Chili Cheese Fries

Heute gibt es Comfort Food – das kann ich gerade sehr gut brauchen. Aber erst gibt es einen Hinweis in eigener Sache: irgendjemand in Vietnam hat meine alte, abgelaufene Domain (magentratzerl dot net) gekauft und postet nun unter diesem Namen massenweise merkwürdige Dinge. Falls Ihr darüber stolpert – nein, das bin nicht ich. Ich muss mal sehen, ob ich diesen Bot wieder vertreiben kann, die Sache ist ärgerlich und irgendwie auch gruselig.

Und deswegen Comfort Food: Knusprige Kartoffelwedes auf einem scharfen Hackfleischragout, und das dann auch noch  mit Käse gratiniert. Das ist ein  typisch amerikanisches Comfort Food, wobei wohl diskutabel ist, ob die Hackfleischsauce wirklich dazu gehört.

Gut, so ganz stimmt der Rezepttitel nicht: Diese Variante, die ich in einer Zeitschrift gefunden habe, ist ein wenig leichter als der Klassiker – im Ofen gebackene Kartoffelwedges statt frittierte Pommes. Das mag ich – ein Wohlfühlessen, bei dem man danach trotzdem nicht direkt ins Fresskoma fällt.

Im Original werden für das Fleischragout Chilipulver und geräuchertes Paprika verwendet; ich mag gerade rauchige Geschmacksnoten und habe deshalb Ancho-Chili statt Cayennepfeffer benutzt.

Chili Cheese Fries

Comfort Food

Gericht Hauptgang
Länder & Regionen USA
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 1 Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 6 EL Rapsöl
  • 500 g Rinderhack
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 TL Ancho-Chilipulver
  • 1 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 1 Dose stückige Tomaten (400g)
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 100 g Emmentaler
  • ca. 100 g Salat (ich hatte Eichblatt)
  • 2 EL Sauerrahm
  • 1 EL Mayonnaise
  • 1 TL Tomatenketchup
  • 3 EL Condimiento Balsamico

Anleitung

  1. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. 2 EL Öl in einem Topf erhitzen und das Hackfleisch darin krümelig braten. Dann Zwiebel und Knoblauch zugeben und mitbraten. Tomatenmark ebenfalls zugeben und kurz mit anrösten.

  2. Die Gewürze vermischen und die Hälfte der Mischung an die Hackfleischmasse geben. Die Tomaten und 200 ml Wasser angießen, alles salzen und bedeckt 30 min köcheln lassen.

  3. Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Kartoffeln schälen,  der Länge nach je nach Größe in 4 bis 6 Stücke schneiden und in eine Schüssel geben. Die restliche Gewürzmischung mit 2 EL Öl und etwas Salz verrühren, zu den Kartoffel geben und alles gut durchmischen; die Kartoffeln sollen von der Mischung überzogen sein. Kartoffeln auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und in heißen Ofen ca. 30 min backen; die Kartoffeln sollen gegart und goldbraun-knusprig sein.

  4. Nun das Chili auf 4 ofenfeste Portionsförmchen verteilen. Die Kartoffelwedges darüber geben. Den Käse reiben und die Wedges damit bestreuen. Alles nochmals für 5 min in den Ofen schieben, bis der Käse geschmolzen ist.

  5. Den Salat putzen, waschen und trocken schleudern. Für das Dressing den Sauerrahm mit Mayonnaise, Ketchup, Essig und dem letzten Esslöffel Öl vermischen und alles mit Salz und Pfeffer würzen. Dressing über den Salat geben.

  6. Die Chili Cheese Fries mit dem Salat servieren.

Zitronenhühnchen mit rosa Beeren

So. Sheet Pan Dinners sind ja grade total in. Alles auf ein Blech, ab in den Ofen und zack, steht ein wohlschmeckendes, vollwertiges Essen auf dem Tisch. Das ist klasse. Aber so neu auch wieder nicht. Alfred Biolek* nämlich hat uns das schon vor vielen Jahren nahegelegt, nur hat er halt die publikumsträchtigen Schlüsselworte nicht benutzt.

Wir essen gerne Hühnchen, und ein Brathühnchen, das ist hier hier so ein klassisches Sonntag-Abend-Essen. In diesem Fall werden Hühnerschenkel gegart; ich habe das so gemacht, aber man kann auch schlicht ein ganzes Huhn zerteilen.

Wie auch immer – das Hühnchen wird mit Salz, Zitronenabrieb und rosa Pfefferbeeren mariniert und landet dann mit Kartoffeln und Schalotten im Ofen. Fix gemacht, aromatisch und saftig.  Und schon hip, bevor es hip war ;-).

Zitronenhähnchen mit rosa Beeren

Hühnchen, Kartoffeln, Aroma - alles aus dem Ofen

Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 4 Hähnchenschenkel
  • 700 g Kartoffeln
  • Schalenabrieb von 1 Bio-Zitrone
  • 2 TL Rosa Pfefferbeeren
  • 1/2 TL Paprika edelsüß
  • Salz
  • 4 Schalotten
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 4 Zweige Estragon
  • 1 Zweig Rosmarin
  • Olivenöl

Anleitung

  1. Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. 

  2. Hähnchenkeulen im Gelenk durchtrennen.

  3. Estragon zupfen, einen Teil der Blättchen fein  hacken. Im Mörser mit Zitronenabrieb, rosa Beeren, Salz und Paprika gut vermengen. Die Hähnchenkeulen von allen Seiten mit der Gewürzmischung einreiben und mindestens 15 Minuten zum Marinieren beiseite stellen. 

  4. Schalotten schälen und halbieren. Knoblauch in der Schale andrücken. Kartoffeln schälen, waschen und je nach Größe halbieren oder vierteln. 

  5. Kartoffeln in Salzwasser ca. 3 min vorkochen. 

  6. Kartoffeln, Schalotten und Knoblauch in einen ofenfesten Bräter legen. Rosmarinzweig, etwas Estragon und die Hühnchenschenkel darauf legen, mit Olivenöl beträufeln und  alles im heißen Ofen eine Stunde garen. Dabei hin und wieder mit dem Bratensaft übergießen. 

  7. Zum Servieren Fleisch mit Kartoffeln und Schalotten auf Tellern anrichten und mit restlichem Estragon bestreut servieren. 

Mildes Curry mit Fleischbällchen

Ich gebe zu, ein Curry in Reinkultur ist das nicht, eher eine britische Adaption, die ich im sainsbury magazine gefunden habe; der Link führt zum Original-Rezept.  Aber was soll’s – das Ganze schmeckt herrlich. Und meine Vorliebe für angloindische Küche ist ja bekannt, oder?

Dass das toll schmeckt, liegt zum einen an der Sauce – die Kokos-Curry-Kombination ist mild und cremig. Aber auch an den Bällchen, die haben nämlich einen gewissen Twist: Außer Fleisch ist eingeweichter Bulgur darin, und die Fleischmasse wird nicht nur verknetet, sondern gemixt. Das sorgt für eine unnachahmlich zarte Konsistenz.

Im Original ist das ein Gericht, das in nur einem Topf hergestellt wird; ich finde es aber schöner, die Fleischbällchen anzubraten, bevor sie in der Sauce garziehen dürfen.

Mildes Curry mit Fleischbällchen

Ein sanftes Curry mit zarten Fleischbällchen und Spinat

Portionen 4 Portionen
Autor magentratzerl

Zutaten

  • 100 g Bulgur am besten feinkörniger
  • 2 EL Rapsöl
  • 2 Zwiebeln
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 20 g Ingwer
  • 2 EL rote Currypaste
  • 250 g Rinderhack
  • 1/2 Bund Koriandergrün
  • Salz
  • 2 EL Mehl
  • 250 ml Hühnerbrühe
  • 250 ml Kokosmilch
  • 200 g Spinat
  • etwas Zitronensaft

Anleitung

  1. Bulgur in ein Sieb geben, das in eine Schüssel passt. Sieb in die Schüssel geben, kaltes Wasser angießen, bis der Bulgur bedeckt ist und alles 30 min quellen lassen. Dann das Sieb herausholen und überschüssige Flüssigkeit ausdrücken. 

  2. Während der Bulgur einweicht, Zwiebeln schälen und fein hacken, ebenso Knoblauch und Ingwer. 

    Koriander zupfen, Blätter und feine Stängel getrennt voneinander hacken. 

  3. Öl in einem Topf  erhitzen. Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer darin mit einer Prise Salz braten, bis die weich sind. Einen Teelöffel Currypaste einrühren, dann von der Hitze nehmen und beiseite stellen. 

  4. Die Hälfte der Zwiebelmischung mit Hackfleisch, Korianderstängeln, Bulgur und etwas Salz ca. 3 min mixen, dann mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

  5. Hände anfeuchten und aus der Masse ca. 20 kleine Fleischbällchen formen. Für 30 min in den Kühlschrank stellen, damit sie fest werden. 

  6. Für die Sauce die restliche Currypaste und das Mehl zu der Zwiebelmischung in den Topf geben und eine Minute auf mittlerer Hitze rösten. Nach und nach 250 ml Brühe angießen, dabei rühren. Kokosmilch angießen, alles zum Kochen bringen und simmern lassen.

  7. Fleischbällchen in einer Pfanne rundherum anbräunen, dann in die Sauce geben und in der Sauce ca. 10 min garziehen lassen. 

  8. Spinat verlesen, waschen, gut abtropfen lassen und hacken. 

  9. Spinat zugeben und alles köcheln lassen, bis er zusammengefallen ist. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. 

  10. Zum Servieren auf Teller verteilen und mit Koriandergrün bestreuen. 

    Dazu passt Basmati-Reis.

Hähnchentopf mit Graupen

Langsam wird es frisch draußen, da kommt ein wärmender Eintopf gerade recht, oder?

Das ist ein typisches Nigella-Lawson-Rezept*: es ist sehr einfach holt in der Einfachheit aus den Zutaten das Beste heraus. Oder anders gesagt – es ist mehr als die Summe seiner Teile. Es wird tatsächlich alles nur ohne Anbraten in einem Topf gegart und bei all der Einfachheit bekommt man ein aromatisches, molliges Gericht.

Nigella Lawson meint, der Eintopf ist so eine Mischung aus Schmorgericht und suppig geratenem Risotto; einfach und wohltuend. Ein Essen, so sagt sie, das im Instagram-Zeitalter gerne mal auf der Strecke bleibt, weil es nicht spektakulär aussieht – aber was soll’s; das ist einfach Comfort Food, und jetzt ist die Saison dafür.

Im Gericht werden gehäutete Hähnchenschenkel verwendet. Und nach dem Garen wird das Fleisch von den Knochen gezupft. Nichts davon ist verschwendet: die Haut kann man knusprig braten und entweder so knuspern oder über einen Salat streuen und die Knochen hebe ich auf, um daraus Brühe zu kochen.

Und noch etwas – im Gericht wird Senf verwendet; da könnt Ihr einfach den nehmen, den Ihr am liebsten mögt.

Hähnchentopf mit Graupen

Comfort Food aus einem Topf - einfach und wohltuend

Portionen 6 Portionen

Zutaten

  • 300 g Lauch geputzt gewogen
  • 500 g Karotten
  • 175 g Perlgraupen
  • 1 kg Hähnchenschenkel
  • 1,5 l Hühnerbrühe heiß
  • 4 TL Senf
  • 1/2 Bund glatte Petersilie
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Anleitung

  1. Die Hähnchenschenkel häuten. Den Lauch in ca. 3 cm dicke Scheiben schneiden. Die Karotten schälen und in dicke Stifte schneiden.

  2. Karotten zusammen mit Graupen und Hähnchenschenkel in eine großen Topf geben. 

  3. Die heiße Brühe in einen Messbecher geben und mit dem Senf verquirlen; dann alles auf den Topfinhalt gießen. Zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und alles mit halb aufgelegtem Deckel 60 min köcheln lassen. Hin und wieder umrühren. 

  4. Nach einer Stunde sollten Gemüse, Graupen und Fleisch  weich sein. Alles vom Herd nehmen und ohne Deckel noch 10 min durchziehen lassen. 

  5. Petersilie zupfen und hacken. 

  6. Das Fleisch mit zwei Gabeln von den Knochen zupfen. Etwas Petersilie an das Gericht geben und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

  7. In Tellern anrichten und weitere Petersilie zum Bestreuen dazu reichen.

Stifado von der Hirschkeule

*Enthält Werbung für Cervena Hirschfleisch*

Stifado ist ein klassisches griechisches Schmorgericht. Traditionell wird es mit Rindfleisch oder auch mit Kaninchen zubereitet. Ich hatte noch etwas von dem tollen Hirschfleisch, von dem ich Euch hier schon erzählt habe, und das passt auch super in ein Stifado. Das Rezept habe ich bei Tessa Kiros* gefunden, eine meiner liebsten Quellen, wenn Wohlfühlessen gefragt ist.

Und das nicht nur, weil sich die Keule gut zum Schmoren eignet – das Stifado wird mit Zimt, Piment und Lorbeer gewürzt, das ist genial zusammen mit dem leichten Wildgeschmack des Hirschs.

Und jetzt geht sie auch wieder los, die Zeit der Schmorgerichte. Wenn es draußen langsam klamm und dunkel wird, finde ich es herrlich, wenn etwas länger vor sich hinkocht und der Duft durch das Haus zieht. Und wenn es dann noch ein griechisches Gericht ist, das seinen Duft verbreitet, dann kommt ein bisschen der Sommer zurück

Stifado von der Hirschkeule

Der griechische Klassiker in der Sonntagsversion

Portionen 4 Personen
Autor magentratzerl

Zutaten

  • 750 g Hirschkeule ohne Knochen
  • 600 g bunte Perlzwiebeln
  • Olivenöl zum Braten
  • 2 EL Rotweinessig
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 200 ml Rotwein
  • 1 Dose geschälte Tomaten (400 g)
  • 2 Lorbeerblätter
  • 3 Körner Piment
  • 1 Stange Zimt

Anleitung

  1. Das Fleisch trockentupfen und in nicht zu kleine Würfel schneiden.

  2. Die Zwiebeln schälen.

  3. Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

  4. Olivenöl in einem ofenfesten Bräter erhitzen und das Fleisch darin portionsweise rundherum braun anbraten.

  5. Alle Fleischstücke in den Topf geben, den Essig angießen und sirupartig einkochen lassen. Dann den Wein angießen und alles ohne Deckel kurz kochen lassen. 

  6. Die Zwiebeln zwischen die Fleischstücke setzen. Mit Salz würzen, Lorbeer, Piment und Zimt zugeben, schließlich die Tomaten und 200 ml Wasser angießen.

  7. Den Deckel aufsetzen und das Fleisch im heißen Ofen 45 min garen.

  8. Den Bräter herausnehmen und kräftig rütten (Topflappen!), die Zwiebeln wenden und dafür sorgen, dass sie mit Flüssigkeit bedeckt sind. 

  9. Die Temperatur auf 160°C verringern und alles bedeckt weitere 45 min schmoren.

  10. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren.

Chicken Tikka Masala

Bestimmt habe ich es schon öfter erwähnt – ich mag die angloindische Küche ziemlich gern. Insofern ist es seltsam, dass hier Chicken Tikka Masala noch nie auf dem Tisch stand. Das tönt ja erst mal furchtbar indisch, und Masala ist ja auch das Wort für “Gewürzmischung”. Aber tja, Hühnchen-Tikka ist eigentlich ein Gericht, das über Holzkohle gegrillt wird. “Masala” und sahnige Sauce, die hat man in Großbritannien dazugefügt und so das indische Gericht an britische Gewohnheiten angepasst. Ich gehe konform – auch ich liebe Sauce.

Diese Version hier kommt aus Stevan Pauls Blauer Stunde* – und wir haben sie geliebt. Es ist auch eine besonders liebevoll gestaltete Luxus-Version – da werden nicht einfach Hähnchenbrustfilets gegart, da wird ein Huhn zerteilt, eine Brühe gekocht und auf dieser Basis dann weiter gemacht.

Stevans Getränkeempfehlung: britisches Bier – Lager ,Indian Pale Ale oder auch imperial Stout. Und wenn man lieber alkoholfrei bleibt ein salziges Lassi mit etwas pürierter Gurke.

Chicken Tikka Masala

Comfort Food - Britisch-Indisch

Gericht Hauptgang
Länder & Regionen Großbritannien, Indien
Keyword Hühnchen
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 1 Hühnchen
  • 2 TL Garam Masala
  • 150 g griechischer Joghurt
  • 1 rote Paprika
  • 3 Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Ghee oder Butterschmalz
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 20 g Ingwer
  • 1 Stern Anis
  • 1 Prise Zimt
  • 1 TL gemahlene Kurkuma
  • 1 EL Paprika edelsüß
  • 2 EL Honig
  • etwas Sambal Oelek
  • 1 Dose stückige Tomaten
  • 400 ml Hühnerbrühe
  • 1 TL Speisestärke
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Koriandergrün für die Deko

Anleitung

  1. Das Hühnchen zerlegen: dafür Flügel und Schenkel abtrennen, Brüste auslösen. Die Brüste dritteln, die Schenkel im Gelenk halbieren. 

  2. Übrige Karkasse mit der Geflügelschere klein schneiden, in einem Topf mit Wasser bedecken, aufkochen und dann 20 min simmern lassen. Durch ein Sieb abgießen und beiseite stellen. 

  3. Das Garam Masala mit einem EL des Joghurts verrühren, die Hühnerteile damit einreiben. 

  4. Paprikaschoten putzen und in Würfel schneiden, Tomaten ebenfalls würfeln. Zwiebeln schälen und hacken, Knoblauch schälen und fein hacken. Ingwer schälen und fein reiben. 

  5. Butterschmalz in einem Bräter erhitzen. Das Fleisch zusammen mit Paprika und Zwiebeln darin hellbraun anbraten. Knoblauch, Ingwer, den Ansistern, Zimt, Kurkuma und Paprika einrühren, ebenso Honig und Sambal Oelek. Tomatenragout und 400 ml der Hühnerbrühe einrühren, salzen, dann alles zugedeckt bei mittlerer Hitze 20 min kochen lassen, dann Deckel abnehmen und alles weitere 20 min kochen lassen. 

  6. Die Speisestärke mit dem restlichen Joghurt verrühren und in die Sauce rühren, unter Rühren köcheln lassen, damit alles bindet. Mit Salz abschmecken und gleich servieren. Über das Ganze gehört noch etwas gehacktes Koriandergrün; ich hatte leider keines bekommen. 

Eintopf-Enchiladas

Ich gebe es ja zu, ich wollte unbedingt diese Enchiladas aus Hugh Fearnley-Whittingstalls Resteküche* machen. Aber wie das so ist, es wollte partout kein Eintopf übrig blieben. Einmal hatten wir ein Chili, eine sehr üppige Portion. Ich freute mich schon diebisch auf die zu erwartenden Reste und die Enchiladas – und zack, hatte mein Sohn alles weggemampft. Pubertierende Jungs sind ganz erstaunlich gute Nahrungsvernichter. Ich mache so oft in froher Erwartung den Kühlschrank auf und finde …. nichts. Zumindest nicht das, was ich erwartet habe.

Reste gekochter Mahlzeiten sind bei uns also eher selten; aber neulich blieb tatsächlich Bolognese übrig. Und auch Nudeln. Aus den Nudeln habe ich eine Pasta-Tortilla gemacht, und die Bolognese ist in den ersehnten Enchiladas gelandet. Und die sind so empfehlenswert, für die kann man auch mal ein wenig mehr kochen und Reste einplanen.

Was Ihr braucht, ist ein Rest Eintopf, gerne auch gemischt mit Hülsenfrüchten. Hühnerfrikasee oder Gulasch sind willkommen. Wer ein vegetarisches Gericht haben möchte, kann auch Reste von gegartem Gemüse verwenden. Bratkartoffeln, gemischt mit Spinat, sind auch prima.

Man braucht außerdem Tortillas – aber eher nicht die Weizenwraps, die es im Supermarkt gibt. Ihr könnt Maistortillas verwenden, oder Ihr macht es wie ich und macht Schummeltortillas nach diesem Rezept.

Eintopf-Enchiladas

Mexikanisch inspiriert aus Resten

Gericht Hauptgang
Keyword Reste
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • Maistortillas - 3 bis 4 große oder 6 bis 8 kleine
  • 400 - 500 g Eintopf, gerne mit Hülsenfrüchten
  • 150 g würziger Hartkäse gerieben

Tomatensauce:

  • 1 EL Rapsöl
  • 1 Zwiebel
  • 2 Chilischoten
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1/2 TL gemahlener Koriander
  • 200 g Maiskörner
  • 400 g gehackte Tomaten aus der Dose
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Garnitur:

  • Sauerrahm
  • Frühlingszwiebelröllchen

Anleitung

  1. Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Auflaufform mit Öl einpinseln.

  2. Für die Tomatensauce Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Chilischoten putzen und ebenfalls hacken.

  3. Etwas Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel mit einer ordentlichen Prise Salz bei mittlerer Hitze braten, bis sie weich ist. Chili, Knoblauch und die Gewürze zugeben, alles unter Rühren kurz braten, dann Tomaten und Maiskörner zugeben. Salzen, dann 10 min köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

  4. Tortillas im Ofen oder der Mikrowelle aufwärmen, damit sie weich werden. 

  5. Nun die Hälfte der Tomatensauce in der Auflaufform verteilen. 

  6. Jeweils einen Teil des Eintopfs in die Mitte einer Tortilla geben, alles aufrollen und mit der Nahtseite nach unten in die Form legen. Alles mit der restlichen Tomatensauce übergießen und mit dem geriebenen Käse bestreuen.

  7. Im heißen Ofen ca. 25 bis 30 min backen, bis die Sauce blubbert und der Käse geschmolzen und appetitlich gebräunt ist.

  8. Zum Servieren mit Sauerrahm und Frühlingszwiebeln garnieren.

Mac & Cheese auf griechische Art

Also, wenn ich schon ein Blogevent im Kochtopf organisieren darf (danke 🙂 ), dann mache ich natürlich auf selbst mit: Mac & Cheese gehen hier immer. Die klassische Version kommt gerne mal auf den Tisch, aber es gibt ja auch genug Möglichkeiten, das Gericht abzuwandeln. Für dieses Mal habe ich mir eine griechisch inspirierte Version herausgesucht:

Die Pasta landet in einer Bechamelsauce, die mit  Feta und Mozzarella angereichert wurde, außerdem mit Spinat. Kirschtomaten und Oliven sind auch mit von der Partie. Uns hat das gut gefallen – es ist käselastiges Comfort Food, aber durch den Gemüseanteil trotzdem etwas leichter und schön frisch.

À propos leichter – im Original stammt das Rezept von hier; und weil die Autorin sich der schlanken Küche verschrieben hat, werden fettarme Milch und fettarmer Mozzarella verwendet; ich habe hier jeweils auf die Normalversion zurückgegriffen.

Mac & Cheese griechische Art

Pasta und Käsesauce mit griechischer Note

Gericht Hauptgericht, vegetarisch
Keyword Pasta
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 250 g Nudeln eine kurze, geringelte Sorte
  • 30 g Butter plus etwas für die Form
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 30 g Mehl
  • 500 ml Milch
  • 1 Kugel Mozzarella
  • 150 g Feta
  • Oregano
  • Majoran
  • 250 g Kirschtomaten
  • 10 Kalamata-Oliven
  • 200 g Spinat
  • gehackter Dill zum Bestreuen
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Anleitung

  1. Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine große oder 4 kleine Auflaufformen mit Butter ausstreichen. 

  2. Pasta in reichlich Salzwasser al dente kochen, dann abgießen und beseite stellen. 

  3. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. 

  4. Butter in einem Topf schmelzen. Zwiebel und Knoblauch darin glasig andünsten, dann das Mehl darüber streuen und unter Rühren weiterbraten. Die Milch unter Rühren nach und nach angießen, alles zum Kochen bringen und bei milder Hitze köcheln lassen, bis sich der Mehlgeschmack verliert. 

  5. Tomaten halbieren. Oliven ebenfalls halbieren. Feta und Mozzarella zerkleinern. Die  Sauce von der Hitze nehmen, Spinat, Tomaten und Kräuter zugeben. Den gesamten Mozzarella und die Hälfte des Feta in die Sauce geben, rühren bis alles geschmolzen ist und mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

  6. Pasta und Sauce in die vorbereitete Form geben und mit dem restlichen Feta bestreuen. 

  7. Im heißen Ofen ca. 20 min backen, bis die Sauce blubbert und die Oberfläche knusprig ist.

  8. Zum Servieren mit gehacktem Dill bestreuen. 

Fisch- und Wurzeleintopf

Das ist ein recht einfaches Rezept, das Malin Radeniye* da mit verschiedenen Wurzelgemüsen kocht – und es hat uns sehr gut gefallen. Die bodenständigen Wurzelgemüse bekommen einen mediterranen Anstrich: sie werden mit Fenchelsaat und Tomaten gegart, dazu gesellt sich am Ende Fisch und als Topping eine Aioli. Das passt alles sehr gut; es ist eine leichte Mahlzeit, die ein wenig den Sommer zurück holt.

Im Original kommen Pastinaken an den Eintopf; ich habe statt dessen Petersilienwurzel verwendet. Und außerdem Fischfond statt Hühnerbrühe. Die Aioli passt toll zum Eintopf; wer die aber nicht mag, kann ihn statt dessen mit einem Klecks Joghurt servieren. Meine Aioli ist so gelb, weil der verwendete Senf eine sehr kräftige Farbe hatte.

Fisch- und Wurzeleintopf

Wurzelgemüse mit Fisch und mediterranem Flair

Gericht Hauptgang
Keyword Eintopf
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 400 g Lachs
  • 2 Karotten
  • 4 Petersilienwurzeln
  • 4 Kartoffeln
  • 1 Stück Lauch, ca. 15 cm
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 EL Olivenöl
  • 2 TL Fenchelsaat
  • 1 Dose Tomaten (400 g)
  • 500 ml Fischfond
  • Petersilie
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Aioli:

  • 1 Eigelb
  • 1 EL Senf
  • 1/2 Zehe Knoblauch
  • 100 ml Rapsöl
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Anleitung

  1. Alle Zutaten für die Aioli rechtzeitig aus dem Kühlschrank holen, damit sie Zimmertemperatur annehmen können. 

  2. Das Wurzelgemüse und die Kartoffeln putzen, schälen und grob würfeln. Lauch  gründlich waschen und fein hacken; Knoblauch schälen und ebenfalls fein hacken. Petersilie zupfen und hacken.

  3. Öl in einem Topf erhitzen und Fenchelsaat, Lauch und Knoblauch darin unter Rühren anbraten. Dann Gemüse und Kartoffeln zugeben, salzen und unter Rühren mitbraten, bis sie an den Rändern etwas braun werden. 

  4. Während die Suppe gart, die Aioli zubereiten: Knoblauch schälen und fein reiben. Das Eigelb in einem Messbecher mit Senf und Knoblauch verquirlen. Das Öl erst tropfenweise, dann in feinem Strahl zufügen und dabei dauernd mit dem Schneebesen rühren. Aioli mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

  5. Tomaten und Fischfond zufügen. Alles köcheln lassen, bis die Kartoffeln gar sind. Wenn der Eintopf zu sehr andickt, noch etwas Wasser zufügen. 

  6. Den Fisch in mundgerechte Stücke schneiden. Die Hitze abstellen und den Fisch ca. 5 min im Eintopf garziehen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit der gehackten Petersilie bestreut und einem Klecks Aioli servieren.

Bohnen-Tostadas mit Nopales und Ei

Im Grunde finde ich die mexikanische Küche und auch die Tex-Mex-Küche wirklich spannend, aber ich koche daraus weniger, als ich möchte. Zutatenprobleme. Es gibt ja hier in München an jeder zweiten Ecke einen Asia-Shop, was auch toll ist. Aber mexikanische Lebensmittel sind leider Mangelware. Einen kleinen, sehr netten Laden gibt es – aber der hat in schöner Regelmäßigkeit exakt das, was ich brauche, nicht.

Insofern habe ich große Augen gemacht und Appetit bekommen, als ich bei Erin Alderson dieses Rezept gesehen habe. Aber hey, Nopales? Also Kaktus? Ich hatte meinen Appetit geistig schon ad acta gelegt, da fand ich doch tatsächlich ganz unerwartet eingelegten Kaktus mit Supermarkt um die Ecke. Mitgenommen, Tostadas gemacht.

Solltet Ihr auch, das schmeckt klasse. Im alleräußersten Notfall vielleicht mit Gurke statt Kaktus, das könnte funktionieren.

Man braucht Mais-Tortillas für dieses Rezept. Eigentlich. Ich habe statt dessen mal wieder meine Schummel-Tortillas benutzt, aber so langsam muss ich eine vernünftige Tortilla-Presse auftreiben und mich mal an den wahren Stoff machen.

Bohnen-Toastadas mit Nopales und Ei

Geröstete Tortilla, refried Beans, Kaktus, Ei

Gericht Hauptgericht, vegetarisch
Länder & Regionen Tex Mex
Keyword Tortillas, Nopales
Portionen 3 Portionen

Zutaten

Tortillas

  • 2-3 EL neutrales Öl
  • 4 kleine Maismehltortillas oder 3 größere

Nopales:

  • 1 rote Paprikaschote
  • 1 Glas eingelegter Kaktus
  • 1 EL Limettensaft
  • Salz
  • eine Handvoll Koriandergrün plus etwas zum Servieren

Eier und Bohnen:

  • 2 Eier
  • 2 TL neutrales Öl
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1/2 TL Kreuzkümmel gemahlen
  • Salz
  • 250 g gegarte Kidneybohnen oder Pintobohnen mit Flüssigkeit

Anleitung

  1. Eine Pfanne bei mittlerer Hitze auf den Herd stellen. Einen EL Öl darin erhitzen, eine Tortilla hineingeben und von beiden Seiten knusprig braten. Beiseite stellen. Mit dem restlichen Tortillas ebenso verfahren, dabei, wenn nötig weiteres Öl in die Pfanne geben. 

  2. Paprikaschoten putzen und in Würfel schneiden. Kaktus abtropfen lassen. Koriander zupfen, Blätter und feine Stängel hacken. 

  3. Es sollte noch etwas Öl in der Pfanne sein. Darin Paprika und Kaktus anbraten, bis alles leicht gebräunt ist, dann von der Hitze nehmen, salzen, Limettensaft und Koriandergrün unterheben. In eine Schüssel geben und warm stellen. 

  4. Knoblauch schälen und fein hacken. Etwas Öl in der Pfanne erhitzen. Knoblauch anrösten bis er duftet, dann Bohnen mitsamt der Flüssigekeit und Kreuzkümmel zugeben, alles salzen, dann zum Kochen bringen. Köcheln lassen, bis die Bohnen heiß sind und die Flüssigkeit verdampft ist, dann alles mit einer Gabel zerdrücken.

  5. Jetzt noch die Eier in einer kleinen beschichteten Pfanne als Rührei zubereiten.

  6. Und dann geht es ans Zusammenbauen. Meine Tortillas waren etwas groß, ich habe sie deshalb geviertelt. Kleine kann man auch gut ganz lassen. Jede Tortilla mit etwas Bohnenmasse bestreichen, dann etwas Ei darauf verteilen und schließlich großzügig Nopales-Masse darüber geben. Mit zusätzlichem Koriander bestreuen und gleich servieren.