Mac & Cheese auf griechische Art

Also, wenn ich schon ein Blogevent im Kochtopf organisieren darf (danke 🙂 ), dann mache ich natürlich auf selbst mit: Mac & Cheese gehen hier immer. Die klassische Version kommt gerne mal auf den Tisch, aber es gibt ja auch genug Möglichkeiten, das Gericht abzuwandeln. Für dieses Mal habe ich mir eine griechisch inspirierte Version herausgesucht:

Die Pasta landet in einer Bechamelsauce, die mit  Feta und Mozzarella angereichert wurde, außerdem mit Spinat. Kirschtomaten und Oliven sind auch mit von der Partie. Uns hat das gut gefallen – es ist käselastiges Comfort Food, aber durch den Gemüseanteil trotzdem etwas leichter und schön frisch.

À propos leichter – im Original stammt das Rezept von hier; und weil die Autorin sich der schlanken Küche verschrieben hat, werden fettarme Milch und fettarmer Mozzarella verwendet; ich habe hier jeweils auf die Normalversion zurückgegriffen.

Mac & Cheese griechische Art

Pasta und Käsesauce mit griechischer Note

Gericht Hauptgericht, vegetarisch
Keyword Pasta
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 250 g Nudeln eine kurze, geringelte Sorte
  • 30 g Butter plus etwas für die Form
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 30 g Mehl
  • 500 ml Milch
  • 1 Kugel Mozzarella
  • 150 g Feta
  • Oregano
  • Majoran
  • 250 g Kirschtomaten
  • 10 Kalamata-Oliven
  • 200 g Spinat
  • gehackter Dill zum Bestreuen
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Anleitung

  1. Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine große oder 4 kleine Auflaufformen mit Butter ausstreichen. 

  2. Pasta in reichlich Salzwasser al dente kochen, dann abgießen und beseite stellen. 

  3. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. 

  4. Butter in einem Topf schmelzen. Zwiebel und Knoblauch darin glasig andünsten, dann das Mehl darüber streuen und unter Rühren weiterbraten. Die Milch unter Rühren nach und nach angießen, alles zum Kochen bringen und bei milder Hitze köcheln lassen, bis sich der Mehlgeschmack verliert. 

  5. Tomaten halbieren. Oliven ebenfalls halbieren. Feta und Mozzarella zerkleinern. Die  Sauce von der Hitze nehmen, Spinat, Tomaten und Kräuter zugeben. Den gesamten Mozzarella und die Hälfte des Feta in die Sauce geben, rühren bis alles geschmolzen ist und mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

  6. Pasta und Sauce in die vorbereitete Form geben und mit dem restlichen Feta bestreuen. 

  7. Im heißen Ofen ca. 20 min backen, bis die Sauce blubbert und die Oberfläche knusprig ist.

  8. Zum Servieren mit gehacktem Dill bestreuen. 

Pasta Alfredo – vegan und mit Pilzen

Ja, ich weiß. Es heißt Fettuccine Alfredo, aber ich habe Tagliatelle verwendet und will Euch ja keine Mogelpackung auftischen.

Pasta hat bei uns ja einen hohen Stellenwert, und diese cremige Variante, die Lauren Toyota* vorstellt, hat uns besonders gut gefallen. Das Buch ist ja vegan und so kommen die Sauce und auch der “Parmesan”, mit den das Gericht bestreut wird, auf ganz eigene Art zusammen: Die Sauce besteht aus eingeweichten Cashews, Wasser und etwas Säure in Form von Zitronensaft und Apfelessig. Sie ist schön cremig und hat eine feine Säure. Der Reibekäse besteht aus Nüssen, Hefeflocken und Salz und erinnert in Geschmack und Mundgefühl tatsächlich sehr an Parmesan.

 

Vegane Pasta Alfredo

Der Klassisker - vegan interpretiert

Gericht Hauptgericht, vegan
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 400 g Hartweizenpasta, breite Form
  • 150 g Cashews
  • 250 ml Wasser
  • 1 TL Apfelessig
  • 1-2 EL frisch gepresster Zitronensaft
  • 1 Zwiebel
  • Olivenöl zum Braten
  • 400 g Egerlinge
  • 3 Zehen Knoblauch
  • Salz,Pfeffer aus der Mühle
  • 125 ml trockener Weißwein
  • einige Zweige Basilikum
  • 300 g Spinat
  • 250 ml Gemüsebrühe

Zum Bestreuen:

  • 75 g Cashews oder Mandeln
  • 10 g Hefeflocken
  • 1 TL Salz

Anleitung

  1. Für den “Parmesan” Cashews, Hefeflocken und Salz in einen kleinen Blitzhacker geben und mixen, bis alles die Textur von grobem Sand hat. Beiseite stellen.

  2. Die Cashews für 20 min in heißem Wasser einweichen.
  3. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Pilze putzen und blättrig schneiden. Basilikumblättchen in feine Streifen schneiden.
  4. Die Cashews abgießen und zusammen mit den 250 ml Wasser, dem Essig und einem EL Zitronensaft in einen Mixer geben. Mixen, bis alles sehr glatt und cremig ist. Probieren und, wenn nötig, noch etwas Zitronensaft zugeben.
  5. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin braten, bis sie etwas weich wird. Pilze zugeben und weiterbraten, bis sie beginnen Feuchtigkeit abzugeben. Dann den Knoblauch zugeben und alles mit Salz und Pfeffer würzen. Wenn die Pilze ihre Feuchtigkeit ganz abgegeben haben, den Wein angießen und alles weiterkochen lassen, bis die Flüssigkeit fast verdampft ist. Cashew-Creme, Brühe und Spinat einrühren und alles weitere 4 min köcheln lassen.
  6. Pasta in reichlich kochendem Salzwasser nach Packungsanleitung al dente kochen. Abgießen, zur Sauce geben, alles gründlich vermischen und nochmals gründlich durcherhitzen. Das Basilikum unterheben und alles mit Salz abschmecken.
  7. Pasta auf Teller verteilen und mit der Parmesanmischung bestreut servieren.

 

 

Lammragout mit Möhren

Ja, ich weiß, es sieht unspektatulär aus. Ist es aber nicht. Es ist eines der Knallerrezepte aus “6 Jahreszeiten“*. Es ist ein relativ simples Ragout aus Lammhack und Karotten, gewürzt mit Knoblauch, Thymian, Chiliflocken und einer netten Portion Hartkäse.

Das alles verschmilzt zu einem unglaublich harmonischen Gericht – wir waren alle total begeistert und haben gegessen, als gäbe es kein Morgen :-).

Im Original kommt statt normalem Knoblauch grüner Knoblauch an das Ragout. Dieser sieht aus wie  eine eine etwas pummelig geratene Frühlingszwiebel; es ist das Wachstumsstadium, in dem die Knolle noch keine Zehen gebildet hat. Ich habe keinen bekommen und daher einfach weniger Knoblauchzehen genommen.

4.67 von 3 Bewertungen
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Lammragout mit Möhren

Comfort Food pur

Gericht Hauptgang
Portionen 4 Portionen plus willkommene Reste

Zutaten

  • 4 Zehen Knoblauch (oder 170 g grüner Knoblauch)
  • 500 g Karotten
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 125 ml trockener Weißwein
  • 125 ml Wasser
  • 1 kg Lammhack
  • 1 TL Chiliflocken
  • 1 Zweig Thymian
  • 2 EL Butter
  • 50 g Parmesan
  • 50 g Pecorino
  • kurze Pasta nach Wunsch

Anleitung

  1. Knoblauch schälen und fein würfeln; grünen Knoblauch in 0,5 cm kleine Stücke schneiden. Karotten putzen, schälen und in ca. 0,5 cm große Würfel schneiden. Käse reiben.
  2. Öl in einem Schmortopf erhitzen, Karotten und Knoblauch zugeben, alles großzügig salzen und pfeffern und sobald das Gemüse zu brutzeln beginnt, die Hitze auf mittlere Stufe stellen. 10 min garen, das Gemüse soll dabei nicht bräunen. Hack zugeben und unter Rühren braten, bis die rosarote Färbung verschwunden ist. Auch das Fleisch soll weder braun noch knusprig werden.

  3. Wein, Wasser, Chiliflocken und Thymian zufügen, salzen, einen Deckel auflegen und alles ca. 45 min leise köcheln lassen. Wenn alles zu trocken ist, noch etwas Wasser angießen.
  4. Butter und beide Käsesorten einrühren und Salz und Pfeffer abschmecken.

  5. Pasta in reichlich Salzwasser nach Packungsanleitung al dente kochen. Beim Abgießen 125 ml des Kochwassers zurückbehalten.
  6. Pasta zusammen mit dem aufbewahrten Kochwasser zum Ragout gegen und alles noch ein bis zwei Minuten köcheln lassen, bis die Pasta das Aroma der Sauce aufgenommen hat.
  7. Zum Servieren auf flache Schalen verteilen, mit etwas Olivenöl beträufeln und mit mehr Käse auf den Tisch bringen.

Mac and Cheese mit Brie, Äpfeln und Pancetta | Werbung

– Enthält Werbung für Krups iPrep&Cook Gourmet –

Pasta mag ich ja sowieso, und Mac and Cheese – ja, geht eigentlich immer. Es muss aber nicht immer das Gleiche sein; bei Molly Yeh zum Beispiel findet man da viele tolle Varianten. (Das zugehörige Buch stelle ich Euch auch noch vor…). Diese hier hat mich  sooo angelacht, und zu Recht: da ist Brie an der Sauce, das macht sie richtig schön zart-schmelzend, die Apfelstückchen passen super und ganz ehrlich – ein Topping aus Nüssen kann ohnehin nicht schaden.

Die Sauce beruht ja auf einer Bechamel, und ich habe sie komplett in der Krups iPrep&Cook Gourmet gemacht – das ist eine weitere Vereinfachung zur Bechamel aus dem Mixer, die ich hier schon mal vorgestellt habe. Jetzt ist es nochmal ein bisschen einfacher – die Zutaten für die Grundsauce werden zusammen unter Rühren erhitzt, dann  kurz der Käse darin geschmolzen. Geht klümpchenfrei und nebenbei und in nur einem Topf, denn ich habe am Ende auch gleich noch die Nudeln und alle anderen Zutaten untergehoben unterheben lassen.

Für 4 Portionen:

  • 250 g kurze Nudeln
  • 30 g Butter
  • 1 Schalotte
  • Salz
  • 1/4 TL Paprika edelsüß
  • 1/4 TL Cayennepfeffer
  • Muskatnuss
  • 1 Prise Piment
  • Pfeffer aus Mühle
  • 40 g Mehl
  • 750 ml Milch
  • 125 g Brie
  • 125 g Gruyère
  • 100 g Pancetta
  • 1 Apfel
  • 75 g Walnusskerne
  • etwas Parmesan am Stück
  • Butter für die Form

Die Pasta nach Packungsanleitung kochen, dabei die Garzeit um eine Minute verkürzen. Abgießen und abtropfen lassen.

Schalotte schälen und vierteln. In die Arbeitsschüssel der Prep&Cook geben, Universalmesser einsetzen  und alles 10  Sekunden bei Geschwindigkeit 12 zerkleinern,

Das Universalmesser durch den Rühraufsatz ersetzen. Ein kleines Stückchen von der Butter zur Schalotte geben, außerdem Salz, Paprika, Cayennepfeffer, Muskat, Piment und Pfeffer. Alles 2 Minuten  bei Geschwindigkeit 4 und 100 °C anrösten, dann die Milch angießen, alles auf Stufe 6  30 Sekunden mixen. Die restliche Butter zugeben, und die Sauce 9 Minuten bei 95°C garen, dabei über Geschwindigkeit  4 immer wieder mal rühren lassen.

Inzwischen Ofen auf 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Eine große oder 4 bis 6 kleine Auflaufformen mit Butter ausstreichen.

Den Brie entrinden und in kleine Stücke schneiden. Den Gruyère reiben. Den Pancetta in Streifen schneiden, in einer Pfanne knusprig braten und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Den Apfel vierteln, das Kerngehäuse entfernen und den Rest in kleine Würfel schneiden.

Walnusskerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten, abkühlen lassen und grob hacken.

Wenn die Sauce gegart ist, die Käsesorten zugeben und alles eine Minute auf Stufe 6 rühren lassen, dann die Nudeln und 3/4 der Apfelstücke kurz unterheben.

Die Masse in die vorbereiteten Formen füllen, mit den restlichen Apfelstücken und den Walnüssen belegen und etwas Parmesan darüber reiben. Im heißen Ofen ca. 25 min backen, dann vor dem Servieren 5 min ruhen lassen.

Spaghetti auf philippinische Art

Mit der philippinischen Küche habe ich mich bisher eher nicht befasst. Dass es mich nun doch gepackt hat, das habe ich Petra zu verdanken, die eine Zeitlang philippinische Rezepte gepostet hat – das klang so spannend, dass ich beschlossen habe, mich auch mal mit dieser Länderküche zu befassen.

Das hier ist nicht das Erste, das ich ausprobiere. Mein erster Versuch war ein geschmorter Ochsenschwanz mit Erdnussbutter und Kakao – der hat hervorragend geschmeckt, aber aber wirklich sehr unansehnlich. Ich bin nicht sonderlich empfindlich, was die Optik angeht, aber das war schlimm ;-). Und das Adobo mit Pilzen und Speck hat super geschmeckt, aber auch hier…nein, nicht vorzeigbar.

Nun also Spaghetti. Es mag erstaunlich klingen, dass man auf den Philippinen gerne Spaghetti isst, aber es ist logisch: wie Marvin Gapultos*, von dem das Rezept stammt, erzählt, brachten italo-amerikanische GIs Pasta mit Fleischsauce auf die Inseln und man hat dann etwas Eigenes daraus gemacht. Das Gericht ist tatsächlich ein Leibgericht vieler Philippinos – es wird so gut wie überall serviert, vom Fastfood-Restaurant bis zum Kindergeburtstag.

Ich sagte ja – man hat die klassische Hackfleischsoße an den Landesgeschmack angepasst, und ehrlich gesagt, das Rezept liest sich ein wenig seltsam. Tomatensauce mit Rinderhack, Speck, Wiener Würstchen und  –  Bananenketchup. Das klang so spannend, dass ich probieren musste, und ja, das Ketchup bringt eine leichte Süße mit, die sehr gut passt. Und abgesehen davon bekommt Ihr ein weiteres Rezept für die Verwertung überreifer Bananen.

Für 4 bis 6 Personen:

Bananenketchup:

  • 2 EL neutrales Öl
  • 1 Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 EL Tomatenmark
  • ca. 350 g reife Bananen (Gewicht ohne Schale)
  • 125 ml Apfelessig
  • 65 ml Wasser
  • 2 EL brauner Zucker, plus etwas zum Abschmecken
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • ein großzügige Prise gemahlene Gewürznelken
  • 1 TL Sojasauce
  • 1 Lorbeerblatt

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin braten, bis sie glasig ist. Knoblauch und Tomatenmark zugeben und unter Rühren braten, bis Knoblauch und Zwiebel vom Tomatenmark überzogen sind.

Die Bananen schälen und zerdrücken. In den Topf geben und rühren, bis die Masse sich gut vermischt hat. Essig angießen, dann Zucker, Pfeffer, gemahlene Nelken, Sojasauce und Lorbeerblatt zugeben. Salzen, dann einen Deckel auflegen und das Ketchup bei milder Hitze 20 bis 30 min köcheln lassen.

Lorbeerblatt herausfischen, das Ketchup pürieren und mit Salz und Zucker abschmecken.

Das Rezept ergibt mehr Ketchup, als Ihr für die Spaghetti braucht, aber es hält sich im Kühlschrank 2 bis 3 Wochen.

Jetzt zur Pasta:

  • 100 g geräucherter Speck
  • 4 Wiener Würstchen
  • 250 g Rinderhack
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Zwiebel
  • 1 grüne Paprikaschote
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 1 getrocknete Chilischote
  • 2 EL Tomatenmark
  • 250 ml Rotwein
  • 125 ml Bananenketchup
  • 400 g gehackte Tomaten aus der Dose
  • 1 EL Fischsauce
  • 1 TL gerockneter Oregano
  • 1 EL brauner Zucker
  • 500 g Spaghetti
  • frisch gehackte Petersilienblättchen zum Servieren

Speck in feine Streifen schneiden, die Wiener Würstchen in feine Scheiben. Zwiebel schälen und würfeln, Paprikaschote putzen und das Fruchtfleisch ebenfalls in feine Würfel schneiden. Knoblauch schälen und ganz fein hacken.

Den Speck in einer großen Pfanne braten, bis er sein Fett abgegeben hat und knusprig wird. Mit einem Schaumlöffel aus der Pfanne holen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Nun die Wiener in die Pfanne geben und im Fett rundherum anbraten. Aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.

Ca. 1 EL Fett in der Pfanne lassen, den Rest herausnehmen. Das Rinderhack unter Rühren im Fett krümelig braten, dann mit Salz und Pfeffer würzen. Zwiebel, Paprikaschote und Knoblauch dazugeben, die Chilischote dazukrümeln und alles 5 min unter Rühren anbraten. Das Tomatenmark zugeben und kurz mitrösten.

Den Wein angießen und unter Rühren einkochen lassen. Bananenketchup, die Tomaten, Fischsauce, Oregano und Zucker zugeben, alles zum Kochen bringen und dann bei niedriger Hitze 20 min köcheln lassen.

Spaghetti nach Packungsaleitung in reichlich Salzwasser bissfest kochen, dann abgießen und dabei etwas Kochwasser auffangen.

Speck und Wiener wieder in die Sauce geben, alles mit Salz und Zucker abschmecken und, wenn nötig, mit etwas Kochwasser verdünnen.

Pasta mit Soße auf Tellern anrichten und mit etwas Petersilie bestreut servieren.

Buchweizenspaghetti mit würzigen Sesampilzen

Auch wenn man es an den Beiträgen nicht merkt, Pasta hat in diesem Haushalt Hochkonjunktur. Immer. Und manchmal schafft ein Gericht es sogar auf den Blog (In den Blog? Das Blog? Also, hierher halt….). Jaja, simple Alltagsküche. Aber superaromatisch. Und rein zufällig übrigens auch vegan. Gäbe es den Tierfreitag noch, das hier wäre ein geeigneter Kandidat.

Nigella Lawson* nimmt für ihr Gericht Dinkelspaghetti. Sie gibt ehrlich zu dass, Vollkornpasta sonst nicht so ihre erste Wahl ist, aber in diesem Falle passt sie gut zu den robusten Aromen. Sie wirft das Wort “Soba” in den Raum, und das hat mich auf die Idee gebracht, Buchweizen zu verwenden.

Also gut, wir sprechen von Pilzen, Sojasauce, Sesam und Chili. Das das schmeckt, ist klar. Ihr könnt Dinkelspaghetti verwenden, Soba könnte ich mir auch vorstellen, eigentlich sogar die glutenfreie Pasta aus Linsen. Jedenfalls etwas, das Aroma mitbringt. Ich habe meinen Pastamaker angeworfen und Spaghetti mit Buchweizenanteil gemacht, das passt auch gut zu den kräftig gewürzten Pilzen.

Für 2 bis 3 Personen:

  • 200 g Dinkelspaghetti oder: 200 g Mehl 405, 50g Buchweizenmehl und 90 g Wasser
  • 1 EL Rapsöl
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 300 g Egerlinge
  • 2 TL Sesamsaat
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 EL Sojasauce
  • 1/2 TL Chiliflocken
  • Schalenabrieb von 1 Bio-Zitrone, plus 2 EL vom Saft
  • Salz
  • eine Handvoll glatte Petersilie

Ich habe meine Spaghetti mit dem Pastamaker* gemacht. Dafür den Spaghetti-Einsatz verwenden. Die Mehlsorten in den Pasta-Maker geben, das Programm für 250 g Mehl wählen, anschalten und die Flüssigkeit langsam zugeben. Spaghetti in der gewünschten Länge abschneiden.

Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden. Pilze ebenfalls putzen und blättrig schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Petersilie zupfen und die Blätter hacken.

Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Frühlingszwiebeln darin kurz anbraten, bis sie richtig schön knallgrün werden. Pilze zugeben und braten, bis sie ihre Feuchtigkeit abgegeben haben. Sesamsaat, Zitronenschale und einen Esslöffel des Saftes, den Großteil der Petersilie, Knoblauch, Sojasauce und die Chiliflocken zugeben. Durchrühren, dann einen Deckel auflegen und alles 5 min simmern lassen, bis die Pilze gegart sind.

Gleichzeitig die Spaghetti in reichlich Salzwasser bissfest kochen, dann abgießen und etwas Kochwasser aufheben.

Spaghetti zu den Pilzen geben, alles durchheben und die Sauce mit etwas Kochwasser sämig machen Mit Salz und Zitronensaft abschmecken. . Pasta auf Teller verteilen und mit der restlichen Petersilie garniert servieren.

Udon-Carbonara

Sakrileg! Aber da müsst Ihr jetzt durch, das Ganze schmeckt nämlich klasse; es ist eine Fusion aus japanischer und italienischer Küche. Aus Italien kommen Parmesan, Eigelb und Speck. Japan steuert Udon, Spinat und Algenflocken bei. Verantwortlich für die mutige Mischung ist Lizzie Mabbot*.

Udon sind eine tradiotionelle Nudelsorte aus Japan; sie sind recht dick. Man isst sie hauptsächlich in Suppen und Eintöpfen. Udon bekommt ihr als frische Ware im Asiashop, auch gut sortierte Supermärkte haben oft schon welche im Angebot. Ihre dicke, rutschige Konsistenz passt super zur klassischen Carbonara.

Als Gemüse wird im Original Spargelkohl (sprouting brokkoli) verwendet; ich habe keinen bekommen und statt dessen Wasserspinat verwendet, es geht aber auch anderes Blattgrün. Für die Udon musste bei mir der Pastamaker* ran – die Form der Nudel ist nicht ganz original, aber die Konsistenz kommt nahe hin.

Für 2 Personen:

Nudeln:

  • 2 200 g-Packungen frische Udon-Nudeln oder:
  • 250 g Weizenmehl 405
  • 5 g Salz
  • 90 g Wasser

Sauce:

  • 4 Scheiben Bacon
  • 1/2 Blatt Nori, geröstet
  • 1 Bund Wasserspinat (original: sprouting brokkoli)
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • zwei Handvoll Parmesan, frisch gerieben
  • 2 Eigelb
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Wenn die Udon selbst gemacht werden, den Fettucine-Aufsatz oder den Tagliatelle-Aufsatz einsetzen. Die festen Zutaten in die Maschine geben, dann die Maschine anschalten. Die Flüssigkeit langsam angießen. Wenn die Nudeln ausgegeben werden, diese auf gewünschter Länge abschneiden.

Den Speck hacken und in einer Pfanne bei mittlere Hitze braten, bis er das meiste Fett abgeben hat und knusprig wird.

Während der Speck brät, das Noriblatt zerbröseln. Die Blätter des Wasserspinats von den Stängeln schneiden und in Streifen schneiden. Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden. Knoblauch schälen und hacken und zusammen mit den Frühlingszwiebeln zum Speck geben.

Parmesan in einer großen Schüssel mit den Eigelben verquirlen.

Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Den Spinat hineingeben, alles einmal aufwallen lassen, dann die Udon zugeben. Udon nach Packungsanleitung garen; selbstgemachte, bis sie bissfest sind. Beides geht recht schnell. Nudeln und Spinat abgießen, dabei etwas Kochwasser zurückbehalten.

Nudeln zur Käsemischung geben, dann die Speckmischung. Durchmischen, bis sich alles verbindet. Wenn die Mischung zu trocken ist, etwas von dem Kochwasser einarbeiten. Mit Pfeffer, und, wenn nötig, Salz abschmecken.

Zum Servieren auf Teller verteilen und mit den Noriflocken garnieren.

Pasta mit cremiger Blumenkohlsauce

Es ist wirklich faszinierend, was man mit Blumenkohl alles anstellen kann. Erinnert Ihr Euch noch an die Pizzaböden aus Blumenkohl, die es vor einiger Zeit überall zu sehen gab? Das fand ich nicht so überzeugend. In seiner Rolle als “Reis” oder Couscous hingegen gefällt der Blumenkohl mir gut.

Und jetzt bekommt er seinen Einsatz als cremige Pasta-Sauce: Blumenkohl enthält relativ viel Pektin, wenn man ihn also mit Flüssigkeit aufmixt und dabei etwas Öl einfließen lässt – ähnlich wie bei einer Mayonnaise – dann erhält man eine cremige Sauce; die gut zu Pasta passt. Und wirklich wunderbar schmeckt, hier waren alle begeistert. Sogar mein Sohn, der Blumenkohl in Reinform eher nicht so prickelnd findet.

Gefunden habe ich die Idee bei Food 52. Dort heißt dieses Rezept “Blumenkohl-Carbonara”, aber das fand ich dann doch …. sehr mutig. Ich habe ein paar Anpassungen für uns vorgenommen, das Prinzip ist aber natürlich das Gleiche.

Der gegarte Blumenkohl wird ja mit Öl aufgemixt; im Original wird Olivenöl verwendet. Das finde ich schwierig; Olivenöl wird beim Mixen gerne bitter. Ich verwende lieber Rapsöl. Netterweise habe ich vor einiger Zeit von der Teutoburger Ölmühle ein hochwertiges Rapskernöl zum Probieren bekommen; das habe ich verwendet.

Für 2 bis 3 Portionen:

Blumenkohl-Grundsauce:

  • 200 g Blumenkohl (Röschen und Stiele), zerteilt
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 125 ml Rapsöl
  • Salz

Pasta:

  • 1 EL Rapsöl
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 150 g Erbsen
  • Salz, Pfeffer
  • eine Handvoll glatte Petersilie
  • 20g Parmesan
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 250 g trockene Pasta, eine Sorte, die Saucen gut aufnimmt

Für die Sauce den Blumenkohl in der Gemüsebrühe in ca. 20 min sehr weich kochen. Dann alles in einen Mixer geben und pürieren. Dabei in dünnem Strahl das Öl einlaufen lassen. Mit Salz abschmecken.

Pasta in reichlich Salzwasser nach Packungsanleitung al dente kochen.

Frühlingszwiebeln schälen und in Ringe schneiden. Knoblauch schälen und hacken.

Öl in einer Pfanne erhitzen, Frühlingszwiebeln braten, bis sie weich und dunkelgrün werden, dann den Knoblauch zugeben und kurz mitbraten. Die Sauce angießen und die Erbsen zugeben und alles 3 bis 4 min köcheln lassen, bis die Erbsen gegart sind. Käse reiben. Petersilie zupfen und hacken; beides ebenfalls zu Sauce geben. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Pasta abgießen, unter die Sauce mischen und alles sofort servieren.

Pasta mit Miso-Tomatensauce

Wie bitte? Ein Rezept für Tomatensauce? Muss das sein? Ja, das muss es. Einfach, weil diese Tomatensauce aus “Miso“* ebenso genial wie einfach ist  – und geschmacklich nicht zu toppen.

Ich koche wirklich viel Tomatensauce; das ist einfach eine Grundzutat, die ich immer im Vorrat habe. Ich koche meist größere Mengen und fülle sie portionsweise in sterilisierte Gläser. In aller Regel werden dazu erst mal Zwiebel und Knoblauch angebraten, dann kommen die Tomaten dazu und Lorbeer, und anschließend köchelt das Ganze eine geraume Zeit.

Und hier im Gegensatz dazu?  Tomaten, Miso,Thymian, kurz geschmort. Schmeckt himmlisch und geht ganz fix. Das Miso macht etwas Wunderbares mit den Tomaten, es unterstreicht einfach ihr Aroma auf eine wunderbare Art und Weise. Ich denke, ab jetzt kommt immer Miso an die Tomatensauce.

2 Portionen:

  • 500 g vollreife Tomaten, außerhalb der Saison 400 ml gute Dosenware
  • 0,5 TL Zucker (original:1 TL)
  • 3 TL Genmai-Miso
  • 4 Zweige Thymian
  • 250 g kurze Nudeln
  • 1 Handvoll schwarze Oliven
  • frisch geriebener Parmesan zum Servieren

Frische Tomaten kreuzweise einritzen, kurz mit kochendem Wasser überbrühen und die Haut abziehen. Tomaten vierteln, Strunk und Kerne entfernen.

Tomatenstücke in einem Topf mit dem Zucker bei mittlerer Temperatur schmoren. Miso einrühren, Temperatur herunterstellen. Thymian zupfen und die Blättchen zur Sauce geben.

Pasta nach Packungsanleitung al dente kochen, dann abgießen.

Nudeln auf Teller verteilen, die Tomatensauce darüber geben, Oliven und Parmesan darüber geben und servieren.

Kichererbsen-Gnocchetti mit Auberginen-Tomaten-Sauce

Ich liebe ja handgemachte Pasta; und ich meine damit die Sorten, die wirklich nur von Hand gemacht werden können. Also, so etwas wie diese Malloreddus hier, oder die Orecchiette. Oder Pici.  Die Liste muss noch fortgesetzt werden. Ich muss in der richtigen Stimmung sein, dann finde ich nichts entspannender, als jede einzelne Nudel von Hand zu rollen. Pasta-Zen.

Ich ging also innerlich auf der Stelle in Habacht-Stellung, als ich hier* von den Kichererbsen-Gnocchetti las. Das musste ich sofort probieren.

Das ganze ist ein klassisches Rezept aus Ligurien. Im Teig ist kein Kichererbsenmehl, sondern gegarte Kichererbsen. Die Pasta ist ein wenig … hmpf….chewy (irgendjemand eine Idee für eine deutsche Entsprechung?) und verträgt sich gut mit rustikalen Saucen. Die Gnocchetti werden genauso geformt wie Malloreddus. Man braucht ein Gnocchi-Brett* dafür. Aber ganz ehrlich….das ist ein wirklich nützliches Hilfsmittel, das es für ganz kleines Geld gibt. Und ich habe es wirklich oft in Gebrauch. Nehmt aber eines mit einem kleinen Rollholz, dann kann man es nämlich auch benutzen, um zum Beispiel Penne zu machen.

Genau, die Sauce. Das ist ein Rezept, das ursprünglich auf Jamie Oliver* zurückgeht. Ich mache diese Sauce oft – genaugenommen immer dann, wenn Auberginen in der Abokiste sind und ich sonst keine Idee habe, was ich damit machen könnte. Ein Familienklassiker, sozusagen :-).

Also los – das Rezept reicht für 4 Personen:

Gnocchetti:

  • 140 g gegarte Kichererbsen
  • 2 Eier (meine hatten Größe L, M geht auch noch)
  • 2 EL warmes Wasser
  • 200 g Mehl 405
  • etwas Salz

Sauce:

  • 1 Aubergine
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 etwas Olivenöl zum Braten
  • etwas Rotweinessig
  • 1 Prise Chiliflocken
  • 1 Dose Tomaten (400 g)
  • 50 g Sahne
  • 1 Kugel Kuhmilch-Mozzarella
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Zuerst zu den Gnocchetti:

Dafür die Kichererbsen mit den Eiern und dem Wasser in einen Meßbecher geben und alles glatt pürieren. Dann in eine Schüssel umfüllen, das Mehl zugeben, mit etwas Salz würzen (ich hatte einen halben Teelöffel) und zu einem glatten Teig verkneten. Der Teig muss nicht ruhen, das ist praktisch.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit Mehl bestäuben. Vom Teig ein Stück abnehmen, den Rest in Frischhaltefolie wickeln, damit er nicht austrocknet. Auf der ganz leicht bemehlten Arbeitsfläche eine Wurst von ca. 12 mm Dicke rollen. Diese dann in 12 mm kleine Stückchen schneiden. Jedes Stückchen mit der Innenseite des Daumens über ein Gnocchi-Brett rollen, so entsteht eine kringelige Form mit Rillen auf der einen und einer kleinen Einbuchtung auf der anderen Seite. Fertige Gnocchetti auf das Blech legen und weitermachen, bis der Teig aufgebraucht ist.

Jetzt zur Sauce: Dafür die Aubergine in ca. 0,5 cm große Würfel schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken.

Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Auberginenwürfel darin rundherum goldbraun anbraten. Knoblauch zugeben und kurz mitrösten. Dann die Tomaten angießen, einen Schuss Rotweinessig und die Chiliflocken zugeben und salzen. Mit aufgelegtem Deckel köcheln lassen, bis die Auberginen gar sind sind und die Sauce sämig ist, dann die Sahne angießen.

Für die Pasta einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Gnocchetti zugeben und in ca. 3 min bissfest kochen, dann abgießen.

Den Mozzarella in die Sauce zupfen und unter Rühren schmelzen lassen.

Wenn man es richtig macht, vermischt man jetzt die Gnocchetti mit der Sauce und bringt dann alles gleich zu Tisch. Es gibt hier aber Personen, die das nicht mögen, also serviere ich getrennt.