Pasta con ceci

Ich mag diese einfachen Pastagerichte, die etwas Eintopfartiges haben. Es gibt hier schon pasta e patate und pasta lenticchie, und beides sind so richtige Wohlfühlgerichte. Und jetzt gesellt sich noch pasta con ceci dazu.

Zwei Dinge haben mir besonders gut gefallen an diesem Gericht, das Cettina Vizenzino in Super Olio* vorstellt: Da sind die getrockneten Tomaten, die mitgaren und dem Eintopf ein besonderes Aroma verleihen. Und die Süßkartoffel, die statt der traditionellen Kartoffel das Gericht anreichert.

Als Öl wird ein mittelfruchtiges bis intensives der Sorten Ascolana Tenera, Casalieva, Frantoio u.ä. empfohlen, das Noten von grüner Mandel oder Gras aufweist; ich gestehe, ich bin aus der Reihe getanzt. Ich hatte ein leicht pikantes Mani aus Griechenland aus Koroneiki-Oliven, das etwas kräuterig schmeckt. Ich weiß, dass Öl dieser Sorte gerne als seelenloses Massenöl abgestempelt wird, weil sich die Olivensorte für den großflächigen Anbau eignet. Aber da gibt es dieses bestimmte Öl – das ist einfach meins. Schon immer. Wir haben uns gefunden und sind unzertrennlich.


Das Rezept reicht für 4 Personen:

  • 250 g getrocknete Kichererbsen
  • 2 Schalotten
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Karotte
  • 1 Stange Staudensellerie
  • 4 getrocknete Tomaten, in Öl eingelegt
  • 1 Handvoll glatte Petersilie
  • 250 g Süßkartoffel
  • 200 g gemischte Pasta
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • frische Kräuter wie Thymian, Oregano
  • Olivenöl zum Beträufeln
  1. Kichererbsen in reichlich kaltem Wasser über Nacht einweichen.

  2. Am nächsten Tag das Wasser abgießen. Schalotten und Knoblauch schälen und fein hacken. Sellerie putzen und würfeln. Karotte schälen und klein schneiden. Tomaten abtropfen lassen und ebenfalls fein würfeln. Petersilie mit Stängeln grob hacken.

  3. Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen. Schalotten, Knoblauch, Sellerie und Karotte unter Rühren anbraten, dann Kichererbsen, Kräuter und 1,5 l Wasser zugeben.

  4. Salzen und alles 60 min halb bdeckt köcheln lassen.

  5. Süßkartoffeln schälen, klein würfeln und zur Suppe geben. 15 min weiterköcheln lassen,

  6. Pasta zugeben. Wenn nötig, noch etwas Wasser angießen. Alles köcheln lassen, bis die Pasta al dente ist, dann mit Salz abschmecken.

  7. Zum Servieren in Schalen schöpfen, mit reichlich Pfeffer übermahlen, mit Kräutern bestreuen und mit Olivenöl beträufeln.


Erdbeersorbet mit Campari und Basilikum

Es ist Sommer und Erdbeerzeit. Zeit für Eis. Ich bin keine Süße, aber Eis geht immer. Besonders gern mag ich Sorbet.

Ich genieße es sehr, eine Eismaschine zu haben, denn da kann ich mich richtig austoben und Eissorten auf den Tisch bringen, die es sonst nirgendwo gibt – so wie dieses hier.

Erdbeersorbet ist ja ohnhin schon wunderbar, aber dieses hier wird aufgepeppt mit leicht pfeffrigem Basilikum und einem Schuss Bitterlikör – ein schöner Kontrast und Nachtisch für Erwachsene. Wer auf Alkohol verzichten möchte, kann auf entsprechende Sorten oder einen Sirup ausweichen.

Und ich bin noch rechtzeitig. Die liebe Eva feiert nämlich noch immer ihren Bloggeburtstag und fahndet nach Erdbeerzepten, also schwupps rüber mit einer Portion Eis. Ich glaube, du magst Eis, oder, Eva 😉 ?

Erbeersorbet mit Campari

Sorbet aus Erbeeren mit Campari, Basilikum und Pfeffer

Gericht Eis, Sorbet
Länder & Regionen alle
Keyword Erdbeeren

Zutaten

  • 100 ml Zitronensaft
  • 250 g Zucker
  • 1/2 Bund Basilikum
  • etwas grob gemahlener Pfeffer
  • 450 g Erdbeeren geputzt und püriert gewogen
  • 100 ml Campari oder ein anderer Bitterlikör

Anleitung

  1. Zitronensaft mit Zucker, 200 ml Wasser und dem Basilikum unter Rühren erhitzen, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Von der Hitze nehmen und ganz abkühlen lassen.

  2. Basilikum entfernen. Zuckermischung, Erdbeerpüree und Campari gut verrühren und den Pfeffer zugeben.

  3. In der Eismaschine nach Anleitung gefrieren, dann in eine geeignete Box geben und in der Tiefkühle aufbewahren.

Pasta mit getrockneten Salzerdbeeren

Aus irgendwelchen Gründen ist die Spargelsaison dieses Jahr an mir vorbei gerauscht – ich habe viel zu wenig Spargel gegessen. Mit den Erdbeeren passiert mir das nicht – ich kaufe und futtere geradezu weltmeisterlich. Und ich habe schon eine Menge Marmelade gekocht. Und Erdbeerketchup gemacht. Und natürlich Erdbeeressig angesetzt. Fast ein bisschen manisch… ;-).

Und ich habe mich noch ein mal daran gemacht, Erbeeren zu fermentieren. Das Vorhaben mag etwas merkwürdig klingen, aber ich war einfach neugierig, was dabei herauskommt und wie das schmeckt. Und natürlich wollte ich das Pasta-Rezept ausprobieren, das im Fermentationsbuch* (hier geht es zur Rezension) als Verwendungsidee steht.

Zum Fermentieren werden die Erdbeeren mit Salz und Zucker in ein Glas geschichtet. Dabei geben sie ihren Saft ab und schon nach kurzer Zeit setzt die Milchsäuregärung ein. Die fermentierten Erdbeeren werden dann in Scheiben geschnitten und getrocknet. Das Ergebnis sind salzig-säuerlich-süße Erdbeerchips; die sich nicht nur an der Pasta gut machen; sie sind auch ein schönes Topping für Salate.

Ich bin ja nicht der einzige Erdbeerfan, ich weiß. Eva zum Beispiel ist auch einer. Und zwar so sehr, dass sie sich zu Ihrem 4. Bloggeburtstag Rezepte mit Erdbeeren wünscht. Also, eine große Portion Pasta wandert zu Evchen. Happy Blogbirthday; ich hoffe, die Pasta schmeckt dir.

Pasta mit getrockneten Salz-Erdbeeren

Pasta mit fermentierten getrockneten Erdbeeren

Gericht Hauptgericht, vegan
Keyword fermentiert
Portionen 4 Portionen

Zutaten

Für die Salzerdbeeren:

  • 500 g Erdbeeren
  • 25 g Meersalz unbehandelt, ohne Zusatzstoffe
  • 25 g Zucker

Für die Pasta:

  • 30 g getrocknete Salzerdbeeren
  • 1/2 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 EL Olivenöl
  • 40 g Butter
  • 80 ml Einlegeflüssigkeit der Erdbeeren
  • 400 g Spaghetti
  • 1 Handvoll Basilikumblätter
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Anleitung

Salzerdbeeren:

  1. Die Erdbeeren waschen, vorsichtig trocken tupfen und putzen. Dabei gründlich sein; die Beeren müssen einwandfrei sein, sonst verderben sie beim Fermentieren.

  2. Beeren in ein ausreichend großes Glas geben. Zwischen die Früchte immer wieder Salz und Zucker streuen. Mit einer dicken Schicht Salz und Zucker abschließen. Die Früchte beschweren (ich verwende einen mit etwas Wasser gefüllten Gefrierbeutel) und das Glas verschließen.

  3. In den folgenden Tagen geben die Erdbeeren Flüssigkeit ab. Es ist wichtig, dass sie von Flüssigkeit bedeckt sind, damit sie nicht verderben. Es dauert 2 bis 3 Tage, bis die Erdbeeren ihre Flüssigkeit abgegeben haben. Dass der Fermentationsproezess eingesetzt hat, erkennt man daran, dass im Glas kleine Luftbläschen hochsteigen. Wenn das geschieht, die Erdbeeren noch ca. 5 Tage stehen lassen, danach sind sie fertig.

  4. Den Saft nicht wegschütten, wir brauchen ihn noch.

  5. Nun die Erdbeeren in ca. 3 mm dünne Scheiben schneiden und entweder auf einem mit Backpapier belegten Blech bei 50°C Ober- und Unterhitze im Backofen oder einem Dörrgerät trocknen.

Für die Pasta:

  1. Erdbeeren in Streifen schneiden. Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe schneiden.

  2. Pasta nach Packungsanleitung in reichlich Salzwasser al dente kochen.

  3. Olivenöl und Butter in einer großen Pfanne erhitzen. Frühlingszwiebeln darin braten, bis sie weich sind, aber nicht bräunen. Mit Erdbeersaft ablöschen und kurz einkochen lassen.

  4. Hitze wegnehmen, die Hälfte der getrockneten Erdbeeren zugeben. Gut durchrühren und mit Pfeffer würzen.

  5. Pasta abgießen, abtropfen lassen und zur Sauce in die Pfanne geben. Probieren, wenn nötig salzen Restliche Erdbeeren zusammen mit den zerzupften Basilikumblättchen unterheben.

  6. Pasta auf Tellern anrichten, Pfeffer darüber mahlen und gleich servieren.

Grünes Spargelcurry mit Kardamom und Kokosmilch

Oh Hilfe, wo bleibt nur die Zeit? Noch stecken wir in der Spargelsaison, also, eigentlich geht es auf das Ende zu. Und irgendwie bin ich noch nicht zu so viel Spargel gekommen, wie ich gerne hätte. Ich habe Nachholbedarf.

Wo ich dieses Curry genau gefunden habe, weiß ich nicht mehr – im Zweifel war es ein britisches Food-Magazin. Es stand seit dem Frühjahr auf meiner geistigen Nachkochliste, und hui, jetzt war ich ja doch schnell. Ich will ja nicht warten bis nächstes Jahr…

Das ist ein einfaches Gericht – wenn die Currypaste mal gemixt ist, steht es fix auf dem Tisch. Und grüner Spargel mit seinem kräftigen Aroma und die Chilipaste, die sind ein wirklich gutes Team. Fix noch machmachen, ehe wieder keinen Spargel mehr gibt….

Grünes Spargelcurry mit Kokos und Kardamom

Grüner Spargel in einer Sauce aus selbst gemachter Currypaste und Koksmilch

Gericht Hauptgericht, vegan
Keyword Spargel, Curry
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • 3 Stängel Zitronengras
  • 1 grüne Chili
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 25 g Koriandergrün plus einige Blättchen zum Anrichten
  • 6 Kapseln grüner Kardamom
  • 3 EL Erdnussöl
  • 1 Dose Kokosmilch (400 ml)
  • Salz
  • 1 Bund grüner Spargel ca. 500 g
  • etwas Limettensaft

Anleitung

  1. Für die Currypaste den Ingwer schälen und grob hacken. Die äußeren harten Blätter des Zitronengrases ablösen, den Rest grob hacken. Chili in Ringe schneiden. Frühlingszwiebeln putzen und hacken; Knoblauch schälen und hacken. Koriandergrün mit den zarten Stängeln grob hacken. Kardamom im Mörser anstoßen und die Samen aus den Kapseln holen.

  2. Ingwer, Zitronengras, Chili, Frühlingszwiebeln, Koriandergrün, Knoblauch und Kardamom in einen Blitzhacker oder Mixer geben und mit dem Öl zu einer Paste pürieren.

  3. Spargel putzen und in ca. 3 cm lange Stücke schneiden.

  4. Wok auf dem Herd erhitzen. Die Paste erhitzen und unter Rühren zwei Minuten anrösten, bis sie duftet. Kokosmilch angießen, salzen, alles zum Kochen bringen und die Spargelstücke zugeben.

  5. Alles ca. 5 min offen köcheln lassen, dann mit Salz und Limettensaft abschmecken.

  6. Mit Koriandergrün bestreut servieren. Dazu passt Reis.

Gemista-Risotto

Gemista ist ein griechischer Klassiker – gefülltes Gemüse. Das mit Reis oder Hackfleisch gefüllte Gemüse wird in einer reichhaltigen Tomatensauce gemort. Auch für den Klassiker gibt es ein Rezept in der “Neuen griechischen Küche“*: es gibt auch diesen Risotto, der aus den typischen Zutaten des Gerichts etwas Neues macht.

Die Zubereitung ist etwas anders als bei einem klassischen Risotto, funktioniert aber prächtig. Das ist ein leichtes, feines Essen das man auch unter Woche gut auf den Tisch bringen kann. Und zudem noch zufällig glutenfrei und vegan….

Gemista-Risotti

Risotto mit dem Aroma von griechischem gefüllten Gemüse

Gericht Hauptgericht
Länder & Regionen Griechenland
Keyword vegan, glutenfrei

Zutaten

  • 500 g Risottoreis
  • 600 g gehackte Tomaten aus der Dose
  • 25 g Zucker
  • 100 ml Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Aubergine
  • 2 Zucchini
  • 1/2 grüne Paprikaschote
  • 1 Karotte
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • 1 Bund Minze
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Anleitung

  1. Den Reis für 15 min in kaltem Wasser einweichen, dann durch ein Sieb abgießen, abbrausen und mit einem Liter Wasser und etwas Salz in einen Topf geben. Bei mäßiger Hitze ca. 20 min garen, bis der Reis gegart und das Wasser aufgenommen wurde. 

  2. Tomaten mit Zucker und 300 ml Wasser pürieren. Die Mischung in einen Topf geben, salzen und alles köcheln lassen, bis es leicht andickt. 

  3. Inzwischen die Zwiebel schälen und fein hacken. Aubergine putzen und würfeln.  Karotte schälen und reiben, Zucchini ebenfalls reiben. Paprikaschote entkernen und das Fruchtfleisch in Würfel schneiden. Kräuter zupfen und hacken. 

  4. Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel, Aubergine, Paprika und Karotte darin ca. 15 min andünsten, bis das Gemüse weich ist. Salzen, Tomatenmark zugeben und kurz mitrösten, dann 100 ml Wasser angießen und alles einkochen lassen. 

  5. In einer großen Schüssel den Reis mit der Gemüsemischung, der Tomatensauce und den gehackten Kräutern vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

  6. Das Gericht schmeckt warm und kalt. 

Kohlrabi-Apfel-Salat

Kohlrabi mag ich richtig gern, bin manchmal aber etwas ratlos, was die Zubereitung angeht. Diesmal hatte ich dazu noch viele Äpfel übrig, da kam das Salatrezept von Maria Groß* gerade richtig.

Meine älteste Erinnerung ist übrigens Kohlrabi-Cocktail, kennt Ihr das? Das war (oder ist) ein Rohkostgericht, das in den 1980ern als Vorspeise ganz hip war. Ich weiß nicht mehr so ganz wie das ging, es gab gewürfelten Kohlrabi in einer Joghurtsoße. Das war gut, und sehr schlank machend, denn der Cocktail musste sehr gut gekaut werden, man war echt satt danach.

Marias Salat läßt aber noch Platz für andere Köstlichkeiten – der Kohlrabi wird in Scheiben geschnitten, mariniert und gegart. Dazu gesellen sich dann Äpfel und etwas Chili und im Original auch stattliche 50 (!) Gramm gehackte Thymian-Blättchen. Davon habe ich Abstand genommen.

Kohlrabi-Apfel-Salat

Frischer, fruchtiger Salat mit Kohlrabi und Apfel

Gericht Salat
Länder & Regionen Deutschland
Keyword kalte Küche, vegan
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 3 kleine Kohlrabi
  • 4 EL Weissweinessig
  • 100 ml Sonnenblumenöl kalt gepresst
  • 1 EL Zucker
  • Cayennepfeffer
  • 1 Schalotte
  • 2 kleine Äpfel
  • 1 rote Chilischote
  • Öl zum Braten
  • etwas gehackte Thymianblättchen
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Anleitung

  1. Am Tag vor dem Servieren die Kohlrabi putzen, schälen und in feine Scheiben schneiden. In kochendem Salzwasser kurz blanchieren und gut abtropfen lassen. 

  2. Kohlrabischeiben in einer Schüssel mit Essig, Öl, einem Teelöffel Salz, Zucker und etwas Cayennepfeffer in einer Schüssel mischen und mindestens 24 h marinieren lassen.  

  3. Am nächsten Schalotte schälen und fein hacken. Äpfel vierteln, entkernen und in Scheiben schneiden. Chili der Länge nach halbieren, entkernen und Streifen schneiden. 

  4. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und Schalotte darin anbraten. Kohlrabi mitsamt der Marinade zugeben und braten, bis die Kohlrabischeiben etwas weich sind. 

  5. Zum Servieren Apfelscheiben, Chili und Thymian untermischen, alles mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf einen Teller geben.

Rhabarber-Tempura

Die Rhabarber-Saison nimmt ja gerade Fahrt auf  und ich muss da ganz dringend ein Rezept mit Euch teilen. Ich habe nämlich letzte Woche zum ersten Mal diesen Nachtisch gemacht, und seither gab es den noch ein paar Mal.

Selbstverständlich ist das nicht, denn ich ich bin ja keine Süße. Und mein Verhältnis zu Rhabarber ist auch nicht so ungetrübt. Meine Eltern hatten ein riesiges Rhabarberfeld und gefühlt gab es in der Saison dauernd Rhabarberkompott, das sauer war und ein pelziges Gefühl im Mund hinterließ. Ich habe lange gebraucht, bevor ich mich wieder mit Rhabarber anfreunden konnte.

Aktuell gibt es hier immer Rhabarber-Ketchup (ganz wichtig!), mal einen Kuchen oder auch eine Mousse (nein, kein Kompott, danke).  Aber als ich in Zen und Sellerie dieses Rezept erspäht habe, war klar dass es das geben muss.

Das Buch stelle ich Euch später noch genauer vor; da lohnt sich jede Zeile. Jetzt erst mal zum Rhabarber: der bekommt eine Hülle aus Ausbackteig, wird dann fix frittiert und zum Essen in Zitronenzucker getunkt – sehr einfach, und die Kombination zwischen dem heißen, säuerlichen und knusprigen Rhabarber und dem zitronigen Zucker ist schlicht himmlisch.

Das Ganze ist ebenso einfach wie feiertagwürdig, passt also gut zum heutigen Tag. Schöne Feiertage Euch allen!

Rhabarber-Tempura

Rhabarber in Ausbackteig mit Zitronenzucker

Gericht Nachtisch
Länder & Regionen Fusion
Keyword Tempura
Portionen 2 Portionen

Zutaten

  • 2 Stangen Rhabarber
  • 140 ml eiskaltes Wasser
  • 90 g Mehl Type 550
  • Öl zum Frittieren

Zitronenzucker:

  • 2 Streifen Bio-Zitronenschale
  • 4 EL Zucker
  • 1 großzügige Prise Salz

Anleitung

  1. Für den Ausbackteig braucht man eiskaltes Wasser. Ich habe eine größere Schüssel mit Eiswasser gefüllt, in eine zweite, kleinere Schüssel 140 ml kaltes Wasser gegeben, diese in die Schüssel mit dem Eiswasser gestellt und das alles in den Kühlschrank gestellt und stehen lassen, bis alles andere vorbereitet war. 

  2. Für den Zitronenzucker die Zitronenschale fein hacken und dann mit den anderen Zutaten im Mörser fein mahlen.

  3. Den Rhabarber putzen, in fingerlange Stücke schneiden und mit dem Mehl bestäuben.

  4. Frittieröl auf 180°C erhitzen; es ist heiß genug, wenn an einem hingesteckten Holz-Kochlöffelstiel Blasen aufsteigen. 

  5. Jetzt das Mehl durch ein Sieb in das eiskalte Wasser geben und alles schnell und grob verrühren (das geht tatsächlich am besten mit solchen Kochstäbchen*, mit denen man übrigens auch ganz hervorragend Rührei machen kann. Gut, das ist eine andere Geschichte).

  6. Rhabarberstücke portionsweise im Ausbackteig wenden (Stäbchen...) und gleich ins heiße Öl geben. Der Rhabarber ist fertig, wenn die Blasen im Topf kleiner werden. 

  7. Rhabarber auf Küchenpapier kurz abtropfen lassen und dann sofort servieren, der Ausbackteig wird schnell weich.

Spicy Auberginen-Wedges

Ich mag ofengeröstetes Gemüse sehr; im Grunde ist das meine bevorzugte Vorbereitungsart für Gemüse. Manchmal gibt es noch Reste von der Abokiste, und die nächste Lieferung steht schon ins Haus, spätestens dann ist es Zeit für ein Blech Ofengemüse.

Was ich komischerweise eher selten auf diese Art zubereite, sind Auberginen. Dabei ist das ein Fehler – denn diese Wedges, die Claudio in “al forno“* vorstellt, sind ein Knaller. Außen schön knusprig, innen cremig weich und voller Geschmack. Man braucht auch nur ganz wenig Öl – kein Vergleich mit den fetttriefenden Auberginen, die man so oft vorgesetzt bekommt.

Das Ganze geht als Snack ebenso durch wie als Beilage oder vegetarisches Hauptgericht.

Spicy Auberginen-Wedges

Ofengeröstete Aubergine  - schön scharf

Gericht Gemüse
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 3 Auberginen
  • Olivenöl
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • 2 Peperoncini
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Condimiento Bianco

Anleitung

  1. Ofen auf 180°C Ober und Unterhitze vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. 

  2. Die Auberginen der Länge nach halbieren, dann vierteln, und, wenn sie sehr dick sind achteln. Anschließend in Spalten schneiden - wie für Kartoffelwedges. 

  3. Auf das Blech geben und rundherum mit Olivenöl vermengen, am besten mit den Händen gut durchmischen. Salzen.

  4. Im heißen Ofen ca. 30 min backen. Die Auberginen sollen gar sein und dunkle Ränder bekommen, aber nicht schwarz werden. 

  5. Inzwischen die Petersilie zupfen und hacken. Die Peperoncini fein schneiden.

  6. Wedges in eine Schüssel geben. Mit Petersilie und Peperoncini vermischen und mit Salz, Pfeffer und Condimiento Bianco würzen. 

Tomatensuppen-Würfel

Wäre ich eine US-amerikanische Lifestylebloggerin würde ich schreiben – lebensverändernde Suppenwürfel ;-).

Es ist nämlich so … gerade in der kühlen Jahreszeit steht mir hin und wieder der Sinn nach einem Schluck warmer Suppe oder Brühe. Es muss nicht viel sein, nur eine kleine Tasse, um die Lebensgeister zu wecken das kleine Hungerloch bis zur nächsten Mahlzeit zu überbrücken. Klar kann man einen großen Vorrat an Brühe kochen, aber selbst wenn ich das dann portionsweise einfriere dauert es ganz schön, bis alles aufgetaut ist und ich hinter meiner ersehnten Tasse Suppe sitze.

Und genau deshalb hat mich dieses Rezept von Makiko Itoh* richtig schnell in die Küche gebracht – das ist sozusagen selbstgemachte Instantsuppe. Die Basis ist Tomatenmark, Karotte und Paprika sind auch dabei. Die Basis wird portionsweise eingefroren und ergibt, mit heißem Wasser aufgegossen ganz fix eine Suppe. Also fix ohne Fixprodukte.

Schmeckt nicht nur und tut gut, sondern ist übrigens auch richtig gesund – Tomatenmark enthält viel Lycopin, ein Carotinoid, das freie Radikale im Körper unschädlich macht und vorbeugend bei Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wirkt.

Tomatensuppen-Würfel

Instant-Suppe selbstgemacht

Gericht Suppe
Portionen 20 Portionen

Zutaten

  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 rote Paprika
  • 1 Karotte
  • 225 g Tomatenmark
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 1 EL Gemüsebrühpulver
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Anleitung

  1. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Paprika putzen und in kleine Stücke schneiden. Karotte schälen und fein würfeln. 

  2. Olivenöl in einem Topf erhitzen. Zwiebel darin glasig anbraten, dann Knoblauch, Paprika und Karotte zugeben und alles braten, bis es weich ist. Aus der Pfanne nehmen, in einen Messbecher füllen und abkühlen lassen.

  3. Alle anderen Zutaten ebenfalls in den Messbecher geben und alles mit dem Pürierstab fein mixen. Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. Das Ganze darf ruhig etwas überwürzt schmecken; es kommt ja später Wasser dazu.

  4. Makiko Itoh rollt die Masse zu Bällchen und friert sie dann ein; ich finde, das ist eine Herausforderung - die Masse ist sehr weich. Ich habe alles in die Mulden einer Silikon-Financièreform* gefüllt und so eingefroren. Wenn alles durchgefroren ist, kann man die Würfel in einen Gefrierbeutel geben und portionsweise entnehmen.

  5. Zum Servieren einen Würfel mit 180 ml kochendem Wasser aufgießen und umrühren.