Gebratene Ente mit Cranberry-Hoisin-Sauce und Mandarin-Pfannkuchen

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Habt Ihr schon eine Idee, was Ihr an Weihnachten essen werdet? Ich hätte da nämlich einen Vorschlag. Ich hatte ja versprochen, dass ich Euch aus Jamie Olivers Weihnachtskochbuch* noch einen Braten vorstelle – und hier ist er nun.

Ok….nicht ganz klassisch. Es gibt Ente, denn wir essen gerne Ente, aber nicht oft. Weihnachten ist da eine schöne Gelegenheit. Diesmal gibt es eine Idee für das gesellige Essen, bei dem sich jeder seine Portion selbst zusammenbauen kann. Das Ganze erinnert ein wenig an die klassische Peking-Ente, ist aber sehr viel simpler. Es gibt das gebratene, gezupfte Fleisch zusammen mit Gemüsestiften und einer chinesisch gewürzten Cranberry-Sauce. Und die hauchzarten Mandarin-Pfannkuchen, in die jeder sich seine Portion einwickeln kann.

Klingt gut? Ist es auch. Die Ente ist schön gewürzt und kommt mit knuspriger Haut daher, und die Cranberry-Sauce ist klasse, und zwar nicht nur farblich. Und es macht Spaß, sich am Tisch alles selbst zusammenzubauen.

Mandarin-Pfannkuchen sind die hauchzarten Teigfladen, die zur Pekingente serviert werden. Jamie Oliver verwendet gekaufte; ich würde Euch zum Selbermachen raten. Es ist ganz einfach und macht richtig Spaß. Und an den Feiertagen habt Ihr doch ein bisschen Zeit, oder?

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Ich habe es schon erwähnt, Jamie Oliver ist ja Markenbotschafter für Tefal. Ich hatte also nicht nur das Glück, ihn persönlich kennenzulernen, sondern ich durfte mir auch eine Pfanne aus dem Jamie-Oliver-Sortiment aussuchen. Ich habe mich für die große Servierpfanne aus den Professional Series entschieden. Sie ist sehr breit und niedrig und hat einen Deckel aus Edelstahl, der problemlos auch in den Backofen kann. Ich habe Ente und Pfannkuchen damit zubereitet, das hat super funktioniert. Jetzt aber zum Rezept:

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Für 6 Personen:

Für Ente und Garnitur:

  • 1 Ente (ca. 2 kg,mit Innereien)
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL chinesisches Fünfgewürz-Pulver
  • Salz
  • 1 Bio-Clementine
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 4 kleinen Karotten
  • 1/2 Salatgurke
  • 1 rote Chilischote
  • je eine Handvoll Minze und Koriandergrün

Für die Sauce:

  • 2 Zehen Knoblauch
  • 5 cm frischer Ingwer
  • 200 g frische Cranberries (oder TK-Ware)
  • 1 TL chin. Fünfgewürz-Pulver
  • 2 EL Sojasauce
  • 2 EL Reisessig
  • 2 EL flüssiger Honig
  • 2 Clementinen

Für die Pfannkuchen:

  • 240 g Mehl (ich hatte Weizen 405)
  • 180 ml kochend heißes Wasser
  • Sesamöl zum Bepinseln

Zunächst zur Ente: Diese rechtzeitig Zimmertemperatur annehmen lassen. Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Zwiebel schälen, in Spalten schneiden und mit den Innereien und einem Schuss Wasser in den Bräter geben.

Die Ente mit Öl, Fünfgewürz und großzügig Salz einreiben. Clementine waschen, halbieren und in die Bauchhöhle stecken. Ente auf das Backofengitter setzen, den Bräter dann direkt unter die Ente stellen, damit Fett und Bratensaft hineintropfen können. Die Ente 2 h braten, bis sie durchgegart und knusprig ist.

Während die Ente gart, hat man viel Zeit für die Pfannkuchen: dafür das Mehl in eine Schüssel geben. Nach und nach das kochende Wasser angießen und mit einem Löffel einarbeiten. Dann mit den Händen zu glatten Teig verkneten. Schüssel abdecken und den Teig 20 min ruhen lassen.

Jetzt den Teig auf der Arbeitsfläche nochmal durchkneten. Ich habe dafür kein Mehl gebraucht, der Teig war kein bisschen klebrig. Wenn er klebt, die Arbeitsfläche leicht  mit Mehl bestäuben. Den Teig zu einer langen Rolle von ca. 4 cm Durchmesser formen und die Rolle in 12 gleich große Scheiben schneiden. Die Scheiben mit den Händen zu ca. 7 cm großen Kreisen drücken. Jetzt eine Seite jedes Kreises mit Sesamöl bepinseln. Je zwei Scheiben mit der geölten Seite aufeinanderlegen. Ihr bekommt also 6 Paare, bei denen die geölten Seiten zueinander zeigen.

Die Scheiben zu ca. 20 cm großen Kreisen ausrollen. Es ist wichtig, dass sie dünn ausgerollt werden, damit die Pfannkuchen hinterher nicht zäh werden.

Eine Pfanne auf den Herd stellen und erhitzen. Die Pfannkuchen nacheinander von beiden Seiten ausbacken. Sie werden leichte braune Flecken bekommen und sich spektaklär aufblähen. Die fertig gebratenen Pfannkuchen kurz abkühlen lassen, Dann auseinanderziehen. Ihr seht an den fertigen Pfannkuchen rundherum eine kleine Nahtstelle, da könnt Ihr sie auseinanderziehen. Es geht ganz leicht und macht richtig Spaß. Aber Vorsicht, es tritt heißer Dampf aus. Fertige Pfannkuchen auf einem Teller lagern, man kann sie später kurz unter Dampf erwärmen. Ich habe die Pfannkuchen schon früher vorbereitet, sie nehmen das gar nicht übel.

Die Garnitur kann man auch noch machen, während die Ente bruzzelt. Frühlingszwiebeln und Karotten putzen, dann in Stifte schneiden. Gurke schälen und in dünne Scheiben schneiden. Chili in Ringe schneiden, Kräuter zupfen.

Inzwischen ist dann die Ente fertig.  Diese herausnehmen und 30 min ruhen lassen; am besten auf einem Gitter, damit sie von allen Seiten knusprig bleibt.

Das Fett aus dem Bräter abgießen, am besten in ein Einmachglas. Nicht wegwerfen – in Entenfett kann man zum Beispiel super Bratkartoffeln machen.

Die Innereien aus dem Bräter nehmen, die Zwiebeln darin lassen. Bräter bei mittlerer Hitze auf den Herd stellen. Knoblauch und Ingwer schälen und grob hacken, dann in den Bräter geben. 1 TL Five-Spice zugeben, dann die Cranberries einrühren und dabei den Bratensatz losschaben. Alles 2 bis 3 min köcheln lassen, dann Honig, Sojasauce, dem Saft der Clementinen und Essig zugeben. Kurz aufkochen, dann mit Salz abschmecken und im Mixer glatt pürieren.

Das Fleisch der Ente mit 2 Gabeln von den Knochen lösen. Die Pfannkuchen über Dampf kurz erhitzen, damit sie wieder weich werden.

Und jetzt alles auf den Tisch stellen, damit jeder sich seine Pfannkuchen zusammenstellen kann!

Ihr sucht noch nach mehr Inspiration aus dem schönen Weihnachtskochbuch? Dann schaut mal bei Bianca vorbei, sie hat den Carbonara-Kuchen gemacht. Bei Lars gibt es einen tollen Hackbraten. Nicole serviert uns eine Blätterteigpastete. Bei Dorothée gibt es gegrillte Hähnchenspieße mit gelber Paprikasoße und schwarzem Quinoa. Einen tollen gebackenen Sellerie findet Ihr bei Petra und Anna-Kartoffeln bei Madeleine.  Und Tobi sorgt mit Buttertoffees für das süße Finale.

Blumenkohl in Brokkoli-Käsesauce

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Ich esse so gern Blumenkohl in Käsesauce. Ich glaube, es war das erste Gericht, das ich gelernt habe zu kochen als das losging mit der Kocherei. Ich freue mich auch immer, wenn ich eine Abwandlung entdecke. Und so kam es, dass mich diese Variante aus Jamie Olivers Weihnachtskochbuch* natürlich angesprungen hat.

Ich bin ja außerdem jemand, der sehr gern Gemüse isst. Ich schaue immer, dass ich noch ein Fitzelchen zusätzlich ins Essen schmuggeln kann. Klar, dass ich die Idee, Brokkoli in der  Käsesauce unterzubringen gut fand. Und dann bekommt alles noch eine Knusperkruste – so hat der Blumenkohl Potential zum Lieblingsgericht.

Mein Auflauf ist farblich etwas….interessant. Das kommt vom verwendeten Cheddar. Ihr könnt auch andere gut schmelzende Käsesorten verwenden. Und wem auch beim Gemüse der Sinn nach Abwechslung steht, der kann auch Lauch so überbacken, oder Knollensellerie, oder Kartoffeln. Dabei dann die abweichende Garzeit beachten.

blumenkohl

Für 4 Personen als Hauptgericht:

  • 2 Zehen Knoblauch
  • 50 g Butter
  • 50 g Mehl
  • 600 ml Milch
  • 500 g Brokkoli
  • 75 g guter Cheddar
  • 1 kg Blumenkohl
  • 2 Scheiben Weißbrot vom Vortag
  • 2 Zweige Thymian
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 25 g gehobelte Mandeln

Backofen auf 180°C Ober-und Unterhitze vorheizen.

Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden. Knoblauch und Butter in einen Topf geben; die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen. Das Mehl zugeben, alles unter Rühren ca. 1 Minute anrösten, dann unter dauerndem Rühren mit dem Schneebesen langsam die Milch angießen. Unter Rühren sanft köcheln lassen, bis die Sauce glatt ist und andickt. Denn Brokkoli grob zerkleinern, in die Sauce geben und alles 20 min köcheln lassen, dann mit dem Kartoffelstampfer alles zerkleinern. Die Hälfte des Käses dazureiben und die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Blumenkohlröschen vom Stiel schneiden; den Stiel in Scheiben schneiden. Alles in eine ofenfeste Form geben, die Sauce daraufgießen und den restlichen Käse darüber reiben.

Brot im Blitzhacker mit 1 EL  Olivenöl, dem Thymian, 1 Prise Salz und den Mandeln grob zerkleinern. Auflauf mit den Bröseln bestreuen und im heißen Ofen 50 bis 60 min überbacken.

 

Kochbuch: Weihnachtskochbuch * Jamie Oliver

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Ich mag die Bücher von Jamie Oliver. Da gibt es einen einfachen Grund. Wenn man abends in der Küche steht und sich überlegt, was man der Familie in den Rachen werfen könnte (Entschuldung, aber wer von Euch kennt das nicht?), dann gibt es da Ideen. Die funktionieren, sind nicht schwer umzusetzen und am Ende sitzen alle glücklich vor ihrem Teller. Das ist doch was, oder?

Also, jedenfalls war das bisher so. Inzwischen bin ich aber zum Fan mutiert. Und zwar, weil ich vor einiger Zeit das Glück hatte, Jamie persönlich zu treffen. Er war in München, um für seine neuen Bücher zu werben und ich war eingeladen. Wow! Ich war ziemlich neugierig. Und am Ende ziemlich erfreut. Jamie stellte sich als ein fröhlicher, humorvoller Mensch heraus, der sehr geerdet ist und liebt, was er tut. Noch ein paar Adjektive? Begeisterungsfähig, enthusiastisch, geduldig. Er hat sich für jede*n von uns Zeit genommen. Ich bin also beeindruckt. Und stolze Besitzerin zweier signierter Bücher.

Und: der Mann mag Weihnachten – sehr. Nicht nur, weil das früher der einzige Tag war, an dem man als Koch frei hatte. Die Idee für ein Weihnachtsbuch kam aber trotzdem vom Verlag. Jamies Anspruch an das Buch war hoch: es soll ja sein einziges Weihnachtsbuch sein, da kann man sich keinen Schnitzer erlauben. Schauen wir doch mal, wie der Anspruch umgesetzt wurde:

Die Optik stimmt schon mal. Das Format reiht sich nahtlos ein in die anderen Bücher von Jamie Oliver, das gibt einen gewissen Wiederkennungswert. Das Layout ist fröhlich, aber nicht zu bunt. Immer wieder stolpert man über kleine weihnachtliche Grafiken. Die klassischen Weihnachtsfarben rot und grün wurden abgewandelt – man trifft immer wieder auf rosa und hellgrün. Die Fotos von David Loftus sind genau was ich  mag – alles wunderbar in Szene gesetzt, aber nicht überdekoriert. Immer wieder eingestreut sind auch Familienfotos, und als besonderes Schmankerl, alte Fotos von Jamie. Das alles zusammen sorgt dafür, dass man in dem Buch auch blättern kann wie in einem Fotoalbum.

Und der Inhalt? Der Plan war ein Weihnachtsbuch, vorrangig natürlich mit klassischen Gerichten aus der britischen Küche, aber auch mit modernen Ideen und Gerichten aus anderen Länderküchen. Ich finde, das ist gut geglückt. In den Kapiteln Vorspeisen, Hauptereignis, vegetarische und vegane Gerichte, Kartoffelspeisen und Gemüse ist für jeden etwas dabei. Klasse finde ich, dass es ein ganzes Kapitel gibt, das sich mit den Verwerten von Resten befasst. Außerdem eines für Saucen, für Desserts und Süßes. Es gibt Geschenkideen aus der Küche, Drinks (nicht nur für den Notfall, wenn die Verwandtschaft doch zu nervig ist, sagt Jamie), Salatideen und Knabbereien.

Da gibt es tatsächlich für jeden etwas: große Braten, Weihnachtsgerichte für Vegetarier, klassische Weihnachtsgerichte, Curries – wenn ich jetzt anfange, alles aufzulisten, wird das zu viel. Aber ich habe noch einiges auf meiner Liste: die winterliche Bolognese mit Bratenresten zum Beispiel, die verschiedenen Variationen von Rosenkohl, die Bratensaucen, die Balsamico-Kartoffeln, die grünen Pasta-Knallbonbons (Jamie ist ein so großer Knallbonbons-Fan, er hat sie sogar in ein Rezept verwandelt 😉 ) – man ist auf jeden Fall über Weihnachten hinaus beschäftigt.

Die Rezepte sind von gewohnter Qualität – gut gegliedert, sie funktionieren einwandfrei. Bei jedem Rezept sind Portionsanzahl und Zubereitungszeit vermerkt, auch Nährwertangaben gibt es, immer wieder auch zusätzliche Tipps zu Vorbereitung, Aufbewahrung, Variationen und anderem. Am Ende des Buches gibt es ein Register, in dem man findet, was man sucht. Wenn man etwas unpraktisch finden möchte, dann wären es die großen Mengen bei den Hauptgängen, die Braten sind wirklich für die ganze Großfamilie gedacht, es werden zum Beispiel 5 kg Kotelettbraten oder 4 kg Schinkenbraten verarbeitet. Aber: am Ende des Buches gibt es ein Kapitel mit detaillierten Garzeittabellen, da kann man für kleinere Fleischstücke nachschlagen.

Ein paar Rezepte habe ich schon mal probiert; zwei der Rezepte stelle ich Euch in den nächsten Tagen vor – und den großen Weihnachtsbraten, den gibt es dann ein wenig später. Ich hatte nämlich sozusagen eine doppelte Einladung, Jamie zu treffen. Einerseits natürlich vom Verlag, aber andererseits auch von Tefal, deren Markenbotschafter Jamie Oliver ja ist. Da gibt es einen Topf, und den werde ich für ein Festessen nutzen….also dranbleiben 😉

blumenkohl

Blumenkohl mit Käsesauce ist hier ein gern gesehener Gast. Diese Version hier kommt mit einer extra Portion Gemüse daher: in der Käsesauce wird Brokkoli mitgegart. Das klingt erst mal gewöhnungsbedürftig, schmeckt aber toll. Ebenso wie die Brösel-Mandelkruste.

quesadillas

Die Quesadillas stammen aus der Snack-Abteilung. Mit den Tortillas habe ich etwas gekämpft. Und verloren. Die werden nämlich aus im Mixer gemahlenem Quinoa gemacht, sind also glutenfrei. Ich habe einen Teig hingekriegt….habe es aber nicht geschafft, daraus Tortillas zu backen; es gab immer nur Einzelteile. Ich habe habe mir beholfen und rasch Tortillas aus Mais-und Dinkelmehl fabriziert. Das hat sich gelohnt, denn die Füllung ist toll: fein geschnittener Rosenkohl, in der Pfanne karamellisiert, darauf dann Käse. Serviert wird alles mit Joghurt und Chilisauce.

honeycomb

Honeycomb – kennt Ihr das? Im Grunde ist es Karamell. Wenn der Karamell gekocht ist, wird jedoch etwas Backnatron eingerührt; die Masse schäumt dann auf. Wenn man sie dann vorsichtig auf ein Blech gießt, bekommt man luftiges Karamell. Das macht sich nicht nur als Geschenk gut, sondern ist auch eine erstklassige Knabberei.

erbsensuppe

Ich liebe ja Erbsen – gerade im Winter freue ich mich immer über die grünen Farbtupfer, die man ja gut als TK-Ware kaufen kann. Die Erbsensuppe mit Minze ist eher Mainstream, aber das dazu servierte überbackene Brot mit Blauschimmelkäse, Schinken und Apfel macht sie zu einem Schmankerl.

brathaehnchen

Man kann nie genügend Brathähnchen-Rezepte haben, oder? Im Buch befindet sich eines, das mit Würzbutter arbeitet; mit der wird das Hühnchen eingerieben. Es gibt vier Vorschläge für Würzbutter. Ich habe mich für die indische Variante entschieden. Das Hühnchen hat Spaß gemacht – saftiges Fleisch, knusprige Haut, indische Aromen. Ah, und eine schöne Sauce.

Fazit: wer schöne Ideen für Weihnachten sucht, der wird hier bestimmt fündig. In diesem hübsch aufgemachten Buch findet man gut funktionierende Rezepte für jede weihnachtliche Lebenslage und  – wer mag – auch für die restliche Zeit des Jahres.

Jaffa-Cakes

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Kennt Ihr Jaffa-Cakes? Das waren die Keks-Helden meiner Kindheit. Weicher Teig, bitter-süße Orangenmarmelade. Ich konnte nicht genug davon bekommen. Zwischenzeitlich sind die Kekse in Vergessenheit geraten…ganz abgesehen davon, dass ich das Keksregal beim Einkaufen ohnehin links liegen lasse.

Aber dann hatte ich mal Zeit und habe das zum Anlass genommen, meine Rezeptdatenbank mal auf Vordermann zu bringen. Ein ganzer Stapel herausgerissener Blätter aus Zeitschriften wartete darauf, endlich mal abgearbeitet zu werden. Und ganz unten im Stapel, da war ein Blatt aus einem steinalten Magazin von Jamie Oliver. Ich habe die Jaffa Cakes gesehen, und sofort war klar – die gibt es.

Was übrigens beim Abarbeiten nicht immer so war. Teilweise fand ich da Seiten, bei denen ich beim besten Willen nicht mehr wußte, welches Rezept mich da interessiert haben könnte….

Zwei Anmerkungen zum Rezept: Laut Jamie ist die Marmelade, die man für die Füllung verwendet, variabel. Tut was Ihr wollt…aber ich finde hier gehört Orangenmarmelade hinein. Und dann habe ich der Sache nicht ganz getraut. Ich hatte Angst, dass die Marmelade mir wegläuft, deshalb habe ich ihr mit etwas Gelatine unter die Arme gegriffen.

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Für 24 Küchlein:

  • 1 Ei
  • 50 g Zucker
  • 65 g Mehl (ich hatte Dinkel 630)
  • 1/4 TL Backpulver
  • Butter für die Förmchen
  • 250 g Orangenmarmelade
  • 100 g Bitterschokolade
  • Schalenabrieb von 1/2 Bio-Orange
  • 5 g Gelatine (1/2 Blatt)
  • 2 TL neutrales Öl

Den Ofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Mulden einer Muffin-Form ggf. buttern; ich habe die faule Variante gewählt und statt dessen Silikon-Muffinförmchen in die Mulden gelegt.

Ei und Zucker mit dem Handrührgerät schaumig schlagen, bis die Masse deutlich an Volumen gewinnt und cremig ist. Dann Mehl und Backpulver darüber sieben und einrühren.

Je einen EL Teig in jede Mulde der Muffinform geben. 10 min backen, dann herausnehmen und abkühlen lassen. Sobald die Böden abgekühlt sind, werden sie aus den Förmchen gelöst und horizontal halbiert, so dass man insgesamt 24 Teigböden hat.

Gelatine in kaltem Wasser einweichen.

Marmelade vorsichtig unter Rühren erhitzen, dann durch ein Sieb passieren, um eine glatte Masse zu erhalten. Die Gelatine ausdrücken und unter Rühren in der heißen Marmelade auflösen. Abkühlen lassen, dann auf jeden Kuchenboden mittig einen Klecks Marmelade setzen.

Die Schokolade mit dem Orangenabrieb, dem Öl und 1 EL Wasser über dem Wasserbad unter Rühren schmelzen. Etwas abkühlen lassen, damit sie dickflüssig wird. Dann jeweils etwas Schokolade auf die Marmelade geben, verstreichen und zum Festwerden abkühlen lassen. Meine Marmelade enthielt viel Schale; ich habe auf die noch feuchte Schokolade als Deko je noch einen Streifen Orangenschale gegeben.

Tomaten-Risotto mit Knoblauch-Basilikum-Sauce

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Dieser einfach gemachte, aromatische Risotto aus “Genial gesund“* hat hier allen gut gefallen. Es hat ein paar kleine Gimmicks, die es zu etwas Besonderem machen.

Da wäre zunächst mal das Topping mit Basilikum und Knoblauch. Tomate und Basilikum sind ja ein altes Ehepaar, und so ist es kein Wunder, dass sich die Sauce auf dem Risotto gut macht; das Aroma ist aber intensiver, als wenn man einfach Basilikum zugibt.

Und dann landen die Tomaten – wir sprechen von solchen aus der Dose – nicht unmittelbar im Risotto, sondern auf dem Umweg über die Brühe. Das funktioniert prächtig. Die Dosentomaten haben dann noch den Vorteil, dass man sich auch im Winter ein aromatisches Risotto auf den Tisch stellen und so die Sehnsucht nach Sommer ein wenig stillen kann.

So, und jetzt kommt noch etwas. Kein Parmesan. Keine Butter. Hüttenkäse statt dessen. Mag sein, dass das bei so machem Fragen aufwirft – aber fest steht: das schmeckt. Also los:

tomatenrisotto

Für 4 Personen:

  • 2 Zwiebeln
  • 2 Karotten
  • 2 Stangen Sellerie
  • etwas Olivenöl
  • 1,2 l Gemüsebrühe
  • 1 Dose Tomaten (400 g)
  • 1 Töpfchen Basilikum
  • 1 Zehe Knoblauch
  • natives Olivenöl extra
  • 300 g Risottoreis (ich hatte Arborio)
  • 1/2 frische Chilischote
  • 300 g körniger Frischkäse

Zwiebel und Karotten schälen, Sellerie putzen. Alles in feine Würfel schneiden und in einem Topf in 1 EL Olivenöl 10 min bei mäßiger Hitze anschwitzen, bis es weich ist.

Die Brühe in einem kleinen Topf zum Köcheln bringen. Basilikum zupfen. Die kleinen Blättchen für die Deko beiseite legen, am besten in kaltes Wasser. Die restlichen Blätter in den Mixer geben; die Stiele beiseite legen. Knoblauch schälen, grob zerkleinern, ebenfalls in den Mixer geben. Eine halbe Kelle heiße Brühe zugeben und alles zu einer glatten Sauce aufmixen. 2 EL natives Olivenöl zugeben und nochmals aufmixen. Mit Salz und Pfeffer absschmecken.

Nun die Stängel des Basilikum und die Tomaten ebenfalls zur Brühe geben und alles warm halten.

Den Reis zum Gemüse geben und 2 min unter Rühren mit Anschwitzen. Anschließend durch ein Sieb nach und nach die heiße Tomatenbrühe zum Reis geben. Immer nur eine Kelle zugeben, dabei die Tomaten richtig durch das Sieb drücken. Nach jeder Kelle druchrühren, bis der Reis die Flüssigkeit aufgenommen hat.

Nach ca. 20 min sollte der Reis gar, aber nicht matschig sein und der Risotto schön cremig. Dann die Chilischote entkernen, fein hacken und mit dem Hüttenkäse unter den Risotto rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Anrichten Risotto in Teller oder Schalen schöpfen, Knoblauch-Basilikum-Sauce darauf geben und mit den kleinen Basilikumblättchen dekorieren.

 

Spinat-Pici mit Zucchini und Tomaten

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Pici rollen macht Spaß! In diesem Falle sogar besonders viel – die grüne Farbe macht richtig Laune, finde ich.

Pici kennt Ihr, oder nicht? Das sind relativ dicke, handgerollte Nudeln aus der Toskana. Das Rollen mit der Hand sorgt für einen ganz besonderen Biss. Handgerollt mag aufwändig klingen, aber es geht  gut von der Hand. Und man kann ganz viele Helfer einspannen. Das Tolle an Pici ist nämlich, das jede Nudel anders aussieht. Echte Individualisten. Meine liebste Variante sind übrigens die Pici, die innen hohl sind. Dazu werden sie einfach um einen Schaschlickspieß gerollt.

Gut, heute gibt es aber die gefüllte Variante. Die quietschgrüne Farbe darf der Spinat beisteuern – das ist die einzige Flüssigkeit, die an den Teig kommt. Das sieht doch klasse aus, oder?

Sind die Nudeln erst mal gerollt, steht dieses Pastagericht aus “Genial gesund“* auch schon fast auf dem Tisch. Es müssen nur noch kurz Gemüse und Pasta gegart und alles in der Pfanne zusammengeführt werden.

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Für 4 Portionen:

  • 200 g Babyspinat
  • 300 g Mehl Type 00 (oder 405)
  • Olivenöl
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 1/2 TL Chiliflocken
  • 200 g Zucchini
  • 320 Kirschtomaten
  • 50 g Walnüsse (original: Pinienkerne)
  • 1/2 Töpfchen Basilikum
  • 50 g Parmesan
  • natives Olivenöl extra zum Servieren

Zunächst zum Teig: dafür den Spinat mit dem Mehl im Mixer pürieren. Das geht im Großen und Ganzen von selbst; ich habe den Spinat in den Mixer gegeben und das Mehl oben drauf. Anfangs muss man ein wenig mit dem Spatel nachhelfen, aber schon nach kurzer Zeit entsteht ein Teig. Er sollte nicht kleben und in etwa die Konsistenz von Knetmasse haben. Wenn nötig, noch etwas Mehl zugeben. Zum Formen der Pici ca. 2 cm große Teigbällchen abnehmen und auf der Arbeitsfläche zu langen grünen Würstchen rollen. Pici auf einem sauberen, bemehlten Küchenhandtuch zwischenlagern.

Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Zuchini der Länge nach vierteln und in feine Scheiben schneiden, Kirschtomaten halbieren. Walnusskerne grob hacken. Parmesan reiben.

Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Pici hineingeben. Frisch gerollte Pici benötigen etwa 5 min Garzeit. Nach ca. 4 min immer wieder mal probieren, damit sie am Ende auch al dente sind.

In einer großen Pfanne 2 EL Olivenöl erhitzen. Knoblauch und Chiliflocken hineingeben, Zucchini und Tomaten zufügen und alles ca. 5 min garen, dann Walnüsse zugeben und eine Kelle Nudelwasser angießen.

Pici abgießen und unter das Gemüse mengen. Basilikum zupfen; die großen Blätter in Streifen schneiden, die kleinen beiseite legen. Basilikum-Streifen mit einem Großteil des geriebenen Parmesans unter die Pasta heben.

Pasta auf Teller verteilen und mit restlichem Parmesan und Basilikumblättchen anrichten.

 

Kochbuch: Genial gesund – Superfood for Family and Friends

9783831031597

“So why should people cook more? It’s a life skill”

So sagt es Jamie Oliver im Pressevideo für dieses Buch. Und ja – das ist genau der Grund, weswegen ich ihn mag. Es mag Kritikpunkte geben, aber er ist derjenige, der es geschafft hat, ganz viele Menschen zum Kochen zu bringen. Solche, die sich nicht getraut haben. Solche, die zu träge waren. Das ist ein Verdienst, das nicht hoch genug gewürdigt werden kann.

Nun hat Mr. Oliver ja vor einiger Zeit ein Ernährungsdiplom gemacht und natürlich schlägt sich das auch in seiner Arbeit nieder. Ihr erinnert Euch doch sicherlich noch an das “Superfood für jeden Tag“? Das hier ist der Nachfolger, der gesunde Kochgewohnheiten in den Familienalltag bringen soll.

Ich fange einfach mal von außen an. Wir haben es mit einem solide gearbeiteten Hardcover in quietschorange zu tun. Das sieht man aber nicht gleich (also, das Quietschorange), denn da ist der Schutzumschlag vor. Es gibt ein Lesebändchen, was für manch einen ja wichtig ist. Ich tendiere bei Büchern, die ich mag, ja eher zu Klebezetteln. Das Layout gefällt mir: jedes Rezept hat eine Doppelseite bekommen. Auf einer Seite finden wir das Rezept, gegenüber das passende Foto. Wie schon im vorherigen Buch auch hat Jamie Oliver die Fotos selbst gemacht. Ein wenig Show muss sein, und so findet sich auch manches Foto von Jamie und seiner Frau Jools. Das ist vorhanden, aber nicht penetrant.

So, jetzt zu den inneren Werten: das Buch ist darauf abgestimmt, eine Familie mit gutem Essen bei Laune zu halten. Es gibt also Ideen für das Frühstück und für Gerichte, die ganz fix auf dem Tisch stehen. Danach sind Klassiker dran, die in jeder Familie regelmäßig auf dem Tisch stehen. Die werden entstaubt, kriegen ein paar Nährstoffe mehr und ein paar Kalorien weniger verpasst. Darauf folgen Salate, Currys und Eintöpfe, Ofengerichte, Pasta und Risotto, Suppen und ein Kapitel, das sich dem Thema “Kochen auf Vorrat” widmet.

Ihr wollt Kostproben? Na gut. Wie wäre es mit englischer Frühstücks-Frittata oder Mango-Lassi-Müsli zum Frühstück? Wenn es mal schnell gehen soll  warten Ideen wie Bratreis mit Ei, Sesam und Tofu oder Sesam-Hühnchenbrust mit Erdnusssauce, Asia-Salat und Reisnudeln oder Garnelencurry mit Tamarinde aus Sri Lanka. Bei den Klassikern warten Hähnchen-Fajitas mit Vollkorn-Tortillas und reichlich Gemüse, Gemüsechili mit Ofenkartoffeln oder Ratatouille-Pastete. Danach essen wir Tandoori-Hähnchensalat oder Nudelsalat mit Garnelen und Passionsfrucht-Dressing. Eintöpfe sind ja Klassiker in der Familienküche. Es warten afrikanisches Garnelencurry mit Okra und Reis, Rindfleisch-Guiness-Eintopf oder Ghurka-Gemüsecurry. Wir essen brasilianischen Fischauflauf aus dem Ofen, Pasta agrodolce mit Paprikagemüse und Ricotta, Minestrone in vier jahreszeitlichen Varianten oder schwarze Bohnensuppe mit pochiertem Ei. Und wenn ich wieder Platz in meiner Tiefkühle habe, dann mache ich mich über das Vorratskapitel her: da gibt es unter anderem selbstgemachte Hähnchennuggets, Pesto auf Vorrat, verschiedene Currypasten und eine Tomatensauce mit extra viel Gemüse.

Die Rezepte sind gut aufgebaut und funktionieren. Zu jedem Rezept gibt es eine Einleitung, oft auch zusätzliche Küchentipps für Aufbewahrung, Einkauf oder Rezeptvarianten. Für Interessierte: Nährwertangaben gibt es auch; dabei steht dann auch wieviele der angestrebten Portionen Obst und Gemüse das Rezept hergibt. Abgerundet wird das Buch durch ein nach Zutaten geordnetes Register, in dem man findet, was man sucht.

“Superfood for Family and Friends”, so lautet er ja, der Untertitel des Buches. Das läßt mich seufzen. Nein, dies ist kein (weiteres) Buch, das auf der Superfood-Welle reitet. Ein paar Mal wird Quinoa verwendet, das war es dann aber auch. Und es gibt am Ende des Buches ein Kapitel mit Tipps zu ausgewogener Ernährung, Flüssigkeitszufuhr, Zucker, Verdauung und anderem. Ziel des Buches ist schlichtweg, im Familienleben ausgewogene Mahlzeiten auf den Tisch zu bringen, die allen schmecken. Erreicht wird das, indem in jede Mahlzeit schön viele Nährstoffe über Gemüse, Vollkorn und andere hochwertige Nahrungsmittel gepackt werden.

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ich habe mit Fleischbällchen angefangen – mit Riesenfleischbällchen, um genau zu sein. Die Bällchen haben einen besonderen Dreh: die Masse besteht nicht nur aus Fleisch, sondern hat auch noch einen guten Anteil gegarte schwarze Bohnen. Gefüllt sind sie mit einem Klecks Hüttenkäse. Sie werden auf Tomatensauce im Ofen gebacken und mit einer Salsa aus Mango und roter Paprika serviert. Eine feine Sache.

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Der Hähncheneintopf mit reichlich Frühlingsgemüse hat uns auch Spaß gemacht: Das Gemüse hat die richtige Konsistenz, das Fleisch ist schön zart und das Aroma stimmt dank Minze und Speck auch. Graupen und Kartoffeln machen ordentlich satt.

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Ich liebe Risotto, und entsprechend gut hat mir auch das Tomaten-Risotto gefallen. Die Tomaten dafür kommen aus der Dose und steuern ihr Aroma über die Brühe bei. Als kleinen Kick gibt es einen Klecks Basilikum-Knoblauch-Sauce oben drauf. Es ist übrigens das einzige Rezept mit Fallstrick, das ich in dem Buch gefunden habe. Da werden die Tomaten mit der Brühe aufgekocht, danach das Basilikum mit einem Schöpfer heiße Brühe gemixt – was nicht sein kann, es wäre dann bestimmt nicht mehr so schön grün.

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Ein Kapitel mit Desserts gibt es nicht. Im Vorratskapitel finden wir aber Ideen für Eislollis mit Früchten. Ich habe Schoko-Banane ausprobiert – Banane landet mit Mandelmilch und Kakao im Mixer und wird in Förmchen eingefroren. Ich fand es ganz ok….der Nachwuchs war eher weniger begeistert; es fehlt einfach die Cremigkeit.

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Pici rollen macht Spaß – und wenn sie dann noch so herrlich grün sind, dann ganz besonders. Der Teig für die Spinat-Pici wird ganz einfach im Mixer zubereitet. Serviert werden die Pici mit angebratenen Zucchini, Kirschtomaten, Parmesan und Basilikum. Frisch, leicht und aromatisch.

Fazit? Das Buch präsentiert schöne Ideen, die es einem erleichtern, jeden Tag etwas zu finden, was man für die Familie kochen kann. Die Zubereitung läßt sich gut in den Alltag integrieren – und das Essen schmeckt. Das ist mal die Hauptsache. Dass man sich mit den ausgewogenen Mahlzeiten auch noch etwas Gutes tut, ist natürlich auch erfreulich.

  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Dorling Kindersley
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 978-3831031597
  • € 24,95

 

Leichte Carbonara

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Carbonara in gesund? Geht das? Und vor allem – schmeckt das? Ich habe die Idee aus “Jamies Superfood für jeden Tag” ausprobiert.

Das geht. Gut sogar. Ob man es machen muss, bleibt jedem selbst überlassen. Genau wie die Frage, ob man das noch als Carbonara einordnet oder einfach nur als ähhh….wohlschmeckendes Pasta-Gericht 😉 : Wir mochten es jedenfalls gern. Im Grunde ist das eine einfache Sache – die Saucenbasis besteht aus Joghurt und Ei, und es gibt eine schöne Portion Gemüse. Der Speck darf mitmachen – aber nur als Topping. Und ja, Ihr bekommt Parmesan dazu.

Jamies Ernährungsinfo zum Gericht? Erbsen liefern insgesamt neun verschiedene Mikronährstoffe. Besonders toll ist ihr Gehalt an dem B-Vitamin Thiamin, das wir für eine gesunde Herzfunktion brauchen.

Bevor es an’s Rezept geht: entspannte, friedliche Ostertage Euch allen!

Das Rezept ist für 2 Personen berechnet:

  • 200 g Erbsen (TK-Ware)
  • 1 EL Mandelblättchen
  • 1 kleine Zehe Knoblauch
  • 1/2 Bund frisches Basilikum
  • 15 g Parmesan, gerieben
  • 1 Zitrone
  • 150 g Vollkornspaghetti
  • 1 dünne Scheibe Räucherspeck
  • Olivenöl
  • 1 großes Ei
  • 100 g Joghurt (lt. Rezept 0,1 % Fett – ich habe Vollmilchjoghurt verwendet)
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

In einem großen Topf Salzwasser für die Pasta zum Kochen bringen. Die Erbsen in ein Sieb geben, das Sieb für 30 Sekunden in das kochende Wasser tauchen, dann beiseite stellen. Den Topf auf dem Herd lassen.

Die Mandelblättchen in einer trockenen Pfanne kurz anrösten, dann in einen Blitzhacker geben und kurz zerkleinern. Knoblauch schälen und mit etwas Salz, den abgezupften Basilikumblättern, dem geriebenen Parmesan sowie dem Saft der Zitrone mixen. Dabei nach und nach die Erbsen zugeben, sie sollen noch etwas Konsistenz behalten und nicht zu Brei gemixt werden.

Die Pasta im kochenden Salzwasser nach Packungsanleitung al dente garen. Inzwischen den Speck in ganz dünne Streifen schneiden und in der Pfanne mit 1 TL Öl bei mittlerer Hitze knusprig braten. Den Speck mit einem Schaumlöffel herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen; das Fett in der Pfanne belassen.

Ca. 3/4 der Erbsenmischung in die Pfanne geben und warm werden lassen. Das Ei mit dem Joghurt verquirlen. Die Pasta abgießen, dabei etwas Kochwasser auffangen. Pasta in die Pfanne geben. Die Pfanne vom Herd nehmen und die Joghurtmischung einrühren. Wenn nötig, die Sauce mit etwas Nudelkochwasser verdünnen. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Servieren auf jede Portion etwas von der restlichen Erbsenmischung und von dem knusprig gebratenen Speck geben.

Fisch-Tacos mit Kiwi-Limetten-Salsa

fisch-tacos

Da habe ich tatsächlich mal das richtige Timing – es ist Karfreitag, und es gibt Fisch 🙂

Diese Tacos aus “Jamies Superfood für jeden Tag“* haben uns nachhaltig beeindruckt. Der Knüller ist die frech abgeschmeckte Salsa. Ich hab sie erst mal für sich probiert und hatte meine Zweifel – aber zu den Tacos passt sie wirklich super und verleiht dem ganzen erst den richtigen Schwung.

Die Kombination macht insgesamt Spaß: sättigende Fladen, milder Fisch, frischer Salat, freche Salsa.

Eine kleine Abwandlung habe ich mir erlaubt: im Original wird der Salat aus Rotkohl gemacht. Den hatte ich nicht da; ich habe den Chinakohl benutzt, der in der Gemüsekiste war.

Ein paar kluge ernährungstechnische Worte zum Gericht gefällig? Jamie macht uns darauf aufmerksam, dass ein Stück Schellfisch 7 essentielle Vitamine und Mineralstoffe liefert. Und das Gericht bedenkt uns mit 3 der 5 erwünschten Portionen Gemüse und Obst am Tag.

Na dann mal los. Das Rezept ist für 2 Personen berechnet.

Für die Tacos:

  • 100 g Vollkornmehl (ich hatte Weizen)
  • 1 Prise Salz
  • 60 ml Wasser
  • 2 weißfleischige Fischfilets, z.B. Schellfisch
  • 1 rote Paprika
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Für die Salsa:

  • 2 reife Kiwis
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 1 frische grüne Chilischote
  • 1/2 Bund Koriandergrün
  • 2 Limetten
  • Tabasco-Chipotle-Sauce
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Für den Salat:

  • 150 g Chinakohl (original: Rotkohl
  • 1 EL Apfelessig (original: Rotweinessig)
  • 1/2 Orange
  • 1/2 Bund Koriandergrün
  • Salz, Pfeffer

Für die Tacos das Mehl mit einer Prise Salz in eine Schüssel geben. Wasser angießen und alles zu einem festen Teig verkneten, das dauert ungefähr 2 min. In Frischhaltefolie wickeln und 30 min ruhen lassen.

Jetzt zur Salsa: die Kiwis schälen, halbieren und zusammen mit den grünen Teilen der Frühlingszwiebeln und der klein geschnittenen Chilischote in einer Pfanne ohne Fett anbräunen. In einen Mixer geben. Die Hälfte der Korianderblättchen dazu zupfen, den Saft einer Limette auspressen und dazu geben. Alles glatt mixen und mit etwas Tabasco, Salz und Pfeffer würzig abschmecken.

Den Kohl in feine Streifen schneiden. Mit dem restlichen Korinadergrün, dem Essig und dem Saft einer halben Orange vermengen und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Nun für die Tacos aus dem Teig 4 gleich große Kugeln formen und diese auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen. Die Fladen in einer beschichteten Pfanne von jeder Seite jeweils ca. 1 min braten, bis sie weich sind. Dabei wenden, sobald Blasen entstehen. Zum Warmhalten mit einem Geschirrtuch bedecken.

Jetzt den weißen Teil der Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Paprikaschote putzen und in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Fisch ebenfalls würfeln, dann mit Frühlingszwiebeln, Paprika Pfeffer und 1 EL Öl mischen. Die Mischung in einer heißen Pfanne ca 4 min braten, bis der Fisch gar und leicht gebräunt ist.

Zum Servieren Fisch und Gemüse auf den Fladen verteilen und alles mit Salat und Salsa anrichten.