Halwa-Trüffel

halawa-trüffel

Nun ist ja bald so weit…..fast ist schon Weihnachten. Habt Ihr alles, was Ihr braucht? Ich hätte noch rasch einen kleinen Vorschlag, sollte es Euch noch an Geschenken fehlen. Diese Trüffel hier eignen sich nämlich wunderbar als kleine Aufmerksamkeit oder als Mitbringsel zum Weihnachtskaffee. Aber natürlich kann an sie auch selbst essen…..immerhin sind die kleinen Kugeln allerbeste Nervennahrung.

Hauptbestandteil der Trüffel ist Halwa. Halwa bekommt Ihr problemlos beim türkischen Lebensmittelhändler und in gut sortierten Supermärkten. Halwa ist verbreitet im gesamten Orient, aber auch in Osteuropa. Basis ist ein Püree von Ölsamen, meist Sesam,  und Zucker oder Honig. Verfeinert wird die Nascherei mit Vanille, Nüssen oder auch Kakao.

Halva allein ist schon eine Leckerei – und diese Trüffel setzen noch eins drauf. Sie sind rasch hergestellt; die Halva wird mit Sesammus (Tahin) zu einer homogenen Masse verarbeitet, zu Kugeln gerollt und dann in verschiedenen Aromazutaten gewälzt. Das schafft man selbst dann noch, wenn man schon im Weihnachtsstress ist 🙂

Mit diesem Rezept verabschiede ich mich in die Weihnachtsferien. Hier wird es zwischen den Jahren ein wenig ruhiger. Ich wünsche Euch allen ein schönes, geruhsames Weihnachtsfest. Möge es so werden, wie Ihr es Euch wünscht.

Und nun zu den Trüffeln. Das Rezept ergibt ungefähr 25 Stück. Das Rezept ist aus dem Buch “Rosenwasser & Granatapfelkerne“*. Eine Rezension werdet Ihr nächstes Jahr bei mir finden 🙂

  • 200 gr. Halwa
  • 40 gr. Tahin (Sesammus)
  • 50 gr. Sesamsamen
  • 50 gr. Kakaopulver
  • 50 gr. Pistazienkerne

Halwa in eine Schüssel bröckeln. Das Tahin dazu geben und alles mit einer Gabel zu einer homogenen Masse verarbeiten. Aus der Masse mit den Händen etwa haselnussgroße Kugeln formen. Das geht am besten, wenn man etwas Masse erst zusammendrückt und dann zwischen den Handflächen vorsichtig zu einer Kugel rollt.

Die Kugeln auf einen Teller legen und für 30 min zum Festwerden in den Kühlschrank stellen.

Inzwischen die Pistazienkerne fein hacken. Sie müssen wirklich ganz fein gehackt sein, sonst bleiben sie nachher nicht an den Kügelchen haften.

Fein gehackte Pistazie, Sesamsamen und Kakao jeweils in kleine separate Schälchen geben. Ein Drittel der Trüffel in den gehackten Pistaziensamen wälzen, das nächste Drittel in den Sesamsamen und den Rest im Kakao. Gründlich arbeiten, die Trüffel sollen rundherum bedeckt sein.

Die fertigen Trüffel im Kühlschrank aufbewahren.

Dreierlei von der Erbse

erbse hoch drei

Ich hatte ja erwähnt, dass es in Maria Elias Buch “Meine neue vegetarische Küche“* ein paar Kapitel gibt, in denen sie aus einer Grundzutat verschiedene Variationen auf den Tisch stellt. Und weil ich Erbsen hier immer auf den Tisch bringen kann, habe ich mir aus dem Erbsenvariationen drei herausgepickt. Neben den hier vorgestellten Gerichten gibt es da noch eine  Erbsenbrühe aus frischen Erbsenhülsen und eine Erbsensuppe mit Basilikum und Minze.

Die Variationen mit ihren verschiedenen Konsistenzen und Aromen haben mir gut gefallen. Es macht Spaß, zu sehen, wie vielfältig so ein einfaches, allgegenwärtiges Grundprodukt wie unsere Erbse sein kann. Die Erbsencreme ist mit Minze gewürzt; sie wird im Wasserbad gegart. Beim Gelee, das mit Agar-Agar hergestellt wird, bestimmt Estragon die Richtung. Und die Crostini werden mit Feta, Zitrone und Dill aufgehübscht.

Ich habe Tiefkühlerbsen verwendet; ich finde, sie sind eine akzeptable Lösung, wenn es keine frischen Erbsen gibt. Tiefkühlerbsen werden so schnell gar, dass ich sie vor der Verwendung nicht auftaue.

Alle Rezepte sind für 4 Personen. Aber man kann auch 8 Probier-Portionen daraus machen.

Für die Erbsencreme:

  • 350 gr. Erbsen
  • 1 Handvoll frische Minzeblätter
  • 3 Eier
  • 150 gr. Crème double
  • 1 TL Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Öl für die Förmchen

Salzwasser in einem Topf zum Kochen bringen. Die Erbsen darin ca. 8 min weich kochen; dabei in den letzten 30 sek. die Minzeblätter zugeben. Alles abgießen und mit kaltem Wasser abspülen, damit die grüne Farbe erhalten bleibt.

Erbsen und Minze im Mixer zusammen mit Eiern, Crème double und Zitronensaft pürieren. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Wasser  zum Kochen bringen. Den Backofen auf 180°C vorheizen.  4 kleine Förmchen mit Öl auspinseln. Eine Auflaufform, in der die Förmchen Platz haben, mit einem Geschirrtuch auslegen. Die Förmchen darauf stellen, dann so viel Wasser angießen, dass es bis zur halben Höhe der Förmchen geht. Creme im hießen ca. 25-30 min garen, dann herausnehmen und abkühlen lassen. Abgekühlte Creme aus den Förmchen lösen und in Würfel schneiden.

Für das Gelee:

  • 150 ml Wasser
  • etwas Salz
  • 125 gr. Erbsen
  • 15 gr. Butter
  • 1 Schalotte
  • 2 El gehackte Estragonblättchen
  • 20 gr. Sahne
  • 1,5 gr. Agar-Agar
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Wasser zum Kochen bringen, salzen und die Erbsen darin weich kochen. Erbsen abgießen, Kochsud aufheben.

Schalotte schälen und fein hacken. Butter in einer kleinen Pfanne erhitzen, Schalotte darin glasig dünsten. Erbsen, Estragon und Sahne zugeben und alles 4 min köcheln lassen. Den Erbsen-Kochsud wieder auf 150 ml auffüllen. Sud erhitzen, Agar-Agar einrühren und alles 2 min köcheln lassen, dann zu den Erbsen geben. Die Masse pürieren, anschließend durch ein Sieb streichen.

In einen flachen Behälter gießen, abkühlen lassen, dann in den Kühlschrank stellen, bis alles geliert ist. Das dauert ca. 1 Stunde. Das Gelee in Würfel schneiden.

Für die Crostini:

  • 1 Zehe Knoblauch
  • 2 EL Dill, frisch gehackt
  • Salz, Pfeffer
  • 150 gr. Erbsen
  • 5 EL Olivenöl
  • 100 gr. Feta
  • 25 gr. Parmesan
  • 2 EL Zitronensaft
  • 4 Scheiben Baguette, schräg aufgeschnitten

Die Erbsen in kochendem Salzwasser 4 min garen, dann abgießen und abtropfen lassen. Erbsen zusammen mit Knoblauch und Dill grob pürieren; es dürfen ruhig noch Stücke drin sein.

Feta zerbröseln, Parmesan reiben. Erben in einer Schüssel mit Feta, Parmesan, 1 EL Olivenöl und Zitronensaft vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Restliches Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Das Brot darin von beiden Seiten anrösten. Erbsenpüree auf dem Brot anrichten.

Erbsen Apfel Gazpacho mit Kreuzkümmel und Basilikum

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Als beispielhaftes Rezept für das schöne Gewürzbuch* von Tanja Grandits habe ich mich für diese kalte Suppe entschieden.

Die Suppe war das erste, was ich nachgekocht habe und sie hat mich gleich nachhaltig beeindruckt. Erbsen und Apfel passen wirklich ganz erstaunlich gut zusammen. Und die Sauerrahm-Mousse, die in die Suppe gegeben wird, ist einfach ein Gedicht. Schwer herzustellen ist das ganze auch nicht: die blanchierten Erbsen wandern zusammen mit Gemüsebrühe und Apfelsaft in den Mixer. Für die Mousse läßt man Basilikum in Sahne ziehen; das kann man auch schon am Vortag erledigen.

Die Suppe ist nicht nur sehr aromatisch, sondern auch herrlich erfrischend – grade recht für heiße Sommertage. Vorbereiten kann man sie auch – perfekt also für einen Sommerabend.

Nur eins: meine Apfelkugeln hatten Kanonenkugelgröße; das hat etwas gestört. Also, entweder Ihr habt einen ganz kleinen Kugelausstecher oder Ihr dekoriert die Suppe besser mit kleinen Apfelwürfelchen. Das ist vielleicht nicht ganz so schick, schmeckt aber besser.

Für 4 Personen:

Für die Sauerrahm-Basilikum-Mousse:

  • 1 Töpfchen Basilikum
  • 210 ml Schlagsahne
  • 100 gr. Sauerrahm
  • 1/2 Limette, der Saft
  • 1 Blatt Gelatine
  • Salz

Für die Suppe:

  • 800 gr. Erbsen (frisch oder TK)
  • 80 ml Olivenöl
  • Saft einer Zitrone
  • 15 gr. Koriandergrün, die Blättchen abgezupft
  • 500 ml Apfelsaft
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1/2 TL Fenchelsaat
  • 1/4 TL Anis
  • 2 Kapseln Kardamom

Für die Garnitur:

  • 1 saurer Apfel
  • 200 gr. Erbsen
  • 1 Prise ganzer Kreuzkümmel, gemörsert

Zuerst für die Mousse die Blätter vom Basilikum zupfen. Blätter in die Sahne geben und mindestens 30 min ziehen lassen – meine waren viel länger in der Sahne.

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Die Sahne mit dem Handrührgerät halbsteif schlagen. Einen Teil des Sauerrahms in einem kleinen Topf erhitzen. Den Limettensaft zugeben, dann die ausgedrückte Gelatine darin auflösen. Die Mischung zum anderen Teil des Sauerrahms geben, dann die angeschlagene Sahne unterziehen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, in einen Spritzbeutel füllen und beseite stellen.

Für die Suppe die Erbsen blanchieren. Mit allen anderen Zutaten in einen Mixer geben, aufmixen, dann durch ein Sieb streichen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und kühl stellen.

Für die Einlage aus dem Apfel kleine Kugeln ausstechen oder das Fruchtfleisch in Würfelchen schneiden. Die Erbsen in kochendem Salzwasser bissfest garen.

Zum Anrichten die Suppe in Schalen geben. Jeweils einige Erbsen und Apfelkugeln hineingeben. Sauerrahmmousse aufspritzen. Mit gemörsertem Kreuzkümmel bestreuen.