Blumenkohl-Curry-Crumble mit Kokos

Ich liebe ja Blumenkohl. Und das nicht nur in der klassischen Käsesauce. Wenn man den hippen (ist er das überhaupt noch?) Pizzaboden aus Blumenkohl mal ausnimmt, finde ich Blumenkohlrezepte immer erfreulich. So wie das hier.

Das mit dem “Crumble” im Rezepttitel ist diskutabel….es kommen halt geröstete Kokosflocken auf das Gericht. Aber wie auch immer man es nennt – es ist toll: Blumenkohl (ach? ), eine schöne Portion Gewürze, Kokosmilch, Linsen, Eier, alles in einer Pfanne gegart.

Das Rezept kommt von Dan Doherty, der mit seinem neuen Buch* einen ganz neuen Blickwinkel auf britische Traditionsgerichte präsentiert. Das Buch macht einen Höllenspaß – dieses hier ist bestimmt nicht das letzte Rezept, das ich Euch aus dem Buch vorstelle.

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Blumenkohl-Curry-Crumble

Blumenkohl, Curry, Kokosmilch und Knuspertopping

Portionen: 4 Portionen
Autor: magentratzerl
Zutaten
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Blumenkohl
  • je 1 EL Kreuzkümmelsaat, Koriandersaat und Currypulver
  • je 1 TL Kurkuma und Schwarzkümmel
  • 1 Zwiebel
  • 2,5 cm Ingwer
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 1 rote Chili
  • 150 g gegarte rote Linsen
  • 1 Dose Kokosmilch (400 ml)
  • 2 EL Kokosraspeln
  • 4 Eier hartgekocht
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • eine Handvoll Thai-Basilikum
Anleitung
  1. Blumenkohl in Röschen brechen. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Ingwer schälen und reiben. Chili hacken.
  2. Öl in einer Pfanne erhitzen und den Blumenkohl von allen Seiten anbräunen.

  3. Alle Gewürze ohne Fett in einer kleinen Pfanne anrösten, dann beiseite stellen und abkühlen lassen.

  4. Zwiebel zum Blumenkohl in die Pfanne geben und braten bis sie weich wird, aber keine Farbe annimmt. Dann Knoblauch, Ingwer und Chili zugeben und alles weitere 3 min braten. Die Gewürze einrühren und mitgaren, bis sie duften, dann Linsen und Kokosmilch zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen, dann bei milder Hitze 10 min köcheln lassen.
  5. Kokosflocken in einer Pfanne ohne Fett anrösten, beiseite stellen. Basilikum zupfen und grob hacken.

  6. Eier halbieren, zum Blumenkohl geben und erhitzen. Mit Basilikum und Kokosflocken bestreuen und servieren.

Riesenbohnen mit Feta aus dem Instant Pot

Bohnen sind ja ein klassisches Einsatzgebiet für den Schnellkochtopf und damit auch für den Instant Pot. Und das hier ist ein Bohnengericht, das uns besonders gut gefallen hat: die Bohnen werden vorgekocht und dann in einer Tomaten-Oregano-Sauce fertig gegart. Dazu noch etwas Feta, und fertig ist ein herzhaftes, und doch sommerliches Essen.

Im Original heißt das Rezept “Griechische Gigantes mit Feta”; entsprechend verwendet Coco Morante* auch die weißen Gigantes. Ich hatte noch bunte Riesenbohnen da und habe die verwendet, das ist nicht originalgetreu, schmeckt aber genauso gut.

Das Rezept ergibt eine ziemliche Menge; man kann es aber problemlos halbieren. Andererseits: Reste schmecken am nächsten Tag fast noch besser…

Natürlich kann man das Gericht auch in einem normalen Schnellkochtopf zubereiten; die Garzeit ist dann etwas kürzer, da der Druck höher ist als beim Instant Pot.

Riesenbohnen mit Feta aus dem Instant-Pot

Ein griechisches Bohnengericht - fast klassisch

Portionen: 8 Personen
Autor: magentratzerl
Zutaten
  • 600 g getrocknete Riesenbohnen
  • 2 l Wasser
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Zwiebel
  • 1 Stange Sellerie
  • 800 g stückige Tomaten aus der Dose
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • einige Stängel glatte Petersilie
  • 100 g Feta
Anleitung
  1. Die Bohnen mit Wasser und 1 TL Salz in den Innentopf des Instant Pot geben und 10 bis 12 Stunden einweichen.
  2. Den Deckel schließen, den Dampfablass verriegeln. Das Programm “Bean/Chili” wählen, die Garzeit auf 15 min bei hohem Druck stellen. Nach der Garzeit den Topf 15 min langsam abdampfen lassen, dann das Ventil öffnen und den restlichen Dampf ablassen. Den Innentopf herausnehmen, die Bohnen abgießen, dabei 250 ml Kochwasser auffangen.
  3. Zwiebel und Knoblauch schälen und hacken; Sellerie in feine Würfel schneiden.
  4. Das Programm “Sauté” wählen und das Olivenöl in den Einsatz des Instant Pot geben. Zwiebel, Sellerie und Knoblauch im Öl ca. 4 min andünsten, dann die Bohnen mitsamt dem zurückbehaltenen Kochwasser, Tomaten und Oregano zugeben, alles mit Salz und Pfeffer würzen und den Deckel auflegen und verriegeln. Dampfablass verriegeln, das Sauté-Programm abbrechen und das Programm “Bean/Chili” wählen. Garzeit auf 5 min bei hohem Druck setzen.

  5. Nach Ablauf der Garzeit den Druck 15 min langsam entweichen lassen, dann das Ventil öffnen und den restlichen Druck entweichen lassen.
  6. Bohnen in eine Servierschüssel geben. Petersilie zupfen und hacken. Bohnen mit der Petersilie bestreuen, den Feta darüber krümeln und alles servieren.
  7. Dazu passt gut Fladenbrot zum Auftunken der Sauce.

Capuns

Capuns sind ein Traditionsgericht aus Graubünden. Es gibt viele Varianten davon; gemeinsam haben sie alle, dass eine Art Spätzleteig in kurz blanchierte Mangoldblätter gewickelt wird. Bei den anderen Zutaten der Füllung kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen – es gibt Capuns mit Bündner Fleisch oder luftgetrockneter Wurst und andere Ideen. Ich stelle Euch heute eine vegetarische Variante mit Gemüse, Kräutern und Bergkäse vor, die Idee stammt von Cornelia Schinharl*.

Ursprünglich stammt das Rezept aus kargen Zeiten. Es wird erzählt, dass man damals einfach das, was Feld und Stall hergaben in Mangoldblätter packte. Mangold war damals nicht so hoch angesehen, er wurde eher an das Vieh verfüttert.

Gut, dass sich das geändert hat – Mangold ist doch wirklich ein tolles Gemüse. Und die Capuns machen wirklich Spaß – ich mag das ja sehr, wenn aus ganz einfachen Dingen interessante Gerichte entstehen. Für die Füllung wird eine Art fester Spätzleteig gerührt; da hinein kommen die zerkleinerten Mangoldstiele, etwas Zwiebel, Karotte und Sellerie sowie eine Handvoll Kräuter. Mit gefällt gut, dass auch die Stiele des Mangold mit verwertet werden; ich lese so oft Rezepte, in denen einfach nur gesagt wird, man möge die Stiele für etwas anderes verwenden; aber Ideen gibt es da nicht so viele. Ich weiss gar nicht, wie oft ich schon mit Parmesan überbackene Mangoldstiele gegessen habe….

4 von 1 Bewertung
Capuns

Gefüllte Mangoldröllchen nach einem Schweizer Rezept

Portionen: 4 Personen
Zutaten
  • 20 große Mangoldblätter oder 40 kleine
  • 200 g Mehl
  • Salz,Pfeffer aus der Mühle
  • 2 Eier
  • 100 ml Milch
  • 1 Zwiebel
  • 1 große Karotte
  • 150 g Knollensellerie
  • etwas Butter zum Braten
  • 1 Handvoll gemischte Kräuter (ich hatte Petersilie, Thymian und etwas Minze)
  • 200 g Bergkäse
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 200 g Sahne
Anleitung
  1. Mehl mit 1 TL Salz in einer Schüssel vermischen. Milch und Eier zugeben und alles zu einem zähflüssigen Teig verrühren.
  2. Die Stiele des Mangolds abschneiden. Die Blätter portionsweise in kochendem Salzwasser blanchieren, dann mit einem Schaumlöffel herausholen, kalt abspülen und gut abtropfen lassen.

  3. Zwiebel, Karotte und Sellerie schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Mangoldstiele ebenfalls klein würfeln. Etwas Butter in einer Pfanne erhitzen und die Gemüsewürfel zusammen mit der Zwiebel darin ca. 5 min anbraten. Salzen und alles lauwarm abkühlen lassen.
  4. Kräuter zupfen und hacken. Käse reiben. 2 EL des Käses zusammen mit den Kräutern und dem gebratenen Gemüse unter den Teig mengen. Masse mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Jeweils etwas Füllung auf je ein Mangoldblatt setzen, die Ränder an der langen Seite nach innen einschlagen und die Blätter aufrollen. Mit der Nahtseite nach unten in eine Auflaufform setzen.

  6. Gemüsebrühe und Sahne verrühren, mit Salz und Pfeffer würzen und alles die Form gießen.
  7. Päckchen im Ofen ca. 25 min garen; dabei in den letzten Minuten Käse über die Päckchen streuen, damit er schmilzt.
  8. Capuns mit der Sauce auf Tellern anrichten.

Karottendipp mit Orange, Ingwer und Walnuss

Karotten sind jede Woche in der Abokiste. Sie sind ja auch ein vielseitig einsetzbares Gemüse und im Grunde kann man sie fast überall dazuschmuggeln, aber hin und wieder stehe ich dann doch mit leicht gerunzelter Stirn vor einer Gemüseschublade voller Karotten und bin auf der Suche nach neuen Ideen.

Das Rezept für diesen Dipp aus Sabrina Ghayours “Orientalia”* habe ich also hocherfreut aufgenommen – es ist ja auch wirklich alles drin, was ich mag. 

Gegarte Karotten werden mit Nüssen, Orangensaft und -abrieb, einer Menge Gewürzen und Koriandergrün gemixt. Das Ergebnis ist leicht nussig, ein wenig süß und insgesamt sehr ausgewogen – zum Reinlegen! Ich habe im uneigennützigen Selbstversuch festgestellt, dass das Ganze nicht nur ein schöner Dipp für Gemüsesticks ist, es ist auch eine nette Beigabe zu allem Möglichen vom Spiegelei bis zur Bulette – und auch als Brotaufstrich nicht zu verachten.

Für 6 bis 8 Portionen:

  • 500 g Karotten
  • 150 g Walnusskerne
  • ca. 30 g Koriandergrün
  • 1 TL Zimt
  • 1/2 TL Gewürznelken, frisch gemahlen
  • 10 cm Ingwer
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 EL Honig
  • Schalenabrieb und Saft von 2 Bio-Orangen
  • Olivenöl
  • Schwarzkümmelsaat
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Die Karotten schälen und in Stücke schneiden. In leicht gesalzenem Wasser weichkochen.

Inzwischen Walnusskerne grob hacken. Koriander zupfen, feine Stängel und die Blätter grob hacken. Knoblauch schälen und hacken, ebenso den Ingwer.

Karotten, Nüsse, Gewürze, Ingwer, Honig Knoblauch und Koriandergrün mit ca. 4 EL Olivenöl grob pürieren. Saft und Schale der Orangen unterrühren und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In eine Schale füllen und mit Schwarzkümmel und Koriandergrün dekoriert servieren.

Kleine Quiches mit Feta, schwarzem Pfeffer und Thymian

Diese niedlichen kleinen Quiches, die in Muffinförmchen gebacken werden, haben mich  beim Blättern durch “Orientalia“* gleich angesprochen. Weil: sie sind mit Blumenkohl und Käse gefüllt, und diese Kombination mag ich einfach sehr.

Im Original wird Anari verwendet; das ist ein milder Käse aus Zypern. Damit konnte ich nicht dienen, man kann aber statt dessen auch Feta verwenden. Die Teighülle besteht aus Filoteig – kauft man diesen, dann ist das hier ein echtes Blitzrezept. Wer mehr Zeit hat, kann den Teig auch gut selbst machen – hier gibt es ein Rezept.

Für 12 Quiches:

  • 1/2 Blumenkohl (Original:  ein ganzer)
  • Olivenöl
  • einige Zweiglein Thymian
  • 400 g Schlagsahne
  • 75 g Feta
  • 3 Blätter Filoteig (oder Strudelteig)
  • 3 Eier, Größe L
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Den Blumenkohl mitsamt dem Strunk in kleine Würfel schneiden.  Eine Pfanne auf den Herd stellen und den Blumenkohl zunächst unter Rühren trocken anbraten, damit er seine überschüssige Flüssigkeit abgibt. Dann mit etwas Olivenöl beträufeln und unter Rühren weiterbraten. Thymian zupfen, zusammen  mit der Sahne zum Blumenkohl geben und sehr großzügig Pfeffer über das Ganze mahlen. Kurz aufkochen, dann von Herd nehmen, den Käse dazubröckeln, alles gut vermengen und mit Salz abschmecken. Abkühlen lassen.

Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Vertiefungen eines 12er-Muffinblechs mit Olivenöl auspinseln. Jedes Filoteigblatt in 8 Quadrate schneiden. Je 2 der Quadrate versetzt übereinanderlegen, so dass eine Sternform entsteht und diese Sterne dann in die Muffinförmchen drücken.

Die Eier unter die abgekühlte Blumenkohlmischung rühren, dann die Mischung gleichmäßig auf die Muffinförmchen verteilen.

Im heißen Ofen ca. 30 min backen und noch warm auf den Tisch bringen.

Pasta mit geröstetem Blumenkohl auf marokkanische Art

Blumenkohl, das ist so ein Gemüse, das ich dauernd essen könnte. Früher war ich immer etwas ratlos, wenn ein Exemplar davon in der Abokiste war und es gab komischerweise sehr oft Kartoffel-Blumenkohl-Curry oder Blumenkohl in Käsesauce im Wechsel, aber inzwischen ist die Ratlosigkeit Geschichte und die Ideen sprießen.

Das hier ist ein ebenso einfaches wie feines Pastagericht, das bestimmt auch kalt als Nudelsalat durchgehen würde. Es hat nämlich keine richtige Sauce, sondern lediglich ein Dressing. In diesem wird zunächst der Blumenkohl geröstet, danach kommt der Rest an das fertige Gericht. Das Dressing zusammen mit dem gerösteten Blumenkohl, den süßen Aprikosen, dem salzigen Feta und den leicht bitteren Oliven – ein Traum.

Das Rezept kommt aus einem dicken Kochbuchwälzer*, der sich mit internationaler veganer Küche beschäftigt. Insofern habe ich das Rezept etwas abgewandelt und Honig statt Agavendicksaft verwendet, und schlicht Feta statt veganem Käse.

Für 4 Personen:

Dressing:

  • 5 EL  frisch gepresster Zitronensaft
  • 4 EL Olivenöl
  • 2 EL klarer, flüssiger Honig
  • 1 EL Ingwer, frisch gerieben
  • 2 Zehen Knoblauch, ganz fein gehackt
  • 1 EL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 TL Zimtpulver
  • 1/2 TL Salz
  • Pfeffer aus der Mühle

Für die Pasta:

  • 1 Blumenkohl
  • 500 g kurze Pasta
  • 220 g getrocknete Aprikosen
  • 100 g grüne Oliven
  • 240 g Feta
  • eine Handvoll Minzeblättchen

Den Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen und den Blumenkohl in Röschen teilen. Den Strunk schälen und in Scheiben schneiden.

Für das Dressing alle Zutaten mit dem Schneebesen in einer Schüssel mit einem Schneebesen  verquirlen.

Denn Blumenkohl mit 3 EL des Dressings vermischen, in einer Lage auf das Blech geben und 30 min im heißen Ofen rösten.

Inzwischen die Aprikosen in feine Streifen schneiden. Die Oliven entkernen und klein schneiden. Die Minze hacken. Die Pasta in reichlich Salzwasser nach Packungsanleitung bissfest kochen, dann abgießen. Ein wenig Kochwasser zurückbehalten.

Die Pasta wieder in den Topf geben, mit Blumenkohl, Aprikosen, Oliven und dem restlichen Dressing vermischen. Wenn alles zu trocken ist, ein wenig Kochwasser unterrühren. Feta drüberbröseln, mit Minze bestreuen, mit Salz und Pfeffer abschmecken  und gleich servieren.

Süß-saueres Linsen-Shakshouka

Shakshouka – das Wort wirkt fast schon magisch auf mich. Die in Tomatensauce und Paprika pochierten Eier sind echtes Comfort-Food für mich. Eine klassische Shakshouka habe ich Euch noch gar nicht vorgestellt, obwohl es die hier ziemlich oft gibt. In der Abokiste sind  oft rote Paprika und die wandern regelmäßig in eine Shakshouka.

Rote Paprika sind hier auch drin. Klassisch ist es aber wieder nicht. Aber gut, von der Standard-Variante gibt es ja auch genug im Netz zu lesen ;-). Ich habe dieses Rezept hier im Olive Magazine gefunden und für meine Verhältnisse recht schnell umgesetzt. Weil: Linsen – ich liebe Linsen. Wohlschmeckende kleine Kraftpakete, rasch gegart und vielseitig einsetzbar. Und ganz neue Aromen für eine Shakshouka, nämlich die Säure von Tamarinde und ein wenig karamelliger brauner Zucker.

Das hier ist veritables Hauptgericht, das braucht nur noch etwas Brot zum Auftunken der Sauce:

Für 4 Personen:

  • 150 g Linsen, grün oder schwarz
  • 1 EL Rapsöl
  • 1 Zwiebel
  • 2 rote Paprika
  • 2 Zehen Knoblauch
  • je 1 TL gemahlener Kreuzkümmel und gemahlener Koriander
  • 1 Dose Tomaten
  • ca. 2 EL Tamarindenpaste
  • 2 TL Rapadura (oder anderer dunkler Rohrzucker)
  • 100 g Naturjoghurt, plus 150 g zum Servieren
  • 4 Eier
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • je ein TL Kreuzkümmel- und Koriandersaat
  • eine Handvoll Korianderblättchen, gezupft und gehackt
  • Brot zum Servieren
Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein würfeln. Paprika putzen und das Fruchtfleisch in Würfel schneiden.
Linsen in der doppelten Menge Wasser kalt aufsetzen, alles zum Kochen bringen und 10 min köcheln lassen. In ein Sieb abgießen und gut abtropfen lassen.
Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und Paprika darin anschwitzen. Salzen und braten, bis die Zwiebel weich ist. Kreuzkümmel und Koriander zugeben und alles weitere 2 min braten, dann die Linsen und die Tomaten  zugeben und mit Zucker und Tamarinde würzen. Tamarinde erst mal vorsichtig dosieren – die Pasten kommen in sehr unterschiedlicher Konzentration daher, also besser nach und nach zugeben und zwischendurch probieren. 300  ml Wasser angießen, einen Deckel auflegen und alles bei milder Hitze 45 min köcheln lassen. Salzen, Joghurt zugeben und weitere 15 min köcheln lassen. Zitronensaft einrühren und mit Salz abschmecken.
Ofen auf 180°C  Ober- und Unterhitze vorheizen. Linsenmasse in eine Auflaufform von ca. 30 cm Durchmesser geben. Mit dem Löffel 4 Mulden  in die Linsenmasse machen und ein Ei in jede Mulde aufschlagen. Mit einer Gabel einmal um jedes Eiweiß fahren; es vermengt sich dann besser mit den Linsen und verläuft beim Backen nicht so. Form abdecken und alles 10 bis 12 min backen.
Inzwischen Kreuzkümmel- und Koriandersaat in einer Pfanne ohne Fett anrösten, bis sie zu duften beginnen. Das Joghurt durchrühren.
Die fertig gebackene Shakshouka mit den gerösteten Gewürzen und den Korianderblättchen bestreuen und mit dem restlichen Joghurt beträufeln.

Zitronige Kartoffelcremesuppe

Wir essen gerne Suppe, und Kartoffelsuppen stehen ganz oben auf der Liste. Kartoffelsuppe ist variabel und man kann sie meist gut aus dem Vorrat kochen, wenn man keine Lust hatte, Einkaufen zu gehen. Etwas Brot dazu, und schon steht eine Mahlzeit auf dem Tisch.

Einen Wermutstropfen gibt es – die absolute Lieblingskartoffelsuppe kriege ich so nicht hin. Es ist, wie könnt es anders sein, die Suppe meiner Mutter. Wohl weiß ich, was drin ist, und auch, wie sie gemacht wird, dennoch, bei mir schmeckt sie anders.  Die Lösung: ich mache gleich ganz andere Suppen, dann sind nicht solche nostalgischen Erwartungen damit verknüpft.

Diese Variante, die durch Zitronenabrieb durch Zitronensaft schön frisch ist, hat uns besonders gut gefallen. Ich habe ein paar Änderungen vorgenommen, wer sich für das Original interessiert, klickt hier.

Noch ein Wort zum Sellerie: man kauft ja immer eine ganze Staude Sellerie und braucht oft nur eine Stange. Ich teile den Rest immer in einzelne Stangen, lege einen Bogen Backpapier in die Tiefkühle und darauf die Selleriestangen so, dass sie sich nicht berühren. Wenn sie gefroren sind, packe ich sie in einen Gefrierbeutel. So habe ich immer einzeln entnehmbare Selleriestangen. Sie sind nach dem Auftauen nicht mehr knackig, aber zum Mitbraten und Aromatisieren gut geeignet.

Für 4 Portionen:

  • 2 EL Rapsöl
  • 1 Zwiebel
  • Salz
  • 1/4 TL Chiliflocken
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Stängel Sellerie
  • 1 Karotte
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 500 g Kartoffeln
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • Schalenabrieb von 1 Bio-Zitrone
  • 2 Lorbeerblätter
  • 50 ml Sahne
  • Saft von 1 Zitrone
  • Frisch gehackter Dill zum Servieren

Zwiebel schälen und fein hacken, ebenso den Knoblauch. Sellerie putzen und würfeln, Karotten und Kartoffeln  schälen und ebenfalls in Würfel schneiden.

Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel und Chiliflocken in den Topf geben und bei mittlerer Hitzen braten, bis die Zwiebel glasig wird. Sellerie, Karotten und Knoblauch zugeben und ca. 5 min weiter braten. Kartoffeln ebenfalls in den Topf geben und kurz mitbraten. Dann die Brühe angießen und mit Zitronenabrieb, Salz und Lorbeer würzen. Deckel auflegen, alles zum Kochen bringen und ca. 20 min köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind.
Lorbeerblätter herausholen. Die Suppe mit dem Pürierstab nicht zu fein pürieren. Sahne und Zitronensaft einrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Suppe auf Schalen verteilen und mit Dill bestreut servieren.

Überbackene Blumenkohlsteaks

Oft genug habe ich es erwähnt  – ich liebe Blumenkohl in Käsesauce. Aber dennoch, auch hier habe ich gegen Abwechslung nichts einzuwenden; und so kamen mir diese überbackenen Blumenkohlsteaks aus Olia Hercules “Kaukasis” gerade recht.

Olia Hercules hat das Rezept von Tante Nina – die liebt Blumenkohl und denkt sich immer neue Dinge damit aus. Im Original verwendet die Tante wohl “irgendeinen Industriekäse”, aber mit Gruyère schmeckt das Ganze nochmal so gut.

Im Buch wird das Gericht als Beilage für 4 Personen veranschlagt; wir haben es mit Reis und Salat als Hauptgericht gegessen.

  • 1 Blumenkohl
  • 10 g Butter
  • 1 EL neutrales Öl
  • 1 Zwiebel
  • 4 Eier
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 150 g Gruyère
  • 1 EL Koriandergrün, gehackt
  • 1 EL Dill, gehackt
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Den Blumenkohl inklusive Strunk in ca. 2 bis 3 cm dicke Scheiben schneiden. Die Röschen, die abfallen, für später aufheben.

Butter und Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Blumenkohlscheiben darin von beiden Seiten kräftig braun anbraten und anschließend in eine Auflaufform legen.

Zwiebel schälen, in Streifen schneiden und in der Pfanne bei mäßiger Hitze anbraten, bis sie goldbraun und weich sind. Wenn nötig, noch etwas Öl zugeben.

Die Eier leicht verquirlen. Knoblauch schälen und ganz fein hacken. Käse reiben.

Eier, Knoblauch, Zwiebeln, Kräuter und Käse vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken; jetzt kann man auch die abgefallenen Blumenkohlröschen zugeben. Die Masse über den Blumenkohl verteilen.

Die Form in den Ofen schieben und alles 15 bis 20 min backen. Die Eimasse soll fest sein und der Käse goldbraun.

Gleich servieren; ein grüner Salat passt gut dazu.

Kochbuch: Einfach gut essen | Sarah Britton

Sarah Britton kennt Ihr vermutlich ohnehin alle, oder? Die gebürtige Kanadierin hat einige Jahre in Dänemark gelebt und hat eine Ausbildung als ganzheitliche Ernährungsberaterin. Sie hat in Dänemark in vielen Restaurants gearbeitet, unter anderem auch ein Menü für’s Noma entworfen und steckt hinter dem bekannten Blog “My New Roots“. Vor mir liegt ihr zweites Kochbuch.

Das Buch ist hochwertig, hübsch und fröhlich aufgemacht. Das Layout ist schön hell und klar; das wirkt freundlich und motiviert zum Stöbern. Zum Blättern laden auch das matte Papier und das Lesebändchen ein. Es gibt viele ganzseitige Food-Fotos; auch die sind hell und einladend, aber weder überbelichtet noch überstylt.

Gut, nach dem Durchblättern folgt die Praxis. Was ist drin? Das Buch macht ein klares Versprechen: es geht um vegetarische Gerichte, die sich gut in den Alltag integrieren lassen. Die Gerichte sollen einfach sein und sich mit problemlos erhältlichen Zutaten kochen lassen. Herzstück der Rezepte ist ein Baukastenprinzip: von manchen Dingen wird mehr gekocht und der Überschuss für ein weiteres Gericht verwendet oder es werden kleine Gerichte mit ein paar Handgriffen und Zutaten zu einer Hauptmahlzeit ausgebaut. Eine ausführliche Anleitung für diese Art zu kochen gibt es in der Einleitung. Zum einen wird da mit Hilfe einer Tabelle die Idee erklärt, wie man aus einer Grundzutat mittels verschiedener Zutaten immer wieder interessante Mahlzeiten auf den Tisch bringen kann. Und es gibt Tipps für die zeitsparende, kreative Verwertung von Resten und Hinweise, wie man mittels Verfahren wie Grillen oder Marinieren oder Zutaten und Garnituren möglichst viel Abwechslung und Geschmack an sein Essen bringt.

Jetzt aber zu den Rezepten: die Kapitel sind geordnet nach Suppen, Salaten, Hauptgerichten, Beilagen und kleinen Gerichten sowie herzhaften und süßen Snacks. Die Kapitel folgen mit ihren Rezepten dem Lauf der Jahreszeiten. Jedes Kapitel beginnt mit einem Rezept-Dreigestirn, einem einfachen Basisrezept, das sich im Laufe der Jahreszeiten gut abwandeln lässt – also zum Beispiel einer Minestrone jeweils für Frühjahr, Sommer und Herbst oder gefüllte Süßkartoffeln in drei Varianten.

Die Rezepte lesen sich reizvoll; ich habe da noch so ein paar Marker kleben….bei den Falafel-Waffeln zum Beispiel, bei der mit Harissa, Kichererbsen und getrockneten Tomaten aufgepeppten nordafrikanischen Tomatensuppe oder bei den Zucchinifritten. Die meisten Rezepte sind vegan. Immer ist gekennzeichnet, wenn ein Rezepte glutenfrei oder getreidefrei ist, ob es sich um Rohkost handelt oder ob es vegan ist.

Ich mag die Rezepte; denn sie bieten ausgewogene Alltagskost, die unaufwändig zubereitet ist und  – das Wichtigste – klasse schmeckt. Ein bisschen bin aber trotzdem durch die Rezension gestolpert. So finde ich, dass einige Produkte im Übermaß verwendet werden. Das Kokosöl zum Beispiel, das als standardmäßig verwendetes Fett gar nicht mal soooo gesund ist. Oder die glutenfreien Haferflocken und Nudeln, denn wenn man nicht unter Zöliakie (ich meine diagnostizierte, nicht gefühlte) leidet, gibt es keinen Grund, glutenfrei zu essen. Und dann war da noch die Geschichte mit den Garzeiten: bei mir waren die immer wieder viel zu kurz bemessen; so war meine Rote Bete nach 30 min im Ofen nicht ansatzweise gar. Ein wenig erstaunt hat mich auch, dass öfter mal Alufolie zum Einwickeln und Abdecken verwendet wird; das ist bei mir inzwischen wirklich eine absolute Ausnahme.

Ich war so erkältet, da kam mir die Idee eines Chilis gerade recht. Das Chili setzt statt Bohnen auf Linsensprossen; braucht also ein paar Tage Vorlauf. Die Sprossen bringen eine Menge Eiweiß und Mineralstoffe mit – und einen ganz eigenen, pfeffrigen Geschmack, der gut in das Chili passt.

Für die Auberginenröllchen werden Auberginenscheiben im Ofen gebraten und mit einer Creme aus Sonnenblumenkernen, Zitronensaft und etwas Knoblauch gefüllt. Sarah Britton nennt die Creme “Sonnenblumenkernfeta”, und tatsächlich erinnert der Geschmack etwas daran. Serviert wird das Ganze auf Tomatensauce.

Die Rote-Bete-Suppe klang verlockend: ofengeröstete Rote Bete und Knoblauch werden zusammen mit vorher gebratenem Lauch noch kurz in Gemüsebrühe gegart und dann zu einer samtigen Suppe gemixt. Als Topping gibt es Joghurt mit Senf. Leider waren meine Roten Bete, obwohl sie nicht groß waren, nach den vom Rezept verordneten 30 min im Ofen alles andere als gar. Wir haben sehr spät gegessen an diesem Tag. Und obwohl ich sehr viel mehr Flüssigkeit verwendet habe, als im Rezept angegeben, war das Ganze mehr Brei als Suppe.

Für den Blumenkohlauflauf werden Blumenkohl- und Süßkartoffelscheiben in eine Auflaufform geschichtet, mit einer Kokosmilch-Sojasaucenmischung übergossen und mit einer Kruste aus Mandeln, Sonnenblumenkernen und Haferflocken überbacken. Das ist aromatisch, füllt wohlig den Bauch und liegt nicht schwer im Magen. Die Garzeit allerdings habe ich tüchtig erhöhen müssen.

Fazit: Unsere Beziehung holpert ein wenig, aber dennoch mag ich das Buch. Es sind viele tolle Ideen und alltagstaugliche Gerichte darin, die es einem ermöglichen, ohne größere Verrenkungen abwechslungsreiche Gerichte auf den Tisch zu stellen. Ich mag Sarah Brittons Kreativität und ihre undogmatische, genussbetonte Herangehensweise. Dafür denke ich dann auch mal gerne selbst über Garzeiten nach und nehme einfach Standardpasta statt der glutenfreien.

  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: Knesebeck 
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 978-3957280626
  • 30,00