Kokosriegel – aka Bounty

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und zwar selbstgemacht.

Ich esse nicht viel Süßes, aber wenn Kokos im Spiel ist, dann kann ich schwer nein sagen. Deshalb bin ich auch sofort darauf ansprungen, als ich hier die “Bounty maison” gesehen habe. Die Riegel kaufe ich schon lange nicht mehr, da ist selber machen eine gute Option.

Vor allen, weil die selbstgemachten Riegel  aus 3 (!) Zutaten bestehen, die man gut bevorraten kann: Kokosflocken, süße Kondensmilch, Schokolade.

Wie süß die Riegel sein sollen, könnt Ihr über die verwendete Schokolade steuern. Ich habe so gemischt, dass ich auf einen Kakaonteil von 50% kam…das ist der Familienkomporomiss. Für mich hätte es ruhig herber sein können; ich glaube, ich mache demnächst mal einen Erwachsenen-Variante.

Ach ja – und wenn man die Schokolade temperiert, dann sehen die Riegel schöner aus. Das muss ich endlich mal üben.

Für ca. 15 Riegel:

  • 200 g gezuckerte Kondensmilch
  • 130 g Kokosraspeln
  • gute Schokolade oder Kuvertüre: man braucht ungefähr 250 g

Die Kokosraspeln in einer Schüssel mit der Kondensmilch übergießen. Dann gründlich durchrühren, bis die Kokosraspeln sich ganz mit der Kondensmilch vermischt haben. Das dauert ca. 2 min. Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und mindestens 4 h kühl stellen. In dieser Zeit quellen die Kokosraspeln auf und das ganze ergibt eine formbare Masse.

Einen Teller oder eine Platte (sie sollte in dem Kühlschrank passen) mit Backpapier bedecken.

Aus der Kokosmasse mit den Händen kleine Barren formen. Das geht gut, wenn man die Masse immer wieder etwas zusammendrückt. Barren auf den Teller legen.

Die Schokolade über dem Wasserbad schmelzen  und warm halten. Jeweils einen Barren vorsichtig und nur kurz in die flüssige Schokolade tauchen, dann mit Hilfe von 2 Gabeln herausholen, abtropfen lassen und auf den Teller legen. So weitermachen, bis alle Barren mit Schokolade überzogen sind.

Die Riegel zum Festwerden in den Kühlschrank stellen. Danach kann man sie vom Teller in einer Dose luftdicht verpackt aufbewahren, am besten im Kühlschrank.

Schoko-Mochi

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Mochi liebe ich. Wenn ich im Asia-Shop welche sehe, wandern sie garantiert in den Einkaufskorb. Am liebsten mag ich die klebrigen Küchlein gebraten und mit Sojasauce serviert.

Wenn ich also irgendwo “Mochi” lese, so wie bei Erin Alderson*, dann werde ich sofort hellhörig. In diesem Fall bei der süßen Version mit Schokolade. Gut, so ganz die reine Mochi-Lehre verkörpert dieses Gebäck nicht – eigentlich bestehen Mochi aus den süßen japanischen Rundkornreis. Der wird gedämpft, und dann wird so lange auf das Ganze eingeschlagen, bis die Masse zu kleinen Küchlein geformt werden kann. Heutzutage wird das meist nicht mehr von Hand gemacht – aber zuhause würde mir da nicht viel anderes übrig bleiben.

Also, diese Mochi sind abweichlerisch, und zwar aus mehreren Gründen: es wird Klebreismehl verwendet statt mühevoll gestampftem süßen Reis, ein paar Zutaten mehr spielen mit  – und dann wir das ganze auch noch gebacken. Was aber zählt, das ist die Konsistenz – das ist die von Mochi. Zäh-klebrig. Das ganze dann noch in schokoladig-süß, aber nicht zu süß. Herrlich.

Ursprünglich habe ich die Küchlein gebacken, um meine Tüte Klebreismehl aufzubrauchen. Das hat nur begrenzt funktioniert – der Nachwuchs meinte, ich müsste neues holen. Inzwischen habe ich die Schoko-Mochi öfter gebacken, auch mit japanischem süßen Vollkornreis, den ich frisch gemahlen habe. Schmeckt. Immer.

Ergibt ca. 16 Mochi:

  • 60 g Butter plus etwas für die Form
  • 120 g Zartbitterschokolade
  • 150 g Klebreismehl, laut Rezept Vollkorn, es geht aber auch mit weißem
  • 100 g Vollrohrzucker (ich hatte Rapadura)
  • 1 TL Natron
  • 200 g Joghurt, fette Sorte
  • 120 ml Vollmilch
  • 1 Ei, Größe L
  • Mark von 1/2 Vanilleschote

Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Auflaufform vom ungefähr 23 x 23 mit Butter ausstreichen.

Butter und Schokolade im Wasserbad schmelzen, dabei hin und wieder umrühren, damit sich beides gut verbindet. Von der Hitze nehmen und ein wenig abkühlen lassen.

Klebreismehl, Zucker und Natron in einer Schüssel vermengen. In einer zweiten Schüssel Joghurt, Milch, Ei und Vanillemark verquirlen. Die flüssigen Zutaten zu den trockenen geben, die Schokoladenmasse ebenfalls zugeben und alles zu einem glatten Teig verrühren.

Den Teig in die Auflaufform füllen, glatt streichen und ca. 25 min backen. Dann abkühlen lassen und in Stücke schneiden. Luftdicht verpackt bleiben die Mochi 2-3 Tage frisch, aber das ist reine Theorie.

Kulinarischer Adventskalender 2015 – Christmas Rocky Road

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Hurra, ich bin ein Türchen!

Nun ist es schon das elfte Mal, dass im Kochtopf der Kulinarische Adventskalender stattfindet. Das ist etwas, worauf ich mich jedes Jahr freue. Türchen öffnen macht Spaß 🙂 ! Jeden Tag gibt es nicht nur schöne Geschichten und Rezepte von Foodbloggern – nein, es locken auch immer wieder tolle Gewinne.

Um so mehr freue ich mich, dass ich dieses Mal auch ein Türchen befüllen darf. Wobei ich gestehen muss….ich habe mich planlos beworben. Also, ohne Plan, was ich Euch erzählen und zu essen servieren möchte. Ich bin auch relativ lange planlos geblieben – und dann fiel mir plötzlich der “Onkel” aus Amerika ein.

Kulinarischer Adventskalender 2015 - Tuerchen 8Es ist nämlich so: neben den üblichen Weihnachts-Highlights gab es für mich als als Kind immer noch ein zusätzliches – das war in der Post. Auf der Anrichte im Esszimmer stand immer diese Schale, in der die Weihnachtskarten gesammelt wurden. Die meisten waren eher unspannend – bis auf die eine, auf die ich jedes Jahr voller Vorfreude wartete. Die war nämlich von der Verwandtschaft aus den USA. Und hat mich fasziniert. Das fing schon beim Motiv der Karte an – meist war darauf einer von diesem überdekorierten Weihnachtsbäumen abgebildet. Klar, dass ich jedes Jahr meine Eltern angebettelt habe, damit wir auch so einen Baum dekorieren. Erfolglos, versteht sich.

Im Umschlag war neben der üblichen Klappkarte auch immer ein Familienfoto von der jährlich wachsenden Großfamilie: Kinder, Enkel, jedes Jahr ein paar mehr. Begeistert lass ich jede Weihnachten aufs Neue, was die Nachkommen so machen und wie prächtig sie sich entwickeln. Und dann gab es noch die Berichte, was Onkel und Tante auf den Reisen erlebt hatten, die sie jedes Jahr mit ihrem Wohnmobil unternahmen. Alles war so groß, so weit weg, so faszinierend.

Zu tun hatte ich an den Feiertagen auch dank der Post…ich musste nämlich alles für meine Eltern übesetzen. Das nahm damals einige Zeit für mich in Anspruch. Die Briefe waren nämlich zweigeteilt – da gab es einen allgemeinen Abschnitt. Der war für den ganzen Verwandschaftsverteiler gleich und immer mit der Maschine, später mit dem Computer geschrieben. Kniffliger zu entziffern war der persönliche Teil – den schrieb die Tante jedes Jahr von Hand darunter. Das Entziffern der verschnörkelten amerikanischen Handschrift kostete mich jedes Mal einen Nachmittag – und ich habe es geliebt.

Ah – ein kulinarisches Highlight gab es auch immer, jedenfalls theoretisch. Der Onkel war nämlich Direktor einer Chips-Fabrik. Wirklich zu schade, dass ich ihn nie besuchen konnte 😉 . Aber Chips setze ich Euch heute nicht vor. Ich habe mich für eine amerikanische Süßigkeit entschieden – Rocky Road. Das ist eine sehr süße Süßigkeit, die in der Basisversion aus Schokolade, Nüssen und Marshmallows besteht. Die weihnachtliche Version wartet zusätzlich mit getrockneten Kirschen und Cranberries auf und mit Amarettini. Nüsse und Trockenobst – das gehört für mich in die Adventszeit.. Ein bisschen Puderzucker für die weiße Weihnacht darf auch nicht fehlen.

Für 24 große Stücke – oder mehr kleine:

  • 250 g dunkle Schokolade
  • 150 g Milchschokolade
  • 175 g Butter
  • 60 ml Honig
  • 200 g Amarettini
  • 100 g Walnusskerne
  • 50 g Pistazien
  • 1oo g getrocknete Kirschen
  • 50 g getrocknete Cranberries
  • 125 g weiße Marshmallows, Mini-Marshmallows wären praktisch
  • Puderzucker zum Bestäuben

Beide Schokoladensorten grob hacken. Dann in einem Topf zusammen mit Butter und Honig bei ganz niedriger Temperatur schmelzen.

Die Kekse in einen Gefrierbeutel geben. Mit einem Nudelholz darauf klopfen, bis Stücke unregelmäßiger Größe entstehen – manche wie feiner Sand, manche noch als grobe Stücke. Mit den Walnüssen genauso verfahren.

Die Pistzien grob hacken.

Mini-Marshmallows kann man so lassen, wie sie sind. Große Marshmallows schneidet man in Stücke, ich habe jeden Marshmallow in drei Scheiben geschnitten.

Die geschmolzene Schokolade von der Hitze nehmen. Alle anderen Zutaten zur Schokolade geben und mit einem Kochlöffel alles gründlich durchrühren. Alle Zutaten müssen von der Schokoladenmasse überzogen sein.

Nun muss das Ganze fest werden. Nigella Lawson*, von der die Inspiration zu diesem Rezept stammt, gibt dazu alles in eine Einwegbackform aus Aluminium. Ich habe eine Gefrierdose genommen, die ich mit Frischhaltefolie ausgelegt habe. Wie auch immer, das Gefäß sollte ungefähr 23 x 30 cm messen. Die  Masse in das Gefäß geben und die Oberfläche so gut wie möglich glätten. Alles kühl stellen, und zwar mindestens 2 h.

Dann den Block herausnehmen, ggf. die Frishhaltefolie abziehen. Die unregelmäßig geformte Seite nach oben drehen und mit Puderzucker bestäuben. Dann alles in Stücke schneiden: 4 Scheiben der Länge nach, diese dann in jeweils 6 Stücke. Wer möchte, kann auch mehrer kleinere Stücke schneiden.

Ich hoffe, die Süßigkeit überbrückt Euch ein wenig die Zeit bis Weihnachten. Ich wünsche Euch eine schöne, gemütliche Adventszeit und wunderbare Weihnachtstage mit Euren Lieben!

Poffertjes

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Es hat sich ja gestern herausgestellt, dass die Poffertjes aus dem Buchweizenkochbuch* ein echter Publikumsrenner sind – also bitte sehr, hier sind sie 🙂

Das erste Mal Poffertjes gab es für meine Tochter auf einem Kindergeburtstag. Seither ist sie Fan 🙂  Die Gastgeber hatten sich aus dem Urlaub eine spezielle Pfanne mitgebracht und meinten, ohne geht es nicht. Ich wollte nicht noch eine Pfanne kaufen und verschob das Projekt “Poffertjes” erstmal weit nach hinten.

Sehr zu Töchterchens Freude gibt es im Buchweizenkochbuch (natürlich) auch ein Poffertjes-Rezept. Und sehr zu meiner Freude habe ich festgestellt, dass man auch ohne eine Augenpfanne* auskommt, wenn die Konsistenz des Poffertjes-Teiges stimmt. Ok, ganz so rund und niedlich werden sie nicht, aber als Poffertjes gehen sie trotzdem durch.

In den Niederlanden sind die Poffertjes sehr klein (ca. 5 cm) und werden mit reichlich Puderzucker serviert. Aber wie das so ist bei Pfannkuchen – der Variationsfreude sind keine Grenzen gesetzt. Hier kommt das Basisrezept für ca. 2 Esser. Das Rezept kommt ja aus einem österreichischen Kochbuch, und da wird mit Hefe so umgegangen, wie ich das aus meiner Kindheit auch kenne – es wird ein kleiner, Dampferl genannter Vorteig angesetzt:

  • 85 g Buchweizenmehl
  • 50 g Haushaltsmehl (Weizen 405 oder Dinkel 630)
  • 5 g frische Hefe
  • 1 Prise Zucker
  • 150 ml Milch, lauwarm
  • 1 Ei
  • 1 EL Honig
  • Butterschmalz zum Braten
  • Puderzucker zum Servieren

Dafür beide Mehlsorten in eine Schüssel geben. In der Mitte eine Mulde formen und die Hefe hineinbröckeln. Zucker darüber streuen, 1-2 EL Milch darüber geben und alles mit einer Gabel vorsichtig so verrühren, dass ein wenig Mehl mit eingearbeitet wird. Mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und ca. 20 min ruhen lassen.

Dann die restliche Milch, Ei, Honig und Salz zugeben und alles zu einem zähen, aber leicht flüssigen Teig verrühren. Abdecken und an einem warmen Ort nochmals 20 min ruhen lassen.

Zum Braten eine große Pfanne erhitzen und ein wenig Butterschmalz darin schmelzen lassen. Das Butterschmalz am besten mit einem Pinsel gleichmäßig in der Pfanne verteilen. Den Teig nochmals durchrühren, kleine Häufchen (ca. 4 cm) in die Pfanne geben und auf beiden Seiten goldbraun ausbacken. Gebackene Poffertjes im Backofen warm halten. So weitermachen, bis der Teig verbraucht ist, dabei, wenn nötig noch etwas Butterschmalz nachgeben.

Zum Servieren mit Puderzucker bestreuen und noch warm genießen.

Wir retten, was zu retten ist: Halwa-Eiscreme

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Seid Ihr bereit für Nachtisch? Wie wäre es mal wieder mit Eis?

Ich bin immer noch glücklich über meine Eismaschine. Besonders gut gefällt mir, dass ich Eissorten herstellen kann, die man nirgendwo zu kaufen bekommt. Meist stelle ich kleinere Mengen her und genieße es, mehrere Sorten Eis vorrätig zu haben.

Klar, dass ich auf Ottolenghis* Halva-Eiscreme gleich angesprungen bin….und das war bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich Halwa in ein Eis gegeben habe, der Geschmack und die Konsistenz sind einfach schön. Außer Halwa ist noch etwas Tahin im Eis – und auch das ist toll, es sorgt für eine angenehm nussige Note.

Im Original kommt das Eis mit einem Topping aus Schokoladensauce und gerösteten, gesalzenen Erdnüssen daher. Die Sauce habe ich mir geschenkt….ich esse Eis tatsächlich am liebsten pur. Die Erdnüsse habe ich gleich mit in die Eismasse gegeben….süß-salzig mag ich nämlich sehr gerne.

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Das Rezept ist Teil einer Rettungsaktion – auch bei Eiscreme muss man nämlich nicht nehmen, was die Industrie einem auftischt; man kann sie gut selbst machen. Hier könnt Ihr sehen, welche Eissorten der Rest der Truppe sich ausgedacht hat.  Da sind übrigens auch ganz viele Rezepte dabei, für die man keine Eismaschine braucht. Wenn ich mir die Vielfalt so anschaue, dann werde ich in nächster Zeit bestimmt sehr viel Eis machen, schaut mal:

lieberleckerBananeneis
from-snuggs-kitchenButtermilch-Zitronen-Eis
SweetPie – Gin Tonic Popsicle
katha-kocht! – Raffaello Eis
Cuisine Violette – Mango-Kokoseis
Kochen mit HerzchenPistazieneis
Kebo HomingSchokoladeneis mit Salzkaramell
Bonjour AlsaceSchokoladeneis
Mädel vom LandBirnen-Joghurt-Steckerleis mit Waldmeister
Greenway 36 Schokoladen-Karamell-Eis ohne Eismaschine
1x umrühren bitte aka kochtopfSchnellstes und softigstes Himbeer-Softeis
Obers trifft Sahne Kürbis Eis mit Zimt Pflaumen ( mit und ohne Eismaschine
lecker macht launeZwetschgen-Eis ohne Ei
widmatt- aus meiner Schweizer Küche: Pfirsich Glacé
Feinschmeckerle | Schwaben – Kochen – Reisen –  Blitzeis mit Brombeeren und Buttermilch
Genial lecker – Express-Vanilleeis

Jetzt zum Rezept – das ist wirklich nicht schwierig:

  • 250 gr. Sahne
  • 350 ml Vollmilch
  • 1 Vanilleschote
  • 2 Eigelb
  • 40 gr. Zucker
  • 30 gr. Tahin
  • 100 gr. Pistazien-Halwa (Ottolenghi: Sesam-Halwa)
  • 60 gr. geröstete, gesalzene Erdnüsse
  • optional: gehackte Pistazien zum Anrichten

Die Vanilleschote aufschlitzen und das Mark herauskratzen. Halwa und Erdnüsse im Cutter grob zerkleinern.

Milch und Sahne in einem Topf mit Vanilleschote- und Mark einmal kurz aufkochen, dann von der Hitze nehmen.

In einer hitzefesten Schüsseln die Eigelbe mit dem Zucker verquirlen. Mit einer Kelle etwas von der heißen Milchmischung zufügen, weiterrühren. Nach und nach die gesamte Milchmischung zugeben, dabei ständig rühren. Die Masse wieder in den Topf geben und unter dauerhaftem Rühren ca. 10 min lang erhitzen, bis die Masse andickt. Vorsicht mit der Temperatur – die Masse darf nicht kochen, sonst gibt es Rührei. Von der Hitze nehmen und das Tahin einrühren.

Die Masse erst abkühlen, dann im Kühlschrank ganz durchkühlen lassen.

Masse in die Eismaschine geben und in ca. 40 min gefrieren lassen. Nach ca. 30 min die Halwa und die Erdnüsse zugeben.

In der Tiefkühle aufbewahren und zum Servieren mit gehackten Pistazienkernen bestreuen.

Schoko-Milchcrèmeschnitte

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Ja, klar soll das die legendäre MIlchschnitte sein. Ich wollte es nur nicht gleich in die Überschrift schreiben. Ich will ja nicht in Handschellen abgeführt werden 😉 .

Also, das ganze kam so: Pimpi-MEL-la wollte neulich Milchschnitten backen. Rausgekommen sind aber leider leider Milchmurksschnitten und so wollte sie wissen, ob jemand ein bessereres Rezept hat. Ich hab mich duster erinnert, dass nach dieser Rezension in diesem Buch* sehr viele Klebezettel übrig geblieben waren – und siehe da, es fand sich ein Rezept. Eigentlich für Pinguin-Schnitten, aber wenn man Schokoknusperschicht und Glasur wegläßt, dann kommt das Ganze der gewünschten Schnitte schon sehr nahe.

Und das Rezept haut hin. Ich habe verlässliche Testesser: meine Kinder nämlich. Die haben nämlich mit Begeisterung festgestellt, dass man das Original jetzt nicht mehr kaufen muss (Ätsch 🙂 ) ,und das obwohl die Schnitten weniger süß sind als die aus dem Laden. Geht doch 🙂 .

Für ca. 10 Schnitten:

Schoko-Biskuit:

  • 3 Eier
  • 60 gr. Zucker
  • 25 gr. Butter, geschmolzen
  • 15 gr. Kakao-Pulver
  • 25 gr. Mehl
  • 1 Prise Salz

Füllung:

  • 2 Blatt Gelatine
  • 250 gr. Mascarpone
  • 100 gr. gezuckerte Kondensmilch (Milchmädchen oder ähnliches)
  • 2 EL Milch
  • 1 EL Honig
  • 1 Eiweiß, ganz frisch, bitte

Für die Füllung die Gelatine in etwas kaltem Wasser einweichen. Das Eiweiß steif schlagen

Mascarpone mit der gezuckerten Kondensmilch und dem Honig verrühren. Die Milch erwärmen und die Gelatine unter Rühren darin auflösen. Gelatine unter die Mascarpone-Masse rühren, dann das Eiweiß unterheben. Die Masse zum Anziehen in den Kühlschrank stellen.

Für den Biskuit den Backofen auf 180°C Ober- Unterhitze vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen.

Die Eier trennen. Die Eiweiße mit 1 Prise Salz zu steifem Schnee schlagen. Eigelbe mit dem Zucker weißschaumig rühren, dann Mehl und Kakao darübersieben und einrühren. Den Eischnee vorsichtig unterheben.

Den Teig auf dem Blech verstreichen. Wir brauchen ein Rechteck von ca. 3-4 mm Dicke. Boden im heißen Ofen ca. 8-10 min backen, dann herausnehmen und den Teig gleich auf die mit Backpapier belegte Arbeitsfläche stürzen und abkühlen lassen.

Teigplatte halbieren, man benötigt 2 gleich große Rechtecke. Die Crème aus dem Kühlschrank holen, nochmal durchrühren, dann gleichmäßig auf einer der Teigplatten verstreichen. Die zweite Platte darauflegen.

Das Ganze für 1 1/2 Stunden in die Tiefkühle geben, danach herausnehmen und in gleich große Rechtecke schneiden. Fertig!

Die Schnitten bewahrt man bitte im Kühlschrank auf, wegen des rohen Eiweißes. Man kann sie gut stapeln, wenn man jeweils Backpapier zwischen die einzelnen Schichten legt.

Mochi-Waffeln mit Schokotrüffeln – Mochiffles

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Ich bin dann mal ein paar Tage weg; es wird hier ruhig werden. Zur Überbrückung lasse ich Euch etwas Süßes da.

Kennt Ihr Mochi, die klebrigen japanischen Reiskuchen? Ich liebe diese Dinger und kaufe sie regelmäßig im Winter. Am liebsten verspeise ich sie geröstet mit etwas Sojasauce. Selbst gemacht habe ich sie noch nie…der Aufwand mit dem zerstampften süßen Reis hat mich bislang abgeschreckt.

Aber wenn ich irgendwo “Mochi” lese, dann ist mein Interesse geweckt. So geschehen zuletzt bei “Lady and Pups“. Mochi-Waffeln? Muss ich machen. Auch wenn das Rezept erst mal so klingt, als ob ich danach mein Waffeleisen entsorgen könnte.

Nun, mein Waffeleisen lebt noch. Und diese Waffeln, die sind toll: sie funktionieren auf einer Basis von Klebreismehl. Das Innenleben punktet mit Espresso und Schokotrüffeln. Und wenn man sie frisch isst, dann erinnern sie stark an Mochi: außen knusprig, innen zäh und klebrig wie Mochi. Schokaldig….und dann auch noch süß-salzig. Ich habe große Mengen davon verdrückt….und das könnt Ihr jetzt auch tun:

  • 30 gr. Klebreismehl 1
  • 60 gr. Vollmilch 1
  • 179 gr. Klebreismehl 2
  • 100 gr. Rohrohrzucker
  • 60 gr. Milch 2
  • 60 gr. Espresso, abgekühlt
  • 1 Ei, Größe L
  • 35 gr. Butter, geschmolzen
  • 17 gr. Kakaopulver
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 1/4 TL Salz
  • 145 gr. Schokoladentrüffel
  • Fleur de Sel

Für die Basis Klebreismehl 1 und Milch 1 gründlich zu einer zähen Masse verrühren. Das Ganze wird in der Mikrowelle gegart: ca 3 mal 20 Sekunden, zwischen den Garvorgängen kräftig durchrühren. Ergebnis ist eine zähe, klebrige Masse die aussieht frische Mochi. (Ich muss mal ausprobieren, ob ich nach der Methode Mochi für Faule herstellen kann 🙂 ). Bestimmt geht das auch im Topf – die Masse unter Hitzezufuhr rühren, bis sie heiß, zäh und klebrig ist.

Masse 5 min abkühlen lassen. Dann alle Zutaten mit Ausnahme des Fleur de Sel zugeben und alles kräftig zu einer homogenen Masse verrühren. Der Teig ist sehr zäh, von Hand kommt man da nicht weiter. Ich habe das Ganze mit den Quirlen des Handrührers verarbeitet; man kann es auch die Küchenmaschine tun lassen.

Die Schokotrüffel in Stücke schneiden und unter den Teig rühren.

Das Waffeleisen auf höchster Stufe vorheizen, dann auf mittlere Hitze stellen. Mit einem Esslöffel einen großen Klecks Teig aufnehmen, den Teig mit einem zweiten Löffel in die Mitte des Waffeleisens schaben. Waffeleisen schließen und die Waffel fünf min. garen. Dann herausnehmen und auf ein Kuchengitter legen. Die Waffel ist zunächst noch weich, wird aber sofort knusprig, wenn sie auf dem Gitter abkühlt. Waffel mit Fleur de Sel bestreuen.

Jetzt kommt der lästige Teil: an den Seiten des Waffeleisens werden angebrannte Teigreste kleben – die müßt Ihr wegmachen. Am besten geht das mit einem Küchentuch, das ihr um eine Gabel (oder ein Essstäbchen) gewickelt habt.

So weiter machen, bis der gesamte Teig aufgebrauch ist. Die Waffeln schmecken am besten, wenn sie gerade etwas abgekühlt sind, dann sind sie außen knusprig und innen weich und klebrig. Nach ein paar Stunden läßt die Pracht nach, aber so lange werden sie sowieso nicht halten 😉

Lasst es Euch schmecken und bis bald 🙂 !

Türkisches Karottenkonfekt zum #tierfreitag

karottenkonfekt

Eine Praline aus Karotten? Klingt erst mal ungewohnt, nicht wahr? Aber nun, Karottenkuchen schmeckt ja auch 🙂 Ich hatte schon länger im Kopf, etwas Süßes aus Karotten zuzubereiten. Ein indisches Dessert schwirrte mir im Kopf herum, aber irgendwas kam immer dazwischen.

Da bin ich in Yemek* über die cezerye gestoplert – süße Karottenriegel. Na, dann, ab in die Küche. Nun, das hätte ich schon viel früher tun sollen – denn die Riegel sind eine wirklich feine Nascherei. Der Karottengeschmack ist sehr dezent. Die Riegel sind weich, Pistzien sorgen für Biss und zusätzliches Aroma. Statt Pistazien kann man auch Walnüsse nehmen.

Die süße Leckerei kann man in einer Frischhaltedose bei Zimmertemperatur einige Tage aufheben.

Und weil die kleinen Süßigkeiten zufällig vegan sind, dürfen sie beim #tierfreitag mitmachen.

Für ca. 30 Riegel:

  • ca. 300 gr. Karotten
  • 200 gr. Zucker
  • je 1 Prise Zimt, gemahlene Gewürznelken und Ingwerpulver
  • 3 EL Pistazien, gehackt (natürlich nicht die gesalzenen)
  • 5 EL Kokosraspel

Die Karotten schälen und fein reiben.

In einem Topf 120 ml Wasser zum Kochen bringen, die Karottenraspel hineingeben und alles bei mittlerer Hitze mit Deckel ca. 20 min kochen lassen. Gegen Ende der Kochzeit öfter mal umrühren, damit nichts am Topfboden kleben bleibt.

Nun Zucker, Gewürze und Zitronensaft zugeben. Alles ohne Deckel unter Rühren weiterköcheln lassen, bis alle Flüssigkeit verdampft ist. Die Karotten werden dabei glasig und etwas dunkler. Gehackte Pistazien unterrühren. Dann die Masse mit einem Teigschaber zu einem ca. 0,5 dicken Quadrat auf Backpapier streichen, auskühlen lassen und dann noch einige Zeit an der Luft trocknen lassen.

Paste mitsamt dem Backpapier auf ein Schneidbrett legen und in kleine Quadrate schneiden. Am Ende in Kokosraspeln wälzen.

Lasst es Euch schmecken!

Orangen-Olivenöl-Kekse

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Eigentlich wollte ich Euch heute mit einem Brot behelligen, aber das verschiebe ich dann mal. Immerhin ist Sonntag – wir brauchen was Süßes für die Kaffeetafel. Und ich habe gestern Kekse gebacken, die ich Euch nicht vorenthalten kann.

Es sind die Orangen-Olivenöl Kekse aus Katharina Seisers neuem Buch “Immer schon vegan“*. Die Kekse selbst kommen aus Griechenland. Sie sind unwiderstehlich knusprig und aromatisch. Das Aroma kommt vom verwendeten Olivenöl, vom Orangensaft und der Schale; Zimt und Nelken sorgen für zusätzliche Würze. Also, die Kekse schmecken zum Nicht-mehr-Aufhören-Können.

Hier also das Rezept für eine ganze Menge Kekse – ca. 90 Stück, also drei Bleche: seid nicht so dumm wie ich – ich habe nur ein halbes Rezept zubereitet; das ist ein Fehler. Macht die ganze Menge, die Kekse werden weg kommen, und zwar schnell. Wenn man die Kekse wie Weihnachtsplätzchen zwischen Backpapier luftdicht in Dosen verpackt, halten sie eine ganze Zeit, aber das ist Theorie. Was ich aber bestätigen kann ist, das die Kekse gut zu Espresso passen – Nervennahrung für zwischendurch 🙂

Für ca. 90 Kekse, das sind 3 Bleche voll:

  • 1 Zitrone
  • 2-3 Orangen
  • 200 gr. Zucker
  • 250 ml Olivenöl (ein griechisches, mild-fruchtiges. Ich habe mein Lieblingsöl verwendet, das ist Kalamatha)
  • ca. 800 gr. Weizenmehl 550
  • 1 guter TL Zimtpulver
  • 1/2 TL Nelkenpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron (Backnatron)
  • optional: Sesam zum Betreuen

Den Zucker in die Rührschüssel geben. Die Zitrone und eine Orange waschen, abtrocknen und die Schale mit einer Feinreibe zum Zucker reiben. Zesten und Zucker mit den Händen verkneten, bis der Zucker feucht ist und gelb.

Das Olivenöl einrühren; das geht gut mit dem Rührwerkzeug der Küchenmaschine oder mit den Quirlen des Handmixers.

Den Saft der Zitronen auspressen; man braucht 200 ml Orangensaft und 50 ml Zitronensaft. Den Saft eine große Schüssel geben; die Schüssel muss mindestens die doppelte Menge Saft fassen können. Es wird jetzt nämlich das Natron in dne Saft gerührt – und das schäumt, und zwar ordentlich.

In einer weiteren Schüssel das Mehl mit Backpulver, Zimt, Nelken und Salz mischen.

Die Orangensaft-Mischung mit der Olivenöl-Mischung verrühren. Dann das Mehl zugeben und alles zu einem glatten Teig verarbeiten, der nicht klebt und sich vom Rand der Schüssel löst. Auch das kann man mit dem Rührwerkzeug oder den Quirlen erledigen. Sollte der Teig kleben, noch etwas Mehl einarbeiten.

Den Ofen auf 180°C vorheizen. Drei Backbleche mit Backpapier auslegen.

Mit einem Löffel walnussgroße Portionen vom Teig abnehmen. Auf der Arbeitsfläche (man braucht kein Mehl) Rollen von ca. 1 cm Durchmesser und von mindestens 10 cm Länge formen, die Rollen dann zu Schnecken formen und auf die Bleche legen.Wer kreativer ist als ich, kann auch verschieden geformte Kekse machen….Zöpfe, Ringe….Und wer mag, bestreut die Kekse noch mit Sesam.

Gebacken werden die Kekse ca. 25  – 30 min bei Ober- und Unterhitze. Die Kekse sollen an der Ober- und Unterseite schön goldbraun sein. Dazu muss man die Bleche hintereinander einschieben. Ich habe jetzt einen Ofen mit 3-D-Heißluft, da gehen bis zu 3 Bleche auf einmal. Ich habe auf 160°C gebacken.

Kekse auf einem Kuchengitter ganz auskühlen lassen. Derweil kann man ja schon mal den Espresso kochen…..

Halwa-Trüffel

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Nun ist ja bald so weit…..fast ist schon Weihnachten. Habt Ihr alles, was Ihr braucht? Ich hätte noch rasch einen kleinen Vorschlag, sollte es Euch noch an Geschenken fehlen. Diese Trüffel hier eignen sich nämlich wunderbar als kleine Aufmerksamkeit oder als Mitbringsel zum Weihnachtskaffee. Aber natürlich kann an sie auch selbst essen…..immerhin sind die kleinen Kugeln allerbeste Nervennahrung.

Hauptbestandteil der Trüffel ist Halwa. Halwa bekommt Ihr problemlos beim türkischen Lebensmittelhändler und in gut sortierten Supermärkten. Halwa ist verbreitet im gesamten Orient, aber auch in Osteuropa. Basis ist ein Püree von Ölsamen, meist Sesam,  und Zucker oder Honig. Verfeinert wird die Nascherei mit Vanille, Nüssen oder auch Kakao.

Halva allein ist schon eine Leckerei – und diese Trüffel setzen noch eins drauf. Sie sind rasch hergestellt; die Halva wird mit Sesammus (Tahin) zu einer homogenen Masse verarbeitet, zu Kugeln gerollt und dann in verschiedenen Aromazutaten gewälzt. Das schafft man selbst dann noch, wenn man schon im Weihnachtsstress ist 🙂

Mit diesem Rezept verabschiede ich mich in die Weihnachtsferien. Hier wird es zwischen den Jahren ein wenig ruhiger. Ich wünsche Euch allen ein schönes, geruhsames Weihnachtsfest. Möge es so werden, wie Ihr es Euch wünscht.

Und nun zu den Trüffeln. Das Rezept ergibt ungefähr 25 Stück. Das Rezept ist aus dem Buch “Rosenwasser & Granatapfelkerne“*. Eine Rezension werdet Ihr nächstes Jahr bei mir finden 🙂

  • 200 gr. Halwa
  • 40 gr. Tahin (Sesammus)
  • 50 gr. Sesamsamen
  • 50 gr. Kakaopulver
  • 50 gr. Pistazienkerne

Halwa in eine Schüssel bröckeln. Das Tahin dazu geben und alles mit einer Gabel zu einer homogenen Masse verarbeiten. Aus der Masse mit den Händen etwa haselnussgroße Kugeln formen. Das geht am besten, wenn man etwas Masse erst zusammendrückt und dann zwischen den Handflächen vorsichtig zu einer Kugel rollt.

Die Kugeln auf einen Teller legen und für 30 min zum Festwerden in den Kühlschrank stellen.

Inzwischen die Pistazienkerne fein hacken. Sie müssen wirklich ganz fein gehackt sein, sonst bleiben sie nachher nicht an den Kügelchen haften.

Fein gehackte Pistazie, Sesamsamen und Kakao jeweils in kleine separate Schälchen geben. Ein Drittel der Trüffel in den gehackten Pistaziensamen wälzen, das nächste Drittel in den Sesamsamen und den Rest im Kakao. Gründlich arbeiten, die Trüffel sollen rundherum bedeckt sein.

Die fertigen Trüffel im Kühlschrank aufbewahren.