Okonomiyaki mit Schwarzkohl

okonomiyaki

Von den Cale Chips war noch Schwarzkohl übrig. Den habe ich in Streifen geschnitten, kurz blanchiert und in die Tiefkühle verfrachtet. Nach einem Tipp vom boulangeriechen hatte ich eigentlich Ribollita im Hinterkopf.

Und dann bekam ich Lust auf Okonomiyaki. Im Grunde ist das ein klassisches japanisches Streetfood aus Osaka – sagt meine Freundin aus Osaka, die es wissen muss. Die Grundmasse besteht aus fein gehobeltem Weisskohl, Mehl und Eiern. Der daraus hergestellte Fladen wird auf einer heißen Eisenplatte ausgebacken; die Gäste können ein Topping nach ihrer Wahl hinzufügen. Wohl deswegen sind Okonomiyaki auch als “japanische Pizza” bekannt. Wir haben sie früher auch immer gerne als Ökonomiyaki bezeichnet, weil die Grundzutaten so billig sind. Beim Topping ist hingegen alles nach oben offen 😉

Meine Variante mit blanchiertem Schwarzkohl statt rohem Weißkohl ist also nicht gerade der Klassiker – aber dennoch fein. Und wer keinen Schwarzkohl hat, nimmt eben Weißkohl und bekommt Original-Okonomiyaki 🙂

Und dann muss ich mal schauen gehen, ob ich für die Ribollita noch einen Bund Schwarzkohl auftreiben kann…

Meine Gelüste kommen ja gerade recht zum Veggie-Tag….dahin schicke ich das Rezept.

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Als Snack für vier:

Für die Okonomiyaki:

  • 20 gr. getrocknete Shiitake
  • 150 gr. blanchierter Schwarzkohl, in feine Streifen geschnitten (oder die entsprechende Menge fein gehobelter, roher Weißkohl, oder Wirsing….)
  • 1 Schalotte, fein gehackt
  • 2 Eier
  • 75 gr. Mehl
  • 1 EL Mirin
  • Salz
  • neutrales Pflanzenöl zum Braten

Für die Sauce:

  • 2 EL Tomatenketchup
  • 1 1/2 EL Sojasauce
  • 1/2 TL Dijonsenf
  • 1 EL Mirin

Für die Mayonnaise mit Wasabi:

  • 2 EL Mayonnaise (selbstgemacht oder gutes Fertigprodukt)
  • Wasabi nach Geschmack
  • 2 TL Wasser

Für die Garnitur:

  • 2 EL Sesamsaat
  • 1 Blatt Nori

Shiitake in einer Schüssel mit kochend heißem Wasser bedecken und 20-30 min quellen lassen. Dann in einem Sieb gründlich abtropfen lassen, Stiele entfernen und Hütchen in Scheiben schneiden.

Alle Saucenzutaten in einem Töpfchen zum Köcheln bringen, 3 sek. köcheln lassen, dann in eine kleine Servierschüssel füllen und beiseite stellen.

Die Zutaten für die Mayonnaise ebenfalls in einem Schüsselchen miteinander verrühren.

Dann für die Garnitur den Sesam in einer Pfanne ohne Fettzugabe goldbraun rösten. Das Noriblatt ebenfalls rösten. Das geht gut mit diesen kleinen Bunsenbrennerchen, die man auch zum Karamellisieren nimmt. Bevor ich so einen hatte, habe ich die Blätter immer vor eine heiße Kochplatte des Ceranfeldes gehalten. Das geröstete Blatt in ein Schüsselchen krümeln und ebenfalls beiseite stellen.

Für die Okonomiyaki Pilze, Kohl und Schalotte in eine Schüssel geben, salzen, Mehl darüber geben, Eier und Mirin hinzufügen und alles sorgfältig vermischen.

Zum Braten etwas Öl in einer Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen. Die Kohlmischung hineingeben und zu einem Fladen formen; er wird wohl ca. 1 cm dick sein. Den Fladen ca 5 min braten; dann sollte die Unterseite goldbraun und knusprig sein. Während des Bratens den Fladen immer wieder mit einem Pfannenwwender zusammendrücken. Den Fladen auf einen Teller gleiten lassen. Nochmals etwas Öl in die Pfanne geben, den Fladen vom Teller wieder in die Pfanne stürzen (die gegarte Seite liegt jetzt oben) und nochmals 5 min von der anderen Seite braten.

Zum Anrichten den Okonomiyaki auf einen Teller gleiten lassen, die Saucen darauf verteilen, Sesam und Nori darüberstreuen.  Okonomiyaki in Stücke teilen und servieren.

Rezept adaptiert aus: Celia Brooks Brown, Vegetarisch kochen – die besten Rezepte aus aller Welt*

Buchweizenspätzle mit Rosenkohl und Spinat

buchweizenspätzle mit rosenkohl und spinat

Es ist schon einige Zeit her, da gab es hier bei Melanie eine Rezension des Buches “Herbst, Winter, Gemüse”* Das Buch steht auch in meinem Regal. Immer wieder habe ich es hervorgeholt, geblättert, aber kein Rezept stupste mich an und rief: “Koch mich!”. Es war wohl noch zu früh im Winter, ich hatte einfach noch keine rechte Lust auf die traditionellen, erdigen Wintergemüse. Aber jetzt, jetzt ist es mir Winter genug, und wenn ich nun durch das Buch blättere, dann finde ich viele Dinge, die ich kochen möchte.

Zum Beispiel dieser Auflauf hier: Spätzle aus Buchweizenmehl, kombiniert mit Rosenkohl und Spinat, überbacken mit würzigem Bergkäse. Im Original wird Grünkohl verwendet, aber ich wohne nicht in einer Grünkohl-Gegend und habe deshalb zu Spinat gegriffen.

Das Gericht hat mich beim ersten Lesen etwas an die Pizzoccheri aus dem Veltlin erinnert. Ich liebe diese deftige Kombination von relativ dicken Buchweizennudeln mit Kartoffeln, Kohl und Käse. Aber auch diese Abwandlung hier mit Spätzle und ohne Kartoffeln hat mir gefallen.

Und weil heute Donnerstag ist, wandert das Essen flugs zum Veggie-Day

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Für 4 Personen:

  • 100 gr. Weizenmehl
  • 200 gr. Buchweizenmehl
  • 3 Eier
  • 250 gr. Rosenkohl
  • 250 gr. Spinat
  • 1 große Zwiebel
  • etwas Butter
  • 200 gr. Bergkäse
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Zuerst für die Spätzle die beiden Mehlsorten zusammen mit einem gehäuften TL Salz in eine Schüssel geben. Mit Eiern und ca. 150 ml Wasser zu einem zähflüssigen Teig verrühren. Den Teig bei Raumtemperatur mindestens 30 min ruhen lassen; länger schadet auch nicht.

In der Zwischenzeit den Rosenkohl von allen welken Blättern befreien, den Strunk abschneiden und die Röschen vierteln. Vom Spinat die groben Stiele abknipsen. In einem großen Topf Salzwasser aufkochen und den Rosenkohl darin in ca. 4 min bissfest kochen. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und dann den Spinat kurz blanchieren. Abgießen, abtropfen lassen und die Flüssigkeit gut ausdrücken.

Zwiebel schälen, vierteln und in Scheibchen schneiden. Etwas Butter in einer Pfanne schmelzen und die Zwiebel darin in ca. 10 min bei schwacher Hitze andünsten, bis sie etwas gebräunt ist. Inzwischen den Käse grob reiben.

Den Backofen auf 220°C vorheizen.

In einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Den Spätzleteig portionsweise mit einem Spätzlehobel in das kochende Wasser hobeln. Ich benutze dazu so eine Art Spätzlesieb und bin damit recht zufrieden. Wer dazu fähig ist, kann die Spätzle natürlich auch vom Brett schaben…ich arbeite dran 😉 . Spätzle jeweils einmal kurz aufkochen lassen, dann mit dem Schaumlöffel herausnehmen und abtropfen lassen.

Eine Auflaufform (ich habe 4 kleine Portionsförmchen genommen) mit Butter ausstreichen. Spätzle mit Kohl, Spinat, Zwiebeln und Käse mischen. Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken, in die Form geben und in ca 1 min überbacken, bis die Oberfläche schön gebräunt ist.

Rezepte von Haya Molcho: Zucchini-Kebaps und Mejadra mit Grünkern

zucchini-kebap und mejadra

Nach der Rezension kommen natürlich auch Rezepte….

Bei der derzeitigen Zucchini-Schwemme, die sich auch auf meine Gemüse-Kiste ausgewirkt hat, mussten natürlich die Zucchini-Kebaps in die Pfanne. Haya Molcho macht sie für ihren Mann, der Vegetarier ist, wenn andere Kebaps mit Fleisch essen. Uns haben diese Kebaps begeistert, sie schmecken herrlich. Das Rezept ist von den Mengenangaben her großzügig bemessen, womöglich reicht Euch auch die Hälfte. Uns ist theoretisch etwas übrig geblieben; allerdings hat das eine zufällige vorbeikommende Freundin voller Begeisterung mitgenommen. Wir waren also nicht die einzigen, denen diese Küchlein geschmeckt haben.

Mejadra ist ein Dauerbrenner in unserer Küche. Diese im Grunde überaus einfache Kombination aus Reis und Linsen, garniert mit gerösteten Zwiebeln, ist einfach Wohlfühlessen pur und kommt oft auf den Tisch; mal als Beilage, mal als Hauptsache. Hier wurde der Reis durch Grünkern ersetzt; und da ich den Geschmack von Grünkern liebe, musste ich das Rezept natürlich gleich testen.

Zucchini-Kebaps (6 Portionen)

  • 8 große Zucchini
  • 150 gr. feiner Bulgur (ich hatte nur groben, habe Coucous genommen)
  • 1 Zwiebel
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 100 gr. Parmesan, gerieben
  • 100 gr. Feta, gerieben
  • 100 gr. Mandeln, geschält, geröstet und gehackt
  • 100 gr. Minze, die Blätter, gehackt
  • 100 gr. Petersilie, die Blätter, gehackt
  • 2 Eier
  • 80 gr. Semmelbrösel
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Olivenöl zum Braten

Die Zucchini waschen, putzen und grob raffeln. In ein Sieb geben und einige Zeit abtropfen lassen.

Bulgur oder Couscous in lauwarmem Wasser einweichen, danach das überschüssige Wasser abgießen.

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken.

In einer großen Schüssel Zucchini, Bulgur oder Couscous, Käsesorten, Zwiebeln, Knoblauch und Kräuter vermischen. Eier und Semmelbrösel zugeben, alles mit Salz und Pfeffer abschmecken und zu einem Teig verarbeiten. 30 min im Kühlschrank ruhen lassen.

Zum Braten aus dem Teig kleine Frikadellen formen. Oilvenöl in einer Pfanne erhitzen und die Kebaps von beiden Seiten goldbraun ausbacken.

Mejadra mit Grünkern (4 Portionen)

  • 250 gr. Grünkern
  • 2 große Zwiebeln
  • 250 gr. Linsen (ich hatte Berglinsen)
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Tl gemahlener Kreuzkümmel
  • 1/2 TL Baharat
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • zum Servieren:
  • 125 gr. griechischer oder türkischer Joghurt
  • 250 gr. rote Bete, gekocht und gewürfelt

Zunächst den Grünkern mindestens 2 h in Wasser einweichen (ich: 8 h)

Eine Zwiebel halbieren. In einem großen Topf Wasser erhitzen, Zwiebel und Linsen hineingeben und alles 15 min kochen lassen. Abgießen und die Zwiebel verwerfen.

Restliche Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und die Zwiebelringe bei schwacher Hitze goldbraun braten. Im Rezept stehen 7 min; ich finde, das dauert länger. Zwiebeln mit Kreuzkümmel, Baharat, Salz und Pfeffer würzen.

Nun den Grünkern abgießen. Mit den Linsen in einen Topf geben, 300 ml Wasser angießen, alles zum Kochen bringen und in ca. 15 min garkochen. Ich finde, dass etwas Salz und Pfeffer gegen Ende der Kochzeit nicht schaden können, im Rezept werden nur die Zwiebelringe gewürzt.

Zum Servieren die Grünkern-Linsen-Mischung mit den Zwiebelringen anrichten und mit Joghurt und Rote-Bete-Würfeln servieren.

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Und weil heute Donnerstag ist, kommen die Rezepte gleich noch beim Veggie-Day vorbei.

Börek mit Mangold und Feta

mangold-feta-börek

Hier kommt das dritte Rezept aus Silvena Rowes “Orient Express*”.

Dieses Börek ist Fastfoood vom Feinsten. Es ist wirklich schnell gemacht und schmeckt wunderbar. Wenn man es abkühlen lässt und in Stücke schneidet, kann man es auch gut zum Picknick mitnehmen.

Vom Rezept bin ich diesmal allerdings ziemlich abgewichen: Silvena Rowe benutzt als Gemüse wilde Brunnenkresse und wilden Rucola. Ich habe Mangold verwendet; der war gerade da. Sicherlich war mein Börek dadurch etwas milder im Geschmack. Zudem habe ich eine Packung Strudelteig benutzt; das waren 10 Blätter. Im Original werden 20 Blätter gestapelt. Bestreut habe ich das Börek mit der Dukka, die ich aus diesem Rezept noch übrig hatte; ursprünglich wird Schwarzkümmel verwendet.

Hier also ist meine Version:

  • 500 gr. Mangold
  • 2 EL Olivenöl
  • 200 gr. Feta
  • Schwarzer und roter Pfeffer aus der Mühle
  • Salz
  • 2 Eier
  • 250 ml Milch
  • 6 El Butter, geschmolzen
  • 10 Blätter Strudel- oder Filoteig
  • Dukka zum Bestreuen

Den Backofen auf 200°C vorheizen.

Vom Mangold zunächst die Stiele atrennen und hacken, danach die Blätter ebenfalls hacken. Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und zunächst die Mangoldstiele 5 min braten, dann die Blätter zugeben und mitbraten, bis sie zusammengefallen sind. Etwas abkühlen lassen. Wenn noch Flüssigkeit da ist, diese ausdrücken. Dann in eine Schüssel geben, den Feta darüberbröseln, alles mit Hilfe einer Gabel vermischen. Mit den beiden Pfeffersorten abschmecken, nötigenfalls noch nachsalzen.

Die Eier in einem Schüsselchen mit Milch und flüssiger Butter verschlagen.

Ein Backblech mit einem Bogen Backpapier auslegen.

Ein Blatt Strudelteig darauflegen und großzügig mit der Milchmischung bepinseln. Ein weiteres Blatt darauflegen und ebensfalls bepinseln. So weitermachen, bis man 5 Blätter gestapelt hat. Dann die Füllung auf dem Teig verteilen. Weiter mit den restlichen Teigblättern belegen, bis alle aufgebraucht sind. Auch das letzte Teigblatt mit der Milchmischung bepinseln, dann mit der Dukka bestreuen.

Im heißen Ofen in ca. 30 min knusprig backen. Dann etwas abkühlen lassen, in Stücke schneiden (das geht gut mit einem Pizzaschneider) und servieren.

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Das Rezept passt wunderbar zum Veggie-Day und wandert dahin.

Und bevor Mißverständnisse aufkommen: Orient Express ist kein vegetarisches Kochbuch…..aber die Veggie-Rezepte haben mich am meisten angesprochen.

Hähnchen Kong-Pao – vegetarisch

vegetarisches kong pao chicken

Es ist nun schon länger her, da gab es bei Claudia von Food with a View Mock Duck. Und die Kochpoetin Eva kredenzte uns vegetarische Peking-Ente. Beides habe ich mit Interesse gelesen und in der imaginären “Das-musst-Du-mal-probieren-Liste” abgespeichert. Nun, wie das so ist, auf der Liste wohnt noch einiges andere, und so habe diese Dinge erst mal vergessen. Bis ich in der Kochbuchabteilung der Bücherei stöberte und auf das Buch “Die Chinesische Tempelküche” stieß. Moment? Hatte nicht seinerzeit Eva ihr Rezept aus diesem Buch? Das Buch wanderte zu mir. Und da praktischerweise mein liebster Asia-Shop gleich gegenüber der Bücherei liegt, wanderten auch noch je eine Dose “Mock Duck” und “Mock Chicken” in meinen Rucksack.

Zuhause inspizierte ich erst mal mißtrauisch die Zutatenliste. Der Inhalt der Dosen entpuppte sich als harmloser Seitan, in Sojasauce mariniert und in Hühnchenform gepresst. Die optische Nachahmung ist verblüffend 🙂 Das Essen hat allen geschmeckt…..und Mann und Sohn haben sehr stark gerätselt, was für eine Art Hühnchen das denn nun gewesen sein könnte 😉

Ich fand das einen netten Versuch. Ich bin zwar keine Vegetarierin, aber furchtbar neugierig, und so wandeln ab und zu Fleischersatzprodukte in meine Kochtöpfe (Unvergessen die Tofu-Weißwurst. Ich bin dafür, die Hersteller wegzusperren 😉 ). Nach dem Hühnchen nun muss ich sagen: das war in Ordnung. Und ich habe ja noch die “Ente” im Vorratskeller….

  • 1 Dose vegetarisches Hühnerfleisch (Mock Chicken; Asia-Shop)
  • 1 Mini-Gurke (oder 1/2 normale Salatgurke)
  • 1 kleine Karotte
  • 100 gr. Cashew-Nüsse (Original: Erdnüsse)
  • neutrales Öl zum Fritieren

Für die Sauce:

  • 1 EL Wasser
  • 4 EL Sojasauce
  • 1 kräfige Prise Zucker
  • 1 TL dunkler Reisessig

zum Braten:

  • 2 EL neutrales Öl
  • 3-6 getrocknete Chilies (je nach Konstitution)
  • 1 TL Sambal-Olek-Flüssigkeit (das, was sich oben im Glas absetzt)
  • 10 Körner Sichuan-Pfeffer, gemörsert
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 kleines Stück Ingwer
  • 1 Frühlingszwiebel
  • Salz, geröstetes Sesamöl

“Hühnchen” aus der Dose befreien und abtropfen lassen.

Gurke längs halbieren, die Kerne mit einem Löffel herausholen und die Gurke in Stifte schneiden. Karotte schälen und ebenfalls in Stifte schneiden.

Gurke, Karotte und Cashewnüsse jeweils getrennt in kochenden Salzwasser kurz blanchieren. Anschließend etwas Öl im Wok erhitzen und die Cashewnüsse bei mittlerer Temperatur knusprig fritieren; dann auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Die Zutaten für die Sauce gründlich verrühren.

Ingwer und Knoblauch schälen und fein hacken. Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden.

Das Öl im Wok bei mittlerer Temperatur erhitzen. Die Chilies darin braten, bis sie etwas dunkler werden und anfangen, zu duften. Dann die Sambal-Olek-Flüssigkeit, den Sichuan-Pfeffer, Ingwer, Knoblauch und  Frühlingszwiebel zugeben und alles kurz durchrühren. Karotte und Gurke zugeben, rühren, dann die Hähnchenstücke einrühren und mit der Sauce aufgießen. Alles kurz köcheln lassen, Cashewnüsse zugeben, von Herd ziehen und noch heiß servieren.

Das falsche Hühnchen passt doch ganz genau zum Veggie-Day, oder?

Rezept adaptiert aus: Martina Hasse, Die Chinesische Tempelküche*

Spargel-Crumble

Spargel-Crumble

Schnellschnell, bevor die Saison vorbei ist….

Ich gestehe, wir sind notorische Frankreich-Urlauber. Dieses Jahr nicht, da ist uns was schiefgegangen. Dazu ein andermal. 😉 Aber wenn wir nach Frankreich fahren, schleppe ich nicht nur einen Berg Lebensmittel mit nach Hause, sondern auch einen Haufen Kochzeitschriften. Im Laufe der Jahre habe ich festgestellt, dass in Frankreich Dinge en vogue sind, die man bei uns so nicht kennt: ich meine damit nicht Boeuf Bourgignon, sondern zum Beispiel Rezepte wie herzhafte Rührkuchen. Oder Crumbles mit Gemüse.

So wie dieser hier, bei dem Spargel mit herzhaften Streuseln aus Käse und Mandeln überbacken wird. Schließlich muss die Spargelsaison gnadenlos ausgenutzt werden. Ich hatte kurz überlegt, grünen Spargel zu nehmen, weil ich befürchtet hatte, dass die Streusel den zarten Geschmack des weißen Spargels übertünchen könnten, aber das Ganze hat gut gepasst.

Mit ganz einfachen Salzkartoffeln und einem Salat dazu läßt diese Mahlzeit keine Wünsche  übrig – deshalb: ab damit zum Veggie-Day!

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  • 600 gr. weißer Spargel
  • 70 gr. Mimolette-Käse; ersatzweise alter Gouda oder Cheddar, gerieben
  • 80 gr. Butter
  • 70 gr. Mehl
  • 120 gr. Mascarpone
  • 40 gr. gemahlene Mandeln
  • 2 Schalotten
  • Salz, Pfeffer

Zunächst für die Streusel Mandeln, 70 gr. Butter, Mehl, Käse und Mascarpone zu einer homogenen Masse verkneten. In Frischhaltefolie wickeln und im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Spargel schälen und die unteren Enden kappen. Den Rest in ca. 4 cm lange Stücke schneiden. Einen großen Topf mit Salzwasser erhitzen, wenn es kocht, den Spargel einlegen und ca. 5 min kochen lassen.

Inzwischen die Schalotten schälen und fein hacken und in der restlichen Butter glasig dünsten. Backofen auf 200°C vorheizen.

Den Spargel abgießen, gut abtropfen lassen, in eine gefettete Auflaufform geben, mit Salz und Pfeffer würzen  und mit den Schalotten mischen. Streusel-Masse darüber krümeln und alles im heißen Ofen in ca. 20 min überbacken.

Rezept adaptiert aus: Saveurs 3/2013

Ravioli mit Halloumi

ravioli mit halloumi

Griechische Rezepte hatte ich Euch versprochen. Nun, dieses hier kommt grade recht zum Veggie-Day.

Der zwischen den Zähnen quietschende Halloumi, der diese Ravioli füllt, hätte eigentlich schon vor einigen Wochen bei uns auf dem Grill landen sollen. Dazu ist es nicht gekommen. Und seitdem lag er im Kühlschrank. Nun hat er als Raviolifüllung seine Bestimmung gefunden – und da gefällt er mir fast noch besser als auf dem Grill. Der ohnehin schon minzige Käse kriegt außerdem druch eine Zusatzdosis Minze einen zusätzlichen Frischekick.

Ungewöhnlich ist, dass die Ravioli nicht einfach in Salzwasser gegart werden, sondern dass dafür Brühe verwendet wird. Auch das hat mir gut gefallen, macht es die Ravioli doch noch einen Tick aromatischer.

Update: Veggie-Day-Rezept…ursprüngliche hatte ich Hühnerbrühe als Garflüssigkeit angegeben. Melanie hat mich freundlich darauf aufmerksam gemacht, dass das nicht so schlau ist…also…die Ravioli werden in Brühe gegart. Gemüsebrühe ist eine prima Idee und macht die Teigtäschchen wunderbar aromatisch 🙂

Für den Teig:

  • 225 gr. Mehl (ich nehme 150 gr. Type 405 75 gr. Hartweizenmehl)
  • 1/4 TL Salz
  • 1 Ei
  • 2 EL Olivenöl

Für die Füllung:

  • 250 gr. Halloumi
  • 2 EL frische gehackte Minze
  • 2 Eier

Zum Fertigstellen:

  • 1,5  l Hühnerbrühe oder Gemüsebrühe
  • etwas geschmolzene Butter
  • gerieber Halloumi und gehackte Minze zum Bestreuen

Zunächst für den Nudelteig alle Zutaten zu einem elastischen Teig verkneten. Je nach größe des Eis müßt Ihr vielleicht noch etwas Wasser zugeben, damit der Teig nicht zu trocken wird. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 min bei Raumtemperatur ruhen lassen.

Für die Füllung den Käse fein reiben und die Eier verschlagen. Käse, Eier und Minze gut mischen. Wenn es ans Ravioli-Machen geht, den Teig in zwei bis drei Teile teilen. Nicht benötigte Teile wieder in Folie wickeln, damit nichts austrocknet. Teig mit der Nudelmaschine dünn ausrollen. Zum Ravioli-Machen nehme ich noch immer die praktischen Maultaschen-Former: kleine Kreise ausstechen, einen halben TL Füllung in die Mitte geben, Teig mittels des Formers zusammenklappen und zum Verschließen kräftig drücken. So weiter verfahren, bis Teig und Füllung aufgebraucht sind.

Zum Kochen die Hühnerbrühe in einem großen Topf zum Kochen bringen. Ravioli zugeben und al dente kochen. Ich habe nicht auf die Uhr geschaut – die Ravioli sind gar, wenn sie an der Oberfläche schwimmen. Fertige Ravioli mit einem Schaumlöffel aus dem Topf holen und gut abtropfen lassen.

Zum Anrichten die geschmolzene Butter unterheben die alles mit geriebenem Halloumi und zusätzlicher Minze bestreuen.

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Rezept adaptiert aus: Vefa Alexiadou, Vefa’s Kitchen