Kürbis-Mac-and-Cheese

Kürbiszeit! Ich bin ja recht glücklich mit Kürbis, aber bei der Restfamilie ist der Beliebtheitsgrad da eher …. nicht so hoch. Das ruft nach dosiertem Einsatz. Das wiederum ist gar nicht so einfach, denn so ein Kürbis gibt ja mehrere Mahlzeiten her.

Diesmal war ein Butternut in der Abokiste. Ein Teil davon landete in einem Eintopf, den Rest habe ich zur weiteren Verwendung gedämpft und püriert. Noch besser schmeckt es, wenn man den Kürbis vor dem Pürieren im Ofen röstet. Kürbispüree ist ganz vielseitig; ich packe zum Bespiel gerne etwas davon ins Brot. Das bekommt dann eine weiche Krume und einen milden Geschmack.

Blog-Event CLVIII - Kür mit Biss (Einsendeschluss 15. November 2019)Und weil Pasta hier immer geht, und Pasta mit Käsesauce sogar noch öfter, ist das restliche Püree in einer Käsesauce gelandet. Ganz unauffällig – das fällt unter Gemüseversteck ;-). Das trifft sich alles ganz gut – es passt nämlich zu gerade laufenden Event im Kochtopf. Jenny sucht da Rezepte mit Kürbis. Es könnte sein, dass dies mein einziges Rezept mit Kürbis diese Saison ist, also schiebe ich es da mal ganz fix rüber.

Es gibt ja zwei Arten von Mac and Cheese – die eine Variante wird im Ofen überbacken und wartet mit einer knusprigen Kruste auf. Das hier ist die cremige Variante, für die die Pasta einfach mit der Käsesauce vermischt wird.


Für 3 bis 4 Personen:

  • 300 g kurze Pasta
  • 30 g Butter
  • 2 EL Mehl
  • 350 ml Milch
  • 1 TL Dijon-Senf
  • Cayennepfeffer
  • geriebene Muskatnuss
  • 100 g Kürbispüree
  • 80 g Cheddar
  • 30 g Parmesan, plus etwas zum Servieren
  • 80 g Frischkäse
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • optional: in Streifen geschnittene Salbeiblättchen zum Servieren
Pasta nach Packungsanleitung in reichlich Salzwasser al dente kochen. Abgießen und zur Seite stellen.
Butter im Topf schmelzen, dann das Mehl einrühren und alles unter Rühren anrösten. Milch unter Rühren nach und nach angießen. Senf, Cayennepfeffer und Muskat einrühren, salzen, dann das Kürbispüree und den Frischkäse einrühren. Käse reiben und in der Sauce schmelzen lassen. Alles glatt rühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Pasta in die Sauce rühren.
Alles auf Schalen verteilen. Nach Wunsch mit ordentlich frisch gemahlenem Pfeffer und  in Streifen geschnittenen Salbeiblättchen servieren.

Busiate mit Pesto trapanese

Es gab lange keine selbstgemachte Pasta mehr; der heiße Sommer hat mich da etwas träge gemacht. Aber als ich dieses Rezept in “Sizilien in meiner Küche” gesehen habe, bekam ich einen Motivationsschub.

Busiate ist eine typische Pasta aus der sizilianischen Provinz Trapani. Sie besteht aus Hartweizengriess und Wasser. Der Name kommt von vom Stiel einer Pflanze, den man “busa” nennt. Früher wurde der Stiel verwendet, um Bündel von Getreideähren zusammenzubinden – und man rollte frische Pasta daran spiralförmig zum Trocknen auf. Heute wickelt man die Busiate einfach um eine Stricknadel.

Für das Pesto kann man nun die letzten sonnengereiften Tomaten verwenden. Klassischerweise wird es mit gerösteten Mandeln hergestellt;  Cettina Vicenzino verwendet statt dessen Rauchmandeln, das gibt eine wunderbare Geschmackstiefe.


Für 4 Personen:

Busiate:

  • 400 g Vollkorn-Semola oder 140 g Hartweizengriess und 260 g Emmervollkornmehl; das hatte ich
  • eine großzügige Prise Salz
  • 200 bis 250 ml lauwarmes Wasser

Pesto:

  • 400 g Kirschtomaten
  • 2 große Zehen Knoblauch
  • 40 g geröstete gesalzene Rauchmandeln
  • 50 g Basilikum
  • Meersalzflocken; ich hatte nicht ganz authentisch geräuchertes Maldon
  • 40 ml Olivenöl nativ extra, plus etwas zum Beträufeln
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Salz für das Nudelwasser
  • 4 EL Pecorino, frisch gerieben

Für die Pasta das Mehl bzw. die Mehlsorten mit einer ordentlichen Prise Salz vermischen. Nach und nach so viel vom warmen Wasser unterkneten, dass ein kompakter Teig entsteht. Teig abgedeckt mindestens 30 min bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Inzwischen die Tomaten kreuzweise einritzen, mit heißem Wasser übergießen, kurz ziehen lassen und dann die Haut abziehen. Tomaten grob hacken und in eine Schüssel geben.

Knoblauch schälen, grob hacken und in einem Mörser mit den Mandeln grob zerkleinern. Ca. 2/3 der Mischung mit den Tomaten vermengen, den Rest beiseite stellen.

Basilikum zupfen, einige Blättchen zurückbehalten  und die restlichen Blätter zusammen mit einer Prise Salzflocken zerstoßen, dabei nach und nach die 40 ml Olivenöl einarbeiten. Die so entstandende Pasta unter die Tomatenmasse mischen. Mit Salzflocken und Pfeffer würzen und mindestens 30 min durchziehen lassen.

Zeit, sich der Pasta zu widmen:

Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu 5 mm dünnen Strängen rollen und diese in Stücke von 10 bis 12 cm Länge schneiden. Die Stücke dann um einen dünnen, leicht bemehlten Metallstab, etwa eine Stricknadel wickeln. Dann die Nadel herausziehen. Das sieht in etwa so aus:

Fertige Busiate auf einem bemehlten Geschirrtuch lagern.

In einem Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen und die Busiate darin al dente kochen. Abgießen, die Pasta mit dem Pesto vermischen und auf 4 Teller verteilen. Pasta mit den restlichen Knoblauch-Mandeln bestreuen und mit etwas Olivenöl beträufeln. Pecorino seperat dazu reichen.

 

 

Asia Noodles: 150 Rezepte für Ramen, Udon,Soba und Co | Chihiro Masui, Minh-Tâm Trân, Margot Chang

Im Leben einer Nudel geht es um Sekundenbruchteile, darum verlieren die Asiaten angesichts einer dampfenden Schale Nudeln kein weiteres Wort. Nicht dass wir ungern schwatzen würden, nur lässt uns die Nudel einfach keine Zeit dazu.

Nudeln spielen eine große Rolle in den meisten ostasiatischen Länderküchen. Ob japanische Ramen, chinesische la mian oder vietnamesische Reisnudeln – Nudeln sind ein beliebtes Essen mit Wohlfühlfaktor und gleich nach dem Reis das wichtigste Grundnahrungsmittel. Da trifft es sich gut, dass es nun ein Buch zum Thema gibt. Die drei Autorinnen stellen uns Nudelgerichte aus Japan, China, Vietman, Korea und Thailand vor.

Stichwort: panasiatisch – die Nudel ist, das was Asien eint. So sehen es jedenfalls die drei Autorinnen des Buches. Chihiro Masui wurde in Tokio geboren. Heute lebt sie in Frankreich und ist dort Gastrokritikerin und eine angesehene Autorin zum Thema Essen und Trinken. Margot Chang ist in Peking gebürtig und hat das Kochen von ihrer Mutter und Großmutter gelernt. Sie betreibt einen Blog, der im französischsprachigen Bereich einer der wichtigsten zur chinesischen Küche ist. Minh-Tâm Trân gibt Kurse zur vietnamesischen Küche und betreibt einen viel gelesenen Blog zu diesem Thema.

Den dreien ist ein Buch mit einer fröhlichen Optik gelungen – der leuchtend gelbe Umschlag zeigt es schon. Das Layout ist plakativ: Auch im Inneren gibt es immer wieder farbig unterlegte Seiten, die einem grün oder gelb entgegenstrahlen. Die Schrift ist groß, die Überschriften sind riesig. Über jeder prangt eine stempelartige Grafik, die einem sagt, aus welchem Land das jeweilige Gericht kommt. Von jeder Nudelschale gibt es ein Foto, manche Fotos sind ganzseitig, andere teilen sich die Seite mit dem jeweiligen Rezept. Drumherum gibt es keines – auf jedem Bild ist schlicht eine Schale Nudeln.

150 Rezepte sind in dem Buch versammelt, unterteilt in 4 Kapitel: da gibt es zunächst “Kleine Schalen”, das sind Nudelsuppen, die ein eher leichtes Essen abgeben: da gibt es einfach Soba in Brühe, chinesische mian mit eingelegtem Senfkohl oder vietnamesische Bun mit Meerbarbe. Auch “große Schalen” sind Nudelsuppen, aber etwas reichhaltiger. Es warten zum Beispiel Udon mit Garnelen-Tempura oder Mian mit Rindfleisch nach taiwanesischer Art. Dann gibt es Nudeln mit Sauce – frische Udon mit Lachs und seinem Kaviar, die große vietnamesische Nudelschale bò bún oder koreanische Fadennudeln mit Kimchi. Das letzte Kapitel widmet sich gebratenen Nudeln. Es warten Singapur-Nudeln, gebratene Pho mit Rindfleisch oder Feststags-Yakisoba.

Die Rezepte sind gut strukturiert und problemlos nachkochbar; aber natürlich ist für viele Zutaten der Gang in den Asienladen ein Muss. Oft gibt es es zusätzliches Küchenwissen oder Zubereitungstipps. Was mir auch gut gefällt, ist, dass die Rezeptitel zweisprachig sind – immer ist auch der Name des Gerichts in Landessprache angegeben.

Nun gibt es aber nicht nur die bloßen Nudelrezepte – das Buch vermittelt sehr ausführliches Grundlagenwissen. So gibt es eine toll bebilderte Warenkunde, in der die verwendeten Nudelsorten vorgestellt werden. Außerdem auch Rezepte, mit denen man einigen Nudelsorten selbst machen kann: Soba, vietnamesische Banh Canh und verschiedene Sorten chinesische Mian. Die Rezepte sind ausführlich und mit Step-by-Step-Bildern versehen. Am Ende des Buches gibt es nochmals eine ausführliche, bebilderte Warenkunde mit wichtigen Zutaten wie Kräutern, Gemüsen, Seetang, Saucen und Würzmitteln und vielem mehr und eine ganze Menge Grundrezepte für Brühen, Würzmittel und andere Rezeptbestandteile wie eingelegte Eier oder den chinesischen Schweinebauch char siu; auch hier oft mit Step-by-Step-Fotos.

Mian sind chinesische handgemachte Nudeln. Der Teig besteht schlicht aus Weizenmehl, Wasser und Salz. Am bekanntesten sind wohl die handgezogenen la mian – es hat etwas von einer Lebensaufgabe, diese Technik zu meistern. miss boulette hat da mal was ausprobiert… Im Buch gibt es eine abgekürzte Technik, und es gibt anders geformte Varianten. Zum Beispiel diese geschnippelten mian. Dafür werden vom Teig einfach mit der Schere kleine Stückchen abgeschnitten. Das ergibt eine spannende Form, macht Spaß und schmeckt toll. Dazu gibt es Tomate und Rührei – einfach und gut.

Nochmals chinesische Nudeln – diesmal in der dünnen, langen Form, die es überall zu kaufen gibt. Bei mir kamen die Nudeln aus dem Pasta-Maker. Es sind gebratene Nudeln, wieder ganz schlicht und gut mit in Sojasauce mariniertem Huhn, Paprika, Ingwer und Frühlingszwiebeln.

In Japan hat man ja westliche Gerichte auf eine ganz eigene Art interpretiert und so gibt es da auch Spaghetti  – aber eben auf japanische Art. Mit Thunfisch, Pilzen und Sojasauce.

Für die Fensi mit Karotten werden zuvor eingeweichte Glasnudeln mit Karotten und Sojasauce gegart.  Ich habe zusätzlich noch eine beachtliche Menge Flüssigkeit zusätzlich in den Wok gegeben, trotzdem war alles leider sehr trocken.

Jetzt zu einer Suppe: Soba nach Art der Barbaren des Südens. Zu den Buchweizennudeln gesellt sich eine Brühe aus Dashi, Sojasauce, Mirin und Zucker. Es gibt außerdem gebratene Entenbrust und Lauch. Die Brühe ist schön vielschichtig und Ente und Lauch passen wunderbar dazu.

Fazit:

Die Autorinnen haben sich eine große Aufgabe gestellt – die südasiatische Nudelküche ist ja sehr vielseitig. Es ist ihnen gelungen, die Nudelküche umfassend vorzustellen; es fehlt tatsächlich an nichts. Die Rezepte sind abwechslungsreich und authentisch und dank der ausführlichen Warenkunde und der vielen Grundrezepte kann man sich gut in die verschiedenen Küchen hineinfinden. Jeder findet hier seine Nudel.

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Knesebeck
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 978-3957282064
  • 36,00

Pasta mit getrockneten Salzerdbeeren

Aus irgendwelchen Gründen ist die Spargelsaison dieses Jahr an mir vorbei gerauscht – ich habe viel zu wenig Spargel gegessen. Mit den Erdbeeren passiert mir das nicht – ich kaufe und futtere geradezu weltmeisterlich. Und ich habe schon eine Menge Marmelade gekocht. Und Erdbeerketchup gemacht. Und natürlich Erdbeeressig angesetzt. Fast ein bisschen manisch… ;-).

Und ich habe mich noch ein mal daran gemacht, Erbeeren zu fermentieren. Das Vorhaben mag etwas merkwürdig klingen, aber ich war einfach neugierig, was dabei herauskommt und wie das schmeckt. Und natürlich wollte ich das Pasta-Rezept ausprobieren, das im Fermentationsbuch* (hier geht es zur Rezension) als Verwendungsidee steht.

Zum Fermentieren werden die Erdbeeren mit Salz und Zucker in ein Glas geschichtet. Dabei geben sie ihren Saft ab und schon nach kurzer Zeit setzt die Milchsäuregärung ein. Die fermentierten Erdbeeren werden dann in Scheiben geschnitten und getrocknet. Das Ergebnis sind salzig-säuerlich-süße Erdbeerchips; die sich nicht nur an der Pasta gut machen; sie sind auch ein schönes Topping für Salate.

Ich bin ja nicht der einzige Erdbeerfan, ich weiß. Eva zum Beispiel ist auch einer. Und zwar so sehr, dass sie sich zu Ihrem 4. Bloggeburtstag Rezepte mit Erdbeeren wünscht. Also, eine große Portion Pasta wandert zu Evchen. Happy Blogbirthday; ich hoffe, die Pasta schmeckt dir.

Für 4 Portionen:

Für die Salzerdbeeren:

  • 500 g Erdbeeren
  • 25 g Meersalz, unbehandelt und ohne Zusatzstoffe
  • 25 g Zucker

Für die Pasta:

  • 30 getrocknete Salzerdbeeren
  • 1/2 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 EL Olivenöl
  • 40 g Butter
  • 80 ml Einlegeflüssigkeit der Erdbeeren
  • 400 g Spaghetti
  • 1 Handvoll Basilikumblätter
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Salzerdbeeren:

Die Erdbeeren waschen, vorsichtig trocken tupfen und putzen. Dabei gründlich sein; die Beeren müssen einwandfrei sein, sonst verderben sie beim Fermentieren.

Beeren in ein ausreichend großes Glas geben. Zwischen die Früchte immer wieder Salz und Zucker streuen. Mit einer dicken Schicht Salz und Zucker abschließen. Die Früchte beschweren (ich verwende einen mit etwas Wasser gefüllten Gefrierbeutel) und das Glas verschließen.

In den folgenden Tagen geben die Erdbeeren Flüssigkeit ab. Es ist wichtig, dass sie von Flüssigkeit bedeckt sind, damit sie nicht verderben. Es dauert 2 bis 3 Tage, bis die Erdbeeren ihre Flüssigkeit abgegeben haben. Dass der Fermentationsprozess eingesetzt hat, erkennt man daran, dass im Glas kleine Luftbläschen hochsteigen. Wenn das geschieht, die Erdbeeren noch ca. 5 Tage stehen lassen, danach sind sie fertig.

Den Saft nicht wegschütten, wir brauchen ihn noch.

Nun die Erdbeeren in ca. 3 mm dünne Scheiben schneiden und entweder auf einem mit Backpapier belegten Blech bei 50°C Ober- und Unterhitze im Backofen oder einem Dörrgerät trocknen.

Für die Pasta:

Erdbeeren in Streifen schneiden. Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe schneiden.

Pasta nach Packungsanleitung in reichlich Salzwasser al dente kochen.

Olivenöl und Butter in einer großen Pfanne erhitzen. Frühlingszwiebeln darin braten, bis sie weich sind, aber nicht bräunen. Mit Erdbeersaft ablöschen und kurz einkochen lassen.

Hitze wegnehmen, die Hälfte der getrockneten Erdbeeren zugeben. Gut durchrühren und mit Pfeffer würzen.

Pasta abgießen, abtropfen lassen und zur Sauce in die Pfanne geben. Probieren, wenn nötig salzen Restliche Erdbeeren zusammen mit den zerzupften Basilikumblättchen unterheben.

Pasta auf Tellern anrichten, Pfeffer darüber mahlen und gleich servieren.


 

Sopa Seca

Das ist ein Gericht, das schon länger auf meiner (inneren) Nachkochliste steht. Aber irgendwas ist ja immer, und so steht es da schon längere Zeit. Aber jetzt nicht mehr – zum Glück gibt es im Kochtopf nämlich gerade ein passendes Event – Urs von Coconut and Cucumber sammelt Rezepte aus Südamerika.

Passt – sopa seca bedeutet nämlich “trockene Suppe” und ist ein klassisch peruanisches Rezept.  Hier und heute bezeichnet man das wohl als One-Pot-Pasta – die Nudeln werden in reichlich Brühe gegart, saugen die Brühe auf, und zack, schon ist die Suppe trocken.

Es gibt viele verschiedene Varianten – diese hier mit Hühnchen habe ich mir hier abgeschaut. Zum Gericht gibt es eine Geschichte: in der Gegend Perus, aus der das Gericht kommt, gab es viele italienische Einwanderer; diese brachten Pasta mit und Basilikum. Der Legende nach sahen die Einheimischen  die Leute Pasta mit Pesto essen; es war ihnen aber nicht klar, wie man Nudeln kocht. So kochten sie sie wie Reis, bis sie die Flüssigkeit aufsaugten. Das war die Geburtsstunde der sopa seca.

Für das Gericht braucht man das Fleisch von gehäuteten, entbeinten Hühnerschenkeln. Ich habe ich Gelegenheit ergriffen und aus den Knochen zusammen mit etwas Gemüse gleich die benötigte Hühnerbrühe gekocht.

Außerdem sieht das Gericht Anattosamen vor und eine bestimmte Chilipaste. Anatto färbt rot, man kann es zur Not weglassen. Die Ají-Panca-Paste ist eine eher mildere Chilipaste mit leicht schokoladigem Geschmack. Ich habe sie durch geräuchertes und scharfes Paprikapulver ersetzt.


Für 4 Portionen:

  • 1 Bund Basilikum
  • ca. 1 l Hühnerbrühe
  • 600 g Fleisch von gehäuteten, entbeinten Hühnerschenkeln (ca. 1 kg Hühnerschenkel brutto)
  • 1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 TL Annatto-Samen
  • 30 ml neutrales Öl
  • 1 rote Zwiebel
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 1 Karotte
  • 1/2 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 1 Dose gehackte Tomaten (400 g)
  • 400 g Spaghetti
  • frisch gehackte Petersilienblättchen zum Servieren

Basilikum zupfen und zusammen mit 250 ml Hühnerbrühe so fein wie möglich mixen.

Das Hühnerfleisch in mundgerechte Stücke schneiden und in einer Schüssel mit gemahlenem Kreuzkümmel und etwas Salz und Pfeffer vermischen. Beiseite stellen.

Das Öl in einem kleinen  Topf bei mittlerer Hitze erhitzen. Annatto hinzugeben und einige Minuten braten, bis die Samen ihre Farbe abgegeben haben. Von der Hitze nehmen und das Öl durch ein feines Sieb in einen großen Topf abseihen.

Den großen Topf bei mittlerer Hitze auf den Herd stellen und das Hühnerfleisch darin von allen Seiten anbräunen. In eine saubere Schüssel geben und beiseite stellen.

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken.  Karotte schälen und würfeln.

Topf wieder auf den Herd stellen und die Zwiebel darin bei mittlerer Hitze braten, bis sie weich ist. Knoblauch zugeben und eine Minute mitbraten, dann beide Sorten Paprika und die Karotte zugeben. Kurz weiterbraten.

Jetzt die Tomaten zugeben und alles köcheln lassen, bis die Masse etwas reduziert ist. Basilikumpüree zugeben und alles kräftig salzen. Es darf ordentlich salzig sein, denn die Nudeln nehmen auch noch Salz auf.

Die Spaghetti in der Mitte durchbrechen und in den Topf geben. Restliche Hühnerbrühe angießen und alles zum Kochen bringen. In der nächsten Zeit immer wieder umrühren, damit die Nudeln nicht aneinander kleben.

5 min unter gelegentlichem Rühren kochen lassen, dann das Hühnerfleisch zugeben.

Ohne Deckel unter gelegentlichem Rühren weiter garen, bis die Pasta bissfest ist und die meiste Flüssigkeit aufgesaugt hat. Mit Salz abschmecken.

Zum Servieren auf Teller verteilen und mit Petersilie bestreuen.


 

Pasta mit Blumenkohl-“Bolognese”

Ich liebe Blumenkohl. Vor allem, seit ich weiß, wie vielseitig er verwendbar ist. Es gab eine Zeit, da gab es Blumenkohl mit Käsesauce. Oder Blumenkohl mit Käsesauce. Punkt.

Das war nicht schlecht, aber Vielfalt macht noch mehr Spaß. Andererseits ist der gute Blumenkohl gerade so hipp und muss für alles Mögliche herhalten – das mit dem Pizzaboden zum Beispiel, das hat sich mir nicht so ganz erschlossen. Und ja, ich habe das ausprobiert.

Die “Bolognese” aus der Bon Appetit hat mich aber sofort angesprungen – und auch meinen Mann, er hatte die Wahl :-). Man muss nicht Vegetarier sein, um das zu mögen – die Textur und der Geschmack machen richtig Spaß.

Einziger Wermutstropfen für mich – im Original wird die Pasta in der Sauce zu Ende gegart. Das schmeckt bestimmt genial – aber ich darf das nicht. Es gibt starke Widerstände (nein, nicht der Mann 😉 ). Ich habe alles getrennt serviert.


Für 4 Portionen:

  • 250 g Champignons
  • 1 Kopf Blumenkohl
  • 50 ml Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1/2 TL Chiliflocken
  • 1 EL fein gehackte Rosmarinblättchen
  • 4 EL Tomatenmark
  • 60 g Parmesan, plus etwas zum Servieren
  • einige Stängel Petersilie
  • Schalenabrieb von 1/2 Zitrone
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Penne Rigate zum Servieren

Pilze putzen, in einen Mixer geben und zerkleinern, bis sie fein gehackt sind. In eine Schüssel geben.

Blumenkohl grob zerkleinern, die Strünke etwas schälen. Ebenfalls in den Mixer geben und zerkleinern, bis der Blumenkohl etwa die Größe von Reiskörnern hat. Ggf. portionsweise arbeiten.

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Parmesan reiben. Petersilie zupfen und die Blättchen hacken.

Etwas Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Pilze hineingeben, salzen, dann unter gelegentlichem Rühren braten, bis sie schön gebräunt sind und ihre Flüssigkeit abgegeben haben.

Zwiebel zugeben, salzen und weiterbraten, bis die Zwiebel goldbraun und weich ist; dabei gelegentlich umrühren.

Jetzt Knoblauch, Chiliflocken und Rosmarin zugeben und weiterbraten, bis der Knoblauch weich ist und alles duftet, das dauert ca. 3 min.

Tomatenmark zugeben, 2 min unter Rühren weiterbraten. Blumenkohl in die Pfanne geben, salzen, und unter gelegentlichem Rühren weiterbraten, bis er merklich an Volumen verloren hat und zu bräunen beginnt.

Nun die Pasta in reichlich Salzwasser nach Packunganleitung al dente kochen. Abgießen, dabei aber etwas Kochwasser aufbewahren.

Parmesan zusammen mit ca. 200 ml Pastakochwasser an die Sauce geben, kurz aufkochen, Petersilie einrühren, alles mit Zitronenabrieb, Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Servieren Pasta mit Sauce auf Tellern anrichten und bei Tisch mit mehr Parmesan überreiben.


 

Pasta mit Moussaka-Fleischbällchen

Ich koche ja wirklich jeden Tag, und ich außer mir sitzen noch drei andere Personen am Tisch. zwei davon sind Teenager (keine Kinder mehr, yeah! Die Zeit schreitet voran, und das ist toll).

Super ist natürlich, wenn man etwas auf den Tisch bringt, was alle gleichermaßen goutieren – aber das ist ein hehres Ziel, das klappt nicht immer. Pasta ist so ein gemeinsamer Nenner und Fleischbällchen sind es auch. Also gibt es das  hin und wieder.

Ich bin ja die, die am liebsten zu allem Gemüse hat. So kommt uns dieses Gericht allen entgegen, denn die Aubergine fügt sich ganz brav ein. Das “Moussaka” in Rezepttitel ist auch der Aubergine zu verdanken – zusammen mit Kreuzkümmel, Zimt und Oregano, die für Würze sorgen. Der Geschmack von Moussaka auf einem Teller Nudeln….


Für 4 Portionen:

  • 3 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 TL Zimt
  • 1,5 TL getrockneter Oregano
  • 500 g Lammhack
  • 350 g kurze Pasta
  • 1 Dose Tomaten (400 g)
  • 100 g Feta
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Ofen auf 220°C Ober- und Unterhitze vorheizen.  Die Aubergine putzen und in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Mit 1 EL Olivenöl in einer Auflaufform vermischen, salzen und im heißen Ofen ca. 20 min rösten.

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. 1 EL Öl in einem Topf erhitzen und Zwiebel und Knoblauch darin glasig anbraten. Kreuzkümmel und Zimt zugeben und kurz mitrösten.

Die Hälfte der Mischung in eine Schüssel geben. Den Topf wieder auf den Herd stellen, Tomaten  und 1 TL Oregano zugeben und salzen. Alles zum Kochen bringen und 20 min bei milder Hitze köcheln lassen.

Inzwischen für die Fleischbällchen das Lammhack zu Zwiebel und Knoblauch in die Schüssel geben. Mit Salz und Pfeffer würzen den restlichen Oregano zugeben, alles gut durchmischen und zu ca. 18 Bällchen rollen.

Den letzten EL Öl in einer Pfanne erhitzen und die Fleischbällchen rundherum appetitlich braun anbraten.

Pasta in reichlich Salzwasser nach Packungsanleitung al dente kochen.

Auberginen und Fleischbällchen in die Tomatensauce geben und alles noch 5 min köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Servieren die Pasta mit der Sauce vermengen, auf Tellern verteilen und mit zerkrümeltem Feta bestreut auf den Tisch bringen.


Pasta mit ‘Nduja-Tomatensauce

‘Nduja ist eine (sehr) würzige Streichwurst aus Kalabrien. Sie wird geräuchert und muss dann noch reifen. ‘Nduja wird kalt als Brotaufstrich verwendet oder zum Verfeinern von Pastasaucen. Es  gibt sie nicht an jeder Ecke; man muss ein wenig suchen. Oder man macht sie selbst – Petra präsentiert dafür in “Zart und Saftig“* ein schnelles Rezept.

Man braucht gar nicht so viel dafür – geräucherten Schweinebauch, Chilis und Paprikapulver. Und einen Fleischwolf, ohne bekommt man die Konsistenz nicht hin. Wenn die Wurst fertig ist, kann hält sie sich im Kühlschrank zwei bis drei Tage. Sie peppt nicht nur Saucen auf Tomatenbasis auf, sondern gibt auch einem Gulasch oder einem Chili ein paar Umdrehungen extra.

Kleiner Warnhinweis: ‘Nduja ist nicht nur ein bisschen scharf…


‘Nduja:

  • 150 g geräucherter Schweinebauch
  • 100 g frische Chilischoten
  • 1 EL scharfes Paprikapulver

Sauce und Pasta:

  • 1 Schalotte
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 2 EL Olivenöl
  • 3 EL ‘Nduja
  • 1 Dose Kirschtomaten
  • 1 Handvoll Basilikum
  • Salz
  • Pasta nach Geschmack

Für die Wurst die Schwarte vom Schweinebauch schneiden und den Speck grob würfeln. Die Chilis aufschneiden, entkernen und grob zerkleinern.

Speck, Chilis und Paprikapulver dreimal gemeinsam zusammen durch den Fleischwolf drehen. Schon fertig :-).

Für die Pastasauce Schalotte und Knoblauch schälen und fein hacken.

Olivenöl in einem Topf erhitzen, Schalotte und Knoblauch glasig anbraten, 3 EL ‘Nduja zugeben und kurz mitbraten. Tomaten zugeben und alles 15 min köcheln lassen, dann mit Salz abschmecken.

Basilikum zupfen, waschen, in Streifen schneiden und unmittelbar vor dem Servieren in die Sauce geben.

Sauce mit Pasta nach Wahl servieren; wer mag, gibt noch Parmesan dazu.


Tagliatelle mit schnellem Bratwurst-Stroganoff

Wir haben Verwandte im Fränkischen. Und der Gatte ist ein großer Anhänger der fränkischen Bratwurst; er hat ja recht damit – fränkische Bratwurst ist toll. Allerdings bringt er in seiner Begeisterung oft mal ein bisschen viel davon mit, und ewig halten die Würste auch in der Tiefkühle nicht.

Ich dachte also gerade über eine Verwertungsmöglichkeit nach, als dann auch noch Champignons in der Abokiste waren – und BBC Good Food mit diesem Rezept aufwartete. Jetzt muss ich wohl bei nächster Gelegenheit neue Würste beschaffen, damit ich das wieder machen kann ;-). Nein, Spaß. Man muss natürlich nicht unbedingt fränkische Bratwürste verwenden, aber grobe, ungebrühte müssen es schon sein.

Das ist ein Essen, das nicht nur rasch auf dem Tisch steht, sondern auch richtig Spaß macht – die würzigen Würste in der cremigen, leicht säuerlichen Sauce in Kombination mit einer guten Portion Pilzen ist einfach toll.


Für 4 Portionen:

  • 6 grobe Schweinsbratwürste
  • 1 EL Rapsöl
  • 350 g Champignons
  • 1 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 300 ml Sauerrahm
  • 2 TL Senf; original grober, ich hatte Savora*
  • 150 ml Rinderbrühe
  • 400 g Tagliatelle
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • ein kleines Bund glatte Petersilie

Das Brät aus den Bratwürsten holen. Pilze putzen und blättrig schneiden.

Rapsöl in einer Pfanne erhitzen. Das Brät in groben Stücken hineingeben und in 5 bis 8 min goldbraun anbraten.

Pilze zugeben und alles weitere 5 min braten. Mit Paprikapulver und Salz würzen und eine weitere Minute braten.
Sauerrahm, Senf und Brühe zugeben und alles zum Kochen bringen.
Pasta nach Packungsanleitung in gut gesalzenem Wasser al dente kochen, dann abgießen.
Petersilie zupfen und die Blättchen hacken. Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Hälfte der Petersilie unterrühren.
Zum Servieren die Pasta mit der Sauce vermengen und alles mit der restlichen Petersilie bestreut servieren.

Mac & Cheese auf griechische Art

Also, wenn ich schon ein Blogevent im Kochtopf organisieren darf (danke 🙂 ), dann mache ich natürlich auf selbst mit: Mac & Cheese gehen hier immer. Die klassische Version kommt gerne mal auf den Tisch, aber es gibt ja auch genug Möglichkeiten, das Gericht abzuwandeln. Für dieses Mal habe ich mir eine griechisch inspirierte Version herausgesucht:

Die Pasta landet in einer Bechamelsauce, die mit  Feta und Mozzarella angereichert wurde, außerdem mit Spinat. Kirschtomaten und Oliven sind auch mit von der Partie. Uns hat das gut gefallen – es ist käselastiges Comfort Food, aber durch den Gemüseanteil trotzdem etwas leichter und schön frisch.

À propos leichter – im Original stammt das Rezept von hier; und weil die Autorin sich der schlanken Küche verschrieben hat, werden fettarme Milch und fettarmer Mozzarella verwendet; ich habe hier jeweils auf die Normalversion zurückgegriffen.


Für 4 Portionen:

  • 250 g Nudeln, eine kurze, geringelte Sorte
  • 30 g Butter, plus etwas für die Form
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 30 g Mehl
  • 500 ml Milch
  • 1 Kugel Mozzarella
  • 150 g Feta
  • Oregano
  • Majoran
  • 250 g Kirschtomaten
  • 10 Kalamata-Oliven
  • 200 g Spinat
  • gehackter Dill zum Bestreuen
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine große oder 4 kleine Auflaufformen mit Butter ausstreichen.

Pasta in reichlich Salzwasser al dente kochen, dann abgießen und beseite stellen.

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken.

Butter in einem Topf schmelzen. Zwiebel und Knoblauch darin glasig andünsten, dann das Mehl darüber streuen und unter Rühren weiterbraten. Die Milch unter Rühren nach und nach angießen, alles zum Kochen bringen und bei milder Hitze köcheln lassen, bis sich der Mehlgeschmack verliert.

Tomaten halbieren. Oliven ebenfalls halbieren. Feta und Mozzarella zerkleinern. Die  Sauce von der Hitze nehmen, Spinat, Tomaten und Kräuter zugeben. Den gesamten Mozzarella und die Hälfte des Feta in die Sauce geben, rühren bis alles geschmolzen ist und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Pasta und Sauce in die vorbereitete Form geben und mit dem restlichen Feta bestreuen.

Im heißen Ofen ca. 20 min backen, bis die Sauce blubbert und die Oberfläche knusprig ist.

Zum Servieren mit gehacktem Dill bestreuen.