Schuhsohlen mit buntem Paprikagemüse

Auch wenn es ein wenig dauert – Nudeln selbst zu machen, das ist im Grunde ein Klassiker der einfachen Küche: wenige Zutaten braucht man nur und kaum Werkzeug. Und natürlich ist es ein schönes Gefühl, wenn die handgemachte Pasta dann vor einem liegt. Und natürlich erst recht, wenn man sie verzehrt.

So sieht das auch Malte Härtig – klar, dass es in “Das Glück der einfachen Küche“* auch einiges an handgemachten Nudeln gibt. Diese hier haben mir besonders gut gefallen.

Basis ist ein einfacher Hartweizenteig – Hartweizenmehl und Wasser. Den verarbeite ich übrigens auch lieber als Nudelteig mit Weichweizen und Ei; wohl deshalb, weil daraus oft einzelne Nudeln von Hand geformt werden, das mache ich lieber als Ausrollen. Hier erinnert der Ansatz ein wenig an Orecchiette, der Teig wollte dann aber in eine andere Form.

Spannend fand ich, wie der Teig gemacht wird – da ist Wissen eingeflossen, das aus der Tradition der Sobanudel-Herstellung kommt. Soba werden aus Buchweizenmehl gemacht, das kein Klebereweiß enthält, man braucht viel Erfahrung, um daraus Nudeln zu machen. Bei der Herstellung wird das Wasser wird nur sehr langsam und stufenweise zum Teig gegeben, der Teig dabei immer wieder zu kleinen Klümpchen zerzupft, so lange, bis die Konsistenz ideal ist. Diese Technik lässt sich auch auf andere Mehle und Pastasorten übertragen.

Natürlich gibt es eine Vielzahl an Saucen, die man zu so einer simpeln Pasta reichen kann. Hier ist es ein einfaches Paprikagemüse – auch das mit einem kleinen Kniff – die Paprika werden vor dem Braten in etwas Salz und Zucker mariniert, se ziehen dabei etwas Wasser und können für mehr Aroma gut im eigenen Saft gegart werden.

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Schuhsohlen mit buntem Paprikagemüse

Selbstgemachte Pasta mit Paprikagemüse

  • Autor: magentratzerl
  • Vorbereitungszeit: 40 min
  • Kochzeit(en): 10 min
  • Gesamtzeit: 50 min
  • Menge: 2 Portionen 1x
  • Kategorie: Hauptgericht
  • Diet: Vegan

Zutaten

Scale

Pasta:

  • 200 g Hartweizenmehl
  • ca. 80 ml Wasser
  • etwas Mehl zum Arbeiten

Paprikagemüse:

  • Ca. 350 g Paprikaschoten, verschiedene Farben
  • 1/2 Zitrone, der Saft
  • Salz, Zucker
  • Öl zum Marinieren und Braten
  • Pfeffer aus der Mühle

Arbeitsschritte

Für den Teig das Mehl in eine Schüssel geben, die Hälfte des Wassers zugeben und mit dem Mehl vermengen. Die Mehlklümpchen zwischen den Händen fein zerreiben, so können sich Mehl und Wasser gut verbinden. Die Hälfte des restlichen Wassers zugeben und alles zu einem Teig verkneten. Es soll ein fester, gleichzeitig geschmeidiger Teig entstehen. Wenn er noch zu trocken ist, wieder zu kleinen Stückchen zerzupfen und etwas Wasser zugeben. Die Wassermenge, die auf diese Art zugegeben wird, sollte immer weniger werden; am Ende werden nur noch die Hände angefeuchtet. Wenn der Teig die gewünschte Konsistenz hat, in Folie wickeln und 30 min ruhen lassen.

Inzwischen die Paprika putzen, in mundgerechte Stücke schneiden und mit je einer Prise Salz und Zucker, etwas Zitronensaft und einem EL Öl marinieren.

Den Teig zu langen Schnüren rollen und mit einem Messer kleine, gleich große Stücke abschneiden. Die Teigstücke mit dem Daumen in einer rollenden Bewegung platt drücken und auf einem mit Mehl bestäubten Küchenhandtuch zwischenlagern.

Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Paprika ohne die Flüssigkeit, die sich gebildet hat, kräftig anbraten. Die Flüssigkeit zugießen, die Hitze zurückschalten und das Gemüse bei milder Hitze garen, bis es bissfest ist. Mit Pfeffer würzen und ruhen lassen.

Die Pasta in reichlich gut gesalzenem Wasser al dente kochen, abgießen und mit den Paprika vermengen. Nochmals abschmecken und servieren.

Schlagworte: Hartweizenmehl, Paprikaschoten

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Pasta mit Hackfleischsauce Hong-Kong-Style aus dem Instant Pot/Schnellkochtopf

Pasta mögen wir hier. Wenn mehr Zeit ist, gerne selbst gemacht, oder noch besser, gefüllt. Oft genug aber auch als schnelles Essen nach einem langen Tag.

Das hier ist eine eher schnelle Variante – richtig schnell sogar, denn sie wird im Instant Pot bzw. Schnellkochtopf gekocht. Im Original heißt das Rezept Instant Pot Bolognese Hong Kong Style, aber das habe ich mich nicht getraut – da gibt es ja strenge Auffassungen und Vorstellungen 😉. Nennen wir das Ganze also Hackfleischsauce….

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Orecchiette mit Schwarzkohl, Chili und Mascarpone

Ich habe vor einiger Zeit den Anbieter meiner Abo-Kiste gewechselt. Das Konzept Abokiste finde ich toll, aber ich hatte mich sehr gelangweilt…die Kisten waren mit immer dem gleichen Standard-Gemüse befüllt, es war überhaupt kein Mut da, der Kundschaft auch mal etwas zum Ausprobieren hinzustellen. Mein neuer Anbieter traut den Kunden da etwas mehr zu, und das macht mir Spaß. Ich hatte diesen Winter schon Meyer-Lemons und auch Grünkohl, was für Süddeutschland recht sportlich ist. Rosenkohl auch, das klingt vielleicht komisch, aber auch das traute sich der “alte” Anbieter nicht. Continue reading “Orecchiette mit Schwarzkohl, Chili und Mascarpone”

Christmas Cracker Ravioli

 

Ihr öffnet doch bestimmt alle fleissig die Türchen des Kulinarischen Adventskalenders? Immerhin schon zum 15. (!) mal findet er statt; die wunderbare Zorra ist einfach unermüdlich. Das Öffnen der Türchen und das Lesen lohnen sich auch dieses Jahr wieder – nicht nur wegen der tollen Rezepte und der schönen Geschichten, nein, es gibt auch wieder viele tolle Gewinne.

Und auch ich darf wieder ein Türchen sein; ich freue mich. Das macht den Advent erst zum Advent für mich. Dieses Mal serviere ich Euch Christmas Crackers in Ravioli-Form. Christmas Crackers kennt Ihr? Die sind ja Teil der britischen Weihnachtstradition. Es sind gefüllte Knallbonbons, man zieht an ihnen und mit einem Knall geben sie ihren Inhalt frei. Ich habe mal welche gekauft, aber der Inhalt war so enttäuschend, ich habe es nie wieder getan.

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Scarpinocc mit Schafsricotta und Lammrippen-Ragù

Als Claudio an “a mano“* arbeitete, rief der den Sonntag zum Pastatag aus; es gab also jeden Sonntag frische Pasta. Das ist ja schon generell eine gute Idee, bei diesem Gericht hier aber noch eine gewisse Steigerung – das ist nämlich ein wirkliches Festessen.

Zunächst die Pasta – sie schmeckt nicht nur gut mit ihrer einfachen Füllung aus Schafsricotta, sie hat auch eine ebenso originelle wie hübsche Form: die kleinen gefüllten Halbmonde werden auf die Naht gestellt und mit dem Finger eingedrückt. Sie ähneln Schlappen, und daher kommt auch ihr Name.

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Kochbuch: a mano | claudio del principe

Handgemachte Pasta liegt gerade sehr im Trend, und auch ich kann mich ihrer Faszination nicht entziehen. Unter anderem erobern die Pasta Grannies  auf YouTube die Herzen der Zuschauer und versuchen, das Wissen um die selbstgemachte Pasta in die Zukunft zu retten.

Und einer, der da mitmacht, ist Claudio del Principe. Er musste feststellen, dass die Kunst des Pasta-Machens in Italien in Vergessenheit gerät und das war die grundlegende Motivation, ein Buch über handgemachte Pasta zu schreiben – ein Jahr lang machte er jeden Sonntag frische Pasta, und das Ergebnis liegt nun vor mir – nach “a casa” und “al forno” ist es das dritte Buch in einer Reihe von monothematischen Kochbüchern.

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Rote-Bete-Pasta mit Zitrone und Dill

Ganz ehrlich….manchmal nervt mich die Abokiste, und manchmal passt es auch nicht und ich bestelle sie ab. Die Vorteile überwiegen aber ganz eindeutig. Ich merke zum Beispiel, dass wir gleich weniger Gemüse essen, wenn nicht schlicht eine Auswahl ins Haus geliefert wird. Und man muss sich mit dem auseinandersetzen, was einem vorgesetzt wird – auch mit weniger geliebten Sorten.

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Kürbis-Mac-and-Cheese

Kürbiszeit! Ich bin ja recht glücklich mit Kürbis, aber bei der Restfamilie ist der Beliebtheitsgrad da eher …. nicht so hoch. Das ruft nach dosiertem Einsatz. Das wiederum ist gar nicht so einfach, denn so ein Kürbis gibt ja mehrere Mahlzeiten her.

Diesmal war ein Butternut in der Abokiste. Ein Teil davon landete in einem Eintopf, den Rest habe ich zur weiteren Verwendung gedämpft und püriert. Noch besser schmeckt es, wenn man den Kürbis vor dem Pürieren im Ofen röstet. Kürbispüree ist ganz vielseitig; ich packe zum Bespiel gerne etwas davon ins Brot. Das bekommt dann eine weiche Krume und einen milden Geschmack.

Blog-Event CLVIII - Kür mit Biss (Einsendeschluss 15. November 2019)Und weil Pasta hier immer geht, und Pasta mit Käsesauce sogar noch öfter, ist das restliche Püree in einer Käsesauce gelandet. Ganz unauffällig – das fällt unter Gemüseversteck ;-). Das trifft sich alles ganz gut – es passt nämlich zu gerade laufenden Event im Kochtopf. Jenny sucht da Rezepte mit Kürbis. Es könnte sein, dass dies mein einziges Rezept mit Kürbis diese Saison ist, also schiebe ich es da mal ganz fix rüber.

Es gibt ja zwei Arten von Mac and Cheese – die eine Variante wird im Ofen überbacken und wartet mit einer knusprigen Kruste auf. Das hier ist die cremige Variante, für die die Pasta einfach mit der Käsesauce vermischt wird.


Für 3 bis 4 Personen:

  • 300 g kurze Pasta
  • 30 g Butter
  • 2 EL Mehl
  • 350 ml Milch
  • 1 TL Dijon-Senf
  • Cayennepfeffer
  • geriebene Muskatnuss
  • 100 g Kürbispüree
  • 80 g Cheddar
  • 30 g Parmesan, plus etwas zum Servieren
  • 80 g Frischkäse
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • optional: in Streifen geschnittene Salbeiblättchen zum Servieren
Pasta nach Packungsanleitung in reichlich Salzwasser al dente kochen. Abgießen und zur Seite stellen.
Butter im Topf schmelzen, dann das Mehl einrühren und alles unter Rühren anrösten. Milch unter Rühren nach und nach angießen. Senf, Cayennepfeffer und Muskat einrühren, salzen, dann das Kürbispüree und den Frischkäse einrühren. Käse reiben und in der Sauce schmelzen lassen. Alles glatt rühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Pasta in die Sauce rühren.
Alles auf Schalen verteilen. Nach Wunsch mit ordentlich frisch gemahlenem Pfeffer und  in Streifen geschnittenen Salbeiblättchen servieren.