Pantaras

Pantaras sind kleine, mit Kurkuma gewürzte Crêpes, die mit einer Hackfleischmischung gefüllt, zu Zigarren gerollt und anschließend frittiert werden. Hier wurde Hühnerhack verwendet; Ihr könnt aber auch anderes Fleisch nehmen; Lamm könnte ich mir besonders gut vorstellen, oder, für eine vegetarische Variante, zerkrümelten Paneer.

Pantaras sind ein beliebtes Streetfood in Kolkata; Chetna Makan berichtet in ihrem Buch über indisches Streetfood*, dass sie dort an den Strassenständen zur Mittagszeit sehr beliebt sind. Die Verkäufer rollen die kleinen Pfannkuchen mit unglaublicher Geschwindigkeit, um dem Ansturm Herr zu werden. Interessanterweise habe ich aber auch noch andere Geschichten über Pantaras gelesen: so werden sie in Bangladesh traditionell zum Anlaß von Eid, dem islamischen Fastenbrechen, serviert. Und dann ist auch noch die Rede davon, dass sie ein beliebtes anglo-indisches Essen sind.

Wie auch immer; die kleinen Röllchen sind unwiderstehlich; probiert sie mal aus. Original werden sie in Fett schwimmend frittiert. Hier ist ein neuer Airfryer* eingezogen; ich habe die Panteras darin gegart. Im Rezept gebe ich Euch beide Möglichkeiten an.


Pfannkuchen:

  • 150 g Weizenmehl 405
  • 1 TL gemahlene Kurkuma
  • Salz
  • 2 Eier
  • 300 ml Wasser

Füllung:

  • 1 EL Sonnenblumenöl
  • 1 Lorbeerblatt
  • 4 Gewürznelken
  • 2 Kapseln grüner Kardamom
  • 1 kleiner Stange Zimt
  • 1 Zwiebel
  • 1 Karotte
  • 1 grüne Paprikaschote
  • 300 g Hähnchenhackfleisch
  • Salz, Cayennepfeffer

Zum Fertigstellen:

  • 1 EL Speisestärke
  • Öl zum Frittieren
  • Mangochutney oder anderes Chutney zum Servieren

Für die Crêpes Mehl mit etwas Salz und der Kurkuma in eine Schüssel geben. Wasser und Eier zugeben und alles zu einem glatten, dünnen Teig verquirlen. 30 min ruhen lassen.

Inzwischen für die Füllung die Zwiebel schälen und fein hacken. Karotte schälen und ebenfalls fein hacken, Paprikaschote putzen und fein würfeln.

Öl in einer Pfanne erhitzen und Lorbeer, Zimt und Kardamom kurz rösten, bis alles zu duften beginnt. Zwiebel zugeben und in ca. 5 min weich garen. Karotte und Paprika einrühren und kurz mitrösten, dann das Fleisch zugeben. Mit Salz und Cayennepfeffer würzen und ca. 10 min unter Rühren braten, bis es gar ist. Beiseite stellen und abkühlen lassen.

Für die Crêpes eine beschichtete Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen. Jeweils ca. 50 ml Teig in die Pfanne geben, rasch zu einem Teig verstreichen (ich mache das mit so einem Crêpeteigverteiler*) und von beiden Seiten 20 sek backen. Fertige Crêpes auf einem Teller stapeln.

Speisestärke mit 2 EL Wasser verrühren.

Zum Füllen je einen Pfannkuchen auf die Arbeitsfläche legen. Etwas Füllung einige Zentimeter vom unteren Rand entfernt auf den Pfannkuchen legen, dann die Seiten nach innen umschlagen. Etwas von der Stärkepaste auf den oberen Rand des Pfannkuchens streichen, dann den unteren Rand über die Füllung klappen und alles von unten zu einer Zigarre aufrollen. So weitermachen, bis Crêpes und Füllung aufgebraucht sind.

Zum Frittieren ausreichend Öl auf 190°C erhitzen und die Röllchen in kleinen Portionen von jeder Seite zwei Minuten garen, dann auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Zum Garen in der Heißluftfritteuse die Röllchen rundherum mit etwas Öl einpinseln und bei 180°C insgesamt 6 min garen, dabei einmal wenden.

Noch heiß mit Chutney servieren.


 

Pasta con ceci

Ich mag diese einfachen Pastagerichte, die etwas Eintopfartiges haben. Es gibt hier schon pasta e patate und pasta lenticchie, und beides sind so richtige Wohlfühlgerichte. Und jetzt gesellt sich noch pasta con ceci dazu.

Zwei Dinge haben mir besonders gut gefallen an diesem Gericht, das Cettina Vizenzino in Super Olio* vorstellt: Da sind die getrockneten Tomaten, die mitgaren und dem Eintopf ein besonderes Aroma verleihen. Und die Süßkartoffel, die statt der traditionellen Kartoffel das Gericht anreichert.

Als Öl wird ein mittelfruchtiges bis intensives der Sorten Ascolana Tenera, Casalieva, Frantoio u.ä. empfohlen, das Noten von grüner Mandel oder Gras aufweist; ich gestehe, ich bin aus der Reihe getanzt. Ich hatte ein leicht pikantes Mani aus Griechenland aus Koroneiki-Oliven, das etwas kräuterig schmeckt. Ich weiß, dass Öl dieser Sorte gerne als seelenloses Massenöl abgestempelt wird, weil sich die Olivensorte für den großflächigen Anbau eignet. Aber da gibt es dieses bestimmte Öl – das ist einfach meins. Schon immer. Wir haben uns gefunden und sind unzertrennlich.


Das Rezept reicht für 4 Personen:

  • 250 g getrocknete Kichererbsen
  • 2 Schalotten
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Karotte
  • 1 Stange Staudensellerie
  • 4 getrocknete Tomaten, in Öl eingelegt
  • 1 Handvoll glatte Petersilie
  • 250 g Süßkartoffel
  • 200 g gemischte Pasta
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • frische Kräuter wie Thymian, Oregano
  • Olivenöl zum Beträufeln

Kichererbsen in reichlich kaltem Wasser über Nacht einweichen.

Am nächsten Tag das Wasser abgießen. Schalotten und Knoblauch schälen und fein hacken. Sellerie putzen und würfeln. Karotte schälen und klein schneiden. Tomaten abtropfen lassen und ebenfalls fein würfeln. Petersilie mit Stängeln grob hacken.

Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen. Schalotten, Knoblauch, Sellerie und Karotte unter Rühren anbraten, dann Kichererbsen, Kräuter und 1,5 l Wasser zugeben.

Salzen und alles 60 min halb bdeckt köcheln lassen.

Süßkartoffeln schälen, klein würfeln und zur Suppe geben. 15 min weiterköcheln lassen,

Pasta zugeben. Wenn nötig, noch etwas Wasser angießen. Alles köcheln lassen, bis die Pasta al dente ist, dann mit Salz abschmecken.

Zum Servieren in Schalen schöpfen, mit reichlich Pfeffer übermahlen, mit Kräutern bestreuen und mit Olivenöl beträufeln.


Garnierte Nudelschale mit Schweinefleisch-Zitronengras-Topping

Keine vietnamesische Küche ohne Nudeln. Reisnudeln, genau genommen. Und ja, eigentlich ist das mit den Nudeln eine Wissenschaft. Es gibt die Reisnudeln in den verschiedensten Stärken und Ausformungen, jede Form hat ihre Bestimmung. Kim Thúy* erzählt, dass eine Suppe mit flachen Nudeln gegessen wird, eine andere aber unbedingt mit runden, dicken Nudeln. Irrt man sich beim Kochen bei der Form der Nudeln, erntet man uncharmante Kommentare.

So. Jetzt steht aber in der Rezeptanleitung für die Nudelschalen nur “gekochte Reisnudeln” und ein Foto gibt es nicht. Ich hoffe also, die flachen, 5 mm breiten Nudeln, die ich verwendet habe, finden Gnade ;-).  Uns hat das jedenfalls so geschmeckt.

Garnierte Nudelschalen sind eine üppige Sache – nicht, was die Kalorien angeht, aber es gibt ein paar Komponenten. Das meiste davon läßt sich aber sehr gut vorbereiten, verschiedene Saucen und eingelegtes Gemüse kann man gut im Vorrat haben und Kräuter sind rasch geschnitten. Dann noch ein Topping, und hui, Essen ist fertig.

Super finde ich übrigens den Tipp zum Garen der Reisnudeln. Die Packungsanleitung befiehlt meist Einweichen, dann entweder Kochen oder Braten. Nun, das geht einfacher: Nudeln in einen Topf mit kaltem Wasser bedecken, alles zum Kochen bringen, Hitze ausschalten und Nudeln ziehen lassen, bis sie gar sind.  Perfekt!

Garnierte Nudelschale mit Zitronengras-Schweinefleisch-Topping

Reisnudeln mit Kräutern, Gemüse und zitronigem Schweinefleisch

Gericht Hauptgericht
Länder & Regionen Vietnam
Keyword Reisnudeln
Portionen 2 Portionen

Zutaten

Schweinefleisch:

  • 250 g Schweinbrust
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 EL Fischsauce
  • 2 TL Zitronengras sehr fein gehackt
  • Pfeffer
  • Öl zum Braten
  • 1/2 Zwiebel

Nudelschalen:

  • 500 g gegarte Reisnudeln (ca. 250 g ungegart)
  • 2 Handvoll Kräuter wie Thai-Basilikum, Shiso, Koriandergrün und Minze in Streifen geschnitten
  • 1 Stück Gurke in Stifte geschnitten
  • 125 g vietnamesisch eingelegte Karotten Rezept siehe unten
  • verdünnte Fischsauce Rezept siehe unten
  • Frühlingszwiebelsauce Rezept siehe unten

Vietnamesisch eingelegte Karotten:

  • 250 g Karotten
  • 1/2 TL Salz
  • 30 ml Reisessig
  • 1 EL Zucker

Verdünnte Fischsauce:

  • 60 g Zucker
  • 125 ml Wasser
  • 60 ml Fischsauce
  • 60 ml Limettensaft

Frühlingszwiebelsauce:

  • 125 ml neutrales Öl
  • 7 Frühlingszwiebeln

Anleitung

  1. Fangen wir mit den Basics an. Für die eingelegten Karotten die Karotten schälen und in feine Stifte schneiden. In einer Schüssel mit dem Salz vermischen und 15 min ziehen lassen. Dann gründlich abtropfen lassen. Reisessig und Zucker in einem Schraubglas verquirlen, die Karotten zugeben, Deckel zuschrauben und alles gut schütteln. Mindestens 30 min ruhen lassen, dabei immer wieder mal schütteln. 

  2. Für die Frühlingszwiebelsauce die Frühlingszwiebeln schälen und in Ringe schneiden. Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Frühlingszwiebeln zugeben, kurz anschwitzen, dann von der Hitze nehmen und 10 min stehen lassen. Hin und wieder umrühren.  Die Sauce hält sich im Kühlschrank einen Monat. 

  3. Für die verdünnte Fischsauce alle Zutaten in einer Schale verquirlen, bis der Zucker sich aufgelöst hat. 
  4. Jetzt zum Fleisch: das Fleisch in feine Streifen schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Fleisch mit Knoblauch, Fischsauce und gehacktem Zitronengras in einer Schüssel vermischen und mindestens 5 min durchziehen lassen. 

  5. Die Zwiebel schälen und in Ringe schneiden. 

  6. Öl in einem Wok stark erhitzen, Fleisch samt Marinade und Zwiebeln hineingeben, drei Minuten unter Rühren garen, bis die Zwiebeln weich sind und das Fleisch gegart sind. 

  7. Zum Servieren die Nudeln garen.  Die Kräuter in Streifen schneiden. Die Gurke in Stifte schneiden.

  8. Die Nudeln auf zwei Schalen verteilen. Mit Kräutern, eingelegten Karotten, Gurkenstiften und Schweinefleisch belegen. Etwas verdünnte Fischsauce darüber gießen, mit etwas Frühlingszwiebelsauce garnieren und gleich servieren. 

Bò lá lôt – Gefüllte Betelblätter

Das ist ein typisches Streetfood aus Vietnam. Klassischerweise werden die Röllchen über Holzkohle gegrillt. Kim Thúy stellt in ihrem Buch eine Version vor, bei der die Päckchen in der Grillpfanne oder im Ofen gegart werden.

Betel wird auch Betelpfeffer genannt – und damit ist schon viel über den Geschmack gesagt. Betel wirkt stimulierend und keimtötend; wir verwenden die Blätter hier aber wegen des Geschmacks. Der pfeffrige, leicht säuerliche Geschmack geht nämlich beim Garen in die Fleischfüllung über, das ist einfach toll.

Betelblätter gibt es in der Kräuterabteilung des Asiashops, bei “meinem” laden sind sie mit “Lolot” beschriftet. Das Wickeln ist ein wenig Arbeit – aber das Ergebnis ist den Aufwand wert.

Zu den Röllchen gibt verdünnte Fischsauce zum Dippen – das ist ein Dressing mit Suchtpotential. Es besteht aus Fischsauce, Limettensaft, Wasser und Zucker – ich könnte es trinken; es ist so toll ausbalanciert.

Bò lá lôt - Gefüllte Betelblätter

Betelpfeffer mit Hckfleischfüllung

Gericht Imbiss
Länder & Regionen Vietnam
Keyword Streetfood
Portionen 30 Röllchen

Zutaten

  • 500 g Rinderhack
  • 250 g Schweinehack
  • 125 g Erdnüsse keine gesalzenen
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 3 EL Zitronengras sehr fein gehackt
  • Salz
  • 60 ml Sojasauce
  • 3 EL Rum
  • ca. 30 große Betelblätter

Für die verdünnte Fischsauce:

  • 60 g Zucker
  • 60 ml Fschsauce
  • 60 ml Limettensaft
  • 125 ml Wasser

Anleitung

  1. Für die Füllung Erdnüsse grob hacken. Knoblauch schälen und fein hacken. 

  2. Fleischsorten, Erdnüsse, Knoblauch und Zitronengras in einer Schüssel vermengen. Etwas salzen, dann mit Rum und Sojasauce übergießen. Gut durchmischen, die Schüssel abdecken und die Füllung 30 min im Kühlschrank durchziehen lassen. 

  3. Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. 

  4. Zum Füllen je etwas Fleischfüllung auf ein Betelblatt geben, das Blatt einrollen und dann zum Verschließen den Stiel durch das Blatt stechen.

  5. Die Röllchen auf das Blech legen und im heißen Ofen 30 min backen, 

  6. Inzwischen für den Dipp alle Zutaten in eine Schale geben und verrühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat.

  7. Röllchen noch heiß mit dem Dipp servieren. 

Pasta mit ‘Nduja-Tomatensauce

‘Nduja ist eine (sehr) würzige Streichwurst aus Kalabrien. Sie wird geräuchert und muss dann noch reifen. ‘Nduja wird kalt als Brotaufstrich verwendet oder zum Verfeinern von Pastasaucen. Es  gibt sie nicht an jeder Ecke; man muss ein wenig suchen. Oder man macht sie selbst – Petra präsentiert dafür in “Zart und Saftig“* ein schnelles Rezept.

Man braucht gar nicht so viel dafür – geräucherten Schweinebauch, Chilis und Paprikapulver. Und einen Fleischwolf, ohne bekommt man die Konsistenz nicht hin. Wenn die Wurst fertig ist, kann hält sie sich im Kühlschrank zwei bis drei Tage. Sie peppt nicht nur Saucen auf Tomatenbasis auf, sondern gibt auch einem Gulasch oder einem Chili ein paar Umdrehungen extra.

Kleiner Warnhinweis: ‘Nduja ist nicht nur ein bisschen scharf…

Tomatensauce mit 'Nduja

Würzige kalabrische Streichwurst selbst gemacht und die Sauce dazu

Gericht Pasta, Wurst
Länder & Regionen Italien
Portionen 4 Portionen

Zutaten

'Nduja

  • 150 g geräucherter Schweinebauch
  • 100 g frische rote Chilischoten
  • 1 EL scharfes Paprikapulver

Sauce und Pasta:

  • 1 Schalotte
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 2 EL Olivenöl
  • 3 EL 'Nduja
  • 1 Dose Kirschtomaten
  • 1 Handvoll Basilikum
  • Salz
  • Pasta nach Geschmack

Anleitung

  1. Für die Wurst die Schwarte vom Schweinebauch schneiden und den Speck grob würfeln. Die Chilis aufschneiden, entkernen und grob zerkleinern.

  2. Speck, Chilis und Paprikapulver dreimal gemeinsam zusammen durch den Fleischwolf drehen. Schon fertig :-).

  3. Für die Pastasauce Schalotte und Knoblauch schälen und fein hacken. 

  4. Olivenöl in einem Topf erhitzen, Schalotte und Knoblauch glasig anbraten, 3 EL 'Nduja zugeben und kurz mitbraten. Tomaten zugeben und alles 15 min köcheln lassen, dann mit Salz abschmecken. 

  5. Basilikum zupfen, waschen, in Streifen schneiden und unmittelbar vor dem Servieren in die Sauce geben.

  6. Sauce mit Pasta nach Wahl servieren; wer mag, gibt noch Parmesan dazu.

Hühnchen mit Chorizo aus dem Dampf

Das ist unser vorläufiges Lieblingsgericht aus “Alles aus dem Dampf“*. Wir sprechen von gedämpfter Hühnerbrust – das könnte ja auch fade sein. Die Hühnerbrust wird aber vor dem Garen mit Chorizo und süßer Chilisauce mariniert, und das hat durchaus einen Effekt – die Chorizo gibt gut Aroma ab, und ja, auch Fett. Ist ja ein Geschmacksträger.

Das ist ein schönes Hauptgericht für zwei, das mit minimalem Zeitaufwand auf dem Tisch steht. Die Hühnerbrust wird in Streifen geschnitten und zusammen mit der Chorizo mariniert, das kann man gut im voraus erledigen. Wenn es ans Kochen geht, schneidet man nur noch Karotte und Frühlingszwiebel und dämpft alles 10 Minuten. Würzen, und dann nichts wie an den Tisch.

Huhn mit Chorizo aus dem Dampf

Schnell und würzig aus dem Dampf

Gericht Hauptgang
Keyword Chorizo
Portionen 2 Portionen

Zutaten

  • 250 g Hühnerbrust
  • 60 g Chorizo
  • 2 EL süße Chilisauce
  • 1 Karotte
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 EL Honig
  • 3 EL Sojasauce
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Anleitung

  1. Hühnerbrust in dünne Scheiben schneiden, ebenso die Chorizo. In eine Schüssel geben, gründlich mit der Chilisauce vermischen und zugedeckt mindestens eine Stunde marinieren lassen.

  2. Karotte schälen und in Scheiben schneiden. Frühlingszwiebel putzen und ebenfalls in Scheiben schneiden. 

  3. Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und einen passenden Dämpfeinsatz mit Backpapier auskleiden. Fleisch und Chorizo zusammen mit der Marinade zugeben, dann das Gemüse. 

  4. Einen dicht schließenden Deckel auflegen und alles 10 bis 12 min dämpfen, bis das Fleisch gar ist. 

  5. Alles mitsamt dem entstandenen Sud in eine Schüssel geben, Sojasauce und Honig zufügen, gut durchmischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und gleich servieren. 

Linsen-Fesenjan

Noch so ein Gericht aus der Kategorie “Schmeckt besser als es aussieht”. Aber gut, wir sprechen ja von Fesenjan. Fesenjan  ist ein Gericht, das aus Persien stammt. Es ist im Wesentlichen ein Eintopf, bei dem die Zutaten mit Granatapfelmelasse und gemahlenen Walnüssen gegart werden. Kein Wunder, dass Braun die vorherrschende Farbe ist ;-).

Wie auch immer, ich liebe Fesenjan. Die Kombination vom Walnuss und Granatapfel ist einfach unschlagbar. Hier findet Ihr die Standard-Variante mit Hühnchen; und da gibt es auch gleich noch das Rezept für den phänomenalen persischen Reis mit der Knusperkruste; der passt nämlich wunderbar dazu. Dieses Rezept hier kommt ohne Fleisch aus – und man vermisst es kein bisschen, das Linsenragout macht richtig Spaß.

Gefunden habe ich das Rezept bei minimalist baker. Da ist es vegan – ich konnte mich aber nicht überwinden, Ahornsirup an ein persisches Gericht zu geben und habe statt dessen lieber Honig verwendet.

Ach, und noch ein Hinweis … das wäre ja ein Gericht für Neujahrsnacht, oder was meint Ihr? Da gibt es ja diesen Volksglauben, der zumindest in Italien besagt, dass man um so mehr Geld im Beutel hat, je mehr Linsen man futtert. Also los;-).

Mit diesem Beitrag entlasse ich Euch in die Weihnachtszeit. Hier wird es etwas ruhiger werden in der nächsten Zeit; ich freue mich auf eine ruhige Zeit mit der Familie. Euch wünsche ich glückliche, entspannte Weihnachten. Macht es Euch schön!

Linsen-Fesenjan

Linsen in Walnuss-Granatapfelsauce

Gericht Hauptgericht, vegetarisch
Länder & Regionen Persien
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 120 g Walnüsse
  • 60 ml Granatapfelmelasse
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 600 ml Gemüsebrühe
  • 190 g braune Linsen
  • 15 ml Honig
  • 1/2 TL gemahlene Kurkuma
  • 1/2 TL Zimtpulver
  • Granatapfelkerne und gehackte Petersilie zum Servieren
  • gegarter Reis zum Servieren

Anleitung

  1. Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen und die Walnüsse darauf verteilen. Im heißen Ofen ca. 10 min rösten, dann beiseite stellen und abkühlen lassen. Abgekühlte Nüsse im Mixer fein mahlen.

  2. Zwiebel schälen und fein hacken. Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel zugeben, eine Prise Salz darüber streuen und Zwiebel in ca. 4 min glasig braten. 

  3. Gemüsebrühe angießen und alles zum Kochen bringen. Linsen in ein feinmaschiges Sieb geben, abbrausen und abtropfen lassen.

  4. Linsen in den Topf geben und alles ohne Deckel 20 min köcheln lassen. 

  5. Wenn die Linsen weich sind, gemahlene Walnüsse und Granatapfelmelasse zugeben, ebenso Honig, Kurkuma und Zimt. Gut durchrühren und weitere 10 min köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und weiterer Granatapfelmelasse abschmecken.

  6. Zum Servieren mit Granatapfelkernen und Petersilie bestreuen und gegarten Reis dazu servieren. 

Hähnchentopf mit Graupen

Langsam wird es frisch draußen, da kommt ein wärmender Eintopf gerade recht, oder? Das ist ein typisches Nigella-Lawson-Rezept*: es ist sehr einfach holt in der Einfachheit aus den Zutaten das Beste heraus. Oder anders gesagt – es ist mehr als die Summe seiner Teile. Es wird tatsächlich alles nur ohne Anbraten in einem Topf gegart und bei all der Einfachheit bekommt man ein aromatisches, molliges Gericht. Nigella Lawson meint, der Eintopf ist so eine Mischung aus Schmorgericht und suppig geratenem Risotto; einfach und wohltuend. Ein Essen, so sagt sie, das im Instagram-Zeitalter gerne mal auf der Strecke bleibt, weil es nicht spektakulär aussieht – aber was soll’s; das ist einfach Comfort Food, und jetzt ist die Saison dafür. Im Gericht werden gehäutete Hähnchenschenkel verwendet. Und nach dem Garen wird das Fleisch von den Knochen gezupft. Nichts davon ist verschwendet: die Haut kann man knusprig braten und entweder so knuspern oder über einen Salat streuen und die Knochen hebe ich auf, um daraus Brühe zu kochen. Und noch etwas – im Gericht wird Senf verwendet; da könnt Ihr einfach den nehmen, den Ihr am liebsten mögt.

Hähnchentopf mit Graupen

Comfort Food aus einem Topf - einfach und wohltuend

Portionen 6 Portionen

Zutaten

  • 300 g Lauch geputzt gewogen
  • 500 g Karotten
  • 175 g Perlgraupen
  • 1 kg Hähnchenschenkel
  • 1,5 l Hühnerbrühe heiß
  • 4 TL Senf
  • 1/2 Bund glatte Petersilie
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Anleitung

  1. Die Hähnchenschenkel häuten. Den Lauch in ca. 3 cm dicke Scheiben schneiden. Die Karotten schälen und in dicke Stifte schneiden.

  2. Karotten zusammen mit Graupen und Hähnchenschenkel in eine großen Topf geben. 

  3. Die heiße Brühe in einen Messbecher geben und mit dem Senf verquirlen; dann alles auf den Topfinhalt gießen. Zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und alles mit halb aufgelegtem Deckel 60 min köcheln lassen. Hin und wieder umrühren. 

  4. Nach einer Stunde sollten Gemüse, Graupen und Fleisch  weich sein. Alles vom Herd nehmen und ohne Deckel noch 10 min durchziehen lassen. 

  5. Petersilie zupfen und hacken. 

  6. Das Fleisch mit zwei Gabeln von den Knochen zupfen. Etwas Petersilie an das Gericht geben und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

  7. In Tellern anrichten und weitere Petersilie zum Bestreuen dazu reichen.

Hähnchentopf mit Graupen

Comfort Food aus einem Topf – einfach und wohltuend

Portionen 6 Portionen

Zutaten

  • 300 g Lauch geputzt gewogen
  • 500 g Karotten
  • 175 g Perlgraupen
  • 1 kg Hähnchenschenkel
  • 1,5 l Hühnerbrühe heiß
  • 4 TL Senf
  • 1/2 Bund glatte Petersilie
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Anleitung

  1. Die Hähnchenschenkel häuten. Den Lauch in ca. 3 cm dicke Scheiben schneiden. Die Karotten schälen und in dicke Stifte schneiden.

  2. Karotten zusammen mit Graupen und Hähnchenschenkel in eine großen Topf geben. 

  3. Die heiße Brühe in einen Messbecher geben und mit dem Senf verquirlen; dann alles auf den Topfinhalt gießen. Zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und alles mit halb aufgelegtem Deckel 60 min köcheln lassen. Hin und wieder umrühren. 

  4. Nach einer Stunde sollten Gemüse, Graupen und Fleisch  weich sein. Alles vom Herd nehmen und ohne Deckel noch 10 min durchziehen lassen. 

  5. Petersilie zupfen und hacken. 

  6. Das Fleisch mit zwei Gabeln von den Knochen zupfen. Etwas Petersilie an das Gericht geben und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

  7. In Tellern anrichten und weitere Petersilie zum Bestreuen dazu reichen.

Lebensverändernde Cracker

Hui, das ist doch mal ein Titel für einen Blogpost ;-). Aber er ist nicht grundlos: es ist ja schon ein paar Jahre her, dass Sarah Brittons “life-changing loaf of bread”  begann, im Internet die Runde zu machen. Irgendwann kam auch ich nicht mehr drumherum und musste das Rezept probieren. Hm…geschmeckt hat mir das Ganze schon, ich empfand es auch als eine nette Beigabe zu einer Suppe oder einem Salat, nur in die Schublade “Brot”, in die wollte ich es nicht so recht sortieren. Eher in “Knabberkram”, denn das Ganze ist ja recht dicht und mit seinen vielen Saaten und Nüssen auch ganz schön üppig.

Klar, dass es mir wie Schuppen von den Augen fiel, als ich im derzeitigen Lieblingsbackbuch* von “life-changing crackers” las – genau, das ist es. Die Masse ist ideal, um daraus Knabberkram herzustellen.

Das Prinzip ist ja ebenso einfach wie genial: verschiedene Saaten und Nüsse werden vermischt, dazu kommen Wasser, etwas Fett und als bindende Zutat Flohsamenschalen. Flohsamen, das klingt erst mal komisch, aber das Ganze ist eine geniale Zutat. Sie enthalten sehr viele Ballaststoffe und bringen den Darm dadurch richtig toll auf Trab. Sie enthalten außerdem Schleimstoffe, ähnlich wie  Leinsaat oder Chia, aber in größerer Menge. Und genau diese Stoffe sorgen dafür, dass der Teig im Rezept überhaupt zusammenhält. Das bedeutet auch – Ihr könnt die Zutaten in den Crackern gut austauschen, also andere Nüsse oder Saaten nehmen. Aber die Flohsamen sind ein Muss, sonst gibt es Brösel statt Crackern.

Im Original werden Chia-Samen verwendet; ich hatte statt dessen Basilikumsamen. An der Würzung habe ich etwas gedreht – original sind Salz, Seetangflocken und ein wenig Honig; ich habe statt dessen Kräutersalz und Sojasauce verwendet.

Die Cracker sind sehr knusprig, sie sind super zum einfach so Wegknabbern, aber auch gegen einen (oder mehrere)  Dipp dazu ist absolut nichts zu sagen;-)


  • 70 g Sonnenblumenkerne
  • 45 g Leinsamen
  • 35 g Cashews
  • 10 g Basilikumsamen
  • 25 g Flohsamenschalen, gemahlen
  • 150 g Wasser
  • 30 g Kokosöl, geschmolzen
  • 1 TL Kräutersalz
  • 1 TL Sojasauce
Ofen auf 160°C Umluft vorheizen. Zwei Bleche mit Backpapier auslegen.

Im Zerkleinerer der Küchenmaschine alle trockenen Zutaten hacken, bis das Ganze die Textur von grobem Sand hat. Wasser, Kokosöl und Sojasauce zugeben und weitermixen, bis die Mischung zusammenkommt und es keine trockenen Stellen mehr darin gibt.

Auf der Arbeitsfläche noch etwas weiterkneten, bis der Teig zusammenhält, dann auf der Arbeitsfläche ca. 15 min ruhen lassen; in dieser Zeit quellen die Flohsamen auf und die Masse lässt sich dann besser bearbeiten.
Den Teig ca. 2mm dünn ausrollen; das braucht etwas Geduld und Fingerspitzengefühl, aber es geht. Mit einem Ausstecher von 5 cm Durchmesser Kekse ausstechen und diese auf die vorbereiteten Bleche legen. Übrigen Teig kann man immer wieder zusammenkneten und neu ausrollen.
Die Kekse für 30 min im heißen Ofen backen, dann die Bleche herumrotieren und die Cracker weitere 15 min backen.
Abkühlen lassen, dann in luftdichte Dosen packen. So halten die Cracker sich ca. 2 Wochen.

Lammragout mit Möhren

Ja, ich weiß, es sieht unspektatulär aus. Ist es aber nicht. Es ist eines der Knallerrezepte aus “6 Jahreszeiten“*. Es ist ein relativ simples Ragout aus Lammhack und Karotten, gewürzt mit Knoblauch, Thymian, Chiliflocken und einer netten Portion Hartkäse.

Das alles verschmilzt zu einem unglaublich harmonischen Gericht – wir waren alle total begeistert und haben gegessen, als gäbe es kein Morgen :-).

Im Original kommt statt normalem Knoblauch grüner Knoblauch an das Ragout. Dieser sieht aus wie  eine eine etwas pummelig geratene Frühlingszwiebel; es ist das Wachstumsstadium, in dem die Knolle noch keine Zehen gebildet hat. Ich habe keinen bekommen und daher einfach weniger Knoblauchzehen genommen.


4 Portionen plus willkommene Reste:

  • 4 Zehen Knoblauch (oder 170 g grüner Knoblauch)
  • 500 g Karotten
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 125 ml trockener Weißwein
  • 125 ml Wasser
  • 1 kg Lammhack
  • 1 Zweig Thymian
  • 2 EL Butter
  • 50 g Parmesan
  • 50 g Pecorino
  • kurze Pasta nach Wunsch
Knoblauch schälen und fein würfeln; grünen Knoblauch in 0,5 cm kleine Stücke schneiden. Karotten putzen, schälen und in ca. 0,5 cm große Würfel schneiden. Käse reiben.

Öl in einem Schmortopf erhitzen, Karotten und Knoblauch zugeben, alles großzügig salzen und pfeffern und sobald das Gemüse zu brutzeln beginnt, die Hitze auf mittlere Stufe stellen. 10 min garen, das Gemüse soll dabei nicht bräunen. Hack zugeben und unter Rühren braten, bis die rosarote Färbung verschwunden ist. Auch das Fleisch soll weder braun noch knusprig werden.

Wein, Wasser, Chiliflocken und Thymian zufügen, salzen, einen Deckel auflegen und alles ca. 45 min leise köcheln lassen. Wenn alles zu trocken ist, noch etwas Wasser angießen.

Butter und beide Käsesorten einrühren und Salz und Pfeffer abschmecken.

Pasta in reichlich Salzwasser nach Packungsanleitung al dente kochen. Beim Abgießen 125 ml des Kochwassers zurückbehalten.
Pasta zusammen mit dem aufbewahrten Kochwasser zum Ragout gegen und alles noch ein bis zwei Minuten köcheln lassen, bis die Pasta das Aroma der Sauce aufgenommen hat.
Zum Servieren auf flache Schalen verteilen, mit etwas Olivenöl beträufeln und mit mehr Käse auf den Tisch bringen.