Lebkucheneis-Gugel mit Sauerkirschsauce

Die fabelhafte Rettungstruppe, gegründet von Susi und am Laufen gehalten von Ingrid ist wieder unterwegs – heute gibt es Vorschläge für weihnachtlichen Nachtisch.

Ich habe mich ein wenig schwer getan, denn Nachtisch hat hier keine hohe Priorität – auch an Weihnachten nicht, denn da steht ja schon der gut gefüllte Plätzchenteller ;-).

Aber gut – Eis geht ja immer; und außerdem ist mir eingefallen, dass es ja beim Discounter oft diese “festlichen Eissterne” zu kaufen gibt, die man dann Weihnachten auf den Tisch bringen soll. Nein, die brauchen wir nicht – wir machen unser Lebkucheneis selbst. Das ist nicht schwer, man braucht nicht einmal eine Eismaschine. Damit es hübsch aussieht, habe ich das Eis in kleine Gugelhupfformen* aus Silikon gefüllt. Falls es weihnachtlicher sein soll, kann man auch Sternformen* nehmen.

Das ist übrigens ein Nachtisch, der sich super vorbereiten lässt: Das Eis wartet einfach im Gefrierschrank auf seinen Einsatz, und auch die Sauce kann man gut am Vortag herstellen.

Lebkucheneis mit Sauerkirschsauce

Weihnachtliches Eis mit fruchtiger Sauce

Gericht Dessert
Länder & Regionen Deutschland
Keyword Eis
Portionen 6 Portionen

Zutaten

Eis:

  • 300 g Lebkuchen mit Schokoladenüberzug
  • 3 EL Orangenlikör
  • 550 g Schlagsahne
  • 50 g Zucker
  • 5 Eigelb

Sauce:

  • 1 Glas Sauerkirschen
  • 50 g Zucker
  • 200 ml Rotwein
  • 15 g Maisstärke
  • 1 Vanilleschote
  • 1/2 TL Zimt

Anleitung

  1. Für das Eis 200 g der Lebkuchen im Mixer fein mahlen. In eine Schüssel geben, mit 100 g Sahne und dem Orangenlikör vermengen und etwas durchziehen lassen.  Die restlichen Lebkuchen in ca. 0,5 cm große Würfel schneiden.

  2. Den Zucker zusammen mit 80 ml Wasser in einem kleinen Topf zu Sirup kochen. 

    Die restliche Sahne steif schlagen.

  3. Eigelbe in eine hitzefeste Schüssel geben, den Läuterzucker angießen und alles mit den Quirlen des Handrührers schaumig rühren. Dann die Schüssel über ein kochendes Wasserbad stellen und weiterschlagen, bis die Masse andickt. Von der Hitze nehmen.

  4. Lebkuchenpüree unter die Eimasse ziehen, dann die gewürfelten Lebkuchen und schließlich die steif geschlagenen Sahne.

  5. Die Masse in Silikonförmchen füllen und für ca. 8 h in die Tiefkühle stellen.

  6. Für die Sauce die Sauerkirschen abtropfen lassen, den Sud auffangen. 

  7. Die Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen. 

  8. Zucker in einem Topf hellbraun karamellisieren, dann mit Rotwein und 200 ml des Kirschsuds aufgießen. Vorsicht, das spritzt! Alles aufkochen und den Karamell unter Rühren in der Flüssigkeit auflösen.

  9. Vanillemark und Zimt zugeben. 

    Die Stärke in etwas Kirschsud auflösen, zur Sauce geben und kurz aufkochen. Dann die Sauerkirschen einrühren. Von der Hitze nehmen und beiseite stellen.

  10. Zum Servieren das Eis aus den Förmchen lösen und mit der Kirschsauce anrichten. Idealerweise nimmt man das Eis ca. 10 min vor dem Servieren aus der Tiefkühle.

Noch viel mehr Weihnachtsnachtisch gibt es bei den KollegInnen:

Anna Antonia – Buttermilch-Pannacotta
auchwas – Schokodessert mit Gewürzmandarinen
Barbaras Spielweise – Weihnachtliches Schichtdessert mit Quitte, Quark und Spekulatius
Brigittas Kulinarium – Glühweinbirnen-Trifle mit Walnusskrokant
Brittas Kochbuch – Vanilleeis mit gebrannten Mandeln
Brotwein – Schokokuchen mit flüssigem Kern – Fondant au chocolat
Cakes Cookies an more – Weihnachts Crème brûlée
CorumBlog 2.0 – Lebkuchen-Cantuccini mit Vin Santo
Fliederbaum – Lebkuchen-Biskuitroulade
genial-lecker – Bratapfel mit schneller Vanillesauce
kebo homing – Bananen-Erdnuss-Eis auf Kastaniencrumble mit Bratapfel
Kleines Kuliversum – Weihnachtliches Apfel Quark Dessert
lieberlecker – Meyer Lemon Baked Alaska
Madam Rote Rübe – Gewürzkuchen-Dessert mit Zimtcreme, Apfelmus und Walnussgeknusper
our food creations – Dänisches Traditionsdessert: Ris à l’amande

Instantnudel-Gewürzpaste auf Vorrat

Sprechen wir doch mal über Nudeln. Wenn man so an den Regalen der Supermärkte entlang läuft, dann fällt einem auf, dass es da unglaublich viele unterschiedliche Fertigprodukte gibt. Das reicht von Nudelsaucen oder Pesto im Glas über frische Pasta im Kühlregal oder Tiefkühle bis hin zu fertigen Pastagerichten in der Dose oder Tüte. Kaufe ich alles nicht.

So, und jetzt das Eingeständnis einer Schwäche. Genaugenommen einer ehemaligen Schwäche. Ich bin ja Stammgast im Asia-Shop, und hin und wieder wandert da eine Packung Instant-Nudeln ins Körbchen. Das sind besonders schnellkochende Nudeln und ein paar Tütchen mit Gewürzen. Und alle heilige Zeit, wenn ich alleine zuhause bin, keine Lust auf nix und das Gefühl habe, dass es heute echt mal Junkfood sein müsste, dann landet so ein Tütchen im Topf. Also, nicht die Tüte. Der Inhalt.

Landete. Denn neulich habe ich bei Mandy Lee diese Gewürzpaste entdeckt – und die ist derart genial, dass der Asiashop seine Tütchen an jemand andere verkaufen darf, ich nehme nur noch die Zutaten für diese Paste. Allerdings esse ich jetzt öfter diese Nudeln. Mandy Lee nennt das Ganze “Crack Slurp Mix”, und das hat seinen Grund. Das Ganze schmeckt einfach phänomenal, man kann gar nicht aufhören zu futtern.

Womit ein weiteres Mal bewiesen wäre, dass Fertigprodukte verzichtbar sind und selbstgemachtes einfach besser schmeckt. Und genau das ist heute das Thema bei der von Susi ins Leben gerufenen Rettungstruppe – wir kümmern uns heute um Nudelgerichte.

  • 6 kleine Schalotten
  • 205 g Rapsöl
  • 3 kleine Frühlingszwiebeln
  • 80 g Sichuan Douban Chili Paste
  • 140 g Sojasauce
  • 20 g Balsamico
  • 10 g Fischsauce
  • 1,5 TL Rohrzucker
  • 1,5 EL Sichuanpfeffer, gemahlen
  • 1/2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Die Schalotten schälen und in dünne Scheiben schneiden. Am besten geht das mit einer Mandoline oder einem Gemüsehobel. Es ist nicht so wichtig, wie dünn die Scheiben geschnitten sind, aber sie sollen gleich dünn sein. Die Schalotten werden nachher frittiert und sie sollen gleichmäßig garen.
Das Öl in einen Topf geben; beschichtet wäre gut, damit nichts anhängt. Die Schalotten zugeben und alles auf hohe Hitze stellen. Sobald alles anfängt zu brutzeln, auf mittlere Hitze stellen und alles ca. 10 bis 13 min garen, dabei immer wieder umrühren. Die Schalotten sollen goldbraun werden, lieber zu hell als zu dunkel.
Ein feinmaschiges Sieb über eine hitzefeste Schüssel setzen und die Schalottenmischung in das Sieb gießen. Die Schalotten  gut abtropfen lassen und mit einer Gabel auflockern. Das Öl behalten, das ist unsere Grundzutat.
Die Frühlingszwiebeln putzen und in Stücke schneiden.
2 EL des Öl wieder in die Pfanne geben und die Frühlingszwiebeln bei hoher Hitze braten, bis sie an den Rändern braun werden. Dann die Chilipaste zugeben und 2 min mitbraten.
Die Mischung zusammen mit Sojasauce, Balsamico, Fischsauce und Zucker in einen Mixer geben.
Jetzt das ganze restliche Öl in den Topf geben, Sichuan-Pfeffer und schwarzen Pfeffer zugeben und alles bei hoher Hitze einmal aufwallen lassen; dann zusammen mit den Schalotten ebenfalls in den Mixer geben. Den Mixer ca. 2 min laufen lassen, bis die Sauce gleichmäßig püriert ist. Dann alles in saubere Gläser füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Dank des Salzgehalts ist die Masse gut haltbar.
Zum Servieren könnt Ihr schnellkochende asiatische Nudeln (gibt es inzwischen in jedem Supermarkt) nehmen; Reisnudeln passen auch gut, finde ich. Einfach die Nudeln kochen und mit etwas von der Paste vermischen. Wieviel Ihr braucht, hängt davon ab, wie dick die Nudeln sind. Ein paar Frühlingszwiebeln als Deko schaden nicht und ein Spiegelei als Topping wäre auch keine schlechte Idee.
Lust auf noch mehr Pasta? – Dann lest doch hier weiter :-).

1x umrühren bitte aka kochtopf – Pasta mit warmem Brokkoli-Pesto
Anna Antonia – Cannelloni mit Garnelen
auchwas – Lasagne klassisch
Aus meinem Kochtopf – Käse-Makkaroni – Macaroni and Cheese – Klassiker in jedem Diner
Bonjour Alsace – Grundrezept Pasta
Brittas Kochbuch – Nudelauflauf
Brotwein – Pasta all’arrabbiata – feurig scharf!
Cakes Cookies an more –Macaroni and Cheese

CorumBlog 2.0 – Asiatisches Spargel-Curry mit Nudeln
Dynamite Cakes – Überbackene Bandnudeln mit Spinat-Pesto
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Leberkassemmel und mehr – Spaghetti mit Meeresfrüchten
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Pane-Bistecca – Selbstgemachte Spaghetti mit geroestetem Gemuese und Lachs
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Pastinaken-Laibchen

Was es so alles zu kaufen gibt…im Kühlregal zum Beispiel alle möglichen Formen von Frikadellen. Deshalb hat die unermüdliche Rettungstruppe rund um Susi und Sina beschlossen, dass wir Euch heute Frikadellen-Rezepte vorstellen. Viele Frikadellen-Rezepte.

Von mir gibt es eine vegetarische Variante, den auch vegetarische Planzerl finden sich ja zuhauf in den Kühlregalen der Supermärkte. Gut, der eigentliche Grund für diese Pflanzerl ist, dass Pastinaken in der Abokiste waren. Mit denen bin ich ja immer nicht ganz so glücklich – aber in den Laibchen machen sie sich wirklich toll. Abgesehen davon sind die Laibchen aber variabel, Ihr könnt jedes Wurzelgemüse nehmen. Das Original-Rezept* ist mit Petersilienwurzel, ich kann mir aber auch Karotten vorstellen oder Sellerie.

Und genau das ist ja auch das Tolle am Selbermachen: man kann sich frei austoben. Das ist viel schöner als Fertiges zu kaufen….

Für 4 Personen:

  • 100 g Buchweizen, mittelfein gemahlen
  • 50 g Kamut
  • 120 g Sahne
  • 80 g Milch
  • 1 EL Butter
  • 300 g Pastinaken
  • 75 g getrocknete Tomaten in Öl
  • 1 EL Sojasauce
  • 50 g Gruyère
  • je ein paar Stängel Petersilie und Dill
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Rapsöl zum Braten

Für den Grundteig die Getreidesorten mit Milch und Sahne zu einem glatten Teig verrühren und 30 min quellen lassen.

Pastinaken schälen und raspeln. Tomaten abtropfen lassen und in kleine Stücke schneiden. Käse reiben. Kräuter zupfen und hacken

Die Butter in einer Pfanne erhitzen und die Pastinaken darin anbraten. Tomaten und Sojasauce zugeben, ganz wenig Wasser angießen und alles dünsten, bis die Pastinaken weich sind und die Flüssigkeit verdampft ist.

Das gegarte Gemüse, den Käse und die Kräuter mit dem Grundteig vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Aus der Masse kleine Laibchen formen. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Laibchen darin von beiden Seiten knusprig ausbraten.

Ich habe dazu einen Joghurtdipp mit Petersilie, Dill und getrockneten Tomaten serviert.

Für mehr Frikadellenrezepte, die man ja immer brauchen kann, lest Ihr bitte bei den KollegInnen:

auchwas – Frikadellen orientalisch
Brittas Kochbuch – Vegane Pilzfrikadellen
Cakes Cookies and more – Hacktätschli aus dem Backofen mit buntem Ofengemüse
CorumBlog 2.0 – Lamm-Frikadellen
genial-lecker – Fischbuletten
German Abendbrot – Hackfleischbällchen in Biersoße
giftigeblonde – Faschierte Laberl am Spieß
Karambakarinaswelt – Fischfrikadellen mit Dip “a la Remoulade”
Katha kocht! – Nudelpfanne mit buntem Gemüse und Geflügelhackbällchen
Leberkassemmel und mehr – Fleischpflanzerl Dry Aged, überbacken mit Käse und Bacon
lieberlecker – Crevetten Tätschli
Madam Rote Rübe – Hausgemachte Apfel-Grünkernbratlinge zu Lauch-Pasta
magentratzerl – Pastinakenlaibchen
our food creations – Fischbouletten de Luxe mit Mango-Salsa
Pane-Bistecca – Panierte Chuegeli
Turbohausfrau – Butterschnitzel
Unser Meating – Vegetarische Fleischküchle

Chinesische Tee-Eier

Ostern naht. Und die phänomenale Rettungstruppe rund um Sina und Susi feiert Geburtstag. Den vierten schon, es ist unglaublich, wie die Zeit vergeht. Und  Ihr könnt Euch heute aussuchen, ob heute das Geburtstagsei gerettet wird oder das Osterei ;-).

Gibt es am Ei überhaupt etwas zu retten? So viele Fertigprodukte gibt es da doch auf den ersten Blick gar nicht? Eiersalat kann man kaufen, gefärbte “Brotzeiteier”, Soleier…. das klingt nach gar nicht mal so viel. Aber da gibt es einen weiteren großen Haken….wenn Ihr eine Eiersalat kauft, eine Mayonnaise, Eiernudeln oder einen Fertig-Kuchen, dann müsst Ihr damit rechnen, dass da keine Eier aus Freiland- oder Biohaltung drin sind; für solche Produkte werden meist Zutaten verwendet, die den Hersteller billig kommen. Ein guter Grund zum Selbermachen, findet Ihr nicht auch?

Jetzt zu den Tee-Eiern; die habe ich auch schon fix und fertig im Asia-Shop gesehen. Was wirklich unnötig ist, denn sie sind sehr einfach zu machen. Die Küche riecht herrlich nach dem Sud und Ihr könnt die Geschmacksrichtigung bestimmen. Mein Rezept ist ein einfaches Basisrezept aus “China – Das Kochbuch“*. Ich habe als Tee Assam verwendet; Ihr könnt auch Lapsang Suchong nehmen, wenn Ihr Lust auf eine rauchige Note habt. Ich könnte mir auch vorstellen, dass sich etwas Sichuan-Pfeffer gut in der Marinade macht.

Für 8 Eier:

  • 8 Eier, Zimmertemperatur
  • 2 EL schwarzer Tee
  • 1 EL Fünf-Gewürze-Pulver (Asia-Shop oder Rezept hier)
  • 3 EL Sojasauce
  • 1 TL Salz
  • 1 EL Zucker

Die Eier in einen großen Topf 2 Liter kaltem Wasser geben, alles zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und alles 5 min köcheln lassen.

Eier herausholen und unter fließendem Wasser abkühlen.

Jetzt einen Liter Wasser zusammen mit Tee, Fünf-Gewürz, Sojasauce, Salz und Zucker zum Kochen bringen und 5 min köcheln lassen.

In der Zwischenzeit die Eier die Eier vorsichtig rundherum auf die  Tischplatte klopfen, so dass die Schale rundherum Sprünge bekommt. Nicht zu zart klopfen, denn die Eihaut soll auch Risse bekommen, aber auch nicht so fest, dass die Schale abgeht.

Die angeschlagenen Eier in den Sud geben und alles weitere 5 min köcheln lassen. Dann die Hitze abstellen und die Eier 3 bis 4 Stunden im Sud auskühlen und durchziehen lassen. Ihr könnt sie auch über Nacht in dem Sud lassen, dann wird die Marmorierung intensiver; und der Geschmack natürlich auch.

Herausholen, schälen und servieren.

Ich nasche jetzt ein Tee-Ei und schaue mal, was für Eiergerichte die anderen so servieren:

1x umrühren bitte aka kochtopf – Fettuccine Pop-Ei
Anna Antonia – Coddled Eggs
auchwas – Eierlikö¶r und Angel-Food-Cake
Brittas Kochbuch – Huevos Rancheros
Brotwein – Eiersalat mit Speck – ein herzhafter Aufstrich
Cakes Cookies an more – Eier-Sandwiches
CorumBlog 2.0 – Skrei Mit Yuzu-Aioli
Das Mädel vom Land – Eiaufstrich mit Topfen
evchenkocht – Allerbester one and only Eiersalat meiner Mama
Fliederbaum – Gefüllte Eier
Food for Angels and Devils Рpochiertes Ei auf Br̦tchen
genial-lecker – Eiertartar
giftigeblonde – Geburtstags Ei – Ei Lachsforellen Salat
Katha kocht! – Eiersalat selber machen – die leichte Variante mit Joghurt
Leberkassemmel und mehr РM̦hrenkuchen
Madam Rote Rübe – Eiersalat mit Rote Bete und Senf-Dill-Creme
magentratzerl – Chinesische Tee-Eier
Münchner Küche – Klassischer Eiersalat
our food creations – Ei im Glas
Schmeckt nach mehr – Eiersalat mit Kräutern
Summsis Hobbyküche – Eiercreme – Geburtstagsrettung
The Apricot Lady – Eierspeisbrot und andere Ideen mit Ei
Turbohausfrau – Salat mit Eierstreifen
Unser Meating – Schinken-Ei-Sandwich

Kohl hoch zwei: Gewürzrotkohl aus dem Ofen und Weißkohl in Chorizo-Butter

Die Rettungstruppe, gegründet von Susi und Sina, ist wieder unterwegs. Diesmal geht es um Kohlgemüse. Davon haben wir zur Zeit ja mehr als genug – und es ist erschreckend, in welchen Varianten es die Gemüse zu kaufen gibt. Frischer Grünkohl ist hier ja noch selten, aber Grünkohl in der unterteilten Plastikschale, mit Wurst und allem schon dabei, den gibt es. Oder fertig zubereiteten Rotkohl in der Dose.

Ich mag all dieses Zeug nicht. Frisches Essen macht einfach mehr Spaß. Und weil ich mich nicht so recht entscheiden konnte, habe ich heute gleich zwei Kohlvarianten mitgebracht; die beiden Klassiker Rotkohl und Weißkohl, aber mal mit neuen Ideen.

Für den Rotkohl habe ich ein Rezept, das ganz entspannt im Ofen geschmort wird. Gefunden habe ich die Idee in einer Zeitschrift von BBC Good Food. Im Original heißt das Ganze “sticky cabbage”, aber das klingt ja in unserer Sprache nicht so reizvoll….Der Kohl wird mit Gewürzen, Apfel und Balsamico im Ofen geschmort und am Ende mit Johannisbeergelee abgerundet – er schmeckt wunderbar fruchtig und ausgewogen. Bei uns gab es das an den Feiertagen zur Ente; aber ich kann mir genügend andere Gelegenheiten vorstellen. Also – weg mit dem Rotkohlglas und ran an den Ofen.

Das Rezept ergibt großzügige sechs Portionen, aber das lohnt sich, denn das Ganze schmeckt aufgewärmt noch besser.

  • 30 g Butter
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Stange Zimt
  • 1/4 TL gemahlene Nelken
  • 1/4 TL Muskat, frisch gemahlen
  • 1 kleiner Rotkohl
  • 1 Apfel
  • 3 EL brauner Zucker
  • 150 ml Balsamico
  • 2 EL Johannisbeergelee
Rotkohl putzen und in feine Streifen schneiden. Zwiebel schälen und ebenfalls in feine Streifen schneiden. Vom Apfel das Kerngehäuse entfernen, den Rest fein reiben.
Ofen auf 180°C vorheizen.
Alle Zutaten mit Ausnahme des Johannisbeergelees in eine große Auflaufform geben und gut vermischen. Form abdecken und alles 2 h garen. Aus dem Ofen nehmen, das Johannisbeergelee einrühren und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Schon fertig. War doch leicht, oder?
Und jetzt zum Weißkohl: da fehlen mit wirklich gerne mal die Ideen.  Kohlrouladen? Erledigt. Krautfleckerl? Auch, und zwar mehrfach. Slaw?  Ist nicht meins. Neue Ideen sind also willkommen. Auch auf  dieses Rezept bin ich in einer alten Ausgabe der  BBC Good Food gestoßen und es hat mich sofort angeprungen. Ich meine, mit Chorizo wird doch alles besser, oder? Na gut, fast alles.
Die Kombination ist auch wirklich toll, denn neben Chorizo gibt auch noch geräuchertes Paprikapulver Aroma. Ich kann das noch ein paar Mal essen, bis es endlich  Frühlingsgemüse gibt.
  • 400 g Weißkohl
  • 50 g Chorizo
  • 25 g Butter
  • 1/2 TL geräuchertes Paprikapulver edelsüß
  • gute Prise scharfes geräuchertes Paprikapulver
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
Kohl vierteln, vom Strunk befreien und in feine Streifen schneiden. In Salzwasser  4  bis 6 min kochen, je nachdem, wie bissfest er sein soll. Abgießen und abtropfen lassen.
Chorizo klein würfeln. In einer Pfanne auf hoher Hitze braten, bis das Öl austritt. Butter und Paprikapulver zugeben und weiterbraten, bis die Wurst knusprig wird.
Den Kohl ebenfalls in die Pfanne geben und alles unter Rühren weiterbraten, bis er von der Chorizo-Mischung überzogen ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, und dann – ran an den Kohl.
Die Kohlsaison dauert ja noch ein bisschen. Und damit Ihr sie so richtig gut ausnutzen könnt, gibt es heute noch ganz viele Kohlrezepte vom Rettungsteam. Sagen wir mal so: womöglich werdet Ihr Euch wünschen, dass die Kohlsaison niemals endet; da sind so tolle Sachen dabei:
Auch was: Grünkohl-Pizza
Bonjour Alsace: Sauerkraut im Glas
Brittas Kochbuch: Winterliche Minestrone
Cakes Cookies and more: Bunter Wintersalat
German Abendbrot: Zweierlei Rotkohl
Lanis Leckerecke: Cole Slaw
Leberkassemmel und mehr: Überbackener Blumenkohl
Our Food Creations: Cale Salad
Summsis Hobbyküche: Weißkohlcurry
Turbohausfrau: Flammkuchen mit Kohl

Eingelegte ofengeröstete Kirschtomaten

Sauer Eingelegtes….das war lange ein wunder Punkt bei mir. Es gab sehr viel Essiggurken und Mixed Pickles, als ich ein Kind war. Der Überschuss musste konserviert werden, und das wurde er durch Einkochen. Ich hatte ein Konsistenzproblem; das wurde alles so wabbelig. Brr.

Heute mag sauer Eingelegtes  ganz gern  – allerdings koche ich nicht ein, sondern fülle einfach in sterilisierte Gläser ab, so gefällt mir auch die Konsistenz. Was ich aber gar nicht mache, ist sauer Eingelegtes kaufen. Mit den meisten dieser Waren kann mich mehr als einmal um den Block jagen. Mir gefallen weder der Geschmack noch die Konsistenz. Udn dann wären da noch die Inhaltsstoffe. Kann mir irgendjemand erklären, was zum Beispiel Süßstoffe in Essiggurken zu suchen haben? Nein? Dachte ich mir.

Da trifft es sich doch ganz ausgezeichnet, dass sich die von Susi und Sina ins Leben gerufene Rettungstruppe diesmal dem sauer Eingelegtem widmet. Die Vorbeireitungen fielen in unsere Ferienzeit, und so hatte ich keinen Nerv, mit dem Fermentieren zu beginnen. Ich wollte aber gerne etwas Sommerliches konservieren. Und da ich ein großer Fan von Kirschtomaten bin, sind die zusammen mit etwas Condimiento Bianco und Kräutern ins Glas gewandert. Die Tomaten habe ich vorher im Ofen geröstet – für noch mehr Aroma und weil ich ofengeröstete Kirschtomaten einfach unwiderstehlich finde.

Also los:

  • 500 g Kirschtomaten

Für den Sud:

  • 150 ml Condimiento Bianco (es muss nicht der allerteuerste sein; aber bitte auch keine Plörre)
  • 150 ml Wasser
  • 12 g Zucker
  • 5 g Salz
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 1 TL Tomatenmark
  • 1 TL bunte Pfefferkörner

Den Ofen auf 180° Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Die Tomaten halbieren, mit der Schnittfläche nach oben auf das Blech legen und im heißen Ofen ca. 45 min rösten. Sie sollen etwas schrumpelig werden und an den Rändern leicht braun.

Inzwischen für den Sud alle Zutaten unter Rühren aufkochen und ca. 1 min kochen lassen, bis sich Salz und Zucker aufgelöst haben.

Die gebackenen Tomaten in sterilisierte Gläser schichten. Dabei bitte ganz vorsichtig sein, die Tomaten sind sehr weich und sollen trotzdem im Ganzen in die Gläser und nicht als Püree. Den heißen Sud über die Tomaten gießen; sie sollen bedeckt sein. Gläser verschließen und alles einen Tag durchziehen lassen, danach sind die Tomaten verzehrbereit. Sie passen als Topping auf Salate, sind eine schöne Beigabe zu Käse, und es soll auch Leute geben, die sie einfach so wegfuttern…..

Lust, noch ein bisschen mehr einzulegen? Dann schaut man bei den anderen vorbei:

Auch was: Rote Bete, scharf, süß und sauer

Barbaras Spielwiese: Zucchini, sauer eingelegt

Bonjour Alsace: Eingelegte Tomaten

Brittas Kochbuch: Süß-sauer eingelegte Radieschen

Dynamite Cakes: Knoblauch in Weisswein

Genial lecker: eingelegte Radieschen

German Abendbrot: Eingelegtes Sommergemüse

Giftige Blonde: Zucchini mit Knoblauch und Chili

Obers trifft Sahne: Saure Pilze

Our Food Creations: ganz klassisch

Pane Bistecca: Sauer eingelegte Kirschtomaten

Paprika meets Kardamom: Sauer eingelegte Gemüse auf türkische Art

Sumsis Hobbyküche: Eingelegte Bohnen süß-sauer

Turbohausfrau: Essigzwetschgen

 

Franken-Burger

Es wieder einmal soweit  – die unermüdliche Rettungstruppe, ins Leben gerufen von Susi und Sina, schreitet zur Tat. Heute sind Burger dran.

Muss man die “retten” – ich fürchte ja. Denn der Burger-Hype der letzten Jahre führt nicht nur dazu, dass die Burger die Fastfood-Ketten verlassen haben, Restaurants aus dem Boden geschossen sind, in denen man richtig tolle Burger essen kann und viele Leute auch selbst mal einen Burger basteln; nein die Medaille hat auch eine Kehrseite. Und die reicht vom tiefgefrorenen Patty bis hin zum fertigen Burger, den man nur noch in die Mikrowelle schieben muss.

Dabei macht Burger basteln Spaß – und schwer ist es auch nicht. Ich habe ein wenig gegrübelt und die Nase ganz tief ins Burger-Buch* gesteckt. Phänomenale Sachen sind da drin; allerdings alle etwas komplexer. Inspirieren lassen habe ich mich dann vom dortigen “Saupreis” – das ist ein Burger mit Weißwurst-Patty und Laugenbun. Und da wir grade einen Urlaub im Fränkischen verbracht haben, kam ich auf den Franken-Burger. Franken ist ja berühmt für seine Bratwürste, und so besteht mein Patty ganz einfach aus grobem Brät. Dazu gibt es eine Senfcreme und Sauerkraut, denn beides ist mit den Bratwürsten verbunden.

Das Rezept  reicht für 4 bis 6 Burger.

Buns:

zusätzlich:

  • 250 ml Wasser
  • 25 g Natron
  • Hagelsalz oder Sesam zum Bestreuen

Sauerkraut:

  • 250 g Sauerkraut
  • 1 Schalotte
  • 1 EL Rapsöl zum Braten
  • ca. 50 ml Gemüsebrühe
  • 1 Lorbeerblatt
  • 3 Wacholderbeeren

Senfcreme:

  • 100 g Saure Sahne
  • 50 g Senf
  • Salz, Zucker

Bratwurst-Patties:

  • 500 g grobe Bratwurst

Zuerst zu den Buns, die brauchen am längsten. Nach diesem Rezept einen Teig kneten und in ca. 1 h zu doppelter Größe aufgehen lassen. Dann auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu 12 Buns formen, auf ein mit  Backpapier belegtes Blech geben und nachmals 1 h ruhen lassen. Wer mag, schneidet die Buns kreuzweise ein.

Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Wasser und Natron in einem Topf kurz zusammen aufkochen (Achtung! Das schäumt!) und die Buns mit der noch heißen Lösung bepinseln. Wer mag, bestreut die Oberfläche mit Brezensalz oder Sesam. Buns in den heißen Ofen schieben und ca. 25 min backen. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Für das Sauerkraut die Schalotte schälen und fein hacken. Öl in einem Topf erhitzen, Schalotte darin glasig anschwitzen. Die Wacholderbeeren andrücken. Sauerkraut, Lobeer und Wacholder in den Topf geben und die Gemüsebrühe angießen. Alles bei mittlerer Hitze ca. 30 min bissfest garen dann abkühlen lassen.

Für die Senfcreme Sauerrahm und Senf verrühren. Die Creme mit einer Prise Zucker und etwas Salz abschmecken.

Jetzt zu den Patties: dafür das Wurstbrät aus dem Darm lösen, also, Darm aufschneiden und Brät herausholen. Das Brät in eine Schüssel geben und vorsichtig kneten; es soll zusammenhalten, aber nicht zu fest werden. Aus dem Brät 4 bis 6 gleich große Burger-Patties formen. Ich habe 4 Patties zu 125 g gemacht, aber ich das war etwas viel….man sieht es auf dem Foto.

Eine Pfanne erhitzen und die Patties darin von beiden Seiten knusprig ausbraten. Ich habe ein Grillpfanne genommen und die Patties langsam ohne zusätzliches Fett gegrillt.

Zum Zusammenbauen die Burger-Buns halbieren. Die Schnittflächen mit der Senfcreme bestreichen. Auf jedes Unterteil ein Bratwurst-Pattie setzen, darauf etwas Sauerkraut geben, dann das Oberteil des Buns darauf setzen. Fertig!

Weder die Welt noch den Burger kann man alleine retten – deshalb gibt es heute ganz viele Burger und Burger-Bestandteile zum Nachbasteln:

1xumrühren bitte aka kochtopf: Albondigas-Burger

Anna Antonia: Sultansburger

Auch Was: Fisch-Burger

Brittas Kochbuch: Lammburger

Brotwein: Buns mit Lievito madre
Cuisine violette: Grundrezept Burger-Patties
Food for Angels and Devils: Alpenburger
From Snuggs Kitchen: Cole Slaw
Genial Lecker: Klassischer Cheeseburger
Katha kocht: Cheeseburger mit Guacamole
Leberkassemmel: Chili-Cheeseburger
Lieber Lecker: Asia-Burger
Münchner Küche: Rauchige BBQ-Sauce 
Our Food Creations: Griechischer Bauernburger
Pane Biscetteca: Lachs-Hamburger
Paprika meets Kardamom: Der sauigste Cheeseburger ever mit der weltbesten Burgersauce (yeah!)
Prostmahlzeit: Burger 
Summsis Hobbyküche: Cheeseburger ohne Tamtam
The Apricot Lady: Cheeseburger mit karamellisierten Zwiebeln 

Pletzl – Wir retten, was zu retten ist

pletzl

Beinahe wäre das nichts geworden mit einem Beitrag von mir zur laufenden Rettungsrunde. Brot ist nämlich das Thema.

Wenn man keinen handwerklich arbeitenden Bäcker hat, sondern einen der Backmischungen verwendet und ordentlich in den Trog mit den Zusatzstoffen greift, dann kann man sein Brot recht einfach selbst backen. Das wollen wir Euch heute zeigen.

14032_1587554494807988_8376197270099437244_nNanu, werdet Ihr Euch wundern…was hat sie denn? Sie backt doch dauernd Brot. Stimmt. Ich habe mich aber daran gewöhnt, Sauerteigbrote zu backen und/oder solche mit Vorteig und  längerer Teigführung. Das bringt richtig Geschmack. Für die Rettungsaktion habe ich nach einem einfachen Rezept gesucht; ich will ja animieren und nicht abschrecken. Aber das meiste, was ich gefunden habe, wollte mir einfach nicht gefallen. Und das, was mir gefällt, habe ich schon verbloggt. Luxusprobleme.

Dann blätterte ich in diesem schönen Buch zur jüdischen Küche*, und schwupps, da war er, der Pletzl. Ganz eindeutig, der wollte gebacken werden.

Und was genau ist jetzt ein Pletzl? Nun, das ist sozusagen die jüdische Antwort auf die Foccacia. Es ist ein einfacher Brotfladen, der mit karamellisierten Zwiebeln und Mohn belegt wird. Das Brot kann man als Beilage zu Suppen genießen oder auch einfach so auf die Hand als Snack.

Der Teig ist sehr einfach, ein paar Änderungen habe ich vorgenommen: Im original wird Weißmehl verwendet, ich habe ein wenig Vollkorn zugegeben. Gebacken habe ich den Fladen in einer ca. 30 x 40 cm großen Auflaufform. Wenn Ihr eine kleinere Form nehmt, hat das Ganze mehr Ähnlichkeit mit Foccacia, muss aber ein wenig länger backen.

Für ein Brot:

Brot:

  • 125 g Dinkelvollkornmehl
  • 200 g Dinkel 630
  • 1 TL Trockenhefe (original: 2 1/4)
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Salz
  • 240 ml Wasser, zimmerwarm
  • 60 ml Pflanzenöl

Belag:

  • 2 EL Pflanzenöl
  • 2 Zwiebeln
  • etwas Salz
  • 1 Ei
  • 1 TL Mohnsamen

Für den Teig die Mehlsorten in eine Schüssel geben und mit Hefe, Salz und Zucker vermischen. Wasser und Öl zugeben und alles zu einem homogenen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst. Die Schüssel mit einem Geschirrtuch abdecken und den Teig in ca. 1 h zu doppelter Größe aufgehen lassen.

Inzwischen die Zwiebeln schälen und fein hacken. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin bei milder Hitze bedeckt ca. 10 min garen, bis sie weich sind. Danach den Deckel abnehmen, die Zwiebeln salzen und unter Rühren weitere 5 min garen, bis sie gebräunt sind. Vom Herd nehmen und zur Seite stellen.

Wenn der Teig schön aufgegangen ist, ein ca. 30 x 40 cm große Auflaufform oder ein entsprechendes Blech mit Backpapier auslegen. Den Teig auf das Blech geben und so lange mit den Fingern zurecht drücken, bis ein Fladen von ca. 30 mal 40 cm entstanden ist. Abdecken und nochmal 50 min ruhen lassen.

Den Backofen rechtzeitig auf 220°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Den Fladen mit einer Gabel mehrfach einstechen, damit sich beim Backen keine Blasen bilden. Das ei verquirlen und den Fladen an der Oberseite gründlich damit einpinseln. Die Zwiebeln gleichmäßig auf dem Fladen verteilen und alles mit Mohnsamen besprenkeln.

In ca. 20 bis 25 min goldbraun ausbacken, dann auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Allein kann man die Welt nicht retten und auch das selbstgebackene Brot nicht. Deswegen hier die Links zu den MitretterInnen:

Paprika meets Kardamom – Naan aus der Pfanne

Brittas Kochbuch – Fast No Knead Sauerteigbrot aus dem Topf

Giftige Blonde – Bierbrot

Summsis Hobbyküche  – Baguette

Was Du nicht kennst – No Knead Bread

Dynamite Cakes  – Focaccia mit roten Zwiebeln

brotbackliebe und mehr – Karottenbrot mit Kürbiskernen

Kochen mit Herzchen – Niederrheinischer Butterstuten

Anna Antonia – Pain au Chocolat

Sakriköstlich – Mittelalterliches Bauernbrot

Cuisine Violette – Vollkorntoast mit Emmermehl

Prostmahlzeit – Hanfbrot

Unser Meating – Drei-Minuten-Vielfalt-Brot

Food for Angels and Devils – Eingenetztes

Lanis Leckerecke – Kartoffelbreibrot mit Möhrenraspeln

Feinschmeckerle – Kieler Semmeln

Das Mädel vom Land – Kamutbrot

Küchenliebelei – Ciabatta

Auchwas – Croissants mit Urdinkelmehl

Meins – Mit Liebe selbstgemacht – Pide

Obers trifft Sahne – Walnuss-Bierbrot

German Abendbrot – Toastbrot

Fliederbaum – Dinkel-Erdmandelbrot

Genial lecker – Dinkelbrötchen mit Buttermilch

Grüner Spargel mit Miso-Hollandaise – Wir retten, was zu retten ist

spargel mit miso-hollandaise

Spargelzeit! Und gleich neben dem Spargel sprießen andere Dinge aus den Regalen der Supermärkte. Nämlich Tütchen und Tetra-Packs für bzw. mit Sauce Hollandaise. Ich finde ja, das geht gar nicht. Ich kaufe ein Edelgemüse, und dann haue ich mir Sauce mit Geschmacksverstärkern und sonstigen interessanten Zusatzstoffen da drüber? Der arme Spargel!

Ich gebe ja zu, Hollandaise ist nicht die einfachste aller Saucen – aber wenn man sie einmal gemacht hat, dann weiß man ja, wie das geht. Und es geht schnell. Und: sollte sie tatsächlich mal gerinnen, bekommt man das mit einem kleinen Trick ganz rasch wieder in Ordnung. Und: wenn man die Sauce selbst macht, dann kann man da an Aromen reinpacken, was man möchte.

14032_1587554494807988_8376197270099437244_nSpargel essen wir zur Saison auf alle mögliche Art, aber zumindest einmal muss es auch der Klassiker sein. Diesmal bin ich nicht ganz so klassisch geblieben – ich habe nämlich eine gewisse Vorliebe für Miso, also habe ich die Hollandaise damit gewürzt. Miso ist eine Paste aus fermentierten Sojabohnen.  Mit seinem hohen  Gehalt an  essentiellen Aminosäuren, Linolsäure, Lecithin, Mineralstoffen und den Vitamin B1 und B2 istMiso geradezu erschreckend gesund. Aber darum geht es jetzt nicht, sondern um den Geschmack. Salzig, auch süß ein wenig bitter – und eine wahre Umami-Bombe. Das helle Miso ist dabei weniger intensiv als das dunkle. Ich habe das helle verwendet.

Wer eine klassische Hollandaise machen möchte, hat hier zugleich ein Grundrezept: einfach das Miso weglassen und mit Salz abschmecken.

  • 1 Bund grüner Spargel
  • Salz, Zucker

Für die Hollandaise:

  • 200 g Butter
  • 2 Eigelb
  • 1 EL Zitronensaft
  • 2 EL Gemüsebrühe
  • 4-5 TL weisses Miso
  • etwas Piment d’Espelette oder Cayennepfeffer
  • ggf. Salz

Zunächst zum Spargel. Vom grünen Spargel schneide ich lediglich die holzigen Enden ab. Dann gebe ich die Stangen in mit etwas Salz und einer Prise Zucker in einen breiten Topf, in dem sie nebeneinander liegen können. Dann gieße ich so viel kochendes Wasser auf, dass die Stangen gerade so davon bedeckt sind. Das Ganze koche ich einmal kurz auf. Dann nehme ich alles von der Hitze und lasse den Spargel 30 min stehen. Diese Garmethode ist einfach genial – der Spargel bekommt eine perfekte Konsistenz und macht sich quasi von selbst.

Zeit für die Hollandaise: dafür die Butter schmelzen und auf ca. handwarmer Temperatur halten. Die Eigelbe in eine hitzefeste Schüssel geben, Brühe und Zitronensaft ebenfalls dazu geben. Die Schüssel auf einen Topf mit leicht siedendem Wasser setzen. Die Eigelbe mit dem Schneebesen auf dem Wasserbad schwarm schlagen, bis sie hell und schaumig werden. Natürlich kann man auch einen Handmixer verwenden. Wenn die Eigelbmasse an Volumen gewonnen hat, nach und nach in einem ganz dünnen Strahl die Butter einlaufen lassen und dabei fleißig weiterrühren. Die Sauce wird an Volumen gewinnen und leicht andicken. Wenn alle Butter eingearbeitet ist, das Miso einrühren. Dabei zwischendurch probieren, um zu sehen ob der Miso-Geschmack schon reicht. Mit Piment d’Espelette oder Cayennepfeffer abschmecken. Salz braucht man normalerweise nicht, das Miso ist salzig genug.

Es kann sein, dass die Sauce sich wieder trennt, wenn das Wasser zu sehr kocht oder wenn man die Butter zu schnell zugibt. Das ist aber gar nicht so schlimm: etwas heißes Wasser einrühren, dann kommt alles wieder zusammen.

Die Sauce kann man auf einem moderat warmen Wasserbad warmhalten, bis der Spargel fertig ist.

Zum Servieren den Spargelmit dem Schaumlöffel aus dem Sud holen, gut abtropfen lassen,  auf eine Platte geben und mit der Sauce nappieren.

Gerettet wird heute aber nicht nur die Hollandaise – es geht ganz allgemein um warme, pikante Saucen. Wenn man sich da in den Supermarktregalen umschaut, was es für Fertigprodukte gibt….nein, wir brauchen das alles nicht. Schaut mal, was für tolle Saucen zusammengekommen sind:

Fliederbaum: Warme Gurkensauce

Lieber Lecker: Weißweinsauce im asiatischen Kleid

Brittas Kochbuch: Bratenauce

Anna Antonia: Eier in Senfsauce

Lanis Lecker Ecke: Zitronen-Petersilien-Sauce

Meins! Mit Liebe selbstgemacht: Tomatensauce

Prostmahlzeit: Sauce Hollandaise

Barbaras Spielwiese: Schnelle Orangen-Hollandaise

auchwas: Kräuterbechamel

Sakriköstlich: Currywurstsauce

Und außer Konkurrenz gibt es dann noch eine (kalte) Mayonnaise bei Bonjour Alsace.

Buchweizengalette mit Sauce Mornay – Wir retten, was zu retten ist

galette, sauce mornay

Wenn man in unseren Supermärkten herumwandert, findet man wunderlich Dinge. Pfannkuchenteig in der Schüttelflasche zum Beispiel. Nur noch Flüssigkeit zugeben und schon kann man Pfannkuchen backen. Aha. Wem auch das zu kompliziert ist, der findet in der Kühltheke schon fertig hergestellte Pfannkuchen.

Leute! Pfannkuchen! Ich meine, recht viel einfacher geht es nicht. Mehl, Eier, Milch. Haben wir doch hoffentlich alle zuhause. Und genau aus diesem Grund hat sich die Rettungstruppe heute die Rettung des Pfannkuchens auf die Fahnen geschrieben.

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Klassische Pfannkuchen sind das Leibgericht meiner Tochter. Die mache ich bestimmt einmal die Woche. Meine Vorlieben sehen aber etwas anders aus – ich mag es eher herzhaft. Und ganz besonders vernarrt bin ich in die bretonischen Galettes aus Buchweizenmehl. Deswegen gibt es die heute auch. Zu den Galettes serviere ich Euch ein klassische Käsesauce, angereichert mit etwas Schinken und Pilzen. Das ist eine Idee aus dem französischen Lieblingskochbuch* und steht bei uns öfter mal auf dem Tisch.

Für die Galettes:

  • 200 g Buchweizenmehl
  • 90 g Dinkelmehl 630 (oder Weizen 405)
  • 1 Ei
  • 500 ml Milch
  • 1 Prise Salz
  • Öl zum Braten
  • etwas Butter

Für die Sauce:

  • 30 g Butter
  • 40 g Mehl
  • 500 ml Milch
  • 100 g Gruyère
  • 100 g Kochschinken
  • 400 g Pilze (ich hatte Champignons und Kräuterseitlinge)
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Schnittlauchröllchen zum Betstreuen

Zuerst machen wir den Teig: dafür die Mehlsorten in einer Schüssel vermischen, 1 Prise Salz und das Ei zugeben. Mit den Quirlen das Handrührers zu einem Teig verarbeiten, dabei nach und nach die Milch zugießen. Den mindestens 30 min ruhen lassen.

Zum Backen eine Pfanne, am besten eine gusseiserne, mit Öl auspinseln und erhitzen.  Ca 1/2 Schöpfkelle Teig in die Pfanne geben und mit einer drehenden Bewegung gleichmäßig in der Pfanne verteilen. Von beiden Seiten in ca. 2 min ausbacken, dann ein kleines Stück Butter auf die Galette geben und warmstellen. So weitermachen, bis der gesamte Teig verbraucht ist.

Für die Sauce zunächst die Pilze putzen, blättrig schneiden und in einer Pfanne in ein wenig Butter andünsten, bis die gesamte Flüssikeit verdampft ist. Beiseite stellen. Den Schinken in Würfel schneiden, den Käse reiben.

Butter in einem Topf zerlassen. Mit einem Schwung das Mehl zufügen und unter dauerndem Rühren anschwitzen, bis das Mehl sich goldgelb färbt und mit der Butter eine einheitliche Masse bildet. Jetzt die Milch angießen. Ich nehme kalte Milch. Ich gieße immer nur ein wenig an und erhitze alles unter Rühren mit dem Schneebesen, bis die gesamte Milchmenge aufgenommen wurde; dann gieße ich wieder an. Bei mir funktioniert das so klümpchenfrei; mit heißer Milch scheitere ich immer. Wenn die gesamte Milchmenge eingearbeitet ist, die Sauce unter Rühren 10 mn kochen lassen, damit der Mehlgeschmack verschwindet und die Sauce andickt. Den Käse einrühren und schmelzen lassen, dann Schinken und Pilze einrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Galettes mit der Sauce anrichten und mit ein wenig Schnittlauch bestreuen.

Und damit nie wieder um Pfannkuchenrezepte verlegen seid, hier die Liste mit den Rezepten der MitretterInnen:

Prostmahlzeit – Fleischpalatschinken

Food for Angels and Devils  – Galettes

Sweet Pie – Gorgonzola-Pilz-Pfannkuchen

Giftige Blonde – Klassische Palatschinken mit Marillenmarmelade

Summsis Hobbyküche – Buttermilchpfannkuchen

Obers trifft Sahne – Pancakes mit Apfel und Walnuss

Brittas Kochbuch – Herzhafte Pfannkuchen mit Rotkohlfüllung

Kebo Homing – Crespelle farcite

Auchwas – Hauchdünne Pfannkuchen

Sakriköstlich – Bulgurpfannkuchen

Brotbackliebe und mehr – Kartoffelpfannkuchen

Multikulinarisches – Eierkuchen mit Vogelbeerkaramell

German Abendbrot – Herzhafter Palatschinken mit Boeuf Stroganoff

Anna Antonia – Banana Pecan Pancakes

Paprika meets Kardamom – Böhmische Palatschinken

Aus meinem Kochtopf – Blini mit Räucherlachs und Crème fraîche

Was du nicht kennst – Blutorangenpfannkuchen

Fliederbaum – Böhmische Palatschinken

Unser Meating – Grünkohl-Pancakes

Pane Bisteca – Vietnamesische Pfannkuchen mit Thai-Füllung

LanisLeckerEcke – Herzhafte Blini mit Schafskäsedipp