Schokoladen-Brot

schokoladenbrot

Vor längerer Zeit gab es bei der Tomatenblüte einen Kuchen, der wie ein Brot aussah. Bei uns ist das umgekehrt – da gibt es öfter mal Brot, das wie Kuchen aussieht. Schokoladenbrot. Es ist wirklich ein Brot, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht. Im Grunde handelt es sich um ein einfaches Hefebrot mit etwas Kakao im Teig – schokoladig, aber nicht zu süß. Bei uns ist dieses Brot am Wochenende immer wieder mal eine schöne Bereicherung auf dem Frühstückstisch. Seit ich es einmal gemacht habe, wird es immer wieder verlangt, vom Nachwuchs, natürlich.

Schmeckt prima einfach nur Butter oder auch mit Marmelade; ich mag am liebsten Orangenmarmelade dazu.  Wie nicht anders zu erwarten war, machen sich die Kinder ein Fest daraus, Schokoladenbrot mit Nuss-Nougat-Creme zu verputzen. Getoastet ist es auch nicht zu verachten.

Für 1 Laib:

  • 200 gr. Weizenvollkornmehl
  • 200 gr. Weizenmehl 550
  • 50 gr. Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 50 gr. Kakao
  • 10 gr. Hefe
  • 300 gr. Milch
  • Fett für die Form

Die Hefe in der Milch auflösen.

Mehlsorten, Salz und Zucker in eine Schüssel geben, den Kakao dazu sieben.

Die Milch-Hefemischung dazugießen; geschmolzene Butter zugeben und alles zu einem elastischen Teig kneten, der Blasen wirft und sich vom Rand der Schüssel löst. Den Teig ca. 1 1/2 h ruhen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat.

Eine Kastenform mit Butter einfetten.

Den Teig aus der Schüssel holen und zu einem Laib formen, der in die Kastenform passt. Den Laib in die Form legen, mit einem Geschirrtuch decken und nochmals 1 h ruhen lassen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen.

Das Brot im heißen Ofen ca. 40 min backen.

Statt Blumen: Rosenkekse für den Valentinstag

rosenkekse

Im Grunde gehöre ich ja zu den Leuten, die mit dem Valentinstag nichts anfangen können und ihn eher für einen Marketingtrick der Floristen und der Süßwarenindustrie halten 😉 . Unpraktischerweise habe ich aber an diesem Tag Geburtstag. Die Folge ist, dass mein Mann abends immer recht abgekämpft nach Hause kommt, weil er im Blumenladen noch in einer exorbitant langen Schlange stand.

Statt Rosen zu kaufen – backt doch Rosenkekse. Ihr spart Euch die Schlange beim Floristen – und was anderes ist auch mal :-).

Die Kekse sind hübsch anzusehen mit ihren rosa Ensprenkelungen und verströmen ein zartes Rosenaroma – was will man mehr am Valentinstag ?

Für ca. 15 Kekse:

  • 75 gr. weiche Butter
  • 75 gr. Zucker, plus etwas zum Bestreuen
  • 1 TL getrocknete Rosenblüten, im Mörser zerkleinert
  • 1 Ei
  • etwas Vanillemark
  • 1 TL Rosenwasser
  • 210 gr. Mehl

Ofen auf 170°C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Butter und Zucker mit dem Handrührgerät schaumig schlagen. Ei, Vanille und Rosenwasser einarbeiten. Dann das Mehl und die Rosenblütenblätter mischen und zur Eimasse geben. Mit den Händen zu einem homogenen Teig verarbeiten.

Vom Teig walnussgroße Portionen abnehmen und zu Kugeln formen. Die Kugeln mit den Händen etwas flach drücken und mit ein bisschen Abstand auf das Backblech legen. Dann mit dem Verschluß einer Plastikflasche (Mineralwasser o.ä.) in jeden Keks ein Ringmuster drücken. Die Kekse mit etwas Zucker bestreuen und im vorgeheizten Ofen ca. 10 min backen. Sie sollen nur eben gar werden, aber nicht bräunen; sie werden beim Abkühlen noch etwas fester.

Zum Abkühlen vorsichtig auf ein Kuchengitter geben.

Alles Liebe zum Valentinstag!

Quelle:

Tessa Kiros, Limoncello and Linen Water*

Einfaches Ciabatta

ciabatta

Gibt es bei Euch noch gutes Brot zu kaufen? Bei uns leider eher nicht, außer man nimmt lange Wege in Kauf. Der Bäcker um die Ecke hat nichts, was in meinem Brotkasten landen müßte. Im Regal sehen die Brote schön aus – aber leider stimmen Optik und Geschmack so gar nicht überein. Und die Zutatenlisten sind erschreckend – Backmischungen mit Hilfmitteln, die nach meiner Meinung in einem Brot nichts zu suchen haben. Und ich bin da nörgelig – schlechtes Brot macht mir schlechte Laune.

Den Bäcker suche ich also nur im äußersten Notfall auf. Normalerweise backe ich selbst; allerdings nicht nur, weil das Brot vom Bäcker nicht schmeckt, sondern hauptsächlich, weil Brot backen einen Höllenspaß macht. Das war der Grund, weswegen ich vor langen Jahren überhaupt damit angefangen habe.

Zum Beispiel ein einfaches Ciabatta herzustellen, ist überhaupt nicht schwer – und im Gegensatz zu den meisten Bäckerbroten ist die Zutatenliste beeindruckend kurz: Mehl, Wasser, Hefe, Salz, etwas Zucker und Olivenöl. Das habt doch bestimmt alles zu Hause? Dann braucht Ihr nur noch etwas Zeit.  Also los!

Für 2 Brote

Vorteig:

  • 12 gr. Frischhefe
  • 310 ml lauwarmes Wasser
  • 1 TL Zucker
  • 300 gr. Weizenmehl 550

Hauptteig:

  • 300 gr. Weizenmehl 550
  • 1 EL Olivenöl
  • 185 ml lauwarmes Wasser
  • 1 1/2 TL Salz

Für den Vorteig in einer großen Schüssel die Hefe ins Wasser krümeln und unter Rühren auflösen. Mehl und Zucker zugeben und mit einem Kochlöffel zu einem Teig verühren. Der Teig wird ziemlich klebrig sein; mit den Händen läßt er sich nicht bearbeiten. Die Schüssel abdecken und den Teig an einem warmen Ort mindestens 1 h stehen lassen, bis er aufgegangen ist und Blasen wirft. Länger schadet auf gar keinen Fall.

Für den Hauptteig die restlichen Zutaten zum Vorteig in die Schüssel geben und zu einem Teig verarbeiten, ich mache das mit den Knethaken des Handrührers. Der Teig ist immer noch recht klebrig, aber das muss so sein, also nicht mehr Mehl zugeben. Schüssel wieder abdecken und 2 h stehen lassen, bis der Teig wieder schön aufgegangen ist und Blasen wirft.

Jetzt ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit einer Handvoll Mehl bestreuen. Die Arbeitsfläche mit Mehl bestreuen und auch die Hände etwas bemehlen. Den Teig, am besten mit einer Teigkarte aus der Schüssel holen und in 2 Teile teilen. Dann jedes Teigstück vorsichtig zu einem langen Laib ziehen und drücken –  der darf ruhig unregelmäßig und rustikal aussehen – und vorsichtig auf das Backblech legen. Wenn Ihr dabei behutsam zu Werke geht, bleiben die großen Poren in der Krume erhalten. Laibe mit etwas Mehl bestäuben, mit einem sauberen Küchenhandtuch bedecken und nochmals 1 1/2 h ruhen lassen.

Ofen auf 210 °C vorheizen. Die Brote im heißen Ofen 20-25 min backen, bis sie goldbraun und knusprig sind. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Rezeptidee: Tessa Kiros, Limoncello and Linenwater*

Rote-Bete-Gnocchi

rote bete gnocchiGanz früher fand ich Rote Bete schrecklich. Im großen und ganzen war Rote Bete dieser viel zu saure Salat  aus zu weicher Bete mit viel zu groben Kümmelkörnern. Im allerschlimmsten Fall gab es den Salat auch noch im Wirtshaus, und da kam er aus dem Glas. Wenn ich mich recht erinnere, war zur Abrundung noch Süßstoff drin. So kann einem auch das schönste Gemüse noch verleidet werden.

Inzwischen mag ich Rote Bete sehr gern. Roh geraffelt als Salat mit knuspriger Senfsaat garniert, im Risotto, im Eintopf, oder als Kuchen – Rote Bete geht eigentlich immer. Nur nicht matschig, zu sauer und aus dem Glas.

Mein absoluter Favorit sind aber seit langem diese Gnocchi. Allein die Farbe bringt schon Leben auf den Teller. Normalerweise werden sie richtig pink – diesmal hat es merkwürigerweise nur für zartrosa gereicht. Die Gnocchi schmecken auch pur, nur mit etwas Butter und Parmesan. Ich mache aber auch gerne eine Sauce aus Blauschimmelkäse, Gemüsebrühe und Sahne dazu.

  • 500 gr. mehlig kochende Kartoffeln
  • 1 kleine Rote Bete, gegart und geschält
  • 200 gr. Mehl
  • 50 gr. Parmesan, frisch gerieben
  • 1 Ei, leicht verschlagen
  • Butter zum Servieren

Kartoffel in einem großen Topf mit Salzwasser ungeschält weich garen.

Abgießen, schälen und durch die Kartoffelpresse drücken oder zerstmpfen.

Die Rote Bete pürieren. Ca. 125 ml vom Püree zur Kartoffelmasse geben. Mehl, Parmesan und Ei zugeben und alles zu einem homogenen Teig verarbeiten.

Dann gleich die Gnocchi formen: Teig in vier Portionen teilen und jede Portion zu einer ca. 1/2 cm dicken Rolle formen. Rollen in kurze Stücke schneiden und die Stücke über die Zinken einer Gabel rollen.

In einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Die Gnocchi portionsweise garen; das geht recht schnell. Sie sind gar, sobald sie an die Oberfläche steigen. Mit einem Schaumlöffel herausnehmen, gründlich abtropfen lassen und in einer vorgewärmten Schüssel mit etwas Butter vermischen.

Und weil heute Donnerstag ist und das grade passt, machen die Gnocchi mit beim Veggi-Day.

Rezeptidee: Tessa Kiros, Familienrezepte*

rossnkuchen

Rosenkuchen mit Rosmarin

Langsam wird es ungemütlich draußen. Wenn es so kalt, duster und neblig ist, finde ich es gemütlich, Hefekuchen zu backen. Ich mag den speziellen Duft, der dann durch’s Haus zieht. Das Ergebnis mag ich natürlich auch 🙂

Rosenkuchen habe ich früher schon öfter gebacken; meist war die Füllung dann aus Marzipanrohmasse. Dieser hier ist anders. Der Teig ist besonders fluffig und saftig, und die Füllung besteht aus Butter und Zucker – ein Seelentröster an so schaurigen Tagen wie dem heutigen.

Der Rosmarin im Teig geht auf mein Konto; mein Blick fiel auf das Pflänzchen und da der Teig im Originalrezept nicht weiter aromatisiert ist, wanderte etwas Rosmarin hinein. Der passt da gut rein! Die vielen ätherischen Öle geben dem etwas üppigen Kuchen ein wenig Frische, finde ich.

Für den Teig:

  • 10 gr. frische Hefe
  • 125 ml Milch, lauwarm
  • 115 gr. Zucker
  • 500 gr. Mehl und etwas Mehl zum Arbeiten
  • Nadeln von einem kleinen Zweig Rosmarin, abezupft und fein gehackt
  • 1 ganzes Ei und 1 Eigelb
  • 200 ml Sahne
  • Butter für die Form

Für die Füllung:

  • 150 gr. Butter, weich
  • 140 gr. Zucker
  • 1 Prise Salz

Für den Teig zunächst aus der Hälfte des Mehls, der Hefe, einer Prise Zucker und der Milch einen geschmeidigen Teig kneten. Gut abdecken und an einem warmen, zufreien Ort 1 1/2 bis zwei Stunden gehen lassen, bis das Volumen sich verdoppelt hat.

Jetzt Sahne, Ei und Eigelb verschlagen und mit den restlichen Mehl, dem Zucker und dem Rosmarin zum Teig geben. Alles gründlich durchkneten. Der Teig ist recht weich.

Für die Füllung Butter und Zucker mit der Prise Salz schaumig rühren.

Eine runde Springform gut mit Butter ausfetten.

Die Arbeitsfläche bemehlen. Den Teig aus der Schüssel holen und dann auf der Arbeitsfläche zu einem Rechteck ausrollen. Die Teigplatte sollte 2-3 mm dick sein.  Die Teigplatte mit der Füllung bestreichen, dann von der Breitseite her eng aufrollen. Die Teigrolle in Stücke à 5 cm schneiden. Die Stücke aufrecht auf die Arbeitsfläche stellen und mit einer Schere je 5 mal einschneiden. Dann die Stücke in die Form schlichten. Dazu zunächst ein Stück aufrecht in die Mitte stellen, die anderen Stücke rundherum darum verteilen. Der Teig geht noch auf; die Stücke sollten sich also nicht berühren. Den Kuchen abdecken und nachmals 1 1/2 bis 2 Stunden gehen lassen.

Inzwischen den Backofen auf 180°C vorheizen. Den Kuchen 45 min backen. Wenn die Oberfläche zu schnell braun wird, mit Backpapier oder Alufolie abdecken. Aufpassen, dass der Kuchen nicht zu lange gebacken wird; er wird sonst zu trocken. Lieber ein paar Minuten vor Ende der Backzeit mal nachsehen!

Rezept abgewandelt aus: Tessa Kiros, Piri Piri Die echte portugiesische Küche*