Aprikosen-Chili-Hühnchen und Knoblauch-Edamame aus dem Instant Pot

Ich bin eigentlich ein wenig misstrauisch, was gekochtes Fleisch angeht, das vor dem Garen nicht angebraten wird. Meist schmeckt alles besser, wenn ein paar Röstaromen dazu kommen. Hier wird tatsächlich nichts angebraten, sondern das Hühnchen wird einfach in der Sauce gegart – und es hat hervorragend geschmeckt. Die Mischung aus Aprikosenmarmelade, Sojasauce und Sambal Oelek gibt dem Ganzen ordentlich Aroma; hier waren alle begeistert. Coco Morantes Original-Rezept* verwendet Pflaumenmarmelade; das ist bestimmt auch toll; das werde ich beim nächsten Mal ausprobieren.

Zum Fleisch habe ich mir eine ebenfalls asiatisch inspirierte Gemüsebeilage ausgesucht – ich liebe Edamame, und so kam mir das Rezept für die Knoblauch-Edamame gerade recht. Das geht sehr fix – die Bohnen werden in gefrorenem Zustand gegart. Allerdings eine Sache war mir unklar – nämlich, was an der Sauce Speisestärke soll. Das ist nur so wenig Flüssigkeit, das muss wirklich nicht abgebunden werden.

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Aprikosen-Chili-Hühnchen aus dem Instant Pot

Fusion Food, schnell gegart

Portionen 4 Personen
Autor magentratzerl

Zutaten

  • 125 ml Aprikosenmarmelade für Pflaumenhühnchen Pflaumenmarmelade
  • 125 ml Wasser
  • 2 EL Sojasauce
  • 1 EL Sambal Oelek
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 700 g Hühnchenbrust

Anleitung

  1. Frühlingszwiebeln putzen und in Röllchen schneiden. Knoblauch schälen und hacken. Das Fleisch in nicht zu kleine Würfel schneiden.

  2. Die Marmelade mit Wasser, Sambal , Sojasauce und gehacktem Knoblauch verrühren.

  3. Das Fleisch und die Frühlingszwiebeln in den Einsatz des Instant Pots geben, die Sauce darüber geben und alles gut vermischen. Deckel auflegen und verriegeln, den Dampfablass schließen. Das Programm “Poultry” wählen und die Garzeit auf 8 min bei hohem Druck einstellen. Nach Ablauf der Garzeit den Dampf 10 min langsam entweichen lassen, dann das Ventil öffnen und den restlichen Dampf ablassen.
  4. Die Hühnchenstücke auf einen Servierteller legen und warm halten. Dann das Programm “Sauté” wählen und die Sauce ca. 8 min einkochen lassen. Sauce über das Fleisch geben und alles servieren.

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Knoblauch-Edamame

Würziges Gemüse, asiatisch inspiriert

Portionen 4 Personen
Autor magentratzerl

Zutaten

  • 1 EL Sojasauce
  • 1 EL Honig
  • 1 EL Reisessig
  • 1 TL Sambal Oelek
  • 350 ml Wasser
  • 500 g Edamame tiefgekühlt
  • 1 EL neutrales Öl
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Salz

Anleitung

  1. In einer kleinen Schüssel die Sojasauce mit Honig, Essig und Sambal verrühren.
  2. Wasser in den Topf des Instant Pots füllen. Die Edamame in einen Dämpfeinsatz geben und diesen in den Topf stellen. Deckel verriegeln, ebenso den Dampfablass und die Sojabohnen im Programm “Steam” eine Minute dämpfen.
  3. Das Ventil zum Schnellabdampfen öffnen. Den Innentopf herausholen und die Edamame in ein Sieb abgießen. Innentopf herausheben, Wasser abgießen.
  4. Knoblauch schälen und fein hacken.
  5. Topf wieder einsetzen. Im Programm “Sauté” beide Ölsorten erhitzen. Den Knoblauch kurz unter Rühren braten, dann die Edamame zugeben und rühren, bis sie vom Öl umhüllt sind. Die Sauce zugießen und alles unter Rühren garen, bis die Edamame von der Sauce überzogen sind. Mit Salz abschmecken und servieren.

Riesenbohnen mit Feta aus dem Instant Pot

Bohnen sind ja ein klassisches Einsatzgebiet für den Schnellkochtopf und damit auch für den Instant Pot. Und das hier ist ein Bohnengericht, das uns besonders gut gefallen hat: die Bohnen werden vorgekocht und dann in einer Tomaten-Oregano-Sauce fertig gegart. Dazu noch etwas Feta, und fertig ist ein herzhaftes, und doch sommerliches Essen.

Im Original heißt das Rezept “Griechische Gigantes mit Feta”; entsprechend verwendet Coco Morante* auch die weißen Gigantes. Ich hatte noch bunte Riesenbohnen da und habe die verwendet, das ist nicht originalgetreu, schmeckt aber genauso gut.

Das Rezept ergibt eine ziemliche Menge; man kann es aber problemlos halbieren. Andererseits: Reste schmecken am nächsten Tag fast noch besser…

Natürlich kann man das Gericht auch in einem normalen Schnellkochtopf zubereiten; die Garzeit ist dann etwas kürzer, da der Druck höher ist als beim Instant Pot.

Riesenbohnen mit Feta aus dem Instant-Pot

Ein griechisches Bohnengericht - fast klassisch

Portionen 8 Personen
Autor magentratzerl

Zutaten

  • 600 g getrocknete Riesenbohnen
  • 2 l Wasser
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Zwiebel
  • 1 Stange Sellerie
  • 800 g stückige Tomaten aus der Dose
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • einige Stängel glatte Petersilie
  • 100 g Feta

Anleitung

  1. Die Bohnen mit Wasser und 1 TL Salz in den Innentopf des Instant Pot geben und 10 bis 12 Stunden einweichen.
  2. Den Deckel schließen, den Dampfablass verriegeln. Das Programm “Bean/Chili” wählen, die Garzeit auf 15 min bei hohem Druck stellen. Nach der Garzeit den Topf 15 min langsam abdampfen lassen, dann das Ventil öffnen und den restlichen Dampf ablassen. Den Innentopf herausnehmen, die Bohnen abgießen, dabei 250 ml Kochwasser auffangen.
  3. Zwiebel und Knoblauch schälen und hacken; Sellerie in feine Würfel schneiden.
  4. Das Programm “Sauté” wählen und das Olivenöl in den Einsatz des Instant Pot geben. Zwiebel, Sellerie und Knoblauch im Öl ca. 4 min andünsten, dann die Bohnen mitsamt dem zurückbehaltenen Kochwasser, Tomaten und Oregano zugeben, alles mit Salz und Pfeffer würzen und den Deckel auflegen und verriegeln. Dampfablass verriegeln, das Sauté-Programm abbrechen und das Programm “Bean/Chili” wählen. Garzeit auf 5 min bei hohem Druck setzen.

  5. Nach Ablauf der Garzeit den Druck 15 min langsam entweichen lassen, dann das Ventil öffnen und den restlichen Druck entweichen lassen.
  6. Bohnen in eine Servierschüssel geben. Petersilie zupfen und hacken. Bohnen mit der Petersilie bestreuen, den Feta darüber krümeln und alles servieren.
  7. Dazu passt gut Fladenbrot zum Auftunken der Sauce.

Kochbuch: Das offizielle Instant Pot Kochbuch | Coco Morante

Der Instant Pot, ein multifunktionaler Kocher, der unter anderem als Schnellkochtopf und Slowcooker verwendet werden kann, ist inzwischen ja auch hierzulande auf dem Vormarsch.  Es wird also Zeit, auch ein deutschsprachiges Kochbuch für das Gerät zu präsentieren.

Wer hat’s geschrieben und wie sieht es aus?

Geschrieben hat das Buch Coco Morante. Die Amerikanerin ist nicht nur klassisch ausgebildete Sopranistin, sondern auch von Kindesbeinen an eine begeisterte Köchin. Ihre Rezepte findet man nicht nur auf ihrem Blog, sondern auch in vielen Print- und Onlinemedien; unter anderem bei The Kitchn und Simply Recipes.

Das ist ein hübsch aufgemachtes Buch geworden mit einem sehr ruhigen, übersichtlichen Layout. Die Zutatenlisten stehen fett gedruckt an den Seitenrändern, die Arbeitsanleitungen daneben. Die Überschriften sind farblich abgesetzt. Nicht jedes Rezept hat ein Foto bekommen, aber das finde ich auch nicht so wichtig. Die Fotos, die es gibt, sind jeweils ganzseitig und stellen das Essen in den Vordergrund.

Rezepte und Grundwissen

Jetzt zum Inhalt: Der Instant-Pot hat ja verschiedene Funktion, und dieses Buch widmet sich, abgesehen von einem Rezept für selbstgemachtes Joghurt, ganz der Schnellkochtopf-Funktion. Da gibt es zunächst eine Einführung, die die verschiedenen Modelle und Funktionen des Instant Pot genau erklärt. Besonders nützlich finde ich da, dass es auch eine Anleitung gibt, wie man herkömmliche Rezepte für den Instant Pot aufbereiten kann. Was auch nicht fehlt, sind Garzeitentabellen für die verschiedensten Lebensmittel.

Jetzt aber zu den Rezepten: die sind unterteilt in Ideen für das Frühstück, in Bohnen und Getreide, Suppen und Chilis, Geflügel, Rind und Schwein sowie in Gemüse und Beilagen  Desserts. Abgeschlossen wird der Rezeptteil durch ein Kapitel mit Grundrezepten wie Mayonnaise, Hühnerbrühe oder Apfelmus.

Wir finden Jamaikanischen Reis mit Bohnen, Graupensuppe mit geschmorter Beinscheibe, Granatapfel-Walnuss-Hähnchen, klassischen Hackbraten, aber auch Mangold mit Rosinen und Pinienkernen oder New York Cheesecake. Die Rezepte sind gut aufgebaut; ich hatte keinerlei Schwierigkeiten beim Testkochen. In der Regel sind die Rezepte auch unaufwändig und der Alltagsküche zuzuordnen. Schön ist, das es zu jedem Rezept ein paar einführende Worte gibt.

Das Buch ist vom Hersteller des Instant Pot autorisiert; daher auch das “offiziell” im Titel. Zum Garen daher meist die vorhandenen Automatikprogramme verwendet; das hatte ich vorher tatsächlich noch nie gemacht.

Abgeschlossen wird der Rezeptteil durch ein alphabetisch geordnetes Zutatenregister, in dem man findet, was man sucht.

Schon mal ausprobiert:

Bohnen sind ja eine der  Königsdiszplinen  für den Schnellkochtopf. Mich haben  die griechisch inspirierten Riesenbohnen mit Tomatensauce und Feta angelacht. Ich hatte keine weißen Riesenbohnen und habe statt dessen Käferbohnen verwendet. Die Bohnen waren auf den Punkt, die Sauce hatte genau die richtige Konsistenz und geschmeckt hat alles auch.

Die Strata ist eine Art Soufflé und stammt aus dem Frühstückskapitel: Brotwürfel, Wurst und Frühlingszwiebeln werden mit Eier und Brühe vermengt und dürfen danach einige Stunden durchziehen und einweichen. Danach wird das Ganze im Instant Pot gedämpft. Eine schöne Verwertung für Brot und eine sättigende Angelegenheit; wir haben das Ganze zu Abend gegessen.

Plum Chili Chicken, so heißt das im Original. Es ist ein Hühnchen, das einer Mischung aus Pflaumenmarmelade, Sojasauce und Sambal Oelek gegart wird. Ich habe Aprikosenmarmelade verwendet. Das zarte Fleisch in der süß-scharfen Sauce hat uns hervorragend geschmeckt.

Dazu gab es Knoblauch-Edamame. Die Sojabohnen werden noch tiefgekühlt kurz gedämpft und dann in einer Sauce aus Sambal Oelek, Knoblauch, Honig und Reisessig geschwenkt.

Es ist ein wenig schwierig zu erkennen, aber in dieser Schale befindet sich eine Suppe mit Bohnen, Hackbällchen und Spinat. Italienische Hochzeitssuppe, so heißt dieses italo-amerikanische Gericht, das schön aromatisch ist und den Bauch wohlig wärmt.

Fazit:

Daumen hoch! Das ist ein gut gemachtes Grundkochbuch für den Instant Pot mit guten Anleitungen und Erklärungen und alltagstauglichen Rezepten. Besonders nützlich ist die Einführung, in der sich eine gut gemachte Bedienungsanleitung verbirgt.

  • Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
  • Verlag: Riva
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 978-3742304766
  • 19,99

Vietnamischer Karamelllachs mit pfannengerührtem Spitzkohl und Hirse-Miso-Polenta

Ich hatte noch etwas von dem guten Label Rouge Lachs in der Tiefkühle und mir war klar, dass ich dieses Rezept aus Dinner in an Instant* unbedingt ausprobieren muss. Ich empfinde es schon als gewisse Herausforderung, einen zarten, empfindlichen Fisch im Schnellkochtopf zu garen und war neugierig, wie das endet.

Über die Beilagen habe ich etwas gegrübelt. Klassisch wäre Reis, aber davon hatten wir schon so viel gegessen in letzter Zeit. Mir fiel die Hirse-Polenta von Erin Alderson ein, die ich schon so lange versuchen wollte. Statt am Ende Käse einzurühren, habe ich mit ein wenig Miso gewürzt, das hat gut gepasst. Fehlt noch etwas Gemüsiges, um eine Mahlzeit vollständig zu machen – Spitzkohl sollte es sein, pfannengerührt und mit Ingwer, Sesamöl und Sesamsaat abgeschmeckt – es lebe die vegetarische Aromabibel*; es gibt da wirklich Ideen für alles.

Der Lachs wird rasch im Instant Pot gegart – aber niemand hindert Euch, das ganze in einen klassischen Schnellkochtopf zu machen. Oder einfach in der Pfanne – dann den  Lachs erst auf dem Herd braten und dann noch kurz in den Ofen schieben.

Für 4 Portionen:

Polenta:

  • 150 g Hirse
  • 375 ml Gemüsebrühe
  • 375 ml Wasser
  • 1/4 TL Salz
  • 1 El Kokosöl
  • 1  TL Miso

Die Hirse in einem Blitzhacker etwas zerkleinern. Das ganze soll aussehen wie grobes Mehl. Einen Topf auf mittlerer Hitze erwärmen. Die Hirse etwas anrösten, bis sie zu duften beginnt. Gemüsebrühe, Wasser und Salz zugeben und alles 18-20 min bei mittlerer Hitze köcheln lassen, dabei hin und wieder umrühren.

Wenn alles angedickt und vorhandene Hirsestückchen gegart sind, Kokosöl und Miso einrühren.

Spitzkohl:

  • 500 g Spitzkohl
  • 1 TL Rapsöl
  • 1 TL frischer Ingwer, geschält und gehackt
  • Salz
  • 1 TL geröstetes Sesamöl
  • 1 EL Sesamsaat, geröstet

Während die Polenta kocht, den Spitzkohl vorbereiten. Dafür den Strunk aus dem Kohl schneiden und die Blätter in feine Streifen schneiden.

Öl in einem Wok oder einer großen Pfanne erhitzen. Spitzkohl und Ingwer darin ca. 3 min unter Rühren anbraten, dann von der Hitze nehmen. Mit Salz würzen, Sesamöl und Sesamsaat unterrühren.

Lachs:

  • 1 EL Kokosöl
  • 50 g brauner Zucker
  • 3 EL Fischsauce
  • 1 1/2 EL Sojasauce
  • 1 TL frisch geriebener Ingwer
  • Saft und Schalenabrieb von 1/2 Bio-Limette
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 4 Lachsfilets ohne Haut, jedes zwischen 180 und 250 g
  • Frühlingszwiebelröllchen und gehacktes Koriandergrün zum Servieren

Den Lachs machen wir zuletzt; der geht blitzschnell: Die Sautierfunktion beim Instant Pot einstellen. Kokosöl, Zucker, Fischsauce, Sojasauce, Saft und Schale der Limette, Ingwer und etwas Pfeffer in den Einsatz geben. Unter Rühren aufkochen lassen, dann die Hitze wieder abstellen. Lachs in den Gareinsatz geben, Sauce darüberlöffeln. Fisch bei niedrigem Druck 1 min kochen. Dann 5 min stehen lassen, anschließend den Druck manuell ablassen. Ich würde den Fisch beim nächsten Mal eine Minute kürzer stehen lassen, damit der etwas glasiger wird.

Die Fischfilets vorsichtig auf eine Servierplatte heben. Wenn man es nicht vergisst, so wie ich, dann dreht man sie um, damit die karamellisierte Seite oben ist. Die Sauce auf der Sauté-Funktion kurz einkochen lassen, dann über den Fisch geben.

Zum Servieren Fisch mit Frühlingszwiebeln und Koriandergrün bestreuen und mit Hirse-Polenta und Spitzkohl anrichten.

Japanisches Rindfleischcurry aus dem Instant Pot

Das ist ein Gericht, wie es typisch ist für das Instant-Pot-Buch* von Melissa Clark. Es dauert seine Zeit und kocht sich nicht ganz von selbst. Man muss zwischendurch mal Dampf ablassen, neue Zutaten zugeben und braucht auch zusätzliche eine Pfanne. Der Wundertopf wird nicht dazu benutzt, um um jeden Preis ein schnelles Essen auf den Tisch zu stellen, sondern er kürzt schlicht die Garzeit für das Rindfleisch ab.

Ah – und das Curry ist toll. Es ist herrlich aromatisch. Die Sauce wird am Ende mit einem mit Sojasauce, Ketchup und Worcestersauce abgeschmecktem Roux gebunden und ist schön sämig. Ein mitgegarter Apfel sorgt für ein wenig Süße.

Im Grunde finde ich das Curry so toll, dass ich Euch rate, es unbedingt zu kochen. Wer keinen Instant Pot oder sonstigen Dampfkochtopf hat, kocht es halt auf dem Herd oder im Ofen und verlängert die Garzeit. Und die alternative Zubereitung im Slowcooker lohnt sich auch; die gebe ich im Rezept an.

Für 4 bis 6 Portionen:

  • 1 EL Rapsöl
  • 2 Zwiebeln
  • 800 g Schmorfleisch vom Rind
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 2 EL Garam Masala
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 1 TL frisch geriebener Ingwer
  • 3 große Karotten
  • 1 Apfel
  • 1 Lorbeerblatt
  • 500 ml Rinderbrühe
  • 1 große Süßkartoffel
  • 100 g Shiitake
  • 3 EL Erdnussöl
  • 3 EL Mehl
  • 1,5 EL Ketchup
  • 1 EL Worcestersauce
  • 1/2 EL Sojasauce
  • Frühlingszwiebelröllchen und gegarter Reis zum  Servieren

Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken. Fleisch in ca. 4 cm große Würfel schneiden. Karotten schälen und würfeln.

Das Öl im Gareinsatz des Instant Pot mittels “Sauté”-Funktion erhitzen und die Zwiebeln anbraten, bis sie schön karamellisiert sind; das dauert ca. 15 min.

In der Zwischenzeit das Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen und bis zum Gebrauch bei Zimmertemperatur stehen lassen. Den Apfel schälen, entkernen und das Fruchtfleisch grob reiben.

Wenn die Zwiebeln eine schöne Farbe haben, einen EL Garam Masala, Knoblauch und Ingwer zugeben. Eine Minute mitrösten, dann das Fleisch zusammen mit Apfel, Lorbeerblatt und Karotten zugeben und die Brühe angießen. Deckel verschließen und alles bei hohem Druck 22 min kochen, dann den Druck manuell ablassen.

Während alles kocht, die Stiele der Shiitake herausdrehen und die Hütchen in Streifen schneiden. Die Süßkartoffel schälen und würfeln.

Süßkartoffel und Pilze zum Fleisch geben, Deckel befestigen und alles bei hohem Druck weitere 3 min garen. Druck manuell ablassen, das Curry mittels Sauté-Funktion weiterköcheln lassen.

Für die Mehlschwitze das Erdnussöl in einer kleinen Pfanne erhitzen. Restliches Garam Masala und Mehl einrühren und alles unter Rühren 2 min anrösten. Ketchup, Worcestersauce und Sojasauce einrühren und dann soviel von der Flüssigkeit aus dem Dampfkochtopf, dass eine glatte Sauce entsteht. Die Mehlschwitze zum Curry geben und alles noch kurz köcheln lassen, bis die Sauce andickt.

Zum Servieren auf Schälchen verteilen und mit Reis und Frühlingszwiebelringen anrichten.

 Wer das Ganze im Slowcooker kochen will, kocht es für 5 bis 7 h auf “High”, wobei die Kartoffeln und Pilze nach 2, 5 h zugegeben werden; oder auf “Low” für 8 bis 10 h, wobie man das Gemüse nach 4 h zugibt.

Kochbuch: Dinner in an Instant | Melissa Clark

Vor einiger Zeit ist hier ein Instant Pot eingezogen. Das ist ein, sagen wir mal, Multifunktionskocher: er ersetzt Schnellkochtopf und Slowcooker und Joghurt machen kann er auch. Es gibt Automatikprogramme für Dinge wie Suppe oder Reis, man kann alles aber auch manuell regeln  und eine Anbratstufe hat er auch. Bei mir ist er erst mal hauptsächlich deswegen eingezogen, weil ich endlich wieder Platz in der Speisekammer haben wollte: zwei Slowcooker habe ich weggeben, ein Dampfkochtopfset und auch das Joghurtgerät. Im Gegensatz zum Schnellkochtopf, den ich mich immer überwinden musste zu benutzen, nutze ich den Instant Pot regelmäßig. Das liegt daran, dass bei der Schnellkochfunktion der Druck elektronisch geregelt wird – es zischt nichts, es muss nichts reguliert werden. Der Topf kocht still vor sich hin. Und wenn ich still sage, meine ich still.

Ich sage Instant Pot, weil hier so einer wohnt und weil es der bekannteste Multikocher ist; inzwischen gibt es da aber eine breite Auswahl verschiedener Hersteller.

Wer noch mehr wissen will: Gabi hat den Wundertopf hier einem Test unterzogen. Das deckt sich auch ganz gut mit meinen Erfahrungen, allerdings mit einem Unterschied: bei meinem Gerät gibt es an der Gebrauchsanleitung absolut nichts auszusetzen, die ist ebenso verständlich wie ausführlich. Da hat man wohl inzwischen etwas nachgearbeitet….

Der Instant Pot kommt ursprünglich aus Kanada und ist in den USA und Großbritannien gerade die ganz große Nummer. Natürlich gibt es auch unzählige Kochbücher, die sich mit dem Wundertopf befassen. Und natürlich sind auch viele Bücher dabei, denen es nur um Bequemlichkeit und Geschwindigkeit geht – da werden schon mal eine Menge Convenience-Produkte zu einer schnellen Mahlzeit verarbeitet.

Nicht so bei Melissa Clark: die Kochbuchautorin mit eigener Kolumne bei der New York Times hat sich einen Instant Pot gekauft, um den Hype zu ergründen. Sie wollte ausprobieren, was man mit dem Gerät machen kann – und war schlussendlich begeistert. Sie ist eine anspruchsvolle Köchin, und entsprechend geht es in dem Buch nicht darum, was man im Instant Pot alles machen kann. Es geht darum, was man darin machen sollte, weil es in dem Gerät schneller geht oder einfacher oder weil es schlicht und ergreifend besser schmeckt.

Das Buch beginnt mit einer kurzen technischen Einführung und Tipps für den Umgang mit dem Multikocher; dann geht es auch schon an die Rezepte. 75 Stück gibt es, unterteilt in die Kapitel Joghurt, Käse und Eier, Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte, Getreide und Pasta, Bohnen, Suppen, Gemüse und Süßes. Das ist eines der Bücher, in denen ich unzählige Rezepte mit Klebezetteln markiert habe: ich möchte die Shakshouka ausprobieren, die in Tamarinde geschmorten Rippchen, das Coq au vin in Rosé, den persischen Reis mit Kruste, die Linsen mit Würstchen, die klassische Zwiebelsuppe, und ach, fast alles.

Die Rezepte sind übersichtlich strukturiert und funktionieren ohne Wenn und Aber. Zu jedem Rezept gibt es einige einführende Worte, was ich sehr mag. Alles ist auf die Schnellkochfunktion des Gerätes ausgelegt. Wenn es möglich ist, das Rezept im Slowcooker zuzubereiten, dann wird das in einer Anmerkung erwähnt und erklärt, wie man es machen soll. Wir haben es mit einem US-amerikanischen Buch zu tun, das bedeutet, es wird in quarts, cups und pounds gemessen; aber das Umrechnen ist ja kein Problem. Und: natürlich kann man alle Rezepte auch in einem normalen Schnellkochtopf zubereiten. Allerdings sind die Garzeiten dann ein wenig kürzer, denn der Instant Pot arbeitet mit etwas weniger Druck als herkömmliche Schnellkochtöpfe.

Noch ein Wort zur Optik: das Layout ist schön klar, hell und aufgeräumt. Nicht jedes Rezept hat ein Foto, aber die Bilder, die es gibt, sind ohne großes Drumherum hübsch und aussagekräftig. Die Rezepte kommen in Spalten daher: links fett gedruckt die Zutatenlisten, daneben die Arbeitsanleitung. Anmerkungen für den Slowcooker sind mit einem kleinen Topf-Icon markiert.

Mac and Cheese in der cremigen Variante, als One-Pot-Pasta aus dem Schnellkochtopf? Ich gebe zu, ich war misstrauisch. Die Nudeln werden in einer Mischung aus Milch, Sahne und Frischkäse gegart; nach Ablauf der Garzeit wird noch rasch der geriebene Käse eingerührt. Funktioniert – und schmeckt.

ich hatte noch viel Lachs in der Tiefkühle – daraus wurde der vietnamesische Karamell-Lachs. Dafür werden Lachsfilets in einer Sauce aus braunem Zucker, Fischsauce, Sojasauce und Limettensaft gegart. Kochzeit eine Minute – für uns hätte es etwas kürzer sein dürfen; wir mögen den Fisch etwas glasig.

Das japanische Rindfleischcurry ist etwas aufwändiger – man muss immer wieder mal Dampf ablassen und ein paar Zutaten zufügen – was man spart ist die Zeit, die das Fleisch herkömmlicherweise zum Schmoren braucht. Genau das ist aber auch, was ich an dem Buch mag. Es geht nicht nur darum, möglichst rasch etwas zusammenzuschustern.  Die Vorteile des Instant Pot werden genutzt, aber es geht darum, etwas Tolles auf den Tisch zu bringen.

Auch die Hühnersuppe mit Klösschen dauert ihre Zeit und erfordert ein paar Arbeitsschritte. Dafür gibt es dann einen aromatischen Eintopf mit fluffigen Klösschen. Ich war überrascht, dass die kleinen Klösschen aus Mehl, Butter, Milch und Backpulver tatsächlich 10 min unter Druck gegart werden müssen – aber sie waren genau richtig.

Risotto – das gehörte zu den Dingen, bei denen ich etwas misstrauisch war. Das Safran-Risotto ging wirklich fix und war in Ordnung – aber ich finde, auf dem Herd mit ab und mal umrühren ist die Konsistenz dann doch besser.

Fazit: das ist kein durchschnittliches Buch für den Schnellkochtopf, sondern eines, das das Beste aus dem Gerät herausholt. Die Rezepte sind etwas Besonderes und machen richtig  Spaß. Wer einen Schnellkochtopf hat, der sollte auch das Buch haben. Mich hat das Buch zum Melissa-Clark-Fan gemacht;  dies ist bestimmt nicht mein letztes Buch von ihr.

Euer Buchhändler bestellt das Buch bestimmt gern für Euch. Bücher.de oder amazon* haben es vorrätig.

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Clarkson Potter 
  • Sprache: Englisch
  • ISBN: 978-1524762964