Tofuragout mit Tomaten

Tofu entlockt vielen Menschen ja noch immer eher  weniger Begeisterung; was schade ist. Ich esse gerne Tofu; nicht als Ersatz für irgendetwas, sondern als eigenständiges Lebensmittel.

Damit er schmeckt, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein. Erstens: kauft anständigen Tofu. Finger weg von der Supermarktware. Kauft den Frischen aus dem Asiashop, der da in den großen Wannen schwimmt oder nehmt den aus dem Bioladen, der so heißt wie ein südostasiatischer Wirbelsturm. Oder macht ihn selbst, aber das ist dann wirklich High End ;-).

Richtig tollen Tofu kann man im Grunde auch pur essen, aber gut, vielleicht muss man dazu doch sehr mögen… Punkt zwei ist also eine ordentliche Zubereitung. Ich meine, eine die ihm gerecht wird und nicht den Versuch ein Schnitzel nachzubauen. (Wobei ich einer Bolognese mit Tofu durchaus etwas abgewinnen kann. Dann, wenn ich Lust auf Bolognese mit Tofu habe…).

Ich höre schon auf…. denn in Dudu Kitchen* gibt es eine ordentliche Zubereitung mit Tofu. Für das Ragout wird der Tofu zuerst in Salzwasser eingelegt. Was das bewirkt, steht da nicht, aber ich finde, der Tofu ließ sich besser als sonst knusprig braten. Anschließend gart in einem Ragout aus frischen Tomaten und Dosentomaten, aufgepeppt mit Chili.

Tofuragout mit Tomaten

Tofu in mild-würziger Sauce

Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • Salz
  • 750 g Tofu
  • 5 EL Olivenöl
  • 1 Schalotte
  • 300 g Kirschtomaten
  • 1 Thai-Chili
  • 800 g Tomaten aus der Dose
  • Pfeffer
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Bund Koriander
  • Jasminreis zum Servieren

Anleitung

  1. Zunächst 1 TL Salz in 500 ml Wasser auflösen. Den Tofu halbieren und mindestens eine Stunde im Salzwasser einlegen. Danach abtropfen lassen und gut trocken tupfen. 

  2. 2 EL Öl in einer Pfanne erhitzen. Tofu von 2 Seiten goldbraun anbraten, dann herausnehmen und in nicht zu kleine Stücke schneiden. 

  3. Schalotte schälen und würfeln. Kirschtomaten halbieren. Chili fein hacken. 

  4. Weitere 3 EL Öl in der Pfanne erhitzen. Schalotte darin anbraten, dann Kirschtomaten und Dosentomaten sowie 200 ml Wasser zugeben. Salzen, Chili zugeben und alles kurz kochen lassen. Den Tofu vorsichtig unterheben. 

  5. Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe schneiden. Koriander zupfen und grob hacken. Einen Teil des Korianders unterheben und das Ragout mit Salz und Pfeffer abschmecken.

  6. Ragout in Schalen schöpfen, mit restlichem Koriander und Frühlingszwiebeln bestreuen und mit Jasminreis servieren. 

 

Risotto Carbonara aus dem Schnellkochtopf/Instant Pot

Das fällt in die Kategorie Comfort Food – Risotto ist ein Wohlfühlessen für uns, Spaghetti Carbonara auch und die Kombination von beidem ist schwer zu toppen, was den Wohlfühlfaktor angeht.

Was auch toll ist, ist wie fix das Essen auf dem Tisch steht, das Risotto wird nämlich im Schnellkochtopf gekocht. Das verkürzt nicht nur die Garzeit, auch das Rühren fällt weg und der Risotto wird trotzdem schön schlotzig. Ich war ehrlich gesagt eher misstrauisch, was diese Art des Garens angeht; ich habe schon ein bisschen was durch, was Risotto angeht und fand  die klassische Methode mit Topf und Rühren immer noch am besten. Aber das hier, das gibt tatsächlich ein tolles Risotto mit schöner Konsistenz.

Gefunden habe ich das Rezept bei Melissa Clark*. Es wird im Instant Pot, also den elektrischen Schnellkochtopf zubereitet, den ich immer noch total gern benutze. Dafür findet Ihr unten das Rezept. Ihr könnt auch einen normalen Schnellkochtopf verwenden; dann die Garzeit ein wenig abkürzen, denn herkömmliche Schnellkochtöpfe bauen mehr Druck auf und alles gart etwas rascher. Und wer keinen Schnellkochtopf hat, gart das Risotto eben herkömmlich; man braucht dann möglicherweise mehr Brühe. Und man muss hin und wieder rühren – aber nicht dauernd. Brühe angießen, alles runterkochen lassen, und bevor man neue Brühe angießt, alles einmal gut durchrühren. Das reicht völlig.

Risotto Carbonara

Cremiges Risotto aus dem Instant Pot

Gericht Hauptgang
Keyword Instant Pot
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 1 EL Olivenöl
  • 90 g Pancetta
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 240 g Arborio-Reis
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 60 ml Weißwein
  • 900 ml Hühnerbrühe
  • 2 Eigelb Größe L
  • 60 g Parmesan

Anleitung

  1. Den Pancetta in feine Würfel schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. 

  2. Den Instant Pot auf der Sauté-Funktion aufheizen und das Öl erhitzen. Pancetta darin braten, bis er sein Fett abgegeben hat und knusprig ist. Mit einem Schaumlöffel herausholen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Das Fett im Topf lassen.

  3. Knoblauch in den Topf geben und unter Rühren braten, bis er duftet. Reis zugeben, salzen und ca. 2 min braten, bis der Reis glasig wird. 

  4. Wein angießen und verkochen lassen, dann die Brühe zugießen.

  5. Das Sauté-Programm abbrechen. Den Deckel auflegen, verschließen und das Dampfventil verrriegeln. Reis 6 min bei hohem Druck garen, dann den Dampf manuell ablassen.

  6. Während der Reis gart, den Käse reiben und mit dem Eigelb verquirlen. Großzügig mit Pfeffer würzen. 

  7. Eiermischung in den Risotto rühren, Pancetta zugeben. Risotto mit Salz und Pfeffer abschmecken und gleich servieren. 

Chili Cheese Fries

Heute gibt es Comfort Food – das kann ich gerade sehr gut brauchen. Aber erst gibt es einen Hinweis in eigener Sache: irgendjemand in Vietnam hat meine alte, abgelaufene Domain (magentratzerl dot net) gekauft und postet nun unter diesem Namen massenweise merkwürdige Dinge. Falls Ihr darüber stolpert – nein, das bin nicht ich. Ich muss mal sehen, ob ich diesen Bot wieder vertreiben kann, die Sache ist ärgerlich und irgendwie auch gruselig.

Und deswegen Comfort Food: Knusprige Kartoffelwedes auf einem scharfen Hackfleischragout, und das dann auch noch  mit Käse gratiniert. Das ist ein  typisch amerikanisches Comfort Food, wobei wohl diskutabel ist, ob die Hackfleischsauce wirklich dazu gehört.

Gut, so ganz stimmt der Rezepttitel nicht: Diese Variante, die ich in einer Zeitschrift gefunden habe, ist ein wenig leichter als der Klassiker – im Ofen gebackene Kartoffelwedges statt frittierte Pommes. Das mag ich – ein Wohlfühlessen, bei dem man danach trotzdem nicht direkt ins Fresskoma fällt.

Im Original werden für das Fleischragout Chilipulver und geräuchertes Paprika verwendet; ich mag gerade rauchige Geschmacksnoten und habe deshalb Ancho-Chili statt Cayennepfeffer benutzt.

Chili Cheese Fries

Comfort Food

Gericht Hauptgang
Länder & Regionen USA
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 1 Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 6 EL Rapsöl
  • 500 g Rinderhack
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 TL Ancho-Chilipulver
  • 1 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 1 Dose stückige Tomaten (400g)
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 100 g Emmentaler
  • ca. 100 g Salat (ich hatte Eichblatt)
  • 2 EL Sauerrahm
  • 1 EL Mayonnaise
  • 1 TL Tomatenketchup
  • 3 EL Condimiento Balsamico

Anleitung

  1. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. 2 EL Öl in einem Topf erhitzen und das Hackfleisch darin krümelig braten. Dann Zwiebel und Knoblauch zugeben und mitbraten. Tomatenmark ebenfalls zugeben und kurz mit anrösten.

  2. Die Gewürze vermischen und die Hälfte der Mischung an die Hackfleischmasse geben. Die Tomaten und 200 ml Wasser angießen, alles salzen und bedeckt 30 min köcheln lassen.

  3. Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Kartoffeln schälen,  der Länge nach je nach Größe in 4 bis 6 Stücke schneiden und in eine Schüssel geben. Die restliche Gewürzmischung mit 2 EL Öl und etwas Salz verrühren, zu den Kartoffel geben und alles gut durchmischen; die Kartoffeln sollen von der Mischung überzogen sein. Kartoffeln auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und in heißen Ofen ca. 30 min backen; die Kartoffeln sollen gegart und goldbraun-knusprig sein.

  4. Nun das Chili auf 4 ofenfeste Portionsförmchen verteilen. Die Kartoffelwedges darüber geben. Den Käse reiben und die Wedges damit bestreuen. Alles nochmals für 5 min in den Ofen schieben, bis der Käse geschmolzen ist.

  5. Den Salat putzen, waschen und trocken schleudern. Für das Dressing den Sauerrahm mit Mayonnaise, Ketchup, Essig und dem letzten Esslöffel Öl vermischen und alles mit Salz und Pfeffer würzen. Dressing über den Salat geben.

  6. Die Chili Cheese Fries mit dem Salat servieren.

Zitronenhühnchen mit rosa Beeren

So. Sheet Pan Dinners sind ja grade total in. Alles auf ein Blech, ab in den Ofen und zack, steht ein wohlschmeckendes, vollwertiges Essen auf dem Tisch. Das ist klasse. Aber so neu auch wieder nicht. Alfred Biolek* nämlich hat uns das schon vor vielen Jahren nahegelegt, nur hat er halt die publikumsträchtigen Schlüsselworte nicht benutzt.

Wir essen gerne Hühnchen, und ein Brathühnchen, das ist hier hier so ein klassisches Sonntag-Abend-Essen. In diesem Fall werden Hühnerschenkel gegart; ich habe das so gemacht, aber man kann auch schlicht ein ganzes Huhn zerteilen.

Wie auch immer – das Hühnchen wird mit Salz, Zitronenabrieb und rosa Pfefferbeeren mariniert und landet dann mit Kartoffeln und Schalotten im Ofen. Fix gemacht, aromatisch und saftig.  Und schon hip, bevor es hip war ;-).

Zitronenhähnchen mit rosa Beeren

Hühnchen, Kartoffeln, Aroma - alles aus dem Ofen

Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 4 Hähnchenschenkel
  • 700 g Kartoffeln
  • Schalenabrieb von 1 Bio-Zitrone
  • 2 TL Rosa Pfefferbeeren
  • 1/2 TL Paprika edelsüß
  • Salz
  • 4 Schalotten
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 4 Zweige Estragon
  • 1 Zweig Rosmarin
  • Olivenöl

Anleitung

  1. Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. 

  2. Hähnchenkeulen im Gelenk durchtrennen.

  3. Estragon zupfen, einen Teil der Blättchen fein  hacken. Im Mörser mit Zitronenabrieb, rosa Beeren, Salz und Paprika gut vermengen. Die Hähnchenkeulen von allen Seiten mit der Gewürzmischung einreiben und mindestens 15 Minuten zum Marinieren beiseite stellen. 

  4. Schalotten schälen und halbieren. Knoblauch in der Schale andrücken. Kartoffeln schälen, waschen und je nach Größe halbieren oder vierteln. 

  5. Kartoffeln in Salzwasser ca. 3 min vorkochen. 

  6. Kartoffeln, Schalotten und Knoblauch in einen ofenfesten Bräter legen. Rosmarinzweig, etwas Estragon und die Hühnchenschenkel darauf legen, mit Olivenöl beträufeln und  alles im heißen Ofen eine Stunde garen. Dabei hin und wieder mit dem Bratensaft übergießen. 

  7. Zum Servieren Fleisch mit Kartoffeln und Schalotten auf Tellern anrichten und mit restlichem Estragon bestreut servieren. 

Stifado von der Hirschkeule

*Enthält Werbung für Cervena Hirschfleisch*

Stifado ist ein klassisches griechisches Schmorgericht. Traditionell wird es mit Rindfleisch oder auch mit Kaninchen zubereitet. Ich hatte noch etwas von dem tollen Hirschfleisch, von dem ich Euch hier schon erzählt habe, und das passt auch super in ein Stifado. Das Rezept habe ich bei Tessa Kiros* gefunden, eine meiner liebsten Quellen, wenn Wohlfühlessen gefragt ist.

Und das nicht nur, weil sich die Keule gut zum Schmoren eignet – das Stifado wird mit Zimt, Piment und Lorbeer gewürzt, das ist genial zusammen mit dem leichten Wildgeschmack des Hirschs.

Und jetzt geht sie auch wieder los, die Zeit der Schmorgerichte. Wenn es draußen langsam klamm und dunkel wird, finde ich es herrlich, wenn etwas länger vor sich hinkocht und der Duft durch das Haus zieht. Und wenn es dann noch ein griechisches Gericht ist, das seinen Duft verbreitet, dann kommt ein bisschen der Sommer zurück

Stifado von der Hirschkeule

Der griechische Klassiker in der Sonntagsversion

Portionen 4 Personen
Autor magentratzerl

Zutaten

  • 750 g Hirschkeule ohne Knochen
  • 600 g bunte Perlzwiebeln
  • Olivenöl zum Braten
  • 2 EL Rotweinessig
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 200 ml Rotwein
  • 1 Dose geschälte Tomaten (400 g)
  • 2 Lorbeerblätter
  • 3 Körner Piment
  • 1 Stange Zimt

Anleitung

  1. Das Fleisch trockentupfen und in nicht zu kleine Würfel schneiden.

  2. Die Zwiebeln schälen.

  3. Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

  4. Olivenöl in einem ofenfesten Bräter erhitzen und das Fleisch darin portionsweise rundherum braun anbraten.

  5. Alle Fleischstücke in den Topf geben, den Essig angießen und sirupartig einkochen lassen. Dann den Wein angießen und alles ohne Deckel kurz kochen lassen. 

  6. Die Zwiebeln zwischen die Fleischstücke setzen. Mit Salz würzen, Lorbeer, Piment und Zimt zugeben, schließlich die Tomaten und 200 ml Wasser angießen.

  7. Den Deckel aufsetzen und das Fleisch im heißen Ofen 45 min garen.

  8. Den Bräter herausnehmen und kräftig rütten (Topflappen!), die Zwiebeln wenden und dafür sorgen, dass sie mit Flüssigkeit bedeckt sind. 

  9. Die Temperatur auf 160°C verringern und alles bedeckt weitere 45 min schmoren.

  10. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren.

Chicken Tikka Masala

Bestimmt habe ich es schon öfter erwähnt – ich mag die angloindische Küche ziemlich gern. Insofern ist es seltsam, dass hier Chicken Tikka Masala noch nie auf dem Tisch stand. Das tönt ja erst mal furchtbar indisch, und Masala ist ja auch das Wort für “Gewürzmischung”. Aber tja, Hühnchen-Tikka ist eigentlich ein Gericht, das über Holzkohle gegrillt wird. “Masala” und sahnige Sauce, die hat man in Großbritannien dazugefügt und so das indische Gericht an britische Gewohnheiten angepasst. Ich gehe konform – auch ich liebe Sauce.

Diese Version hier kommt aus Stevan Pauls Blauer Stunde* – und wir haben sie geliebt. Es ist auch eine besonders liebevoll gestaltete Luxus-Version – da werden nicht einfach Hähnchenbrustfilets gegart, da wird ein Huhn zerteilt, eine Brühe gekocht und auf dieser Basis dann weiter gemacht.

Stevans Getränkeempfehlung: britisches Bier – Lager ,Indian Pale Ale oder auch imperial Stout. Und wenn man lieber alkoholfrei bleibt ein salziges Lassi mit etwas pürierter Gurke.

Chicken Tikka Masala

Comfort Food - Britisch-Indisch

Gericht Hauptgang
Länder & Regionen Großbritannien, Indien
Keyword Hühnchen
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 1 Hühnchen
  • 2 TL Garam Masala
  • 150 g griechischer Joghurt
  • 1 rote Paprika
  • 3 Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Ghee oder Butterschmalz
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 20 g Ingwer
  • 1 Stern Anis
  • 1 Prise Zimt
  • 1 TL gemahlene Kurkuma
  • 1 EL Paprika edelsüß
  • 2 EL Honig
  • etwas Sambal Oelek
  • 1 Dose stückige Tomaten
  • 400 ml Hühnerbrühe
  • 1 TL Speisestärke
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Koriandergrün für die Deko

Anleitung

  1. Das Hühnchen zerlegen: dafür Flügel und Schenkel abtrennen, Brüste auslösen. Die Brüste dritteln, die Schenkel im Gelenk halbieren. 

  2. Übrige Karkasse mit der Geflügelschere klein schneiden, in einem Topf mit Wasser bedecken, aufkochen und dann 20 min simmern lassen. Durch ein Sieb abgießen und beiseite stellen. 

  3. Das Garam Masala mit einem EL des Joghurts verrühren, die Hühnerteile damit einreiben. 

  4. Paprikaschoten putzen und in Würfel schneiden, Tomaten ebenfalls würfeln. Zwiebeln schälen und hacken, Knoblauch schälen und fein hacken. Ingwer schälen und fein reiben. 

  5. Butterschmalz in einem Bräter erhitzen. Das Fleisch zusammen mit Paprika und Zwiebeln darin hellbraun anbraten. Knoblauch, Ingwer, den Ansistern, Zimt, Kurkuma und Paprika einrühren, ebenso Honig und Sambal Oelek. Tomatenragout und 400 ml der Hühnerbrühe einrühren, salzen, dann alles zugedeckt bei mittlerer Hitze 20 min kochen lassen, dann Deckel abnehmen und alles weitere 20 min kochen lassen. 

  6. Die Speisestärke mit dem restlichen Joghurt verrühren und in die Sauce rühren, unter Rühren köcheln lassen, damit alles bindet. Mit Salz abschmecken und gleich servieren. Über das Ganze gehört noch etwas gehacktes Koriandergrün; ich hatte leider keines bekommen. 

Fisch- und Wurzeleintopf

Das ist ein recht einfaches Rezept, das Malin Radeniye* da mit verschiedenen Wurzelgemüsen kocht – und es hat uns sehr gut gefallen. Die bodenständigen Wurzelgemüse bekommen einen mediterranen Anstrich: sie werden mit Fenchelsaat und Tomaten gegart, dazu gesellt sich am Ende Fisch und als Topping eine Aioli. Das passt alles sehr gut; es ist eine leichte Mahlzeit, die ein wenig den Sommer zurück holt.

Im Original kommen Pastinaken an den Eintopf; ich habe statt dessen Petersilienwurzel verwendet. Und außerdem Fischfond statt Hühnerbrühe. Die Aioli passt toll zum Eintopf; wer die aber nicht mag, kann ihn statt dessen mit einem Klecks Joghurt servieren. Meine Aioli ist so gelb, weil der verwendete Senf eine sehr kräftige Farbe hatte.

Fisch- und Wurzeleintopf

Wurzelgemüse mit Fisch und mediterranem Flair

Gericht Hauptgang
Keyword Eintopf
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 400 g Lachs
  • 2 Karotten
  • 4 Petersilienwurzeln
  • 4 Kartoffeln
  • 1 Stück Lauch, ca. 15 cm
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 EL Olivenöl
  • 2 TL Fenchelsaat
  • 1 Dose Tomaten (400 g)
  • 500 ml Fischfond
  • Petersilie
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Aioli:

  • 1 Eigelb
  • 1 EL Senf
  • 1/2 Zehe Knoblauch
  • 100 ml Rapsöl
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Anleitung

  1. Alle Zutaten für die Aioli rechtzeitig aus dem Kühlschrank holen, damit sie Zimmertemperatur annehmen können. 

  2. Das Wurzelgemüse und die Kartoffeln putzen, schälen und grob würfeln. Lauch  gründlich waschen und fein hacken; Knoblauch schälen und ebenfalls fein hacken. Petersilie zupfen und hacken.

  3. Öl in einem Topf erhitzen und Fenchelsaat, Lauch und Knoblauch darin unter Rühren anbraten. Dann Gemüse und Kartoffeln zugeben, salzen und unter Rühren mitbraten, bis sie an den Rändern etwas braun werden. 

  4. Während die Suppe gart, die Aioli zubereiten: Knoblauch schälen und fein reiben. Das Eigelb in einem Messbecher mit Senf und Knoblauch verquirlen. Das Öl erst tropfenweise, dann in feinem Strahl zufügen und dabei dauernd mit dem Schneebesen rühren. Aioli mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

  5. Tomaten und Fischfond zufügen. Alles köcheln lassen, bis die Kartoffeln gar sind. Wenn der Eintopf zu sehr andickt, noch etwas Wasser zufügen. 

  6. Den Fisch in mundgerechte Stücke schneiden. Die Hitze abstellen und den Fisch ca. 5 min im Eintopf garziehen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit der gehackten Petersilie bestreut und einem Klecks Aioli servieren.

Stir-fried Rettich

Ich bin kein allzu großer Fan von Rettich. Ab und zu wäre welcher in der Abokiste, und ich gestehe – meist werfe ich ihn raus. Diesmal habe ich ihn todesmutig drin gelassen, denn ich wollte den stir-fried Rettich ausprobieren, den Malin Radeniye in ihrem Buch vorstellt.

Mit dem Ergebnis: so lasse ich mir Rettich gefallen: er wird rasch pfannengerührt, dadurch ändert sich das Aroma; es wird weniger bissig. Curry gesellt sich dazu und Senfkörner für eine Anspielung an indische Aromen.

Wir haben das Gericht als Gemüsebeilage gegessen; ich kann es mir aber auch gut mit etwas Reis als leichtes Hauptgericht vorstellen.

Stir-fried Rettich

Rettich mal anders

Gericht Gemüse
Keyword Rettich
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 1 großer Rettich
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 3 EL Rapsöl
  • 2 TL Senfsaat original braune, ich hatte gelbe
  • 1 EL Currypulver
  • Salz

Anleitung

  1. Rettich schälen, dann quer in dünne Scheiben schneiden. Größere Scheiben habe ich nochmals halbiert. Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe schneiden. 

  2. Öl in einem Wok auf mittlerer Stufe erhitzen. Rettich und Frühlingszwiebel zugeben und unter gelegentlichem Rühren garen, bis der Rettich an den Rändern leicht gebräunt ist.Salzen

  3. Senfkörner und Curry zugeben und alles einige Minuten mitbraten. Nochmals mit Salz abschmecken, dann gleich servieren. 

Maqluba nach Haya Molcho

Maqluba, das ist für mich ein richtiges Leibgericht. Es ist ein Reisgericht, wie es in Palästina gerne gegessen wird: vorgegarter Reis wird mit Gemüse und Fleisch in einen Topf geschichtet, dann wird alles zusammen gegart und am Ende hat man einen mehrschichtigen Reiskuchen, der auf eine Servierplatte gestürzt wird. Daher auch der Name – Maqluba bedeutet ” auf den Kopf gestellt”. Die Urversion ist verwendet Hähnchen und Blumenkohl; hier gesellt sich außerdem noch Aubergine dazu (das Foto braucht ein Update; ich muss diese Version mal wieder machen). Klassischerweise wird außerdem Basmati-Reis verwendet.

Bei Haya Molcho habe ich eine ganz andere Variante entdeckt: Es wird Rundkornreis verwendet; außerdem Weißkohl als Gemüse und Lammfleisch. Das hat mich neugierig gemacht. Das Ganze ist angelehnt an die Krautwickel Sarma – nur, dass man aus den Zutaten ein ganz anderes Gericht macht.

Maqluba zu machen, dauert ein wenig länger – aber das Ergebnis ist den Aufwand wert. Ich muss aber gestehen, dass eine Beigabe fehlt: im Original wird eine Gremolata aus Petersilie, einer türkischen Chilischote , Olivenöl, Essig und Zitronensaft dazu serviert; meine gekaufte Petersilie hat sich auf dem Weg vom Laden nach Hause irgendwie verflüchtigt und  am Sonntag abend fiel die Beschaffung leider aus. Beim nächsten Mal mit Gremolata….

Maqluba nach Haya Molcho

Eine Abwandlung des Klassikers mit Kohl und Rundkornreis

Gericht Hauptgang
Länder & Regionen Nahost
Keyword Lamm, Weißkohl, Risottoreis
Portionen 6 Portionen

Zutaten

  • 700 g Lammschulter
  • Salz
  • 1 junger Spitzkohl (original: Flachkohl, Jaroma)
  • 9 EL Olivenöl
  • 700 g Zwiebeln
  • 1 gehäufter TL scharfes Currypulver
  • 1 gehäufter TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 gehäufter TL Baharat
  • 500 g Tomaten
  • 7 Zehen Knoblauch
  • 250 g Risottoreis

Anleitung

  1. Das Fleisch in ca. 7 cm große Würfel schneiden. Dann in einen Topf geben, mit Wasser aufgießen und das Fleisch eine Stunde lang bei milder Hitze garen. Noch nicht salzen! Entstehenden Schaum immer wieder abschöpfen. Nach einer Stunde einen Teelöffel Salz hinzufügen und das Fleisch weitere 30 Min kochen. 

  2. Während das Fleisch gart, den Backofen auf 220°C Umluft vorheizen. In einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen, den Kohlkopf hineingeben und 10 min kochen. Dann herausnehmen und etwas abkühlen lassen. 

  3. Den Kohl vierteln, aber den Strunk nicht ganz durchschneiden; die Blätter sollen sich öffnen. Ein Blech mit Backpapier belegen. Den Kohl darauf geben und 3 EL Olivenöl und einen EL Salz in den Kohl so einmassieren, dass jedes Blatt gut mit Öl bedeckt ist. Mit Alufolie abdecken, 15 min im heißen Ofen garen. Dann die Folie abnehmen und den Kohl weitere 5 min garen. Aus dem Ofen nehmen und beiseite stellen. 

  4. Die Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. EL Olivenöl in einem ofenfesten Topf erhitzen und die Zwiebeln darin langsam anbraten, bis sie karamellisiert sind. Currypulver, Kreuzkümmel und Baharat in die Zwiebeln rühren und 2 EL vom Kochwasser des Lamms unterrühren. Beiseite stellen.

  5. Die Tomaten kreuzweise einritzen, kurz in kochendes Wasser legen, schälen und dann in Spalten schneiden. 

  6. Knoblauch schälen und fein hacken. 3 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Knoblauch und Tomaten darin bei milder Hitze anbraten. 

  7. Die Ofentemperatur auf 200°C reduzieren. Das Lamm mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser holen - das Wasser nicht wegschütten. Fleisch zu den Zwiebeln in den Schmortopf geben, die Tomatenmischung ebenfalls dazu geben und alles 20 min ohne Deckel im Ofen garen.

  8. Inzwischen den Reis in einem Sieb so lange waschen, bis das Wasser klar bleibt. Dann im Lammwasser bissfest garen und anschließend abseihen. 

  9. Die Ofentemperatur wieder auf 220°C erhöhen. 

    Den Kohl in Blätter zerteilen. 

    In einem passenden ofenfesten Topf die Hälfte der Kohlblätter verteilen. Darauf den Reis geben, dann das Fleisch und mit der zweiten Hälfte des Kohls abschließen. Alles gut andrücken, damit die Schichten zusammenhalten.

  10. In heißen Ofen nochmals 15 min garen, dann zum Servieren auf eine Platte stürzen. 

Hähnchenleber-Curry

Leber mag ich schon immer; selbst als Kind habe ich mich gefreut, wenn die klassische “Leber Berliner Art” auf den Tisch kam. Und heute probiere ich gerne ganz verschiedene Dinge aus.

Diese Idee von Emily Dobbs fand ich besonders gelungen: Die Lebern bekommen außen eine kleine Kruste und innen sind sie wunderbar zart. Zum Servieren werden sie mit Granatapfelkernen und zerbröselten Papadams bestreut – das sorgt für Biss.

Die Lebern werden kurz in Currypulver mariniert – und zwar in einem gerösteten Pulver, wie es typisch für Sri Lanka ist. Das Rezept findet Ihr unten. Die Mischung ist klasse – nachbauen lohnt sich. Gilt natürlich auch für’s Curry. 

Hähnchenlebercurry

Fix gemacht, super aromatisch

Portionen 2 Portionen
Autor magentratzerl

Zutaten

  • 400 g Hähnchenleber
  • 1 EL geröstetes Currypulver Rezept siehe unten
  • 2 EL Rapsöl
  • 1 TL Kreuzkümmelsaat
  • 1 Schalotte
  • 2 grüne Chilischoten
  • 3 Zehen Knoblauch
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1/2 TL gemahlene Kurkuma
  • 25 g gesalzene Butter
  • Saft von 1/2 Limette
  • Granatapfelkerne
  • 1 Papadam
  • eine Handvoll Koriandergrün

Anleitung

  1. Die Hähnchenlebern putzen und in 4 cm große Stücke schneiden. In einer Schüssel mit dem Currypulver gründlich vermengen und alles beiseite stellen. 

  2. Schalotte schälen und fein hacken, ebenso den Knoblauch.  Chilischoten ebenfalls fein hacken. Koriandergrün zupfen und hacken.

  3. Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Kurz bevor es den Rauchpunkt erreicht, die Kreuzkümmelsamen hineingeben, dann gleich Schalotte, Chili und Knoblauch zugeben und alles salzen. Fünf Minuten unter Rühren braten, dann die Kurkuma einrühren.

  4. Nun die Hähnchenlebern in die Pfanne geben. Die Pfanne soll nicht zu voll sein, also wenn nötig portionsweise arbeiten. Lebern bei ordentlicher Hitze von jeder Seite 3 Minuten braten. 

  5. Dann Butter und Limettensaft zugeben, mit 100 ml Wasser ablöschen. Von der Hitze nehmen, Koriandergrün und Granatapfelsamen unterrühren. 

  6. Zum Servieren die Papadums ausbacken - ich lege sie dazu in die Mikrowelle, eine Minute reicht.

  7. Leber auf Teller verteilen. Papadums zerbröseln und darüber streuen. 

 

Geröstetes Currypulver

Grundrezept für geröstetes Currypulver nach Sri-Lanka-Art

Portionen 500 ml

Zutaten

  • 1 EL Reis
  • 3 EL Koriandersamen
  • 2 EL Kreuzkümmelsamen
  • 2 Stangen Zimt
  • 2 EL Fenchelsaat
  • 1 EL schwarze Senfsaat
  • 2 TL schwarze Pfefferkörner
  • 2 TL Bockshornkleesamen
  • 1 TL Gewürznelken
  • 2 TL Kardamomkapseln
  • 1 TL gemahlene Kurkuma
  • 1 TL Cayennepfeffer

Anleitung

  1. Den Reis und alle nicht gemahlenen Gewürze in einer großen Pfanne ohne Fett anrösten, bis alles zu duften beginnt. Dann sofort alles auf einen kalten Teller geben, um den Röstvorgang zu stoppen. 

  2. Die Gewürze ganz abkühlen lassen, dann im Mörser oder in einer sauberen Kaffeemühle oder einem Zerkleinerer zu Pulver vermahlen. 

  3. Kurkuma und Cayennepfeffer zugeben und alles vermischen.

  4. In ein Glas mit dicht schließendem Deckel geben. Das Currypulver hält sich luftdicht verschlossen ca. 3 Monate.