Lazania

Israel ist diesen Monat das Ziel der kulinarischen Weltreise, die Volker mampft organisiert – vielen Dank dafür, es ist jeden Monat wieder ein Spaß.

Israel ist ja ein Schmelztiegel, in dem viele Kulturen aufeinander treffen – und natürlich auch viele Esskulturen. Wenn man googlet, sind die Topergebnisse Humus, Falafel und Co – das ist die Küche, die die arabischen Bewohner des Landes mitbringen. Und ich auch habe mich hauptsächlihc davon ernährt, als ich das Land besucht habe. Aber natürlich haben auch Zuwanderer aus Russland, aus Äthiopien, aus Osteuropa und vielen anderen Regionen ihre Gerichte mitgebracht.

Ich stelle Euch heute ein Gericht vor, das seinen Ursprung in Osteuropa hat – Lazania, das ist polnisch und bedeutet nichts anderes als Lasagne; und damit hat der Aufkauf auch eine gewisse Ähnlichkeit: Gegarte Nudeln werden mit zwei Sorten Sauce und Käse geschichtet und überbacken.

Da hört die Ähnlichkeit dann aber auch auf: Die Tomatensauce wird einfach aus Tomatenmark gerührt; klingt etwas merkwürdig, macht sich im Auflauf aber sehr gut. Und die Käsesauce besteht aus dem in der jüdischen Küche sehr beliebten Hüttenkäse. Der Auflauf ist sehr einfach – und am Ende dann mehr als die Summe seiner Teile.

Lazania

Nudelauflauf mit Hüttenkäse

Gericht Hauptgericht, vegetarisch
Länder & Regionen Israel
Keyword Auflauf
Portionen 6 Portionen

Zutaten

  • 200 g Bandnudeln
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 140 g Tomatenmark
  • 100 ml Wasser
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 400 g Hüttenkäse
  • 2 Eier
  • 1/2 Bund glatte Petersilie
  • 200 g mittelalter Gouda in dünnen Scheiben

Anleitung

  1. Nudeln in reichlich Salzwasser knapp bissfest kochen, abgießen, kalt abspülen und abtropfen lassen.

  2. Knoblauchzehen schälen und mit Salz zerdrücken. Tomatenmark mit Wasser zum Knoblauch geben und alles glatt rühren. Mit Salz und Pfeffer würzen und den Oregano einrühren.

  3. Hüttenkäse mit den Eiern verrühren. Die Petersilie zupfen, fein hacken und unter den Hüttenkäse rühren. Alles salzen.

  4. In eine passende Auflaufform die Hälfte der Nudeln geben, darauf die Häfte der Hüttenkäsemischung, dann die Hälfte der Tomatensauce und schließlich die Hälfte der Käsescheiben einschichten. Alles mit der zweiten Hälfte der Zutaten wiederholen.

  5. Auflauf in den kalten Ofen schieben. Auf 200°C Ober- und Unterhitze stellen und alles ca. 40 min backen.

  6. Herausnehmen, 10 min ruhen lassen, dann anschneiden und gleich servieren.

  7. Dazu passt ein einfacher grüner Salat.

Wie üblich, reise ich nicht alleine. Schaut mal, was die Reisegefährten für Leckereien mitgebracht haben:

Küchenlatein: Geröstete Auberginensuppe mit Ziegenfrischkäse

Backmädchen 1967: Challah

Küchenmomente: Babka mit Schoko-Nuss-Füllung und Rugelach mit Aprikosen-Nuss-Füllung

Zimtkringel: Gebackene Süßkartoffeln, Feigen und Ziegenkäse

Chili und Ciabatta: Kubbaneh

Brittas Kochbuch: Freekeh-Salat mit Ziegenkäse und Vegetarisch gefüllte Kibbeh

Kohlenpottgourmet: Malabi mit Erdbeeren und Pistazien

Fränkische Tapas: Hummus, Falafel und israelische Crepes

Gebratener Spargel mit Brennnesseln und selbst gemachtem Frischkäse

Es ist Spargelzeit, die muss noch ausführlich genutzt werden; sie ist so schnell vorbei. Und im Garten wuchert es; dass ich das sage, grenzt an ein Wunder. Gärtnern zählt nicht zu meinen Talenten. Aber gut, es wuchtert ja auch eher das, was man nicht so geplant hatte. Die Brennesseln, zum Beispiel. Ach und der Frauenmantel. Die Nachbarn haben ihn gepflanzt, aber er plant ganz klar die Weltherrschaft.

Dieses Rezept von Mikkel Karstadt hat mich also gleich in den Garten geschickt – da gibt es nämlich Brennnesseln, und die aufzuessen statt sie  in den Kompost zu geben, das ist doch ein guter Plan.

Zum Gemüse gesellt sich noch eine Portion selbstgemachter Frischkäse, das macht das Ganze zu einem vollwertigen Gericht.

Im Original wird der Spargel in einer Pfanne über dem Feuer gebraten – aber wenn man ordentlich Hitze gibt, dann geht das gut auch auf dem Herd. Die Brennnesseln werden kurz mitgebraten, im Original kommen an Kräutern Sauerklee und Buchenblätter hinzu. Ich habe im Garten gewütet und statt dessen die ominösen Frauenmantelblätter verwendet.

Ach so, das Rezept stammt aus dem wunderbaren Gemüsebuch von Mikkel Karstad. Das Buch stelle ich Euch noch näher vor; aber der Spargel konnte nicht warten…

Gebratener Spargel mit selbstgemachtem Frischkäse und Brennnesseln

Gericht Hauptgericht, vegetarisch
Keyword Gemüse
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 1 l Milch
  • 2 - 3 EL Apfelessig
  • 12 Stangen grüner Spargel
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 Handvoll frische Brennnesselschösslinge
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • frische Wildkräuter; ich hatte Frauenmantel

Anleitung

  1. Für den Frischkäse die Milch in einen Topf geben erhitzen, kurz aufkochen lassen und die Hitze abstellen. Apfelessig einrühren und alles stehen lassen, bis die Molke ganz klar wird.

  2. Die Masse in ein mit ein Mousselinetuch ausgelegtes Sieb abgießen und abtropfen lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

  3. Masse aus dem Sieb in eine Schüssel geben und mit Salz und Pfeffer würzen.

  4. Den Spargel putzen, holzige Enden abbrechen. Öl in der Pfanne stark erhitzen und den Spargel von allen Seiten anbraten, bis er schön gebräunt ist. Brennnesseln und Frauenmantel zugeben und 30 sek mitbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

  5. Spargel aus der Pfanne nehmen und mit Frischkäse auf Tellern anrichten.

Streuselkuchen aus Penne und Blumenkohl

So lautet der Originaltitel des Rezepts aus “Blumenkohl mal anders“*. Ich würde es eher als Auflauf bezeichnen.

Aber wie man es auch nennen mag, das Gericht ist originell und macht Spaß. Der Blumenkohl kommt zweimal darin vor: Die Oberfläche des Kohls wird zu Streuseln geraspelt und zum Überbacken verwendet; der Rest landet vorgegart im Auflauf Kuchen. Die Streuselidee werde ich bestimmt noch öfter verwenden; die ist klasse.

Das ist eines der Rezepte im Buch, in dem auf fertige Bechamelsauce zurückgegriffen wird – ich weigere mich, so etwas zu kaufen; Bechamel ist wirklich rasch selbst gemacht…

Streuselkuchen aus Penne und Blumenkohl

Nudelauflauf mit Blumenkohl und Blumenkohlstreuseln

Gericht Hauptgericht, vegetarisch
Länder & Regionen Frankreich
Keyword Blumenkohl

Zutaten

  • 1 mittlerer Blumenkohl
  • 300 g Penne
  • 1 TL Butter
  • 1 TL Mehl
  • 200 ml Milch
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle, Muskatnuss
  • 70 g Comté frisch gerieben

Für die Streusel:

  • 120 g Butter weich
  • 120 g Mehl
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Anleitung

  1. Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. 

  2. Die Oberfläche des Blumenkohls zu Streuseln raspeln; die Streusel beiseite stellen.

  3. Restlichen Blumenkohl in Röschen teilen und in kochendem Salzwasser bedeckt ca. 12 min kochen. Abgießen. 

  4. Für die Sauce Butter in einem kleinen Topf schmelzen. Das Mehl einrühren, kurz anrösten, dann nach und nach unter Rühren die Milch angießen und alles zum Kochen bringen. Köcheln lassen, bis alles andickt und sich der Mehlgeschmack verliert. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen und beiseite stellen. 

  5. Penne nach Packungsanleitung al dente kochen und abgießen und in einer Auflaufform mit dem gegarten Blumenkohl, dem Käse und der Bechamelsauce vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

  6. Blumenkohlstreusel, Mehl, Butter und etwas Salz mit den Fingern zu einer krümeligen Masse verarbeiten. Streusel gleichmäßig auf der Nudelmischung verteilen. 

  7. Alles im heißen Ofen in ca. 30 min backen.

  8. Der Auflauf schmeckt warm und lauwarm.

Welsh Rarebit Waffeln

Welsh rarebit ist ein Klassiker, den ich in Reinkultur noch nie zubereitet habe. Warum eigentlich? Immerhin sprechen wir ja von geschmolzenem Käse. Aber bevor ich es ausprobiert habe, musste mir erst ein Waffelrezept unterkommen.

Es gibt große Waffelfans hier im Hause; meine Tochter steht bestimmt einmal die Woche vor dem Waffeleisen und backt. Allerdings ist das immer die süße Variante. In diesem Buch*gibt es eine gute Mischung süßer und herzhafter Rezepte; und wie das so ist – die herzhaften interessieren mich mehr.

Ganz besonders angesprungen haben mich diese – Waffel, Käse, Tomate, das lässt keine Wünsche offen. Das Käsetopping gefällt mir besonders gut; es wird mit Ei gebunden und bekommt Würze durch Senf und Worcestershiresauce. Also, ab ans Waffeleisen mit Euch!

Welsh rarebit Waffeln

Herzhafte Waffeln mit Käsesauce und gerösteten Tomaten

Gericht Hauptgericht
Länder & Regionen Großbritannien
Keyword vegetarisch
Portionen 4 Portionen

Zutaten

Waffeln:

  • 200 g Mehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • 3 Eier
  • 250 ml Milch
  • 70 g Butter
  • Salz

Geröstete Tomaten:

  • 300 g Kirschtomaten
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL Balsamico
  • 1 EL Zucker
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Käse-Topping

  • 300 g Cheddar
  • 1 Ei
  • 1 EL grober Senf
  • 1 EL Worcestershiresauce
  • Salz

Anleitung

  1. Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. 

  2. Tomaten je nach Größe ganz lassen oder halbieren, in eine Auflaufform geben, mit Olivenöl, Salz, Pfeffer,  Zucker und Balsamico vermengen und 20 bis 30 min backen, bis sie weich und leicht schrumpelig sind. 

  3. Für den Waffelteig die Eier trennen und die Eiweiße mit einer Prise Salz steif schlagen. Butter schmelzen. Mehl, Eigelbe, Milch und die geschmolzene Butter in einer Schüssel mit den Quirlen des Handrührers verrühren, bis ein glatter Teig entstanden ist. Mit Salz würzen und den Eischnee portionsweise unterheben. 

  4. Ein Waffeleisen für belgische Waffeln vorheizen und, wenn nötig, mit etwas Butter fetten. Die Waffeln portionsweise goldbraun ausbacken; fertige Waffeln warm halten. 

  5. Für das Käsetopping den Käse reiben und mit allen anderen Zutaten vermischen. 

  6. Den Backofengrill vorheizen. Die Waffeln auf ein Backblech legen und auf jede Waffel etwas von dem Käsetopping geben. Unter dem Grill überbacken, bis der Käse Blasen wirft und goldbraun ist. 

  7. Waffeln mit den gerösteten Tomaten anrichten und gleich servieren. 

Shiitake-Kartoffel-Moussaka Dauphinoise

Moussaka kennt man ja. In der klassischen Variante ein Auflauf mit Aubergine und Hackfleisch, oft auch Kartoffeln, der mit einer dicken Bechamelsauce überbacken wird. In “Die neue griechische Küche“* wird aus nahezu den gleichen Zutaten etwas ganz anderes.

Grundlage ist eine Kartoffel-Dauphinoise. Darauf kommt eine Schicht frittierte Auberginen, schließlich ein Tomatenragout mit Pilzen und zum Schluss die klassische dicke Bechamel-Sauce. Der Unterschied in den Zutaten liegt darin, dass statt Fleisch Shiitake verwendet werden. Die Shiitake bringen einen nahezu fleischigen Geschmack mit und passen wunderbar in die Moussaka.

Shiitake-Kartoffel-Moussaka Dauphinoise

Klassische Moussaka, neu gedacht

Gericht Hauptgericht
Länder & Regionen Griechenland
Keyword vegetarisch

Zutaten

  • 2 große Auberginen
  • Öl zum Frittieren
  • etwas Olivenöl
  • 1 Schalotte
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 300 g Shiitake
  • 3 Zweige Thymian
  • 50 ml trockener Weißwein
  • 1 EL Tomatenmark
  • 250 g gehackte Tomaten aus der Dose
  • je 1 Prise Zucker, gemahlene Gewürznelke, Paprika edelsüß und Zimt
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 50 g Parmesan frisch gerieben

Dauphinoise:

  • 4 große Kartoffeln festkochende Sorte
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 50 ml Milch
  • 100 g Parmesan frisch gerieben
  • 100 g Crème double

Bechamel:

  • 100 g Butter
  • 100 g Mehl
  • 1 l Milch
  • Muskatnuss
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Anleitung

  1. Die Auberginen schälen und in dicke Scheiben schneiden. In ein Sieb geben, großzügig mit Salz bestreuen und 30 min Wasser ziehen lassen. 

  2. Ausreichend Öl zum Frittieren erhitzen. Auberginen trocken tupfen und portionsweise frittieren, bis sie weich und appetitlich gebräunt sind. Mit einem Schaumlöffel herausholen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. 

  3. Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. 

  4. Die Kartoffeln schälen und in dünne Scheiben schneiden; am besten mit einem Gemüsehobel. 6 Portionsförmchen jeweils mit einer Schicht Kartoffelscheiben auslegen, mit Salz und Pfeffer würzen. Die Milch darüber gießen, eine weitere Schicht Kartoffeln darauflegen. Würzen, dann mit der Hälfte des geriebenen Parmesans bestreuen. Die letzte Schicht Kartoffeln darauf geben, würzen, die  Crème double darauf geben und den restlichen Parmesan darüber streuen. Im heißen Ofen in 30 min goldbraun backen. 

  5. Schalotte und Knoblauch schälen und fein hacken. Shiitake putzen und die Hütchen in Scheiben schneiden. 

  6. Olivenöl in einem Topf erhitzen. Schalotte, Knoblauch und Shiitake anbraten, bis Zwiebel und Knoblauch weich sind. Thymian zugeben und weiterbraten, bis die Pilze ihre Flüssigkeit abgegeben haben. Weißwein angießen und einreduzieren lassen. 

  7. Tomatenmark, gehackte Tomaten und ca. 400 ml Wasser angießen,mit Salz und Zucker würzen und 15 bis 20 min köcheln lassen, bis eine dickflüssige Sauce entstanden ist. Mit Salz, Pfeffer, Nelken, Paprika und Zimt abschmecken. 

  8. Für die Bechamelsauce die Butter in einem Topf schmelzen. Das Mehl mit dem Schneebesen einrühren. Nach und nach unter dauerndem Rühren die Milch zugeben und die Mischung unter Rühren köcheln lassen, bis eine dicke Masse entstanden ist. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. 

  9. Zum Fertigstellen die Auberginenscheiben über die Dauphinoise geben. Die Tomaten-Pilz-Sauce darüber verteilen und schließlich alles mit einer Schicht Bechamelsauce bedecken. Mit dem geriebenen Parmesan bestreuen und im heißen Ofen in ca. 20 min goldbraun backen. 

  10. Heiß auf den Tisch brigen. 

Wirsingrouladen mit Basmati und roter Bete

Ich gestehe, Wirsing ist mein Favorit, wenn es um eine Hülle für Krautwickel geht. Ich mag den Geschmack und die Farbe, und es ist relativ einfach, die Blätter vom Kopf zu lösen und als Hülle zu benutzen. Weißkohl ist da schon viel anspruchsvoller; da werde ich manchmal etwas….unentspannt.

Rote Bete war in der Abokiste, und da bin ich immer dankbar für neue Ideen. Erschwerend kam hinzu, dass diese Röllchen in “Kohlrouladen & Krautwickel”* einfach hinreissend aussahen – es ist das Rezept vom Titelbild, und die pinkfarbene Füllung schimmert ganz schick durch die gegarte Hülle.

Gut, ganz so schick sieht meine Variante nicht aus, aber geschmacklich ist das Ganze dennoch ein Traum: rote Bete und Feta, das reicht doch als Hinweis, oder? Ein bisschen Zeit braucht das Ganze, aber die Herstellung geht gut von der Hand.

Wirsingrouladen mit Basmati und roter Bete

Wirsingwickel mit einer reizvollen vegetarischen Füllung

Gericht Hauptgericht
Länder & Regionen Deutschland
Keyword glutenfrei, vegetarisch
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 12 Blätter Wirsing
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 2 mittelgroße rote Bete
  • 150 g Basmati
  • 2 Zwiebeln
  • 3 EL Olivenöl
  • 50 g Feta
  • 1 TL Kümmel
  • 1/2 l Gemüsebrühe

Anleitung

  1. Rote Bete in Salzwasser bissfest garen. Dann abgießen, etwas abkühlen lassen, die Schale abziehen und die Bete klein würfeln. 

  2. Reis ein feinmaschiges Sieb geben, abspülen, in Salzwasser bissfest kochen, dann abgießen und abkühlen lassen. 

  3. Zwiebel schälen und fein würfeln. 1 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin glasig anschwitzen. 

  4. Rote Bete, Reis und Zwiebelwürfel in einer Schüssel vermischen. Feta dazu krümeln. Kümmel mörsern und ebenfalls in die Schüssel geben. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken und gründlich vermischen. 

  5. Blätter vom Wirsing lösen. In kochendem Salzwasser blanchieren - je nachdem, wie zart oder bissfest man die Blätter haben möchte zwischen zwei und vier Minuten. Ich bin eher auf der 2-Minuten-Seite; immerhin werden die Röllchen ja später nochmals gegart.

  6. Wirsingblätter abgießen, kalt abspülen und gründlich trocken tupfen. Flach auf die Arbeitsfläche legen und die dicken mittleren Blattrippen flach schneiden. 

  7. Blättern salzen und pfeffern und auf jedes Blatt ein Zwölftel der Füllung geben. Die Seiten der Blätter über der Füllung einschlagen, dann die Blätter aufrollen und mit einem Zahnstocher verschließen. 

  8. Restliches Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und die Rouladen darin rundherum anbraten. Gemüsebrühe angießen, Deckel auflegen und alles bei milder Hitze 30 min schmoren.

Pasta mit Blumenkohl-“Bolognese”

Ich liebe Blumenkohl. Vor allem, seit ich weiß, wie vielseitig er verwendbar ist. Es gab eine Zeit, da gab es Blumenkohl mit Käsesauce. Oder Blumenkohl mit Käsesauce. Punkt.

Das war nicht schlecht, aber Vielfalt macht noch mehr Spaß. Andererseits ist der gute Blumenkohl gerade so hipp und muss für alles Mögliche herhalten – das mit dem Pizzaboden zum Beispiel, das hat sich mir nicht so ganz erschlossen. Und ja, ich habe das ausprobiert.

Die “Bolognese” aus der Bon Appetit hat mich aber sofort angesprungen – und auch meinen Mann, er hatte die Wahl :-). Man muss nicht Vegetarier sein, um das zu mögen – die Textur und der Geschmack machen richtig Spaß.

Einziger Wermutstropfen für mich – im Original wird die Pasta in der Sauce zu Ende gegart. Das schmeckt bestimmt genial – aber ich darf das nicht. Es gibt starke Widerstände (nein, nicht der Mann 😉 ). Ich habe alles getrennt serviert.

Blumenkohl-Bolognese

Pastasauce auf Blumenkohlbasis

Gericht Hauptgericht, vegetarisch
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 250 g Champignons
  • 1 Kopf Blumenkohl
  • 50 ml Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 2 Zehen Koblauch
  • 1/2 TL Chiliflocken
  • 1 EL fein gehackte Rosmarinblättchen
  • 4 EL Tomatenmark
  • 60 g Parmesan plus etwas zum Servieren
  • einige Stängel Petersilie
  • 1/2 Zitrone, der Schalenabrieb
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Penne Rigate zum Servieren

Anleitung

  1. Pilze putzen, in einen Mixer geben und zerkleinern, bis sie fein gehackt sind. In eine Schüssel geben. 

  2. Blumenkohl grob zerkleinern, die Strünke etwas schälen. Ebenfalls in den Mixer geben und zerkleinern, bis der Blumenkohl etwa die Größe von Reiskörnern hat. Ggf. portionsweise arbeiten. 
  3. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Parmesan reiben. Petersilie zupfen und die Blättchen hacken. 

  4. Etwas Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Pilze hineingeben, salzen, dann unter gelegentlichem Rühren braten, bis sie schön gebräunt sind und ihre Flüssigkeit abgegeben haben.

  5. Zwiebel zugeben, salzen und weiterbraten, bis die Zwiebel goldbraun und weich ist; dabei gelegentlich umrühren. 

  6. Jetzt Knoblauch, Chiliflocken und Rosmarin zugeben und weiterbraten, bis der Knoblauch weich ist und alles duftet, das dauert ca. 3 min. 

  7. Tomatenmark zugeben, 2 min unter Rühren weiterbraten. Blumenkohl in die Pfanne geben, salzen, und unter gelegentlichem Rühren weiterbraten, bis er merklich an Volumen verloren hat und zu bräunen beginnt. 

  8. Nun die Pasta in reichlich Salzwasser nach Packunganleitung al dente kochen. Abgießen, dabei aber etwas Kochwasser aufbewahren. 

  9. Parmesan zusammen mit ca. 200 ml Pastakochwasser an die Sauce geben, kurz aufkochen, Petersilie einrühren, alles mit Zitronenabrieb, Salz und Pfeffer abschmecken. 

  10. Zum Servieren Pasta mit Sauce auf Tellern anrichten und bei Tisch mit mehr Parmesan überreiben. 

Kalinte mit Paprika und Feta

Kalinte ist ein herzhafter Kuchen auf der Basis von Kichererbsenmehl; eine Art Mischung zwischen Rührküchen und herzhafter Quiche.  Eigentlich ist das klassisch marokkanisches Streetfood – mit Paprika und Kreuzkümmel bestreut wird die Kalinte in Baguette serviert.

Nargisse Benkabbou* serviert eine aufgepeppte Variante – sie gibt zusätzlich rote Paprika und Feta an den Teig. Das passt hervorragend und macht das Ganze zu einem Hauptgericht.

Kalinte ist samtig und von eher weicher Konsistenz. Den Geschmack von Kichererbsenmehl sollte man mögen, denn er ist bestimmend. Der Name leitet sich ab von “caliente” – ein netter Hinweis darauf, dass der Kuchen heiß gegessen werden sollte.

Kalinte

Herzhafter marokkanischer Kichererbsenkuchen

Gericht Hauptgericht
Länder & Regionen Marokko
Keyword glutenfrei, vegetarisch
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 1 TL Butter plus etwas für die Form
  • 1 rote Paprikaschote
  • 80 ml Olivenöl
  • 1 Ei
  • Salz
  • 180 g Kichererbsenmehl
  • 100 ml Milch
  • 1 TL Backpulver
  • 50 g Feta

Anleitung

  1. Backofen auf 200°C Ober-und Unterhitze vorheizen. Eine runde Form von 20 cm Durchmesser mit Butter ausstreichen; ich habe statt 4 kleinere Portionsförmchen verwendet. 

  2. Paprikaschote putzen und in kleine Würfel schneiden. 

    Butter in einer Pfanne erhitzen, die Paprikastücke darin ca. 7 min mit aufgelegtem Deckel garen, bis sie weich sind. Salzen und beiseite stellen.

  3. Olivenöl mit Ei und einem Teelöffel Salz in eine Schüssel geben und mit den Quirlen des Handrührers schaumig rühren. Ca. 550 ml Wasser und die Hälfte des Kichererbsenmehls einrühren. Dann die Milch, das restliche Kichererbsenmehl und das Backpulver einrühren. Es soll ein dünner, klümpchenfreier Teig entstehen. 

  4. Den Teig in die Form gießen. Paprikastücke darauf verteilen und den Feta darüber bröseln. Im heißen Ofen ca. 25 bis 30 min backen. Die Oberfläche soll schön goldbraun sein und der Kuchen auf Fingerdruck elastisch nachgeben. 

  5. Herausholen und vor dem Abkühlen 5 min ruhen lassen. 

Kichererbsen-Walnuss-Bällchen mit Spaghetti und Tomatensauce

Wir sind ja  gerade mitten in der Fastenzeit. Wie ist das bei Euch? Verzichtet Ihr auf etwas? Ich gestehe, ich mache meist einfach weiter wie vorher auch.

Nun habe ich aber von MamaManna eine Einladung bekommen, beim CO2-Fasten mitzumachen, Euch die Aktion näher vorzustellen und ein Rezept beizusteuern. Und da bin ich wirklich gerne dabei, das ist eine tolle Idee. Denn es ist doch so: Früher wurde in der Fastenzeit tatsächlich hauptsächlich auf Fleisch verzichtet. Ich bin ursprünglich katholisch erzogen worden, und bei meinen Eltern war es so, dass es auch freitags kein Fleisch gab. Fleisch war wertvoll und etwas Besonderes. Es gab bestimmte Zeiten in denen geschlachtet wurde. Dann wurde das ganze Tier verwertet und ein Vorrat angelegt. Und wenn dieser Vorrat aufgegessen war, dann gab es eben einige Zeit kein Fleisch. Von diesem Prozess sind wir heute ganz entfremdet, Fleisch ist immer verfügbar und wird oft leider ganz gedankenlos konsumiert.

Wo war ich? Ach ja, das CO2. Es ist nun mal so – bei der Produktion von Fleisch fällt sehr viel CO2 an; wenn man das umrechnet, dann entspricht der durchschnittliche tägliche Fleischverbrauch pro Person hierzulande einer Autofahrt von 55 Kilometern. Eine happige Zahl, finde ich. Die Idee, während der Fastenzeit auf Fleisch zu verzichten und so etwas für das Klima zu tun, ist also wirklich klasse.

Wobei, was heißt hier eigentlich verzichten, das klingt so … aufopferungsvoll. Ist es aber doch gar nicht. Man kann genussvoll essen, ohne an Fleisch auch nur zu denken. Bei MamaManna hat man beschlossen, dass man zeigen will, wie viel Spaß es machen kann,  kein Fleisch zu essen. Über die die 40-tägige Fastenzeit gibt es jeden Tag ein tolles Rezept – genussvoll und fleischfrei.

Rezept ist ein gutes Stichwort. Bei uns ist das so – Bällchen gehen immer. Und wenn es dann noch Pasta dazu gibt und Tomatensauce, dann kann nichts schief gehen und alle sitzen glücklich am Esstisch. Es müssen aber nicht unbedingt Fleischbällchen sein; oder anders gesagt, immer nur Fleischbällchen ist ja auch eher langweilig. Und deshalb gibt es heute meine neuen Lieblingsbällchen aus Walnuss und Kichererbsen. Nussbällchen habe ich schon mal getestet, die konnten uns nicht überzeugen. Aber die Mischung aus Nüssen und Kichererbsen ergibt ausgewogene, saftige Bällchen, die richtig Spaß machen.

Walnuss-Kichererbsen-Bällchen

Bällchen aus Walnüssen und Kichererbsen

Gericht Hauptgericht, vegetarisch
Keyword Bällchen
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 70 g Walnüsse
  • 70 g gegarte Kichererbsen
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 2 TL Kräuter der Provence getrocknet
  • 100 g Parmesan plus etwas zum Servieren
  • 2 Eier Größe L
  • 50 g Panko
  • 1 TL Sojasauce
  • 1/2 TL geräuchertes Paprikapulver
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Rapsöl zum Braten

Zum Servieren:

  • 400 g Spaghetti
  • Tomatensauce nach Wahl
  • etwas gehackte Petersilie

Anleitung

  1. Knoblauch schälen. Käse reiben. 

  2. Nüsse, Kichererbsen und Knoblauch im Blitzhacker zerkleinern. Alle anderen Zutaten zugeben und mit der Impulsstufe vermengen, bis eine homogene Masse entstanden ist. Mit Salz und Pfeffer würzen. 

  3. Die Masse zu ca. walnussggroßen Bällchen rollen. Dabei nicht zu fest drücken, damit sie nicht hart werden. 

  4. Etwas Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Bällchen darin bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Wenden goldbraun ausbraten.

  5. Pasta nach Packungsanleitung al dente kochen. 

  6. Tomatensauce (zum Beispiel nach diesem Rezept) erwärmen. 

  7. Zum Servieren Pasta mit Tomatensauce und Bällchen auf Tellern anrichten und mit Parmesan und Petersilie bestreut servieren. 

Polenta-Gorgonzola-Suppe mit Pilz-Topping

Ich esse wirklich gerne Suppe. Bei meiner Eltern gab es immer die klassische Abfolge Suppe – Süßspeise, das fand ich toll. Heute reichen mir tatsächlich Suppe und etwas Brot dazu.

Es gibt so Abende, da sind die Kids inzwischen unterwegs und mein Mann und ich essen alleine. Oft geht er danach noch zum Sport, dann muss man sich vorher nicht unnötig vollstopfen – so langsam werden diese Abende zu Suppen-Abenden.

Diese Suppe  hier habe ich in einer Ausgabe der “So isst Italien” gefunden – und sie war optimal, den letzten Rest Polentagriess loszuwerden und auch gleich noch die Champignons zu verarbeiten, die in der Abokiste waren. Die Suppe ist schön cremig und sättigend, dank Gorgonzola auch würzig und nicht zu schwer. Die gibt es mal wieder….

Polenta-Gorgonzola-Suppe mit Pilz-Topping

Cremige Suppe auf der Basis von Maisgriess

Gericht Suppe
Länder & Regionen Italien
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 2 Schalotten
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 EL Olivenöl
  • 100 g Polentagriess (keine Instantpolenta!)
  • 1,25 l Gemüsebrühe ggf. etwas mehr
  • 300 g Champignons
  • 1 EL Zitronensaft
  • 100 g Gorgonzola
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 2 EL Butter
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Anleitung

  1. Knoblauch und Schalotten schälen und fein hacken. 1 EL Öl in einem Topf erhitzen; Knoblauch und Schalotten darin glasig anbraten. Polentagriess zugeben und kurz mitrösten. Brühe angießen, alles unter Rühren zum Kochen bringen und die Suppe 15 min köcheln lassen; dabei hin und wieder umrühren. Wenn die Suppe zu dick wird, noch etwas Brühe angießen.

  2. Inzwischen die Pilze putzen und blättrig schneiden, dann mit dem Zitronensaft vermischen. Gorgonzola würfeln. Petersilie zupfen und hacken. Käse zur Suppe geben und unter Rühren darin schmelzen lassen. Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

  3. Butter mit restlichem Öl in einer Pfanne erhitzen. Champignons bei großer Hitze braten, bis sie ihre Flüssigkeit abgegeben haben und leicht gebräunt sind. Salzen und pfeffern. 

  4. Einen Großteil der Petersilie unter die Suppe rühren. Suppe auf Schalen oder Teller verteilen, mit Champignons und der restlichen Petersilie garnieren.