Rosenkohl-Lasagne

Rosenkohl! Liebe ich! Ich kaufe den sehr oft, so lange er Saison hat und werde seiner so schnell nicht überdrüssig. Ein Großteil des Rosenkohls landet bei mir einfach im Ofen und wird geröstet; das ist meine liebste Zubereitungsart. Herauskommt eine schöne Gemüsebeilage, oder etwas, das ich gerne als Snack knabbere. Der geröstete Rosenkohl ist dabei ziemlich gefährdet, in der Regel kann ich nicht aufhören zu knabbern.

Diesmal habe ich mich zusammengerissen und nicht genascht, denn ich wollte unbedingt diese Rosenkohl-Lasagne ausprobieren, die ich im sainsbury’s magazine gefunden habe. Das hat sich gelohnt – ein voller Erfolg. Ich bin ja alleine hier mit meiner Liebe zum Rosenkohl, und der dominiert die Lasagne wirklich. Trotzdem: auch die Rosenkohl-Skeptiker haben sich mit Begeisterung über die Lasagne hergemacht.

Ich habe – wie immer leichte Änderungen vorgenommen; das Original-Rezept steht im Link oben.

Rosenkohl-Lasagne

Rosenkohl als Star im Nudelauflauf

Gericht Hauptgericht, vegetarisch
Länder & Regionen Großbritannien
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 1 kg Rosenkohl
  • 3 EL Rapsöl
  • 1 Bund Thymian
  • 250 g frische Lasagneblätter
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 50 g Parmesan, frisch gerieben

Sauce:

  • 700 ml Milch
  • 1 kleine Zwiebel
  • 4 Gewürznelken
  • 1 Lorbeerblatt
  • 50 g Butter
  • 50 g Mehl
  • 100 g Cheddar
  • 3 EL Dijonsenf
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Anleitung

  1. Rosenkohl putzen und die Röschen vierteln.
  2. Ofen auf 220°C vorheizen. Rosenkohl auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben, mit Öl beträufeln, salzen und pfeffern. Thymianzweige zwischen den Röschen verteilen und alles 15 bis 20 min rösten. Herausnehmen und die Temperatur auf 200°C reduzieren. 
  3. Für die Sauce die Zwiebel schälen und mit den Nelken spicken. Milch in einen Topf geben, gespickte Zwiebel und Lorbeerblatt dazu geben. Auf niedriger Hitze zum Kochen bringen, dann von der Hitze nehmen, 15 min ziehen lassen und schließlich Zwiebel und Lorbeer entfernen. 
  4. Butter in einem zweiten Topf schmelzen. Mehl zugeben und unter Rühren anrösten. Milch nach und nach unter Rühren einarbeiten. Einige Minuten köcheln lassen, bis die Sauce andickt und der mehlige Geschmack sich verliert. Mit Salz und Pfeffer würzen. 

  5. Cheddar reiben und zusammen mit dem Senf zur Sauce geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Lasagneblätter ggf. vorkochen, abtropfen lassen und auf Geschirrtüchern ausbreiten. 
  7. Zum Fertigstellen eine Schicht Rosenkohl in eine ca. 20 x 30 cm große Auflaufform geben. Mit einem Drittel der Käsesauce bedecken, dann die Hälfte der Lasagneblätter darüber geben. Die Hälfte des restlichen Rosenkohls darauf verteilen, dann das nächste Drittel der Sauce und eine zweite Lage Lasagneblätter. Restliche Sauce darauf geben, dann den restlichen Rosenkohl. Käse darüber streuen und großzügig mit Pfeffer würzen.
  8. Im heißen Ofen 25 min backen, dann 5 bis 10 min ruhen lassen. 

Toast mit Bier-Rarebit und Blumenkohl

Überbackenes Brot ist eine tolle Sache – das gibt es bei uns viel zu selten. Deswegen bin ich ganz dankbar für das laufende Event im Kochtopf. Ingrid richtet es aus, und sie ist auf der Suche nach neuen Ideen für den klassischen Toast.

So kam bei uns auch mal wieder Toast auf den Tisch. Und ich glaube, ich mache das jetzt öfter….ich bin sicher, es gibt hier Menschen, die sich auch über klassischen Toast Hawaii freuen …. vielleicht sogar mit Cocktailkirsche ;-). Oder über den guten alten “Strammen Max”….

Aber jetzt gibt es erst mal etwas nicht ganz so Klassisches. Dieser Toast hier wird mit geröstetem Blumenkohlröschen belegt und mit einer Käsesauce übergossen. Die Sauce ist speziell, denn statt Milch wird Bier verwendet. Die leichte Bitternote macht den Toast zu etwas Besonderem.

Das Rezept habe ich in einem Buch gefunden, das sich tatsächlich ausschließlich mit Toast* befasst; im Original aber kommt es von der wunderbaren Deb Perelman.

Noch ein Wort zum verwendeten Brot – es ist sowieso klar, so ein Toast schmeckt nur so gut, wie das Brot, das man verwendet. Der Toast aus der Tüte ist also keine so tolle Grundlage. Ihr könnt ein beliebiges, gutes Sauerteigbrot verwenden. Ich hatte tatsächlich Toast, und zwar Roggentoast nach einem Rezept von Dietmar Kappl. Das Brot kann ich Euch wärmstens empfehlen.

Toast mit Bier-Rarebit und Blumenkohl

Rarebit, neu gedacht

Gericht Imbiss
Länder & Regionen Großbritannien
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 1 kleiner Kopf Blumenkohl
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz
  • 45 g Butter
  • 45 g Mehl
  • 2 TL Dijon-Senf
  • 1/4 TL Cayennepfeffer
  • 355 ml Bier, ich hatte Giesinger Lemon-Drop; original wird Stout verwendet
  • 1 TL Worchestershiresauce
  • 170 g Käse; ich hatte alten Gouda
  • 4 Scheiben Brot
  • frisch gehackte Petersilienblättchen

Anleitung

  1. Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. 

  2. Blumenkohl in mundgerechte Röschen teilen, auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben, mit dem Olivenöl vermengen und salzen. Im heißen Ofen in 20 bis 30 min goldbraun rösten, dann herausnehmen und beiseite stellen. 

  3. Butter in einem Topf schmelzen. Das Mehl mit einem Schneebesen einrühren und unter Rühren eine Minute anrösten. Senf und Cayennepfeffer einrühren. 

  4. Das Bier in dünnem Strahl unter dauerhaftem Rühren angießen. Worchestershiresauce zugeben, salzen und alles unter Rühren köcheln lassen, bis sich der Mehlgeschmack verloren hat. 

  5. Käse reiben und portionsweise in die Sauce  rühren. Sauce abschmecken und beiseite stellen.

  6. Das Brot rösten; Ihr könnt das unter dem Backofengrill tun oder schlicht im Toaster.

  7. Zum Servieren auf jede Scheibe Brot einige Blumenkohlröschen geben. Großzügig Sauce darüber schöpfen und mit gehackter Petersilie garnieren. 

Linsen-Fesenjan

Noch so ein Gericht aus der Kategorie “Schmeckt besser als es aussieht”. Aber gut, wir sprechen ja von Fesenjan. Fesenjan  ist ein Gericht, das aus Persien stammt. Es ist im Wesentlichen ein Eintopf, bei dem die Zutaten mit Granatapfelmelasse und gemahlenen Walnüssen gegart werden. Kein Wunder, dass Braun die vorherrschende Farbe ist ;-).

Wie auch immer, ich liebe Fesenjan. Die Kombination vom Walnuss und Granatapfel ist einfach unschlagbar. Hier findet Ihr die Standard-Variante mit Hühnchen; und da gibt es auch gleich noch das Rezept für den phänomenalen persischen Reis mit der Knusperkruste; der passt nämlich wunderbar dazu. Dieses Rezept hier kommt ohne Fleisch aus – und man vermisst es kein bisschen, das Linsenragout macht richtig Spaß.

Gefunden habe ich das Rezept bei minimalist baker. Da ist es vegan – ich konnte mich aber nicht überwinden, Ahornsirup an ein persisches Gericht zu geben und habe statt dessen lieber Honig verwendet.

Ach, und noch ein Hinweis … das wäre ja ein Gericht für Neujahrsnacht, oder was meint Ihr? Da gibt es ja diesen Volksglauben, der zumindest in Italien besagt, dass man um so mehr Geld im Beutel hat, je mehr Linsen man futtert. Also los;-).

Mit diesem Beitrag entlasse ich Euch in die Weihnachtszeit. Hier wird es etwas ruhiger werden in der nächsten Zeit; ich freue mich auf eine ruhige Zeit mit der Familie. Euch wünsche ich glückliche, entspannte Weihnachten. Macht es Euch schön!

Linsen-Fesenjan

Linsen in Walnuss-Granatapfelsauce

Gericht Hauptgericht, vegetarisch
Länder & Regionen Persien
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 120 g Walnüsse
  • 60 ml Granatapfelmelasse
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 600 ml Gemüsebrühe
  • 190 g braune Linsen
  • 15 ml Honig
  • 1/2 TL gemahlene Kurkuma
  • 1/2 TL Zimtpulver
  • Granatapfelkerne und gehackte Petersilie zum Servieren
  • gegarter Reis zum Servieren

Anleitung

  1. Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen und die Walnüsse darauf verteilen. Im heißen Ofen ca. 10 min rösten, dann beiseite stellen und abkühlen lassen. Abgekühlte Nüsse im Mixer fein mahlen.

  2. Zwiebel schälen und fein hacken. Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel zugeben, eine Prise Salz darüber streuen und Zwiebel in ca. 4 min glasig braten. 

  3. Gemüsebrühe angießen und alles zum Kochen bringen. Linsen in ein feinmaschiges Sieb geben, abbrausen und abtropfen lassen.

  4. Linsen in den Topf geben und alles ohne Deckel 20 min köcheln lassen. 

  5. Wenn die Linsen weich sind, gemahlene Walnüsse und Granatapfelmelasse zugeben, ebenso Honig, Kurkuma und Zimt. Gut durchrühren und weitere 10 min köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und weiterer Granatapfelmelasse abschmecken.

  6. Zum Servieren mit Granatapfelkernen und Petersilie bestreuen und gegarten Reis dazu servieren. 

Mac & Cheese auf griechische Art

Also, wenn ich schon ein Blogevent im Kochtopf organisieren darf (danke 🙂 ), dann mache ich natürlich auf selbst mit: Mac & Cheese gehen hier immer. Die klassische Version kommt gerne mal auf den Tisch, aber es gibt ja auch genug Möglichkeiten, das Gericht abzuwandeln. Für dieses Mal habe ich mir eine griechisch inspirierte Version herausgesucht:

Die Pasta landet in einer Bechamelsauce, die mit  Feta und Mozzarella angereichert wurde, außerdem mit Spinat. Kirschtomaten und Oliven sind auch mit von der Partie. Uns hat das gut gefallen – es ist käselastiges Comfort Food, aber durch den Gemüseanteil trotzdem etwas leichter und schön frisch.

À propos leichter – im Original stammt das Rezept von hier; und weil die Autorin sich der schlanken Küche verschrieben hat, werden fettarme Milch und fettarmer Mozzarella verwendet; ich habe hier jeweils auf die Normalversion zurückgegriffen.

Mac & Cheese griechische Art

Pasta und Käsesauce mit griechischer Note

Gericht Hauptgericht, vegetarisch
Keyword Pasta
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 250 g Nudeln eine kurze, geringelte Sorte
  • 30 g Butter plus etwas für die Form
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 30 g Mehl
  • 500 ml Milch
  • 1 Kugel Mozzarella
  • 150 g Feta
  • Oregano
  • Majoran
  • 250 g Kirschtomaten
  • 10 Kalamata-Oliven
  • 200 g Spinat
  • gehackter Dill zum Bestreuen
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Anleitung

  1. Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine große oder 4 kleine Auflaufformen mit Butter ausstreichen. 

  2. Pasta in reichlich Salzwasser al dente kochen, dann abgießen und beseite stellen. 

  3. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. 

  4. Butter in einem Topf schmelzen. Zwiebel und Knoblauch darin glasig andünsten, dann das Mehl darüber streuen und unter Rühren weiterbraten. Die Milch unter Rühren nach und nach angießen, alles zum Kochen bringen und bei milder Hitze köcheln lassen, bis sich der Mehlgeschmack verliert. 

  5. Tomaten halbieren. Oliven ebenfalls halbieren. Feta und Mozzarella zerkleinern. Die  Sauce von der Hitze nehmen, Spinat, Tomaten und Kräuter zugeben. Den gesamten Mozzarella und die Hälfte des Feta in die Sauce geben, rühren bis alles geschmolzen ist und mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

  6. Pasta und Sauce in die vorbereitete Form geben und mit dem restlichen Feta bestreuen. 

  7. Im heißen Ofen ca. 20 min backen, bis die Sauce blubbert und die Oberfläche knusprig ist.

  8. Zum Servieren mit gehacktem Dill bestreuen. 

Bohnen-Tostadas mit Nopales und Ei

Im Grunde finde ich die mexikanische Küche und auch die Tex-Mex-Küche wirklich spannend, aber ich koche daraus weniger, als ich möchte. Zutatenprobleme. Es gibt ja hier in München an jeder zweiten Ecke einen Asia-Shop, was auch toll ist. Aber mexikanische Lebensmittel sind leider Mangelware. Einen kleinen, sehr netten Laden gibt es – aber der hat in schöner Regelmäßigkeit exakt das, was ich brauche, nicht.

Insofern habe ich große Augen gemacht und Appetit bekommen, als ich bei Erin Alderson dieses Rezept gesehen habe. Aber hey, Nopales? Also Kaktus? Ich hatte meinen Appetit geistig schon ad acta gelegt, da fand ich doch tatsächlich ganz unerwartet eingelegten Kaktus mit Supermarkt um die Ecke. Mitgenommen, Tostadas gemacht.

Solltet Ihr auch, das schmeckt klasse. Im alleräußersten Notfall vielleicht mit Gurke statt Kaktus, das könnte funktionieren.

Man braucht Mais-Tortillas für dieses Rezept. Eigentlich. Ich habe statt dessen mal wieder meine Schummel-Tortillas benutzt, aber so langsam muss ich eine vernünftige Tortilla-Presse auftreiben und mich mal an den wahren Stoff machen.

Bohnen-Toastadas mit Nopales und Ei

Geröstete Tortilla, refried Beans, Kaktus, Ei

Gericht Hauptgericht, vegetarisch
Länder & Regionen Tex Mex
Keyword Tortillas, Nopales
Portionen 3 Portionen

Zutaten

Tortillas

  • 2-3 EL neutrales Öl
  • 4 kleine Maismehltortillas oder 3 größere

Nopales:

  • 1 rote Paprikaschote
  • 1 Glas eingelegter Kaktus
  • 1 EL Limettensaft
  • Salz
  • eine Handvoll Koriandergrün plus etwas zum Servieren

Eier und Bohnen:

  • 2 Eier
  • 2 TL neutrales Öl
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1/2 TL Kreuzkümmel gemahlen
  • Salz
  • 250 g gegarte Kidneybohnen oder Pintobohnen mit Flüssigkeit

Anleitung

  1. Eine Pfanne bei mittlerer Hitze auf den Herd stellen. Einen EL Öl darin erhitzen, eine Tortilla hineingeben und von beiden Seiten knusprig braten. Beiseite stellen. Mit dem restlichen Tortillas ebenso verfahren, dabei, wenn nötig weiteres Öl in die Pfanne geben. 

  2. Paprikaschoten putzen und in Würfel schneiden. Kaktus abtropfen lassen. Koriander zupfen, Blätter und feine Stängel hacken. 

  3. Es sollte noch etwas Öl in der Pfanne sein. Darin Paprika und Kaktus anbraten, bis alles leicht gebräunt ist, dann von der Hitze nehmen, salzen, Limettensaft und Koriandergrün unterheben. In eine Schüssel geben und warm stellen. 

  4. Knoblauch schälen und fein hacken. Etwas Öl in der Pfanne erhitzen. Knoblauch anrösten bis er duftet, dann Bohnen mitsamt der Flüssigekeit und Kreuzkümmel zugeben, alles salzen, dann zum Kochen bringen. Köcheln lassen, bis die Bohnen heiß sind und die Flüssigkeit verdampft ist, dann alles mit einer Gabel zerdrücken.

  5. Jetzt noch die Eier in einer kleinen beschichteten Pfanne als Rührei zubereiten.

  6. Und dann geht es ans Zusammenbauen. Meine Tortillas waren etwas groß, ich habe sie deshalb geviertelt. Kleine kann man auch gut ganz lassen. Jede Tortilla mit etwas Bohnenmasse bestreichen, dann etwas Ei darauf verteilen und schließlich großzügig Nopales-Masse darüber geben. Mit zusätzlichem Koriander bestreuen und gleich servieren. 

Salzige Knafeh mit gerösteten Kirschtomaten

Kadiafi sind ganz feine frische Nudeln; man findet sie im türkischen oder orientalischen Lebensmittelladen im Kühlregal. Klassischerweise werden sie mit Zuckersirup zu einem (sehr süßen) Dessert verarbeitet.

Bei Haya Molcho nun findet man eine ganz andere, herzhafte Variante: die Pasta wird mit einer Masse aus Ziegenfrischkäse, Mascarpone und Sahne geschichtet gebacken – ein herzhafter Auflauf also. Gewürzt wird mit Zaatar, und darauf gibt es noch geröstete Kirschtomaten. Das ist im Grunde sehr einfach – und geschmacklich wirklich sensationell; wir waren hingerissen.

Das Rezept ist eines der Gastrezepte im Buch. Es stammt von den Yael und Keren Stellegofen. Die beiden bieten in einem ehemaligen Atelier Dinnerrunden an, die man online buchen kann. In einer großen Wohnung finden viermal die Woche Essen statt, die bislang fremde Menschen zusammenbringen. Die beiden lieben frische, saisonale Küche mit einfachen Zutaten.

Für das Rezept benötigt man die Gewürzmischung Za’atar. Za’atar zählt zu meinen Lieblings-Gewürzmischungen: getrockneten Thymian und Sumach 1:1 mischen, Salz und Sesamkörner nach Gusto zufügen – oder die Mischung im orientalischen Lebensmittelhandel kaufen.

Salzige Knafeh mit gerösteten Kirschtomaten

Engelshaar-Nudeln mit einer milden, cremigen Füllung

Gericht Hauptgericht, vegetarisch
Länder & Regionen Israel
Keyword Kadaifi
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 250 g Mascarpone
  • 200 g Ziegenfrischkäse
  • 1 EL Za'atar-Gewürzmischung
  • 250 ml Sahne
  • Salz
  • 100 g Butter
  • 300 g Kadaifi-Fäden
  • 1 Handvoll Kirschtomaten
  • Thymianblättchen zum Bestreuen

Anleitung

  1. Backofen auf 220°C vorheizen.  

  2. Mascarpone, Ziegenfrischkäse und Za'atar mit den Quirlen des Handrührers aufschlagen. Dann die Sahne zugeben und weiterrühren, bis alles luftig wird und an Volumen gewinnt. Mit Salz würzen.

  3. Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen. Die Kadaifi-Fäden in einer Schüssel etwas auseinanderziehen, dann die Butter darüber geben und alles gut miteinander verkneten. Die Teigfäden werden dadurch elastisch und lassen sich besser verarbeiten. 

  4. Eine runde Auflaufform von ca. 28 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen. Die Hälfte der Teigfäden darin als Boden gleichmäßig verteilen. Die Käsemischung darüber geben und alles mit der zweiten Hälfte der Nudeln abdecken.

  5. Im heißen Ofen in ca. 15 min goldbraun garen. 

  6. Während die Knafeh im Ofen ist, eine Pfanne stark erhitzen, etwas Olivenöl hineingeben und die Kirschtomaten rösten, bis sie etwas gebräunt sind. Sie sollen aber nicht zerfallen.

  7. Zum Servieren die Knafeh in Stücke schneiden und mit Kirschtomaten und Thymianblättchen bestreuen. 

Sri-lankischer Käsetoast

Es gab eine Zeit, da habe ich oft und gerne “Cheese and Chutney Toast” gegessen: Brot, darauf Mangochutney, Käse darüber, überbacken, fertig. Daran musste ich denken, als ich dieses Rezept von Emily Dobbs* gelesen habe.

Allerdings ist das hier eine bessere Versions dieses Essens: es darf nämlich ein Tamarinden-Dattel-Chutney mitspielen, und das ist wirklich genial. Und die Tamarinde ist auch das, was dem Toast den Bezug zu Sri Lanka verschafft. Hier wird eine fertige Paste verwendet, man kann das Mark aber auch aus eingeweichter und dann ausgedrückter Tamarinde selbst herstellen.

Das Chutney verleiht dem Ganzen Schwung und Würze, die Tomaten machen es saftig. Und wenn das Chutney gemacht ist, steht der Toast auch rasch auf dem Tisch.  So mag ich Fusion Food….

Sri-lankischer Käsetoast

Cheese and Chutney Toast - Luxusversion

Gericht Snack
Länder & Regionen Sri Lanka, Großbritannien
Portionen 2 Personen

Zutaten

  • 2 Scheiben Brot
  • Butter
  • 2 EL Tamarinden-Dattel-Chutney, plus etwas zum Servieren Rezept siehe unten
  • 2 Tomaten
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 170 g alter Cheddar oder Gruyère
  • 2 Eier
  • 1 TL Senfpulver
  • 1 TL gemahlene Kurkuma
  • 1 TL Cayennepfeffer
  • 4 Frühlingszwiebeln

Anleitung

  1. Den Backofengrill vorheizen.

  2. Tomaten in Scheiben schneiden. Käse grob reiben. Frühlingszwiebeln putzen und in Röllchen schneiden.

  3. Die Brotscheiben toasten, dann buttern und mit je 1 EL Tamarindenchutney bestreichen. Mit den Tomatenscheiben belegen und leicht salzen.

  4. Die restlichen Zutaten in einer Schüssel vermengen und mit Salz würzen. Einige Frühlingszwiebelröllchen für die Deko zurückbehalten. Die Masse auf den Tomatentoasts verteilen. 

  5. Alles unter den heißen Backofengrill schieben und ca. 5 min überbacken, bis der Käse geschmolzen ist und zu blubbern beginnt. 

  6. Die Toasts mit den restlichen Frühlingszwiebeln bestreuen und gleich auf den Tisch bringen; das restliche Chutney dazu servieren. 

 

Tamarinden-Dattel-Chutney

Ein süß-saueres, scharfes Chutney nach Sri-Lanka-Art

Portionen 1 Liter

Zutaten

  • 2 EL Kokos- oder Erdnussöl
  • 1 TL schwarze Senfsaat
  • 1 Handvoll Curryblätter
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 TL Salz
  • 7 Zehen Knoblauch
  • 30 g frischer Ingwer
  • 1 TL Cayennepfeffer
  • 50 ml Kokos- oder Reisessig
  • 85 g Rohrohrzucker
  • 400 g getrocknete Datten entsteint gewogen
  • 200 g Tamarindenpaste

Anleitung

  1. Zwiebel schälen und in feine Streifen schneiden. Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Ingwer schälen und hobeln.

  2. Das Öl in einem großen Topf erhitzen. Senfsaat hineingeben, dann gleich die Curryblätter. Wenn alles zu knistern beginnt, Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Salz zufügen. Alles bei mäßiger Hitze 3 min unter Rühren anbraten.

  3. Cayennepfeffer, Essig und Zucker einrühren, dann die Datteln, das Tamarindenmark und 100 ml Wasser zugeben. Alles 5 min köcheln lassen, bis die Datteln fast verkocht sind und die Mischung dick und sämig ist. 

  4. Vom Herd nehmen und kurz etwas abkühlen lassen, dann in ein trockenes, sterilisiertes Glas füllen. 

Rezept-Anmerkungen

In einem trockenen, sterilisierten Glas hält sich das Chutney etwa ein Jahr. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren.

Tomatencrumble mit Ziegenkäse

Unser Urlaub war dieses Jahr etwas kürzer als angedacht; ein Magen-Darm-Virus hatte sich kurz aber prägnant ein Mitspracherecht herausgenommen. Aber Inspiration habe ich trotzdem mitgebracht.

Ich kann ja nicht anders, ich muss ein wenig in den Kochbuchabteilungen am Urlaubsort stöbern und in der Regel bringe ich dann auch etwas mit. Diesmal ein Buch über Crumbles, Clafoutis und Gratins*. Was in der französischen Küche anders ist als bei uns: Crumbles oder Clafoutis sind nicht auf Süßspeisen limitiert, es gibt das alles auch in herzhaft.

Und deswegen gibt es heute mit Ziegenkäse-Streusel überbackene Tomaten. Ich habe einige Tomatenpflanzen auf der Terrasse stehen. Früher im Sommer sah es gar nicht so gut aus für die Tomatenernte – ich sage nur Tomatenfäule. Aber inzwischen haben sich die Planzen berappelt und ich kann jeden Tag einige Tomaten ernten. Es reicht nicht, um großmächtig Vorräte anzulegen, aber für diesen Crumble hier waren die Tomaten fleissig genug. Also los….

Tomatencrumble mit Ziegenkäse

Herzhafter Crumble mit feiner Ziegenkäse-Note

Gericht Hauptgericht, vegetarisch
Länder & Regionen Frankreich
Keyword Tomaten, Ziegenkäse
Portionen 3 Portionen

Zutaten

  • 5 Tomaten
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 4 getrocknete Soft-Tomaten
  • eine Handvoll Basilikumblättchen
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 50 g Weizenmehl 405
  • 50 g Butter in kleinen Stückchen
  • 30 g Mandelblättchen
  • 80 g Palet du Chèvre

Anleitung

  1. Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

  2. Für die Streusel Mehl, Mandelblättchen, etwas Salz und Butter mit den Fingern zu Streuseln verreiben. Den Ziegenkäse dazu zupfen und einarbeiten. Bis zur Verwendung in den Kühlschrank stellen. 

  3. Tomaten halbieren, den Strunk entfernen und den Rest in nicht zu kleine Würfel schneiden. Knoblauch schälen und hacken. Basilikumblättchen in feine Streifen schneiden. Getrocknete Tomaten fein würfeln.

  4. Öl in einer Pfanne erhitzen. Tomatenstücke und Knoblauch darin bei starker Hitze anbraten, bis die Tomaten ihre Flüssigkeit abgegeben haben. Die getrockneten Tomaten und einen Großteil des Basilikums unterheben. Mit Salz und Pfeffer würzen und die Tomaten auf 3 kleine Gratinförmchen verteilen; meine Förmchen hatten ca. 12 cm Durchmesser.

  5. Die Streusel über die Tomatenmasse bröseln. Alles im heißen Ofen ca. 20 min backen, bis die Streusel gegart und goldbraun sind.

  6. Vor dem Servieren mit den restlichen Basilikum-Blättchen bestreuen. 

    Der Crumble schmeckt heiß und lauwarm.

Rezept-Anmerkungen

Wer kein Palet de Chèvre bekommt, kann auch Ziegenweichkäse verwenden.

Mit Maisrisotto gefüllte Paprika

So, da bin ich wieder und es gibt auch gleich etwas auf den Teller:

Das hier ist Spätsommer pur – Paprika und Mais. Das Original-Rezept stammt von Deb Perelman*. Sie erzählt, dass ihre Idee eigentlich auf einem Missverständnis beruht: sie aß so gerne gefüllte Poblanos in einem mexikanischen Restaurant um die Ecke und war der festen Überzeugung, dass die cremige Füllung auf einem Risotto aufbaute. Erst später wurde ihr klar, dass Mexikaner wohl doch nicht unbedingt Risotto kochen, und dass es sich wohl um eine etwas andere Füllung gehandelt haben müsste.

Das ist aber egal – denn das Gericht ist einfach klasse. Wobei bei mir von Original nicht so viel übrig blieb. Da werden Poblanos verwendet; die hatte ich nicht, aber dafür rote Paprika. Ich habe auch mehr Mais verwendet und … sonst auch noch viel geändert.

Das ist aber auch egal – denn die Paprikas mit ihrer cremigen, sanften Füllung sind ein richtiges Wohlfühlessen. Mit roten Paprika ist das alles sehr zart, es würden sicherlich auch die Grünen gut passen, die geben der Füllung etwas Kontra.

Paprika mit Mais-Risotto -Füllung

Paprika mit einer cremigen, lieblichen Füllung

Gericht Hauptgericht, vegetarisch
Portionen 3 Portionen
Autor magentratzerl

Zutaten

  • 3 rote Paprikaschoten
  • 1 Schalotte
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 EL Olivenöl
  • 125 g Risottoreis
  • 1 Schuss Zitronensaft
  • 400 ml Hühnerbrühe
  • 250 g Maiskörner vom Kolben geschnitten oder TK (aufgetaut)
  • 30 g Mascarpone
  • 40 g Cheddar
  • Salz
  • Ancho-Chiliflocken

Zum Servieren:

  • 100 g Joghurt
  • 3 EL Koriandergrün frisch gehackt
  • Salz

Anleitung

  1. Für den Risotto Schalotte und Knoblauch schälen und fein hacken. 

    Die Brühe erhitzen und warm halten.

  2. Frischen Mais in Salzwasser eine Minute blanchieren, dann abtropfen lassen. 

  3. Olivenöl in einem Topf erhitzen und Schalotte und Knoblauch darin anbraten, bis sie weich und durchscheinend sind. 

    Den Reis zugeben und unter Rühren anrösten.

  4. Einen Schuss Zitronensaft zugeben, kurz rühren, dann etwas Brühe angießen. Kurz durchrühren, dann die Brühe einkochen lassen und wieder etwas Brühe angießen. So weiter machen, bis der Reis gar ist. 

    Mit dem letzten Rest Brühe den Mais zugeben. 

  5. Mascarpone unterrühren, Cheddar reiben und ebenfalls ins Risotto rühren. Mit Salz und Ancho-Chiliflocken abschmecken. 

  6. Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. 

    Die Paprikaschoten der Länge nach halbieren, die Trennwände und Kerne entfernen. 

  7. Den Risotto in die Paprikahälften füllen und diese in eine Auflaufform stellen. 

    Im heißen Ofen ca. 30 min backen, bis die Paprika weich sind. 

Zum Servieren:

  1. Koriander zupfen, Blättchen und feine Stiele hacken. 

    Mit dem Joghurt vermischen und mit Salz abschmecken.

  2. Zum Servieren Paprikaschoten mit der Sauce auf Tellern anrichten.

Brot-Gnocchi auf Zucchini-Creme

Bleibt bei Euch manchmal Brot übrig? Und was macht Ihr dann damit? Bei mir landet das oft erst mal in der Tiefkühle – entweder fein in Scheiben geschnitten für Knödel und Konsorten, oder einfach zerkleinert als Brösel. Oder ich schneide es in Würfel, röste es und verwende es als Croutons.

Aber natürlich gibt es da weitaus mehr Möglichkeiten – man kann Arme Ritter (aka French Toast) machen, oder einen süßen Ofenschlupfer. Brotsuppe ist ein bayerischer Klassiker, der genau auf diese Resteverwertung abzielt. Oder Panzarella, oder Frikadellen auf Brotbasis, oder Pasta mit gerösteten Brotkrumen. Oder man gibt das Brot geröstet, zerbröselt und eingeweicht an einen frischen Brotteig.

Nur eines, das kann man mit altbackenem Brot gar nicht machen – es wegwerfen. Es gibt so viele tolle Möglichkeiten, es zu verwerten.  Ich hab mich also etwas schwer getan ein Rezept auszusuchen für das Event, das gerade bei Zorra im Kochtopf läuft. Christine möchte gerne wissen, was wir so mit altbackenem Brot anstellen.

Eigentlich wollte ich Euch einen herzhaften Ofenschlupfer vorstellen – aber dafür war es mir zu warm. So kam ich auf Gnocchi –  das Rezept habe ich im Silberlöffel* gefunden und es hat trotz ähnlicher Zutaten erstaunlich wenig Ähnlichkeit mit den klassischen bayerischen Knödeln. Original werden die Gnocchi mit Salbeibutter serviert, ich hatte aber eine Menge Zucchini bekommen und habe mich deshalb für Zucchini-Creme entschieden. Das Rezept habe ich hier schon einmal vorgestellt; der Vollständigkeit halber schreibe ich es Euch nochmal dazu.

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Brot-Gnocchi auf Zucchini-Creme

Gnocchi aus Altbrot, sommerlich serviert

Gericht Hauptgericht, vegetarisch
Keyword Brot
Portionen 4 Portionen
Autor magentratzerl

Zutaten

Brot-Gnocchi

  • 250 g altbackenes Brot
  • 400 ml Milch
  • 2 Eier
  • 200 g Mehl
  • frisch geriebene Muskatnuss
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • frisch geriebener Parmesan zum Servieren

Zucchinicreme

  • 4 kleine Zucchini
  • 1 Schalotte
  • 4 EL Oilvenöl
  • 1 gekochte Kartoffel
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Anleitung

  1. Für die Gnocchi das Brot zerkleinern.

  2. Milch mit etwas Salz in einem Topf bis zum Siedepunkt erhitzen, dann das Brot zugeben und quellen lassen, dabei hin und wieder umrühren. 

  3. Mehl und Eier energisch unterrühren, dann herzhaft mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. 

  4. Nun den Teig an einem kühlen Ort 2 Stunden durchziehen und quellen lassen. 

  5. Inzwischen kann man schon mal die Zucchini-Creme machen: 

    Dafür  die Zucchini waschen, trockenreiben und in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebeln schälen und in feine Ringe schneiden.

  6. Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig andünsten; sie soll nicht bräunen. Zucchiniwürfel zugeben, kurz mit anschwitzen. Bis zur Hälfte mit Wasser bedecken und in ca. 15 min weich garen. Inzwischen die Kartoffel schälen und in feine Würfel schneiden. Gegen Ende der Garzeit zu den Zucchini geben. Die Creme fein pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und warm halten.
  7. Jetzt wieder zu den Gnocchi:


    Einen großen Topf mit Salzwasser erhitzen. Das Wasser soll sanft vor sich hin köcheln, es darf nicht sprudelnd kochen.

  8. Mit zwei Teelöffeln Klösschen vom Teig abstechen und portionsweise in das siedende Wasser gleiten lassen. Die Klösschen fünf Minuten ziehen lassen; sie sind fertig, wenn sie an der Oberfläche schwimmen,

  9. Mit einem Schaumlöffel herausholen, gut abtropfen lassen und warmhalten. Portionsweise weitermachen, bis der ganze Gnocchi-Teig aufgebraucht ist. 

  10. Zum Servieren etwas Zucchini-Creme auf die Teller verteilen, die Gnocchi darauf platzieren und alles mit etwas Parmesan bestreut auf den Tisch bringen.