Spargelrisotto mit Minz-Frühlingszwiebel-Salsa

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Endlich Spargelzeit! Einige Male gab es hier schon Spargel, aber nichts sensationell Neues  – zum Anfang der Saison muss ich immer erst einmal die Klassiker durchkochen. Und wenn die erste Gier gestillt ist, dann ist auch wieder Zeit für Experimente.

So wie bei diesem  Risotto, das ich im delicious magazine gefunden habe. Grüner Spargel, Frühlingszwiebel, Erbsen, so weit ist das alles ganz konventionell. Aber dazu gesellen sich auch noch ein Püree aus Erbsen, Spinat, Petersilie und Zitrone, das nicht nur für Aroma, sondern auch für Farbe sorgt.

Und dann gäbe es auch noch eine Salsa aus Minze, Frühlingszwiebeln, Zitrone und Sardellen, mit der das Risotto serviert wird – das gibt nochmal ordentlich Schwung. Zusammen mit dem Parmesan, der sowieso an das Risotto kommt, ist Geschmack garantiert.

Ich war diesmal ein wenig faul und habe das Risotto von der neu eingezogenen iPrep&Cook * rühren lassen – das funktioniert gut, ist aber eher so eine Art Goodie. Es spart ein bisschen Rührarbeit, aber ich finde, für ein ordentliches Risotto wirft man nicht einfach Zutaten in eine Maschine und lässt sie arbeiten. Ich habe das automatische Rühren also ein paar Mal unterbrochen ;-).  Ich schreibe Euch spaßeshalber mal beide Zubereitungsmethoden auf. So viel Unterschied ist da gar nicht.

  • 2 EL Olivenöl, plus 3 EL extra
  • ein Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 Stange Sellerie
  • 400 g grüner Spargel
  • 1 bis 1,25 l Gemüsebrühe
  • 350 g Risottoreis
  • 200 ml Weißwein
  • ein Bund Minze
  • 3 Sardellenfilets
  • Saft und Schalenabrieb von 1 Zitrone
  • 200 g Erbsen
  • 50 g Butter
  • 75 g Pecorino, gerieben
Für das Püree:
  • 200 g Erbsen
  • 100 g Spinat
  • 2 EL Rapsöl
  • Saft einer Zitrone
  • Petersilienblätter
Grünes und Weißes der Frühlingszwiebeln getrennt voneinander fein hacken. Sellerie ebenfalls fein hacken. Spargel putzen und die Stiele  in feine Scheiben schneiden, die Spitzen beiseite legen. Minze zupfen und die Blättchen hacken.
Für das Püree alle Zutaten in einen Mixer geben und glatt pürieren. Mit Salz und Pfeffer würzen und beiseite stellen.
2 EL Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und das Weiße der Frühlingszwiebeln zusammen mit Sellerie und Spargelstängeln ca. 10 min braten, bis alles weich ist.
Brühe erhitzen und warm halten.
Reis zum Gemüse geben und rühren, bis alles mit Öl überzogen ist. Wein angießen und einkochen lassen. Dann Brühe schöpflöffelweise angießen und immer wieder durchrühren bis der Reis gegart ist.
Während der Reis gart, eine Salsa herstellen: das Grüne der Frühlingszwiebeln zusammen mit der Minze, Anchovis, Olivenöl,  Zitronenschale – und abrieb vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
5 Minuten vor Ende der Garzeit die Spargelspitzen, Erbsen und das Püree  zum Reis geben und alles weitergaren, bis der Reis gar ist.
Dann Butter und Parmesan einrühren.
Ich habe es mir einfacher gemacht: ich habe Frühlingszwiebeln, Spargel und und Sellerie 10 min bei 90°C auf Rührstufe eins gebraten, dann denn Reis zugegeben, eine Minute weiterbraten lassen, den Wein zusammen mit der heißen Gemüsebrühe angegossen und den Risotto 15 min bei 90°C auf Stufe eins rühren lassen. Danach habe ich die Erbsen, Spargelspitzen und das Püree zugeben und nochmal 5 min auf 90°C gegart, schließlich Butter und Parmesan zwei Minuten auf 90°C untergerührt.
Den Risotto auf Teller verteilen und mit der Salsa beträufelt servieren.

Risotto mit karamellisierten Zwiebeln, Bier und Balsamico

Risotto! Viel zu selten gibt es das hier. Dabei ist es so ein tolles Essen – es ist wandlungsfähig und im Grunde auch rasch gemacht. Dieses Rezept hier aus dem delicious magazine hat mich so angesprochen, dass es unbedingt gleich auf den Tisch musste. Unter dem Link versteckt sich das Original-Rezept; ich habe, wie immer, ein bisschen was verändert.
Es ist ein wenig ungewöhnlich, denn statt Weißwein wird Bier verwendet – und auch nicht wenig. Im Original Pale Ale, ich habe mangels Masse zu einem hellen Lager gegriffen. Ich hatte durchaus Bedenken, dass das Ganze zu bitter schmecken könnte – aber nein. Vor allem in Kombination mit den karamellisierten Zwiebeln ist das einfach toll.
Also: esst mehr Risotto. Und fangt mit diesem hier an.
4 Portionen:
  • Olivenöl
  • 3 rote Zwiebeln
  • 1,5 TL Rohrzucker
  • 1,2 l Gemüsebrühe
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 300 g Risotto-Reis
  • 350 ml Bier Original: Pale Ale, ich: Lager
  • Saft einer Zitrone
  • 2,5 EL Balsamico
  • 2 EL Crème fraîche
  • 200 g Spinat, grob gehackt
  • ein Bund Petersilie
  • 50 g Parmesan oder zerkrümelter Ziegenkäse
Zwiebeln schälen und in feine Scheiben schneiden.  Knoblauch schälen und fein hacken. Mangold hacken; Petersilie zupfen und die Blättchen hacken.
Olivenöl in einem Topf erhitzen. Die Zwiebeln darin bei sanfter Hitze anbraten, bis sie karamellisieren. Das dauert ca. 30 min. Den Zucker darüber streuen und alles weitere 5 min braten.
Gemüsebrühe erhitzen. Knoblauch und Reis zu den Zwiebeln geben und unter Rühren braten, bis der Reis glasig wird. Fast das ganze Bier angießen und alles einkochen  lassen. Dann schöpflöffelweise die Brühe angießen, jeweils umrühren und den nächsten Schöpflöffel Brühe erst angießen, wenn der vorherige aufgesogen wurde. Weitermachen, bis der Reis fast durchgegart ist.
Zitronensaft, Crème fraîche  und Balsamico zugeben. Das restliche Bier zusammen mit Mangold und Petersilie ebenfalls an den Risotto geben. Mit Salz abschmecken und mit Parmesan bestreut sofort servieren.

Risotto sauer-scharf

Peking-Suppe, so heißt das doch, was in jedem Chinarestaurant, das etwas auf sich hält auf den Tisch kommt. Meist in eher zweifelhafter Form, und abgesehen davon hat die Suppe mit Peking auch nicht viel zu tun. Das Original heißt “suan la tang”, also sauerscharfe Suppe, kommt ursprünglich aus Sichuan oder Hunan und ist inzwischen landesweit ein beliebtes Wintergericht. Die Suppe kann mit Fleisch oder in einer vegetarischen Version auf den Tisch kommen.

Suppe gibt es aber heute nicht, auch kein klassisch chinesisches Essen, sondern eher Fusion-Food. Nämlich ein sauer-scharf abgeschmecktes Risotto. Ich habe es ein bisschen angepasst, im Original kommen noch Spargel und frische Tomaten vor; ich habe statt dessen mehr Pilze, Sellerie und getrocknete Tomaten verwendet.

Das Gericht habe ich in einem witzigen Buch über vegane chinesische Küche* gefunden; die Autoren haben es in einem Restaurant in Hongkong gegessen und der Köchin das Rezept abgebettelt. Und das haben sie zurecht getan – das Risotto macht richtig Spaß.

Für 2 bis 3 Personen:

800 ml Gemüsebrühe

  • 100 g Champignons
  • 2 Stangen Sellerie
  • 2 rote Chilis, frisch
  • 2 EL Olivenöl
  • 200 g Risotto-Reis (ich hatte Arborio)
  • 4 getrocknete Soft-Tomaten
  • 200 g gehackte Tomaten aus der Dose
  • 5 EL heller Reisessig
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Koriandergrün zum Anrichten

Gemüsebrühe zu Kochen bringen.

Pilze und Sellerie putzen und zusammen mit den Chilis klein hacken.  Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Gemüsemischung darin anbraten, bis sie weich wird. Reis dazugeben, kurz mitrösten, dann einen Schöpflöffel der heißen Brühe angießen. Köcheln lassen, bis der Reis die Brühe aufgesogen hat, dann den nächsten Schöpflöffel angießen. So weiter machen, bis alle  Brühe aufgebraucht und der Reis gegart ist. Zwischendurch immer wieder mal umrühren.

Inzwischen die getrockneten Tomaten fein würfeln.

Kurz bevor der Reis fertig gegart ist, den Essig und sämtliche Tomaten zum Reis geben, durchrühren und alles weiterköcheln lassen, bis der Reis schön cremig ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit gehackten Korianderblättern bestreut sofort servieren.

Tomaten-Risotto mit Knoblauch-Basilikum-Sauce

tomatenrisotto1

Dieser einfach gemachte, aromatische Risotto aus “Genial gesund“* hat hier allen gut gefallen. Es hat ein paar kleine Gimmicks, die es zu etwas Besonderem machen.

Da wäre zunächst mal das Topping mit Basilikum und Knoblauch. Tomate und Basilikum sind ja ein altes Ehepaar, und so ist es kein Wunder, dass sich die Sauce auf dem Risotto gut macht; das Aroma ist aber intensiver, als wenn man einfach Basilikum zugibt.

Und dann landen die Tomaten – wir sprechen von solchen aus der Dose – nicht unmittelbar im Risotto, sondern auf dem Umweg über die Brühe. Das funktioniert prächtig. Die Dosentomaten haben dann noch den Vorteil, dass man sich auch im Winter ein aromatisches Risotto auf den Tisch stellen und so die Sehnsucht nach Sommer ein wenig stillen kann.

So, und jetzt kommt noch etwas. Kein Parmesan. Keine Butter. Hüttenkäse statt dessen. Mag sein, dass das bei so machem Fragen aufwirft – aber fest steht: das schmeckt. Also los:

tomatenrisotto

Für 4 Personen:

  • 2 Zwiebeln
  • 2 Karotten
  • 2 Stangen Sellerie
  • etwas Olivenöl
  • 1,2 l Gemüsebrühe
  • 1 Dose Tomaten (400 g)
  • 1 Töpfchen Basilikum
  • 1 Zehe Knoblauch
  • natives Olivenöl extra
  • 300 g Risottoreis (ich hatte Arborio)
  • 1/2 frische Chilischote
  • 300 g körniger Frischkäse

Zwiebel und Karotten schälen, Sellerie putzen. Alles in feine Würfel schneiden und in einem Topf in 1 EL Olivenöl 10 min bei mäßiger Hitze anschwitzen, bis es weich ist.

Die Brühe in einem kleinen Topf zum Köcheln bringen. Basilikum zupfen. Die kleinen Blättchen für die Deko beiseite legen, am besten in kaltes Wasser. Die restlichen Blätter in den Mixer geben; die Stiele beiseite legen. Knoblauch schälen, grob zerkleinern, ebenfalls in den Mixer geben. Eine halbe Kelle heiße Brühe zugeben und alles zu einer glatten Sauce aufmixen. 2 EL natives Olivenöl zugeben und nochmals aufmixen. Mit Salz und Pfeffer absschmecken.

Nun die Stängel des Basilikum und die Tomaten ebenfalls zur Brühe geben und alles warm halten.

Den Reis zum Gemüse geben und 2 min unter Rühren mit Anschwitzen. Anschließend durch ein Sieb nach und nach die heiße Tomatenbrühe zum Reis geben. Immer nur eine Kelle zugeben, dabei die Tomaten richtig durch das Sieb drücken. Nach jeder Kelle druchrühren, bis der Reis die Flüssigkeit aufgenommen hat.

Nach ca. 20 min sollte der Reis gar, aber nicht matschig sein und der Risotto schön cremig. Dann die Chilischote entkernen, fein hacken und mit dem Hüttenkäse unter den Risotto rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Anrichten Risotto in Teller oder Schalen schöpfen, Knoblauch-Basilikum-Sauce darauf geben und mit den kleinen Basilikumblättchen dekorieren.

 

Risotto mit Topinambur, Trauben und Nüssen

risotto mit topinambut, trauben und nüssen

Topinambur mit seinem fein-nussigen Geschmack mag ich sehr gern. Ich freue mich, wenn welcher in der Abo-Kiste ist. Und ich freue mich über neue Verwendungsmöglichkeiten wie dieses Risotto, das Sebastian Dickhaut in “Jetzt! Gemüse“* vorstellt.

Es wird ein Basisrisotto hergestellt, bei dem der Topinmbur gleich von Anfang an mit in den Topf kommt. Dazu gesellen sich am Ende weisse Trauben und geröstete Nüsse. Im Rezept sind es Haselnüsse; die kann ich leider nicht essen, und so habe ich Cashews verwendet. Mandeln oder Walnüsse gehen aber bestimmt auch.

Das Risotto wird nicht gerührt….hm….ich habe das versucht. Um ganz ehrlich zu sein: beim nächsten Mal rühre ich wieder. Ich bilde mir nämlich ein, dass das für eine wesentlich schlotzigere Konsistenz sorgt. Der Reis war gegart, aber ich meine, er hat weniger Stärke abgegeben. Habt Ihr da Erfahrung?

Das Foto ist etwas monochrom – der Geschmack ist es nicht. Der knackige, nussige Topinambur, die Trauben, die Nüsse – das macht Spaß 🙂

Für 4 bis 6 Personen:

  • 1,5 l Gemüsebrühe
  • 150 ml Weißwein, trocken
  • 1 Zwiebel (ich hatte Rose de Roscoff)
  • 400 g Topinambur
  • 6 EL Olivenöl
  • 500 g Risottoreis (ich hatte Arborio)
  • Salz
  • 100 g weiße Weintrauben
  • 50 g Nusskerne (Haselnüsse, Walnüsse, Mandeln….was Ihr mögt)
  • 50 g Butter
  • 50 g Parmesan

Gemüsebrühe und Weisswein in einen Topf geben, kurz aufkochen, dann von der Hitze ziehen.

Zwiebel schälen und fein hacken. Topinambur waschen, dann schälen und die Knollen in ca. 1 cm große Würfel schneiden.

Etwas Olivenöl in einer Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig andünsten. Reis und Topinambur zugeben, dann unter Rühren braten, bis der Reis glasig ist. Salzen.

Erhitzte Brühe und Wein auf einmal zugießen, Deckel auflegen und alles ca. 15 min ohne Rühren quellen lassen. Oder doch die Standardmethode wählen, bei der schöpflöffelweise heiße Brühe angegossen und ab und zu mal durchgerührt wird, bis der Reis gar ist. Ich glaube, ich muss mal eine Versuchsreihe starten…. 😉

Jedenfalls werden in der Zwischenzeit die Trauben gewaschen. Die Nüsse grob hacken und dann in einer Pfanne trocken anrösten. Butter zugeben, alles einmal aufschäumen lassen, dann von der Hitze nehmen.

Parmesan reiben.

Wenn der Reis gegart ist, die Nüsse mit der Butter einrühren. Risotto ca. 2 min rühren, bis er cremig ist (natürlich nicht, wenn man vorher schon gerührt hat…). Die Trauben kurz einrühren, Risotto bedeckt 1 min ruhen lassen, dann servieren.

Rucola-Mokka-Risotto mit Bergkäse-Crunch

rucola-mokka-risotto mit bergkäse-crunch

Zu Frau Grandits* habe ich ziemliches Zutrauen. Wenn die sagt, dass Rucola, Kaffee und Bergkäse zusammenpassen, dann glaube ich das einfach mal und begebe mich in die Küche.

Wobei ich festgestellt habe, dass “zusammenpassen” nicht ganz der richtige Ausdruck ist – das Ganze schmeckt nämlich einfach genial. Dieses Gericht hat einen Ritterschlag bekommen. Der Ritterschlag, das ist, wenn mein Mann sagt: “Das musst Du unbedingt mal wieder machen.”  Ich muss vielleicht dazu sagen, dass man Mann duldsam fast alles isst, was hier so auf den Tisch kommt. Wenn ihn aber was besonders freut, dann sagt er das – und ganz ehrlich, so oft kommt das nicht vor. Aber hier schon 🙂 .

Im Grunde reden wir von einem einfachen Risotto. Der bekommt gegen Ende der Garzeit einen schönen Schluck Espresso ab. Genau wie der Bergkäse-Crunch – an dem ist etwas Kaffeepulver. Der Rucola kommt auf zweierlei Art ins Spiel: zum einen kommt an den Risotto ein Rucola-Pistazien-Pesto. Das Pesto allein ist schon himmlisch. Und dann wird noch mit frittiertem Rucola ausgarniert.

Ihr merkt, das Gericht hat ein paar Komponenten. Pesto und Bergkäse-Chips kann man aber gut vorbereiten. Einzig der frittierte Rucola hat es ein wenig in sich…..weil das ja eine größere Menge ist, habe ich den in der Fritteuse gemacht.  So ganz ungefährlich ist das nicht – in der Fritteuse entstand eine Menge Wasserdampf, der mir beim Öffenen des Deckels entgegengeschossen kam. Ich könnte mir also vorstellen, dass es heftig spritzt, wenn man den Rucola im Topf frittiert – Vorsicht also!

Jetzt zum Rezept. Das reicht für 4 Personen. Vom Pesto  wird etwas übrig bleiben – aber man kann es gut anderweitig verwenden.

Für das Pesto:

  • 300 gr. Rucola
  • 50 gr. Pistazien
  • 200 ml Rapsöl
  • 1/2 TL salz
  • 1 Prise Zucker
  • etwas frisch geriebene Muskatnuss

Den Rucola in kochendem Salzwasser kurz blanchieren, dann gleich mit kaltem Wasser abschrecken und alle Flüssigkeit in einem Küchenhandtuch gründlich ausdrücken.

Pistazien in einer Pfanne bei mittlerer Temperatur rösten, dann grob hacken.

Alle Zutaten zu einer feinen Paste mixen.

Für das Risotto:

  • 2 EL Olivenöl
  • 2 Schalotten
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 200 gr. Risottoreis (ich hatte Arborio)
  • 100 ml Weisswein
  • 450 ml Gemüsefond, heiß
  • 4 EL reifer Bergkäse, frisch gerieben
  • 1 Tasse Espresso
  • 6 EL Rucola-Pistazien-Pesto
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle

Für den Käsecrunch:

  • 80 gr. reifer Bergkäse
  • 2 Messerspitzen Kaffeepulver

Rucolatopping:

  • 1 Bund Rucola
  • Öl zum Frittieren
  • Salz

Für den Bergkäse-Crunch den Backofen auf 180°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Den Käse fein reiben und in einer Schüssel mit dem Kaffee vermengen.  Die Mischung dünn auf das Blech streuen udn in ca. 8 min goldbraun backen. Auf einem Gitter auskühlen lassen und in Stücke brechen.

Die Schalotten schälen und fein würfeln. Knoblauch ebenfalls schälen und würfeln.

Das Olivenöl in einem Topf erhitzen. Schalotten, Knoblauch und Reis darin glasig anschwitzen. Mit dem Weisswein ablöschen und diesem einkochen lassen. Dann unter Rühren immer wieder schöpflöffelweise Gemüsebrühe angießen. Neue Brühe immer erst zugeben, wenn die vorhergehende aufgesogen wurde. Am Ende Käse, Espresso und das Pesto einrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Eigentlich kommt an dieser Stelle noch Butter an das Risotto –  aber im Pesto ist schon so viel Öl, da habe ich auf die Butter verzichtet.

Während der Reis gart, den Rucola portionsweise in heißem Öl knusprig frittieren. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und salzen.

Zum Anrichten den Risotto in Schalen geben. Käse-Crunch und frittiertern Rucola darauf verteilen.

Bärlauchrisotto mit Ziegenfrischkäse

bärlauch-risotto

Als ich Kerstins Foto auf Instagram gesehen habe, war mir gleich klar, was mit meiner restlichen Bärlauchernte passieren wird 🙂 Risotto!  Wenn ich “Ziegenfrischkäse” lese, dann bin ich sowieso schon in den Startlöchern. Und Risotto steht hier ohnehin viel zu selten auf dem Tisch, das sollte ich ändern.

Das Risotto ist im Grund sehr einfach, deshalb habe ich mir noch eine kleine Garnitur ausgedacht. Wenn man Salbei oder Basilikum frittieren kann, warum nicht auch Bärlauch? Nun, man kann. Die dunkelgrünen Sprenkel auf dem Risotto sind knusprig frittierte Bärlauch-Blätter. Der leichte Knister steht Bärlauch und Risotto gut zu Gesicht.

Das Risotto kommt ohne Butter und Parmesan aus; der Bärlauch ist würzig genug, und der Frischkäse sorgt für Cremigkeit.

So, damit ist meine persönliche Bärlauchsaison beendet. Im Vorrat gibt es noch etwas Bärlauchsalz nach einer Idee von hier – und dann kommt der Bärlauch erst wieder nächstes Jahr zum Zug.

Für 4 Personen:

  • 1 Schalotte
  • 1 EL Olivenöl, plus etwas zum Frittieren
  • 400 gr. Risotto-Reis (ich hatte Arborio)
  • ein Schluck trockener Weisswein
  • 1,2 L Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer
  • 2 schöne Handvoll Bärlauch
  • 150 gr. Ziegenfrischkäse

Den Bärlauch waschen, putzen und gründlich trockentupfen. 4-5 Blätter in grobe Stücke rupfen. In einem ganz kleinen Topf  wenig Olivenöl erhitzen. Es reicht, wenn es 0,5 cm über dem Topfboden steht. Wenn an einem Kochlöffelstiel aus Holz, den man ins Öl hält, kleine Bläschen aufsteigen, dann ist das Öl heiß genug. Die Blättchen hineingeben und ganz kurz frittieren; sie werden sehr schnell dunkelgrün und durchscheinend, dann sind sie fertig. Zum Abtropfen auf Küchenpapier geben und beiseite stellen.

Die Gemüsebrühe erhitzen und warm halten. Die restlichen Bärlauch-Blätter quer in schmale Streifen schneiden.

Schalotte schälen und fein hacken. Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Schalotte glasig andünsten. Den Reis zugeben und unter Rühren mitdünsten, bis die Körner etwas glasig werden. Mit dem Weißwein ablöschen und weiter garen. Wenn der Wein verdunstet ist, einen Schöpflöffel der heißen Brühe angießen. Unter Rühren weitergaren, dabei nach und nach immer wieder Brühe angießen, bis die Brühe verbraucht und der Risotto gar und cremig ist. Gegen Ende der Garzeit Bärlauch und Ziegenfrischkäse einrühren. Risotto mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Anrichten Risotto in Schalen geben und mit den frittierten Bärlauchblättern garnieren.

Lasst es Euch schmecken!

Lachs in Mandarinenbutter pochiert mit Weißweinrisotto

lachs in mandarinen-butter

Heute gibt es mal ein Standardgericht aus meiner Küche – diesen Lachs mache ich recht oft. Gerne auch mit Pasta und Avocadocreme. Und diesmal eben mit Risotto.

Der Lachs wird bei niedriger Temperatur gegart, eingehüllt von einer Schicht Butter und in Frischhaltefolie gepackt. Beides wirkt als schützende Schicht – der Fisch behält sein Eigenaroma und er wird wunderbar zart. Ursprünglich wird die Butter mit Orangenschale aromatisiert. Meine Orangenlieferung hat ziemlich auf sich warten lassen – also habe ich Mandarine verwendet. Alexander Herrmann*, von dem das Rezept stammt, gart den Fisch bei 80°C im Ofen – ich normalerweise auch. Diesmal habe ich es anders gemacht: Ich habe den Teller mit dem Lachs in den Varoma des Thermomix gepackt und alles bei 80°C im Dampf garen lassen. Das funktioniert wunderbar, ohne dass man den Backofen anwerfen muss. Obwohl, ein wenig zu weit gegart war er mir diesmal schon…

Das Risotto, auch von Alexander Herrmann, wird original mit Riesling zubereitet. Ich hatte einen Maui Marlborough Sauvignon Blanc aus Neuseeland zum Probieren bekommen. Den habe ich nicht nur verkostet, sondern auch ans Risotto gegeben – das hat gepasst: der Wein ist leicht und fruchtig mit einer frischen Säure, das hat dem Risotto gut getan.

Ich serviere dazu gerne glasierte Karotten. Ja schon wieder…ich habe offensichtlich eine Glasierte-Möhrchen-Phase 🙂 Dazu Karotten in mundgerechte Stücke schneiden, in einem Topf mit Wasser knapp bedecken, ein wenig Olivenöl zugeben, alles mit Salz und Zucker würzen und die Karotten so lange offen kochen lassen, bis das Wasser verdampft ist.

Das war nun die Abschiedsvorstellung des Thermomix, er fährt nun wieder nach Hause. Ich weiß, einige von Euch sind neugierig und wollen wissen, ob ich mir nun einen kaufe. Nun, die Antwort lautet nein. Das liegt aber nicht am Thermomix – der tut in Perfektion das, was er soll. Ich habe nicht nur Leberkäse gemacht, ein Aromastück gerührt, Knödel gedämpft und den Lachs gegart, sondern auch vieles andere pulverisiert, gerührt und gegart. Alles zu meiner Zufriedenheit. Na gut, fast alles. Das Getreide mahlen und Brot kneten finde ich nicht so toll – das Getreide kommt einfach in besserer Konsistenz aus der Mühle, und den Teig aus den Messern der Thermomix zu puhlen, das ist anstrengend. Und die Karoffelpuffer mit den vom Thermomix gehackten Kartoffeln, die haben mir nicht geschmeckt. Also,  ich habe ja  eine Küchenmaschine, die Teig knetet und Zutaten raffelt. Eine Getreidemühle, die das Getreide mahlt. Ach ja, und einen Slowcooker, der gart gerne bei niedriger Temperatur. Und ich bin wohl ein etwas komisch strukturierter Mensch – ich mache manche Sachen gerne selbst. Ich hätte ja mein Risotto vom Thermomix rühren lassen können, aber ich finde es entspannend, das selbst zu tun. Ich habe wohl einen leichten Hang zur Handarbeit :-).

So, nun zum Rezept. Das ist für 2 Portionen:

Für den Lachs:

  • 100 gr. Butter
  • 1 Mandarine (Bio)
  • 1 1/2  EL grober Senf
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 2 Tranchen frischer Lachs (je ca. 125 gr.)
  • Fleur de Sel

Für den Risotto:

  • 2 Schalotten
  • 1 EL Olivenöl
  • 120 gr. Risottoreis
  • 100 ml trockener Weißwein
  • 350 ml Gemüsebrühe
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 kleine Zehe Knoblauch
  • 5 Zwiege Thymian
  • 20 gr. Parmesan, frisch gerieben
  • etwas Zitronenabrieb
  • 30 gr. kalte Butter
  • Salz

Für den Lachs die Schale der Mandarine abreiben. Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen. Mandarinenschale und Senf einrühren und alles kräftig pfeffern.

Ofen auf 80°C vorheizen.

Die flüssige Butter so lange rühren, bis sie abgekühlt ist und cremig wird. Einen Teller, auf dem die beiden Scheiben Lachs gut Platz haben, mit der Butter bepinseln. Die Lachsscheiben ebenfalls von allen Seiten mit der Butter bepinseln, mit Abstand auf den Teller setzen und mit Fleur de Sel würzen.

Den Teller mit Frischhaltefolie bedecken; die Folie muss straff gespannt sein.

Lachs im Ofen ca. 20 min garen. Dann den Teller herausnehmen, die Folie abnehmen und die Lachstranchen vorsichtig, am besten mit einer Palette, vom Teller nehmen und etwas abtropfen lassen.

Für das Risotto die Schalotten schälen und fein würfeln.

Olivenöl in einem Topf erhitzen, die Schalotten darin glasig braten. Den Reis zugeben und kurz mitrösten. Den Wein angießen. Sofort einen Deckel auf den Topf setzen, den Topf vom Herd nehmen und den Reis 8 min quellen lassen.

Die Brühe in einen Topf geben. Knoblauch schälen und mit Lorbeer und Thymian zur Brühe geben. Alles zum Kochen bringen und heiß halten.

Risotto wieder auf den Herd stellen. Schöpflöffelweise heiße Brühe zugeben. Reis unter Rühren in ca. 20 min bissfest garen. Immer erst dann weitere Brühe zugeben, wenn der Reis die gesamte Flüssigkeit aufgebraucht hat.

Wenn der Reis gar ist, mit etwas Zitronensaft und geriebener Zitronenschale abschmecken. Parmesan und Butter einrühren, mit Salz und Pfeffer abrunden.

Zum Servieren den Risotto auf Teller verteilen und je eine Tranche Lachs darauf legen. Wer mag, serviert glasierte Karotten dazu.

Blumenkohlrisotto mit Gorgonzola und Walnuss-Gremolata

blumenkohl-risotto

Risotto mag ich total gerne. Oft ist es in meiner Küche ein Gericht, das es mal eben ganz schnell gibt, wenn nicht so viel Zeit ist.

Nicht so hier, das Risotto dauert ein wenig und braucht ein paar Arbeitsschritte mehr, aber das Ergebnis ist köstlich: der Blumenkohl wird zunächst kurz gedämpft, dann in der Pfanne angeröstet. Dazu gibt es noch eine Gremolata aus gerösteten Walnüssen, reichlich Knoblauch, Zitronenschale und Petersilie. Statt Parmesan gibt es Gorgonzola. Eine feine Sache insgesamt, und der Blumenkohl, den ich zwar mag, der mich aber trotzdem mal ratlos dastehen lässt, weil mir keine rechten Verwendungsmöglichkeiten einfallen wollen, kommt so schön zur Geltung.

Im Original-Rezept wird Vollkorn-Risottoreis verwendet, und der Risotto zum Teil im Backofen gegart – ich habe es anders gemacht.

Für 4 Personen:

Für das Risotto:

  • 400 gr. Blumenkohl, in Röschen geteilt
  • 5 EL Butter
  • 1 Schalotte
  • 300 gr. Risotto-Reis (ich hatte Arborio)
  • 2 EL Zitronensaft
  • ca. 1,5 l heiße Gemüsebrühe
  • 100 gr. Gorgonzola

Für die Gremolata:

  • 25 gr. Walnüsse
  • Schale von 1 Bio-Zitrone, in Zesten
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 EL glatte Petersilienblättchen, gehackt

Zunächst den Blumenkohl in einem Dämpfeinsatz bissfest dämpfen. Dann etwas Butter in einer großen Pfanne erhitzen und die Blumenkohlröschen darin bei mittlerer Hitze anrösten.

Die Schalotte abziehen und fein hacken. Die restliche Butter in einem großen Topf erhitzen und die Schalotte darin glasig andünsten. Dann den Reis zugeben und mitrösten. Mit 2 EL Zitronensaft ablöschen, kurz durchrühren, dann einen Schöpflöffel der heißen Gemüsebrühe zugeben. Unter Rühren weitergaren und jedes Mal, wenn die Brühe aufgesogen wurde, einen neuen Schöpflöffel voll davon einarbeiten. So weiter verfahren, bis der Reis cremig ist, aber innen noch einen bissfesten Kern hat. Kurz bevor der Risotto fertig ist, einen Großteil der gerösteten Blumenkohlröschen unterheben.

Inzwischen für die Gremolata die Walnüsse grob hacken und in einer kleinen Pfanne ohne Fett kurz anrösten, dann etwas abkühlen lassen. Die Knolauchzehen schälen und grob hacken. Zitronenschale, Knoblauch, Walnüsse und Petersilie sehr fein hacken; ich habe dafür die Moulinette benutzt.

Wenn das Risotto die richtige Konsistenz hat, den Gorgonzola in kleine Stücke zupfen und unterheben.

Zum Anrichten den Risotto in tiefe Teller geben und mit den restlichen Blumenkohlröschen und der Gremolata garnieren.

Rezept adaptiert aus: Körner, Rezepte mit Biss*

Risotto mit Spargel und Rucola-Pesto

Risotto mit Spargel und Rucola-Pesto

Es ist grün….

Als ich am Wochenende vom Einkaufen wiederkam  und meine Beute auspackte, musste ich lachen. Ich hatte tatsächlich nahezu nur grüne Gemüse gekauft: Zucchini, Okra, grüner Spargel, Petersilie, Avocado, Rucola……scheinbar gab es da gewisse Entzugserscheinungen 🙂

Das Risotto stand schon länger auf dem Plan, für den Fall, dass es endlich Spargel gibt. Ich habe danach gelechzt. Ich gebe zu: es ist noch ein bißchen früh. Aber es ging nicht mehr anders; ich mußte endlich Spargel haben.

Risotto könnte ich ohnehin ständig essen; Spargel, wenn die Zeit ist, auch – also ist die Kombination auch schon mal was für mich. Der ohnehin schon recht kräftige grüne Spargel kriegt durch das Rucola-Pesto nochmal einen würzigeren Dreh – und mit der Farbe wird es endlich Frühling!

Für 4 Portionen:

  • 250 gr. Risotto-Reis
  • 1 Bund grüner Spargel
  • 1 Schalotte
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 100 gr. Rucola
  • 50 ml Olivenöl + 2 EL
  • 50 ml trockener Weißwein
  • 50 gr. Pinienkerne
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • ein Stich Butter
  • etwas frisch geriebener Parmesan, Salz, Pfeffer aus der Mühle

Zunächst für das Pesto den Rucola waschen und trockenschleudern. Dann mit 50 ml Olivenöl, Pinienkernen und Knoblauch im Mixer pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Spargel waschen und die unteren holzigen Enden abschneiden. Stangen in ca. 2 cm lange Stücke schneiden. In einem Topf Salzwasser erhitzen und die Spargelstückchen darin 5 min blanchieren.  Die Gemüsebrühe erhitzen.

Die Schalotte schälen und fein hacken. In einem Topf die 2 EL Olivenöl erhitzen und die Schalotte glasig anbraten. Den Reis zugeben und unter Rühren glasig braten. Mit Weißwein ablöschen und unter Rühren einkochen lassen. Nun schöpflöffelweise die heiße Gemüsebrühe zugeben und jeweils unter Rühren einkochen lassen. So weiter verfahren, bis der Reis außen weich ist und innen noch einen leicht bissfesten Kern hat.

Kurz vor Ende der Garzeit die Spargelstücke und das Rucola-Pesto unterrühren.

Zum Fertigstellen etwas Butter und frisch geriebenen Parmesan unterrühren und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Rezept adaptiert aus: Saveurs 2/2013