Erdbeersorbet mit Campari und Basilikum

Es ist Sommer und Erdbeerzeit. Zeit für Eis. Ich bin keine Süße, aber Eis geht immer. Besonders gern mag ich Sorbet.

Ich genieße es sehr, eine Eismaschine zu haben, denn da kann ich mich richtig austoben und Eissorten auf den Tisch bringen, die es sonst nirgendwo gibt – so wie dieses hier.

Erdbeersorbet ist ja ohnhin schon wunderbar, aber dieses hier wird aufgepeppt mit leicht pfeffrigem Basilikum und einem Schuss Bitterlikör – ein schöner Kontrast und Nachtisch für Erwachsene. Wer auf Alkohol verzichten möchte, kann auf entsprechende Sorten oder einen Sirup ausweichen.

Und ich bin noch rechtzeitig. Die liebe Eva feiert nämlich noch immer ihren Bloggeburtstag und fahndet nach Erdbeerzepten, also schwupps rüber mit einer Portion Eis. Ich glaube, du magst Eis, oder, Eva 😉 ?

Erbeersorbet mit Campari

Sorbet aus Erbeeren mit Campari, Basilikum und Pfeffer

Gericht Eis, Sorbet
Länder & Regionen alle
Keyword Erdbeeren

Zutaten

  • 100 ml Zitronensaft
  • 250 g Zucker
  • 1/2 Bund Basilikum
  • etwas grob gemahlener Pfeffer
  • 450 g Erdbeeren geputzt und püriert gewogen
  • 100 ml Campari oder ein anderer Bitterlikör

Anleitung

  1. Zitronensaft mit Zucker, 200 ml Wasser und dem Basilikum unter Rühren erhitzen, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Von der Hitze nehmen und ganz abkühlen lassen.

  2. Basilikum entfernen. Zuckermischung, Erdbeerpüree und Campari gut verrühren und den Pfeffer zugeben.

  3. In der Eismaschine nach Anleitung gefrieren, dann in eine geeignete Box geben und in der Tiefkühle aufbewahren.

Gegrillter Halloumi mit Honig und Minze

Käse! Halloumi ist hier so gut wie immer im Vorrat, und gerne landet er auch mal auf dem Grillrost. Um ehrlich zu sein, ist Halloumi eines meiner Laster, ich gebe den gern auch statt Parmesan über Pasta…

Gut, jetzt ist es raus. Ich bin ein Junkie. Und heute wird der Halloumi mal wieder gegrillt. Die Idee ist angelehnt an das klassische Saganaki, nur dass hier nicht in einem Pfännchen gegrillt wird, sondern gleich über der Glut.

Und ganz ehrlich – dieses Rezept von Steven Raichlen* ist ein Highlight – Minze und Honig dazu sind einfach eine unschlagbare Kombination. Durch das Grillen bei direkter Hitze auf dem Rost bekommt der Käse außerdem eine leichte Kruste und schöne Raucharomen – perfekt.

Gegrillter Halloumi mit Minzbutter und Honig

Halloumi vom Grill, aromatisiert mit Minze und Honig

Gericht Vorspeise
Länder & Regionen Griechenland
Keyword Halloumi

Zutaten

  • Öl für den Rost
  • 4 EL Butter
  • 15 g frische Minzeblätter
  • 400 g Halloumi
  • etwas Zitronensaft
  • flüssiger Honig

Anleitung

  1. Grill für direktes Grillen vorbereiten und auf höchste Stufe hochheizen. Rost säubern und ölen. 

  2. Minzblättchen fein hacken. Die Butter in einem Topf bei hoher Temperatur schmelzen. Minze zugeben und 2 Minuten anbraten, dann gleich von der Hitze nehmen.

  3. Den Käse in 4 flache Scheiben schneiden und von beiden Seiten mit etwas von der Minzbutter bepinseln.

  4. Käse auf den Rost legen und von jeder Seite ca. 3 bis 4 min grillen. 

  5. Käse auf eine Servierplatte geben, die restliche Minzebutter darüber gießen und alles mit Honig und ein wenig Zitronensaft beträufelt servieren. 

“Brennende Liebe” mit roter Bete

Gibt es eigentlich irgendjemanden, der kein Kartoffelpüree mag? Eben. Und wie klingt dann Kartoffelpüree mit einem Topping aus gebratenen Zwiebeln und Speck? Ziemlich wohlig, oder?

Das sind die Grundlagen für ein dänisches Gericht, das auf den Namen “Brennende Liebe” hört. Stellt sich nur noch die Frage, woher bitte dieser Name kommt. Ich habe gesucht. Und gefunden. Ich fand das ja ein bisschen unwahrscheinlich, aber die Antwort ist nicht, dass die Zutaten so super harmonieren, dass sie in Liebe zueinander entflammen. Das trifft zwar auch zu, aber der Name kommt tatsächlich daher, dass dieses Gericht blitzschnell zu kochen ist und daher mehr Zeit bleibt, in der die frisch Verliebten sich miteinander beschäftigen können.

Das ist doch mal ein schöner Anlass. Und das Essen steht auch wirklich schnell auf dem Tisch, denn in der Zeit, in der die Kartoffeln garen, kann man schon mal die Toppings herrichten. Klassischerweise gäbe es noch Rote Bete dazu. Ich stelle  Euch hier die Version von Trine Hahnemann* vor  – da wandert die Rote Bete gleich mit ins Topping. Geht noch schneller, möchte man sagen, aber das ist egal – jedenfalls schmeckt das herrlich. Rote Bete, Zwiebeln und Speck, die lieben sich eben.

Brennende Liebe mit roter Bete

Kartoffelpüree mit einem Topping aus roter Bete, Zwiebeln und Speck

Gericht Hauptgericht
Länder & Regionen Dänemark
Keyword Kartoffeln, Speck, Rote Bete
Portionen 4 Portionen

Zutaten

Püree:

  • 1 kg Kartoffeln mehlige Sorte
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 25 g Butter
  • 100 ml Vollmilch erwärmt
  • frisch geriebene Muskatnuss

Topping:

  • 400 g Räucherspeck
  • 4 Zwiebeln
  • 200 g rote Bete
  • 1 Stange Sellerie
  • etwas gehackte Petersilie

Anleitung

  1. Kartoffeln schälen und in große Stücke schneiden. In einem Topf mit Salzwasser garkochen. Abgießen, dabei etwas vom Kochwasser auffangen. 

  2. Die Kartoffeln stampfen, Butter und Milch einarbeiten und wenn das Püree zu fest ist, noch etwas von dem Kochwasser zugeben. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. 

  3. Während die Kartoffeln kochen, die Toppings vorbereiten. Dafür den Speck fein würfeln und in einer Pfanne goldbraun und knusprig braten. Mit einem Schaumlöffel herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Das Fett in der Pfanne lassen. 

  4. Zwiebeln und rote Bete schälen und würfeln. Sellerie putzen und in feine Scheiben schneiden. Alles im Speckfett goldbraun braten, dann den Speck wieder zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen. 

  5. Zum Servieren das Kartoffelpüree auf Teller verteilen. Die Speck-Gemüse-Mischung darauf anrichten und alles mit etwas Petersilie bestreut auf den Tisch bringen. 

Grünes Spargelcurry mit Kardamom und Kokosmilch

Oh Hilfe, wo bleibt nur die Zeit? Noch stecken wir in der Spargelsaison, also, eigentlich geht es auf das Ende zu. Und irgendwie bin ich noch nicht zu so viel Spargel gekommen, wie ich gerne hätte. Ich habe Nachholbedarf.

Wo ich dieses Curry genau gefunden habe, weiß ich nicht mehr – im Zweifel war es ein britisches Food-Magazin. Es stand seit dem Frühjahr auf meiner geistigen Nachkochliste, und hui, jetzt war ich ja doch schnell. Ich will ja nicht warten bis nächstes Jahr…

Das ist ein einfaches Gericht – wenn die Currypaste mal gemixt ist, steht es fix auf dem Tisch. Und grüner Spargel mit seinem kräftigen Aroma und die Chilipaste, die sind ein wirklich gutes Team. Fix noch machmachen, ehe wieder keinen Spargel mehr gibt….

Grünes Spargelcurry mit Kokos und Kardamom

Grüner Spargel in einer Sauce aus selbst gemachter Currypaste und Koksmilch

Gericht Hauptgericht, vegan
Keyword Spargel, Curry
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • 3 Stängel Zitronengras
  • 1 grüne Chili
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 25 g Koriandergrün plus einige Blättchen zum Anrichten
  • 6 Kapseln grüner Kardamom
  • 3 EL Erdnussöl
  • 1 Dose Kokosmilch (400 ml)
  • Salz
  • 1 Bund grüner Spargel ca. 500 g
  • etwas Limettensaft

Anleitung

  1. Für die Currypaste den Ingwer schälen und grob hacken. Die äußeren harten Blätter des Zitronengrases ablösen, den Rest grob hacken. Chili in Ringe schneiden. Frühlingszwiebeln putzen und hacken; Knoblauch schälen und hacken. Koriandergrün mit den zarten Stängeln grob hacken. Kardamom im Mörser anstoßen und die Samen aus den Kapseln holen.

  2. Ingwer, Zitronengras, Chili, Frühlingszwiebeln, Koriandergrün, Knoblauch und Kardamom in einen Blitzhacker oder Mixer geben und mit dem Öl zu einer Paste pürieren.

  3. Spargel putzen und in ca. 3 cm lange Stücke schneiden.

  4. Wok auf dem Herd erhitzen. Die Paste erhitzen und unter Rühren zwei Minuten anrösten, bis sie duftet. Kokosmilch angießen, salzen, alles zum Kochen bringen und die Spargelstücke zugeben.

  5. Alles ca. 5 min offen köcheln lassen, dann mit Salz und Limettensaft abschmecken.

  6. Mit Koriandergrün bestreut servieren. Dazu passt Reis.

Gebratener Spargel mit Brennnesseln und selbst gemachtem Frischkäse

Es ist Spargelzeit, die muss noch ausführlich genutzt werden; sie ist so schnell vorbei. Und im Garten wuchert es; dass ich das sage, grenzt an ein Wunder. Gärtnern zählt nicht zu meinen Talenten. Aber gut, es wuchtert ja auch eher das, was man nicht so geplant hatte. Die Brennesseln, zum Beispiel. Ach und der Frauenmantel. Die Nachbarn haben ihn gepflanzt, aber er plant ganz klar die Weltherrschaft.

Dieses Rezept von Mikkel Karstadt hat mich also gleich in den Garten geschickt – da gibt es nämlich Brennnesseln, und die aufzuessen statt sie  in den Kompost zu geben, das ist doch ein guter Plan.

Zum Gemüse gesellt sich noch eine Portion selbstgemachter Frischkäse, das macht das Ganze zu einem vollwertigen Gericht.

Im Original wird der Spargel in einer Pfanne über dem Feuer gebraten – aber wenn man ordentlich Hitze gibt, dann geht das gut auch auf dem Herd. Die Brennnesseln werden kurz mitgebraten, im Original kommen an Kräutern Sauerklee und Buchenblätter hinzu. Ich habe im Garten gewütet und statt dessen die ominösen Frauenmantelblätter verwendet.

Ach so, das Rezept stammt aus dem wunderbaren Gemüsebuch von Mikkel Karstad. Das Buch stelle ich Euch noch näher vor; aber der Spargel konnte nicht warten…


Für 4 Portionen:

  • 1 l Milch
  • 2- 3 EL Apfelessig
  • 12 Stangen grüner Spargel
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 Handvoll frische Brennnesselschößlinge
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • frische Wildkräuter; ich hatte Frauenmantel

Für den Frischkäse die Milch in einen Topf geben erhitzen, kurz aufkochen lassen und die Hitze abstellen. Apfelessig einrühren und alles stehen lassen, bis die Molke ganz klar wird.

Die Masse in ein mit ein Mousselinetuch ausgelegtes Sieb abgießen und abtropfen lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Masse aus dem Sieb in eine Schüssel geben und mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Spargel putzen, holzige Enden abbrechen. Öl in der Pfanne stark erhitzen und den Spargel von allen Seiten anbraten, bis er schön gebräunt ist. Brennnesseln und Frauenmantel zugeben und 30 sek mitbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Spargel aus der Pfanne nehmen und mit Frischkäse auf Tellern anrichten.


Gemista-Risotto

Gemista ist ein griechischer Klassiker – gefülltes Gemüse. Das mit Reis oder Hackfleisch gefüllte Gemüse wird in einer reichhaltigen Tomatensauce gemort. Auch für den Klassiker gibt es ein Rezept in der “Neuen griechischen Küche“*: es gibt auch diesen Risotto, der aus den typischen Zutaten des Gerichts etwas Neues macht.

Die Zubereitung ist etwas anders als bei einem klassischen Risotto, funktioniert aber prächtig. Das ist ein leichtes, feines Essen das man auch unter Woche gut auf den Tisch bringen kann. Und zudem noch zufällig glutenfrei und vegan….

Gemista-Risotti

Risotto mit dem Aroma von griechischem gefüllten Gemüse

Gericht Hauptgericht
Länder & Regionen Griechenland
Keyword vegan, glutenfrei

Zutaten

  • 500 g Risottoreis
  • 600 g gehackte Tomaten aus der Dose
  • 25 g Zucker
  • 100 ml Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Aubergine
  • 2 Zucchini
  • 1/2 grüne Paprikaschote
  • 1 Karotte
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • 1 Bund Minze
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Anleitung

  1. Den Reis für 15 min in kaltem Wasser einweichen, dann durch ein Sieb abgießen, abbrausen und mit einem Liter Wasser und etwas Salz in einen Topf geben. Bei mäßiger Hitze ca. 20 min garen, bis der Reis gegart und das Wasser aufgenommen wurde. 

  2. Tomaten mit Zucker und 300 ml Wasser pürieren. Die Mischung in einen Topf geben, salzen und alles köcheln lassen, bis es leicht andickt. 

  3. Inzwischen die Zwiebel schälen und fein hacken. Aubergine putzen und würfeln.  Karotte schälen und reiben, Zucchini ebenfalls reiben. Paprikaschote entkernen und das Fruchtfleisch in Würfel schneiden. Kräuter zupfen und hacken. 

  4. Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel, Aubergine, Paprika und Karotte darin ca. 15 min andünsten, bis das Gemüse weich ist. Salzen, Tomatenmark zugeben und kurz mitrösten, dann 100 ml Wasser angießen und alles einkochen lassen. 

  5. In einer großen Schüssel den Reis mit der Gemüsemischung, der Tomatensauce und den gehackten Kräutern vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

  6. Das Gericht schmeckt warm und kalt. 

Kokos-Tapioka mit Banane

Vor einiger Zeit habe ich für eine Buchvorstellung Tapioka gekocht: Kokosmilch, Tapioka, etwas Zucker, Banane und ein Topping aus Erdnuss und Sesam. Das war nett, aber ich hatte das Gefühl, dass das Dessert vom Geschmack her ausbaufähig ist.

Und ich wurde fündig – und zwar in Kathas “Immer schon vegan“* – hier gibt es next level tapioca ;-). Zwei Sachen sind es, die für ordentlich Geschmack sorgen: zum einen eine recht ordentliche Portion Salz. Ja, im Nachtisch. Das bildet einen Gegenpol zur Süße, die allein dann halt doch etwas langweilig ist.

Und  dann wäre da noch das mitgegarte Pandanblatt – bitte, ich bin ein ganz großer Pandan-Fan. Allein der Geruch beim Kochen ist schon so herrlich. Pandan ist das, was dem Duftreis seinen Duft gibt, aber es ist nicht nur bei Reis ein tolles Aroma. Pandanblätter gibt es im Asia-Shop, sie werden in großen Bündeln verkauft und lassen sich super einfrieren. Wer keine bekommt oder mag – Tonkabohne könnte ich mir auch gut vorstellen, oder Orangenschale. Was auch immer Ihr nehmt – verzichtet auf keinen Fall auf das Salz.

Kokos-Tapioka mit Banane

Pudding auf vietnamesische Art

Gericht Nachtisch
Länder & Regionen Vietnam
Keyword vegan, glutenfrei

Zutaten

  • 400 ml Kokosmilch
  • 400 ml Wasser
  • 1 Pandanblatt
  • 40 g Tapioka
  • 100 g Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 2 Bananen nicht zu reif

Topping:

  • 1 EL Erdnüsse ungesalzen
  • 1 EL Sesam geröstet
  • 1 TL Zucker
  • 1 Prise Salz

Anleitung

  1. Pandanblatt verknoten. Kokosmilch, Wasser und Pandanblatt in einem großen Topf aufkochen. 

  2. Tapioca hineinstreuen und alles 20 min simmern lassen. Dabei regelmäßig umrühren und bis zum Topfboden durchrühren, damit die Tapioca sich nicht anlegt und gleichmäßig durchgart.

  3. Inzwischen die Bananen schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Zucker und Salz mischen und die Bananenstücke in der Mischung wälzen. 

  4. Das Pandanblatt aus der Puddingmasse holen und gut ausdrücken. Restlichen Zucker in den Topf geben, alles kurz aufkochen. 

  5. Bananen zugeben, alles noch weitere 5 min köcheln lassen, dann von der Hitze nehmen. 

  6. Erdnüsse mit Sesam, Salz und Zucker kurz im Blitzhacker zerkleinern, es sollen aber auf jeden Fall noch Stückchen erkennbar sein. 

  7. Zum Servieren den Pudding in Gläser füllen und mit der Nussmischung bestreuen. Lauwarm ist er noch leicht flüssig und cremig, ganz durchgekühlt wird er fest.

Radicchio und rote Zwiebeln auf Bohnenpüree

Es gibt viele Gerichte mit Hülsenfrüchten im neuen Buch von Diana Henry*. Kein Wunder –  Hülsenfrüchte sind nicht nur gut verfügbar und gut zu bevorraten, sie stecken auch voller gesundem pflanzlichem Eiweiß und Ballaststoffen. Ganz abgesehen davon, dass sie wunderbar schmecken und aufgrund der unterschiedlichen Sorten auch niemals langweilig werden.

Und natürlich kann man Hülsenfrüchte auch sehr vielseitig verarbeiten: hier werden die Bohnen zu einem Püree. Das ist wirklich toll – das mache ich viel zu selten. Auch die Komposition ist toll: bitterer Radicchio, süße Zwiebeln und das erdige, weiche Püree.

Das Ganze kann man mit einer Gemüsebeilage oder einem Salat als Hauptgericht essen. Es ist aber auch eine schöne Beilage zu einem Fischgericht oder zu einem leichten Fleischgericht.

Radicchio und rote Zwiebeln auf Bohnenpüree

Samtiges Püree mit bitteren Blättern und süßen Zwiebeln

Gericht Hauptgericht
Portionen 7 Portionen

Zutaten

Bohnenpüree:

  • 2 EL einfaches Olivenöl
  • 1/2 Zwiebel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 800 g gegarte weiße Bohnen (original: aus der Dose)
  • 150 ml Hühnerbrühe
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 4 EL Olivenöl nativ extra
  • ein Spritzer frisch gepresster Zitronensaft

Außerdem:

  • 2 Köpfe Radicchio
  • 2 rote Zwiebeln
  • 3 EL Olivenöl
  • 4 EL Balsamico
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Anleitung

  1. Für das Püree Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken.

  2. Das einfache Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig anbraten. Knoblauch, Bohnen und Brühe zugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und alles ca. 4 min köcheln lassen. 

  3. Das native Olivenöl zugeben und alles pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. 

  4. Radicchio jeweils halbieren und die Hälften jeweils in 4 Teile schneiden. Strunk etwas zurechtschneiden, die Blätter sollen aber noch zusammenhalten. Zwiebeln halbieren und in Spalten schneiden. 

  5. Olivenöl und Balsamico in einem tiefen Teller vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Zwiebel und Radicchio hineingeben, alles vorsichtig vermengen und 10 min marinieren. 

  6. Eine Grillpfanne sehr stark erhitzen. Zwiebelspalten darin braten, bis sie gebräunt sind, dann bei geringerer Hitze fertig braten. 

  7. Temperatur wieder höher stellen und und den Radicchio rasch von beiden Seiten anbraten.

  8. Radicchio und Zwiebeln auf dem Bohnenpüree verteilen, mit Salz und Pfeffer würzen und servieren. 

Kohlrabi-Apfel-Salat

Kohlrabi mag ich richtig gern, bin manchmal aber etwas ratlos, was die Zubereitung angeht. Diesmal hatte ich dazu noch viele Äpfel übrig, da kam das Salatrezept von Maria Groß* gerade richtig.

Meine älteste Erinnerung ist übrigens Kohlrabi-Cocktail, kennt Ihr das? Das war (oder ist) ein Rohkostgericht, das in den 1980ern als Vorspeise ganz hip war. Ich weiß nicht mehr so ganz wie das ging, es gab gewürfelten Kohlrabi in einer Joghurtsoße. Das war gut, und sehr schlank machend, denn der Cocktail musste sehr gut gekaut werden, man war echt satt danach.

Marias Salat läßt aber noch Platz für andere Köstlichkeiten – der Kohlrabi wird in Scheiben geschnitten, mariniert und gegart. Dazu gesellen sich dann Äpfel und etwas Chili und im Original auch stattliche 50 (!) Gramm gehackte Thymian-Blättchen. Davon habe ich Abstand genommen.

Kohlrabi-Apfel-Salat

Frischer, fruchtiger Salat mit Kohlrabi und Apfel

Gericht Salat
Länder & Regionen Deutschland
Keyword kalte Küche, vegan
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 3 kleine Kohlrabi
  • 4 EL Weissweinessig
  • 100 ml Sonnenblumenöl kalt gepresst
  • 1 EL Zucker
  • Cayennepfeffer
  • 1 Schalotte
  • 2 kleine Äpfel
  • 1 rote Chilischote
  • Öl zum Braten
  • etwas gehackte Thymianblättchen
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Anleitung

  1. Am Tag vor dem Servieren die Kohlrabi putzen, schälen und in feine Scheiben schneiden. In kochendem Salzwasser kurz blanchieren und gut abtropfen lassen. 

  2. Kohlrabischeiben in einer Schüssel mit Essig, Öl, einem Teelöffel Salz, Zucker und etwas Cayennepfeffer in einer Schüssel mischen und mindestens 24 h marinieren lassen.  

  3. Am nächsten Schalotte schälen und fein hacken. Äpfel vierteln, entkernen und in Scheiben schneiden. Chili der Länge nach halbieren, entkernen und Streifen schneiden. 

  4. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und Schalotte darin anbraten. Kohlrabi mitsamt der Marinade zugeben und braten, bis die Kohlrabischeiben etwas weich sind. 

  5. Zum Servieren Apfelscheiben, Chili und Thymian untermischen, alles mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf einen Teller geben.

Wirsingrouladen mit Basmati und roter Bete

Ich gestehe, Wirsing ist mein Favorit, wenn es um eine Hülle für Krautwickel geht. Ich mag den Geschmack und die Farbe, und es ist relativ einfach, die Blätter vom Kopf zu lösen und als Hülle zu benutzen. Weißkohl ist da schon viel anspruchsvoller; da werde ich manchmal etwas….unentspannt.

Rote Bete war in der Abokiste, und da bin ich immer dankbar für neue Ideen. Erschwerend kam hinzu, dass diese Röllchen in “Kohlrouladen & Krautwickel”* einfach hinreissend aussahen – es ist das Rezept vom Titelbild, und die pinkfarbene Füllung schimmert ganz schick durch die gegarte Hülle.

Gut, ganz so schick sieht meine Variante nicht aus, aber geschmacklich ist das Ganze dennoch ein Traum: rote Bete und Feta, das reicht doch als Hinweis, oder? Ein bisschen Zeit braucht das Ganze, aber die Herstellung geht gut von der Hand.

Wirsingrouladen mit Basmati und roter Bete

Wirsingwickel mit einer reizvollen vegetarischen Füllung

Gericht Hauptgericht
Länder & Regionen Deutschland
Keyword glutenfrei, vegetarisch
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 12 Blätter Wirsing
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 2 mittelgroße rote Bete
  • 150 g Basmati
  • 2 Zwiebeln
  • 3 EL Olivenöl
  • 50 g Feta
  • 1 TL Kümmel
  • 1/2 l Gemüsebrühe

Anleitung

  1. Rote Bete in Salzwasser bissfest garen. Dann abgießen, etwas abkühlen lassen, die Schale abziehen und die Bete klein würfeln. 

  2. Reis ein feinmaschiges Sieb geben, abspülen, in Salzwasser bissfest kochen, dann abgießen und abkühlen lassen. 

  3. Zwiebel schälen und fein würfeln. 1 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin glasig anschwitzen. 

  4. Rote Bete, Reis und Zwiebelwürfel in einer Schüssel vermischen. Feta dazu krümeln. Kümmel mörsern und ebenfalls in die Schüssel geben. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken und gründlich vermischen. 

  5. Blätter vom Wirsing lösen. In kochendem Salzwasser blanchieren - je nachdem, wie zart oder bissfest man die Blätter haben möchte zwischen zwei und vier Minuten. Ich bin eher auf der 2-Minuten-Seite; immerhin werden die Röllchen ja später nochmals gegart.

  6. Wirsingblätter abgießen, kalt abspülen und gründlich trocken tupfen. Flach auf die Arbeitsfläche legen und die dicken mittleren Blattrippen flach schneiden. 

  7. Blättern salzen und pfeffern und auf jedes Blatt ein Zwölftel der Füllung geben. Die Seiten der Blätter über der Füllung einschlagen, dann die Blätter aufrollen und mit einem Zahnstocher verschließen. 

  8. Restliches Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und die Rouladen darin rundherum anbraten. Gemüsebrühe angießen, Deckel auflegen und alles bei milder Hitze 30 min schmoren.