Gemüsecurry in Kichererbsensauce

Ja, ganz offensichtlich habe ich gerade eine Curry-Phase. Und ich weiß, die  Rezepte für Gemüsecurry sind Legion. Dieses hier ist aber ein besonderes. Man isst es in Nordindien und Pakistan, wo es relativ flüssig serviert wird, gerne auch als Suppe. Viel Sauce also, das ist schon toll für mich – ich liebe Sauce. Übrigens dachte ich immer, dass das selbstverständlich ist, aber nein. Ich kenne ernsthaft jemanden, der Sauce nur in mikroskopischen Portionen mag. Er sitzt dann vor einem Berg Knödel mit ein paar Tröpfchen Sauce, zum Beispiel. Für mich ist das schwer verständlich, aber gut – bleibt im Zweifel mehr Sauce für mich….

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Kaeng Buan – Grünes Curry mit Schweinebauch

Vor einiger Zeit hatte ich ja zwei Kochbücher vorgestellt, die sich mit thailändischer Küche befassen. Das hat mich sehr für die Thai-Küche eingenommen. Ein bisschen lag die Vorliebe auf Eis, aber neulich war ich einige Zeit unterwegs und bekam relativ lange ziemlich traditionelle Hausmannskost vorgesetzt. Grundsätzlich mag ich das schon mal, aber nach ein paar Tagen ist es dann auch wieder genug. Mehr als genug, um genau zu sein. Und so kam es, dass ich nach Hause kam, den Schlüssel im Türschloss rumdrehte und es schoss mir durch den Kopf: “Thai-Essen, ich habe Lust auf Thai-Essen.”

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Menchi katsu

Kennt Ihr Katsu? Das ist japanisches Comfort Food, im Prinzip schlicht paniertes Schnitzel, aber eben auf japanische Art. Katsu (カツ) kommt als Wort von englischen “cutlet”. Es ist ein Yoshoku-Gericht, man hat sich also eine Idee aus dem Ausland vorgenommen und sie dem japanischen Geschmack angepasst.  Am bekanntesten ist wohl Tonkatsu, also Schweineschnitzel. Das wird gerne als Menü serviert; man bekommt das Katsu dann in mundgerechte Streifen geschnitten, dazu eine Schüssel Reis, Rettich und etwas Suppe. Tonkatsu -Ramen gibt es auch; dazu ein andermal mehr. Es gibt aber nicht nur Katsu vom Schwein – Hühnchen-Katsu habe ich hier schon mal vorgestellt, Ebi-Katsu macht man mit Garnelen….da gibt es also viel Abwechslung.

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Pasta mit karamellisierten Kumquats, Ricotta und Garnelen

Die Idee zu diesem Gericht kommt aus Cettina Vicenzinos schönem Sizilien-Kochbuch* – hier entlang geht es übrigens zur Buchvorstellung.  Gleich, als ich das Rezept gesehen habe, war mir klar – das probiere ich aus. Sobald ich Kumquats bekomme.

Ich liebe Kumquats und freue mich immer, wenn ich welche finde. Ursprünglich kommen sie aus Asien und sind eigentlich Rautengewächse. Man kann sie mit allem Drum und Dran essen; die Schale schmeckt süßlich-herb, das Fruchtfleisch eher sauer. Sie sind etwas bitterer als die “normalen” Orangen, das kommt mir entgegen – ich mag bitteren Geschmack sehr. Tatsächlich esse ich die Kumquats aber eher selten einfach so. Ich habe eine Vorliebe für Salz-Kumquats statt Salz-Zitronen, davon steht immer ein Glas in meinem Kühlschrank. Toll ist auch, wenn man die kleinen Früchte in Scheiben schneidet und ein Kompott daraus kocht, ein Klecks davon ist wunderbar zu Joghurt, aufs Müsli oder zu Eis.

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Houby Paprikás – Ungarische Paprikapilze

Ich habe noch einen zweiten Beitrag für die kulinarische Weltreise, die uns ja diesen Monat nach Ungarn führt. Und ja, ich fröhne noch ein zweites Mal meiner Vorliebe zu Paprikapulver….

Ich zweifle gerade ein wenig am Rezepttitel… sollte man es Pilzgulasch nennen? Wie Anikó immer so scherzhaft sagt – der Ungar vergulascht so ziemlich alles, warum also nicht auch Pilze?

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Orecchiette mit Schwarzkohl, Chili und Mascarpone

Ich habe vor einiger Zeit den Anbieter meiner Abo-Kiste gewechselt. Das Konzept Abokiste finde ich toll, aber ich hatte mich sehr gelangweilt…die Kisten waren mit immer dem gleichen Standard-Gemüse befüllt, es war überhaupt kein Mut da, der Kundschaft auch mal etwas zum Ausprobieren hinzustellen. Mein neuer Anbieter traut den Kunden da etwas mehr zu, und das macht mir Spaß. Ich hatte diesen Winter schon Meyer-Lemons und auch Grünkohl, was für Süddeutschland recht sportlich ist. Rosenkohl auch, das klingt vielleicht komisch, aber auch das traute sich der “alte” Anbieter nicht. Continue reading “Orecchiette mit Schwarzkohl, Chili und Mascarpone”

Gebratene Reiskuchen

Es ist ein koreanischer Klassiker, den David Chang hier vorstellt: dok boki, ein klassisches Gericht aus Reiskuchen in einer scharfen Sauce.

Gedämpfte  Reiskuchen, serviert mit Fischkuchen und scharfer Sauce, sind in Korea ein Streetfood-Klassiker. David Chang aber kannte die  Reiskuchen von seinem Großvater gebraten und mit Sojasauce übergossen –  und hat diese Variante dann in Japan wieder gefunden.

Gebratene Reiskuchen sind toll  – außen knusprig, innen weich und etwas zäh. Die Konsistenz ist ziemlich einmalig, Ihr müsst es einfach probieren.

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Christmas Cracker Ravioli

 

Ihr öffnet doch bestimmt alle fleissig die Türchen des Kulinarischen Adventskalenders? Immerhin schon zum 15. (!) mal findet er statt; die wunderbare Zorra ist einfach unermüdlich. Das Öffnen der Türchen und das Lesen lohnen sich auch dieses Jahr wieder – nicht nur wegen der tollen Rezepte und der schönen Geschichten, nein, es gibt auch wieder viele tolle Gewinne.

Und auch ich darf wieder ein Türchen sein; ich freue mich. Das macht den Advent erst zum Advent für mich. Dieses Mal serviere ich Euch Christmas Crackers in Ravioli-Form. Christmas Crackers kennt Ihr? Die sind ja Teil der britischen Weihnachtstradition. Es sind gefüllte Knallbonbons, man zieht an ihnen und mit einem Knall geben sie ihren Inhalt frei. Ich habe mal welche gekauft, aber der Inhalt war so enttäuschend, ich habe es nie wieder getan.

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