühlschrank ruhen lassen.

Inzwischen für die Füllung die Butter zerlassen. Mandeln, Zucker, Butter und 2 Eier gründlich vermischen und ein paar Tropfen Bittermandelextrakt einarbeiten.

Den Boden einer Springform (28cm) mit Backpapier auslegen; die Ränder fetten. Den Blätterteig in 2 Teile teilen und jeweils zu einem Kreis ausrollen. Einen Boden in die Springform legen und die Füllung mittig darauf verteilen. Die Bohne in die Füllung stecken. Den Teigrand mit etwas Wasser bestreichen. Den zweiten Teigboden auflegen und die Ränder zum Versiegeln fest zusammendrücken.

Mit einem scharfen Messer oder einem Cutter in den Teigdeckel eine dekorative Rosette ritzen, dann den Teigdeckel mit Eigelb einpinseln. Den Kuchen 30 min im Kühlschrank ruhen lassen.

Inzwischen den Ofen auf 180°C vorheizen. Den Kuchen einschieben und 20 min backen. Dann herausnehmen, mit Puderzucker bestäuben und weitere 5 min backen.

Elisenlebkuchen

elisenlebkuchen

Es geht los. Heute ist schon der erste Advent. Ich wünsche Euch einen wunderschönen, gemütlichen Einstieg in die Vorweihnachtszeit im Kreise Eurer Lieben.

Und ich nehme den Tag zum Anlaß, um Euch mit dem vermutlich einzigen Plätzchenrezept zu behelligen, das Ihr in dieser Saison hier finden werdet – meine Standard-Elisenlebkuchen.

Jahrelang hat meine Schwiegermutter versucht, uns eine Freude zu machen, indem sie zur Weihnachtszeit große Kisten mit Lebkuchen von berühmten Nürnberger Herstellern zu uns schickte. Es hat lange gedauert, bis wir sie davon überzeugen konnten, ihren Geldbeutel zu schonen. Mein Mann mag keine Lebkuchen und ich konnte mit der  Fabrikware nicht anfangen, weil überall Haselnüsse drin sind. Und Haselnüsse kann ich wirklich nicht essen.

Lebkuchen mag ich aber – also backe ich sie selbst. Und wisst Ihr was: Lebkuchen zu kaufen, ist wirklich komplett unnötig, denn sie sind unglaublich schnell und einfach selbst gemacht. Es ist eine gute Idee, sie einige Zeit im voraus zu backen, denn sie schmecken besser, wenn sie mindestens eine Woche ruhen durften.

Die Elisenlebkuchen sind wohl die berühmtesten Vetreter ihrer Zunft. Angeblich soll ein Lebkuchenbäcker sie zum Gedenken an seine verstorbene Tochter Elise gebacken haben. Das Rezept, das ich verwende, sieht eine Mischung aus Mandeln und Haselnüssen vor – ich nehme nur Mandeln. Mehl kommt keines hinein – so sind die Lebkuchen besonders saftig.

Für ca. 25 Lebkuchen:

  • 125 gr. Orangeat
  • 150 gr. Zitronat
  • 4 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 140 gr. Puderzucker
  • 350 gr. Mandelkerne, ungeschält, gemahlen
  • 2 TL Lebkuchengewürz
  • abgeriebene Schale von 1 Zitrone
  • ca. 25 Backoblaten mit 7 cm Durchmesser
  • 200 gr. Schokoguss

Zitronat und Orangeat ganz fein zerkleinern; ich nehme dafür den Blitzhacker, der bei meinem Pürierstab dabei war. Mit dem gleichen Gerät pulverisiere ich auch die Mandeln; das ist mir lieber, als die vorgemahlene Ware zu kaufen.

Mit dem Handrührgerät Eier und Puderzucker mit einer Prise Salz zu einer dicken Creme aufschlagen. Anschließend Mandeln, Zitronat, Orangeat, Lebkuchengewürz und Zitronenschale einarbeiten. Die Masse 30 min ruhen lassen.

Dann die Masse auf die Oblaten streichen und alles auf zwei Backbleche legen. Die Lebkuchen werden nacheinander mit Ober- und Unterhitze gebacken; bei Umluft werden sie zu trocken.

Das erste Blech in den kalten Ofen schieben, auf 160°C stellen und die Lebkuchen ca. 30 min backen. Dann herausnehmen, das zweite Blech einschieben und diesmal nur 20 min backen.

Lebkuchen auskühlen lassen, dann mit Schokoguss überziehen.

Rezept adaptiert aus: Barbara Rias-Bucher; Bayrische Küche im Jahreslauf*

Hot Cross Buns

hot cross buns

Karfreitag! Zeit, sich Hot Cross Buns zum Frühstück zu gönnen. Auch wenn ich keine Britin bin, diese Sitte übernehme ich gerne. Tatsächlich sind die weichen, leicht süßen Brötchen mit den Rosinen und der feinen Gewürznote ein typisches Karfreitagsgebäck. Allerdings finde ich, man könnte sie durchaus öfter essen als nur einmal im Jahr. Für mich haben sie schon etwas von Kuchen; so dass ich sie auch ohne Belag gerne esse. Die Brötchen schmecken frisch am besten, aber getoastet sind sie am nächsten Tag auch noch fein.

Ich lasse den Teig gerne über Nacht kühl gehen. Zum einen sorgt das für einen tieferen Geschmack, und zum anderen muss ich nicht mitten in der Nacht aufstehen, um morgens frische Buns zum Frühstück genießen zu können. Mit der doppelten Menge an Hefe könnt Ihr die Gehzeit  aber auf eine Stunde verkürzen.

Ich wünsche Euch schöne Osterfeiertage im Kreise Eurer Lieben!

Für 8 Brötchen:

  • 200 gr. Weizenvollkornmehl
  • 300 gr. Weizenmehl 550
  • 125 ml lauwarmes Wasser
  • 125 ml lauwarme Milch
  • 5 gr. frische Hefe oder 1/2 TL Trockenhefe
  • 50 gr. Zucker
  • 1 Ei
  • 50 gr. Butter
  • 100 gr. Rosinen
  • fein abgeriebene Schale einer Orange
  • je 1/4 TL gemahlener Zimt, Muskatnuss und Piment

Für das Kreuz:

  • 50 gr. Mehl 550
  • 7 EL Wasser

Zum Fertigstellen:

  • 1 EL helle Marmelade ohne Stückchen (ich habe Rosengelee genommen)
  • 1 El Wasser

Mehlsorten, Zucker und Salz in eine Schüssel geben. Wasser und Milch in einen Messbecher geben und die Hefe darin auflösen. Die Hefelösung zusammen mit Butter und Ei zum Mehl geben und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Zuletzt die Rosinen und die Gewürze einarbeiten. Der Teig wird relativ klebrig sein. Die Schüssel bedecken (am besten eignet sich eine Teigschüssel mit passendem Deckel), kühl stellen und über Nacht ruhen lassen.

Am Morgen den gegangenen Teig zusammendrücken und in 8 gleich große Teile teilen. Jedes Teil rundschleifen und leicht mit Mehl bestäuben. Auf mit Backpapier belegtes Blech legen, mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und nochmals 1h ruhen lassen.

Den Backofen auf 200°C vorheizen.

Für die Kreuze Mehl und Wasser mit dem Schneebesen zu einer glatten Masse verrühren und dann in einen kleinen Gefrierbeutel oder in einen Spritzbeutel geben. Vom Gefrierbeutel eine kleine Ecke abschneiden. Auf jedes Brötchen ein Kreuz spritzen und die Hot Cross Buns dann im heißen Ofen in ca. 15-20 min backen.

Zum Fertigstellen die Marmelade mit dem Wasser in einem kleinen Topf erwärmen und die heißen Brötchen damit glasieren. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Rezept adaptiert aus: The River Cottage Bread Handbook*

Vorschlag für’s Silvesterbuffett: Falafel

falafelFritieren gehört nicht gerade zu meine Lieblingsbeschäftigungen. Da ich aber eine Schwäche für Falafel habe, mußte ich wohl mal wieder ran an einen Topf mit heißem Öl. Diesmal wollte ich die Falafel nach Ottolenghis Rezept aus “Jerusalem”* zubereiten. Ehrlich gesagt, waren meine Erwartungen nicht all zu hoch. Ich meine, ich kenne Falafel. Ich habe sie schon oft gemacht, und schlecht waren sie niemals nicht 🙂 . Diesmal wurden meine Erwartungen allerdings übertroffen. Diese Falafel waren gedacht für ein Fest mit unseren Nachbarn, aber beinahe wären sie bis dahin nicht gekommen, so sehr war ich am Probieren. Ein Knüller! Was ich nicht verputzt habe, mußte ich vor meinem Sohn retten. Und die Erfolgsgeschichte ging weiter – meine Nachbarn haben, wie geplant 😉 , alles andere links liegen lassen und drängelten sich um die Kichererbsenbällchen. Wenn Ihr also noch ein Mitbringsel für ein Sylvesterbuffet braucht – hier ist es. Aber macht besser die doppelte Menge. Das nämlich werde ich morgen tun.

Als Fingerfood schmecken die Falafel mit einem einfachen Tahini-Dip. Ich könnte mir aber  gut vorstellen, das Ganze mit etwas Salat und Sauce in ein Fladenbrot zu stopfen und sonst überhaupt nix anderes mehr zu essen.

Ich wünsche Euch einen fröhlichen Sylvesterabend und ein wunderschönes, glückliches und gesundes 2013!

  • 250 gr. getrocknete Kichererbsen
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 kleine Zwiebel
  • einige Blättchen Petersilie und Koriander
  • 1/4 TL Cayennepfeffer
  • 1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1/2 TL gemahlener Koriander
  • 1/4 TL gemahlener Kardamom
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 1/2 EL Mehl
  • Salz
  • Sesamsaat zum Wälzen
  • ca. 750 ml Sonnenblumenöl zum Fritieren

Für den Dip:

  • 150 gr. Tahin
  • 120 ml Wasser
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 Zehe Knoblauch, gerieben oder zerdrückt
  • Salz nach Geschmack

Zunächst die Kichererbsen über Nacht in reichlich Wasser einweichen.

Am nächsten Tag die Kicherebsenn abgießen. Zwiebel, Knoblauch und Kräuter grob hacken und alles zusammen mit den Kichererbsen in einen Mixer geben. Mixen, bis alles fein gehackt ist. Je nach Kapazität des Mixers ist es eine gute Idee, portionsweise vorzugehen.

Wenn die Masse zusammenhält, Gewürze, 3/4 TL Salz, Mehl, Backpulver und  3 EL Wasser zugeben und alles nochmal kurz durchmixen.

Die Masse mindestens 1 h kühl stellen, damit sie durchzieht und etwas fester wird.

Inzwischen für den Dip zunächst das Tahin im Glas gründlich durchrühren. Dann die Paste in eine Schüssel geben,  mit den restlichen Zutaten gründlich vermischenund mit Salz abschmecken. Die Sauce hat die Tendenz, einzudicken, also nötigenfalls noch etwas zusätzliches Wasser einrühren.

Wenn die Falafel fritiert werden sollen, mit nassen Händen je ca. 1 El der Masse zu einem Bällchen formen. Dabei ruhig etwas zusammendrücken, damit alles zusammenhält.

In einem großen Topf reichlich Öl zum Fritieren erhitzen. Die Bällchen mit etwas Sesam bestreuen und portionsweise im heißen Öl je ca. 4 min knusprig fritieren. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit dem Dip servieren.

Muffins für den Weihnachtsmorgen

weihnachtsmuffinsMan kann schon von einer Tradition reden: Am 24. 12. gibt es bei uns zum Frühstück diese Muffins. Beim Backen zieht der Duft nach Zimt, Muskat und Mandarinen durchs Haus und sorgt für weihnachtliche Vorfreude und gute Stimmung. Das Rezept ist, wie könnte es anders sein, aus Nigella Lawsons Weihnachtskochbuch*.

Normalerweise backe ich die Muffins am Morgen des 24. Dezember. Für Euch habe ich vorgearbeitet 😉  Man kann die Muffins dann zum Essen einfach ein paar MIntuen bei 180°C im Ofen wieder aufwärmen.

Ich wünsche Euch allen wunderschöne, friedliche Weihnachtstage! Genießt die ruhige Zeit und das Zusammensein mit Familie und Freunden.

Für 12 Muffins:

  • 250 gr. Mehl
  • 2 1/2 TL Backpulver
  • 100 gr. Zucker
  • 1 TL Zimt
  • eine schöne Dosis frisch geriebene Muskatnuss
  • 2 Mandarinen (bio, wir brauchen auch die Schale)
  • ca. 125 ml Milch
  • 75 ml Pflanzenöl
  • 1 Ei
  • 175 gr. getrocknete Cranberries
  • Rohrohrzucker zum Bestreuen

Backofen auf 200 °C vorheizen. Muffinförmchen buttern oder mit Papierförmchen auslegen. Oder man nimmt Silikonförmchen.

Mehl, Backpulver, Zucker, Zimt und Muskat in eine Rührschüssel geben. Die Schale einer Mandarine abreiben und zu den trockenen Zutaten geben.

Jetzt aus den Mandarinen den Saft auspressen und in einen Messbecher geben. Milch dazugießen, bis man auf 200 ml kommt. Pflanzenöl und Ei dazu geben, und kurz mit einer Gabel durchrühren.

Die flüssigen Zutaten zu den trockenen geben und nur kurz durchmischen; der Teig darf ruhig noch klumpig sein. Getrocknete Cranberries unterheben. Teig in die Muffinförmchen löffeln. Muffins mit braunem Zucker bestreuen. In den Ofen geben und ca. 20 min backen.