Omelett mit Erbsen, Kartoffeln, Erbsensprossen und Erbsenpulver

Ich liebe Erbsen, eine Packung davon habe immer in der Tiefkühle. Natürlich sind frische Erbsen am allerbesten, aber ich finde, tiefgekühlte sind ein guter Ersatz. Dieses Rezept von Mikkel Karstad* enthält Erbsen gleich auf drei verschiedene Arten: frische Erbsen, Erbsensprossen und getrocknete, pulverisierte Erbsen.

Neugierig gemacht hat mch das Erbenpulver: Mikkel Karstad macht das im Mörser, ich war faul und habe einen Blitzhacker benutzt. Und was bringt uns das Pulver, ausser, dass es spektakulär klingt? Es bringt nochmal zusätzlichen Erbsengeschmack ans Omelett, und Konsistenz bringt es auch mit – ich habe mir einen Vorrat angelegt ;-).

Omelett mit Erbsen, Kartoffeln, Erbsensprossen und Erbsenpulver

Omelett mit dreierlei von der Erbse

Gericht Hauptgericht, vegetarisch
Keyword Erbsen, laktosefrei
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 6 Eier
  • 200 ml Milch
  • 300 g Kartoffeln gekocht und geschält
  • 2 EL Olivenöl
  • 200 g Erbsen ausgepahlt oder TK
  • 1 Schalotte
  • 20 g getrocknete grüne Erbsen
  • 2 Handvoll Erbsensprossen
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Anleitung

  1. Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

  2. Eier in eine Schüssel aufschlagen. Milch zugegen, salzen und pfeffern und alles verquirlen.

  3. Olivenöl in einer ofengeeigneten Pfanne erhitzen und die Kartoffelstücke darin anbraten, bis sie etwas Farbe angenommen haben. Salzen und pfeffern.

  4. Die frischen Erbsen zu den Kartoffeln geben und alles mit der Eiermasse begießen. Kurz stocken lassen, dann in den Ofen geben. Ca. 15 min backen, bis die Oberfläche vollständig gestockt ist.

  5. Schalotte schälen und in feine Scheiben schneiden. Getrocknete Erbsen im Blitzhacker zu Pulver mahlen.

  6. Pfanne aus dem Ofen holen (Topflappen!) und das Omelett mit Schalotte, Erbsensprossen und Erbsenpulver bestreut servieren.

Kochbuch: Immergrün | Mikkel Karstad

Mikkel Karstadt habe ich Euch hier schon näher vorgestellt. Er ist bekannt für seine einfachen, aber effektvollen Rezepte, die das Beste aus den Zutaten herausholen und ihre Eigenschaften betonen. Nun hat er nachgelegt; in seinem neuen Buch geht es um Gemüse.

Schön ist das Buch geworden. Mattes Papier, Fadenbindung und passend zum Thema ist nicht nur der Umschlag grün, sondern auch der Schnitt. Es geht um eine einfache, reduzierte Küche und dazu passt auch das Layout: es ist einfach, ruhig und übersichtlich in zurückhaltenden Farben. Und dann wären da noch die Fotos von Anders Schønnemann, die immer etwas Besonderes sind. Auch sie sind reduziert und fangen das Wesen der Gerichte und Zutaten wunderbar ein.

Jetzt zum Inhalt; der ist nach Gemüsesorten geordnet. Neben Zucchini, Erbsen, Bohnen, Brokkoli, Möhren, Mais, Zwiebeln, Topinambur, Roter Bete und Sellerie haben auch Wald, Wiesen und Felder je ein eigenes Kapitel bekommen. Die Rezepte sind einfach und auf die Zutaten fokusiert. Es gibt Spiegelei mit gebratenen Rapsblüten und Sauerklee, im Ganzen gebackene Zucchini mit eingelegten roten Zwiebeln, Kräutern und Sesam, frittierte Bohnen mit Frühlingszwiebelasche, Ramen mit Brokkolistrunk – alles ebenso einfach wie kreativ. Und natürlich wird berücksichtigt, dass die Gemüse je nach Jahreszeit einen anderen Charakter haben – Frühmöhren knabbert man am besten roh, im Herbst oder Winter machen sie sich gegart besser.

Die Rezepte sind alltagstauglich und man steht meist nicht lange dafür in der Küche. Alle Rezepte sind vegetarisch; auch Veganer werden gut fündig. Eine Grenze für die Alltagstauglichkeit gibt es allerdings für manchen von uns – die Zutaten. Ich wäre neulich gerne aus dem fahrenden Zug gesprungen, um Rapsblüten zu ernten, in meiner Gegend wird nämlich keiner angebaut. Gut, wer einen eigenen Garten hat und regelmäßig in die Natur kommt –  der kann Fichtensprossen sammeln, Schnittlauchblüten ernten oder auf unreife rote Johannisbeeren zurückgreifen. Alle anderen lassen sich eben einen kreativen Ersatz einfallen; so kann man statt Rapsblüten gut Brokkoli nehmen und statt Wildkräutern eben auch eine bunte Mischung vom Markt.

Pasta mit Bohnen, Nüssen und Parmesan, das ist ein ebenso einfaches wie wirkungsvolles Rezept: Die Bohnen werden sehr klein geschnitten, das sorgt für eine kurze Garzeit. Die Bohnen sind gegart, aber noch knackig.

Die Spargelsaison musste genutzt werden: auch der Spargel wird nur sehr kurz gebraten und hat dadurch eine schöne Konsistenz. Dazu gibt es gebratenen Brennesseln und Wildkräuter (bei mir Frauenmantel) und selbst gemachten Frischkäse. Das Rezept findet Ihr hier; ich habe es servicebewusst in der Spargelsaison verbloggt ;-).

Zucchini und Curry ist ja eine relativ klassische Kombination. Hier landet das Currypulver an einer säuerlich-süßen Marinade, in die die Zucchini eingelegt werden. Eigentlich sollte dazu auch noch Eisenkraut verwendet werden; ich habe statt dessen Zitronentymian benutzt.

Ich liebe Erbsen und alles, was damit zu tun hat. Am Erbsenomelette mit Kartoffeln,  das ganz einfach im Ofen gegart wird, hat mich aber fasziniert, dass es mit pulverisierten Trockenerbsen dekoriert wird.

Zum Omelette gab es nicht nur die eingelegten Zucchini, sondern auch noch ein in der Pfanne gebratenes Fladenbrot, das mit einem schönen Anteil an Maismehl punktet.

Fazit:

Esst mehr Gemüse und zieht zur Inspiration dieses Buch heran, es macht einfach Spaß. Die Rezepte sind nicht nur alltagstauglich, sondern auch auf den Punkt – sie betonen den Charakter der Zutaten und holen das Beste aus ihnen heraus. Sie sind gleichzeitig einfach und kreativ. Hinzu kommt, dass es großen Spaß macht, in dem Buch zu blättern –  mit den wunderbaren Fotos gleicht es einem Bildband.

  • Gebundene Ausgabe: 296 Seiten
  • Verlag: Prestel Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 978-3791385228
  • 36,00

Geburtstagteigtasche: Pupusas mit schnellem Curtido

Meine Güte, ich war nachlässig. Teigtaschenkrise auf dem Blog. Ok, Krise ist übertrieben, einfach eine gewisse Faulheit Bequemlichkeit. Es war viel los im richtigen Leben und die Muse zum Teigtaschen-Falten fehlte etwas.

Gut, dass es den Bloggeburtstag gibt. Der ist nämlich heute (der siebte schon, hui….).  Und da gibt es ja traditionsgemäß Tasche statt Torte. Zeit also, etwas Neues auszuprobieren. Ich habe eigentlich nach etwas anderem gesucht und bin dabei auf Pupusas gestoßen. Pupusa ist das Nationalgericht von El Salvador – eine Art Tortilla aus Masa Harina mit eingebackener Füllung. In El Salvador ist dem Gericht sogar ein nationaler Feiertag gewidmet. Außerdem sind die Teigtaschen ein richtiger Wirtschaftsfaktor, denn sie werden nicht nur im Land gegessen, sondern auch exportiert – zum Beispiel in den USA – und tragen nicht unerheblich zum Bruttosozialprodukt bei.

Ein Rätsel, wie diese Teigtasche bisher an mir vorbeigehen konnte….aber jetzt. Die Hülle besteht aus Masa Harina, das bekommt ihr in lateinamerikanischen Spezialitätenläden und interessanterweise auch im Asia-Shop. Bei der Füllung gibt es viele Möglickeiten; das reicht von klassischem Bohnenmus über Fisch, Avocado oder Schweineschwarte bis hin zum Käse, den meine Rezeptquelle* vorschlug.

Klassischerweise wird zu den Pupusas Cortido serviert, das ist eingelegter Weißkohl, der mit seiner Säure gut zu den Teigtaschen passt. Ich habe eine schnelle Version mit Chinakohl gebastelt.

Pupusas

Teigtaschen aus Maisteig mit Käsefüllung

Gericht Hauptgericht, vegetarisch
Länder & Regionen El Salvador
Keyword Streetfood
Portionen 4 Portionen

Zutaten

Curtido:

  • 100 g Chinakohl
  • 1 Karotte
  • 1 Schalotte
  • 1/2 TL getrockneter Oregano
  • 1/2 TL Salz
  • 50 ml Weißweinessig
  • 50 ml Wasser

Pupusas:

Teighülle:

  • 250 g Masa Harina
  • 1/2 TL Salz
  • 350 ml warmes Wasser

Füllung:

  • 50 g Feta
  • 50 g Cheddar
  • 150 g Mozzarella
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • Chilisauce zum Servieren

Anleitung

  1. Zuerst zum Curtido: dafür den Chinakohl in feine Streifen schneiden. In ein Sieb geben, mit kochendem Wasser übergießen und gut abtropfen lassen.

  2. Karotte schälen und raffeln, Schalotte schälen und in feine Ringe schneiden.

  3. Gemüse mit Salz, Oregano, Essig und Wasser in eine Schüssel geben und mindestens eine Stunde durchziehen lassen.

  4. Für die Teighülle Masa Harina und Salz in einer Schüssel vermengen. Das Wasser dazugießen und rasch unterrühren. Schüssel abdecken und die Mischung 15 min ruhen lassen.

  5. Für die Füllung die Käsesorten zerkleinern. Die Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden. Alle Zutaten in einer Schüssel mit einer Gabel so gründlich vermengen, dass sie zusammenhalten.

  6. Die Masa-Harina-Mischung mit den Händen durchkneten, bis ein Teig entsteht. Das Ganze fühlt sich am Ende etwas an wie Knetmasse und lässt sich gut verarbeiten.

  7. Teig in 12 gleich große Stücke teilen und zu Kugeln formen. Je eine Kugel in die Handfläche legen und mit dem Daumen der anderen Hand in die Mitte der Kugel drücken, so dass eine kleine Tasse entsteht. In den Hohlraum einen Esslöffel der Füllung geben, dann den Teig über der Füllung zusammendrücken und zwischen den Handflächen zu einem ca. 0,5 cm dicken Fladen zurechtdrücken. So weitermachen, bis Teig und Füllung aufgebraucht sind.

  8. Eine große, schwere Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen. Pupusas hinlegen und von jeder Seite 4 bis 5 min braten, bis sie trocken sind und braune Flecken haben. Fertige Pupusas unbedingt warm halten.

  9. Pupasas heiß mit Curtido und Chilisauce servieren.

Inspiration:

Revithokeftedes | Griechische Kichererbsenbällchen mit Joghurtdipp

Nein, das sind keine Falafel. Eine Verwandtschaft gibt es bestimmt, aber dies hier sind Kichererbsenbällchen aus Griechenland. Die Bällchen sind ein sehr beliebtes Gericht von der Insel Sifnos, dort bekommt man sie überall. Genau wie Falafel ist es ein sehr altes Gericht, das im alten Ägypten entstanden sein soll. Wie bei Falafel werden rohe, eingeweichte Kichererbsen gemixt. In diesem Rezept, das  von Tessa Kiros* inspiriert ist,  gesellt sich zur Bindung auch noch gegarte Kartoffel hinzu; dadurch werden die Bällchen innen schön weich und luftig.

Blog-Event CLV - Mezze (Einsendeschluss 15. August 2019)Die Bällchen sind ein beliebtes Streetfood, werden gerne zur Fastenzeit gegessen, in der man ja in Griechenland traditionell auf Fleisch verzichtet und sie sind beliebte Mezze, womit wir dann endlich beim Thema wären. Susan sucht nämlich für das laufende Event im Kochtopf Mezze, und zack, da wären wir.

Die Bällchen machen sich nämlich  gut zusammen mit anderen Kleinigkeiten auf einem großen Tisch voller Leckereien. Ich habe einen einfachen Joghurtdipp mit Paprika und Minze dazu serviert.

Revithokeftedes

Griechische Kichererbsenbällchen

Gericht Vorspeise
Länder & Regionen Griechenland
Keyword Mezze
Portionen 18 Bällchen

Zutaten

  • 110 g getrocknete Kichererbsen
  • 1 EL Mehl, plus etwas zum Servieren
  • 180 g Kartoffeln ich hatte mehlig kochende
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Schalotte
  • 2 EL Dill, grob gehackt
  • 2 EL Minze, grob gehackt
  • Olivenöl zum Braten

Für den Dipp:

  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 EL Olivenöl
  • 250 g griechischer Joghurt
  • etwas Naturjoghurt
  • 1/2 TL Paprika edelsüß
  • 1/2 TL getrocknete Minze
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Anleitung

  1. Kichererbsen mit 1 EL Mehl über Nacht in reichlich Wasser einweichen.

  2. Kartoffeln in Salzwasser ungeschält sehr weich kochen. Kurz ausdampfen lassen, dann schälen und in einer großen Schüssel mit einer Gabel zerdrücken.

  3. Kichererbsen abgießen und nicht zu fein pürieren. Schalotte schälen und sehr fein hacken.

  4. Kichererbsen, Schalotte und Kräuter zu den Kartoffeln geben, mit Salz und Pfeffer würzen und alles gründlich vermengen.

  5. Etwas Mehl in eine kleine Schüssel geben. Aus der Kichererbsenmasse ca. 18 walnussgroße Bällchen formen und jedes Bällchen im Mehl wälzen.

  6. In einer großen Pfanne 5 mm hoch Olivenöl erhitzen und die Bällchen darin portionsweise rundherum knusprig braun anbraten.

  7. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Salz bestreuen.

  8. Für den Dipp das griechische Joghurt in eine Schüssel geben. Soviel Naturjoghurt unterrühren, dass eine lockere Creme entsteht.

  9. Knoblauch schälen und fein reiben. Zusammen mit Olivenöl, Paprika und Minze unter das Joghurt rühren. Dipp mit Salz und Pfeffer würzen.

  10. Kichererbsenbällchen mit dem Dipp servieren.

Tofu Dengaku und Brokkoli mit Sesamsenf

Nun habe ich Euch ja Zen und Sellerie* von Malte Härtig vorgestellt. Zwei Gerichte daraus möchte ich Euch heute noch präsentieren: die Gerichte sind leicht und jeweils für zwei Personen konzipiert. Die Idee ist, mehrere kleine Gerichte auf den Tisch zu bringen und sie zu genießen. So habe ich das auch gemacht. Ein wenig Reis dazu und die Mahlzeit ist perfekt.

Dengaku ist ein klassische japanische Zubereitung: Grillgut wird mit einer Mischung aus Miso, Sake und Mirin bepinselt und dann gegrillt. Gerne wird dafür auch Aubergine verwendet; die dient aufgrund ihrer Konsistenz tatsächlich gerne als Fleischersatz.

Für das Topping braucht Ihr Kombu-Dashi. Dafür eignet sich gut ein Kaltauszug – einfach ein Stück Kombu über Nacht in einem Liter Wasser ziehen lassen.

Tofu Dengaku

Tofu mit würzigem Miso-Topping

Gericht Hauptgericht
Länder & Regionen Japan
Keyword vegetarisch
Portionen 2 Portionen

Zutaten

  • 150 g fester Tofu
  • 100 g Miso dunkle Sorte, ich hatte Mugi-Miso
  • 2 EL Sake
  • 2 EL Mirin
  • 2 EL Zucker
  • 1 Eigelb
  • 6 EL Kombu-Dashi

Anleitung

  1. Miso mit Eigelb, Sake, Zucker und Eigelb in einer hitzefesten Schüssel  mischen. Nach und nach Dashi zugeben und alles glatt rühren. Alles über dem Wasserbad langsam unter Rühren erwärmen, bis die Masse andickt. 

  2. Tofu in Rechtecke schneiden - etwa Schokoriegelgröße. Auf Küchenpapier die überschüssige Feuchtigkeit ausdücken und je eine Seite dick mit dem Topping bestreichen. 

  3. Im Original wird der Tofu nun gegrillt; ich habe ihn in der heißen Pfanne gebraten, bis der braun und karamellisiert war. 

Zum Tofu gab es Brokkoli. Brokkoli, der allgegenwärtige. Für viele ein langweiliges Grünzeug, aber das kommt ja auch darauf an, wie das Ganze serviert wird. Hier wird der Brokkoli nur kurz gedämpft und dann mit einer Sauce aus Tahin und Senf überzogen-  einfach, aber das Gegenteil von langweilig.

Brokkoli mit Sesamsenf

Brokkoli in einem Dressing aus Tahin und grobem Senf

Gericht Hauptgang
Länder & Regionen alle
Keyword vegan, glutenfrei
Portionen 2 Portionen

Zutaten

  • 120 g Brokkoli
  • 2 TL Sojasauce helle
  • 2 TL grober Senf mit ganzen Körnern, kein süßer
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Tahin
  • 2 TL Wasser

Anleitung

  1. Brokkoli putzen und in Röschen teilen. Die Strünke kreuzweise einritzen, dann alles 2 min über kochendem Wasser dämpfen und kalt abspülen. 

  2. Für das Dressing alle Zutaten verrühren. 

  3. Brokkoli im Dressing wenden, auf Teller verteilen und servieren. 

Kochbuch: Von Zen und Sellerie | Malte Härtig, Jule Felice Frommelt

Worauf kommt es eigentlich an? Was macht es denn aus, unser Leben, unseren Tag, unser Kochen? Was ist Euch denn da wichtig? Eine philosophische Frage? Ja, aber es geht hier auch um ein philosophisches Kochbuch. Von Malte Härtig habe ich Euch bereits dieses Buch über Kaiseki vorgestellt. Da geht es um die japanische Hochküche und ihre Verbindung zum Zen-Buddhismus. Das liest sich sehr schön und aufschlussreich –  aber nun geht es an die Praxis. Es wird gekocht. Die Idee: ein jahreszeitliches Kochbuch, das das jeweilige Gemüse und seinen Charakter in  den Mittelpunkt stellt.

Ich fange jetzt mal von außen an, denn ich ringe irgendwie nach passenden Formulierungen für das Wesen dieses Buches. Vor mir liegt ein schöner, hochwertig aufgemachter Band mit Fadenbindung, mattem Papier in gedeckten Farben, Lesebändchen und schönen Fotos.  Die Fotos hat Jule Felice Frommelt gemacht, und sie sind reduziert im besten Sinne. Da werden die fertigen Gerichte gezeigt – in schönem, passenden Geschirr, aber ohne Drumherum. Es geht um die Seele der Gerichte, und die wird wunderbar eingefangen.

So, jetzt zum Wesen des Buches. Malte Härtig ist Koch und Philosoph und er beschäftigt sich …. grob gesagt mit Einfachheit. Was bleibt denn übrig vom Gemüse, wenn ich es ernte, mir überlege, was es sein will, und es dann entsprechend zubereite? Fern von Sahnesaucen, komplexen Gewürzmischungen und anderen Kapriolen? Er hat die Tradition des Kaiseki  aufgegriffen und es sich zur Aufgabe gemacht, das Wesen des Gemüses zu erkunden.

Jule Felice Frommelt ist begeisterte Gärtnerin und hat ein Gartengrundstück im Spreewald. Dort wurde das Buch konzipiert. Die beiden sind immer wieder in diesen Garten gefahren, haben geerntet und mit dem Geerneten gekocht. Wenn man beim Kochen das Wesen der Dinge erkunden will, richtet man sich am besten nach dem Lauf der Jahreszeiten. Und genau danach sind die Rezepte auch geordnet.

Da gibt es  Seidentofu mit Mangold und Mandarinendressing im Frühling, Antipasti auf japanische Art im Sommer, Topinambur mit Misonaise im Herbst und Lauch mit Orange und Walnuss im Winter. Es werden keine Milchprodukte verwendet, aber hin und wieder ein Ei. Die meisten Rezepte sind zwanglos und zufällig  vegan. Zu jedem Rezept gibt es eine Einführung, in der man lesen kann, worauf es ankommt bei dem Gericht und was sein Wesen ausmacht. 

Für jede Jahreszeit gibt es eine Suppe, eingelegtes Gemüse, gegartes Getreide,  etwas mit Tofu und auch Süßes.  Wie es die Tradition des Kaiseki will, wird jedes Kapitel mit einer Tasse Tee abgeschlossen: Matcha im Frühjahr, Gerstentee im Winter….Das klingt japanisch, und auch viele Kochtechniken sind aus der japanischen Küche entlehnt. Dennoch ist das keine japanisches Kochbuch in  Reinkultur, sondern alles ist übertragen auf unsere Lebensverhältnisse. 

Die Rezepte sind einfach im besten Sinne. Es wird zurückhaltend gewürzt, hauptsächlich mit Dashi, Mirin und Sojasauce – Würzmittel, die den Eigengeschmack der Zutaten betonen anstatt ihn zu übertünchen. Der Dashi ist ein einfacher Kombu-Dashi – und ich habe aus gutem Grund seither immer ein großes Glas Wasser mit etwas Kombu darin auf der Arbeitsfläche stehen.

Nun ist das aber kein reines Rezeptbuch. Es ist (auch) ein Buch zum Lesen, Nachdenken und Erkenntnisse gewinnen. Es gibt viel Text, als Vorwort, vor jedem Kapitel und auch zu jedem Rezept als kleine Einführung. Klar geht es da um Lebensmittel und ums Kochen –  aber nicht auf einer technischen Ebene, sondern auf einer philosophischen. Kochen wir den Sellerie oder kocht der Sellerie etwa auch uns? Was passiert  – in der Küche und in meinem Leben –  wenn ich die Dinge so nehme, wie sie eben sind? Was ist denn das Wesen der einzelnen Jahreszeiten?  Es  gibt viele schöne  Anregungen zum Innehalten und Nachdenken oder auch  einfach Nachspüren.

Eigentlich ist die Zwiebel-Misosuppe  ein Gericht aus dem Herbst-Kapitel, aber ich habe sie an einem noch sehr kalten Frühlingstag gekocht. Die Kombination aus weicher, süßer, karamellisierter Zwiebel macht zufrieden, wärmt den Bauch und wirkt richtig aufmunternd.

Dengaku ist eine Zubereitungsart, bei der Grillgut mit einer Würzpaste aus Miso und anderen Würzzutaten bestrichen wird. Hier wurde Tofu auf diese Art zubereitet – das ist richtig toll. Der Tofu nimmt die Würzung wunderbar auf.

Zum Tofu gab es Brokkoli. Der wird kurz gedämpft und bekommt dann ein Dressing aus körnigem Senf, Sojasauce und Tahin. Senf und Brokkoli vertragen sich sehr gut.

Malte Härtig nennt dieses Gericht Gurken-Apfel-Kimchi; es erinnert an japanische, rasch eingelegte Tsukemono: Gurke, Apfel, etwas Reisessig, Zitronenschale und für den Kick frisch geriebener Meerrettich. Knackig, erfrischend und mit dem gewissen Etwas.

Rhabarber-Tempura. Dazu muss ich nichts weiter sagen – das ist ebenso schlicht wie genial. Hier geht es zum Rezept.

Fazit:

Das ist ein Buch für Menschen, die gerne über den Tellerrand schauen und für die Kochen und Essen nicht nur Nahrungsaufnahme und Genuss ist, sondern auch ein Vorgang, der uns tiefer in unser Dasein blicken lassen kann. Und die auf das Wesentliche reduzierten Rezepte sind ein Genuss, denn sie holen das Beste aus den Zutaten heraus.

  • Gebundene Ausgabe: 250 Seiten
  • Verlag: AT Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 978-3038000525
  • 28,00

Wildreis-Chowder

Es ist immer wieder ein großer Spaß, bei der kulinarischen Weltreise mitzumachen. Vielen Dank für’s Organisieren, Volker!

Wobei ich gestehen muss – diesen Monat geht es nach Kanada, und das war eine kleine Herausforderung für mich. Was ich in den Weiten des Netzes fand, riss mich nicht so vom Hocker, und was ich anschließend ausprobierte, auch nicht. Blockade, sozusagen. Also zurück auf Anfang, lassen wir das mit dem Internet. Wozu hat man schließlich das eine oder andere Kochbuch – wobei ich feststellen musste, Kanada ist da, gelinge gesagt, unterrepräsentiert.

Aber im vegetarischen Lieblingskochbuch* gibt es immerhin drei (!) kanadische Rezepte. Am besten gefallen hat mir da diese Suppe, also los:

Wildreis ist eigentlich kein Reis; es sind die Samen eines Wassergrases. Früher war er ein Grundnahrungsmittel der indianischen Ureinwohner, heute wird er auch kultiviert. Er schmeckt wunderbar nussig und ein wenig rauchig; ich verwende ihn normalerweise gern in einer Mischung zusammen mit Vollkornreis.

Der Chowder ist eine sehr sättigende Suppe mit einer samtigen, cremigne Konsistenz. Es wird keine Brühe verwendet, sondern das Kochwasser des Reises; dadurch kommt das Aroma noch besser zur Geltung.

Wildreis-Chowder

Samtige, üppige Suppe mit nussiger Note

Gericht Suppe
Länder & Regionen Kanada
Keyword Wildreis
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 190 g Wildreis
  • 1 l Wasser
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 2 Lorbeerblätter
  • 2 EL Olivenöl
  • 200 g Champignons
  • 2 Stangen Sellerie
  • 1 grüne Paprikaschote
  • 1 rote Paprikaschote
  • 4 EL Mehl
  • 375 ml Milch
  • 125 g Sahne

Anleitung

  1. Wildreis in ein feinmaschiges Sieb geben und abbrausen.

  2. Mit dem Wasser in einen Topf geben, Lorbeerblätter zugeben, alles leicht salzen, zum Kochen bringen und den Reis köcheln lassen, bis er weich ist. Das dauert zwischen 40 und 50 min. Reis nicht abgießen, wir brauchen das Kochwasser noch.

  3. Inzwischen Zwiebel schälen und hacken. Pilze putzen und hacken, ebenso Sellerie und beide Sorten Paprikaschote.

  4. Olivenöl in einem Topf erhitzen. Zwiebel darin glasig anbraten, dann Pilze, Sellerie und Paprikaschoten zugeben. Salzen, dann unter Rühren braten, bis alles weich ist.

  5. Das Gemüse mit dem Mehl bestäuben und alles unter Rühren ca. 3 min rösten. Den Reis mitsamt dem Garwasser zugeben und alles unter Rühren zu Kochen bringen. MIlch und Sahne zugeben und die Suppe noch kurz köcheln lassen. Wenn sie zu dick ist, noch etwas Flüssigkeit zugeben.

  6. Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken und gleich servieren.

Für mehr kanadische Rezepte bitte hier entlang:

The Road Most Travelled: Nanaimo Bars

Küchenlatein: Poutine und Habitant Pea Soup

Backmädchen 1967: Nanaimo Bars

Fränkische Tapas: Saibling grillen wie die Indianer und Piroggen aus Manitoba

Liebe & Kochen: Butter Tartes

Zimtkringel: Maple Fennel Bacon und Butter Tart Pinwheels

Küchenmomente: Moose Farts

Chili und Ciabatta: Geschmorter Ancho-Rehbraten mit Bacon und cremigem Kartoffelpüree mit Frühlingszwiebeln und  Toutons und traditionelles Weißbrot aus Neufundland

Brotwein: Topfbrot ohne Kneten

Savory Lens: Blueberry Grunt

Brittas Kochbuch: Schweinerippchen in Ahornsirup

Papilio Maackii: Blueberry Grunt

Volker mampft: Montreal Bagels und Mac and Cheese

Gourmandise: Ahornsiruplimonade und Schweinerippchen mit Hash Browns

Mein wunderbares Chaos: No Bake Himbeer Nanaimo Bars

Lazania

Israel ist diesen Monat das Ziel der kulinarischen Weltreise, die Volker mampft organisiert – vielen Dank dafür, es ist jeden Monat wieder ein Spaß.

Israel ist ja ein Schmelztiegel, in dem viele Kulturen aufeinander treffen – und natürlich auch viele Esskulturen. Wenn man googlet, sind die Topergebnisse Humus, Falafel und Co – das ist die Küche, die die arabischen Bewohner des Landes mitbringen. Und ich auch habe mich hauptsächlihc davon ernährt, als ich das Land besucht habe. Aber natürlich haben auch Zuwanderer aus Russland, aus Äthiopien, aus Osteuropa und vielen anderen Regionen ihre Gerichte mitgebracht.

Ich stelle Euch heute ein Gericht vor, das seinen Ursprung in Osteuropa hat – Lazania, das ist polnisch und bedeutet nichts anderes als Lasagne; und damit hat der Aufkauf auch eine gewisse Ähnlichkeit: Gegarte Nudeln werden mit zwei Sorten Sauce und Käse geschichtet und überbacken.

Da hört die Ähnlichkeit dann aber auch auf: Die Tomatensauce wird einfach aus Tomatenmark gerührt; klingt etwas merkwürdig, macht sich im Auflauf aber sehr gut. Und die Käsesauce besteht aus dem in der jüdischen Küche sehr beliebten Hüttenkäse. Der Auflauf ist sehr einfach – und am Ende dann mehr als die Summe seiner Teile.

Lazania

Nudelauflauf mit Hüttenkäse

Gericht Hauptgericht, vegetarisch
Länder & Regionen Israel
Keyword Auflauf
Portionen 6 Portionen

Zutaten

  • 200 g Bandnudeln
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 140 g Tomatenmark
  • 100 ml Wasser
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 400 g Hüttenkäse
  • 2 Eier
  • 1/2 Bund glatte Petersilie
  • 200 g mittelalter Gouda in dünnen Scheiben

Anleitung

  1. Nudeln in reichlich Salzwasser knapp bissfest kochen, abgießen, kalt abspülen und abtropfen lassen.

  2. Knoblauchzehen schälen und mit Salz zerdrücken. Tomatenmark mit Wasser zum Knoblauch geben und alles glatt rühren. Mit Salz und Pfeffer würzen und den Oregano einrühren.

  3. Hüttenkäse mit den Eiern verrühren. Die Petersilie zupfen, fein hacken und unter den Hüttenkäse rühren. Alles salzen.

  4. In eine passende Auflaufform die Hälfte der Nudeln geben, darauf die Häfte der Hüttenkäsemischung, dann die Hälfte der Tomatensauce und schließlich die Hälfte der Käsescheiben einschichten. Alles mit der zweiten Hälfte der Zutaten wiederholen.

  5. Auflauf in den kalten Ofen schieben. Auf 200°C Ober- und Unterhitze stellen und alles ca. 40 min backen.

  6. Herausnehmen, 10 min ruhen lassen, dann anschneiden und gleich servieren.

  7. Dazu passt ein einfacher grüner Salat.

Wie üblich, reise ich nicht alleine. Schaut mal, was die Reisegefährten für Leckereien mitgebracht haben:

Küchenlatein: Geröstete Auberginensuppe mit Ziegenfrischkäse

Backmädchen 1967: Challah

Küchenmomente: Babka mit Schoko-Nuss-Füllung und Rugelach mit Aprikosen-Nuss-Füllung

Zimtkringel: Gebackene Süßkartoffeln, Feigen und Ziegenkäse und Gefüllte Paprika

Chili und Ciabatta: Kubbaneh auf moderne Art und auf traditionelle Art sowie Shawarma Meat Market mit israelischem Salat

Brittas Kochbuch: Freekeh-Salat mit Ziegenkäse und Vegetarisch gefüllte Kibbeh

Kohlenpottgourmet: Malabi mit Erdbeeren und Pistazien

Fränkische Tapas: Hummus, Falafel und israelische Crepes  und israelische Gewürznüsse

The Road most traveled: Mandelkekse

Brotwein: Israelischer Salat, Shawarma und Pita-Brot sowie Ofenhühnchen mit Zitrone und Topinambur und Hummus mit Rindfleisch und Zitronensauce und Apfelkuchen mit Walnüssen und Zimt

Savory Lens: Sabich

Volker mampft: Aubergine mit Charmoula-Bulgur und Joghurt; Israelische Restaurants in Hamburg, Ossobucco-Octopus und Mango-Papaya-Salat; Buchvorstellung Jerusalem und Hummus Kawarma

Men wunderbares Chaos: Lammkebap auf der Zimtstange mit Minz-Tahini-Sauce und Pita

Coconut and Cucumer: Tahini-Kekse

Gourmandise: Shakshouka

 

Gebratener Spargel mit Brennnesseln und selbst gemachtem Frischkäse

Es ist Spargelzeit, die muss noch ausführlich genutzt werden; sie ist so schnell vorbei. Und im Garten wuchert es; dass ich das sage, grenzt an ein Wunder. Gärtnern zählt nicht zu meinen Talenten. Aber gut, es wuchtert ja auch eher das, was man nicht so geplant hatte. Die Brennesseln, zum Beispiel. Ach und der Frauenmantel. Die Nachbarn haben ihn gepflanzt, aber er plant ganz klar die Weltherrschaft.

Dieses Rezept von Mikkel Karstadt hat mich also gleich in den Garten geschickt – da gibt es nämlich Brennnesseln, und die aufzuessen statt sie  in den Kompost zu geben, das ist doch ein guter Plan.

Zum Gemüse gesellt sich noch eine Portion selbstgemachter Frischkäse, das macht das Ganze zu einem vollwertigen Gericht.

Im Original wird der Spargel in einer Pfanne über dem Feuer gebraten – aber wenn man ordentlich Hitze gibt, dann geht das gut auch auf dem Herd. Die Brennnesseln werden kurz mitgebraten, im Original kommen an Kräutern Sauerklee und Buchenblätter hinzu. Ich habe im Garten gewütet und statt dessen die ominösen Frauenmantelblätter verwendet.

Ach so, das Rezept stammt aus dem wunderbaren Gemüsebuch von Mikkel Karstad. Das Buch stelle ich Euch noch näher vor; aber der Spargel konnte nicht warten…

Gebratener Spargel mit selbstgemachtem Frischkäse und Brennnesseln

Gericht Hauptgericht, vegetarisch
Keyword Gemüse
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 1 l Milch
  • 2 - 3 EL Apfelessig
  • 12 Stangen grüner Spargel
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 Handvoll frische Brennnesselschösslinge
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • frische Wildkräuter; ich hatte Frauenmantel

Anleitung

  1. Für den Frischkäse die Milch in einen Topf geben erhitzen, kurz aufkochen lassen und die Hitze abstellen. Apfelessig einrühren und alles stehen lassen, bis die Molke ganz klar wird.

  2. Die Masse in ein mit ein Mousselinetuch ausgelegtes Sieb abgießen und abtropfen lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

  3. Masse aus dem Sieb in eine Schüssel geben und mit Salz und Pfeffer würzen.

  4. Den Spargel putzen, holzige Enden abbrechen. Öl in der Pfanne stark erhitzen und den Spargel von allen Seiten anbraten, bis er schön gebräunt ist. Brennnesseln und Frauenmantel zugeben und 30 sek mitbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

  5. Spargel aus der Pfanne nehmen und mit Frischkäse auf Tellern anrichten.

Streuselkuchen aus Penne und Blumenkohl

So lautet der Originaltitel des Rezepts aus “Blumenkohl mal anders“*. Ich würde es eher als Auflauf bezeichnen.

Aber wie man es auch nennen mag, das Gericht ist originell und macht Spaß. Der Blumenkohl kommt zweimal darin vor: Die Oberfläche des Kohls wird zu Streuseln geraspelt und zum Überbacken verwendet; der Rest landet vorgegart im Auflauf Kuchen. Die Streuselidee werde ich bestimmt noch öfter verwenden; die ist klasse.

Das ist eines der Rezepte im Buch, in dem auf fertige Bechamelsauce zurückgegriffen wird – ich weigere mich, so etwas zu kaufen; Bechamel ist wirklich rasch selbst gemacht…

Streuselkuchen aus Penne und Blumenkohl

Nudelauflauf mit Blumenkohl und Blumenkohlstreuseln

Gericht Hauptgericht, vegetarisch
Länder & Regionen Frankreich
Keyword Blumenkohl

Zutaten

  • 1 mittlerer Blumenkohl
  • 300 g Penne
  • 1 TL Butter
  • 1 TL Mehl
  • 200 ml Milch
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle, Muskatnuss
  • 70 g Comté frisch gerieben

Für die Streusel:

  • 120 g Butter weich
  • 120 g Mehl
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Anleitung

  1. Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. 

  2. Die Oberfläche des Blumenkohls zu Streuseln raspeln; die Streusel beiseite stellen.

  3. Restlichen Blumenkohl in Röschen teilen und in kochendem Salzwasser bedeckt ca. 12 min kochen. Abgießen. 

  4. Für die Sauce Butter in einem kleinen Topf schmelzen. Das Mehl einrühren, kurz anrösten, dann nach und nach unter Rühren die Milch angießen und alles zum Kochen bringen. Köcheln lassen, bis alles andickt und sich der Mehlgeschmack verliert. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen und beiseite stellen. 

  5. Penne nach Packungsanleitung al dente kochen und abgießen und in einer Auflaufform mit dem gegarten Blumenkohl, dem Käse und der Bechamelsauce vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

  6. Blumenkohlstreusel, Mehl, Butter und etwas Salz mit den Fingern zu einer krümeligen Masse verarbeiten. Streusel gleichmäßig auf der Nudelmischung verteilen. 

  7. Alles im heißen Ofen in ca. 30 min backen.

  8. Der Auflauf schmeckt warm und lauwarm.