Mango-Curry mit Joghurt

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Der erste Post im neuen Zuhause – da bin ich doch etwas aufgeregt. Wie schön, dass es dafür gleich einen tollen Anlaß gibt.

Melanies wunderschöner Blog Mangoseele feiert nämlich  Geburtstag  – den ersten. Und was wünscht Melanie sich? Genau, Mangorezepte.

Mango herzhaft wollte ich ihr dazu spendieren. Und ich bin ein wenig eindimensional veranlagt, denn bei der Wortkombination “Mango” und “herzhaft” schreien all meine Synapsen: “Indien!”

Dieses Mango-Curry habe ich schon oft zubereitet, es ist schmeckt leicht und frisch und steht in Windeseile auf dem Tisch. Schön ist auch, dass die verwendeten Chilis nicht kleingehackt werden: sie landen längs halbiert im Curry, so dass jeder Esser sich aussuchen kann, ob er die Chili herauspickt oder lieber mitisst.

Das Rezept ist im Original recht ungewöhnlich: die Mango wird nämlich mitsamt der Schale in das Curry gegeben. Laut Celia Brooks Brown*, von der das Rezept stammt, gibt das eine angenehm pfeffrige Note. Ich hab’s versucht – Mangoschale ist nicht mein Fall; ich schäle die Mango.

Herzlichen Glückwunsch zum Blog-Geburtstag, Melanie! Ich hoffe, das Curry schmeckt Dir.

Für 4 Personen:

  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • 1 TL schwarze Senfkörner
  • 1 Handvoll Curryblätter, frisch oder getrocknet (die frischen schmecken besser; ich kaufe sie im Asia-Shop und habe immer eine Tüte davon in der Tiefkühle)
  • 2 TL Kurkuma (oha….den habe ich vergessen 🙁 )
  • 5 cm Ingwerwurzel
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 1 Zwiebel
  • 2-3 rote Chilis
  • 3 Tomaten
  • 1 große Mango, nicht zu weich
  • 600 gr. Joghurt

Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. Chilis längs halbieren.

Tomaten würfeln; Mangos schälen und ebenfalls in Würfel schneiden.

Das Öl in einem Wok oder einer großen Pfanne erhitzen. Die Senfkörner hineingeben und anrösten, bis sie anfangen, in der Pfanne zu hüpfen. Danach die Curryblätter, Ingwer, Knoblauch, Zwiebel, Kurkuma und Chilis zugeben und unter Rühren anrösten, bis die Zwiebel anfängt, braun zu werden.

Tomaten und Mango in die Pfanne geben, kurz druchrühren und alles weiterbraten, bis die Tomaten weich werden. Die Pfanne von der Hitze nehmen und den Joghurt einrühren. Die Pfanne wieder auf die Kochplatte geben und das Curry auf ganz niedriger Hitze unter ständigen Rühren erwärmen, bis das Joghurt warm ist. Es ist wichtig, das auf niedriger Hitze zu machen und immer zu rühren, damit das Joghurt nicht ausflockt. Wer Angst vor dem Ausflocken hat, kann das Joghurt auch mit ein wenig Stärke abbinden.

Mit gegartem Basmati-Reis anrichten.

Misses Lawsons hochgepriesenes Huhn

ms lawsons huhn

Es ist ja eigentlich eine Gemeinheit. Der Frau Neudecker, der werden die Hühner nur so nachgeschmissen. Und die Sabine, die mindestens genauso gerne Hühnchen isst, die soll keines kriegen? Das geht gar nicht! Und deshalb gibt es jetzt ein Hühner-Spezial für Sabine – und alle anderen dürfen mitlesen. Ich hoffe, Du magst Hühnchen auch im Eintopf, Sabine 🙂 .

Die Damen sind ja nicht die einzigen, die Hühnchen mögen….wir auch. Und Nigella Lawson ebenso. Sogar so sehr, dass ein Kapitel in ihrem schönen Kochbuch “Kitchen”*  den Titel “Chicken and its place in my kitchen” trägt.

Das Rezept kommt von Nigella Lawsons Mutter – My mother’s praised chicken, so heißt es. Wir sprechen von einem Eintopf auf der Basis von gekochtem Huhn. Das Gericht steht hier regelmäßig auf dem Tisch: butterzartes Hühnchen in einer würzigen Brühe mit feinem Gemüse. Nigella versteht es als Basisrezept – man kann gut damit spielen, die Kochflüsigkeit mit Cidre aufpeppen, ein wenig Ingwer für verschnupfte Nasen zugeben, Chili für den Extra-Kick…..was Ihr wollt. Zusätzliches Gemüse ist auch eine Idee. Serviert werden soll der Eintopf mit einer großzügigen Portion gekochtem Reis; Frau Lawson spricht von Vollkorn-Basmati – ich finde ja, hier passt nur eines, nämlich ein richtig toller Sushi-Reis.

Für 6-8 Portionen (bestimmt fällt Euch für die Reste eine passende Verwertung ein):

  • 1 großes Hühnchen, Bio bevorzugt
  • 2 TL Öl
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 100 ml trockener Weißwein
  • 2 Stangen Lauch
  • 3 Karotten
  • 2 Stangen Sellerie
  • ca. 2 l kaltes Wasser
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 1 Zweig Thymian
  • Einige Petersilienstängel
  • 1 TL Salz
  • 2 TL Roter Pfeffer
  • Gehackte Petersilienblättchen und Dill zum Anrichten
  • Gekochter Reis zum Servieren

Knoblauch schälen und fein hacken. Lauch putzen, waschen und grob in Stücke schneiden. Karotten schälen und in längliche Stücke schneiden, Sellerie putzen, die Fäden entfernen und ebenfalls in Scheiben schneiden.

Das (arme) Hühnchen mit der Brustseite nach unten auf ein Schneidebrett legen und mit den Händen nach unten drücken, bis das Brustbein kracht. Dann nochmals kräftig drücken, bis das Huhn flach auf dem Brett liegt. Das Hühnchen läßt sich so besser anbraten, und außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass es nicht so zum Hochschweben neigt, wenn man mit Flüssigkeit aufgießt. Die Unterschenkel (also die Teile unterhalb des Fußgelenks) abschneiden, aber nicht wegwerfen.

Öl in einem großen Topf erhitzen, Knoblauch zugeben, einmal kurz durchrühren, dann das Huhn mit der Brustseite nach unten in den Topf geben und einige Minuten bräunen lassen. Huhn umdrehen, Unterschenkel zugeben. Wein angießen, einige Minuten einkochen lassen, dann Karotten, Lauch und Sellerie in den Topf geben. Soviel kaltes Wasser angießen, dass das Huhn bedeckt ist, dann Lorbeer, Thymian, Rosmarin und Petersilienstängel und rosa Pfeffekrörner zugeben. Es bietet sich an, alles in eine Teebeutel zu packen, dann kann man es nach dem Kochen leicht herausnehmen. Salzen, Deckel auflegen,  alles erhitzen und bei ganz geringer Hitze (es sollte nur ab und zu blubb….blubb im Topf machen, so wird das Huhn zart und das Gemüse verkocht nicht) ca. 1 1/2 bis 2 h garziehen lassen. Dabei darauf achten, dass das Huhn immer mit Flüssigkeit bedeckt ist.

Das Huhn aus der Brühe nehmen und das Fleisch von den Knochen abziehen. Kräuter und Pfeffer ebenfalls entfernen. Das Fleisch wieder zur Suppe geben, nötigenfalls nachsalzen.

Zum Anrichten Reis in tiefe Teller oder Suppenschüsseln geben, Eintopf darüber schöpfen und mit Petersilie und Dill bestreuen.

Sauerkrautknödel mit Bratwurstsauce

Die Nachfrage nach diesem Rezept hier war ja groß – und bitteschön, hier ist es 🙂 . Mich hat dieses Rezept aus dem Buch von Andreas Geitlauch sofort angesprungen und es war ein richtiger Volltreffer: Knödel mit einer deftigen Sauce; mit einem Salat dazu ein wunderbares Hauptgericht.

Mir kommt das Gericht ja sehr entgegen, denn ich liebe Knödel mit Soße. Auf den dazugehörigen Braten könnte ich glatt verzichten, den kann ich locker ersetzen durch noch einen Knödel und noch etwas Soße. Bloß…..in der Regel gibt es ja keine Soße ohne Braten. Da ist diese Lösung hier für mich genau richtig 🙂

Die Knödel sind auf Kartoffelbasis, etwas Knödelbrot kommt dazu, Quark und Sauerkraut. Fluffig-locker sind die Knödel und wunderbar seidig – daran gibt es nichts auszusetzen. Und die Sauce mit ihrem Anteil an Bratwürsten macht das ganze zu einer eigenständigen Mahlzeit.

Interessant fand ich den Tipp, das Kochwasser für die Knödel mit etwas Speisestärke zu binden. Ich mache das immer – denn laut meiner Mama (und meiner Oma…) fallen die Knödel dann nicht so leicht auseinander. Andreas Geitl gibt hierzu eine Zusatzinfo: die Knödel bekommen außerdem einen schönen Glanz.

Für 4 Personen:

Für die Knödel:

  • 500 gr. Kartoffeln, am Vortag in der Schale gekocht
  • 60 gr. Speck, in feinen Würfeln
  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 1 EL Butter
  • 120 gr. Knödelbrot (das sind etwa 2 altbackene Semmeln)
  • 80 gr. Butter zum Bräunen
  • 1 ganzes Ei
  • 2 Eigelb
  • 200 gr. Sauerkraut, gegart, gründlich ausgedrückt und klein geschnitten
  • 100 gr. Quark, abgetropft
  • 60 gr. Karotten, roh geraffelt
  • 100 gr. Kartoffelstärke
  • Slz, Pfeffer aus der Mühle

Für die Soße:

  • 400 gr. Bratwürste (wir hatten die aus der fränkischen Lieblingsmetzgerei, von denen immer ein Notvorrat in der Tiefkühle lagert)
  • 2 Zwiebeln, in mundgerechte Stücke geschnitten
  • 400 ml Bratensoße (auch hier habe ich auf TK-Vorrat zurückgegriffen, sonst würde ich Rinderbrühe nehmen oder Hühnerbrühe)
  • 100 ml dunkles Bier
  • geriebene Schale von 1/2 Zitrone
  • etwas Kümmel, Körner gemörsert
  • Puderzucker
  • optional: Stärke zum Abbinden
  • gehackte Petersilie zum Ausgarnieren

Zunächst für die Sauce die Würste in mundgerechte Stücke schneiden und mit Bier, Zitronenschale und Kümmel ca. 1 h marinieren.

Für Knödel das fein geschnittene Knödelbrot in eine Schüssel geben; diese sollte groß genug sein, um später die ganze Knödelmasse zu fassen. Butter in einem Topf schmelzen und kurz bräunen lassen, dann über das Knödelbrot geben. Zwiebel und Speck in der restlichen Butter glasig dünsten. Die Kartoffeln schälen und durch die Kartoffelpresse zu der Semmelmasse drücken. Zwiebel, Speck, Eier und Eigelbe, Quark, Karotten, Sauerkraut und Kartoffelstärke zugeben und alles zu einer griffigen Knödelmasse vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.  Aus der Masse Knödel formen (bei mir waren es 10 Stück). In einem weiten Topf Wasser aufkochen, großzügig salzen und mit ein wenig angerührter Speisestärke binden. Knödel einlegen und knapp unter dem Siedepunkt in ca. 20 -25 min garziehen lassen (kommt auf die Größe an).

Inzwischen für die Sauce die Wurststücke aus der Marinade nehmen und gründlich abtropfen lassen; die Marinade aufheben. Die Wurst in einer Pfanne mit etwas Öl anbräunen, dann herausnehmen. Zwiebel ebenfalls anbräunen, ein TL Puderzucker darüberstäuben und kurz karamellisieren lassen. Würste wieder zugeben, Bratensoße zugeben, alles nochmals kurz aufkochen, abschmecken und wenn nötig, mit ein wenig Stärke abbinden.

Zum Servieren die Knödel mit der Soße anrichten und mit Petersilie bestreuen.

Schwarzkohl-Chips

cale chips

Zu Silvester gibt etwas zu knabbern. Es gibt sogar Chips. Nach den Plätzchenorgien und dem vermutlich reichhaltigen Weihnachtsessen stellen wir aufs Silvesterbuffet eine gesunde Knabberei.

Wir verwenden nämlich Schwarzkohl, auch bekannt als Cavalo nero oder Palmkohl. Den Kohl habe ich zufällig in einer Basic-Filiale gefunden und nach Hause geschleppt, ohne zu wissen, was ich damit machen soll. Und nun bin ich froh, dass noch welcher übrig ist, denn er schmeckt wunderbar.

Cale Chips geistern als Superfood schon lange durch die englischsprachigen Foodblogs. Er ist entsetzlich gesund, der Schwarzkohl, denn er enthält große Mengen an Beta Carotin, Vitamin C und Vitamin K; darüber hinaus auch noch einen Stoff, der vorbeugend gegen Krebs wirken soll. Her mit dem Kohl also. Bei dieser Chips-Variante steuern außerdem die Cashewnüsse noch Tryptophan und die Hefeflocken B-Vitamine bei – für einen glücklichen, gelassenen Silvesterabend 😉 .

Aber im Grunde ist das nebensächlich, oder besser gesagt, ein schöner Nebeneffekt. Denn die Hauptsache ist, doch, dass die Cale-Chips schmecken. Und das tun sie. Verdammt gut sogar. Für Nüsse bin ich immer zu haben, und die Hefeflocken geben eine nette Käsenote.

Falls nicht alle Chips gleich weggeknabbert werden: sie bleiben ein paar Tage knusprig. Wer keinen Schwarzkohl bekommt, kann auch Grünkohl nehmen – das Original-Rezept sieht das ohnehin vor.

Ob Ihr nun Schwarzkohl-Chips oder etwas anderes aufs Buffet stellt: ich wünsche Euch allen nicht nur einen schönen Silvester-Abend, sondern auch einen guten Start ins neue Jahr und ein glückliches, zufriedenes Jahr 2014!

  • 5-6 Blätter Schwarzkohl
  • Saft von 1 Zitrone
  • 60 gr. Hefeflocken
  • 100 gr. Cashewkerne
  • 125 ml Wasser

Backofen auf 90°C (Umluft) vorheizen. Zwei Bleche mit Backpapier auslegen.

Den Kohl waschen. Die Blätter rechts und links von der Rippe schneiden, dann in ca 5 cm große Stücke teilen.

Zitronensaft, Cashewkerne, Hefeflocken und Wasser im Mixer zu einer Paste verarbeiten. Die Paste mit den Fingern auf die Kohlblätter verstreichen. Die Blätter auf die Bleche legen und im heißen Ofen ca. 1h  backen, bis die Blätter getrocknet sind und die Paste knusprig ist. Immer wieder mal schauen – die Chips können auch schon vorher fertig sein.

Rezept adaptiert aus: Vicky Edgson, Natasha Corrett – Vegetarisch basisch gut*

Resteverwertung: Chinesische geröstete Ente mit Reisnudeln

geröstete ente mir reisnudeln

Langsam wächst in mir die Erkenntnis, dass Weihnachten nicht meine Zeit ist. Ich glaube, nächstes Jahr lassen wir das mal ausfallen und fahren ganz weit weg. Eigentlich wollte ich ruhige Tage mit der Familie verbringen und nach Neujahr die übliche Verwandschafts-Besuchsrundfahrt starten. Blogggen hatte ich nicht so auf dem Plan…und jetzt doch, denn ich kann ein wenig Ablenkung grade gut gebrauchen.

Vor ca. 11 Jahren lag ich gleich am zweiten Feiertag im Krankenhaus, und kurz nach Weihnachten wurde mein Sohn per Notkaiserschnitt auf die Welt geholt. Das war gut so, sonst gäbe es uns beide nicht. Dann war doch recht lange Ruhe, bis letztes Jahr kurz nach Weihnachten ich mit einer fiesen Infektion brach lag. Und dieses Jahr ist mein Mann dran und darf die Zeit zwischen den Jahren im Krankenhaus verbringen. Das wird alles wieder, aber Feiertage, wie man sie sich vorstellt, sind es nicht. Ich sag doch….nächstes Jahr besser ohne uns….

Dabei war ich dieses Jahr so schlau. Letztes Jahr war nämlich die Weihnachtsente etwas zu klein. Satt geworden sind wir schon so einigermaßen, aber die Reste, auf die ich spekuliert hatte, die fielen komplett aus. Deshalb habe ich dieses Mal ein besonders großes Federvieh erstanden. Und ratet mal, was ich jetzt habe – genau, mehr Reste als mir lieb sind.

Das chinesische Gericht ist ein Teil meiner Resteverwertung. Meine Ente war relativ neutral gewürzt, die Reste sind daher recht anpassungsfähig. Das Gericht ist ein Treffer: süß-scharf, mit knackigem Gemüse und gerösteter Ente.

Für 2-3 Personen:

  • ein großzügiger Rest gebratene Ente (ca. 750 gr.)
  • 250 gr. flache, breite Reisnudeln
  • etwas Erdnussöl zum Braten
  • 1 Karotte
  • 150 gr. Edamame (Erbsen gehen auch)
  • 1 dickes Stück Ingwer
  • 1 kleine rote Chili
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 2 EL Koriandergrün, zerrupft
  • 30 ml Hoi-Sin-Sauce

Ente auslösen, dann Haut und Fleisch kleinschneiden und in eine Schüssel geben. 250 gr. sollten dabei schon rauskommen.

Die Nudeln in einer zweiten Schüssel mit Wasser übergießen und nach Packungsanweisung einweichen und bissfest kochen. Dann  abgießen, kalt abspülen damit sie nicht zusammenkleben und in einem Sieb gründlich abtropfen lassen.

Ingwer schälen und in dünne Scheiben schneiden. Karotten schälen und in Stifte schneiden. Chili fein hacken. Frühlingszwiebeln putzen und schräg in feine Ringe schneiden.

Etwas Öl in einem Wok erhitzen. Karotten darin bei starker Hitze kurz anbraten, dann Ingwer, Chili und Frühlingszwiebeln unter ständigem Rühren 30 sek. garen. Edamame, Entenfleisch und Hoi-Sin-Sauce zugeben und unter Rühren braten, bis alles heiß ist. Dann die Nudeln zugeben und 2-3 min unter vorsichtigem Rühren garen, bis sie durcherhitzt sind.

Zum Servieren mit Koriander bestreuen.

Knoblauchsuppe mit dicken Bohnen und Garnelen

knoblauchsuppe

Diese wunderbare Suppe ist mein bisheriger Liebling aus “I love New York” – absolute Nachkochempfehlung!

Die Suppe hat genau die richtige Konsistenz, ist leicht und schaumig und schmeckt….nach mehr. Würzig, etwas frisch-säuerlich. Obwohl mit dem Knoblauch nicht zimperlich umgegangen wird, ist sein Aroma keineswegs dominant, das ist wohl der Vorbehandlung zu verdanken. Und die Einlage aus glasierten dicken Bohnen und Garnelen, die gibt den letzten Schliff.

Eine kurze Anmerkung zum Foto: doch, da ist mehr als eine dicke Bohne in der Suppe. Die Bohnen waren nur so halsstarrig, immer gleich auf den Grund des Tellers abzutauchen. Gegessen wurden sie dann aber trotzdem 😉

Für 4 Personen:

Für die Knoblauchsuppe:

  • 8 Zehen Knoblauch, geschält
  • 2 TL Butter
  • 1 EL Sellerieknolle, geschält und gewürfelt
  • 1 EL Fenchel, gewürfelt
  • 1 EL Schalotte, geschält und gewürfelt
  • 120 ml Weißwein
  • 180 gr. Kartoffeln (Daniel Humm nimmt Bamberger Hörnchen), geschält und in kleinen Würfeln
  • 180 ml Milch-Sahne-Gemisch (halb/halb)
  • 2 Zweige Thymian
  • 120 ml Sahne
  • Limettensaft, Salz, Cayennepfeffer

Für das Ragout als Einlage:

  • 400 gr. Kerne von Dicken Bohnen (meine waren aus der Tiefkühle)
  • 120 ml Hühnerbrühe
  • 12 Riesengarnelen, geschält, geputzt, entdarmt
  • 4 EL kalte Butter
  • Salz

Zum Anrichten:

  • Minzeblätter

Die Knoblauchzehen mit Wasser bedeckt in einen kleinen Topf geben und aufkochen. Das Wasser abgießen und den Kochvorgang noch viermal wiederholen, um dem Knoblauch alle Bitterstoffe zu entziehen.

Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Sellerie, Schalotte und Fenchel darin glasig andünsten. Knoblauch klein würfeln, in den Topf geben und mitdünsten. Weißwein angießen, Hitze erhöhen und Wein auf die Hälfte einkochen lassen. Kartoffeln, Milchmischung, Thymian und 600 ml Wasser zugeben. Die Hitze reduzieren und alles ca. 30 min köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.

Inzwischen das Ragout für die Einlage vorbereiten: Die Bohnen in kochendem Salzwasser 1 bis 1 1/2 min blanchieren. In Eiswasser abschrecken und aus den Häutchen pulen. In einer Pfanne die Brühe zum Kochen bringen, die Garnelen hineingeben. Butter zufügen und die Garnelen ca. 1 min unter Rühren glasieren. Bohnen zufügen und eine weitere Minute garen. Mit Salz abschmecken und beiseite stellen.

Den Thymian aus der Suppe nehmen und die Suppe im Mixer pürieren. Wer eine zartere Konsistenz möchte, passiert die Suppe zusätzlich durch ein Sieb ab. Die Sahne mit einem Schneebesen einrühren. Mit Limettensaft, Salz und Cyennepfeffer abschmecken.

Zum Fertigstellen das Garnelen-Bohnenragout auf vier tiefe Teller verteilen. Die Suppe mit dem Stabmixer aufschäumen und portionsweise auf dem Ragout verteilen. Mit Minze dekorieren.

Persische Reismehlplätzchen

reismehlplätzchen

Im Oktober schon ist es Tina von Lunch for One aufgefallen – die Plätzchenrezepte sind unter uns. Zu diesem Anlass wünscht sie sich Plätzchenrezepte aus aller Welt. Ich tue mich da gerade schwer. Weihnachten naht zwar unterbittlich, aber ich habe noch gar keine Lust, Plätzchen zu backen. Das ist aber jedes Jahr so. Und irgendwann erfasst mich dann der Backwahn und ich muss aufpassen, dass wir nicht noch an Ostern von den Weihnachtsplätzchen zehren können. Also, so richtige Weihnachtsplätzchen gibt es noch nicht. Aber Kekse, die man das ganze Jahr über essen kann. So wie diese Reismehlplätzchen aus dem Iran, die ich im Persischen Kochbuch von Gabi Kopp* gefunden habe.

Auf den ersten Bissen fand ich die Plätzchen ein wenig unscheinbar. Aber trotzdem wanderte meine Hand immer wieder in die Keksdose und nach einigen Gewöhnungskeksen habe ich beschlossen, dass es sich um eine wunderbare Leckerei handelt: mürbe, nicht zu süß, mit zarten Rosenaroma und einer tüchtigen Kardamom-Note. Übrigens perfekt, um sie in eine Tasse Tee zu tunken.

Reismehl, Rosenwasser und Ghee gibt es im Asia-Shop. Die Plätzchen sind schnell und einfach gemacht, aber der Teig muss einige Stunden ruhen.

Plätzchen aus aller Welt Blogevent

Und nun zum Rezept:

  • 300 gr. Reismehl
  • 130 gr. weiches Ghee (indisches Butterschmalz, notfalls weiche Butter)
  • 80 gr. Puderzucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Kardamomsamen, frisch gemörsert
  • 1 Ei
  • 5 EL Rosenwasser
  • Mohnsamen zum Bestreuen

Reismehl mit Ghee, Puderzucker, Kardamom und Salz gut mischen. Ei und Rosenwasser einarbeiten und alles mit den Händen zu einem homogenen Teig verkneten. Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie packen und über Nacht oder einige Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

Zum Backen den Ofen auf 180°C  vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen. Aus dem Teig Bällchen von ca. 1,5 cm Durchmesser formen, die Bällchen auf das Blech legen und mit einem Musterstempel (bei mir war es ein Apfelausstecher) ein Muster hineindrücken. Mit Mohnsaat bestreuen.

Im heißen Ofen ca. 15 min backen. Die Plätzchen sollen kaum bräunen.

Quinoa-Risotto mit Rote-Bete-Gemüse

Quinoa-Risotto mit Rote-Bete-Gemüse

Es ist Donnerstag  – und ich habe es geschafft; endlich mal wieder ein Rezept zum Veggie-Day.

Offensichtlich essen wir zu selten Quinoa. Denn die kleinen Körnchen schmecken nicht nur gut, sie haben es auch noch in sich.  Sie enthalten nicht nur sehr viel Eiweiß, sondern sind auch noch reich an Mineralstoffen. Schmeckt also nicht nur, sondern man tut sich auch sonst noch ewas Gutes.

Was mich allerdings etwas wundert, ist dass bei den meisten Rezepten, auf die ich gestoßen bin, der Hinweis fehl, dass man die Körnchen vor der Weiterverarbeitung gründlich heiß abwaschen sollte. Quinoa schützt sich nämlich durch einen hohen Anteil an Saponinen vor Schädlingen. Zwar werden die Saponine größtenteils  beim Schälen entfernt, trotzdem bleiben Reste. Durch das heiße Abwaschen spült man noch etwas davon ab und vermeidet, dass die Quinoa bitter schmeckt. Oder hat man dem Quinoa diese Eigenart inzwischen abgezüchtet? Egal, ich wasche 😉

Rote Bete werde ich in Zukunft öfter auf diese Art zubereiten, denn das hat nicht nur mir geschmeckt. Auch meinen Mann, für den Rote Bete auf der Liste der essbaren Nachrungsmittel ziemlich weit hinten steht, hat das Gemüse mit Begeisterung verdrückt.

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Für das Gemüse:

  • 700 gr. Rote Bete
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 40 gr. Butter
  • 1 gehäufter TL Mehl
  • 300 ml Gemüsefond
  • 50 ml Sahne
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • gehackter Dill zum Servieren

Für das “Risotto”:

  • 1 Schalotte
  • 1 Karotte
  • 2 EL Öl
  • 200 gr. Quinoa
  • 800 ml Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • etwas gehackte Petersilie

Zunächst die Rote Bete waschen, dann in einem großen Topf mit Salzwasser bedeckt je nach Größe ca. 1 h garkochen. Dann etwas abkühlen lassen, schälen, in gefällige Stücke schneiden und beiseite stellen.

Für das Risotto die Schalotte schälen und fein hacken. Karotte schälen und würfeln.

Öl in einem Topf erhitzen, und zunächst die Schalotte glasig andünsten, dann die Karottenwürfel zugeben und kurz mitbraten.

Den Quinoa in ein Sieb geben und mit heißem Wasser gründlich abbrausen. Dann in den Topf geben und unter Rühren kurz mitbraten. Gemüsebrühe angießen, alles einmal aufkochen, Hitze zurücknehmen und den Quinoa bei geschlossenem Deckel in ca. 30 min ausquellen lassen, dabei ab und zu umrühren. Am Ende die Petersilie einrühren und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für das Gemüse die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und in der Butter glasig anschwitzen. Mehl einstreuen und unter Rühren kurz mit anrösten. Die Gemüsebrühe unter Rühren angießen, alles zum Kochen bringen und ca. 10 min köcheln lassen, damit die Sauce abbindet und der Mehlgeschmack verschwindet. Dann die Sahne einrühren, schließlich die Rote Bete und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Anrichten mit etwas Dill bestreuen.

Rezept adaptiert aus: Christian Teubner, Vegetarisch: Die 100 besten Rezepte*

Kleine Helfer in der Küche: Selbstgemachtes Brühpulver und Jus-Paste

Hier kommt es also , das versprochene Rezept für das Küchenhelferlein Brühpulver:

Manchmal hat man es ja doch ein wenig eilig in der Küche und man hat womöglich keine Zeit, für ein Essen noch eine Brühe zu kochen oder eine Sauce zu ziehen. Oder es fehlt die rechte Inspiration. Dann ist es nett, wenn man kleine Helferlein in Küche vorrätig hat, aus denen man doch noch schnell etwas zaubern kann. Auf gekaufte Brühen und Saucenasätze kann man dabei getrost verzichten – Selbstmachen macht nicht nur Spaß, sondern man weiß auch was drinnen ist. Und die Aromen kann man auch selbst bestimmen und je nach Lust und Laune variieren.

Ich gebe es zu: Der Energieaufwand beim Brühpulver ist sehr hoch. Man kann einen Suppenansatz  auch als Paste herstellen; aber ich mag das Pulver gerne, weil es so wunderbar löslich ist.

Die geniale Idee für beide Sachen kommt leider nicht von mir, sondern ist abgekupfert bei Alexander Herrmann. Die Machart habe ich übernommen, die Zutaten kräftig abgewandelt.

Für das Brühpulver:

  • 1 Bund Suppengrün
  • 1 Zwiebel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Tomate
  • 1 Stück Ingwer
  • Salz

Sämtliches Gemüse waschen, putzen und in kleine Würfel schneiden. Abwiegen und mt Salz im Mixer pürieren. Das Verhältnis zwischen Salz und Gemüse ist 1:10, man benötigt also für 100 gr. Gemüse 10 gr. Salz.

Nun wird die Salz-Gemüse-Masse auf ein mit Backpapier belegtes Blech gestrichen und im Ofen bei 80°C Umluft ca. 8 h getrocknet. Dabei einen Kochlöffelstil in die Ofentür klemmen, damit der Dampf entweichen kann. Wenn die Masse getrocknet ist, wird sie im Mixer nochmals vermahlen. Das ergibt ein feines, gut lösliches Pulver. Für eine Gemüsebrühe braucht man dann einen TL Pulver auf 200 ml Wasser.

Für die Jus-Paste:

  • 1 Bund Suppengrün
  • 1 EL Olivenöl
  • 4 EL Tomatenmark
  • 700 ml trockener Rotwein

Suppengrün waschen, putzen und in Würfel schneiden.

Olivenöl in einem Topf erhitzen und das Gemüse bei starker Hitze anbraten. Dann das Tonatenmark zugeben und unter Rühren weiterbraten. Auf dem Topfboden sollen sich kräftige Röststoffe bilden. Wenn es soweit ist, 200 ml Wasser angießen und unter Rühren einkochen lassen, bis sich wieder Röststoffe bilden. Nun 100 ml Rotewein angießen, einkochen lassen und erneut Rotwein angießen. So nach und nach die gesamte Weinmenge verarbeiten, dabei darauf achten, dass er Einkochvorgang langsam vonstatten geht. Wenn der gesamte Wein aufgebraucht ist, die Paste fein pürieren und in sterilisierte Gläser füllen. Man kann die Paste auch portionsweise, z.B. in Eiswürfelformen, einfrieren.

Zur Herstellung einer Sauce braucht man für 200 ml Brühe 1 EL von der Paste. Alles aufkochen, kurz ziehen lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Besan laddu – Konfekt aus geröstetem Kichererbsenmehl

laddu

Anna Purna vom Blog Himmlische Süßigkeiten feiert Bloggeburtstag. Was wünscht sie sich? Süßigkeiten!

Obwohl ich gar nicht so sehr auf der süßen Seite stehe, fiel mir sofort ein, was es am Geburtstag zu naschen geben soll. Etwas Indisches. Ich liebe indische Süßigkeiten – allein die Namen lösen schon wohlige Gefühle aus: Burfi, Ras Malai, Jalebi, Kulfi….herrlich!

Auf der Party gibt es Laddu. Das ist ein Konfekt aus geröstetem Kichererbsenmehl, wahlweise aromatisiert mit Zimt oder Kardamom, ein wenig Kokos und Nüssen. Die Laddu schmecken nussig und schmelzen auf der Zunge. Sie sind außerdem das Attribut der Hindu-Gottheit Ganesha, einer naschhaften, schelmischen Gottheit. Sofern man Kichererbsenmehl im Hause hat, sind Laddu schnell und einfach hergestellt. Nur einen winzigen Nachteil haben sie….es besteht eine gewisse Suchtgefahr.

In einer dicht schließenden Dose verpackt, halten sich die Laddu theoretisch ein paar Tage.

  • 350 gr. Butter
  • 400 gr. Kichererbsenmehl
  • 2 EL Kokosraspeln, plus etwas zum Bestreuen
  • 2 EL geschälte Mandeln
  • 1/2 TL Kardamomsamen, frisch gemörsert
  • 275 gr. Puderzucker
  • Öl für die Form

Mandeln hacken.

Die Butter in einer großen Pfanne bei schwacher Hitze schmelzen. Das Kichererbsenmehl zugeben und mit einem Kochlöffel gründlich einrühren. Es muss nun ca. 15 min bei schwacher Hitze gerührt werden. In dieser Zeit wird das Kichererbsenmehl angeröstet und sein nussiger Geschmack wird intensiviert. Wenn es richtig schön nussig riecht, Koksraspeln, gehackte Mandeln und Kardamom zugeben und alles noch kurz unter Rühren anrösten. Dann die Pfanne vom Herd nehmen, den Puderzucker auf die Masse sieben und alles mit einer Gabel gründlich verrühren. Eventuelle Klümpchen dabei mit der Gabel zerdrücken.

Eine Auflaufform mit ein bisschen neutralem Öl auspinseln, die Kicherbsenmasse hineingeben und mit einem Spatel glatt streichen. Mit etwas Kokosraspeln bestreuen und auskühlen lassen. Dann die Masse in Quadrate oder Rauten schneiden und wegnaschen. Alternativ kann man auch mit den Händen kleine Kugeln aus der Masse formen.

Zum festlichen Anlass würde es bestimmt gut passen, die Laddu mit etwas essbarer Silberfolie zu verzieren, aber wie das so ist…..ich hatte leider keine da.

Happy Blog-Birthday!